Nachrichten-Archiv: Januar - März 2017

a22257

Inter-Religionsgespräch am 6. März in Kirchhain
Religion – Anlass zur Gewalt oder Beitrag zum Frieden?

Kirchhain (medio). Welche Rolle spielt die Religion in unserer Gesellschaft, welche Rolle sollte ihr zukommen? Und: Haben die Religionen in Deutschland eine integrierende Kraft oder besteht die Gefahr, dass Religion zur Ausgrenzung missbraucht wird? Diese und weitere Fragen stehen bei einer Diskussionsveranstaltung in Kirchhain im Mittelpunkt.

Bei der Veranstaltung am 6. März unter dem Motto «Religion – Anlass zur Gewalt oder Beitrag zum Frieden?» diskutieren in der Aula der Alfred-Wegener-Schule (Erlenstraße) Vertreter von Judentum, Christentum und Islam miteinander, teilte Dekan Hermann Köhler vom Evangelischen Kirchenkreis Kirchhain mit, der die Runde in Kooperation mit der Alfred-Wegener-Schule veranstaltet. Der Diskussion stellen sich Jacob Donath (Judentum), Thorsten-Marco Kirschner (Christentum) und Selçuk Dogruer (Islam), so Köhler weiter. Die Moderation hat Elisabeth Krause-Vilmar. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Jude, Christ und Moslem stellen sich Diskussion

Jacob Donath (*1988) kommt aus Frankfurt a. M., ist von Beruf Volkswirt und Mitglied der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt. Thorsten-Marco Kirschner (*1980) wohnt derzeit in Berlin, ist Pfarrer der Landeskirche und Beauftragter des Bevollmächtigten des Rates der EKD für den Dialog mit parteipolitischen Jugendverbänden. Selçuk Dogruer (*1983) ist  Islamischer Theologe und Landesbeauftragter für interreligiösen Dialog der DITIB Hessen (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.). Moderatorin Elisabeth Krause-Vilmar (*1982) ist ebenfalls Pfarrerin der Landeskirche und Mitglied im Zentralausschuss des Ökumenischen Rats der Kirchen.

Dekan: Religion im menschlichen Miteinander wird diskutiert

Die Rolle von Religion im menschlichen Miteinander werde wieder in der breiten Öffentlichkeit diskutiert, so Dekan Köhler, der darin zwei Richtungen sieht: Auf der einen Seite werde auf die Friedensbotschaft in allen Religionen hingewiesen und Religionen ein großes Friedenspotential zugetraut. Andererseits gerate die Religion zunehmend als Anlass für Gewalt und Motor für Konflikte in die Kritik, so der Dekan. Köhler erhofft sich 488 Jahre nach dem Marburger Religionsgespräch mit der Diskussionsveranstaltung ein «junges Inter-Religionsgespräch». Info-Kontakt: Dekan Hermann Köhler, Dekanat Cölbe, Tel: (06421) 82203. (23.02.2017)

2017-02-27

Linktipp:

Weitere Informationen zur Veranstaltung und zum Kirchenkreis Kirchhain unter:

kirchenkreis-kirchhain.de/(...)

a22143

«Wilhelmshöher Impuls»
Margot Käßmann: Akzent gegen Macht des Geldes setzen

Kassel (epd/medio). Die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann hat die Zivilgesellschaft aufgerufen, einen eigenen Akzent gegen die Macht des Geldes zu setzen. Schon Martin Luther sei seinerzeit um die immer stärkere Macht des sich verselbstständigenden Geldes besorgt gewesen und mit dem Kaufmannsgeschlecht der Fugger in Augsburg im Streit gelegen, sagte sie am 8. Februar bei der Vortragsveranstaltung «Wilhelmshöher Impuls» in Kassel. Die sechste Ausgabe der Veranstaltungsreihe des Referats Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck fragte danach, was Wirtschaft und Gesellschaft heute von Martin Luther lernen können.

Käßmann erinnerte an die Katechismuserklärung des 1. Gebotes durch Luther: «Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott.» Diese Gefahr bestehe auch heute. Sie kritisierte die regelmäßigen Börsennachrichten vor der Tagesschau. Offenbar hänge das Herz der Gesellschaft daran. «Es wäre besser, wir würden jeden Tag hören, wie viele Kinder geboren wurden oder wie viele Flüchtlinge eine Wohnung bekommen haben», sagte sie. Sozialer Friede werde nicht durch den freien Lauf der Marktgesetze gewährleistet.

2017-02-09

Käßmann wandte sich auch gegen überzogene Gehälter. Ein bis zu 30-facher Unterschied sei noch vertretbar. Ein Manager, der jedoch 17 Millionen Euro im Jahr verdiene, habe einen Stundenlohn, der so hoch sei wie der Monatslohn einer Erzieherin. «Das ist nicht mehr tragbar», sagte sie.

Die Reformationsbotschafterin warnte ferner davor, die Bedeutung von Erwerbsarbeit überzubewerten. Es müsse auch Anerkennung für unbezahlte Leistungen wie etwa Kindererziehung geben. «Jeder wird gebraucht, jeder ist begabt, jeder hat die Fähigkeit, sich einzubringen», sagte sie. Die Beteiligung am Erwerbsleben dürfe nicht zu einer «heilsbringenden Sache» hochstilisiert werden. Kinder und Alte brauchten sich nicht zu schämen, wenn sie nicht arbeiteten.

