Nachrichten-Archiv: Oktober - Dezember 2014

a15230

«Nehmt einander an, wie auch Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob»
EKD-Ratsvorsitzender Bedford-Strohm: Jahreslosung ruft zu fürsorglichem Umgang auf

München (epd). Als «konkrete Hilfestellung» für einen fürsorglichen Umgang miteinander hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, die ökumenische Jahreslosung 2015 gewürdigt. Durch das Wort «Nehmt einander an, wie auch Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob» werde den Menschen wieder bewusst, dass sie trotz all ihrer Unvollkommenheit von Christus angenommen seien, schreibt der bayerische Landesbischof in einem am Montag (29.12.) in München veröffentlichten geistlichen Wort zum Jahreswechsel. Die Jahreslosung stammt aus dem Römerbrief des Apostels Paulus (Röm 15,7).

Diese Erkenntnis erleichtere es, dann auch wohlwollend mit anderen Menschen umzugehen, ergänzt Bedford-Strohm. Er empfiehlt den Gläubigen, die Jahreslosung auf den Schreibtisch oder ans Bett zu legen, damit sie immer im Blick sei: «Das wird unseren Beziehungen das ganze Jahr über gut tun.» Der Bibelvers wird für jedes Jahr von der Ökumenischen Arbeitsgemeinschaft für Bibellesen ausgesucht. Die Tradition gibt es seit 1934. Begründet sie durch den Pfarrer und Liederdichter Otto Riethmüller (1889-1939), der zur Bekennenden Kirche gehörte und gegen die NS-Propaganda kämpfte.

Bedford-Strohm ruft in dem geistlichen Wort überdies zu einem behutsamen Umgang der Menschen in Familie und Berufsalltag auf. Menschen seien keine Automaten, sondern eigenständige Persönlichkeiten. Andere Menschen anzunehmen, sei eine große Kunst, die manchmal mehr und manchmal weniger gelinge. Es passiere so schnell, dass «wir uns die Mäuler über andere zerreißen und uns an ihren schwachen Stellen weiden», schreibt der Ratsvorsitzende. Bei mancher Unterhaltung auf dem Flur wäre es ein guter Test, sich nur einen Moment vorzustellen, «wie wir uns fühlen würden, wenn das alles über uns gesagt würde». (31.12.2014)

2014-12-30

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a15228

«Brot statt Böller»
Brot für die Welt ruft zu Silvester-Spenden-Aktion auf

Hamburg (medio). Unter dem Motto «Brot statt Böller – Freude teilen!» ruft das evangelische Hilfswerk «Brot für die Welt» zum Jahreswechsel wieder zu Spenden auf. Jedes Jahr würden in Deutschland zu Silvester Feuerwerkskörper im Wert von rund 100 Millionen Euro in die Luft gejagt, heißt es auf der Internetseite der Organisation. Das entspreche etwa 45 Millionen Broten.

Das Motto möchte nicht die Silvester- und Neujahrsfreude verderben, sondern vielmehr ein Sprichwort hervorheben: «Geteilte Freude ist doppelte Freude», heißt es weiter.

Stichwort «Brot statt Böller»

Vor über 25 Jahren nahm die evangelische Kirchengemeinde in Bargteheide (Schleswig-Holstein) die Silvesterknallerei zum Anlass, unter dem Slogan 'Brot statt Böller' zu Spenden für die Hilfsorganisation 'Brot für die Welt' aufzurufen. Damit wurde die Tradition begründet, auf ein paar Raketen zu verzichten und mit der ersten oder letzten Überweisung eines Jahres neue Lebenschancen zu eröffnen. (29.12.2014)

2014-12-29

Spendenkonto:

Bank für Kirche und Diakonie, IBAN: DE10100610060500500500, BIC: GENODED1KDB, Stichwort: «Brot statt Böller» oder online spenden unter:

brot-fuer-die-welt.de

a15229

Sanierung von Kirchen
Landeskirche empfiehlt Schieferverkleidung von Fachwerkkirchen

Kassel (epd). Knapp 100 Gemeinden mit Fachwerk- oder Teilfachwerkkirchen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) müssen künftig Sanierungen am Fachwerk aus eigenen Mitteln bezahlen. Die Landeskirche könne angesichts begrenzter Mittel eine alle zehn bis 15 Jahre fällige Sanierung dieser Fachwerke nicht mehr schultern, sagte Pfarrerin Petra Schwermann, Pressesprecherin der EKKW, in Kassel dem Evangelischen Pressedienst. Den Gemeinden werde stattdessen empfohlen, zumindest die Wetterseiten ihrer Fachwerkkirchen mit einer Schieferverkleidung zu verhängen.

Eine solche Verkleidung habe eine Lebensdauer von mindestens 70 Jahren, so Schwermann weiter. Diese Lösung sei nicht nur wirtschaftlicher, sondern sichere das darunter liegende Fachwerk nachhaltig. Verkleidungen von Fachwerkgebäuden seien bereits seit dem Mittelalter bekannt und daher nichts Ungewöhnliches.

Eine grundsätzliche Weisung an die Gemeinden in dieser Angelegenheit gebe es nicht, betonte Schwermann. Kirchengemeinden, die trotzdem eine Fachwerksanierung wünschten, könnten dies auch weiterhin tun. Allerdings müssten sie dann eigene Gelder für die Kosten aufbringen, Beihilfemittel könnten dafür nicht mehr gegeben werden. Angesichts von insgesamt etwa 1.050 zu erhaltenden Kirchen der EKKW müssten diese Mittel aus Kirchensteuern sinnvoll eingesetzt werden, sagte Schwermann.

Fördermittel über Landesamt für Denkmalpflege möglich

Das Hessische Landesamt für Denkmalpflege hat gegen die Empfehlung keine grundsätzlichen Einwände. Schiefer sei ein sehr wertvolles Baumaterial, sagte Pressesprecherin Katrin Bek. Allerdings müsse jeder Fall einer Schieferverkleidung einer denkmalgeschützten Kirche geprüft werden. «Eine Verkleidung durch Schiefer zum Schutz des Gebäudes sollte grundsätzlich nur dann vorgenommen werden, wenn die darunter liegenden Schäden fachgerecht behoben wurden», schränkte sie ein.

Gemeinden, die denkmalgeschützte Fachwerkkirchen ohne Schieferverkleidung erhalten wollten, könnten Mittel bei der Denkmalpflege beantragen, sagte Bek. Eine pauschale Zusage für eventuelle Fördermittel könne es freilich nicht geben, es komme immer auf den Einzelfall an.

Gemeinden sanieren zum Teil mit Eigenmitteln und Eigenleistung

Trotz der fehlenden Mittel haben sich mittlerweile einige Gemeinden entschlossen, die Fachwerke ihrer Kirchen mit Eigenmitteln zu sanieren. Im Kirchenkreis Eder sei dies etwa in den Orten Hommershausen und Haine mit viel Eigenleistung geschehen, sagte die Dekanin des Kirchenkreises, Petra Hegmann. Es sei sicher wünschenswert, wenn die Fachwerkkirchen in ihrer Gestalt auch erhalten blieben, sagte sie. Da dies nicht immer möglich sei, sei es durchaus sinnvoll, sie mit Schindeln zu verkleiden, bevor sie größere Schäden nähmen. (30.12.2014)

2014-12-30
a15221

30.000 Euro für humanitäre Hilfe in Syrien und Irak
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck unterstützt Diakonie Katastrophenhilfe mit Kollektengeldern

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat für die vom Krieg betroffenen Menschen in Syrien und im Irak 30.000 Euro zur Verfügung gestellt. Der Betrag stammt aus den Erntedankkollekten des vergangenen Jahres, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Infolge der sich weiterhin verschlechternden Sicherheits- und Versorgungslage innerhalb Syriens und des Irak seien 12 Mio. Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstütze seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien die Partnerorganisationen vor Ort mit rund 15 Millionen Euro und helfe damit über einer halben Million Menschen. Um noch mehr Menschen zu erreichen, sei sie auf Spenden angewiesen. Da sich durch den einsetzenden Winter die Situation der Menschen verschärft, würden aktuell außer Nahrungsmitteln dringend Öfen und Heizmaterial benötigt. (23.12.2014)

2014-12-29

Linktipp:

Weitere Informationen zur Diakonie Katastrophenhilfe finden Sie hier:

diakonie-katastrophenhilfe.de

a15214

Weltoffenes Kassel
2.000 Kasseler demonstrieren gegen Fremdenfeindlichkeit

Kassel (epd). Rund 2.000 Menschen haben am Montagabend in Kassel für eine weltoffene Stadt und gegen Fremdenfeindlichkeit demonstriert. Mit der Demonstration werde gezeigt, dass die Bewegung «Kasseler gegen die Islamisierung des Abendlandes» («Kagida») in der nordhessischen Großstadt nichts zu suchen habe, sagte Michael Rudolph vom Deutschen Gewerkschaftsbund zum Auftakt der Veranstaltung. Am selben Abend demonstrierte die Bewegung Kagida ebenfalls, die Polizei zählte rund 170 Teilnehmer.

Der katholische Stadtdechant Harald Fischer warf in einer Rede der in mehreren Städten aktiven Bewegung vor, die Angst vor einer drohenden Islamisierung zu instrumentalisieren, um andere politische Interessen durchzusetzen. Angesichts von fünf Prozent Muslimen in Deutschland sei es Unsinn, von einer drohenden Islamisierung zu sprechen. «Wir wollen keine verdeckte oder offene Hetze gegen muslimische Mitbürger», sagte er.

2014-12-23

Im Blick auf islamistische Gräueltaten in aller Welt forderte Fischer den Islam auf, sein Verhältnis zur Gewalt zu diskutieren und zu klären. Religionsfreiheit müsse es auch in den Ländern geben, die mehrheitlich muslimisch seien. Dies müsse aber weltoffen diskutiert werden.

Die evangelische Stadtdekanin Barbara Heinrich forderte eine Willkommenskultur für Flüchtlinge. «Fremdenhass verstößt gegen Gottes Gebot», sagte sie. Die Demonstration sei ein deutliches Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Hass. Die 2.000 Teilnehmer stünden für eine offene Stadt. (23.12.2014)

a15220

2015: EKKW UND EKHN verstärken Kooperation
Bereiche Ökumene und Religionspädagogik werden zusammengeführt

Darmstadt/Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) haben Vereinbarungen für die gemeinsame Arbeit in den beiden Handlungsfeldern Ökumene und Religionspädagogik bei einem Treffen beider Kirchenleitungen im oberhessischen Lauterbach unterzeichnet, wie die Pressestellen beider Landeskirchen mitteilten. Beide Vereinbarungen treten am 1. Januar 2015 in Kraft.

«Dies ist ein erfreulicher Abschluss der bisherigen Kooperationsverhandlungen», würdigte Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, das Erreichte: «Wir stärken durch unsere Zusammenarbeit die ökumenische Arbeit und die Bildungsarbeit der evangelischen Kirchen in Hessen. Nun hoffe ich auf einen guten Start und guten Fortgang!», heißt es in der Pressemitteilung der beiden Kirchen.

Für den hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung sei die Zusammenarbeit in den beiden Arbeitsfeldern «ein wichtiger Schritt, sinnvoll und kraftvoll zusammenzuarbeiten». Gerade die beiden Bereiche Bildung und Ökumene seien «Herzstücke der kirchlichen Arbeit», an denen sich die Kooperation bewähren könne.

Das gemeinsame Institut für Religionspädagogik mit Hauptsitz in Marburg werde mit seiner integrierten Regionalstruktur neben weiteren Aufgaben vor allem für die pädagogisch-theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften im schulischen Religionsunterricht im Bereich der beiden evangelischen Kirchen zuständig sein, heißt es weiter. Leiterin werde die bisherige Direktorin des Pädagogisch-Theologischen Instituts der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pfarrerin Dr. Gudrun Neebe. Neben Marburg seien Regionalstellen in Darmstadt, Frankfurt, Fritzlar, Fulda, Gießen, Kassel, Mainz, Marburg und Nassau geplant, die im Laufe des nächsten Jahres ihre Arbeit aufnehmen werden.

Das gemeinsame Zentrum Ökumene mit seiner Zentrale in Frankfurt solle vor allem Gemeinden und Einrichtungen beider Kirchen in ihrem ökumenischen Engagement beraten, begleiten und fördern sowie die Kirchenleitungen unterstützen, so die Pressestellen. In drei Fachbereichen sollen Referentinnen und Referenten für entwicklungsbezogene Bildungsarbeit, Friedensethik, interkulturelles Lernen, Partnerschaftsarbeit, interkonfessionelle Zusammenarbeit, interreligiösen Dialog, Islamfragen und Weltanschauungsfragen zusammenarbeiten. Leiter des Zentrums werde Oberkirchenrat Detlev Knoche von der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau. Die Abstimmung zwischen beiden Kirchen zur inhaltlichen und strukturellen Arbeit des Zentrums erfolgte zwischen Oberkirchenrat Knoche und Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, der Ökumenedezernentin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Am 1. Januar 2015 werde das Zentrum mit Sitz in Frankfurt und einer Außenstelle in Kassel seine Arbeit aufnehmen. (23.12.2014)

2014-12-23
a15213

Aktion «5.000 Brote»
Kurhessische Konfirmanden «erbacken» 20.000 Euro für «Brot für die Welt»

Kassel (epd). Mehr als 20.000 Euro haben Konfirmanden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) bei der Aktion «5.000 Brote» gesammelt. Das Geld werde der evangelischen Hilfsaktion «Brot für die Welt» zur Verfügung gestellt, teilte Dieter Lomb von der Handwerksarbeit der EKKW am Freitag in Kassel mit. An dem Brotbackprojekt waren Konfirmanden aus 76 kurhessischen Gemeinden beteiligt.

Die Jugendlichen hatten in der Zeit vom Erntedankfest bis zum 1. Advent in Bäckereien Brote gebacken und sie zugunsten von Kinder- und Jugendprojekten in Lateinamerika, Asien und Afrika verkauft. Neben der Beschäftigung mit der Lebenswirklichkeit von Kindern in diesen Ländern erhielten sie zugleich einen Einblick in das Bäckerhandwerk. Die Aktion war 2012 erstmals in Hessen gestartet worden.

In ganz Hessen waren nach Angaben von Lomb rund 2.500 Konfirmanden aus 173 Gemeinden an der Aktion beteiligt. Bundesweit waren es 15.000 Konfirmanden aus 900 Kirchengemeinden, die insgesamt 60.000 Brote fertigten. Der Gesamterlös der Aktion beträgt 300.000 Euro. (22.12.2014)

2014-12-23
a15198

Protestzug am 22. Dezember
Bündnis ruft zu Demonstration für weltoffenes Kassel auf

Kassel (epd). Zu einer Demonstration für ein weltoffenes Kassel hat das Kasseler Bündnis gegen Rechts aufgerufen. Mit der Veranstaltung am kommenden Montag, 22. Dezember, solle gezeigt werden, dass die Bewegung "Kasseler gegen die Islamisierung des Abendlandes" ("Kagida") in der nordhessischen Großstadt nichts zu suchen habe, heißt es in dem vom Deutschen Gewerkschaftsbund verantworteten Aufruf. Die bisher dreimal am Montagabend organisierten Kundgebungen der "Kagida"-Bewegung seien ein Versuch extremer Rechter, Ängste zu schüren und Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten, erklärten die Veranstalter.

Zur Teilnahme an der Demonstration für ein weltoffenes Kassel ruft auch die evangelische Kirche auf. Da sich die Gruppierung für den Erhalt des christlichen Abendlandes einsetze, sei auch die Kirche angesprochen, sagte Martina Spohr vom Referat Wirtschaft, Arbeit und Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mit der Verwendung dieses Begriffes verfolge die "Kagida" aber fremdenfeindliche Zwecke, sagte Spohr.

Die Demonstration für ein weltoffenes Kassel startet am 22. Dezember um 16 Uhr am Halitplatz und wird von dort zum Scheidemannplatz ziehen, wo eine Abschlusskundgebung vorgesehen ist. Am Scheidemannplatz hatte an den vergangenen Montagen die "Kagida" jeweils um 18.30 Uhr ihre Protestzüge gestartet. Die Gruppierung hat für den 22. Dezember ebenfalls eine Demonstration angekündigt. (16.12.14)

2014-12-17
a15187

Handwerk, Gewerkschaft und christliche Kirchen in Hessen
Erklärung zum Religionsunterricht an Berufsschulen unterzeichnet

Wiesbaden (medio).  Vertreter von Handwerk, Gewerkschaft und den beiden großen christlichen Kirchen in Hessen haben in Wiesbaden eine „Gemeinsame Erklärung zum Religionsunterricht an Berufsschulen“ unterzeichnet. Sie bekennen sich darin zu einem konfessionellen Religionsunterricht in ökumenischer Offenheit als wichtigem Bestandteil beruflicher Bildung. Damit setzten die Unterzeichner ein wichtiges Zeichen, um die Bedeutung des Religionsunterrichts an hessischen Berufsschulen hervorzuheben, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Als wesentliche Aspekte für einen zukunftsorientierten Religionsunterricht an hessischen Berufsschulen bezeichneten sie die „Förderung von personalen, sozialen und fachlichen Kompetenzen, die Stärkung der Entwicklung einer religionsmündigen Persönlichkeit, die Erschließung von sinnstiftenden Lebensmöglichkeiten und die Verbindung von religionsfachlicher und berufsfachlicher Bildung“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Katholischen Bistümer und die Evangelischen Kirchen in Hessen sehen gemeinsam mit dem hessischen Handwerk und dem DGB Hessen-Thüringen im Religionsunterricht an der Berufsschule eine notwendige und unverzichtbare Aufgabe. „Wer für den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen eintritt, trägt damit auch Sorge für das Recht der jungen Generation auf Anerkennung und eine sinnerfüllte Zukunft in der Gesellschaft“, so die Unterzeichner.

