Fußballfans faire Verlierer:
«Spanien war einfach besser»

Aus der Traum! Auch wenn aus dem Titel nichts geworden ist, Ballack und Co. ließen die Herzen in den letzten Wochen höher schlagen. Bis bald, bei der WM 2010! (Foto: medio.tv/ Schauderna)
«Public Viewing» in vielen Kirchengemeinden
Viele Kirchengemeinden, ob in der Stadt oder auf dem Land, boten in Kurhessen-Waldeck ein «Public-Viewing» des Finalspiels der Europameisterschaft am Sonntag an. Denn wie sich schon bei der Fußball-WM 2006 gezeigt hatte, machte das gemeinsame Erleben richtig Spaß. Am Sonntag war allerdings besonders die Fähigkeit zum «Mitleiden» gefragt, denn zum Jubeln gab es aus deutscher Sicht wenig Anlass. Aber faire Verlierer können sich auch mit dem Gegner freuen, wenn er gut spielt. Glückwunsch Spanien! Wir müssen noch ein bisschen üben, dann klappt`s vielleicht mit der WM 2010... (26.06.2008)
Trend in Prozent:
In unserer aktuellen Umfrage auf ekkw.de fragen wir Sie: Fieberten Sie bei der Europa-
meisterschaft mit der deutschen Mannschaft mit?
Abstimmen...
Internetradio:
Eindrücke vom «Public Viewing» in der Ev. Kirchengemeinde in Obervellmar hat die medio-Radioredaktion für Sie eingefangen:
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«Klima-Allianz» ruft zu Demonstration gegen Kohlekraftwerk auf
In Deutschland seien derzeit mehr als 20 Kohlekraftwerke in Planung und würden von der Bundesregierung unterstützt, erklärte Hirsch. Dabei setze Kohle im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern besonders viel Kohlendioxid frei. Am Standort Staudinger sollen ab 2012 drei alte Kraftwerksblöcke durch einen größeren Kraftwerksblock Block 6 ersetzt werden. Dadurch würde die Kohlendioxidemission von fünf auf acht Millionen Tonnen jährlich steigen, betonte Hirsch.
Der Betreiber von Staudinger, die E.ON Kraftwerke GmbH, wies darauf hin, dass der neue Block einen höheren Wirkungsgrad sowie eine höhere Leistung haben werde. Durch verbesserte Technik könne man acht Prozent mehr Energie aus der Kohle herausholen, erklärte Pressesprecher Nikolaus Schmidt. Zwar gebe es bei höherer Leistung auch einen höheren Kohlendioxid-Ausstoß, doch werde beim Bau auf die mögliche Nachrüstung mit einer umweltfreundlichen Anlage zur Abscheidung von Kohlendioxid geachtet. Diese sei momentan noch nicht serienreif. (27.06.2008)
Linktipp:
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
die-klima-allianz.de
Projekt «Konfirmation und Alkohol» geht weiter
Das Projekt, das mit dem zweiten Preis des hessenweiten Präventionswettbewerbs «Impuls» ausgezeichnet wurde, gebe Konfirmanden und Eltern umfassende Hinweise für einen vernünftigen Umgang mit Alkohol, berichtete Kaliske. Insgesamt 82 Teilnehmer hätten bisher an sieben Studientage teilgenommen. Die 1.000 Euro Preisgeld würden ebenfalls für die Projektarbeit eingesetzt. Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit des Diakonischen Werkes, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Fachstellen für Suchtprävention in der EKKW.
Die bisherige Arbeit zeige, dass durch Aktionstage für Konfirmanden und Eltern eine Sensibilisierung für das Thema erreicht werde, sagte Kaliske. Auch Tageszeitungen hätten darüber berichtet. Wichtig sei, Konfirmandeneltern frühzeitig in die Planung der Aktionstage einzubeziehen. «Tief verwurzelte Traditionen lassen sich vermutlich nur durch eine kontinuierliche Auseinandersetzung auflösen», betonte Kaliske. (27.06.2008)
Bischof Hein predigt in Wiesbadener Marktkirche
Bundesweite Feier zum "Johannistag" - Koch lobt christliche Hilfsdienste

Die Bischöfe Prof. Dr. Martin Hein (Mitte) und Prof. Dr. Tebartz-van Elst (rechts), sowie der Bundespfarrer der Johanniter Dr. Mathias Meyer (links) segneten die Gemeinde in Wiesbaden. (Foto: ekhn/Töpelmann)
Ministerpräsident Roland Koch: Kirche wichtige Säule der Gesellschaft
Zuvor hatte der Propst in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Sigurd Rink (Wiesbaden), den Gottesdienst eröffnet und seine Freude darüber zum Ausdruck gebracht, dass die bundesweite Feier in der Wiesbadener Marktkirche stattfinde. Der Bundespfarrer der Johanniter, Dr. Matthias Meyer (Mannheim) und der Leiter des Geistlichen Zentrums der Malteser, Wilderich Freiherr v. Spies (Köln) wirken im Gottesdienst liturgisch mit. Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch, der auch am Gottesdienst teilgenommen hatte, würdigte bei einem anschließenden Empfang im Hessischen Landtag die christlichen Hilfswilligen, die derzeit auch in Birma tätig sind. In Hessen leisteten immerhin fast 40 Prozent der Bürger und Bürgerinnen eine ehrenamtliche Tätigkeit, so Koch. Die moderne Gesellschaft sei zwar säkular, dennoch stelle sich für jeden die Frage, mit welchen inneren Haltungen und aus welchem Glauben er etwas tue. Er sei der Überzeugung, in einer Gesellschaft müsse es „Säulen“ geben und die Kirche sei eine davon.