Die Evangelische Kirche wendet sich mit der Veranstaltungsreihe «Wilhelmshöher Impuls» an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte in Betrieben, Behörden und Kirche. Im Zentrum der Veranstaltungen steht der Austausch über persönliche Werte, Sinn und moderne Unternehmenskultur.(09.02.2017)

Linktipp:

Das Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales finden Sie unter:

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a22148

«Delta-Lima-Fünf-Null-Null-Mike-Lima»
Funkamateure begleiten Reformationsjubiläum mit Sonderrufzeichen und Aktionen

Baunatal (medio/epd). Mit dem Sonderrufzeichen «DL500ML» ging die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) am 8. Februar von Baunatal aus auf Sendung und viele Funkamateure versuchten, Kontakt mit ihr aufzunehmen. Der Deutsche Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. konnte Margot Käßmann als Schirmherrin für die Funkaktivitäten des Clubs anlässlich des Jubiläumsjahres gewinnen, heißt es in einer Mitteilung.

Das Sonderrufzeichen ist eine Abkürzung für die Bezeichnung «Deutschland, 500 Jahre Reformation» sowie die Initialen von «Martin Luther» und sei von der Bundesnetzagentur vergeben worden, sagte Heinz Mölleken, Koordinator der Funkaktivitäten des DARC. Es sei schon jetzt unter den Funkern heiß begehrt. «Auch bei uns geht es darum, den Nächsten zu erreichen, wie im Glauben und in der Kirche», so Mölleken. Luther habe schon vor 500 Jahren als großer Kommunikator gegolten und seine Thesen europaweit verbreitet.

2017-02-09
Neben dem Sonderrufzeichen beteiligen sich die Funkamateure vom DARC noch mit weiteren Funkaktionen am Jubiläumsjahr der Reformation. Dabei werde man sich vor allem an den Standorten des «Europäischen Stationenweges» orientieren und Funkbrücken zu diesen Veranstaltungsorten aufbauen, so Mölleken.

«Was mir am Amateurfunk gefällt, ist die Tatsache, dass er Grenzen überschreitet», sagte Käßmann bei ihrem Besuch bei den Funkern in Baunatal. Für das Reformationsjubiläum wünscht sich die Theologin, dass die Menschen ungeachtet ihrer sozialen und ethnischen Herkunft in Kontakt kommen. Außerdem sieht Käßmann im Amateurfunk Parallelen zum christlichen Glauben: «Dieses Grenzüberschreitende, das ist wirklich verbindend», so die Botschafterin. (09.02.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Sonderrufzeichen und zum Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) e.V. finden Sie unter:

darc.de/(...)

a22141

Medientipps und Material für Kirchengemeinden
Kirchentagssonntag stimmt auf Großereignis ein

Berlin (epd). Prominente Prediger stimmen am Sonntag in evangelischen Gotteshäusern auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) Ende Mai ein. Mehr als 100 Gemeinden in Deutschland und der Schweiz werden am Sonntag (12. Februar) ihren Gottesdienst der Vorbereitung auf den Kirchentag in Berlin und Wittenberg widmen, die teils auch in den Medien übertragen werden. Im Mittelpunkt steht die Losung «Du siehst mich», teilte der Kirchentag mit.

Aus der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche sendet am Sonntag das RBB-Kulturradio die Predigt von Andreas Barner, Mitglied des Kirchentagspräsidiums (10 Uhr). Einen Gottesdienst mit der mitteldeutschen Landesbischöfin Ilse Junkermann überträgt zeitgleich Radio Bremen aus St. Petri in Bremen. Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au predigt um 11 Uhr im Französischen Dom am Berliner Gendarmenmarkt und der Berliner Landesbischof Markus Dröge hält die Predigt um 10 Uhr im Berliner Dom.

Einladung an Kirchengemeinden, Gottesdienste der Losung zu widmen

Kirchengemeinden in ganz Deutschland sind zudem eingeladen, ihren Gottesdienst dem Kirchentag und seiner Losung «Du siehst mich» zu widmen, heißt es weiter. Der DEKT hat dafür ein Materialheft zum Download bereitgestellt, mit dem sich Pfarrerinnen und Pfarrer, Gemeinden und Interessierte auf den Kirchentagssonntag vorbereiten können (s. Linktipp rechts). Es enthält einen Gottesdienstvorschlag inklusive vieler Alternativideen.

Der 36. Deutsche Evangelische Kirchentag findet vom 24. bis 28. Mai 2017 statt. Parallel sind sechs «Kirchentage auf dem Weg» in acht mitteldeutschen Städten in Planung. Die Losung «Du siehst mich» fordere Menschen heraus, genau hinzusehen, und die Menschen, die auf das Gesehen-Werden angewiesen sind, in den Blick zu nehmen, heißt es. (09.02.2017)

2017-02-09

Info & Download:

Weitere Informationen und das Materialheft zum Kirchentagssonntag sind abrufbar unter:

kirchentag.de/(...)

a22131

«Martin Luther - aus besonderem Holz geschnitzt»
Marionettentheater über Luther begeisterte Publikum in Hanauer Marienkirche

Hanau (medio). Luthers Leben als Dialogtheater zwischen Mensch und Marionette faszinierte am 28. Januar 2017 rund 200 Besucherinnen und Besucher in der Hanauer Marienkirche. Roland Richter spielte unter dem Titel «Martin Luther – aus besonderem Holz geschnitzt“ Szenen aus dem Leben des Reformators mit einer 75 cm großen Marionette auf offener Bühne vor dem Altar. Der Leiter des Hanauer Marionettentheaters habe die Figur «mit beeindruckender Spielkunst» zum Leben erweckt, berichtete Pfarrerin Ines Fetzer aus Maintal. Die Kindergottesdienstbeauftragte für den Sprengel Hanau hatte das Stück geschrieben.