Sie unterstützten dabei einen Religionsunterricht an Berufsschulen, der durch die Vermittlung religionsfachlicher Kompetenzen auch personale, gesellschaftliche, soziale, ökologische und ökonomisch bedeutsame Schlüsselqualifikationen vermittelt, so die Pressestelle. Kirchen, Handwerk und Gewerkschaft würden deshalb dafür eintreten, alle Möglichkeiten zu nutzen, die eine vollständige Abdeckung des Religionsunterrichts an den Berufsschulen mit ausgebildetem Fachpersonal sicherstellen. Sie begrüßten Bestrebungen, mit gleichem Anspruch Religionsunterricht für andere anerkannte Religionsgemeinschaften einzurichten.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von Bischof Heinz-Josef Algermissen, Fulda; Bischof Martin Hein, Kassel; Weihbischof Manfred Grothe, Limburg; Kardinal Karl Lehmann, Mainz; Kirchenpräsident Volker Jung, Darmstadt; Erzbischof Hans-Josef Becker, Paderborn; Präses Rekowski, Düsseldorf; Geschäftsführender Vorstand Stefan Körzell, DGB Hessen-Thüringen; Präsident Bernd Ehinger und Geschäftsführer Harald Brandes,  Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern. 

In Hessen besuchten im Schuljahr 2013/14 ca. 190.000 Schülerinnen und Schüler berufsbildende Schulen. Etwa 117.000 gehörten einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Knapp die Hälfte von ihnen nahm am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teil und wurde dabei von ca. 630 Religionslehrkräften unterrichtet. (16.12.2014)
2014-12-17
a15180

«Kirchenasyl oft letzte Möglichkeit, wenn dramatische Abschiebung folgt»
Bischof Hein dankt Kirchengemeinden für ihr großes Engagement für Flüchtlinge

Kassel (medio). Bischof Dr. Martin Hein hat am Freitag in Kassel in einer persönlichen Erklärung den kurhessischen Gemeinden gedankt, die sich in vielfältigen Formen für die wachsende Zahl der Flüchtlinge einsetzten. Gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio» äußerte er: «Gastfreundschaft für notleidende Menschen und Sorge für den Fremden sind elementare christliche Tugenden.» Auch die evangelische Kirche nehme die Herausforderung an, vor die die deutsche Gesellschaft durch den wachsenden Strom der Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Welt gestellt sei. Sie engagiere sich mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln mit aller Kraft, so Hein weiter. Dies sei in den Kirchengemeinden vor Ort deutlich erlebbar und spürbar. Gerade in diesen Tagen, in denen es auf das Weihnachtsfest zugehe, bemühten sich zahlreiche kirchlich Engagierte, einladend und gastfreundlich auf Flüchtlingsfamilien zuzugehen.

In Bezug auf die Gewährung von Kirchenasyl betonte Hein, dieses sei «eine letzte Möglichkeit, Zeit zu gewinnen, wenn in dramatischen Einzelfällen die Abschiebung droht». Zum Schutz der Betroffenen sei es dabei erforderlich, diesem keinen großen öffentlichen Rahmen zu geben. Die Entscheidung für die Aufnahme in ein Kirchenasyl liege in den Händen der Kirchengemeinden. Die Erfahrung mit den bisherigen Fällen habe gezeigt, wie sorgfältig die Kirchenvorstände in jedem Einzelfall prüften, ob dieses letzte Instrument nach ihrem Ermessen notwendig und auch für die Gemeinde tragbar sei. Hein wies darauf hin, dass die Landeskirche gemeinsam mit der Diakonie Hessen für das Kirchenasyl ein geordnetes Verfahren entwickelt habe. Eine Handreichung sei herausgegeben worden und man habe eine Clearingstelle eingerichtet. Für das hohe Engagement und das besonnene Handeln der kurhessischen Kirchengemeinden in dieser Frage äußerte Hein seinen ausdrücklichen Dank.

Die Erklärung im Wortlaut:

«Der wachsende Strom der Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Welt stellt unsere Gesellschaft vor eine enorme Herausforderung. Als evangelische Kirche nehmen wir diese Herausforderung an und engagieren uns mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln mit aller Kraft: Gastfreundschaft für notleidende Menschen und Sorge für den Fremden sind elementare christliche Tugenden.

Die Gewährung von Kirchenasyl ist dabei eine letzte Möglichkeit, Zeit zu gewinnen, wenn in dramatischen Einzelfällen die Abschiebung droht. Die Entscheidung dafür liegt in den Händen der Kirchengemeinden. Es ist unseres Erachtens zum Schutz der Betroffenen erforderlich, dass dies nicht in einem großen öffentlichen Rahmen geschieht. Für das Kirchenasyl haben wir ein geordnetes Verfahren entwickelt, eine Handreichung herausgegeben und eine Clearingstelle eingerichtet. Im Vordergrund steht der Schutz der Menschen, die in eine besondere Notlage geraten sind. Für das hohe Engagement unserer Kirchengemeinden in dieser Frage bin ich sehr dankbar!

Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck»

(13.12.2014)

2014-12-16
a15179

«Evangelische Jugend wirkt!»
Zweiter Wettbewerb für beispielhafte Jugendarbeit

Kassel (epd). Beispielhafte Projekte von Jugendlichen sind das Thema des Wettbewerbs «Evangelische Jugend wirkt!», den das Referat Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck für 2015 zum zweiten Mal ausgeschrieben hat. Eingereicht werden können so unterschiedliche Projekte wie Filme, Comics, Theaterstücke oder Ausstellungen, teilte die Landeskirche am Montag mit. Die ersten drei Preise sind mit insgesamt 2.750 Euro dotiert.

Teilnehmen an dem Wettbewerb können Gruppen von Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 27 Jahren, so die Landeskirche. Die Präsentation eines Projekts darf nicht länger als drei Minuten dauern. Zusätzlich wird es zudem einen mit 1.500 Euro dotierten thematischen Sonderpreis mit dem Titel «Herausforderung Spielfeld Europa» geben. Hier gehe es darum, sich mit den vielfältigen Auswirkungen, die Europa für den Alltag der Menschen bringt, auseinanderzusetzen.

Die Preisverleihung ist für den 9. Mai im Rahmen des Jugendempfangs der Landeskirche in der Kasseler Jugendkulturkirche «Cross» vorgesehen. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 15. Januar 2015. (12.12.2014)

2014-12-12

Linktipp:

Das Angebot des Referats Kinder- und Jugendarbeit finden Sie im ekkw.de-Servicebereich:

weiter...

a15171

Aussendungsfeier in Fuldaer Christuskirche
Friedenslicht aus Bethlehem kommt nach Hessen

Fulda/Hanau/Kassel/Marburg (epd/medio). Auch in diesem Jahr hat im Bistum Fulda und im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wieder die Aktion «Friedenslicht aus Bethlehem» stattgefunden. Am Sonntag gab es dazu eine ökumenische Aussendungsfeier unter dem Motto «Friede sei mit dir – Shalom – Salam» in der evangelischen Christuskirche um 14 Uhr in Fulda, wie der Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) und die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Fulda mitteilten. Zelebriert wurde der Gottesdienst von DPSG-Kurat Dr. Martin Stanke und dem evangelischen Pfarrer der Christuskirche, Fried-Wilhelm Kohl. Danach haben Pfadfinder das aus Wien kommende Licht entlang der Bahnstrecken im Gebiet der beiden Kirchen weiter verteilt.

Friedenslicht-Andachten und Aussendungsfeiern in den Gemeinden

2014-12-17
Nach der zentralen Aussendungsfeier in der Christuskirche wurde das Licht entlang der Bahnstrecken Fulda – Hanau, Fulda – Gießen, Fulda – Kassel, Kassel – Marburg, Kassel – Wolfhagen, Bebra – Witzenhausen und Fulda – Gersfeld wieder aus dem Zug heraus verteilt. In den kommenden Tagen wird das Friedenslicht dann in vielen evangelischen und katholischen Gemeinden von den Pfadfindern weiter verbreitet. Ziel sei es, dass das Licht an Heiligabend so viele Menschen wie möglich mit der Weihnachtsbotschaft vom Frieden unter den Menschen erreiche, so der VCP. Pfadfinder und Gemeindegruppen gestalteten dafür Friedenslicht-Andachten oder eigene Aussendungsfeiern und brächten das Licht zu Gläubigen anderer Religionen und zu Häusern mit Menschen, an die sonst niemand denke.


Stichwort «Friedenslicht aus Bethlehem»

Jedes Jahr wird eine Kerze von einem Kind in der Geburtsgrotte von Jesus Christus in Bethlehem entzündet und dann per Flugzeug nach Österreich gebracht. In Wien findet die zentrale Aussendungsfeier statt. Mit der Bahn bringen Delegationen von Pfadfindern das Friedenslicht über Nacht in deutsche Städte. Die Geschichte des Friedenslichts begann 1986 mit der Initiative «Licht aus Bethlehem» des Österreichischen Rundfunks. Seit 1989 wird es europaweit verbreitet.

Weitere Auskünfte zum Friedenslicht bei der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, Diözesanverband Fulda, Paulustor 5, 36037 Fulda, Tel. 0661/87-392 oder -462, Fax: 0661/87-547, E-Mail: friedenslicht@dpsg-fulda.de. (15.12.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Friedenslicht finden Sie unter:

dpsg-fulda.de/(...)

a13124

Feiertagsservice
Mit ekkw.de den richtigen Festtagsgottesdienst finden

Kassel (medio). An welchem Ort in Kurhessen-Waldeck Sie zu den Festtagen auch sein werden, mit dem ekkw.de-Feiertags-Service können Sie erfahren, wann und wo an den Feiertagen von Heiligabend bis zum neuen Jahr Gottesdienste und Veranstaltungen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck angeboten werden.  Klicken Sie einfach hier und schon erhalten Sie eine Liste vieler außergewöhnlicher Veranstaltungen und Gottesdienste.

Wenn Sie selbst Gottesdienste anbieten, können Sie einfach Ihre Veranstaltung in das Terminformular auf ekkw.de eingeben und Ihren Termin am Ende des Formulars der entsprechenden Feiertagsrubrik zu ordnen.  Die Veranstaltungen werden an den Festtagen auch direkt auf der Homepage der Landeskirche angezeigt. Wer bundesweit nach Veranstaltungen zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag (6.1.) suchen möchte, der ist bei weihnachtsgottesdienste.de richtig. Auch diese Plattform bietet Ihnen die Möglichkeit, eigene Gottesdiensttermine zu veröffentlichen. (10.12.2014)

2014-12-10

Linktipp:

ekkw.de-Feiertagsservice für Gottesdienste in Kurhessen-Waldeck:

Zum Feiertagsservice…

Linktipp:

Die bundesweite Plattform erreichen Sie unter:

weihnachtsgottesdienste.de

a15096

Andventsempfang der Landeskirche
Bundestagspräsident Lammert: Europäer leben im Ausnahmezustand der Geschichte

Kassel (epd/medio). Die Europäer befinden sich nach Auffassung von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert im Jahr 2014 in einem Ausnahmezustand der Geschichte, der sich allerdings nicht selbst konserviert. Um diesen Zustand zu erreichen, habe es 2.500 Jahre gebraucht, sagte Lammert in einer Rede zum Thema «1914 bis 2014: Europa und seine Verfassung» am Freitagabend (5.12.) auf dem Adventsempfang der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die gegenwärtige Lage in Europa sei zwar nicht perfekt, aber besser, als sie jemals war.
2014-12-11
Lammert bezeichnete die geschichtliche Entwicklung der vergangenen Jahre als beispiellos. «Der europäische Integrationsprozess ist die intelligenteste Antwort auf die Globalisierung», sagte er.

Das wichtigste Merkmal der unumkehrbaren Globalisierung sei der Verlust der Souveränität der Nationalstaaten. Europa habe dies begriffen und übertrage freiwillig Rechte an übergeordnete Instanzen. «Das ist welthistorisch gesehen ein beispielloser Vorgang», sagte Lammert.

Der Bundestagspräsident ging auch auf die gegenwärtige Krise in der Ukraine ein. Er erinnerte an das vor zehn Jahren geschlossene Budapester Abkommen zwischen Russland, der USA und Großbritannien, in dem unter anderem der Ukraine die Unverletzlichkeit ihrer Grenzen und die Achtung der Souveränität zugesichert worden war. «Das ist mit den jetzigen Ereignissen nicht zur Deckung zu bringen», sagte er. Hier werde deutlich, dass es keine Prinzipien gebe, die ein für allemal gesichert seien, wenn nicht dafür gesorgt werde, dass sie auch gesichert blieben.

Zuvor hatte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, darauf hingewiesen, dass 2014 ein europäisches Erinnerungsjahr gewesen sei. So habe die Kirche vor allen Dingen an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert.

Nach 1918 sei das Verhältnis zwischen Kirche und Staat neu geordnet worden, wies Hein auf eine bedeutende Entwicklung hin. Weitere Gedenkdaten seien zudem der Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und der Fall der Mauer vor 25 Jahren gewesen.

Im Anschluss an den Vortrag von Norbert Lammert hatten die Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im großen Saal im Haus der Kirch ein Bad-Wilhelmshöhe reichlich Gelegenheit, alte Freunde zu treffen, neue Kontakte zu knüpfen und sich in der vorweihnachtlichen Hektik eine kurze Auszeit zu nehmen. (06.12.2014)

Impressionen vom Adventsempfang 2014

(alle Fotos: medio.tv/Küster)

Fotostrecke zum Adventsempfang öffnen!

Fotostrecke zum Adventsempfang öffnen!

Impressionen:

Hier finden Sie weitere Impressionen vom Vortrag des Bundestagspräsidenten und den Gästen des Adventsempfangs:

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a15090

Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes
Bischof Hein dankt allen ehrenamtlich Engagierten: «Ohne Sie wären wir nicht, was wir sind»

Kassel (medio). Bischof Martin Hein dankt in besonderer Weise allen Engagierten in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die ehrenamtlich tätig sind: «Ohne Sie wären wir nicht, was wir sind, und ohne sie werden wir auch künftig nicht sein können, was wir sein sollen: Kirche, mitten im Leben!» Ehrenamtliche geben der Kirche ein Gesicht und tragen die Kirche in die Welt, so der Bischof. Hein äußerte sich anlässlich des Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember, teilte sein Büro in Kassel mit.

Wir dokumentieren den Inhalt seines Dankeswortes im Wortlaut:

2014-12-04
«Heute feiern wir den Tag des Ehrenamtes - und das aus gutem Grund: 42.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in Kurhessen-Waldeck in unseren Kirchengemeinden! Eine beeindruckende Zahl! Dazu kommen noch viele Freiwillige in den diakonischen Arbeitsfeldern und im bürgerschaftlichen Bereich, in dem es vielfältige Berührungen mit der Arbeit der evangelischen Kirche gibt.

Menschen möchten ihren persönlichen Glauben ausdrücken, haben Freude an einer sinnvollen Tätigkeit, sind bereit, auf Anfrage oder von sich aus Verantwortung zu übernehmen, möchten die Gemeinde mitgestalten, wollen schlummernde Talente entdecken und ausbauen - es gibt viele gute Gründe, sich zu engagieren!

Auf diese Weise tragen Ehrenamtliche dazu bei, dass die Kirche ihren Auftrag erfüllen kann, das Evangelium unter die Leute zu bringen:

• Ehrenamtliche geben der Kirche ein Gesicht!
• Ehrenamtliche tragen die Kirche in die Welt und die Welt in die Kirche!
• Ehrenamtliche  erweitern den Horizont: Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse öffnen neue Möglichkeiten!

Zugleich bietet das Ehrenamt auch Chancen:

• Engagement verbindet - es ist eingebunden in eine Gemeinschaft.
• Engagement inspiriert - es ermöglicht neue Erfahrungen und Begegnungen.
• Engagement trägt - es leistet einen Beitrag zu einer lebenswerten Gesellschaft.

