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75 Jahre Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

Am 26. und 27. Juni lud die Landeskirche zum 75-jährigen Jubiläum nach Bad Arolsen ein. Unser Foto zeigt den Turm der Stadtkirche. (Foto: Pfannstiel, Montage: medio.tv/Küster)
Am 26. und 27. Juni lud die Landeskirche zum 75-jährigen Jubiläum nach Bad Arolsen ein. Unser Foto zeigt den Turm der Stadtkirche. (Foto: Pfannstiel, Montage: medio.tv/Küster)
Im Jahr 2009 blickte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck auf ihr 75-jähriges Bestehen zurück. Dazu veranstaltete die Landeskirche ein theologisch-historisches Symposion (26./27. Juni) und lud am 27. Juni zu einem Fest der Begegnung nach Bad Arolsen ein.

Anlässlich des Jubiläums hat Ihnen die medio-Internetredaktion im Thema auf ekkw.de verschiedene Artikel zusammengestellt.

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2009-10-20

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Programm:

Hier können Sie das Programmheft zu den Veranstaltungen am 26. und 27. Juni in Bad Arolsen herunterladen:

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75 Jahre Kurhessen-Waldeck
Landeskirche feierte Jubiläum in Bad Arolsen

Bad Arolsen (medio/epd). Mit einem „Fest der Begegnungen“ am Samstagabend sind die Veranstaltungen zum 75 jährigen Bestehen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck rund um die Stadtkirche in Bad Arolsen zu Ende gegangen. Im Festgottesdienst in der Stadtkirche sagte der Bischof der Landeskirche, Prof. Dr. Martin Hein, die Landeskirche solle „dem Evangelium verbunden und ihm allein verpflichtet mutig und zuversichtlich in die Zukunft schauen.“ Die  Kirche könne sich nicht selbst erhalten, sie verdanke sich ausschließlich der Treue Gottes. Seine Treue sei stärker als alle menschliche Untreue gegenüber dem Evangelium, erklärte Hein in Anspielung an die Gründungsgeschichte der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck:

Bischof Hein: „Gott kann aus schwierigen Anfängen Gutes entstehen lassen“

Die Landeskirche war im Juni 1934 unter starkem Druck des Kasseler Gauleiters der NSDAP, Karl Weinrich, durch Vereinigung der bis dahin selbstständigen waldeckischen Kirche mit der Evangelischen Landeskirche in Hessen-Kassel entstanden. Rückblickend ließe sich, so Hein, sagen: „Gott kann aus schwierigen Anfängen Gutes entstehen lassen, Gottes Treue ist stärker als alle Untreue!“  Zuvor war der Gründung der Landeskirche in ihren heutigen Grenzen im Jahr 1934 mit einem wissenschaftlichen Symposion unter der Überschrift „Vom Zwang zur Selbstverständlichkeit“ sowie einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „75 Jahre miteinander unterwegs – Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck“  gedacht worden.

Bei der Diskussion im Bürgerhaus von Bad Arolsen hob der Marburger Theologe Jochen Christoph Kaiser hervor, dass die in der EKKW gelebte Vielfalt der reformatorischen Bekenntnisse ein Zeichen für andere Landeskirchen sein könne. «Man muss das verbindende Element wieder betonen», wandte er sich gegen konfessionelle Streitigkeiten. Der frühere Landrat Günter Welteke äußerte die Hoffnung, dass auch in Zukunft die Kirche mit ihren Pfarrern bei den Menschen vor Ort bleibe. Das dichte Pfarrstellennetz der EKKW sei von großer Bedeutung. Dieses Anliegen teilte auch die Waldecker Pfarrerin Claudia Engler: Es sei eine große Herausforderung, wie man ein dichtes Pfarrstellennetz mit den finanziellen Möglichkeiten in Einklang bringen könne, sagte sie.

Präses Heinemann: Kirchenferne künftig stärker ansprechen

Ute Heinemann, Präses der Landessynode, betonte die Notwendigkeit, Kirchenferne künftig stärker anzusprechen als bisher. «Wir müssen anderen Mut machen, wieder bei der Kirche mitzumachen», erklärte sie. Es sei wichtig, auch Kindern zu sagen, was es bedeute, evangelisch zu Sein. Bischof Martin Hein schließlich knüpfte an die Äußerungen von Jochen-Christoph Kaiser an, der auf die Einheit in der Vielfalt der Landeskirche hingewiesen hatte. «Wir sind beispielhaft für den Weg der innerprotestantischen Ökumene», sagte der Bischof. (29.06.2009)

2009-07-08

Predigt:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Festgottesdienst am 27. Juni in der Stadtkirche von Bad Arolsen:

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Hintergrund:

Vortrag von Vizeprä-
sident Dr. Volker Knöppel «Zur Identität Waldecks - Zahl und Abgrenzung der Sprengel 1945 und 1975», gehalten am 26. Juni auf dem Symposion in Bad Arolsen:

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Internetradio:

Hören Sie hier Beiträge zum Thema von Pfarrer Christian Fischer und Torsten Scheuermann:

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Interview:

Hören Sie hier die Prälatin der Landes-
kirche, Roswitha Alterhoff, über die Menschen und die
Kirche in Kurhessen-Waldeck:

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Portrait der Landeskirche
Mitten in Deutschland: Kurhessen-Waldeck

(von Pfarrer Christian Fischer, Internetbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Kassel)

Seit der Wiedervereinigung liegt sie im geographischen Zentrum Deutschlands: die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. Nord- und Osthessen gelten als die «Stammlande» der Kurhessen-Waldecker, aber auch das thüringische Schmalkalden gehört dazu wie das Kinzigtal, das sich von Schlüchtern bis Hanau erstreckt. Und so reicht sie bis vor die Tore Frankfurts im Rhein-Main-Gebiet.

2009-06-18
Knapp eine Million evangelische Christen leben in den 896 Kirchengemeinden Gemeinden der Landeskirche, die meisten davon in ländlichen Regionen. Dort haben sich bis heute stabile volkskirchliche Strukturen erhalten, d. h. die evangelische Kirche gehört zum Leben der Menschen einfach dazu, von Austritt ist hier viel seltener die Rede als in den großstädtischen Ballungsräumen.

Doch auch die sind in Kurhessen-Waldeck zu finden: die nordhessische Metropole Kassel und der wirtschaftlich starke Süden heben sich deutlich von den anderen Landesteilen ab. In den Städten begann vor einigen Jahren eine Entwicklung, die sich auch «auf dem Land» fortsetzt: die Evangelische Kirche bietet neben den traditionellen Gemeindeangeboten mittlerweile viele neue Veranstaltungsformen an: Diskussionsforen zu aktuellen Themen, Workshops, zahlreiche Initiativgruppen, Musik von Klassik bis Rock und Kunst aller Art findet sich genauso auf dem Terminkalender wie der klassische Gottesdienst oder die Jugendgruppe (siehe auch unseren landesweiten Veranstaltungskalender).

Vermitteln statt Polarisieren

Vielfalt in der Einheit könnte daher das Motto der nordhessischen Kirche lauten - und das kommt nicht von ungefähr: Schon in der Geschichte der Kirche gibt es dafür zahlreiche Hinweise: 1529 lud Philipp der Großmütige Luther, Zwingli und andere zum Marburger Religionsgespräch ein, um eine Einigung im Abendmahlsstreit zu erzielen. Martin Bucer regte hier einen versöhnenden Umgang mit dem «linken Flügel» der Reformation an. Zahlreiche Hugenotten fanden im 17. und 18. Jahrhundert in Kurhessen eine neue Heimat, in der sie ihren Glauben ohne Angst vor staatlicher Repression leben konnten. Der Grundstein für das Zusammenleben von lutherischen und reformierten Gemeinden wurde im 19. Jahrhundert gelegt. Bei all dem war die Devise der Kurhessen: Versöhnen statt spalten, lieber vermitteln als polarisieren.

Und diese Devise wird auch heute noch in Kurhessen-Waldeck befolgt: Bei den halbjährlichen Treffen der Landessynode, dem höchsten demokratisch gewählten Gremium der Kirche, geht es zwar lebhaft und kontrovers zu, doch feste Fronten und klare Fraktionen sucht man hier vergeblich. Im Gegenteil: Mehrheiten bilden sich je nach Sachlage immer wieder neu, das garantiert hohe Beweglichkeit - ein Umstand, um den die Kurhessen von mancher Landessynode beneidet werden.

Offen und kommunikativ

In den letzten Jahren ist durch Reformen neuer Schwung in die Kirche gekommen: Die mittlere Ebene (Dekaninnen und Dekane) wurden mit mehr Kompetenzen ausgestattet und ein dynamischer Bischof führt die kurhessische Kirche seit dem Jahr 2000. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit setzt Kurhessen-Waldeck Akzente: Ob Werbeaktionen zum Buß- und Bettag, aktuelle Internetangebote oder zielgruppenorientierte Öffentlichkeitsaktionen, die Kirche geht auf die Menschen zu und sucht verstärkt den Dialog mit Mitgliedern und Kritikern.

Haben Sie Lust bekommen, mehr über die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck zu erfahren oder selbst in ihrer Region mitzumachen? Schicken Sie uns eine E-Mail - wir versuchen, Ihnen einen Kontakt vor Ort oder weitere Informationen zu vermitteln.