Die überwiegend erwachsenen Besucher der Premiere seien bis zur letzten Minute fasziniert und begeistert über die außergewöhnliche Art und Weise gewesen, das Leben des Reformators auf diese Weise in Szene zu setzen, so Fetzer weiter. Mit Hilfe weniger Requisiten habe der Spieler Ablassstreit und Thesenanschlag, den Reichstag zu Worms, das Leben auf der Wartburg und die Zeit Luthers als Reformator in Wittenberg lebendig gemacht. Dabei sei viel Raum für Phantasie geblieben, die durch die Dialoge und die musikalische Untermalung durch den Kantor der Marienkirche, Christian Mause, geweckt wurde, so die Pfarrerin.

2017-02-20

Für das Stück, das die Evangelische Stadtkirchengemeinde Hanau in Kooperation mit dem Hanauer Marionettentheater realisierte, wurde eigens eine 75 cm große Luther-Marionette von der renommierten Theater-Figurenbaufirma Weinhold in Berlin angefertigt.

  Die Idee hatte Leiterin der Evangelischen Kindertagesstätte der Marienkirche, Christel Sippel, sie sich auch für die Verwirklichung einsetze und die Marionette persönlich in Berlin abholte. Anliegen für Kindergottesdienstbeauftragte und Kita-Leiterin sei es, Kindern und Erwachsenen die Person und das Wirken von Martin Luther anschaulich präsentieren zu können.

Die Organisatorinnen der Veranstaltung zeigten sich glücklich über die gelungene Umsetzung dieses ungewöhnlichen Projekts, erklärte Fetzer. Der Aufführung waren eine Begrüßung durch Pfarrerin Heike Mause und ein Grußwort des Propstes des Sprengel Hanaus,  Bernd Böttner, sowie einführende Worte von Christel Sippel, Ines Fetzer und Roland Richter vorausgegangen. Eine kleine Premierenfeier schloss sich an. (08.02.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Dialogtheater «Martin Luther – aus besonderem Holz geschnitzt» finden Sie auf den Seiten des Hanauer Marionettentheaters unter:

hanauer-marionettentheater.de

Internetradio:

Medienhausleiter Pfarrer Christian Fischer hat mit Marionettenspieler Roland Richter gesprochen:

Anhören...

Linktipp:

Die Evangelische Stadtkirchengemeinde Hanau finden Sie im Internet unter:

stadtkirchengemeinde-hanau.de

a22110

Workshops, Vorträge und Berichte
Bei der Pfarrer-Kirchenmusiker-Konferenz stand die Zukunft der Kirchenmusik im Focus

Schlüchtern (medio). Die Zukunft der Kirchenmusik stand am 30. und 31. Januar 2017 bei der Pfarrer-Kirchenmusiker-Konferenz der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Schlüchtern im Mittelpunkt. Mit der alle zwei Jahre stattfindende Konferenz sollen Kirchenmusikerinnen und -musiker untereinander vernetzt und die gemeinsame Arbeit mit den Pfarrerinnen udn Pfarrern intensiviert werden, erklärte der Landeskirchenmusikdirektor der EKKW, Uwe Maibaum, gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio». Auf dem Programm der Konferenz stehen Workshops, Vorträge und Berichte zu Themen rund um die Kirchenmusik.

«Wie soll Kirche 2026 klingen?»

Schwerpunkt der diesjährigen Tagung war laut Maibaum die Zukunft der Kirchenmusik in der Landeskirche, besonders hinsichtlich der anstehenden Reformen. «Wie soll Kirche 2026 klingen?» fragte der Landeskirchenmusikdirektor die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in seinem Jahresbericht und stellte den Reformprozess in den Kontext der Reformation vor 500 Jahren. Eine aktive Gestaltung dieses Prozesses sei wesentlich bei den anstehenden Veränderungen, so Maibaum.

2017-02-06

Weitere Themen seines Berichts waren die Landeskirchenmusiktage, die 2017 vom 8. bis 10. September in Marburg ausgerichtet werden. Dann soll das neue Beiheft "EG Plus" mit 166 neuen Liedern für den Gottesdienst präsentiert werden. Die Großveranstaltung im Reformationsjahr werde drei Tage lang mit zahlreichen Workshops für Chöre und Kirchenmusiker, öffentlichen Konzerten und Gottesdiensten in Kirchen und auf Plätzen das Bild der Stadt  mitprägen, so der Landeskirchenmusikdirektor. (02.02.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Kirchenmusik in der Landeskirche finden Sie unter:

ekkw.de/kirchenmusik

a22107

«Wilhelmshöher Impuls» mit Margot Käßmann
Was können Wirtschaft und Gesellschaft heute von Luther lernen?

Kassel (medio). Die sechste Ausgabe der Veranstaltungsreihe «Wilhelmshöher Impuls» fragt am 8. Februar in Kassel danach, was Wirtschaft und Gesellschaft heute von Martin Luther lernen können. Unter dem Motto «Die Freiheit, Neues zu denken» tritt als prominente Gastreferentin die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017, Prof. Dr. Margot Käßmann, auf, teilte das Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit.