Darum unterstützt und fördert unsere Kirche das ehrenamtliche Engagement auf vielfältige Weise und sucht neue Wege, Menschen zu gewinnen und zu begleiten: Wir lassen es uns etwas kosten, dass Menschen in der Kirche verbindlich mitmachen.

Zum Tag des Ehrenamtes danke ich allen, die im Ehrenamt und rund um das Ehrenamt tätig sind. Ohne Sie wären wir nicht, was wir sind, und ohne sie werden wir auch künftig nicht sein können, was wir sein sollen: Kirche, mitten im Leben!

Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck»

Stichwort «Engagementförderung» in der Landeskirche

Zur Förderung ehrenamtlichen Engagements betreibt die Landeskirche eigens die «Fachstelle Engagementförderung» mit Sitz im Landeskirchenamt in Kassel. Dort können sich Interessierte z.B. über das Ehrenamt informieren, eigene Talente und Potentiale entdecken oder Möglichkeiten zur Mitarbeit bei der Kirche ausfindig machen. Außerdem unterstützt die Fachstelle Hauptamtliche dabei, Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern und bietet Hilfestellung bei Fragen, wie z.B. zu Rechtsthemen oder dem Versicherungsschutz für Ehrenamtliche. (05.12.2014)

Linktipp:

Das Internetangebot der Fachstelle Engagementförderung finden Sie im ekkw.de-Servicebereich «engagiert!»

weiter…

a15087

Dank an Gemeinden und Forderung an Bundesregierung
Bischof Algermissen und Bischof Hein rufen zur Unterstützung von Flüchtlingen auf

Kassel/Fulda (medio). In einem gemeinsamen Brief haben der katholische Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Prof. Dr. Martin Hein, ihre tiefe Sorge über das Schicksal der Menschen aus Syrien und dem Irak zum Ausdruck gebracht. Deren Schicksal «fordere uns eindringlich auf, für sie solidarisch einzutreten und ihnen zu helfen, wo immer wir können», so die Bischöfe. Der Brief, der unter dem Leitwort «denn sie hatten kein Raum in der Herberge…» aus dem Lukasevangelium steht (Lukas 2,7b), richte sich an die Gemeinden beider Kirchen sowie an die politischen Entscheidungsträger im Bund und Land, teilte Pfarrerin Petra Schwermann, Pressesprecherin der EKKW mit.

Hein und Algermissen betonten, dass es für Christen zu den elementaren Aufgaben gehöre, für verfolgte und gefährdete Menschen einzutreten. Der Auftrag Gottes, Fremde zu schützen und aufzunehmen, sei in zahlreichen Bibelstellen formuliert. Beide zeigten sich beeindruckt und dankbar, wie viele Gemeindeglieder und Mitarbeiter in Caritas und Diakonie sich für Flüchtlinge einsetzten, sie willkommen heißen und ihnen ganz konkret helfen würden, heißt es in der Pressemitteilung.

Ausdrücklicher Dank an Gemeinden, die Kirchenasyl gewähren

Der ausdrückliche Dank der Bischöfe gelte den Gemeinden, die als letztes Mittel einigen Flüchtlingen Kirchenasyl gewährten, um zeitlichen Aufschub für die rechtlichen Möglichkeiten zur Anerkennung als Flüchtling zu ermöglichen, so Schwermann. Hein und Algermissen appellieren an die Kirchengemeinden, «in ihrem Gebet wie auch in der tätigen Nächstenliebe für die Flüchtlinge nicht nachzulassen». Konkret bitten Sie: «Betet für die Menschen», «Spendet für die Hilfsorganisationen», «Nehmt die Flüchtlinge bei Euch gastfreundlich auf», «Steht ihnen bei, wo immer ihr könnt».

Forderung: Flüchtlingskontingente aus den Kriegsgebieten erhöhen

An die Bundesregierung gerichtet, bitten die beiden Bischöfe, die Aufnahmekontingente für Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in Syrien und im Irak deutlich zu erhöhen: «Wir leben in einem wohlhabenden Land, das in der Lage wäre, weit mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als es bisher tut.» Allerdings sei bei dieser Aufgabe nicht nur die Regierung gefordert, sondern «jeder Mitbürger und jede Mitbürgerin», so Hein und Algermissen. Zum Schluss ihres Schreibens rufen Hein und Algermissen alle Christinnen und Christen dazu auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und sich von dem urchristlichen Gebot leiten zu lassen, den Fremden zu schützen und aufzunehmen: «Helfen Sie mit, dass alle, die noch eine Bleibe suchen, 'Raum in der Herberge' finden!» (04.12.2014)

2014-12-04

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Hier können Sie den gemeinsamen Brief im Wortlaut lesen:

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a15075

Bischof Hein gratuliert Erzbischof der estnischen Partnerkirche
Urmas Viilma neuer Erzbischof der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche

Kassel/Tallin (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Prof. Dr. Martin Hein, hat dem neuen Erzbischof der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche, Urmas Viilma, zu seiner Wahl gratuliert. Hein wünscht in einem Schreiben Erzbischof Viilma Gottes Segen für sein neues Amt, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Die Amtseinführung, an der auch Bischof Hein teilnehmen wird, ist den Angaben zufolge für den 2. Februar 2015 vorgesehen.

Mit Blick auf die schwierige politische Situation im Osten Europas habe Hein in seinem Schreiben den Willen der Landeskirche, den Kontakt mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche «intensiv zu halten oder sogar noch auszubauen» bekräftigt, heißt es weiter. «Dazu möchte ich Sie ausdrücklich einladen und von meiner Seite versprechen, dass auch von unserer Seite die Partnerschaft auch weiterhin nicht nur gepflegt wird, sondern Herzenssache ist», so der Bischof.

Urmas Viilma war von den 57 Delegierten der Kirchenversammlung der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche als Amtsnachfolger des scheidenden Erzbischofs Andres Pöder gewählt worden. Bislang war der 41jährige als Kanzler des Konsistoriums für die Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten der Landeskirche zuständig gewesen. Gleichzeitig war er als Pfarrer der Domgemeinde in Tallin tätig.

Stichwort: Partnerschaft mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche

Seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts besteht eine lebendige Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Diese umfasst neben dem regelmäßigen Austausch der Kirchenleitungen, besiegelt durch einen 2001 geschlossenen Partnerschaftsvertrag auch partnerschaftliche Kontakte zu vier Kirchenkreise der EKKW. Zudem gibt es im Bereich des Gemeindeaufbaus und der HIV/Aids-Prävention Projekte, die gemeinsam entwickelt wurden und seitdem von Seiten der EKKW maßgeblich unterstützt werden. (03.12.2014)

2014-12-03

Linktipp:

Weitere Informationen zur Partnerschaft mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche finden Sie hier auf ekkw.de:

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a15178

«EU-Gespräch» an Marburger Philipps-Universität
Bischof Hein: Christliches Erbe in europäischen Diskurs einbringen

Marburg (medio). Bischof Prof. Dr. Martin Hein hat bei den Marburger EU-Gesprächen auf die besondere Bedeutung des Christentum für Europa hingewiesen: «Die Vision eines geeinten Europas auf der Basis der Menschenrechte hat einen christlichen Ursprung», betonte Hein bei der Veranstaltung mit dem Titel «Der Wert Europas - Die europäische Idee zwischen Idealismus und praktischer Politik» am 3. Dezember 2015 in der alten Aula der Marburger Philipps-Universität, bei der es um die Zukunft der Europäischen Union und deren Werte ging. Veranstalter waren das Hessische Finanzministerium und die Universität, teilte die Behörde mit.

Auch wenn die moderne europäische Identität nicht mehr vom Christentum bestimmt sei, so Bischof Hein, sei es doch Aufgabe der Kirchen, das christliche Erbe als eine lebendige Gestaltungskraft geltend zu machen und in den europäischen Diskurs einzubringen. Dies gelte z.B. in Fragen des sozialen Ausgleichs. Hein mahnte eine Veränderung der europäischen Haltung gegenüber Menschen auf der Flucht an und forderte dazu auf, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter im Sprengel Marburg und Waldeck.

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer machte die Notwendigkeit eines intensiven öffentlichen Diskurses deutlich: «Wenn wir darüber sprechen, was genau Europa ausmacht oder zukünftig ausmachen soll, dann geht es immer auch um die Werte, die ein jeder von uns in diese große Gemeinschaft miteinbringt. » Schäfer zeigte sich deshalb besonders erfreut über die Veranstaltung: «Wir brauchen dringend mehr öffentlichen Dialog darüber, wie wir Europa in Zukunft bauen wollen», so der Finanzminister.

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause betonte, dass die Uni Marburg mit Lehrenden und Studierenden aus der ganzen Welt längst im internationalen Kontext stehe. Deshalb maß Krause der Universität als Austragungsort der Diskussion über Europa und ihre Werte eine herausgehobene Bedeutung zu, weil hier besonders junge Menschen in Kontakt stünden: «Sie müssen entscheiden, in welchem Europa sie zukünftig leben möchten», so Krause. (11.12.2014)

2014-12-11

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Lesen Sie hier den Vortrag von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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a15078

«Ich sehe was, was Du nicht siehst»
Landeskirche und Diakonie Hessen geben Handlungsleitfaden zur Inklusion heraus

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Diakonie Hessen haben unter dem Titel «Ich sehe was, was Du nicht siehst» einen Handlungsleitfaden zum Thema Inklusion herausgebracht. Das Arbeitsbuch richtet sich an Kirchengemeinden, Einrichtungen der Kirche und Diakonie sowie an alle Interessierte, die sich mit dem Thema ausführlicher beschäftigen wollen, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Der Leitfaden wurde im Auftrag der Landessynode der EKKW von einer Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus Kirche und Diakonie unter der Leitung von Landeskirchenrat Horst Rühl, Diakoniedezernent und Theologischer Vorstand der Diakonie Hessen entwickelt und in den Gemeinden und Einrichtungen verbreitet, heißt es weiter. «Inklusion greift viel weiter als die reine Absichtserklärung, behinderte Menschen stärker als bisher an der Gestaltung der Gesellschaft teilhaben zu lassen», erläuterte Rühl bei der Vorstellung der Broschüre. Inklusion sei dabei entsprechend einer Synodalerklärung, die dem Leitfaden beiliege, «das Ziel in der Ferne, das alle Menschen guten Willens dazu ermutigt, konkrete Schritte auf dieses Ziel zuzugehen», so der Landeskirchenrat.

In der Broschüre werde durchgehend von behinderten Menschen gesprochen und diese Formulierung sei ganz bewusst gewählt worden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Nach Auffassung der Autoren würden Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen daran «ge- und behindert», am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Der vorliegende Handlungsleitfaden will deshalb zur Weiterentwicklung der Situation vor Ort anregen. Interessierte bekommen die Broschüre im Haus der Kirche in Kassel. Ansprechpartnerin ist Betina Ludwiczak: Betina.ludwiczak@ekkw.de oder Telefon 0561/9378 302. (03.12.2014)

2014-12-12
a15059

56. Spendenaktion unter dem Motto «Satt ist nicht genug»
Hessische Evangelische Landeskirchen eröffneten gemeinsam Aktion «Brot für die Welt»

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) haben am Sonntag erstmals gemeinsam die 56. Aktion Brot für die Welt in der Christuskirche in Kassel-Wilhelmshöhe eröffnet. In seiner Predigt im Familiengottesdienst zum Thema der Aktion «Satt ist nicht genug» sagte Bischof Prof. Dr. Martin Hein: «Satt ist nicht genug. Aber satt ist schon viel», heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Landeskirche.

Bischof Hein erinnerte daran, dass noch immer Millionen Menschen auf der Erde hungern, heißt es weiter. Gleichzeitig erlebe man, wie in Deutschland achtlos mit Lebensmitteln umgegangen werde. So sei auf der Welt genug für alle da, um satt zu werden: «Aber wir wollen das nicht! Denn das würde voraussetzen, dass wir bei uns anfangen und uns für Gerechtigkeit einsetzen – und für einen gerechten Frieden.», so Hein. Hunger sei nicht zu allererst das Ergebnis von Dürrekatastrophen, sondern von Kriegen. «Wo Kriege herrschen, da herrscht Hunger! Da herrscht die Ungerechtigkeit! Da herrscht der Tod!», sagte der Bischof.

2014-12-23
Mit Blick auf den Predigttext (Johannes 10,10) betonte Hein, dass Jesus den Menschen das Leben in seiner ganzen Fülle schenke wolle. Dies meine nicht nur Frieden und Versöhnung mit Gott, sondern auch die konkreten Lebensumstände. So gelte für Christen: «Wer sein Denken und Tun vom Geist Jesu bestimmen lässt, kann also gar nicht anders, als dafür einzutreten, dass seine Verheißung bei allen Menschen Wirklichkeit wird: Leben in aller Fülle – nicht nur bei uns», so Hein.

Hein: «Satt ist schon viel – aber das Leben in seiner ganzen Fülle umfasst mehr»

Dass das Leben in seiner ganzen Fülle mehr als «satt sein» beinhalte, verdeutlichte Hein an drei aktuellen Schlaglichtern: dem Wunsch nach Frieden angesichts der Brutalität der Kriege im Vorderen Orient und in Afrika, der mangelnden Gesundheitsversorgung angesichts der Ebola-Epidemie in Westafrika und der wachsenden Schere zwischen arm und reich in Deutschland. Hein schloss seine Predigt mit der Hoffnung, Jesu Worte könnten Wirklichkeit werden. Für alle sei genug da – genug zum Leben in seiner ganzen Fülle: «Wir müssen es nur wollen und in seinem Geist handeln.» Deshalb gebe es seit mehr als einem halben Jahrhundert in der evangelischen Kirche die Aktion «Brot für die Welt». Sie gebe die Möglichkeit, solidarisch zu werden mit denen, die weniger zum Leben haben. Wer damit Ernst mache, erfahre: «Wer teilt, wird nicht ärmer. Es ist genug da – auch für uns selbst!»

Hintergrund: «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt»

Besonderer Höhepunkt im Gottesdienst am Sonntag war der Abschluss der Aktion der beiden Landeskirchen: «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt». Dieter Lomb aus der Fachgruppe Handwerk des Referats Wirtschaft, Arbeit, Soziales der Landeskirche und Konfirmanden der Christuskirche haben über Ihre Erfahrungen berichtet. Zwischen Erntedank und dem 1. Advent haben Konfirmanden zusammen mit örtlichen Bäckereien Brot gebacken, das dann anschließend zugunsten von Kinder- und Jugendprojekten von Brot für die Welt verkauft wurde. Die von EKKW und EKHN vor zwei Jahren initiierte Aktion erbrachte damals in beiden Landeskirchen rund 72.000 Euro und wird mittlerweile EKD-weit durchgeführt. (01.12.2014)

Download:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Linktipp:

Mehr Informationen über Brot für die Welt finden Sie im Internet unter:

brot-fuer-die-welt.de

Linktipp:

Mehr Informationen zur Aktion 5.000 Brote erhalten Sie unter:

5000-brote.de

a15064

24 Türchen für den guten Zweck
Adventskalender der Ausbildungshilfe fördert die Bildung armer Menschen

Kassel (medio). Dieses Jahr bietet der Verein «AUSBILDUNGSHILFE - Christian Education Fund e.V.» wieder einen eigenen Adventskalender an. Der Kalender zeigt das Bild einer Krippe und hinter den 24 Türchen befinden sich diesmal Abbildungen von Krippenfiguren aus vielen Ländern, die dazu einladen wollen, die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, so Pfarrer Eberhard Will, Geschäftsführer der Ausbildungshilfe. Die Botschaft der Engel an die ganze Welt laute «Euch ist heute der Heiland geboren...». Doch die Adventszeit mit ihren Tagen bis zum Heiligen Abend mit der Geburt des Jesus-Kindes werde in der ganzen Welt ganz unterschiedlich gestaltet, so Will.

Mit den Spendeneinnahmen durch den Verkauf des Kalenders unterstützt die Ausbildungshilfe Menschen aus armen Verhältnissen in Afrika, Asien und Lateinamerika in der Schulbildung, im Beruf und Studium. Die Stipendien werden ausschließlich durch freiwillige Spenden und Kollekten, durch Benefizaktionen und Veranstaltungen in den Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finanziert.

Der Kalender ist erhältlich für 3 Euro pro Stück  am Empfang im Haus der Kirche in Kassel (bei mehr als 10 Stück 2,50 Euro). Telefonische Bestellung bei Jutta Finis, Tel.: (0561) 9378-380 oder per E-Mail an jutta.finis@ekkw.de. (28.11.2014)

2014-11-28

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

ausbildungshilfe.de

a14989

Herbsttagung vom 24. bis 26. November 2014
Landessynode richtet Friedensappell an die Gemeinden

Morschen (medio). Angesichts der weiterhin bedrohlichen Lage in Syrien und im Nordirak hat die Landessynode einen Aufruf an die Gemeinden und Einrichtungen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck verfasst. Diese werden darin aufgefordert, ihre Anstrengungen im Bereich der Friedenserziehung und der Einübung in die Methoden der gewaltfreien Konfliktbearbeitung zu verstärken. Die Gemeinden und Einrichtungen sollen sich an dem vom Ökumenischen Rat der Kirchen ausgerufenen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens beteiligen, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Die Synode regt weiter dazu an, regelmäßige Friedensgebete durchzuführen und bittet darum, in der Fürbitte für die Menschen im Irak und in Syrien und im Einsatz für humanitäre Hilfe in Syrien nicht nachzulassen. Zudem wird auf den Unterstützungsbedarf der Syrienhilfe der Landeskirche und der Diakonie Katastrophenhilfe hingewiesen. In den Gemeinden selbst wird weiterhin zu Gastfreundlichkeit gegenüber den Flüchtlingen vor Ort aufgerufen.