Tipp:

Viele Gemeinden der EKKW können Sie schon im Internet besuchen:

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Keine Liebesheirat, aber eine glückliche Ehe
75 Jahre Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

(von Dr. Jürgen Römer, Historiker und Publizist, Schriftleiter des Waldeckischen Geschichtsvereins und hauptamtlicher Leiter des Regionalmuseums Wolfhager Land, Lichtenfels-Dalwigksthal)

Bernhard von Haller, der große alte Kirchenmann Waldecks formulierte auf der Synode 1947 in Treysa in der Rückschau auf die Vereinigung der evangelischen Kirchen Kurhessens und Waldecks 1934: «Die Ehe mit Kurhessen war eine Zwangsehe, und an ihrem Anfang stand keine große Liebe. … Aber die rechte Liebe kommt immer erst in der Ehe, und so danken wir heute Kurhessen für all die Fürsorge, die wir von ihm empfangen haben.»

Was führte zur Vereinigung 1934?

In Waldeck hatte sich das Fürstliche Konsistorium nach 1918 in einen Landeskirchenrat gewandelt, der vom Landeskirchenausschuss und vom Landeskirchenvorstand geleitet wurde. Dessen Präsident war Hermann Dihle, dazu gehörten die beiden Oberkirchenräte Karl Weiß (später OKR Gottheis) und Bernhard von Haller. Das Landeskirchenamt hatte seinen Sitz im heutigen Arolser Rathaus an der Großen Allee.

Seit 1926 wurden Verhandlungen über einen Zusammenschluss der evangelischen Kirchen in Hessen geführt, aber nur Frankfurt und Hessen-Darmstadt vollzogen diesen Schritt. Hessen-Kassel und Waldeck blieben fern. Politisch war Pyrmont 1922 von Waldeck an Preußen abgetreten worden, Waldeck büßte seine Selbstständigkeit 1929 ein.

2009-06-18
Die NSDAP verlangte nach ihrem Aufstieg an die Spitze der Regierung 1933 einen Kirchenaufbau gemäß ihrer Gaueinteilung. Das Programm der «Gleichschaltung» sollte auch vor den evangelischen Landeskirchen nicht halt machen. Getreu dem «Führerprinzip» sollten die evangelischen Kirchen vereinheitlicht werden unter einem Reichsbischof. Die Haltung der NSDAP zur Kirche war von einer gewissen Uneinheitlichkeit geprägt: Viele Gläubige strömten in die Bewegung der «Glaubensbewegung Deutschen Christen» (DC), darunter anfangs auch etliche Pfarrer. Dem stand eine mächtige Position innerhalb der Partei gegenüber, die offen kirchenfeindlich und neuheidnisch eingestellt war. Der Kasseler Gauleiter Weinrich übte Druck auf die Kirchen aus, der Gleichschaltung zu folgen. Allgemeine Kirchenvorstands- und Kirchengemeinderatswahlen im Reich am 23. Juli 1933 wurden mit massiver Werbung der DC und der NSDAP im Vorfeld organisiert. Die DC versuchten, die Mehrheit in allen kirchlichen Organen an sich zu reißen. Doch es reichte für sie weder in Kurhessen noch in Waldeck zur Zweidrittelmehrheit, mit der die Kirchenverfassungen hätten gekippt werden können.

Die waldeckische Kirchenleitung unter Dihle stand den DC unter den Pfarrern und Gemeindevertretern skeptisch gegenüber. Viele Gläubige traten nach anfänglicher Begeisterung wieder aus, als ihnen die Verzerrung des christlichen Glaubens durch die DC klar wurde. Reichsweit fanden NS-kritische Kirchenkreise wie der Pfarrernotbund um Martin Niemöller, aus dem die Bekennende Kirche (BK) hervorgehen sollte, im Winter 1933/34 raschen Zulauf. Daran konnte auch der zuvor vom NS-Staat zum Bischof der Deutschen Evangelischen Kirche ernannte Ludwig Müller nicht ändern. Mit der Barmer Erklärung (EG Nr. 810) protestierten die regimekritischen Kreise; der Kirchenkampf begann. Eine nennenswerte Zahl waldeckischer Pfarrer trat der BK bei. Waldeck war aber zugleich eine NS- und DC-Hochburg.