Martin Luther habe sich intensiv mit der Wirtschaft seiner Zeit auseinandergesetzt und durch seine Grundeinsicht vom Priestertum aller Gläubigen ein neues Verständnis von Arbeit und Beruf geprägt, heißt es im Flyer zur Veranstaltung, die das Referat gemeinsam mit der Akademie der Versicherer im Raum der Kirchen anbietet. Ankommen und Imbiss ab 18 Uhr. Um 18:30 Uhr ist ein spiritueller Impuls in der Kapelle des Hauses vorgesehen und um 19 Uhr beginnt nach einer Begrüßung durch den Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, der Vortrag mit anschließendem Gespräch. Veranstaltungsort ist das Haus der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330, Kassel Bad Wilhelmshöhe. Ein Kostenbeitrag von 10 Euro ist vor Ort zu entrichten. Um Anmeldung wird gebeten.

Die Evangelische Kirche wendet sich mit der Veranstaltungsreihe «Wilhelmshöher Impuls» an Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Führungskräfte in Betrieben, Behörden und Kirche. Im Zentrum der Veranstaltungen steht der Austausch über persönliche Werte, Sinn und moderne Unternehmenskultur. Info-Kontakt: Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales, Ute Göpel, E-Mail: arbeitswelt@ekkw.de, Tel.: (0561) 9378-354. (01.02.2017)

2017-02-01

Linktipp:

Das Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales finden Sie unter:

ekkw.de/service

Download:

Hier können Sie den Flyer zum 6. «Wilhelmshöher Impuls» herunterladen:

PDF-Dokument

a22106

Präsenz am Sitz der Hessischen Landesregierung
Evangelisches Büro in Wiesbaden stellt sich neu auf

Wiesbaden (medio). Angesichts zunehmender diakonischer und juristischer Fragestellungen haben sich die evangelischen Kirchen in Hessen entschlossen, ihre Präsenz am Sitz der Landesregierung zu erweitern und fachkundig zu verstärken. «Die Neuaufstellung des evangelischen Büros in Wiesbaden wird Mitte des Jahres abgeschlossen sein», teilt Jörn Dulige, Beauftragter der evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung, mit. Getragen werde das Büro in Wiesbaden von den drei evangelischen Kirchen in Hessen: der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), so Dulige. Als weiterer Träger komme die Diakonie Hessen hinzu. 

Seit Mai 2016 arbeite Sven Hardegen als juristischer Referent mit im Büro, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der EKKW. Die Ausschreibung einer weiteren Stelle für die Vertretung der Diakonie Hessen werde in diesen Tagen in den Amtsblättern der EKHN und EKKW erscheinen. Im Zuge dieser Neuaufstellung der Vertretung am Sitz der Landesregierung haben die Kirchen dem derzeitigen Beauftragten Jörn Dulige den Titel «Oberkirchenrat» verliehen, heißt es abschließend. (01.02.2017)

2017-02-01

Linktipp:

Informationen zur Hessischen Landesregierung finden hier:

hessen.de/(...)

a22096

«Frauen der Reformation» vom 6. bis 17. Februar in Kassel
Ausstellung in Kassel zeigt weibliche Seite der Reformation

Kassel (medio). Die Ausstellung «Frauen der Reformation» widmet sich zwölf ganz unterschiedlichen weiblichen Persönlichkeiten aus der Zeit der Reformation und ist vom 6. bis 17. Februar 2017 im Foyer vor dem Andachtsraum im Haus der Kirche in Kassel zu sehen. Die Frauen, darunter Fürstinnen, Nonnen und Bürgerfrauen, brachten aus bewegten Lebenssituationen heraus den Mut auf, sich mit den neuen reformatorischen Gedanken gegen die alte Ordnung zu stellen, erläuterte Gloria Dück vom Referat Erwachsenenbildung der Landeskirche. Allerdings hätten sie oft im Schatten von Männern gestanden oder hätten häufig als ehelose Frauen kein öffentliches Interesse gefunden.

Die von den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland anlässlich der Lutherdekade konzipierte Wanderausstellung will das nun Ändern und die Biografien in den Mittelpunkt stellen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Schautafeln, die über die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Frauen im 16. Jahrhundert informieren und den Betrachter in eine Zeit mitnehmen wollen, in der der Tod allgegenwärtig war, Bildung nur Auserwählten zugänglich war und geistliches Leben nur hinter Klostermauern stattfand.

Eröffnet wird die Ausstellung am 6. Februar 2017 um 19 Uhr mit dem «Duo HORA». Susanne und Martin Reerink lassen in einer Mischung aus Gesang, Texten und spitzen Dialogen Personen aus der Zeit der Reformation lebendig werden. Genreübergreifend und «unterhaltsam, humorvoll und skurril zeigen sie die Kraft und Energie der Frauen im Zusammen und Gegenspiel mit den Männern», heißt es in der Ausstellungsankündigung. Zu sehen ist «Frauen der Reformation» vom 6. bis 17. Februar in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Der Eintritt zur Ausstellung und zur Eröffnungsveranstaltung ist frei. Info-Kontakt: Referat Erwachsenenbildung, Gloria Dück, Tel.: (0561) 93739825 oder 9378262. (30.01.2017)

2017-01-30
a22077

Nach Reise in den Irak und nach Kurdistan
Bischof Hein: Christen im Irak fordern Schutzzonen

Kassel/Bagdad (epd/medio). Die im Irak verbliebenen Christen sowie andere religiöse Minderheiten fordern international gesicherte Schutzzonen im Land. Darauf machte am Freitag (27.1.) der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, aufmerksam.

Hein hatte vom 20. bis 24. Januar mit einer Delegation des Weltkirchenrates den Irak und Kurdistan besucht. Wenn es so weitergehe wie bisher, werde es in 20 Jahren keine Christen mehr in dem Land geben, warnte Hein in Kassel.