Die Synode erklärt, dass sie seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien vor vier Jahren mit großer Sorge und Anteilnahme das Ausmaß von Gewalt und Terror sowie die sich zuspitzende humanitäre Lage und die Verletzung der Religionsfreiheit in Syrien verfolge. Mit Gebetsaufrufen, Hilfstransporten und Spenden für humanitäre Maßnahmen der Diakoniekatastrophenhilfe setzt sich die Landeskirche seitdem für die Opfer des Bürgerkrieges ein, heißt es weiter.

In ihrer Synodalerklärung schließt sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck dem Beschluss der EKD Synode vom 12.11.2014 in Dresden zur Lage im Nordirak und in Syrien an. Den Wortlaut der Erklärung finden Sie rechts im Download. (01.12.2014)

Herbsttagung der Landessynode

Zu den Schwerpunkten der 10. Tagung der 12. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 24. bis 26. November 2014 im Kloster Haydau in Morschen gehörten er Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein, der Finanzbericht von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel und der Diakoniebericht von Landeskirchenrat Horst Rühl.

Informieren Sie sich hier über die Tagung:

2014-12-06

Im Wortlaut:

Erklärung der Landessynode vom 26. November 2014 zur Lage in Syrien und im Nordirak:

PDF-Dokument

Herbsttagung:

Meldungen, Wortlautberichte, Fotos und alle Beschlüsse finden Sie auf unseren Sonderseiten zur Herbsttagung der Landessynode:

ekkw.de/synode

a14937

«Ein guter Satz aus der Bibel für jeden Tag in der Adventszeit»
Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck bietet wieder SMS-Adventskalender an

Homberg/Efze (medio). Auch in diesem Jahr bietet die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck wieder einen »Elektronischen Adventskalender» für das Handy an. Unter dem Motto «Einen guten Satz aus der Bibel für jeden Tag in der Adventszeit»  können Interessenten ab den ersten Advent bis einschließlich Weihnachten jeden Morgen um 9 Uhr eine SMS auf Ihr Handy bekommen, teilte die Bibelgesellschaft mit.

Das Angebot des elektronischen Adventskalenders werde jedes Jahr von rund 1.000 Menschen genutzt, sei werbefrei und kostenlos, heißt es in einer Mitteilung. Für den SMS-Adventskalender kann sich unter www.bibel-aufs-handy.de oder im Sekretariat der Bibelgesellschaft unter Tel.: (05681) 9394994 (nur mittwochs und freitags von 9.30 bis 13.30 Uhr) angemeldet werden. (21.11.2014)

2014-11-28

Linktipp:

Hier bekommen Sie den kostenlosen Adventskalender für das Handy:

www.bibel-aufs-handy.de

a14907

Mit Plakaten, im Internet und auf Facebook
18.11.2014: «Da kommt noch was.» - Kampagne und Bischofschat zum Buß- und Bettag

Kassel (medio). Mit der Themenkampagne «Da kommt noch was.» rückte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck den Buß- und Bettag (19. November) in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Mit Plakaten, Anzeigen, Internetauftritten und weiteren Materialien hat die Landeskirche Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema gegeben und auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam gemacht.


Bischof Hein chattete einen Tag vor dem Buß- und Bettag

Im Internet-Chat stand der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Bischof Hein, schon einen Tag vor dem Buß- und Bettag zum Thema «Da kommt noch was.» Rede und Antwort. Bereits zu Beginn thematisierten die Chatterinnen und Chatter ihre Ratlosigkeit über die Lage in den Krisenregionen der Welt, wie z.B. in Israel, der Ukraine oder durch die Bedrohung des «Islamischen Staats». «Befindet sich die Menschheit allgemein in einer Sackgasse? Und was hilft da raus? Ich habe da noch keine Antwort gefunden», schrieb «Franz» - einer von über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Hein und Chatter: Gebet und Glaube können in Sackgassen Hoffnung geben

2016-11-18
Im Verlauf des einstündigen Bischofchats berichteten die Chatter von ganz persönlichen Situationen, die sie meistern mussten. So erzählte z.B. «Anni» von der schweren Krankheit ihrer Schwester, die keine Aussicht auf Genesung hatte: «Für mich war die Vorstellung auch das Ende meines Lebens.» Doch die Chatter und Bischof Hein waren sich einig, dass Gebet und Glaube trösten und Hoffnung geben können. «Ich glaube, dass Gott trotz allem seine Hand unter oder über uns hält», so der Bischof im Chatroom.

Auf die Frage, in welcher Sackgasse der Bischof selbst schon einmal steckte, erzählte Hein von seinem abgebrochenen Jurastudium: «Nach fünf Semestern hab ich gemerkt, das ist nicht das richtige für mich.» Die Entscheidung sei für ihn damals hart gewesen, doch er habe sie nicht bereut. «Ich habe erlebt, dass ich gut aus meiner Sackgasse raus bin ... das hat mir Mut gegeben», schrieb Bischof Hein.

Unterschiedliche Vorstellungen zum Leben nach dem Tod

Bei der Vorstellung, was nach dem Tod kommt, gingen die Meinungen der Chatterinnen und Chatter weit auseinander. So glaubt «Sylvia», dass es ein Leben bei Gott geben wird, «Franz» zeigte sich davon überzeugt, dass sich der Mensch aufgrund seines beschränkten Verstandes sowieso kein Bild davon machen kann und Fränzi forderte: «Keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern die Motivation zum fröhlichen Hiersein.» Bischof Hein zeigte sich im Chat fest davon überzeugt, dass nach dem Tod noch etwas kommt. Der Glaube habe elementar damit zu tun, dass Christus auferweckt worden ist. «Ohne ihn hätte ich keine Hoffnung, dass nach dem Tod noch was kommt», so Hein.

Debatte um assistierten Suizid - Hein: «Es gibt ein Leben vor dem Tod - selbst in aussichtslosen Fällen»

Gegen Ende des Chats debattierten die Chatter darüber, ob man über sein Lebensende selbst bestimmen kann. Der Bischof stellte dazu fest: «Selbsttötung ist ein letzter Akt der Freiheit des Menschen. Er ist möglich, aber nicht von Gott gewollt.» Die Chatterinnen und Chatter wägten in ihren Beiträgen ein Für und Wider der aktuell diskutierten assistierten Selbsttötung ab. Bischof Hein sprach sich dafür aus, dass Ärzte helfen und begleiten sollen. «Es gibt ein Leben vor dem Tod - selbst in aussichtslosen Fällen.»

Der Bischofchat endete um 21 Uhr mit dem schon fast traditionellen Chat-Segen und einem Wunsch des Bischofs für die Chatter: «Ich wünsche mir, dass ihr - wenn ihr mal in Sackgassen steckt - ein Licht seht, das euch herausführt oder das euch weiterführt ... über die Grenze hinaus», so Hein.

Internetseite busstag.de und Facebook

Der Buß- und Bettag lade ein zu Besinnung und Neuanfang, zu Kritik und Selbstkritik - das konnte auch auf der Internetseite zur Kampagne unter der Adresse www.busstag.de geschehen, erklärte der Internetbeauftragte der EKKW, Pfarrer Christian Fischer. Auf den Seiten wurde dazu eingeladen zu beten und Gebete anderer zu teilen. Weitere Angebote waren eine bundesweite Termindatenbank für Buß- und Bettagsgottesdienste und eine umfangreiche Material-Rubrik mit einem Gottesdienstentwurf und weitere thematische Impulse.

Neben busstag.de hatten Nutzerinnen und Nutzer des sozialen Netzwerks «Facebook» unter der Adresse www.facebook.de/busstag die Möglichkeit, die Themenkampagne der Landeskirche durch eigene Beiträge selbst weiterzuentwickeln. Mehrfach pro Woche wurden dort von der Redaktion Impulse veröffentlicht.

Themenkampagnen zum Buß- und Bettag seit 1996

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck bewirbt mit ungewöhnlichen Ideen bereits seit 1996 den Buß- und Bettag und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Sie will mit den Kampagnen auch Menschen ansprechen, die sich sonst keine Gedanken zum Buß- und Bettag machen. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern an den Aktionen. Entwickelt und durchgeführt wurde die Kampagne zusammen mit der Agentur orange-cube und der landeskirchlichen Medienagentur medio GmbH. (21.11.2014)

Download:

Hier finden Sie die Kanzelabkündigung von Bischof Martin Hein, die in den Gottesdiensten am Buß- und Bettag verlesen wird:

PDF-Dokument

Internetradio:

Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema von medio-Reporter Torsten Scheuermann:

Anhören...

Linktipp:

Hier finden Sie den Internetauftritt zum Buß- und Bettag 2014:

busstag.de

Linktipp:

Diskutieren Sie mit anderen Besuchern auf der Facebook-Fanseite unter:

facebook.com/busstag

a14923

Bischof Martin Hein in Deutschen Ethikrat berufen

Kassel/Berlin (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, ist auf Vorschlag der Bundesregierung von Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert zum Mitglied des Deutschen Ethikrates berufen worden. Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich Hein zu mehreren medizinethischen Fragen, wie zur Präimplantationsdiagnostik, zur Intensivmedizin und zur Sterbehilfe eindeutig positioniert, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Aktuell nimmt er in der Diskussion um die rechtliche Regelung des assistierten Suizids Stellung. 

Hein zeigte sich hocherfreut über seine Berufung in den Deutschen Ethikrat: «Ich empfinde dies als eine Würdigung meiner bisherigen Arbeit, aber auch als eine große Herausforderung angesichts der ethischen Fragen unserer Gesellschaft», heißt es in der Mitteilung.

Stichwort: Deutscher Ethikrat

Der Deutschen Ethikrat besteht aus 26 Mitgliedern, die in besonderer Weise naturwissenschaftliche, medizinische, theologische, philosophische, ethische, soziale, ökonomische und rechtliche Belange repräsentieren. Im Deutschen Ethikrat sollen unterschiedliche ethische Ansätze und ein plurales Meinungsspektrum vertreten sein. Er befasst sich mit Fragestellungen, die sich im Zusammenhang mit der Forschung und den Entwicklungen insbesondere auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und ihrer Anwendung auf den Menschen ergeben. Zu seinen Aufgaben zählen unter anderem, eine gesellschaftliche Diskussion über ethische, gesellschaftliche, naturwissenschaftliche, medizinische und rechtliche Fragen zu fördern und Empfehlungen für politisches und gesetzgeberisches Handeln zu erarbeiten. (18.11.2014)

2014-11-18

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

ethikrat.org

a14920

Herbsttagung vom 24. bis 27. November 2014
Landessynode tagt erstmalig im Kloster Haydau in Morschen

Morschen (medio). Die 12. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck tritt von Montag (24.11.) bis Donnerstag (27.11.) zu ihrer 10. Tagung im Kloster Haydau in Morschen (Kirchenkreis Melsungen) zusammen. Schwerpunkte der Herbsttagung sind der traditionelle Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Montag) und der Finanzbericht von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Dienstag). Zudem steht der alle zwei Jahre stattfindende Diakoniebericht auf der Tagesordnung der Synodalen, der erstmalig nach der Fusion der Diakonischen Werke der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau zur Diakonie Hessen eingebracht wird, teilte das Synodalbüro in Kassel mit.

Neben der Beratung und Verabschiedung verschiedener Kirchengesetze und den Wahlen in die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, wird der Synodale Michael Roth (MdB) als Staatsminister im Auswärtigen Amt einen Vortrag unter dem Leitwort der 12. Landessynode «Salz der Erde – Licht der Welt» halten. Sein Thema «Wege zum gerechten Frieden? Politik für Europa und die Welt in christlicher Verantwortung». Eröffnet wird die öffentliche Tagung am 24. November um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche in Morschen, in dem Prälatin Marita Natt predigen wird. Die Landessynode weicht für die kommenden Tagungen erstmalig nach Morschen ins Fuldatal aus. Grund dafür sind umfangreiche Umbaumaßnahmen in der Evangelischen Akademie in Hofgeismar, in deren Räumlichkeiten normalerweise das kirchenleitende Gremium tagt.


Stichwort «Kloster Haydau»

Das seit 1235 bestehende Kloster Haydau ist ein ehemaliges Zisterzienserinnen-Kloster. Zahlreiche Erweiterungsbauten zeugen seitdem von der wechselhaften Geschichte durch die Jahrhunderte. Mit Beendigung der klösterlichen Nutzung nach der Reformation dienten die mehrfach umgestalteten Gebäude den Landgrafen als Jagd- und Lustschloss. Es folgte die Nutzung als Staatsdomäne, Molkerei, Gefangenenlager und Flüchtlingsunterkunft nach dem 2. Weltkrieg. Nach umfangreicher Restaurierung des Klosters von 1985 bis 2001 konnte die historische Bausubstanz erhalten werden. Heute steht das Kloster für Konzerte, Theater, Film und Lesungen ebenso zur Verfügung wie für Tagungen, Hochzeiten und private Familienfeiern. (11.11.2014)

2014-11-17

Tagesordnung:

Tagesordnung der zehnten Tagung (Herbst 2014) der 12. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 24. bis 26. November 2014 in Morschen:

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Verlaufsplan:

Hier finden Sie den vom Synodalbüro herausgegebenen vorläufigen Verlaufsplan der Herbsttagung (Stand 30.10.2014):

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a14899

Ehrung von Gerd Weiß in Kassel
Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege in Hessen mit Martinsmedaille ausgezeichnet

Kassel (medio). Der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege in Hessen, Prof. Dr. Gerd Weiß, ist mit der Martinsmedaille der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck geehrt worden. Im Rahmen der jährlichen Zusammenkunft mit dem Landesamt nahm Vizepräsident Dr. Volker Knöppel am Donnerstag (13.11.) in Kassel die Auszeichnung vor. Mit der Ehrung würdigt die Landeskirche das herausragende Engagement von Gerd Weiß bei der Sanierung und Restaurierung denkmalgeschützter Kirchen, heißt es in einer Mitteilung.

In seiner Ansprache dankte Vizepräsident Knöppel dem Geehrten für die außerordentlich gute Zusammenarbeit und äußerte seine hohe Anerkennung für dessen große persönliche Bereitschaft, sich für die Bewahrung der denkmalgeschützten Gebäude der Landeskirche einzusetzen. Diese habe sich beispielhaft bei der Sanierung und Restaurierung der Stiftskirche in Kaufungen oder der Klosterkirche in Lippoldsberg gezeigt, so Knöppel. Außerdem habe Weiß die Restaurierung verschiedener Altäre und Orgeln «mit Leidenschaft » begleitet und durch die Förderung eines Forschungsprogramms an Kirchen, in denen Tuffstein verbaut ist, das baufachliche Wissen der Landeskirche weit vorangebracht.

2014-11-13

Linktipp:

Das Landesamt für Denkmalschutz finden Sie im Internet unter:

denkmalpflege-hessen.de

a14903

Chef des Kasseler Sonntagsblattes Rolf Schwarz gestorben

Kassel (epd). Rolf Schwarz (68), Chefredakteur und Herausgeber des Kasseler Sonntagsblattes sowie Seniorchef des Verlags Thiele und Schwarz in Kassel, ist tot. Schwarz sei am Dienstag (11.11.) während eines Urlaubs auf den Kanaren unerwartet einem Herzleiden erlegen, berichtet die «Hessisch-Niedersächsische Allgemeine» in ihrer Donnerstagsausgabe. Schwarz, der in der Druckbranche vielseitig engagiert war, hatte 1992 für seine Verdienste den Ehrenbrief des Landes Hessen und 1996 das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten.

Schwarz hatte erst Anfang des Jahres die Chefredaktion der wöchentlich erscheinenden Zeitschrift übernommen. Der vorherige Chefredakteur, Pfarrer Reinhard Heubner, war bereits Anfang 2013 in den Ruhestand verabschiedet worden. Er hatte die Chefredaktion aber ehrenamtlich bis Ende Januar 2014 weitergeführt.