Johanniterorden seit dem 11. Jahrhundert – Johannes der Täufer als Ordenspatron
Der Johanniterorden führt seinen Namen auf Johannes den Täufer als Ordenspatron zurück. Die Gemeinschaft wurde zwischen 1048 und 1071 begründet und 1113 durch Papst Paschalis II. als Orden anerkannt. Später entwickelte sich daraus in Brandenburg der evangelische Johanniterorden, während der verbleibende Orden heute als katholischer Malteserorden bekannt ist. Auftrag der Johanniter ist es seit 900 Jahren, Kranke zu pflegen, sich der Schwachen anzunehmen und für den christlichen Glauben einzustehen. Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe ist der frühere Generalinspekteur der Bundeswehr, Hans-Peter von Kirchbach, der Präsident des Malteser Hilfsdienstes Dr. Constantin von Brandenstein. (23.6.2008)
Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:
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Hessentagslotterie hilft Homberger Stadtkirche

Mit den Einnahmen aus der Lotterie soll eine Stiftung zum Erhalt der Homberger Stadtkirche ins Leben gerufen werden. (Grafik: medio.tv)
Falls alle Formalitäten rechtzeitig abgeschlossen seien, könne die Stiftungsurkunde am 14. Juni, dem vorletzten Tag des Hessentages, ausgehändigt werden, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Homberger Stadtkirche, Dekan Lothar Grigat. Bei der Lotterie gibt es 66 Preise im Wert von 57.000 Euro wie etwa einen Pkw oder eine Flusskreuzfahrt zu gewinnen. Auf Trostpreise wie Kugelschreiber und Ähnliches habe man bewusst verzichtet.
Die Auslosung am 14. Juni um 18 Uhr solle ein spektakuläres Ereignis werden, für das man sich auch eine Übertragung im Fernsehen erhoffe, erläuterte Pothmann. Für die gekauften Lose werden nummerierte Plastikbällchen vom Turm der Homberger Stadtkirche heruntergestürzt. Ein Teil der maximal 50.000 Bälle wird dann in einem Trichter aufgefangen, von dem aus sie mit einem Gebläse auf den Marktplatz befördert werden. Von diesen Bällen wiederum werden rund 150 zur dortigen Pferdetränke gebracht, aus der Prominente wie Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Gewinnerbälle mittels Netzen herausfischen sollen.
Lose für die Lotterie sind erhältlich außer auf dem Hessentag selbst im Homberger Dekanat, im Kirchenpavillon in Homberg/Efze und in verschiedenen weiteren Verkaufsstellen. Auf der Internetseite www.hessentagslotterie.de, die von der landeskirchlichen Medienagentur «medio» gestaltet und programmiert wurde, finden sich weitere Angaben über die Preise und Hintergrundinformationen zur Lotterie. (12.06.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
hessentagslotterie.de
Wettbewerb für Jugendliche zur Globalisierung

Angesprochen sind Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zwölf und 22 Jahren. Sie können entweder als Einzele oder Gruppe Vorschläge abgeben, wie die Welt gerecht und zukunftsfähig gestaltet werden kann. «Mit dem Wettbewerb wollen wir das Bewusstsein für eine sich verändernde Welt und schärfen», sagte der Koordinator des Wettbewerbs, Johannes Lauber. Einsendeschluss ist der 15. November. Die Sieger erhalten Geld- und Sachpreise.
In Hessen gibt es rund 70 Weltläden. Die BUNDjugend ist die Jugendorganisation des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Ansprechpartner: Johannes Lauber, Weltläden in Hessen, Universitätsstraße 55, 35037 Marburg, Telefon 06421/620127, E-Mail: info@global-handeln.eu (13.06.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
global-handeln.eu
Religionshistoriker würdigt neues Denken im Islam
Ansätze für ein Gespräch böten etwa die Themen Gericht, Zeichen Gottes, Gottes Barmherzigkeit sowie die Person Abrahams, die in Judentum,Christentum und Islam eine wichtige Rolle spiele. Allerdings müsse in einem solchen Dialog auch die Religionsfreiheit angesprochen werden, so Elsas. Muslime könnten diese als einen "koranischen Impuls" verstehen, da sie seinerzeit für die Entstehung des Islams konstitutiv gewesen sei.
Zuvor hatte Ömer Özsoy, Inhaber der Stiftungsprofessur für Islamische Religion an der Evangelisch Theologischen Fakultät der Universität Frankfurt, die Bedeutung des Korans im Islam unter einen neuen Blickwinkel gestellt. Özsoy, der als Vertreter der Ankaraner Schule gilt, wies darauf hin, dass zwischen dem Wort Gottes selbst und Gottes gesprochenem Wort unterschieden werden müsse. In der Praxis sei man mit dem Koran immer wie mit einem geschichtlichen Phänomen umgegangen, erklärte er. Er werde ausgelegt wie andere Texte auch.
Zu Beginn der von rund 70 Teilnehmern besuchten Konsultation hatte der Ökumenedezernent der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Wilhelm Richebächer, erklärt, dass der Dialog zwischen Christentum und Islam unter zwei Mangelerscheinungen leide. Entweder sei man der Auffassung, dass im Endeffekt ja doch alles gleich sei, oder man habe Angst, im Verlauf des Gesprächs religionsgeschichtliche Überlagerungen zu entdecken. Es sei daher wichtig, aufeinander zu hören und zu fragen. (5.6.08)
Evangelische Grundschule Oberissigheim feierte 5-jähriges Bestehen
Zu den Feierlichkeiten wurden unter anderem der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, Ministerialdirigent Martin Günther aus dem Hessischen Kultusministerium, sowie die Vorsitzende des Fördervereins, Frau Stephanie Schmehl, erwartet. Nach einem Schulgottesdienst bestand ab 12 Uhr Gelegenheit zur Besichtigung der Schule; daran schloss sich ein Festprogramm an.