Die Zahl der Christen sei von 1,6 Millionen im Jahr 2003 auf nunmehr nur noch 300.000 gesunken. Hein machte deutlich: «Solange Sicherheit für das eigene Leben nicht gewährleistet ist, wird der Druck anhalten, das Land zu verlassen.» Dies sei für die Führer der verschiedenen alten christlichen Kirchen eine «ganz bittere Perspektive», befänden sich doch einige der bekanntesten biblischen Stätten dort.

Auslöser für die Flucht der Christen aus dem Irak sei die militärische Invasion der Amerikaner im Jahr 2003 gewesen, sagte Hein. Die meisten Muslime hätten die Amerikaner mit dem Christentum verbunden und ihre Wut gegen die seit 1.800 Jahren im Land lebenden Christen gerichtet. «Die US-Invasion war ein Desaster», sagte Hein.

2017-01-30
Zwar finde keine organisierte Christenverfolgung statt, doch gebe es ständig Diskriminierungen. Bei der Vertreibung seien vielen Christen ihr Eigentum und ihr Land weggenommen und an Muslime verteilt worden. Eine Chance, dass diese Christen ihr Eigentum zurückbekämen, bestehe laut Hein nicht. Sie seien somit «displaced», heimatlos. Dies sei für den Bischof besonders bei dem Besuch in einem christlichen Camp am Rande von Erbil in Kurdistan deutlich geworden: Menschen, die zuvor in Mossul gelebt hätten, lebten nun dort unter schwierigen klimatischen Bedingungen in Flüchtlingscontainern ohne Aussicht auf Veränderung.

Die Regierung habe zudem im Oktober ein Alkoholverbot erlassen, was insbesondere die orthodoxen Kirchen als Angriff auf die Religionsfreiheit sähen, da sie bei der Feier des Abendmahls traditionell Wein verwendeten. In Kurdistan allerdings sei die Lage der Christen deutlich besser als in anderen Regionen, hier gebe es beispielsweise dieses Verbot nicht.

Die Delegation des Weltkirchenrates, der Hein als Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland angehörte, war außer von Kirchen- und Religionsführern auch von dem Staatspräsidenten, Ministerpräsidenten und Innenminister der Zentralregierung zu Gesprächen empfangen worden. Die Regierung bemühe sich zwar um Stabilität und Versöhnung, doch die Umsetzung sei schwierig, sagte Hein. So gebe es 66 bewaffnete Milizen im Lande, überall seien Checkpoints und bewaffnete Menschen zu sehen. Bagdad habe der Bischof als «geschlossene Stadt» erlebt: «Ich habe in keiner Stadt so viele Mauern erlebt wie in Bagdad», so Hein.

Wie die irakische Zentralregierung die Sicherheit der verbliebenen religiösen Minderheit gewährleisten könne, sei für den Bischof fraglich. Wer keine Sicherheit für sein Leben verspüre, habe keine Perspektive, im Land zu bleiben oder in das Land zurückzukehren, sagte Hein.

Mit dem Islamischen Staat gebe es von keiner Seite Gespräche und Verhandlungen, so Hein weiter. «Der IS muss militärisch bekämpft werden», sagte der Bischof. Den Kämpfern des IS fehle jede «zivilisatorische Attitüde». Auch muslimische Vertreter hätten sich gegenüber der Terrorgruppe deutlich abgegrenzt. Die Mehrzahl der Flüchtlinge vor dem Terror des IS seien schließlich auch Muslime.

Es sei nun Aufgabe anderer Staaten sowie der Kirchen, den verbliebenen Christen unmittelbar vor Ort zu helfen. Dies werde vielerorts auch schon getan. Mit dem Besuch habe den irakischen Christen gezeigt werden sollen, dass sie nicht vergessen seien, sagte Hein. (27.01.2017)

Impressionen von der Besuchsreise

Stationen der Reise vom 20. bis 24. Januar waren die Stadt Bagdad und die Stadt Erbil in der Region Kurdistan. (alle Fotos: privat)

Aktuelle Studie:

Zur Lage der religiösen und ethnischen Minderheiten im Irak und in Syrien hat der Ökumenische Rat der Kirchen eine aktuelle Studie herausgegeben. Das englischsprachige Dokument mit dem Titel «The protection needs of minorities from Syria and Iraq» finden Sie hier:

oikoumene.org/(...)

a22044

«Versöhnung - die Liebe Christi drängt uns»
«Gebetswoche für die Einheit der Christen» ruft zum gemeinsamen Gebet auf

Wittenberg (medio.) Unter dem Motto «Versöhnung - die Liebe Christi drängt uns» steht die diesjährige Gebetswoche für die Einheit der Christen. Der zentrale Gottesdienst findet dieses Jahr am Sonntag, 22. Januar 2017, 13:30 Uhr in der Stadtkirche St. Marien in Lutherstadt Wittenberg. An dem Gottesdienst wirkt u.a. der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm mit.Die Gebetswoche wird weltweit jedes Jahr vom 18. bis 25. Januar oder zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten gefeiert.