Das Kasseler Sonntagsblatt erschien 1879 erstmals mit dem Ziel, die Kirche und ihre Verkündung direkt ins Haus zu bringen. Die derzeitige Auflage beträgt rund 10.000 Exemplare. (13.11.2014)

2014-11-13

Linktipp:

Das Kasseler Sonntagsblatt finden Sie unter:

kasseler-sonntagsblatt.de

a14904

Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen in Melsungen
Diakoniechef fordert unbürokratische Zugangswege für Flüchtlinge

Melsungen (epd). Legale und unbürokratische Zugangswege für Flüchtlinge nach Europa hat Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, am Mittwoch in Melsungen gefordert. Die Fragen von Flucht und Migration blieben zentrale Themen der nächsten Jahre, sagte er auf der Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen in der Melsunger Stadthalle.

Es sei dringend nötig und zu begrüßen, dass das Hessische Sozialministerium Landkreise und Kommunen für die rund 20.000 Flüchtlinge, die in diesem Jahr in Hessen aufgenommen werden, finanziell besser ausstatten wolle.

2014-11-14
Der Präsident des Bundessozialgerichtes in Kassel, Peter Masuch, setzte sich für eine Willkommenskultur für Arbeitsmigranten und Flüchtlinge ein. Die Ergebnisse der Sozialforschung zeigten, dass auch Migranten erheblich zum Steueraufkommen und zur Finanzierung der sozialen Sicherung in Deutschland beitrügen, sagte er. So hätten Haushalte mit Migranten als Haushaltsvorstand zwischen 2007 und 2009 etwa je 5.000 Euro mehr an Steuern und Sozialbeiträgen gezahlt, als sie bekommen hätten, trat er verbreiteten Vorurteilen von Migranten als «Kostgängern» entgegen.

Horst Rühl, Theologischer Vorstand in der Diakonie Hessen, begrüßte das am 1. Januar 2015 in Kraft tretende Pflegestärkungsgesetz der Bundesregierung. Die hier vorgesehenen Leistungsverbesserungen seien ein Schritt in die richtige Richtung. Rühl zeigt sich allerdings besorgt darüber, dass für die verbesserten Leistungen keine Qualitätskriterien gelten würden. Private Anbieter seien somit an keine verbindlichen Standards gebunden. Rühl kritisierte zudem scharf, dass Pflegedienste viel Zeit und Geld für «im Ergebnis sinnlose Dokumentationen» aufwenden müssten. «Wir fordern mit der Diakonie Deutschland ein schnelles Ende des Bürokratiewahnsinns», sagte er.

Auf der Mitgliederversammlung der momentan 433 Mitglieder der Diakonie Hessen wurden zudem Vorstand und Aufsichtsrat ohne Gegenstimmen entlastet. (13.11.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie unter:

diakonie-hessen.de

a14889

Zertifikatsübergabe in Neukirchen
Neun Absolventen beenden regional orientiertes Fernstudium Erwachsenenbildung

Neukirchen (medio). Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kapelle des Diakonischen Altenhilfezentrums St. Martin in Neukirchen (Kirchenkreis Ziegenhain) haben am Sonntag (9.11.) neun Absolventinnen und ein Absolvent das zweijährige «Fernstudium Erwachsenenbildung» abgeschlossen. Das Studienangebot, das vom Comenius-Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) erarbeitet und deutschlandweit seit 40 Jahren angeboten wird, sei EKD-weit erstmalig unter dem Titel «Lebendig lernen in der Region» in Verantwortung örtlicher kirchlicher Bildungsträger durchgeführt worden, teilte Pfarrer Dierk Glitzenhirn vom Evangelischen Forum Schwalm-Eder mit. Die Teilnehmer werden mit dem Zertifikat dazu befähigt, eigenständig Veranstaltungen im Bereich der Erwachsenenbildung zu verantworten, so der Pfarrer.

Der Studiengang sei in Homberg (Efze) vom Evangelischen Forum-Schwalm-Eder in Kooperation mit der Erwachsenenbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck veranstaltet worden. Die Absolventen würden insbesondere mit dem Evangelischen Forum zusammenarbeiten. Sie könnten aber auch von Vereinen und Unternehmen mit der eigenverantwortlichen Leitung von Bildungsmaßnahmen beauftragt werden oder selbständige Angebote machen, so Glitzenhirn. Neben theoretischen Fragen sei im Studium großer Wert auf Praxiserfahrungen gelegt worden. In den Bereichen Persönlichkeitsbildung, Gruppen- und Gemeinwesenarbeit, politischer sowie kultureller und religiöser Bildung seien von den Absolventen dazu Praxisprojekte entwickelt und dokumentiert worden.  (12.11.2014)

2014-11-13

Linktipp:

Das Evangelische Forum Schwalm-Eder finden Sie im Internet unter:

forum-schwalm-eder.de

a14888

Veranstaltungsreihe im Kasseler Haus der Kirche
Wolfgang Huber bei 3. Wilhelmshöher Impuls: Menschenwürde ist Maß aller Werte

Kassel (medio). Für den evangelischen Theologen und ehemaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Prof. Dr. Wolfgang Huber, ist die Schlüsselfrage der Werteorientierung eines Unternehmens dessen Personalführung. Dabei sei die Menschenwürde das Maß aller Werte, sagte Huber beim «3. Wilhelmshöher Impuls» am 6. November 2014 im Kasseler Haus der Kirche. Menschen hätten ein Gespür dafür, ob sie würdevoll behandelt werden oder ob die Werteorientierung im Unternehmen nur strategischen Zielen dient, so Huber, der zum Thema «Erfolgsfaktor Werte» sprach.

«Ein Wert ist, was seinen Wert in sich selbst hat und nicht mit anderen Ansprüchen verrechnet werden kann», lautete Hubers Eingangsthese im Vortrag vor rund 120 Interessierten, zu denen Unternehmerinnen, Unternehmer und Führungskräfte in Betrieben und Behörden eingeladen waren, berichtete Pfarrer Dr. Jochen Gerlach vom Referat « Wirtschaft-Arbeit-Soziales» des Landeskirchenamtes, das die Veranstaltungsreihe anbietet.

Mit den Veranstaltungen des «Wilhelmshöher Impulses» will die Landeskirche Menschen mit Personalverantwortung und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens miteinander ins Gespräch bringen. Eröffnet wurde die Veranstaltung am 6. November mit einer Andacht von Prälatin Marita Natt. (12.11.2014)

2014-11-12
a14876

Heinrich Bedford-Strohm neuer Ratsvorsitzender
EKD-Synode wählt bayerischen Landesbischof zum Nachfolger von Nikolaus Schneider

Dresden (medio). Heinrich Bedford-Strohm ist neuer Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern erhielt am Dienstagnachmittag (11.11.) in Dresden im ersten Wahlgang 106 von 125 abgegebenen Stimmen von Synode und Kirchenkonferenz der EKD. «Damit hat Heinrich Bedford-Strohm ein klares Mandat, die noch anstehenden Aufgaben dieser Amtsperiode des Rates zu Ende zu führen», erklärte die Präses der EKD-Synode, Irmgard Schwaetzer, in ihrer Gratulation. Die Wahl Bedford-Strohms sei ein Zeichen der Geschlossenheit zu einem Zeitpunkt, wo die Präsenz der Kirche in ethischen Grundsatzfragen mehr denn je gefragt sei. «Gleichzeitig brauchen die Vorbereitungen auf das Reformationsjubiläum 2017 jetzt unsere volle Aufmerksamkeit», betonte die Präses.

Der 1960 in Memmingen geborene Bedford-Strohm folgt auf Nikolaus Schneider, der zum 10. November 2014 aus dem Amt geschieden war. Er steht seit Ende 2011 als Landesbischof an der Spitze der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und ist seit November 2013 Mitglied des Rates der EKD. Zuvor war Bedford-Strohm nach Stationen im Pfarramt von Diakonie und Gemeinde Professor für Systematische Theologie und Theologische Gegenwartsfragen an der Universität Bamberg. Heinrich Bedford-Strohm ist verheiratet und Vater dreier erwachsener Kinder.

Im Herbst 2015 endet die laufende sechsjährige Amtsperiode des Rates der EKD. Bereits im Mai 2015 konstituiert sich die Synode der EKD für ihre 12. Legislaturperiode. Die Delegierten aus ganz Deutschland wählen dann im November 2015 den Rat der EKD für die Amtsperiode bis zum Jahr 2021. (11.11.2014)

2014-11-13

Linktipp:

Weitere Informationen zur EKD-Synode finden Sie unter:

ekd.de/synode2014

a14863

«Es geht um Menschlichkeit – und nicht allein ums Geschäft!»
Bischof Hein fordert politisches Engagement für verfolgte Christen in Pakistan

Kassel (medio/Osnabrück). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat dazu aufgerufen, das Leiden der bedrängten Christen in Pakistan öffentlich zu machen, um damit in der deutschen Außenpolitik mehr Verständnis für die bedrohte Lage von Christen in islamischen Ländern zu wecken. «Die Tatsache, dass mit muslimischen Staaten etwa im Vorderen Orient gute Geschäfte – auch mit Waffentransporten – zu machen sind, darf nicht allein die Politik bestimmen. Vielmehr hat sie stärker Einfluss zu nehmen. Es geht um Menschlichkeit – und nicht ums Geschäft!», sagte Hein nach seiner Rückkehr am Mittwoch (5.11.) in einem Interview mit der landeskirchlichen Medienagentur «medio!».

«Bibeln werden verbrannt, Kirchen werden angezündet, Menschen werden getötet.»

Hein, der vom 27. Oktober bis 3. November 2014 zur Church of Pakistan reiste, berichtete besonders von den bedrückenden Auswirkungen des sogenannten Blasphemiegesetzes. Es verdächtige Handlungen und Äußerungen von Christen, sich gegen die islamische Lehre zu stellen, erläuterte der Bischof. Mit Hilfe des Gesetzes hätten religiöse Fanatiker ständig einen Hebel, gegen Christen vorzugehen. Es sei schwer für die christliche Minderheit, unter diesen Bedingungen im Land zu überleben: «Bibeln werden verbrannt, Kirchen werden angezündet, Menschen werden getötet.» All dies geschehe ohne größere öffentliche Wahrnehmung.

2014-11-09

«Es ist beeindruckend, wie fröhlich die Christen dennoch zu ihrem Glauben stehen!»

Sieben Tage lang besuchte Bischof Hein Gemeinden, Einrichtungen und Schulen der Church of Pakistan und sprach mit christlichen, islamischen und hinduistischen Religionsvertretern. Besonders beeindruckt zeiget sich Hein davon, wie fröhlich die christliche Minderheit trotz ihrer starken Diskriminierung zu ihrem Glauben stehe. Sein Besuch sei eine Solidaritätsbekundung, um ihnen zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind, so Hein. In Pakistan leben drei Millionen Christen im Gegenüber zu rund 170 Millionen Muslimen.

Für verfolgte Christen beten und ihr Leiden öffentlich machen

Bischof Hein forderte dazu auf, für die verfolgten Christen in der Welt zu beten und ihr Leiden öffentlich zu machen. Er selbst werde dies in den Gesprächen, die er im Rahmen des «Runden Tisches der Religionen» regelmäßig führe, tun: «Man kann auf islamischer Seite solche Missstände nicht einfach damit abtun, dass es nun einmal in Pakistan zu besonderen Radikalisierungen komme», so Hein.

Bischof Hein bei Zentralveranstaltung zum «Tag der Religionen in Deutschland» in Osnabrück

Bereits einen Tag nach dem Interview nahm Bischof Hein am vergangenen Donnerstag (6.11.) in Osnabrück an der Zentralveranstaltung zum «Tag der Religionen in Deutschland» teil.

Hein, der einer der evangelischen Vertreter des «Runden Tischs der Religionen in Deutschland» ist, erklärte laut der Neuen Osnabrücker Zeitung bei dem Treffen, dass das friedfertige Potenzial von Religion in den Vordergrund gerückt werden müsse: «Es ist unsere Aufgabe, in unserer säkularen Gesellschaft den Wert von Religion hochzuhalten», so der Bischof.

Der niedersächsischer Innenminister Boris Pistorius (SPD) nannte laut der Zeitung den «Runden Tisch der Religionen in Deutschland» bei der Veranstaltung «beispielhaft dafür, wie Religionen miteinander in Dialog treten und sich für Verständigung einsetzen können». Der «Runde Tisch der Religionen in Deutschland» ist ein eigenständiges Gremium aus Repräsentanten der großen Religionsgemeinschaften in Deutschland und trifft sich zweimal jährlich. Ihm gehören Vertreter der Kirchen, der Islamverbände, der jüdischen Religionsgemeinschaft, der Baha’i und der Buddhisten an. Hinweis der Redaktion: Den gesamten Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung finden Sie hier. (07.11.2014)

Im Wortlaut...

Das Interview führte Radio-Redakteur Torsten Scheuermann am 5.11.2014 im Haus der Kirche in Kassel.

«Scheuermann: Bischof Hein, Sie haben eine Woche lang Pakistan besucht. Was war der Grund Ihrer Reise?

Bischof Hein: Ich war dort auf Einladung der Church of Pakistan und ihres Leitenden Bischofs Samuel Azariah, den ich seit über zehn Jahren aus dem Weltkirchenrat kenne. Wir haben dort bisher in einem Komitee zusammengearbeitet. Er wollte mir die Situation der bedrängten Christen in Pakistan vermitteln. Die christlichen Gemeinden sind eine sehr kleine Gruppe mit drei Millionen Mitgliedern gegenüber rund 170 Millionen Muslimen. Mir war es wichtig, den Christen dort zu zeigen, dass sie nicht vergessen sind. Es war also ein Solidaritätsbesuch.

Scheuermann: Wie ist dort die Situation für Christen?

Bischof Hein: Ich habe sieben Tage lang unterschiedlichste Gemeinden und Einrichtungen der Kirche, vor allem Schulen, besucht und viel Freude darüber erlebt, dass jemand aus Europa kommt und sich mit der Situation der diskriminierten Christen innerhalb dieses islamischen Staates beschäftigt. Ganz bedrückend ist dort das sogenannte Blasphemiegesetz, das alle möglichen Handlungen oder Äußerungen, gerade auch von Christen, verdächtigt, sich gegen die islamische Lehre zu stellen. Schon die Frage der Dreieinigkeit Gottes ist etwas, was eigentlich nach dem Koran undenkbar ist. Mit Hilfe dieses Blasphemiegesetzes, das allerdings auch in der pakistanischen Gesellschaft umstritten ist, haben religiöse Fanatiker ständig einen Hebel, gegen Christen vorgehen zu können.»

weiterlesen...

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier das medio!-Interview mit Bischof Hein im Wortlaut. Auf der Seite finden Sie auch weitere Foto-Impressionen von der Reise:

Zum Interview...

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Christen gedenken der Pogromnacht 1938

Kassel/Bad Hersfeld/Melsungen (epd). Zum Gedenken an die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland im November 1938 rufen Kirche und kirchliche Einrichtungen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) auf. So wird es unter anderem am Freitagabend um 22 Uhr in der Kasseler Martinskirche ein Friedensgebet geben. In Kassel fand die Reichspogromnacht - früher als «Reichskristallnacht» bezeichnet - bereits am 7. November statt. Damals wurde die Kasseler Synagoge verwüstet und Torarollen geschändet. Eine weitere Gedenkveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gibt es am Sonntag, 9. November, im Bürgersaal des Rathauses.

In Bad Hersfeld lädt die dortige Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit am Samstag, 8. November, um 15 Uhr in der Sankt Lullus-Sturmius-Kirche zu einem ökumenischen Gottesdienst ein. In Bad Hersfeld wurde am 8. November 1934 die Synagoge in Brand gesetzt. Im Anschluss an den Gottesdienst wird die Feier an der Gedenkstätte für die jüdischen Opfer am Schillerplatz fortgesetzt. Unter anderem wird dort auch die evangelische Pröpstin Sabine Kropf-Brandau sprechen.

In der Melsunger Stadtkirche findet ebenfalls am Samstag um 19 Uhr ein Gedenkgottesdienst für Jugendliche statt. Zuvor kann ab 17.30 Uhr an einem Gedenkrundgang durch die Stadt teilgenommen werden, an dem Stationen jüdischen Lebens aufgesucht werden.

Am Montag, 10. November, wird ab 19 Uhr Alan E. Steinweis, Direktor des Zentrums für Holocaust-Studien von der Universität Vermont (USA), in der Kasseler Volkshochschule einen Vortrag mit dem Thema «Die Reichskristallnacht» halten. Hauptveranstalter ist das Evangelische Forum. (07.11.2014)

2014-11-07
a14843

Eröffnung für die Landeskirche am Sonntag in Schenklengsfeld
Friedensdekade: Mit Gewalt und Gegengewalt ist kein Frieden zu erreichen

Schenklengsfeld (medio).  Am Sonntag (9.11.) wird mit einem Gottesdienst in der Mauritiuskirche in Schenklengsfeld (Kirchenkreis Hersfeld) die «Ökumenische FriedensDekade» in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eröffnet. Der Gottesdienst beginnt um 14 Uhr. Die Predigt hält Pfarrer Dietmar Preiß. Mitwirkende sind Pfarrerin Marie-Therese Eckardt aus Schenklengsfeld und Pfarrer Wilfried Ullrich, der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, sowie Mitglieder des Arbeitskreises Frieden, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Die Friedensdekade, die in diesem Jahr zum 35. Mal bundesweit veranstaltet wird, steht unter dem Motto «Befreit zum Widerstehen». Angesichts der zunehmenden Gewaltkonflikte weltweit, sei es in der Ukraine, dem Nahen Osten oder in Ländern Afrikas, soll in besonderer Weise darauf hinweisen werden, dass mit Gewalt und Gegengewalt kein Frieden zu erreichen ist.