Schule mit besonderem pädagogischen Konzept und evangelischem Profil
Der Schuldezernent der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Stock, erklärte, die Evangelische Grundschule Oberissigheim habe über den unmittelbaren Standort hinaus durch ihr besonderes pädagogisches Konzept und ihr evangelisches Profil große Aufmerksamkeit erregt und Anerkennung gewonnen. In den vergangenen fünf Jahren sei sie für viele Kinder, Eltern und Angehörige zu einem anregenden Lebens- und Lernraum geworden und habe die Bildungslandschaft in der Region bereichert. Die Evangelische Kirche hat drei Schule in eigener Trägerschaft: Neben der Evangelischen Grundschule Oberissigheim sind dies die Melanchthonschule (Steinatal - Schwalm-Eder-Kreis) und die Martin-Luther-Schule in Schmalkalden im Freistaat Thüringen (6.6.2008)
Über 1.000 Besucher beim «Hessentagsgottesdienst»
Kirchen mit Programm beim Hessentag 2008 in Homberg dabei

«Die Kluft zwischen denen, die besitzen, und denen, die nicht einmal das Nötigste zum Leben haben, wird größer», mahnte Bischof Hein in seiner Predigt.
Die Angebote im Kirchenprogramm reichten von täglichen Andachten über Ausstellungen bis hin zu Konzerten, erklärte Pfarrer Reiner Degenhardt, Beauftragter für Großveranstaltungen und Sonderprojekte der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die Veranstaltungen standen unter dem Motto «Leben, Glauben, Feiern, Handeln».
Im Kirchenzelt gab es täglich wechselnde Thementage. Während etwa am 10. Juni verschiedene Aspekte von Diakonie und Caritas beleuchtet wurden, widmete man sich am 12. Juni dem Thema Religion und Zuwanderung. Für besinnliche Pausen standen der Kirchenpavillon und drei Homberger Kirchen zur Verfügung.
Bei den Konzerten war unter anderen der christliche Liedermacher Clemens Bittlinger aus dem Odenwald zu hören. Andere Programmpunkte waren das Bibelzelt, wo zu jeder vollen Stunde biblische Geschichten für Jung und Alt erzählt wurden, und das Jugendzelt mit zahlreiche Aktionen zum Mitmachen.
Zudem gab es eine Karikaturenausstellung im Kirchenladen am Marktplatz sowie die Hessentagslotterie, deren Gewinn der Homberger Stadtkirche zugute kommt. Die Gewinnnummern der Auslosung vom 14. Juni sind unter www.hessentagslotterie.de abrufbar. (16.06.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
kirche-auf-dem-hessentag.de
Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:
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Bischof Hein:
Burg Fürsteneck ist "Kontrapunkt gegen seelische Verödung"
Der Fuldaer Weihbischof Karlheinz Diez wies in dem Gottesdienst darauf hin, dass man immer wieder die Kunst einüben müsse, aus dem Wechsel zwischen Arbeit, Spiel und Muße zu leben. "Wer sich gänzlich dem Leistungsdrang ausliefert, zerstört sich auf Dauer selbst", warnte er.
Im Anschluss an die Jubiläumsfeier begann ein Symposium "Bildung - Künste - Kultur" mit 55 Experten, das nach den Angaben von Direktor Günter Schmuck bis Samstag die Bedeutung kultureller Bildung für den Menschen und die Gesellschaft herausarbeiten soll. Mitveranstalter sind die Evangelischen Akademien in Arnoldshain und Hofgeismar, das Zentrum Bildung der hessen-nassauischen Kirche und die katholische Akademie Bonifatiushaus Fulda.
Die Akademie Burg Fürsteneck mit ihren 33 Beschäftigten veranstaltet jährlich rund 200 Kurse mit rund 3.500 Gästen. Die Auslastung liege mit 75 Prozent deutlich über der vergleichbarer Einrichtungen, die auf rund 50 Prozent kämen, so Schmuck. Eigentümer der Burg ist das Land Hessen. Der Trägerverein Hessische Heimvolkshochschule Burg Fürsteneck hat sie in Erbpacht übernommen. Dem Verein gehören neben dem Land Hessen, dem Landkreis Fulda und der Gemeinde Eiterfeld auch das Bistum Fulda sowie die Evangelischen Kirchen von Kurhessen-Waldeck und Hessen und Nassau an. (6.6.2008)
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Lesen Sie hier die Ansprache von Bischof Prof. Dr. Martin Hein zur Jubiläumsfeier der Heimvolkshochschule Burg Fürsteneck
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Bischof Hein unterstützt Milchbauern: Forderungen berechtigt

Machte sich vor Ort ein Bild: Bischof Hein auf auf einem Milchbauernhof im ober-
hessischen Ebsdorfergrund. (Foto: medio.tv/Schauderna)
Die Forderung der Bäuerinnen und Bauern nach kostendeckenden und Existenz sichernden Erzeugerpreisen ist berechtigt, sagte Hein. Sie diene dem Interesse an guten Lebensmitteln, an Versorgungssicherheit, an der Pflege einer intakten Kulturlandschaft und somit dem Gemeinwohl. «Die Landeskirche begrüßt, dass sich eine Lösung des Konfliktes abzeichnet, die dem Anliegen der Bauern Rechnung trägt», so der Bischof weiter.
Appell an die Verbraucher: Lebensmittel wertschätzen und fairen Preis zahlen
Der Streit um die Milchpreise werfe die grundlegende Frage nach unserem Umgang mit Lebensmitteln auf. Die Forderung an Milchwirtschaft und Handel, Milchbauern Existenz sichernde Preise zu zahlen, sei zugleich ein Appell an die Verbraucher, den Wert von Lebensmitteln zu achten und hierfür einen fairen Preis zu bezahlen, so Hein. Deutsche seien im Vergleich zu den Bürgern der Nachbarländer bereit, viel Geld für Mobilität, etwa für Autos und Reisen, auszugeben. «Lebensmittel wie Milch besitzen hierzulande keine entsprechende Wertschätzung. Dieses Missverhältnis gilt es zu überdenken», sagte der Bischof nach dem Besuch des Bauernhofes.