Am 17. Januar 1934 fand eine Großkundgebung der DC in Arolsen statt, an der über 1000 Menschen teilnahmen. Davon kam allein die Hälfte mit einem Sonderzug aus dem Upland. Der dortige DC-Gauorganisationsleiter, Vikar Grebe aus Usseln, hatte dies koordiniert. Zum wiederholten Mal forderte der NSDAP-Leiter für Kassel-Land und die drei waldeckischen Kreise, Rudolf Sempf, in einer Rede den Rücktritt der waldeckischen Kirchenleitung. Gemeinsam zogen die Teilnehmer zu den Häusern von Dihle und dem Diakonissenhauspfarrer Meyer und randalierten dort. Dihle ließ sich von der anwesenden SA in «Schutzhaft» nehmen. Erst nachdem von Haller beim Regierungspräsidenten in Kassel protestierte, beruhigte sich der braune Mob etwas. Nach diesen Unruhen beauftragte Reichsbischof Müller den Korbacher Amtsgerichtsrat Dr. Happel, einen Landessynodalen und glühenden DC-Anhänger, mit der vorläufigen Kirchenleitung in Waldeck. Happel übernahm das Landeskirchenamt, Proteste der regulären Kirchenleitung blieben wirkungslos. Per Notverordnung setzte Happel die Kirchenleitung ab und erklärte die Kirchenverfassung für vorübergehend aufgehoben. Der Landeskirchenrat wurde in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Damit war Happel zum Alleinherrscher über die waldeckische Kirche geworden.

Um die von der NSDAP gewünschte Vereinigung der beiden Landeskirchen zu erreichen, trat am 12. Juni 1934 in Kassel überstürzt der dortige Landeskirchentag zusammen, der mit einer Gegenstimme die Fusion der beiden Landeskirchen beschloss. Die Wahl eines Bischofs für die neue Landeskirche kam wegen der Weigerung der BK-Mitglieder in der Synode aber nicht zustande. Am 29. Juni trat abermals der Landeskirchentag zusammen. In einer irregulär abgehaltenen Sitzung unter Führung der DC wurde eine neue Kirchenleitung berufen, ein Mitglied wurde Happel. Der Kasseler Pfarrer Karl Theys wurde zum Bischof gewählt und die Landeskirche trat der Reichskirche bei. Das «Kirchengesetz über die Vereinigung von Waldeck mit der Evangelischen Landeskirche in Hessen-Kasel» wurde von Happel am 13. Juli 1934 erlassen. Schließlich wurde auch für die kurhessisch-waldeckische Landeskirche ein «Bevollmächtigter» eingesetzt, Dr. Johannes Ritter aus Hannover. Er entfernte die reguläre Kirchenleitung mit Polizeigewalt aus dem Landeskirchenamt im Kasseler Renthof und ernannte Happel zu dessen Leiter. Es gab zu dieser Zeit zwei Kirchenleitungen, die alte, regulär zustande gekommene, und die neue unter DC-Einfluss.

«Finis ecclesiae Waldeccensis» – «Das Ende der waldeckischen Kirche» überschrieb Bernhard von Haller seine Erinnerungen an diese stürmischen Ereignisse. Nach 400 Jahren bestand eigenständige Kirche des kleinen Staats nicht mehr. Mit einem eigenen Sprengel Waldeck sollte an diese Eigenständigkeit erinnert werden, die nicht auf dem vorgesehenen synodalen Weg, sondern durch den Federstrich eines unrechtmäßig in sein Amt gelangten Funktionärs beendet wurde. Der spätere Wildunger Dekan Dieter Waßmann hat seiner Überzeugung Ausdruck verliehen, dass der Zusammenschluss über kurz oder lang gewiss erfolgt wäre, dann jedoch unter Umständen, die es den Waldeckern leichter gemacht hätten, ihn anzunehmen. Die neue Kirche, verringert um den Kirchenkreis Grafschaft Schaumburg (Rinteln), erhielt den Namen «Evangelische Landeskirche von Kurhessen- Waldeck».

Wie wuchs zusammen, was heute zusammengehört?

Eine im Sommer 1945 in Treysa tagende Notsynode beschloss unter dem Einfluss des Marburger Theologen Hans von Soden die Schaffung eines Bischofsamts für die Landeskirche. Ein neues Leitungsgesetz ergänzte die alte Kirchenordnung von 1924, die ansonsten in Kraft blieb. Erster Bischof wurde Adolf Wüstemann, der bis 1963 amtierte. Die Landessynode blieb oberster Träger der landeskirchlichen Gewalt und letzte Entscheidungsinstanz in allen kirchlichen Fragen. Ein wichtiges Anliegen des neuen Bischofs war es, die Innere Mission und das Evangelische Hilfswerk zu vereinigen, aus dieser Verbindung entwickelte sich später das Diakonische Werk.

Die Landeskirche traf auf neue Aufgaben und Herausforderungen. Die Flüchtlingsbetreuung stellte ein bisher nicht da gewesenes Problem dar. Mit den Vertriebenen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten entstand in vielen Regionen der ländlich strukturierten kurhessisch-waldeckischen Kirche zum ersten Mal die Notwendigkeit, sich im ökumenischen Miteinander mit römisch-katholischen Gemeinden zurecht zu finden. An vielen Orten vollzog sich dies reibungslos, an anderen war bis in die fünfziger und sechziger Jahre Misstrauen spürbar.