Jedes Jahr erarbeitet jeweils ein Land die Texte, die dann von allen Kirchen weltweit genutzt werden, um in Gottesdiensten für Einheit und Versöhnung der Christen zu beten. Im Reformationsjahr 2017 hat die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) die Texte erstellt. «Mit dem Thema ‚Versöhnung – die Liebe Christi drängt uns‘ feiern wir die Versöhnung, die uns durch den Glauben an Jesus Christus unwiderruflich geschenkt ist», heißt es in dem Vorwort zu dem Gottesdienstablauf. «Die Liebe Christi wird zur treibenden Kraft, die uns dazu drängt, unsere Spaltungen zu überwinden und nach Versöhnung zu streben.» (19.01.2017)

2017-01-19

Linktipp:

Weitere Informationen und Materialien zur «Gebetswoche für die Einheit der Christen» erhalten Sie auf der Seite der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland:

oekumene-ack.de/(...)

a22024

RPI-Regionalstelle Fulda und Schulabteilung des Bistums Fulda
Bischöfe Hein und Algermissen weihen ökumenisches Haus der Religionspädagogik in Fulda ein

Foto: Segneten die neuen Räumlichkeiten, in denen zukünftig Fortbildungen für den evangelischen und katholischen Religionsunterricht angeboten werden (v.l.): Bischof Martin Hein und Bischof Heinz Josef Algermissen. (Foto: Christof Ohnesorge)
Segneten die neuen Räumlichkeiten, in denen zukünftig Fortbildungen für den evangelischen und katholischen Religionsunterricht angeboten werden (v.l.): Bischof Martin Hein und Bischof Heinz Josef Algermissen. (Foto: Christof Ohnesorge)
Fulda (medio). Die gemeinsame kirchliche Verantwortung für die religiöse Schulbildung steht im Mittelpunkt eines ökumenischen Pilotprojektes in Fulda: Bischof Prof. Dr. Martin Hein und Bischof Heinz Josef Algermissen haben am Donnerstag (12.1.) im ehemaligen Dompfarrhaus in Fulda die neu gestalteten Räumlichkeiten der Regionalstelle Fulda des Religionspädagogischen Instituts (RPI) und der in demselben Haus untergebrachten Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats gesegnet.


Bischof Algermissen: Einweihung «besonderes ökumenisches Zeichen»

In einer gemeinsamen Feier mit Vertretern des Bistums, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Persönlichkeiten aus Politik und Schulwesen sowie Mitarbeitern bezeichnete es Bischof Algermissen als ein «besonderes ökumenisches Zeichen», dass er zusammen mit Hein das Gebäude als ein «Haus der Religionspädagogik» einweihen könne, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Die erfolgreiche religionspädagogische Zusammenarbeit werde durch die Arbeit unter einem gemeinsamen Dach noch gestärkt. «Der Segen gilt wesentlich den Menschen, die in diesem Hause arbeiten», unterstrich Algermissen und bezeichnete eine «kluge Vermittlung des Glaubenswissens zugunsten unserer Kinder» als den eigentlichen Zweck des Gebäudes.

Bischof Hein: «Gemeinsam sind wir klüger»

Bischof Prof. Dr. Hein stellte in seinem Grußwort bei der anschließenden Festveranstaltung im Bischöflichen Priesterseminar heraus, dass die christlichen Kirchen heute gemeinsam einer säkularen Welt gegenüberstünden und bei allen konfessionellen Unterschieden viel voneinander lernen könnten. «Gemeinsam sind wir klüger», betonte Bischof Hein, der die Vermittlung des Glaubens an Schüler, die oft eine erschreckende Unkenntnis der eigenen Wurzeln aufwiesen, als gemeinsames Anliegen bezeichnete. Ministerialdirigent Jörg Meyer-Scholten (Wiesbaden) würdigte in seiner Ansprache den durch die Verfassung garantierten konfessionellen Religionsunterricht und die Gemeinsamkeiten der christlichen Kirchen.

2017-01-13
In seinem Festvortrag befasste sich Prof. Dr. Jan Woppowa (Paderborn) mit ökumenischer Bildungsverantwortung in einer pluralistischen Gesellschaft. «Religiöse Bildung auf christlichen Wurzeln ist nur noch glaubwürdig, wenn sie ökumenisch verantwortet ist», lautete seine These. Er forderte, der Kern eines christlichen Weltzugangs müsse in der Bildung deutlich werden; sodann sei als «Einladung» der christliche Glaube neu ins Spiel zu bringen, und schließlich gehe es um die Entwicklung eines konfessionellen Religionsunterrichts der Zukunft, der von Kooperation gekennzeichnet sei. Als Zeichen ökumenischer Zusammenarbeit begann der Nachmittag mit einem geistlichen Impuls und der Vorstellung der Mitarbeiter. Anschließend fanden gemeinsam verantwortete Arbeitsgemeinschaften statt.


Stichwort: Schulabteilung und Regionalstelle Fulda des RPI

Im Gebäude der Schulabteilung und der Zweigstelle des RPI werden künftig Fortbildungen für den evangelischen und katholischen Religionsunterricht angeboten. Zu den gemeinsam verantworteten Projekten gehören neben Fortbildungen und Beratung von Lehrkräften unter anderem auch die Qualifikation von Lehrkräften für die Erteilung von Religionsunterricht in konfessioneller Kooperation. Die bisherige Zusammenarbeit in der Lernwerkstatt wird fortgeführt. Die Bibliothek des RPI und die AV-Medienzentrale des Bistums verleihen Bücher, Materialien und AV-Medien für die religionspädagogische Arbeit und laden in ihren Räumlichkeiten zum Recherchieren, Stöbern und Verweilen ein. (13.01.2017)

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier das Grußwort von Bischof Hein zur Einweihung der Einrichtung im Wortlaut:

PDF-Dokument

Linktipp:

Weitere Informationen zu den Angeboten der Regionalstelle Fulda finden Sie unter:

rpi-ekkw-ekhn.de/(...)

a22033

Bischof Hein: Gesellschaftliche Ränder werden breiter
Festgottesdienst zur Gründung des Diakonischen Werkes Region Kassel

Kassel (epd). Mit einem Gottesdienst in der Kasseler Martinskirche ist am Freitag (13.1.) die Gründung des Diakonischen Werkes Region Kassel gefeiert worden. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, wies in seiner Festpredigt darauf hin, dass Diakonie für manche unbequem sei, und dass sie die Finger in die Wunden des sozialen Miteinanders lege.