Hein betonte auch, dass der Landwirtschaft neben der Produktion von Lebensmitteln eine weitergehende Funktion zukomme, die der Erhaltung vielfältiger Landwirtschaft und damit auch der Kultur. Die Pflege der Landschaft als Erholungsraum werde auch über die Milch- und andere Lebensmittelpreise bezahlt. Maßstab für Lebensmittelpreise könne deshalb nicht allein der Weltmarkt sein. Es sei widersinnig, wenn sich der Weltmarkt gegen die gemeinsamen Interessen von Produzenten und Konsumenten richte. (06.06.2008)
Kasseler Martinskirche feierte 50. Jahrestag der Wiedereinweihung
Bereits am Samstag, 31. Mai, gab es um 15 Uhr ein Konzert in der Kirche, dem sich weitere musikalische Darbietungen anschlossen. Unter anderem wurden ab 16 Uhr Führungen auf den Turm sowie in die Landgrafengruft angeboten. Die Feierlichkeiten endeten am Montag um 14 Uhr mit einem festlichen Essen für alle, die auch sonst montags zur Essensausgabe der Heilsarmee auf den Martinsplatz kommen (siehe unser medio-Bild). Aus Anlass der Wiedereinweihung wurde das Essen an diesem Tag an gedeckten Tischen eingenommen, Pfarrer Dr. Willi Temme bediente die zahlreich erschienen Gäste. (6.6.08)
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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Festgottesdienst:
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Bischöfe Hein und Tebartz-van Elst wollen Dialog der Kirchen verstärken

Antrittsbesuch in Kassel: Die Bischöfe Tebartz-van Elst (links) und Hein im Haus der Kirche (Foto: medio.tv/Schauderna)
Hein bezeichnete die Ökumene als eine "Grundbestimmung der Kirchen" und ermutigte zum Gespräch und gemeinsamen Zeugnis auf allen kirchlichen Ebenen. Zugleich plädierte er für eine "Ökumene der Ehrlichkeit": Es gelte, die Gemeinsamkeiten der Kirchen zu entdecken, ohne die Unterschiede zu verschweigen. Tebartz-van Elst rief dazu auf, das besondere Profil des christlichen Glaubens wieder bewusst zu machen. Für die Ökumene sei die konkrete Begegnung zwischen evangelischen und katholischen Christen von entscheidender Bedeutung. "Ökumene braucht Gesichter", betonte er.
Gesprächspartner des Limburger Bischofs waren neben Bischof Hein dessen theologische Stellvertreterin Prälatin Roswitha Alterhoff sowie Vertreter des Ökumenedezernats der EKKW. In den Gesprächen ging es neben dem evangelisch-katholischen Verhältnis um Partnerschaftsbeziehungen der EKKW und des Bistums in alle Welt sowie um den christlich-islamischen Dialog. Dazu hatte die EKKW im Januar eine Handreichung vorgestellt; Ende Mai veranstaltete die Evangelische Akademie zum zweiten Mal eine gut besuchte Islamkonsultation. (4.6.08)
Erster Zukunftskongress des Kirchenkreises Wolfhagen
Kirche in Wolfhagen wagt Aufbruch mit "leidenschaftlicher Gelassenheit"

Welchen Herausforderungen muss sich die Kirche auf dem Land in der Zukunft stellen? Die Referenten in Wolfhagen wagten eine Prognose, hier Pfr. Christian Fischer aus Kassel. (Fotos: medio.tv/ Schauderna)
Den ganzen Tag über wurde in Arbeitsgruppen über verschiedene Perspektiven der „Kirche auf dem Land“ diskutiert. Mit Martin Rühl, dem Geschäftsführer der Wolfhager Stadtwerke, ging es um die Umwelt- und Energieperspektive. Die Ausbeutung der Schöpfung Gottes gehe jedem Christen ‚an die Nieren’. Deshalb sei es wichtig, beispielsweise in der „Wolhager Klimaoffensive“ mitzuarbeiten. Ein klimafreundliches Wolfhagen sei das große Ziel. Ute Raband, Regionalmanagerin in der Region Kassel-Land e.V., stellte das Entwicklungskonzept „KulturLandschaft HessenSpitze“ vor und machte den Kirchengemeinden Mut, sich an diesem Konzept zu beteiligen. Stellvertretender Landrat Uwe Schmidt, Sozialdezernent des Landkreises Kassel, zeichnete die politischen Perspektiven für die Region im Umland Kassels auf.
Kommunikation in der Zukunft – den Anschluss nicht verlieren
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie die Menschen im Internet- und ipod-Zeitalter miteinander kommunizieren werden und wie sich die Gemeinden darauf einstellen können. Pfarrer Christian Fischer, Geschäftsführer der Medienagentur „medio“ zeigte verschiedene Szenarien zukünftiger Kommunikation auf und ging auf die Frage ein, wie sich „medial vermittelte“ und „personale Kommunikation“ künftig zueinander verhalten. Er warnte davor, den Anschluss an die Kommunikation der Zukunft zu verlieren. Die kirchlich-diakonische Perspektive wurde von Oberlandeskirchenrat Landespfarrer Dr. Eberhard Schwarz vorgestellt.
Am Nachmittag konkretisierten die Teilnehmer die Ansätze für die Arbeit in ihrer Region unter der Leitfrage: „Was bedeuten die Perspektiven für das kirchliche Leben in den Kirchengemeinden und in der Nachbarschaft der Kirchengemeinden?“. In den Workshops wurden Kooperationsmodelle angedacht, runde Tische angeregt und über neue Formen der Zusammenarbeit beim Gottesdienst, der Profilierung der Kirchengebäude und beim Energieverbrauch diskutiert. In den Pausen konnten sich die Teilnehmer des Kongresses an Ständen über die Angebot der Kirchengemeinden im Kirchenkreis Wolfhagen informieren.