2014-11-07

Arbeitskreis Frieden fordert friedensethische Neuorientierung

Im Sommer dieses Jahres hat der Arbeitskreis Frieden die Kreissynoden mit einem Diskussionspapier aufgefordert, sich mit einer friedensethischen Neuorientierung auseinander zu setzen. In dem Papier wird z.B. dazu angeregt, möglichst viele Gemeindemitglieder in ziviler Konfliktbearbeitung fortzubilden, um dadurch gewaltfreie Kommunikation zu fördern. Zudem wird die Kirchenleitung darum gebeten, den Anteil der Kirchensteuern aus der Rüstungsindustrie für humanitäre Maßnahmen und zivile Konfliktbearbeitung in Kriegsgebieten einzusetzen, um Kriegsleid zu lindern. Das gesamte Diskussionspapier findet sich rechts neben dem Artikel im Download. 
 

Hintergrund «Ökumenischen FriedensDekade»

Seit Anfang der 80er Jahre greifen Kirchengemeinden und Aktionsgruppen im Rahmen der «Ökumenischen FriedensDekade» das Friedensthema in Gottesdiensten, Friedensgebeten und Informationsveranstaltungen auf, immer in den zehn Tagen vor dem Buß- und Bettag im November. Getragen wird die Friedensdekade von ganz unterschiedlichen Initiativen und Kirchen, verantwortlich zeichnen die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und die Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF). (06.11.2014)

Linktipp

Weitere Informationen zur Friedensdekade finden Sie unter:

www.friedensdekade.de

Download

Friedenspapier des Arbeitskreises Frieden:

PDF-Dokument

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Ökumenischer Gottesdienst an der ehemaligen Deutsch-Deutschen Grenze
Bischöfe und Ministerpräsidenten aus Hessen und Thüringen erinnern an Mauerfall vor 25 Jahren

Vacha/Philippstahl (medio/epd). Vier Kirchen aus zwei Ländern feierten am 9. November einen Ökumenischen Gottesdienst anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls in Vacha (Thüringen).

Geleitet wurde der Gottesdienst in der evangelischen Johanneskirche gemeinsam von Bischof Prof. Dr. Martin Hein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), von Regionalbischof Diethard Kamm von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Bischof Heinz Josef Algermissen vom Bistum Fulda und Weihbischof Dr. Reinhard Hauke vom Bistum Erfurt.

2014-11-14
Der evangelische Thüringer Regionalbischof Diethard Kamm sagte in seiner Predigt, die überraschende Grenzöffnung vor 25 Jahren sei ohne die neue Politik Gorbatschows, ohne die Solidarnosc-Bewegung in Polen und ohne die Charta 77 in der CSSR «so nicht möglich gewesen». Er sei dankbar, «dass der Ruf 'Keine Gewalt' in diesen Tagen und Wochen getragen hat».

Kamm betonte, in der heutigen Gesellschaft sei das biblische Motto der friedlichen Revolution, «Suchet der Stadt Bestes», eine Aufforderung zum Einmischen. «Das Wort Gottes ist nun einmal nicht unpolitisch, wenn es um das Heil und das Wohl der Menschen geht.» Christen müssten sich für Gerechtigkeit und Bildung für alle ebenso einsetzen wie für Flüchtlinge oder die bedrohte Umwelt.

An dem Gottesdienst nahmen unter anderem auch die Ministerpräsidenten von Hessen und Thüringen, Christine Lieberknecht und Volker Bouffier (beide CDU), die Landtagspräsidenten sowie die Bürgermeister aus Vacha und Philippsthal teil. Der Gottesdienst, der den Auftakt für ein thüringisch-hessisches Bürgerfest bildete, stand unter dem Psalmwort «Du führst mich hinaus ins Weite».

Kranzniederlegung und Schweigeminute

Dem Gottesdienst schloss sich ein gemeinsamer Gang zur «Brücke der Einheit» an. Angeführt wurde der Zug von den Bischöfen und Ministerpräsidenten sowie einer Bergmannskapelle. Während einer gemeinsamen Gedenkfeier am Fuß der Brücke wurde ein Kranz niedergelegt - nach einer Schweigeminute spielte das Polizeimusikkorps Thüringen die Nationalhymne und das Kirchenlied «Nun danket alle Gott».

Im Anschluss folgte ein gemeinsamer Grenzspaziergang zum Schloss nach Philippsthal, musikalisch umrahmt von Bergmannskapellen und begleitet von Trachtenvereinen aus Thüringen und Hessen. Danach wurde ein thüringisch-hessisches Bürgerfest im Schlosspark eröffnet.

ARD-Sondersendung live aus dem Schlosspark in Philippsthal

Am Abend übertrug die ARD live aus dem Schlosspark in Philippsthal eine Sondersendung mit dem Titel «Ein Land wird eins». Im Programm war u.a. auch eine Podiumsdiskussion mit prominenten Gästen zu denen auch Henry Maske, Achim Menzel und Wolke Hegenbarth gehörten, teilte die Stadt Vacha mit.

Stichwort «Brücke der Einheit»

Der Ort Vacha lag in der DDR im Schatten von Mauer und Stacheldraht. Vacha war bis zum 11. November 1989 durch Mauern und Zäune auf Thüringer Seite sowie durch Sperranlagen der DDR im Grenzfluss Werra hermetisch vom Nachbarort Philippsthal in Hessen abgeriegelt.

Direkt hinter dem Vacharer Pfarrhaus befindet sich die historische Werrabrücke von 1342, auf die DDR-Grenzer einen bedrohlichen Beobachtungsturm aufgesetzt hatten. Durch ein Haus am anderen Ufer der Werra im Hessischen verlief die innerdeutsche Grenze. (09.11.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen zum thüringisch-hessisches Bürgerfest am 9. November finden Sie unter:

25-jahre-grenzoeffnung.philippsthal.de

a14823

Luthers Thesenanschlag vom 31. Oktober 1517
Protestanten erinnern an den Beginn der Reformation

Kassel / Eschwege / Schlüchtern / Melsungen / Weimar / Hamburg (medio/epd). Mit Gottesdiensten und zahlreichen Veranstaltungen feierten evangelische Christen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und in aller Welt am Freitag (31.10.) den Reformationstag. Vor 497 Jahren, am 31. Oktober 1517, verbreitete Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg seine 95 Thesen gegen die kirchlichen Missstände seiner Zeit. Das Datum gilt als Beginn der Reformation, die weitreichende religiöse, politische, gesellschaftliche und kulturelle Folgen hatte. Wir stellen ausgewählte Veranstaltungen in Kurhessen-Waldeck und Deutschland vor:

Aktionstag «Hallo Luther» in Kasseler Karlskirche

2014-11-05
In Kassel gab es in der Karlskirche einen Aktionstag unter dem Titel «Hallo Luther». Auftakt war um 10 Uhr ein Gottesdienst mit Pfarrer Dr. Rüdiger Jungbluth. Im Tagesverlauf standen Musik, eine Lesung von Luther-Texten, die Ausstellung «Vom Übergang zur Mündigkeit - 475 Jahre Konfirmation» und vieles mehr auf dem Programm. Außerdem konnte auf einer Bibeldruckpresse das Lutherzitat «Ein feste Burg ist unser Gott» selbst gedruckt und Luther-Bonbons und -kekse genossen werden, teilte Heike Schaaf vom Stadtkirchenkreis mit. Mehr Informationen unter http://www.ekik.de/

Innovatives zur Erneuerung der Kirche im Kirchenkreis Eschwege

Für das Projekt «GO – Sommergottesdienste im Kirchspiel Sontra» hat die Kirchengemeinden des Kirchspiels Sontra den erstmals ausgeschriebenen Innovationspreis des Evangelischen Kirchenkreises Eschwege erhalten, mit dem ein Preisgeld von 3.000 Euro verbunden ist, teilte Dekan Dr. Martin Arnold mit. Fünf Kirchengemeinden wollen künftig in den Sommermonaten gemeinsame Gottesdienste feiern, die thematisch miteinander verbunden sind. Anschließend wird zu gemeinsamer Zeit eingeladen, so Arnold. Mit dem Projekt sollen Gottesdienste besonders in kleineren Dörfern attraktiver gemacht werden. Das Kürzel «GO» steht einerseits für «Gottesdienst», andererseits für «gehen». Die Preis wurde im Anschluss an den Reformationsgottesdienst in der Stadtkirche Sontra vergeben. Der Innovationspreis soll Einzelpersonen, Gemeinden, Einrichtungen und Initiativen ermutigen, Ideen für die Erneuerung der Kirche zu entwickeln. Mehr Informationen unter http://www.kirchenkreis-eschwege.de/

«Luther rock(t)» Klangreise des Kirchenkreises Schlüchtern

Unter dem Motto «Luther rock(t)» machte ebenfalls am Reformationstag die Klangreise des Kirchenkreises Schlüchtern in Hintersteinau Station. Am Abend luden in der Kirche altbekannte Choräle, neue Lieder und Musikstücke zum Zuhören und Mitsingen ein. Dabei sollte der kirchenmusikalische Reichtum deutlich werden, der der Reformation zu verdanken ist, teilte der Kirchenkreis mit. Mitwirkende waren die Kirchenkreisband «No Notes» unter der Leitung von Roland Pfeiffer, die Bläsergruppe des Kirchenkreises unter der Leitung von Detlef Steffan und Pfarrerin Christiane Unverzagt. Mehr Informationen unter  http://www.kirchenkreis-schluechtern.de/

Leidenschaftliches rund um die Reformation in Melsungen

Im Rahmen des Reformationsempfangs des Evangelischen Kirchenkreises Melsungen brachte am Sonntag (2.11.) die Künstlerin Miriam Küllmer-Vogt das leidenschaftliche Kammermusical «Wenn Engel lachen» auf die Bühne. «In diesem Jahr wollen wir bewusst von der bislang bei den Empfängen gewählten Gattung des Vortrags weg», erläutert Dekan Norbert Mecke im Vorfeld der Veranstaltung. Die Liebesgeschichte(n) von Luthers Ehefrau, Katharina von Bora, könnten Interessierte in der Evangelischen Stadtkirche Melsungen erleben. Mehr Informationen unter http://www.kirchenkreis-melsungen.de/

ARD-Fernsehgottesdienst aus Weimarer Stadtkirche

Auch in den Medien wurde umfangreich über den Reformationstag berichtet. So stand z.B. im Mittelpunkt des ARD-Fernsehgottesdienstes am 31. Oktober um 10 Uhr  der restaurierte Cranachaltar in der Weimarer Stadtkirche. Die Predigt hielt die mitteldeutsche Bischöfin Ilse Junkermann.

Eröffnung des EKD-Themenjahrs «Reformation - Bild und Bibel» in Hamburg

In Hamburg wurde das neue Themenjahr «Reformation - Bild und Bibel» im Rahmen der Lutherdekade eröffnet. Mit der Lutherdekade bereiten Staat und Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gemeinsam das Reformationsjubiläum vor. Zu einem Gottesdienst und einem Festakt wurden neben anderen EKD-Ratsvorsitzender Nikolaus Schneider und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) erwartet. Die Predigt im Gottesdienst hielt EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann.

Stichwort «Reformationstag»

Am Vorabend des Allerheiligentages, dem 31. Oktober 1517, veröffentlichte der Augustinermönch Luther seine gegen den Ablasshandel der Kirche gerichteten 95 Thesen. Ob er sie tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist historisch nicht gesichert. Der Reformationstag ist in den ostdeutschen Bundesländern gesetzlicher Feiertag, nicht aber in Berlin und im alten Bundesgebiet. (03.10.2014)

Linktipp:

Luthers 95 Thesen finden Sie unter:

ekd.de/(...)

Linktipp:

Viel Wissenswertes zum Reformationstag und zur Reformationsdekade der EKD finden Sie unter:

reformationstag.de

a14820

Verleihung am 2. November 2014
Umweltpreis 2014 geht an Vogelschutzprojekt der Kirchengemeinde Mengeringhausen

Mengeringhausen/Kassel (medio). Der Umweltpreis der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck geht im Jahr 2014 an Pfarrer Uwe Jahnke und die Evangelische Kirchengemeinde Mengeringhausen (Kirchenkreis Twiste-Eisenberg).

2014-10-29
Die Umweltjury der Landeskirche würdigt damit die verschiedenen Projekte, die dem Bestandsschutz einer großen Dohlenkolonie im Landkreis Waldeck-Frankenberg dienen.

In ihrer Begründung führt die Jury aus, dass es der Kirchengemeinde Mengeringhausen beispielhaft gelungen sei, ein gutes Miteinander von geschützten Tieren und Menschen zu finden, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Für viele Kirchengemeinden stelle die starke Verschmutzung, die beim Nestbau und der Brutpflege der Dohlen entstehe, ein großes Problem dar, da die Bausubstanz von Kirchtürmen und -dächern beschädigt werde. Die Kirchengemeinde Mengeringhausen habe in Verbindung mit dem örtlichen Naturschutzbund nach Möglichkeiten gesucht, die Dohlenkolonie zu stärken, ohne die Bausubstanz weiter zu schädigen. Dazu seien zunächst alternative Nistplätze in zwei Linden geschaffen worden, die auch gut angenommen worden seien. In einem zweiten Schritt wurden die Gaubenfenster der Kirche so ausgebaut, dass sie als Schlupfloch für die Dohlen genutzt werden können. Das Kirchendach selbst wurde gegen weiteres Eindringen der Vögel abgesperrt. Die Nistplätze werden jeden Herbst kontrolliert und gereinigt.

Durch dieses Bündel an Maßnahmen sei eine Situation entstanden, von der beide Seiten profitierten: Für die Kirchengemeinde entstehe keine zusätzliche finanzielle Belastung durch ständige Dachreinigungen oder Sanierungsmaßnahmen. Gleichzeitig habe sich der Bestand der Tiere deutlich erhöht; zurzeit seien es ca. 60-80 Tiere. Der Umweltpreis wird am Sonntag (2.11.) im Anschluss an den Gemeindegottesdienst in der Kirche Mengeringhausen, Nicolaistr. 1 in 34454 Bad Arolsen verliehen. Die Preisübergabe wird durch die für Umweltfragen zuständige Dezernentin, Frau Oberlandeskirchenrätin Ute Stey, erfolgen.

Stichwort: Umweltpreis der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Seit 2004 wird ein Umweltpreis ausgelobt, um insbesondere ehrenamtliches Engagement im Bereich von Umweltbildung, Naturschutz oder Umweltmanagement zu honorieren. Er soll darüber hinaus einer größeren Öffentlichkeit bekannt machen, wie sich der Zusammenhang zwischen christlichem Glauben und der Bewahrung der Schöpfung konkretisiert. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert. (29.10.2014)

Linktipp:

Informationen zur Kirchengemeinde finden Sie auf der Facebook-Fanseite unter:

facebook.com/(...)

a14788

Großer Auftritt mit 300 Beteiligten
Musical «LUX AETERNA» feierte Premiere in Wolfhager Stadtkirche

Wolfhagen (medio). Seit Wochen wurde in Wolfhagen gebaut, geschneidert und geprobt und am Freitag (24.10.) war es soweit: Das Musical «LUX AETERNA» feierte in der Wolfhager Stadtkirche Premiere, rund 300 Mitwirkende waren an der Aufführung  beteiligt. In dem Stück von Simone und Bernd Geiersbach geht es vordergründig um einen ganz normalen Samstag in der Kirche: Es wird für das Konfirmationsjubiläum am Sonntag geputzt und vorbereitet, Menschen kommen und gehen und Jubiläumskonfirmanden treffen sich nach Jahren wieder. Im Verlauf drängt sich dann immer wieder die biblische Erzählung der Entstehung der Welt hinein. «Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde...»

Mit der Premiere am 24. Oktober und an elf weiteren Abenden bis zum 23. November will das Wolfhager Musical die Schöpfungsgeschichte neu erzählen. «Wir versuchen mit 'LUX AETERNA' den Spagat zwischen einem unterhaltsam-fröhlichen Abend und der Übertragung von Evangeliumstexten in moderne Bilder», schreiben Simone und Bernd Geiersbach im Begleitheft zur Inszenierung und hoffen, dass die Besucherinnen und Besucher «eine in gleicher Weise fröhliche wie auch nachdenkliche Zeit erleben» werden.