Die Not werde größer und die gesellschaftlichen Ränder breiter. Daher gelte es, die Kräfte zu bündeln, würdigte er die Fusion.

2017-01-16
Das Diakonische Werk Region Kassel ist ein Zusammenschluss der beiden Werke Kassel und Hofgeismar-Wolfhagen.

Sich für andere einzusetzen gehöre zum ureigensten Auftrag der Christen, sagte Hein weiter. Die Zuwendung und Zuneigung Gottes befähige den Menschen zum Guten und gebe ihm die Kraft zum Durchhalten. «Das Gute wächst nicht aus dem Menschen selbst heraus», sagte Hein.

Wilfried Knapp, Vorstandsmitglied der Diakonie Hessen, ermutigte die mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des neuen Werks, offen für die anstehenden Veränderungen zu sein und sie mitzugestalten. Die formale Fusion der Werke sei zwar beschlossen, die innere Fusion aber könne noch viele Jahre dauern, sagte er. In Hessen gibt es nach der Fusion insgesamt noch 29 regionale Diakonische Werke.

  Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) sagte, mit der Fusion sei eine zukunftsträchtige Organisationsstruktur der Diakonie in Stadt und Landkreis Kassel entstanden. Die bisherige Zusammenarbeit sei eng und vertrauensvoll gewesen, die Diakonie ein wertvoller Partner bei der Bewältigung sozialer Aufgaben.

Das neue Werk hat Anfang dieses Jahres seine Arbeit aufgenommen. Seine Tätigkeit erstreckt sich über vier Kirchenkreise und erreicht rund ein Viertel aller Gemeindeglieder der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die Geschäftsführung liegt bei Gerd Bechtel. Alle bisherigen Tätigkeitsfelder wurden im Zuge der Fusion erhalten, ebenso wurden alle Mitarbeitenden übernommen. (13.01.2017)

Impressionen vom Festgottesdienst

(Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Festgottesdienst im Wortlaut:

PDF-Dokument

Linktipp:

Die Angebote des Diakonischen Werks Region Kassel finden Sie im Internet unter:

dw-region-kassel.de

a22016

Ökumenedezernentin Gütter: Zeichen der Hoffnung und Solidarität
Musikerinnen und Musiker in Kassel erspielen 3.000 Euro für Syrienhilfe

Kassel (medio). Der Spendenerlös des Silvesterkonzerts in der Erlöserkirche im Kasseler Stadtteil Harleshausen kommt der Syrienhilfe der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zugute. Die von der Pianistin Vera Osina und den Musikerinnen und Musiker des Orchesters der Silvestermusiktage unter der Leitung von Matthias Enkemeier erspielten 3.000 Euro sollen die Arbeit des Krankenhauses Al Hosn der Rum-Orthodoxen Kirche in Syrien nahe Homs unterstützen, teilte die Ökumenedezernentin der Landeskirche, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, mit. Das Spendengeld werde von der Evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Harleshausen zur Verfügung gestellt.

Dezernentin Dr. Gütter zeigte sich sehr erfreut über die großzügige Spende: «Wir freuen uns über das tolle Engagement der Musikerinnen und Musiker sowie der Kirchengemeinde, die den Erlös ihres Silvesterkonzertes der Syrienhilfe der Landeskirche zur Verfügung stellen. Damit setzen sie für die Menschen, die unter dem Krieg leiden, ein Zeichen der Hoffnung und Solidarität. Sie erfahren auf diese Weise, dass sie nicht vergessen sind.»

Das Krankenhaus der Rum-Orthodoxen Kirche in Syrien, mit der die Landeskirche seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden ist, behandelt laut Gütter rund 300.000 Menschen unabhängig von ihrer religiösen und ethnischen Herkunft. Zu den hilfsbedürftigen Menschen gehörten auch viele Binnenflüchtlinge. Die Einrichtung wird seit zwei Jahren von der Landeskirche mit Spenden und medizinischen Geräten unterstützt. Außerdem sei Mitte 2016 auf Bitte der Krankenhausleitung vereinbart, dass über die Syrienhilfe auch die Kosten für Operationen in Höhe von 8.000 Euro pro Jahr bis 2018 übernommen werden, so Gütter (wir berichteten). (10.01.2017)

2017-01-10

Spendenkonto:

BIC: GENODEF1EK1 (Ev. Bank eG)
IBAN: DE33520604100000003000
Stichwort: Syrienhilfe

a22014

Buchveröffentlichung
Biografie über Propst Wilhelm Wibbeling erschienen

Langendiebach (epd). Eine Biografie über den früheren Hanauer Propst Wilhelm Wibbeling (1891-1966) ist am Montag (9.1.) in der Evangelischen Kirche Langendiebach der Öffentlichkeit präsentiert worden. Wie der ehemalige Dekan des Kirchenkreises Hanau-Land und Verfasser, Peter Gbiorczyk, mitteilte, hat stellte der  Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, das Buch vor.

Manche Kirchenvertreter seien über das Ende des NS-Regimes hinaus in der Kirche bestimmend geblieben, sagte Gbiorcyzk. «Da ist viel verdrängt worden.» Wibbeling sei nach dem Krieg immer an diesem Thema geblieben und habe aktiv eine «Entnazifizierung» betrieben. In Langendiebach wirkte Wibbeling drei Jahrzehnte lang.