Chefdramaturg Busch: „Um Gottes Willen: Verlieren Sie nicht das Zentrum!“
Zum Schluss der Veranstaltung bündelte der Chefdramaturg Horst Busch vom Kasseler Staatstheater den Kongress und zollte dem Kirchenkreis ein großes Lob. Busch hatte den ganzen Tag über den Kongress als stiller Teilnehmer beobachtet. In seinem Fazit machte er den Vertretern der Kirchengemeinden Mut, die Kirchenräume zu verstehen und zu nutzen. „Um Gottes Willen: Verlieren Sie nicht das Zentrum!“ appellierte er an die Teilnehmer und gab Ihnen einen zum Abschied einen guten Rat mit: „Sie haben so viele gute Ideen. Aber: Überarbeiten Sie sich nicht. Überfordern Sie sich nicht. Die Arbeit muss auch Spaß machen.“
Das Ergebnis des Zukunftskongresses wird dokumentiert und den Beteiligten und Kirchengemeinden zur Weiterarbeit zur Verfügung gestellt. Die Kreissynode wird das Ergebnis auf der nächsten Tagung zum Thema „Wandeln und Gestalten“ am 30. August 2008 zusammen mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein aufgreifen und weiterführen. (5.6.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
kirchenkreis-wolfhagen.de
Borken denkt an die Opfer des Grubenunglücks vor 20 Jahren
Die Katastrophe von Borken ist eine der größten in der Geschichte des deutschen Bergbaus, und es wurden große Anstrengungen unternommen, um den Hinterbliebenen zu helfen, nicht nur materiell, sondern vor allem auch seelisch. Drei Jahre lang hat die aus Deutschen und Türken zusammengesetzte „Stolzenbachhilfegruppe“ die Betreuung all derjenigen organisiert, die von der Katastrophe betroffen sind: Witwen und Kinder, Gerettete, Verletzte, Angehörige der Grubenwehr und viele andere Helfer. Begleitet wurden sie u.a von Psychologen, Sozialarbeitern und Pfarrern.
In der Leiste rechts: medio Redaktionsleiter Christian Fischer sprach mit Pfarrer Siegfried Krückeberg, der 1988 Gemeindepfarrer in Borken war und die Trauernden begleitete. (01.06.008)
Internetradio:
medio Redaktionsleiter Christian Fischer sprach mit Pfarrer Siegfried Krückeberg, der 1988 Gemeindepfarrer in Borken war und die Trauernden begleitete:
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Bischof Hein besucht Kirchenkreis Kaufungen
Besuch des Bischofs "voller Erfolg"
Mit einem festlichen Gottesdienst unter dem Motto «25 Jahre Kirchenkreis Kaufungen» in der Kaufunger Stiftskirche hatte am Sonntagabend der mehrtägige Besuch von Bischof Hein im Kirchenkreis Kaufungen begonnen. Hein betonte in seiner Predigt: "Der Glaube braucht bestimmte, erkennbare Orte, an denen er bezeugt und als Gemeinschaft gelebt und gefeiert werden kann. Die Liebe zum Haus Gottes lässt sich nicht ausspielen gegen die tätige Nächstenliebe in Gestalt diakonischer Verantwortung." Er verwies auf die Fülle schöner Kirchen im Kirchenkreis: Ob kleine Fachwerkkirchen oder Dorfkirchen, sie alle "stehen auf Jahrhunderte alten Fundamenten, die von der Geschichte des Christentums in dieser Region erzählen". Die Stiftskirche in Kaufungen sei eine der "bedeutendsten und schönsten Kirchen in der Landeskirche".
Hein fordert dazu auf, auf die Menschen zuzugehen
In seiner Predigt forderte der Bischof auch dazu auf, sich nicht damit abzufinden, dass die Mitgliederzahlen der Kirche sinken. "Wer redet uns denn dauernd ein, dass wir immer weniger werden? Gehen wir doch auf die Menschen zu, die sich von der Kirche abgewandt oder nie zu ihr gehört haben, weil wir davon überzeugt sind, dass das, was uns erfüllt, auch für sie gut ist: Dann haben wir erfasst, worum es Jesus heute geht. Dann verändert sich viel!", ermunterte der Bischof die Gemeinde in der Stiftkirche.

Jubiläum: Im Gottesdienst mit Bischof Hein wurde auch das 25jährige Jubiläum des Kirchenkreises Kaufungen gefeiert

Große Baumaßnahme: Die Kaufunger Stiftskirche gilt als eine der bedeutendsten Kirchen in der Landeskirche

Informativ: Unternehmer Andreas Fehr machte Bischof Hein mit den Techniken moderner Abfallentsorgung vertraut
Während der Visitation, die am Mittwoch mit einer Pfarrkonferenz, einem Gespräch mit Obervorstehern vom Ritterschaftlichen Stift Kaufungen und einem Treffen mit Jugendarbeitern zu Ende ging, konnte der Bischof zahlreiche Eindrücke vom lebendigen Gemeindeleben im Kirchenkreis sammeln. So ging es zum Beispiel in einer lebendigen Diskussion am Dienstagabend in Fuldabrück-Bergshausen um die Zukunft des Gottesdienstes und den "Gottesdienst der Zukunft". Nachdem mehrere Kirchengemeinden ihre neuen Gottesdienstmodelle vorgestellt hatten, bedankte sich Bischof Hein "für so viel Phantasie und Engagement im Gottesdienst". Gleichzeitig warnte er jedoch vor einem Traditionsabbruch, wenn "zu viel Modernität in den Gottesdienst Einzug hält."
Zuvor hatte sich der Bischof über die Situation in den Betrieben der Region informiert, sich in die Sanierungsarbeiten an der Stiftskirche Kaufungen einführen lassen und – bei einem Treffen mit den Bürgermeistern der Region – auch über kommunalpolitische Fragestellungen gesprochen. (28.05.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
kirchenkreis-kaufungen.de
Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein, die er beim Gottesdienst in der Kaufunger Stiftskirche gehalten hat.