Das wohl wichtigste innerkirchliche Ereignis der Amtszeit des zweiten Bischofs, Erich Vellmer, war die Verabschiedung der neuen Grundordnung 1967, die zum 1. Januar 1968 in Kraft trat. Sie löste die 1945 ergänzte Grundordnung von 1924 ab und stellte die innere Verfassung der «Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck», wie sie seitdem heißt, auf eine neue Grundlage. Die neue Grundordnung veränderte u. a. das Amt des Bischofs, indem er nun von der Landessynode auf Empfehlung eines Findungsausschusses als leitender Geistlicher gewählt wurde. Eine Ordination findet beim Bischof nicht statt, dies bringt zum Ausdruck, dass das eigentlich bedeutende Amt das durch die Ordination verliehene Pfarreramt ist. Ganz bewusst soll der Bischof immer auch Pfarrer bleiben.

In der Zeit Bischof Vellmers traten auch einige territoriale Veränderungen ein. Der Landkreis Schmalkalden war bereits 1944 an Thüringen übergegangen. Auf kirchlicher Ebene wurde diese Entwicklung 1972 ebenfalls vollzogen. 1991, unter gänzlich neuen Bedingungen, wurde dieser Wechsel rückgängig gemacht. Im Rahmen einer Reform der Sprengel wurden 1976 Waldeck und Marburg miteinander vereinigt. Der neue Sprengel erhielt den Namen «Waldeck-Marburg».

Oberlandeskirchenrat Dr. Hans-Gernot Jung folgte 1978 Vellmer im Bischofsamt. Dies war die Zeit, in der unter dem Druck einer zunehmend säkularisierten und urbanisierten Gesellschaft sich auch der karitative Auftrag von Kirche wandeln musste. Diese Arbeit wird heute unter anderen Vorzeichen und in Konkurrenz mit anderen Anbietern nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten durchgeführt und ein gewaltiger Professionalisierungsschub blieb unausweichlich. Diese Anforderungen mit der Bezeugung und Verkündigung des Wortes Gottes in Einklang zu bringen ist nicht immer leicht gewesen und wird auch in Zukunft Thema bleiben.

Nach dem Tod Jungs 1991 wurde Propst Professor Dr. Christian Zippert im folgenden Jahr zum Bischof gewählt. Zu einer wesentlichen Aufgabe wurde nun die Neudefinition der Stellung der Kirchen im vereinigten Deutschland. Zipperts besonderes Anliegen war der ökumenische Austausch mit der römisch-katholischen Kirche. Es war dies auch die Zeit, in der die Rückgänge kirchlicher Finanzeinnahmen immer deutlicher spürbar wurde. Die Kirchenleitung musste reagieren. Eine der Maßnahmen betraf das kirchliche Bauen und Renovieren. Die politischen Gemeinden, denen in Kurhessen und auch in vielen Orten Waldecks die Baulasten für Kirchen, Pfarrhäuser und andere kirchliche Bauten seit jeher oblagen, die sich jedoch zum Teil seit Jahrzehnten immer mehr aus dieser Verantwortung zu entfernen suchten, wurden wieder stärker herangezogen.

Erst unter Zipperts Nachfolger, dem heutigen Bischof Prof. Dr. Martin Hein, der 2000 sein Amt antrat, konnte dieser Prozess abgeschlossen werden. Unter Mitwirkung des Landes Hessen kam es zu einem Ausgleich mit den politischen Gemeinden, der am 1. 1. 2005 in Kraft trat und die Baulasten, um die so oft so erbittert gerungen worden war, zu einem Stück europäischer Kirchengeschichte machte.

Es gibt heute eine Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau auf vielen Gebieten, eine Fusion der beiden Kirchen steht aber derzeit nicht auf der Agenda. Wenngleich es auf der Alltagsebene oft kaum spürbar ist, gibt es im Aufbau und im inneren Selbstverständnis der beiden Nachbarkirchen doch gehörige Unterschiede, die nicht so einfach weggewischt werden können.

Waldeck und Kurhessen gehören heute eng zusammen. Es ist kaum noch festzustellen, in welchem der alten Teile der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine Gemeinde liegt, woher ihre Pfarrerin oder ihr Pfarrer kommt und ob die Gemeindeglieder Einheimische oder Zugewanderte sind. Das war 1934 sicher nicht vorhersehbar, und so darf man heute davon sprechen, dass aus der erzwungenen Verbindung doch Liebe geworden ist.

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Die Grundordnung der Landeskirche

Wir dokumentieren an dieser Stelle den Wortlauf der Präambel der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die gesamte Grundordnung vom 22. Mai 1967, zuletzt geändert am 28. November 2001, finden Sie als PDF-Dokument in der rechten Spalte.