2014-10-27
Die Fenster im Chorraum der Stadtkirche mit der Darstellung des Abendmahls, die 1961 von Hans-Gottfried von Stockhausen geschaffen wurden, stellen einen wichtigen Bezug zum Musical dar. Die Bitte um göttliche Erleuchtung «Lux aeterna luce nobis» («Ewiges Licht, leuchte uns»), bilde die Klammer um das Musical und sei die zentrale Verbindung zum Kirchenraum der Stadtkirche, so die Geiersbachs.

Neben den 12 Aufführungen können die Besucher der sieben Gottesdienste in der Zeit vom 26. Oktober bis zum 23. November zudem einzelne Szenen des Musicals erleben, die dann theologisch ausgelegt werden. Aus nahezu allen kirchenmusikalischen Gruppen der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen kommen die Mitwirkenden.

Ebenfalls mit dabei: Akteure der Liedertafel Nothfelden, die Tanzgruppen «Strech your mind» und «Aint no joke» sowie singende, tanzende und schauspielende Talente aus Wolfhagen und Umgebung.

Aufführungen: Freitag (24.10.) und Samstag (25.10.) jeweils 18 Uhr; Sonntag (26.10.), 17 Uhr; Samstag (1.11.), 18 Uhr; Sonntag (2.11.), 17 Uhr; Freitag (7.11.) und Samstag (8.11.) jeweils 18 Uhr; Sonntag (9.11.), 16 Uhr; Freitag (14.11.) und Samstag (15.11.) jeweils 18 Uhr; Sonntag (16.11.) und Samstag (23.11.) jeweils 17 Uhr. Karten zum Preis von 6 bis 14 Euro im Vorverkauf erhältlich bei Buchhandlung Mander in Wolfhagen, Schützeberger Straße 29, Tel. (05692) 5703 (26.10.2014)

Impressionen vom Musical

(alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

kirche-wolfhagen.de/(...)

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Ordination in Maintal-Bischofsheim
Bischof Hein ordiniert 15 Pfarrerinnen und Pfarrer

Maintal-Bischofsheim (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat am Sonntag (26.10.) in einem Festgottesdienst in der Evangelischen Kirche in Maintal-Bischofsheim 15 Theologinnen und Theologen ins Pfarramt ordiniert. Bei der Ordination assistierten der Direktor des Evangelischen Predigerseminars der Landeskirche in Hofgeismar, Dr. Manuel Goldmann, und die stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende der Kirchengemeinde Bischofsheim, Dagmar Klein.
 
Die ordinierten Pfarrerinnen und Pfarrer, neun Frauen und sechs Männer, hatten zuvor ein Studium der Evangelischen Theologie absolviert, waren in der zweiten Ausbildungsphase als Vikare in Kirchengemeinden der Landeskirche tätig und ließen sich am Evangelischen Predigerseminar in Hofgeismar ausbilden. Nach der Ordination treten sie unmittelbar Ihren Dienst als Pfarrerin bzw. Pfarrer im Probedienst in den Gemeinden an.

Bischof Hein: «Wir spüren den Gegenwind, der uns ins Gesicht bläst»

2014-10-30
In seiner Predigt zu 2. Mose 34,4-10 beschrieb Hein mit deutlichen Worten die schwierigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen die Pfarrerinnen und Pfarrer ihren Dienst beginnen: «Derzeit spüren wir deutlich den Gegenwind, der uns ins Gesicht bläst. Es gibt manche Bestrebungen, die angeblichen Privilegien der Kirchen zu beschneiden und die Religion in den Privatbereich abzudrängen», so der Bischof. Viele Menschen seien für die Botschaft des Evangeliums unzugänglich geworden. Alle schauten in erster Linie auf ihr eigenes Wohl und Fortkommen, blickten nicht nach rechts und links und schon gar nicht nach oben.

Menschen ermutigen, die Bedeutung einer solidarischen Gesellschaft neu zu entdecken

Angesichts dieser Situation forderte der Bischof die Ordinandinnen und Ordinanden auf, zu «Lockerungsübungen» beizutragen: «Es bedeutet, die Menschen dazu zu ermutigen, den Kopf allmählich wieder zu bewegen: zu den Menschen hin, die mit uns und neben uns leben, um zu entdecken, wie wichtig eine solidarische Gemeinschaft ist», so Bischof Hein. Diese Gemeinschaft nehme sich derer an die nicht mitkommen, und ebenso derer, die «hilflos und voller Sehnsucht nach Frieden bei uns stranden.» So könne es allmählich auch wieder gelingen, den Kopf nach oben, auf Gott hin, zu richten, so Hein.

Aus dem Evangelium heraus Position beziehen

Die Gemeinden und auch die Öffentlichkeit würden von den Pfarrerinnen und Pfarrern erwarten, dass sie bezeugten, wofür der Glaube steht, betonte der Bischof in seiner Predigt. Es gelte, aus dem Evangelium heraus Position zu Fragen des Lebens zu beziehen. Dazu berufe Gott Menschen lebenslang - zu Resignation oder Mutlosigkeit bestehe kein Anlass. «Menschen warten auf Sie, dass Sie für sie und für die Geschicke unserer Welt vor Gott und vor anderen eintreten, dass Sie mitten unter uns die Liebe Gottes verspüren lassen», ermutigte Hein die Pfarrerinnen und Pfarrer. (27.10.2014)

Weitere Impressionen von der Ordination

Die Einsatzorte der Pfarrerinnen und Pfarrer

(im Probedienst zum 1. November 2014)
  
Jakob Albrecht
Verfügungsstelle im Kirchenkreis Hersfeld
 
Christina Bickel
Hans-von-Soden-Institut, Marburg
 
Anke Breidenbach
Versehung der Pfarrstelle Steinatal in Trutzhain, Kirchenkreis Ziegenhain (3/4 Dienstauftrag)
 
Mareike Dorfschäfer
Verfügungsstelle Kirchenkreis Rotenburg (1/2 Dienstauftrag)
 
Eva Katharina Gericke
Versehung der Pfarrstelle Marköbel, Kirchenkreis Hanau (3/4 Dienstauftrag)
 
Christian Hölscher
Versehung der Pfarrstelle Kirchvers, Kirchenkreis Marburg
 
Anna Katharina Heyser
Versehung der Pfarrstelle Flechtdorf, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg
 
Martin Jung
Versehung der 2. Pfarrstelle Gemünden-Bunstruth, Kirchenkreis Eder (1/2 Dienstauftrag)

Jana Koch-Zeißig
Versehung der 1. Pfarrstelle Tann, Kirchenkreis Fulda
 
Frauke Krautheim
Hessische Stipendiatenanstalt
 
Rebbeka Metzner
Verfügungsstelle Kirchenkreis Fulda
 
Johanna Ruppert
Verfügungsstelle Kirchenkreis Fulda
 
Hinrich Bernhardt Schäfer
Versehung der 2. Pfarrstelle Knüllwald in Hülsa, Kirchenkreis Fritzlar-Homberg
 
Florian Wagner
Versehung der Pfarrstelle Raboldshausen, Kirchenkreis Hersfeld 
 
Kristof Sebastian Weisheit
Versehung der Pfarrstelle Besse, Kirchenkreis Fritzlar-Homberg 

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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a14797

Ergebnisse des Bundesumweltamtes einbeziehen - EU-Richtlinie einhalten
Kreissynode Hofgeismar: Land Hessen soll Entscheidung zu Salzeinleitung in Oberweser zurücknehmen

Hofgeismar/Lamerden (medio). Ein deutliches Veto hat die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Hofgeismar zum geplanten Bau einer Oberweser-Pipeline und eines Speicherbeckens durch die K+S Aktiengesellschaft eingelegt. In einem einstimmig gefassten Beschluss wendeten sich die Synodalen auf ihrer Tagung am 11. Oktober 2014 in Lamerden gegen einen zwischen dem Unternehmen und der Hessischen Landesregierung angekündigten Vertrag, berichtete Pfarrer Sven Wollert, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises.

Die Synodalen äußern ihr Unverständnis darüber, dass eine politische Entscheidung über die Abwasserentsorgung der K+S Aktiengesellschaft gefallen sei, ehe das Prüfungsverfahren der Bundesregierung über mögliche Alternativen ausgewertet wurde. Die Kreissynode fordert die K+S Aktiengesellschaft dazu auf, die geltende Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) der Europäischen Union unbedingt einzuhalten, die ein «absolutes Verschlechterungsverbot» und bis 2015 einen «guten ökologischen und chemischen Zustand» der Oberflächengewässer verlangt, heißt es weiter.

Im Beschluss wird u.a. die Hessische Landesregierung dazu aufgefordert, ihre Entscheidung bezüglich der Abwasserentsorgung der K+S Aktiengesellschaft zurückzunehmen und in alle weiteren Entscheidungen die Ergebnisse der Prüfung durch das Bundesumweltamt einzubeziehen. Ende September hatten sich das Land Hessen und das Rohstoffunternehmen auf einen Maßnahmenplan zur dauerhaften Salzabwasser-Entsorgung im Werra-Kalirevier verständigt, dessen Eckpunkte einen Regelungszeitraum bis zum Jahr 2075 umfasst. (24.10.2014)

2014-10-24

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier den Beschluss der Kreissynode im Wortlaut:

ekkh.de/(...)

Linktipp:

Den Maßnahmenplan des Landes Hessen und der K+S Aktiengesellschaft finden Sie hier:

umweltministerium.hessen.de/(...)

Linktipp:

Die Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) der Europäischen Union finden Sie hier:

eur-lex.europa.eu/(...)

a14794

Aufsatzsammlung «Theologie in der Gesellschaft» vorgestellt
Bischof Hein: Kirche trägt gesellschaftliche Verantwortung

Kassel (medio/epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Prof. Dr. Martin Hein, hat sich zur gesellschaftlichen Verantwortung der Kirche bekannt. Trotz zurückgehender Mitgliederzahlen erhebe sie einen «bleibenden Anspruch auf gesellschaftliche Relevanz», sagte Hein am Donnerstag (23.10.) in Kassel bei der Präsentation einer Sammlung seiner Aufsätze aus den Jahren 1998 bis 2013 mit dem Titel «Theologie in der Gesellschaft».

Hein betonte vor Journalisten im Haus der Kirche in Kassel, dass sich Kirche als «öffentliche» Kirche begreife, die versucht, ihre Positionen in den Dialog einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft einzubringen. Nach Heins Einschätzung gelinge dies insbesondere bei Themen, die unmittelbar mit dem Leben zusammenhängen. Es sei zu erwarten, dass auch in Zukunft die Haltung der Kirche zu Fragen des Lebens und Sterbens gefragt sei. Als zwei große Themen für die Zukunft nannte Hein die zunehmend alternde Gesellschaft und die Förderung einer Willkommenskultur in der Flüchtlingsfrage.

2014-10-23
Martin Hein wertete die Aufsatzsammlung als eine «Zwischensumme» seiner 14-jährigen Amtszeit als Bischof. Zu diesem Amt gehöre, dass der Bischof die Kirche in der Öffentlichkeit und im öffentlichen Diskurs vertrete. In den vergangenen Jahren sei er mit einer Vielzahl an neuen gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert worden und diese für ihn prägende Zeit habe seinen Blick auf Themen wie die Medizinethik und die Ökumene erweitert.

Die beiden Herausgeber der Sammlung, der Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Hersfeld, Dr. Frank Hofmann, und der Direktor der Evangelischen Akademie Hofgeismar, Pfarrer Karl Waldeck, benannten als entscheidendes Kriterium für die Auswahl der Aufsätze deren Relevanz für den heutigen gesellschaftlichen Diskurs. Das Buch wende sich in erster Linie an Menschen, die an einem gesamtgesellschaftlichen Dialog interessiert sind und nicht an «Berufschristen». 

Bischof Hein habe sich bereits sehr früh in der medizinethischen Debatte zu Wort gemeldet, so zum Beispiel bei der Frage des Umgangs mit embryonalen Stammzellen. Dass das Feld der Medizinethik weiterhin aktuell sei, zeige die momentane Diskussion über den assistierten Suizid oder über «social freezing», das vorsorgliche Einfrieren von unbefruchteten Eizellen ohne medizinischen Grund, ergänzte Karl Waldeck. (23.10.2014)

Martin Hein: Theologie in der Gesellschaft. Aufsätze zur öffentlichen Verantwortung der Kirchen. Herausgegeben von Frank Hofmann und Karl Waldeck, Evangelische Verlagsanstalt Leipzig 2014. ISBN 978-3-374-03904-3, 34,00 EUR

Linktipp:

Ausgewählte Publikationen von Bischof Martin Hein finden Sie auch auf ekkw.de in der Rubrik «Bischof»:

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a14783

Diakonie fordert menschlicheren Umgang mit Flüchtlingen

Bremen (epd). Die Diakonie und das kirchliche Hilfswerk «Brot für die Welt» fordern einen menschlicheren Umgang mit Flüchtlingen in Deutschland, in Europa und weltweit. Die Aufnahme von Flüchtlingen müsse als dauerhafte Aufgabe angesehen werden, heißt es in einer Erklärung, die am Donnerstag (16.10.) zum Abschluss der Bundeskonferenz Diakonie und Entwicklung in Bremen einstimmig verabschiedet wurde. «Wir brauchen ein Konzept, das nicht die Rückkehrbereitschaft, sondern die Eingliederung der Flüchtlinge sowie ihre soziale Teilhabe als zentrales Ziel definiert», sagte die Vorsitzende der Konferenz, Angelika Weigt-Blätgen.

Europa muss nach Auffassung der Konferenz deutlich mehr Flüchtlinge aus Jordanien und dem Libanon aufnehmen. Das italienische Rettungsprogramm «Mare Nostrum» für Bootsflüchtlinge im Mittelmeer müsse auf europäischer Ebene fortgeführt und finanziert werden. Außerdem sprachen sich die mehr als hundert Delegierten für eine neue Regelung bei den Asylanträgen aus: Flüchtlinge sollten ihren Antrag künftig in dem Land stellen dürfen, in dem bereits familiäre, kulturelle und soziale Kontakte bestehen.

Die Konferenz empfiehlt überdies, Flüchtlinge in Deutschland in Wohnungen unterzubringen und nicht in Gemeinschaftsunterkünften. Zugleich wiesen die Delegierten darauf hin, dass Deutschland zum Beispiel durch Rüstungsexporte in akute Bürgerkriegs- und Konfliktgebiete eine Mitverantwortung für die Flucht vieler Menschen trage: «Ursachenbekämpfung wirkt nur langfristig. Deutschland und die Europäische Union müssen sich darauf einstellen, dass es der Normalfall bleibt, dass Flüchtende bei uns Schutz und eine sichere Bleibe suchen.»

Die Konferenz ist das höchste beschlussfassende Gremium des Evangelischen Werks für Diakonie und Entwicklung. Es kommt einmal im Jahr zusammen. Die Konferenz beschließt über allgemeine Grundsätze der diakonischen Arbeit sowie der Entwicklungsarbeit und der humanitären Hilfe. Unter dem Dach des Werkes arbeiten die Diakonie Deutschland und das Hilfswerk «Brot für die Welt». (20.10.2014)

2014-10-20

Linktipp:

Weitere Informationen zur Bundeskonferenz Diakonie und Entwicklung und den Wortlaut der Erklärung finden Sie unter:

diakonie.de/(...)

a14761

5. Evangelisches Juristenforum in Kassel
Bischof Hein gegen kommerzielle und ärztliche Sterbehilfe

Kassel (epd/medio). Für ein Verbot kommerzieller Beihilfe zum Suizid hat sich am Dienstagabend (14.10.) in Kassel Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), ausgesprochen. Einem Menschen zum Tod zu verhelfen dürfe nicht Bestandteil ärztlichen Handelns werden, sagte Hein auf dem 5. Evangelischen Juristenforum der EKKW und des Bundessozialgerichts. Damit wandte er sich gegen entsprechende Gesetzesvorschläge, die demnächst im Bundestag diskutiert werden sollen. Vielmehr müsse es bei schwer leidenden, todgeweihten Menschen darum gehen, Unerträgliches ertragbar zu machen, sagte Hein. Dazu müssten die Palliativmedizin und die Hospizarbeit stärker gefördert werden.
2014-10-27
Zuvor hatte der Jurist Jochen Taupitz, stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, einen auch von ihm getragenen Gesetzesvorschlag zu einer Regelung des assistierten Suizids vorgestellt. Demnach solle die Beihilfe zum Suizid zwar grundsätzlich verboten sein, in bestimmten Ausnahmefällen aber erlaubt werden können.

Voraussetzungen für eine Ausnahme seien unter anderem, dass der Patient unheilbar krank und volljährig sei und eigenverantwortlich entscheiden könne. «Das Selbstbestimmungsrecht steht über der Pflicht zum Leben», sagte Taupitz. Gleichwohl müsse das Hauptziel eines Gesetzes sowie der ärztlichen Beratung die Verhinderung eines Suizides sein.