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Kasseler Martinskirche feiert 50. Jahrestag der Wiedereinweihung
Bereits am Samstag, 31. Mai, gibt es um 15 Uhr ein Konzert in der Kirche, dem sich weitere musikalische Darbietungen anschließen. Unter anderem werden ab 16 Uhr Führungen auf den Turm sowie in die Landgrafengruft angeboten. Die Feierlichkeiten enden am Montag um 14 Uhr mit einem festlichen Essen für alle, die auch sonst montags zur Essensausgabe der Heilsarmee auf den Martinsplatz kommen. Aus Anlass der Wiedereinweihung solle das Essen an diesem Tag an gedeckten Tischen in der Kirche eingenommen werden, so die Pressesprecherin des Evangelischen Kirche in Kassel, Heike Schaaf. (27.5.08)
Bischof Hein besucht Kirchenkreis Kaufungen

„Glaube braucht bestimmte, erkennbare Orte“, so Bischof Prof. Dr. Martin Hein in seiner Predigt. (Foto: medio.tv/Schauderna)
Hein fordert dazu auf, auf die Menschen zuzugehen
In seiner Predigt forderte der Bischof auch dazu auf, sich nicht damit abzufinden, dass die Mitgliederzahlen der Kirche sinken. „Wer redet uns denn dauernd ein, dass wir immer weniger werden? Gehen wir doch auf die Menschen zu, die sich von der Kirche abgewandt oder nie zu ihr gehört haben, weil wir davon überzeugt sind, dass das, was uns erfüllt, auch für sie gut ist: Dann haben wir erfasst, worum es Jesus heute geht. Dann verändert sich viel!“, ermunterte der Bischof die Gemeinde in der Stiftkirche.
Während der Visitation, wird sich der Bischof mit vielen Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden und der Kommunen zum Gedankenaustausch treffen, um sich über die Lage des Kirchenkreises zu informieren. Am Montag standen u.a. Besuche des Abfallentsorgungsbetriebs Fehr in Lohfelden und Informationen über die geplanten Sanierungsarbeiten an der Kaufunger Stiftskirche auf dem Programm, am Dienstag wird es ein Gespräch mit Bürgermeistern aus der Region sowie abends ein Gesprächsforum in Fuldabrück geben (Thema „Die Zukunft des Gottesdienstes – der Gottesdienst der Zukunft“). Am Mittwoch besucht der Bischof die Pfarrkonferenz. Außerdem wird der Bischof sich mit Jugendarbeitern aus dem Kirchenkreis treffen. (27.08.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
kirchenkreis-kaufungen.de
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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein, die er beim Gottesdienst in der Kaufunger Stiftskirche gehalten hat.
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Kirche auf dem Hessentag am 6. Juni:
«ROCK REQUIEM - CONCERT FOR ORCHESTRA, CHOIR & BAND»
Ein Orchester mit Chor und eine zehnköpfige Band mit insgesamt fast hundert Musiker spielen die Neuproduktion des Werkes - nach Meinung vieler Kritiker eines der wenigen wirklich geglückten Crossover-Experimente, erstmals auf dem Hessentag. Akteure sind am 6. Juni im Hessenpalace das «ESEMBLE CLASSICO», die HOMBERGER KANTOREI sowie die «ROCK REQUIEM BAND» - eine 10-köpfige Formation hochkarätiger Bühnenprofis. Die Gesamtleitung hat die Homberger Kantorin Birgit Käfer. Tickets kosten 12 Euro zzgl. Vorverkaufsgebühr, Abendkasse 15 Euro. (23.05.2008)
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Weitere Informationen und Kartenbestellung unter:
kirche-auf-dem-hessentag.de
Kirche auf dem Hessentag am 14. Juni:
Gospelkonzert: My Life is in his Hands!
«Gospelmusik lässt den Funken der Lebensfreude überspringen, aber gibt auch Kraft und Trost für schwere Zeiten im Leben. Beides kommt in diesem Konzert zum Ausdruck», freut sich Peter Hamburger, Pop-Kantor der Landeskirche, auf das Highlight. Njeri Weth ist durch ihre Zusammenarbeit mit Gospelstars wie David Thomas und ihre Auftritte bei den Internationalen Gospelkirchentagen bekannt. In Homberg stellt sie, gemeinsam mit dem Mass Choir, die Songs ihres ersten eigenen Albums «comfort» vor - Songs, deren trostvolle Kraft aus der Ruhe der Seele kommt.
Der Gospelchor «Get Up!» aus Kassel wurde 1999 von Peter Hamburger gegründet, der ihn bis heute leitet. «Modern Gospel» nennen die ca. 60 Sängerinnen und Sänger ihre Songs, denn sie orientieren sich an moderner «schwarzer» Popmusik von Soul bis R&B und Hiphop. Eine groovige Band unterstützt den Chor und die Soul-Stimmen der Solo- Sänger. Als Gospelchor der Landeskirche tritt Get Up! in ganz Nordhessen und darüber hinaus auf, z. B. beim Internationalen Gospelkirchentag 2008 in Hannover. 2006 erschien die CD «Feel The Spirit». (23.05.2008)
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Weitere Informationen und Kartenbestellung unter:
kirche-auf-dem-hessentag.de
Kirchliche Karikaturenausstellung «Kreuz-Stiche» in Homberg/Efze
Eine Jury, der unter anderen Bischof Dr. Martin Hein angehörte, hatte die Werke im März aus einer von «Karikaturenpapst» Walther Keim zusammengestellten Vorauswahl von rund 240 Zeichnungen ausgewählt. Keim, ehemals Leiter der Pressedokumentation des Deutschen Bundestags, und der Homberger Pfarrer Siegfried Paul Hohaus hatten gemeinsam die Idee zu dem Projekt.
Bischof Hein sprach angesichts des Vorhabens von einer Premiere. «Religion und Karikaturen vertragen sich nicht unbedingt miteinander», sagte er im Hinblick auf den Karikaturenstreit mit der islamischen Welt. Doch könnten Karikaturen auch neue Sichtweisen eröffnen, da sie mit wenigen Strichen etwas aussagen könnten, wofür man sonst lange Erläuterungen bräuchte. «Vielleicht findet der eine oder andere ja auch Kirche zum Schmunzeln im positiven Sinne», äußerte er seine Erwartung an die Ausstellung.