«Präambel

  • Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ist gerufen zum Dienst am Evangelium von Jesus Christus, das in der Botschaft der Heiligen Schrift gegeben und im Bekenntnis der Reformation bezeugt ist.
  • Sie tritt ein für die Gemeinschaft der Evangelischen Kirche in Deutschland und für die ökumenische Gemeinschaft der Kirchen in der Welt.
  • Sie ist vor allem durch das Augsburgische Bekenntnis und die von ihm aufgenommenen altkirchlichen Symbole geprägt und in der Vielfalt der überlieferten Bekenntnisse der Reformation zu einer Kirche zusammengewachsen.
  • In dieser geschichtlich gewordenen Einheit und in Wahrnehmung des gemeinsamen Auftrages hat die Landeskirche mit ihren Gemeinden und allen ihren Gliedern die Verantwortung, das Evangelium in Wort und Sakrament, in Seelsorge, Unterweisung, Mission und Diakonie in rechter Weise auszurichten.

Zur Erfüllung dieses Auftrages gibt sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck die folgende Ordnung:»  ...

2009-06-18

Download:

Laden Sie hier die Grundordnung der EKKW vom 22. Mai 1967, zuletzt geändert am 28. November 2001, herunter:

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Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

2009-06-18
Blick in den Synodalsaal in Hofgeismar. (Foto: medio.tv/Küster)
Blick in den Synodalsaal in Hofgeismar. (Foto: medio.tv/Küster)
Die Landessynode besitzt herausragende Kompetenzen: Sie hat in allen kirchlichen Fragen die letzte Entscheidung. Sie teilt die geistliche und rechtliche Leitung mit dem Bischof, den Pröpsten, dem Rat der Landeskirche und dem Landeskirchenamt. Alle anderen Leitungsorgane sind der Landessynode verantwortlich. Die Synode wählt den Bischof und entsendet aus ihrer Mitte den Rat der Landeskirche. Sie erlässt Gesetze, verabschiedet den Haushalt. Sie schafft so die Grundlagen für das rechtliche Leben der Landeskirche.

90 Mitglieder gehören der Landessynode an, dabei sind die Nicht-Theologen in der Mehrheit. Das Gros der Mitglieder wird direkt von den Synoden der Kirchenkreise für sechs Jahre gewählt. Hinzu kommen von Amts wegen der Bischof sowie seine Stellvertreter, der Vizepräsident und die Prälatin, die Pröpste der vier Sprengel und die Direktoren des Evangelischen Predigerseminars und der Evangelischen Akademie. Der Rat der Landeskirche beruft zwölf weitere Mitglieder, von denen mindestens acht Laien sein müssen. Bei deren Berufungen sollen laut kirchlicher Grundordnung «die für den Dienst der Kirche in der Welt wichtigen Kräfte» vertreten sein. (medio)

Linktipp:

Informationen zu den Tagungen der Landes-
synode finden Sie hier:

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Daten und Fakten von 1934 bis 2008

(zusammengestellt von Dr. Bettina Wischhöfer, Leiterin des Landeskirchlichen Archivs Kassel)

Januar 1933 

Beginn der «Machtergreifung» Hitlers

Juni 1934 

Tagung des Landeskirchentags und Zusammenschluss der evangelischen Landeskirchen Waldeck (ohne Pyrmont) und Hessen-Kassel; Ende Juni tagt der Landeskirchentag erneut: trotz Beschlussunfähigkeit wird Pfarrer Karl Theys (Kassel) zum Landesbischof gewählt und die Eingliederung der neuen Landeskirche in die Reichskirche beschlossen.

Juli 1934 

Räumung des Gebäudes des Landeskirchenamtes (Renthof 5, Kassel) unter Androhung von Polizeigewalt durch Staatskommissar Dr. Jäger. Einsetzung einer «Kommissarischen Kirchenregierung» durch den von Dr. Richter einberufenen Landeskirchentag und Absetzung der Einstweiligen Kirchenleitung, die sich weiter amtierend versteht. Die Einstweilige Kirchenleitung hat ihren Sitz im Büro der Inneren Mission in der Humboldtstraße 28 ½ in Kassel.         
Ein Kirchengesetz regelt den Zusammenschluss des Gebietteils Waldeck der Evangelischen Landeskirche von Waldeck und Pyrmont mit der Evangelischen Landeskirche in Hessen-Kassel.
Die einstweilige Kirchenleitung in Hessen-Kassel und der Bevollmächtigte der Deutschen Evangelischen Kirche für die Evangelische Kirche von Waldeck und Pyrmont, Amtsgerichtsrat Dr. Happel, schließen folgenden Vertrag:
«§ 1. Die Evangelische Landeskirche von Waldeck und Pyrmont in ihrem nach Abtretung des Gebietsteils Pyrmont an die Evangel.-luth. Landeskirche Hannovers bestehenden Umfange wird mit der Evangelischen Landeskirche in Hessen-Kassel vereinigt, die von der Vereinigung an den Namen «Evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck» führt. Die Evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck setzt die Rechtspersönlichkeit der Evangelischen Landeskirche in Hessen-Kassel fort und ist Rechtsnachfolgerin der Evangelischen Landeskirche von Waldeck und Pyrmont.»