Gbiorczyk hat sich für die Biografie nicht nur der vielfältigen publizistischen Hinterlassenschaft von Wibbeling bedient, sondern auch das Gespräch mit Zeitzeugen gesucht. Bischof Hein würdigt das Buch in seinem Vorwort als ein Forschungsergebnis, das auch weitere Untersuchungen anregen und unterstützen könne. «Die Aufarbeitung der jüngsten Vergangenheit fängt gerade erst an», schreibt Hein. (10.01.2017)

2017-01-10

Hinweis:

Die Biografie ist im Shaker-Verlag erschienen und im Buchhandel unter der ISBN-Nummer 3844047727 erhältlich.

a22013

Diakonisches Werk Region Kassel
Diakonische Werke Kassel und Hofgeismar-Wolfhagen bilden größtes regionale Diakonische Werk der Landeskirche

Kassel/Kaufungen/Hofgeismar/Wolfhagen (medio). Die beiden Diakonischen Werke Kassel und Hofgeismar-Wolfhagen wurden zum 1. Januar 2017 zum «Diakonischen Werk Region Kassel» zusammengeführt. Ziel der Fusion ist es, die diakonische Arbeit in Stadt und Landkreis zu stärken und alle diakonischen Arbeitsbereiche in der neuen Organisationsstruktur fortzuführen. Auch den künftig zurückgehenden kirchlichen Mitteln und den sozialpolitischen Herausforderungen trägt die Neuorganisation Rechnung, teilte der Chef des Diakonischen Werks Region Kassel Gerd Bechtel, vormals Geschäftsführer des Diakonischen Werks Kassel, bei einer Pressekonferenz am 09.01.2017 mit.

«Das Diakonischen Werk Region Kassel ist nun das größte regionale Diakonische Werk der Landeskirche», ergänzte Stadtdekanin Barbara Heinrich (Evangelischer Stadtkirchenkreis Kassel). «Wir erreichen ein viertel der Gemeindemitgleider der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck», so die Dekanin weiter. Dekan Wolfgang Heinicke (Evangelischer Kirchenkreis Hofgeismar) betonte, dass die Stärke der Diakonie schon immer die enge Verbindung zu den Kirchengemeinden gewesen sei, die helfe «die Notlagen der Menschen an ihrem jeweiligen Ort zu erkennen und entsprechend zu handeln».

Angebote werden fortgeführt

Für Menschen, die die Diakonie um Hilfe und Beratung aufsuchen, ändere sich zunächst wenig. Mit Blick auf die Gesamtverantwortung in der Stadt und im Landkreis werden die bisherigen Angebote fortgeführt. Aus einer punktuellen Zusammenarbeit sei nun mit dem Zusammenschluss etwas organisatorisch sinnvolles geschaffen worden, freute sich Dekanin Carmen Jelinek (Evangelischer Kirchenkreis Kaufungen). «Gemeinsam ist mehr drin, um den Herausforderungen der Veränderungen zu begegnen und die Aufgaben zuversichtlich zu gestalten», betonte Dekan Dr. Gernot Gerlach (Evangelischer Kirchenkreis Wolfhagen).

Auch die bestehenden Arbeitsverhältnisse werden fortgesetzt, erklärte Gerd Bechtel. Über 200 hauptamtlich Mitarbeitende sind nun beim Diakonischen Werk Region Kassel und seinen assoziierten Organisationen beschäftigt. Außerdem engagieren sich zahlreiche Menschen ehrenamtlich.

Feier mit Gottesdienst

Der Zusammenschluss der Diakonischen Werke wird mit einem Gottesdienst mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein am Freitag, 13. Januar 2017 um 11 Uhr in der Kasseler Martinskirche gefeiert. (09.01.2017)

2017-01-13
a22011

Ma(h)l anders
Wettbewerb zum Thema Abendmahl mit Kindern

Kassel (medio). Unter der Schirmherrschaft von Prälatin Marita Natt hat die Arbeitsstelle für den Kindergottesdienst in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck einen Wettbewerb zur Förderung des «Abendmahls mit Kindern» ausgeschrieben.

Seit über 35 Jahren ist in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck das Abendmahl für Kinder geöffnet. Seitdem feiern viele Gemeinden das Abendmahl gemeinsam mit Kindern. Die Abendmahlspraxis habe sich dadurch verändert, erklärt die Arbeitsstelle für den Kindergottesdienst. Die Atmosphäre sei freundlicher, die Gottesdienste fröhlicher und verständlicher geworden.

Früher ging es im Abendmahl stark um die Sündenvergebung. Das Abendmahl mit Kindern habe jedoch den biblischen Reichtum des Abendmahls neu entdecken lassen, heißt es in der Wettbewerbsausschreibung. Neben der Sündenvergebung gehe es auch um das Erleben von Gemeinschaft, um die Freude an Gottes Schöpfung in Brot, Wein und Saft, um die Vorwegnahme des Festes im Reich Gottes und anderes mehr.

Gottesdienste oder Projekte in verständlicher und zeitgemäßer Sprache, in denen «Abendmahl mit Kindern» gefeiert wird, können bis zum 2. April 2017 bei der Arbeitsstelle für Kindergottesdienst eingereicht werden.  Ein Jury vergibt Preise in Höhe von insgesamt 1250.- Euro. (03.01.2017)

2017-01-03

Linktipp:

Die Ausschreibungsunterlagen zum Wettbewerb «Abendmahl mit Kindern» finden Sie unter

arbeitsstelle-kindergottesdienst.de