Die Ausstellung «Kreuz-Stiche: eine KarikaTour für Gott und die Welt» ist vom 26. Mai bis 4. Juni täglich von 10 bis 20 Uhr in der Hessentagskirche in der Ziegenhainer Straße zu besichtigen. Während des Hessentags ist sie zu den gleichen Öffnungszeiten im Kirchenladen am Marktplatz zugänglich. (23.05.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
kirche-auf-dem-hessentag.de
Kirchen rufen zu Spenden für Restaurierung von Torarolle auf
Die Torarolle, die die fünf Bücher Mose der Bibel in handgeschriebener, hebräischer Schrift enthält, sei ein «Kernsymbol des jüdischen Glaubens», begründete Dechant Harald Fischer von der katholischen Kirche den Spendenaufruf. Die Restaurierung dieser Rolle, die ein gemeinsames Glaubensgut von Christen und Juden darstelle, zeige zudem die unauflösliche Bindung der Christen an das Judentum.
Die Kasseler Synagoge war 1938 zerstört worden, dabei verschwanden auch dort aufbewahrte Torarollen. Mitte der 90er Jahre, so Esther Haß, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Kassel, entdeckte man vor der Synagoge eine stark beschädigte Torarolle, die ein Unbekannter dort niedergelegt hatte. Nachforschungen der Polizei nährten die Vermutung, dass es sich bei dieser Rolle höchstwahrscheinlich um eine der 1938 verschwundenen Rollen handele.
Bisher, so Rabbiner Shlomo Freyshist, habe man die Rolle nicht im Gottesdienst verwenden können. Eine solche Rolle müsse «koscher» sein, es dürfe beispielsweise kein Buchstabe fehlen. Durch die Restaurierung, die ein speziell ausgebildeter Toraschreiber in Straßburg vornehme, werde die Rolle nun wieder gottesdiensttauglich gemacht.
Die Kasseler Jüdische Gemeinde hat derzeit rund 1.200 Mitglieder. In Synagoge und Gottesdienst kommt der Torarolle ein zentraler Platz zu. Torarollen werden mit der Hand auf Pergamentpapier geschrieben, das aneinandergenäht und um Stäbe gewickelt wird. Im Gottesdienst wird die Rolle aus einem Schrein zum Vorlesepult getragen, wo aus ihr rezitiert wird. Spenden können erfolgen auf das Konto 2200201 des Evangelischen Stadtkirchenkreises, BLZ 52060410 bei der EKK Kassel, Stichwort: Torarolle. (23.05.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
ekik.de
Landgraf Philipp von Hessen als vorbildlicher Sozialpolitiker gewürdigt
Philipp führte die Reformation in Hessen ein und gründete ab 1533 in den aufgelösten Klöstern und Pfarreien insgesamt vier Hospitäler für kranke und behinderte Menschen. Am 26. August gründete er die Hohen Hospitäler zu Merxhausen und Haina in den Räumen ehemaliger Klöster, die seit 1953 unter der Trägerschaft des LWV stehen und Zentren für die soziale Psychiatrie sind. Die Gründung des Hospitals in der Pfarrei zu Hofheim, heute ebenfalls ein solches Zentrum, folgte am 20. Juni 1535. Am 13. November entstand ein weiteres Hospital in Gronau, das heute ein Freizeitheim ist. (23.05.2008)
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Informationen über Landgraf Philipp von Hessen finden Sie unter:
philipp-von-hessen.de
Bischof Hein besucht Kirchenkreis Kaufungen
Unter anderem wird Hein diakonische Einrichtungen, Schulen, Jugendtreffs und produzierende Betriebe besuchen, teilte die Dekanin des Kirchenkreises, Carmen Jelinek, mit. Den Auftakt der Besuchsreise bildet ein Kirchenkreisgottesdienst am Sonntag (25.5.) um 18 Uhr in der Kaufunger Stiftskirche unter dem Motto «25 Jahre Kirchenkreis Kaufungen», in dem Bischof Hein predigen wird. Am Montag besucht er um 10.30 den Abfallentsorgungsbetrieb Fehr in Lohfelden und ab 15 Uhr informiert sich Hein über die geplanten Sanierungsarbeiten an der Kaufunger Stiftskirche. (23.05.2008)
Linktipp:
Den Evangelischen Kirchenkreis Kaufungen finden Sie unter:
kirchenkreis-kaufungen.de
Bischof Hein kritisiert Chimären-Entscheidung als inhuman
Das auch in der Unterhausdebatte vorgebrachte Argument, die Herstellung solcher Chimärenzellen könne helfen, Menschen mit unheilbaren Krankheiten zu retten, wies Hein zurück: «Das Argument läuft sich tot, zumal reale Erfolge von ernst zu nehmenden Forschern als gering eingeschätzt werden», sagte er.
Hein betonte ferner, dass es keinen unmittelbaren Anlass für eine solche Entscheidung gegeben habe. «Hier geht es lediglich um die Durchsetzung von Forschungsinteressen», erklärte er. Mit der Entscheidung laufe man Gefahr, dass der Gattungsbegriff Mensch abgelöst werde, was sich auch auf die Menschenwürde auswirken könne. Die Befürchtung, dass solche Praktiken auch in Deutschland erlaubt würden, habe er allerdings nicht.
Das britische Unterhaus hatte am Montagabend den Weg für die Herstellung von Mensch-Tier-Embryonen frei gemacht. Dabei wird menschliches Erbgut in eine tierische Eizelle eingeschleust. Aus den Embryonen können sogenannte Chimären-Stammzellen gewonnen werden, die nach Ansicht der Befürworter einmal im Kampf gegen Leiden wie Alzheimer und Diabetes eingesetzt werden sollen. In Deutschland und anderen EU-Ländern ist die Schaffung menschlich-tierischer Embryonen verboten. (23.05.2008)
Lebenshilfe feiert 50-jähriges Bestehen
Die Lebenshilfe zähle deutschlandweit 135.000 Mitglieder und 527 örtliche Vereinigungen. In mehr als 3.000 Einrichtungen würden 170.000 behinderte Menschen betreut. Für die Zukunft wünsche man sich eine «gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen», etwa in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Sportverein. Ziel sei «eine Gesellschaft, in der von Anfang an niemand ausgegrenzt wird».