Oktober 1934

Fürbitte für den «Führer und Reichskanzler des deutschen Volkes» Adolf Hitler, Anordnung einer regelmäßigen Fürbitte im sonntäglichen Gottesdienst im Kirchlichen Amtsblatt der evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck

Januar 1935 

Gebührenfreiheit für Ariernachweise von politischen Leitern der NSDAP (Erlass der Reichskirchenkanzlei, Kirchliches Amtsblatt) 

Februar 1935

Räumungsurteil des Landgerichts Kassel gegen die Kommissarische Kirchenregierung zugunsten der Einstweiligen Kirchenleitung

November 1935

Berufung von sechs Mitgliedern des Landeskirchenausschusses für die Evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck unter der Leitung von Pfarrer D. Friedrich Happich (Hephata) durch Reichsminister Kerrl – Auflösung von Einstweiliger Kirchenleitung und Kommissarischer Kirchenregierung.

Dezember 1935

Verbot der Rundbriefe für die Bekennende Kirche Kurhessen-Waldeck durch den Präsidenten der Reichspressekammer Berlin. Von 1933 bis 1935 gab es Rundbriefe des Bruderbundes Kurhessischer Pfarrer und der Bekennenden Kirche Kurhessen-Waldeck.

März 1940

Pfarrer extr. Walter Kreh, Gefreiter und Offiziersanwärter, stirbt am 15. März 1940 «in einem Lazarett im Westen». Es ist die erste Todesanzeige eines gefallenen Geistlichen, die im Kirchlichen Amtsblatt erscheint. Insgesamt fallen 58 Geistliche aus Kurhessen-Waldeck, 19 werden vermisst und 32 geraten in Kriegsgefangenschaft. (Von 567 Geistlichen wurden 252 eingezogen.)

Oktober 1943

Nach einem verheerenden Bombenangriff auf Kassel zieht das Landeskirchenamt um nach Bad Sooden-Allendorf (Ev. Pfarramt St. Martin, Kirchweg 1).

September 1945

Tagung der Notsynode in Hephata, gewählt wird Bischof D. Adolf Wüstemann

Juli 1947

Die Evangelische Akademie nimmt ihre Arbeit in Guntershausen auf.

Mai 1948

Einweihung der Melanchthon-Schule

Februar 1951

Vertrag mit der Ev-luth. Kirche in Thüringen zur Verwaltungshilfe für das Dekanat Schmalkalden.

1952

Vereinbarung zwischen der Landeskirche und Gemeinden der Renitenz zur Wiedervereinigung. (Die Renitenz um den Marburger Theologieprofessor August Christian Vilmar lehnte 1873 das vom preußischen König eingesetzte Gesamtkonsistorium Kassel ab. Damals wurden 43 Pfarrer ihrer Ämter enthoben. Sie betreuten die »renitenten Gemeinden».)   

1954 – 1958

Heinrich Otto Vogel aus Trier plant den Wiederaufbau der zerstörten Martinskirche in Kassel. (Im Bereich der Landeskirche wurden 28 von insgesamt 876 Kirchen völlig zerstört, 10 teilweise und 71 leicht.)

Februar 1960

Vertrag der Evangelischen Landeskirchen in Hessen mit dem Lande Hessen 

Dezember 1961

Kirchengesetz über das Amt der Pfarrerin erlaubt Frauen erstmals, ein Gemeindepfarramt zu übernehmen.

November 1962

D. Erich Vellmer wird von der Landessynode zum Bischof gewählt.

1966

Blick in die Kirche – Informationsdienst für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck erscheint erstmals (Format DIN-A 5, 36 Seiten, Auflage 12.000). 

Mai 1967

Die Landessynode verabschiedet die Grundordnung als neue Kirchenverfassung («Miteinander und Gegenüber»).

1968

Der erste Band der Agende für die Landeskirche erscheint: «Die sonntäglichen Gottesdienste» (Verabschiedung der Agende I – IV bis 1974).

1969

Gründung des Pädagogisch-Theologischen Instituts (PTI) in Kassel  

Dezember 1969

Vertreter der Landeskirche gründen die «Evangelische Kreditgenossenschaft Kurhessen», die 1972 in die «Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel» umbenannt wird.