Bischof Hein: «Es darf nicht Standard werden, Menschen zum Tod zu verhelfen»

Hein warnte hingegen davor, einen assistierten Suizid, bei dem ein Arzt einem Patienten ein tödliches Mittel bereitstellt, das dieser aber selbst zu sich nehmen muss, zu institutionalisieren. Dadurch würden sich die ethischen Maßstäbe verschieben. «Es darf nicht Standard werden, Menschen zum Tod zu verhelfen», sagte er. Ein Suizid hinterlasse auch Spuren bei den Angehörigen und in der gesamten Gesellschaft.

Stellvertretender Ethikrats-Vorsitzender Taupitz: Neues Gesetz muss Klarheit schaffen

Taupitz verwies bei der Vorstellung seines Vorschlages auch auf die unklare Rechtslage. So gebe es unterschiedliche Berufsordnungen in den verschiedenen Landesärztekammern. In zehn von 17 Kammern sei ärztliche Beihilfe zum Suizid ausdrücklich verboten, in anderen sei dies so explizit nicht der Fall. Das Betäubungsmittelrecht allerdings verbiete eine Beihilfe, ebenso das ärztliche Standesrecht. Hier müsse ein neues Gesetz Klarheit schaffen.

Zur Frage der Bewertung eines Suizides erklärte Hein, dass dieser die «äußerste Möglichkeit evangelischer Freiheit» darstelle. Er sei allerdings nicht gottgewollt. Eine christliche Beratung von suizidwilligen Menschen in dieser Frage könne daher nicht ergebnisoffen sein. Hier gelte eine «Option für das Leben». Ein letztes Urteil über Menschen, die Suizid begehen, dürfe aber nicht gefällt werden.

Diskussion im Anschluss: Bei aller lebensbejahenden Beratung freie Gewissensentscheidung respektieren

In der sich an die Vorträge anschließenden Diskussion würdigten Teilnehmer den Versuch einer strafgesetzlichen Regelung der ärztlichen Beihilfe zum Suizid, anderen lehnten ihn wiederum ab. Zudem wurde die Rolle der Ärzte in dem von Prof. Taupitz vorgestellten Gesetzesvorschlag problematisiert, heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche. Plädiert wurde für eine unabhängige Beratung Sterbewilliger, vergleichbar mit der Schwangerschaftsberatung.

Vertreter der Palliativmedizin und Hospize wiesen darauf hin, dass es trotz guter Pflegeangebote für viele Schwerkranke eine große Herausforderung sei, in der Abhängigkeit von anderen eine neue Qualität von Würde zu erkennen. Referenten und Diskutanten stimmten darin überein, dass bei aller lebensbejahender Beratung letztlich die freie Gewissensentscheidung des Sterbewilligen respektiert werden müsse.

Impressionen vom 5. Evangelischen Juristenforum

Stichwort Evangelisches Juristenforum

Seit dem Jahr 2012 bietet das Evangelische Juristenforum des Bundessozialgerichts und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine bundesweite Plattform für Diskussionen im Schnittfeld von Recht und Theologie. Im Zentrum der vergangenen Foren mit renommierten Theologen und Juristen standen die Themen «Kirchliches Arbeitsrecht - Auf dem 'Dritten Weg' in die Zukunft?», «Familie, Ehe, Partnerschaft im Wandel gesellschaftlicher, rechtlicher und theologischer Perspektiven»,  «Religionsfreiheit und Säkularisierung. Europäische Perspektiven» sowie «Chancen und Herausforderungen einer gelungenen Willkommenskultur».

Im 6. Evangelischen Juristenforum soll am 2. März 2015 um 18 Uhr im Bundessozialgericht der interdisziplinären Dialog zu den Fragen des assistierter Suizids fortgesetzt werden. Im Fokus werde dann die Palliativmedizin stehen, so die Mitteilung. (15.10.2014)

Download:

Hier finden Sie eine Dokumentation zum 5. Juristenforum, die die Redebeiträge und eine Zusammenfassung der Diskussion enthält.

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Im Wortlaut:

Lesen Sie hier den Vortrag von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Linktipp:

Diskutieren Sie dieses Thema auch auf der Facebookseite der Landeskirche unter:

facebook.com/ekkw.de

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Programmflyer des 5. «Evangelischen Juristenforums» herunterladen:

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a14759

Reihe «Kulturelle Entdeckungen» der Sparkassen-Kulturstiftung
Buch porträtiert 230 Orte der Reformation in Hessen und Thüringen

Kassel (epd). Kurzporträts von mehr als 230 Stätten der Reformation in Hessen und Thüringen finden sich in einem Buch, das am Dienstag (14.10.) in der Kasseler Martinskirche präsentiert wurde. Die Reformation habe sich an ganz konkreten Orten ereignet, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, bei der Vorstellung des von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen herausgegebenen Werkes. Viele Orte in Hessen und Thüringen, die zu den Kerngebieten der Reformation gehörten, hätten eine eigene Reformationsgeschichte zu erzählen.

In Zeiten abnehmender kirchlicher Bindung und Bildung sei es wichtig, das Interesse an der Reformation wachzuhalten oder auch erst zu wecken, sagte Hein im Hinblick auf das 2017 anstehende 500-Jahr-Jubiläum des Thesenanschlags in Wittenberg. In dem Buch werde das Ereignis der Reformation, die im Grunde eine große Vielfalt von Bewegungen gewesen sei, konkret und verstehbar.

2014-10-15
Gerhard Grandke, Vorsitzender der Sparkassen-Stiftung, wies darauf hin, dass insgesamt 45 fach- und ortskundige Autoren an dem Werk beteiligt gewesen seien. Von «A» wie Abterode bis «Z» wie Ziegenhain würden kulturelle Sehenswürdigkeiten in Texten und Bildern beschrieben. Das Werk eigne sich auch als Führer für Ausflüge in die Region. Bisweilen seien längere Recherchen nötig gewesen, um verborgene oder wenig bekannte Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Das Buch «Stätten der Reformation in Hessen und Thüringen» ist in der Reihe «Kulturelle Entdeckungen» erschienen und wird herausgegeben von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Es kann für 9,80 Euro bei der Stiftung oder über den Buchhandel bezogen werden. ISBN: 978-3-7954-2910-2. (14.10.2014)

Linktipp:

Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen finden Sie im Internet unter:

sparkassen-kulturstiftung.de

a14739

163 Veranstaltungstage in «Kirche mit Leuchtkraft»
Ökumenisches Kirchenprogramm auf der Landesgartenschau in Gießen geht zu Ende

Gießen/Darmstadt/Kassel/Mainz (medio). Die Kirchen haben eine positive Bilanz ihres gemeinsamen Auftritts auf der Hessischen Landesgartenschau 2014 in Gießen gezogen. Alleine zu den 26 Gottesdiensten an den Sonn- und Feiertagen seien mehr als 5.000 Gäste zur «LichtKirche» gekommen, die im Frühjahr auf dem Gelände der Gartenschau errichtet worden war. An den 163 Veranstaltungstagen bot die evangelische und katholische Kirche ein Programm mit rund 500 Punkten an, zu denen unter anderem Kinderfeiern, Tauffeiern, Konzerte von Rock bis Klassik sowie Kabarettauftritte und Lesungen gehörten. Beliebt waren bei den Besucherinnen und Besuchern auch die Spätöffnungszeiten im Park mit der bunt beleuchteten «LichtKirche« bei Nacht, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

Familien ließen ihre Kinder auf der Landesgartenschau taufen

2014-10-15
Für Aufsehen sorgte zuletzt, dass 28 Familien ihre Kinder in dem transportablen Gotteshaus auf dem Ausstellungsgelände taufen ließen. Ein Großteil der knapp 500.000 Gäste der Landesgartenschau habe darüber hinaus das besondere Gebäude und das kirchliche Programm wahrgenommen. Bei der Umfrage einer Gießener Tageszeitung wurde die «LichtKirche» auf den dritten Platz der beliebtesten Orte auf der Gartenschau gewählt. Insgesamt fünf hauptamtliche und 120 ehrenamtliche Mitarbeitende beider Konfessionen begleiteten das Angebot der Kirchen von April bis Oktober und standen als Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bereit. Erstmals hatten in Gießen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) sowie das Bistum Mainz bei einer Landesgartenschau zusammengearbeitet. Die mobile «LichtKirche« wird nach dem Ende der Gartenschau wieder abgebaut und spätestens im Vorfeld der Feierlichkeiten zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation im Jahr 2017 bei neuen Veranstaltungen zu sehen sein, so die Veranstalterkirchen.

Abschlussgottesdienst am Sonntag mit Gospel und Big-Band

Die Kirchen beendeten ihren gemeinsamen Auftritt bei der fünften Hessischen Landesgartenschau Sonntag (5. Oktober) mit einem ökumenischen Gottesdienst unter dem Motto «Übers Danken». Auf der Hauptbühne des Landesgartenschaugeländes feierten die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, Propst Helmut Wöllenstein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie der Mainzer Weihbischof Ulrich Neymeyr, der gerade zum Bischof von Erfurt ernannt wurde, einen gemeinsamen Dankgottesdienst. Für Musik sorgte «Gospel meets Big Band» unter der Leitung von Wolfgang Diehl.

Bischof Hein: Dorthin gehen, wo Menschen zusammenkommen

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, zeigte sich beeindruckt von den «vielen ehrenamtlichen Gästebegleitern, die von Frühjahr bis Herbst, bei Regen und Hitze an der ‚LichtKirche‘ ihren Dienst getan und die Gäste freundlich begrüßt haben». Sie verdienten große Anerkennung. Hein hob zudem hervor, dass die täglichen Andachten und die sonntäglichen Gottesdienste sich zu einem «großen Anziehungspunkt» entwickelt hätten. «Das zeigt uns - wieder einmal - wie wichtig es ist, dorthin zu gehen, wo Menschen zusammenzukommen und wie sehr es geschätzt wird, ein gutes Wort mit auf den Weg zu bekommen», sagte der Bischof. Darüber hinaus freue sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck über das Gelingen eines gemeinsamen Projekts, sowohl mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau als auch mit dem Bistum Mainz. «Die günstige geographische Lage von Gießen hat eine enge Zusammenarbeit möglich gemacht. Dass sie von allen Beteiligten mit Leben gefüllt wurde, ist in unseren Augen eine großartige Leistung», erklärte der Bischof.

Team der «LichtKirche»: Erfüllte Zeit geht zu Ende

Pfarrerin Jutta Becher, Sprecherin des Teams der «LichtKirche» auf der Landesgartenschau, verwies bei ihrer Bilanz auf die vielen positiven Rückmeldungen der Besucherinnen und Besucher, die sie in Gesprächen und in Gästebüchern hinterlassen hätten. Für die Mitarbeitenden sei es zudem «eine erfüllte und gut ausgefüllte Zeit» gewesen. «Inspirierende Gottesdienste, wundervolle Begegnungen mit unterschiedlichsten Menschen und ein stimmungsvolles Ambiente«» an der «LichtKirche» hätten gezeigt, «wie es ist, wenn Himmel und Erde sich berühren», so Becher. Ihr Resumee für die Landesgartenschau in Gießen: «Kirche konnte ihre Leuchtkraft voll entfalten.» (02.10.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen und Fotoimpressionen finden Sie im Interner unter:

lichtkirche.de

a14733

Verdoppelung der Hörerzahlen in acht Jahren
Evangelische Kirche im privaten Rundfunk erreicht 40 Millionen Hörer pro Woche

Kassel/Frankfurt am Main/Leipzig (medio). Die kirchlichen Privatfunkagenturen, die in der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk (aer) zusammengeschlossen sind, erreichen pro Woche bundesweit mindestens 40 Millionen Hörer. Das hat eine Onlinebefragung unter den aer-Redaktionen ergeben. Eine Dokumentation der Ergebnisse wurde beim Evangelischen Medienkongress in Leipzig am 25.09.2014 vorgestellt. 

Die Hörerzahl basiert auf den Ergebnissen der Media-Analyse Hörfunk 2014-I (MA 2014-I), die die Reichweiten der einzelnen Sender ausweist. Damit hat sich die Zahl der erreichten Hörer im Vergleich zu der ersten aer-Dokumentation aus dem Jahr 2006 mit damals rund 20 Millionen Hörern auf 40 Millionen Hörer verdoppelt.

In Hessen verantworten die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau das evangelische Privatfunkprogramm. Die Redaktionen beider Kirchen senden bei den Partnersendern Hit Radio FFH, planet radio, harmony.fm, sowie Radio Bob. Besonders viele Hörer erreichen Sie dabei bei dem Marktführer Hit Radio FFH, bei dem die beiden Kirchen im Wechsel mit den katholischen Kollegen sonntags ein dreistündiges Magazin gestalten.

2014-10-01
745.000 Menschen werden laut Dokumentation am Wochenende erreicht, während der Woche hören durchschnittliche 503.000 Menschen zu. Auch bei dem in Kassel ansässigen Sender Radio Bob sendet die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck erfolgreich mit - über 70.000 Hörer schalten jeden Sonntag das zweistündige Kirchenmagazin «Bobs Kirchenzeit» ein.

«Über das Radio erreichen die evangelischen Kirchen somit regelmäßig mehr Menschen als auf allen anderen institutionalisierten oder medialen Wegen», heißt es im Resümee der Studie. Dabei gelte es, sowohl dem kirchlichen Auftrag als auch dem jeweiligen Sendeformat zu entsprechen. Dass dies gelänge, zeige die hohe Akzeptanz  bei den Partnersendern. Für die journalistische Qualität der Arbeit sprächen zahlreiche Preise.

«Mit unseren Berichten aus dem kirchlichen Leben und unseren Verkündigungssendungen kommen wir mitten im Leben der Menschen an», resümierten die Privatfunkbeauftragten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pfarrer Dr. Siegfried Krückeberg (Frankfurt am Main) und Pfarrer Christian Fischer (Kassel) die Studie.

Das kirchliche Engagement im privaten Rundfunk zeige täglich, dass es gelingen kann, die biblische Botschaft und das kirchliche Leben populär zu vermitteln, so die Beauftragten. Für die Zukunft gelte es, die im Radio gemachten positiven Erfahrungen auch auf die Internet-, TV-, Video- und Social-Media-Angebote auszuweiten. (01.10.2014)

a14731

«Basisstationen» im Norden und Süden
Neue Angebote der Landeskirche für die Generation «50 plus»

Hanau/Kassel (epd). Die Neuausrichtung der Arbeit für die Generation «50 plus» in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck nimmt konkrete Formen an. Nachdem das Evangelische Bildungszentrum in Bad Orb, in dem diese Arbeit bisher beheimatet war, im Sommer vergangenen Jahres seine Tore schloss, sei jetzt eine «südliche Basisstation» in Hanau eröffnet worden, teilte die Leiterin der landeskirchlichen Fachstelle für die zweite Lebenshälfte, Annegret Zander, in Hanau mit. Am 6. Oktober werde dann im Kasseler Haus der Kirche die «nördliche Basisstation» ihre Arbeit aufnehmen.

Der Stützpunkt der Arbeit in Hanau habe seinen Sitz in den Räumen der Christuskirchengemeinde, sagte Zander. Von dort aus werde die Arbeit mit zentralen und regionalen Bildungsangeboten erfolgen. Während die südliche Basisstation von Annegret Zander geleitet werde, sei für die nördliche Station Andreas Wiesner zuständig. Als konkretes Vorhaben sei in Hanau unter anderem eine «Pflegewerkstatt» für Männer geplant, die Angehörige pflegen. In Kassel seien unter anderem Exkursionen zu Projekten vorgesehen, die sich mit der Nahversorgung in strukturschwachen Gebieten beschäftigten. (01.10.2014)

2014-10-01

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

blog.fachstelle-zweite-lebenshaelfte.de

a14732

Zum «Jahr der Konfirmation»
Bundesweites Symposion zur Konfirmandenarbeit in Kassel

Kassel (epd). Mit der Frage, wie zeitgemäße Konfirmandenarbeit gestaltet werden könne, beschäftigte sich ein bundesweit ausgeschriebenes Symposion mit dem Thema «Konfirmandenzeit gestalten?!» vom 13. bis 14. November im Haus der Kirche in Kassel.

Anlass der Tagung sei das 475. Jubiläum der sogenannten Ziegenhainer Zuchtordnung gewesen, die als Geburtsstunde der Konfirmation in der evangelischen Kirche gilt, teilte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. In Referaten und Arbeitsgruppen ging es während der Tagung um die Bedeutung von Konfirmandenarbeit heute.

2014-11-17
An dem Symposion nahmen unter anderem auch der kurhessische Bischof Martin Hein und Marcell Sass, Theologe und Religionspädagoge an der Universität Marburg, teil.

Am Donnerstagabend gab es z.B. eine Talkrunde mit weiteren Vertretern aus Gesellschaft und Kirche zu der Frage, ob Jugendliche für Institutionen verloren sind. Mitveranstalter des Symposions ist die Schriftenreihe «KU-Praxis», die 2014 auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblickt.
(17.11.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Jahr der Konfirmation finden Sie unter:

jahr-der-konfirmation.de