1970

Die Innere Mission wird in «Diakonisches Werk in Kurhessen-Waldeck e.V.» umbenannt.

1970

Die Landeskirchen von Baden, Hessen und Nassau, Kurhessen-Waldeck und der Pfalz entscheiden sich 1970, eine Ruhegehaltskasse mit eigener Rechtsfähigkeit zu gründen. Der Vertrag über die Einrichtung tritt am 1. September 1971 in Kraft. 1974 tritt die Ev. Kirche in Berlin-Brandenburg (Region West) der Kasse bei. Die Ev. Kirche in Deutschland folgt 1984, die Ev. Landeskirche in Württemberg zum 1. Januar 1992. Im Laufe des Jahres 1995 treten die östlichen Gliedkirchen Ev. Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, die Ev.-Lutherische Kirche in Thüringen, die Ev.-Lutherische Kirche in Mecklenburg, die Ev. Landeskirche Anhalts, die Ev. Kirche der Schlesischen Oberlausitz, die Pommersche Ev. Kirche, die Ev.-Lutherische Landeskirche Sachsens und die Ev. Kirche in Berlin-Brandenburg (Region Ost) bei.

1971

In Marburg wird der erste Prädikant der Landeskirche berufen. Er hat das Recht zur freien Wortverkündigung und der Verwaltung der Sakramente.

1975

Die Landessynode beschließt in Kurhessen-Waldeck, dass künftig nur noch vier Sprengel statt bisher sechs Sprengel bestehen sollen.

1978

Der «Evangelische Sonntagsbote» und das «Kasseler Sonntagsblatt» erscheinen als gemeinsames Wochenblatt der Landeskirche.   

April 1978

Wahl von Dr. Hans-Gernot Jung zum Bischof

1981

Die Landeskirche ernennt erstmals eine Beauftragten für Umweltfragen.

1986

1. Landeskirchentag in Kassel – an 165 Einzelveranstaltungen nehmen 10.000 Menschen teil.

1986

Roswitha Alterhoff wird erste Dekanin der Landeskirche (Kirchenkreis Hersfeld), später wird sie als erste Frau zur Pröpstin berufen.

1989

Die evangelischen Landeskirchen und die katholischen Bistümer in Hessen kooperieren mit dem ersten privaten hessischen Radiosender «Hit Radio FFH».

Juni 1989

Das Disziplinarverfahren gegen Elga Sorge (Verfasserin des Mutterunsere) vor der Disziplinarkammer der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck endet mit einem Vergleich. Die Kirchenbeamtin beantragt ihre Entlassung aus dem kirchlichen Dienst, erhält aber auf zehn Jahre Versorgungsbezüge. (Bischof Jung stellte 1988 in einer öffentlichen Erklärung fest, Frau Sorge stehe mit ihren feministisch-theologischen Ansichten im Widerspruch zu zentralen Glaubensaussagen der Kirche.) 

1990

2. Landeskirchentag in Marburg

März 1991

Schmalkalden wird durch Vertrag wieder in die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck eingegliedert.  

1991

100 Jahre Predigerseminar in Hofgeismar 

März 1992

Professor Dr. Christian Zippert wird von der Landesynode zum Bischof gewählt.

1992

Erstmals wird eine Frau zur Präses der Landessynode gewählt: Ute Heinemann.

1994

Das Landeskirchliches Archiv Kassel nimmt seine Arbeit auf. Drei Jahre später wird das Archivgesetz der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck von der Landessynode verabschiedet und das Archiv bezieht neue Räume in der Lessingstraße in Kassel.

1994

Einführung des neuen Gesangbuchs: Evangelisches Gesangbuch, Ausgabe für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck

1995

3. Landeskirchentag in Schmalkalden

Oktober 1996

Die Evangelische Kirche präsentiert sich erstmalig im Internet unter der Adresse ekkw.de

Mai 2000

Dr. Martin Hein wird von der Landessynode zum Bischof gewählt. 

2000

4. Landeskirchentag in Melsungen

November 2003

Errichtung des Hans-von-Soden-Instituts für theologische Forschung an der Philipps-Universität Marburg

Dezember 2003

Rahmenvertrag der evangelischen Kirchen und der katholischen Bistümer in Hessen über die Ablösung von Baulasten mit dem Land Hessen und den Kommunalen Spitzenverbänden.

Oktober 2005

Zum Reformationstag hat die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ein neues Logo eingeführt. Das Corporate Design der Landeskirche erhält ein wieder erkennbares Erscheinungsbild.

2006

5. Landeskirchentag in Gelnhausen

Dezember 2008

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat 927.863 Gemeindeglieder und 894 Kirchengemeinden.
2009-06-18