Die Lebenshilfe feiert das Jubiläum am 6. Juni mit einem Festival «Blaues Wunder» in der Berliner KulturBrauerei - Prenzlauer Berg. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet die Feier um 15 Uhr. Am 6. September treten das Sinfonieorchester und Chor des Mitteldeutschen Rundfunks auf der Seebühne in Magdeburg auf. Im November wird eine Sonderbriefmarke vorgestellt. Am 23. November, ihrem Gründungstag, feiert die Lebenshilfe einen Festakt in Marburg. (23.05.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
lebenshilfe.de
Kulturerbe aus Kurhessen-Waldeck in Online-Verzeichnis
Die Bestände des Landeskirchlichen Archivs, auf die das Portal hinweise, umfassten eine Fotosammlung von 1.054 Gebäuden in kirchlichem Besitz im Zeitraum von etwa 1930 bis 1972, eine Sammlung mit Fotos von beweglichem kirchlichen Kulturgut wie etwa Abendmahlskelche sowie die Baupläne von Kasseler Kirchen. Allerdings seien die Bestände über das Portal nicht einsehbar, so Wischhöfer. (23.05.2008)
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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
michael-portal.de
ekkw.de/offenekirchen
Internetangebot für offene Kirchen gestartet

Bereits jetzt zeigt das Logo «Verlässlich geöffnete Kirche», dass eine Kirche geöffnet ist. In Kurhessen-Waldeck sind das bisher 50, deutschlandweit schon mehr als 1000. Und jeden Tag werden es mehr.(Foto: Landeskirchenamt/Stiel)
Karte zeigt offene Kirchen
Das Angebot auf dem landeskirchlichen Server unter www.ekkw.de/offenekirchen gibt einen Überblick über alle eingetragenen Kirchen. Eine Karte zeigt, wo sich die Kirchen genau befinden. Mit einem Klick auf die gewünschte Kirche können Interessierte vielfältige Hinweise rund um das Gotteshaus abrufen: Dazu gehören die Zeiten, in denen die Kirche geöffnet ist, Sehenswertes und Geschichtliches wird beschrieben und Kontaktmöglichkeiten zu einem Ansprechpartner in der Kirchengemeinde sind zu finden. Auch die regelmäßigen Gottesdiensttermine können eingesehen werden. Informationen über Führungen und weitere Fragen (z.B. ob sich die Kirche an einem Rad-, Wander- oder Pilgerweg befindet) runden das Angebot ab.
Jetzt eintragen: Unsere offene Kirche
An dem Informationsangebot können sich alle Kirchengemeinden in Kurhessen-Waldeck beteiligen, die verlässliche Öffnungszeiten ihrer Kirche anbieten. Auch Kirchen, die bereits das bundesweite Signet «Verlässlich geöffnete Kirche» führen, sollten das neue Portal bestücken. Über ein Eingabeformular werden alle notwendigen Informationen zur Kirche erfasst. Gleich nach der Eingabe wird der Eintrag in der Datenbank gespeichert, redaktionell geprüft und kurze Zeit später veröffentlicht. Die redaktionelle Pflege hat die Medienagentur «medio!» in Zusammenarbeit mit dem landeskirchlichen Beauftragten für offene Kirchen, Willi Stiel, übernommen.
«Ich freue mich sehr, dass wir den Besucherinnen und Besuchern von ekkw.de diesen neuen Service anbieten können», sagte der Internetbeauftragte der Landeskirche, Pfarrer Christian Fischer, bei der Vorstellung in Kassel. Alle Kirchengemeinden seien eingeladen, ihre Kirche mit einem Eintrag in der Datenbank zu präsentieren, so Fischer weiter. (20.05.2008 )
Offene Kirchen:
Hier finden Sie offene Kirchen in Kurhessen-Waldeck und können selbst geöffnete Kirchen eintragen:
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100 Jahre Kasseler Friedenskirche:
Bischof Hein ruft Kirche zu aktivem Friedensdienst auf
Hein unterstrich, dass Frieden nicht allein den inneren oder Seelenfrieden meine. Es gehe im Namen Jesu um den Frieden in der Welt. Dabei sei nicht zu erwarten, dass der Friede jedem nachlaufen werde. Vielmehr müsse jeder Christ den Frieden selber suchen und in dieser Welt für Frieden eintreten. Im Geiste Jesu könne es deshalb nur darum gehen, Wege zu einem «gerechten Frieden» zu suchen statt einen «gerechten Krieg» zu führen. (19.05.2008)
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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Wortlaut:
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Kanonenkugelfund in Niederdünzebach bestätigt alte Sage vom «Kanonen-Quentel»

Hatten Stadthistoriker Karl Kollmann und sein Team nicht erwartet: Zwei der Kugeln des «Kanonen-Quentel». (Foto: medio.tv/Brunning)
Die Archäologen hatten zwar vermutet, dass sie eine leere zugeschüttete Grube bei ihren Nachforschungen finden würden. Aber das tatsächlich noch Kugeln darin waren, hatten Kollmann und sein Team nicht erwartet.
Damit bestätigte sich eine etwa 200 Jahre alte Sage, die bis heute in Niederdünzebach überliefert wurde: Während der französischen Besatzungszeit soll der damalige Ortspfarrer Wilhelm Quentel den Truppen Napoleons rund 400 Kanonenkugeln gestohlen haben. Dazu lud der Pfarrer die Soldaten in sein Haus ein, um sie betrunken zu machen und ersetzte danach die Kugeln durch Steine. Die gestohlenen Kanonenkugeln verstecke er dann in der Gruft.
Mit der Aktion wollte er die Kriegstruppen sabotieren: «Quentel wollte Sand ins Getriebe streuen, die Kriegsmaschinerie stören», sagte Stadthistoriker Kollmann über den mutigen Pfarrer. Auch wenn die Aktion eher «scherzhaft» gewesen sei, hätte sie für Pfarrer Quentel böse Folgen haben können: «Wenn die Sache aufgeflogen wäre, wäre er im schlimmsten Fall verurteilt worden, möglicherweise zum Tode», so Kollmann.
Pfarrer Gernot Hübner von der Kirchengemeinde berichtete, dass die Sage früher sogar im Konfirmandenunterricht weitergegeben wurde. Dazu hätten ihm Gemeindemitglieder alte Hefte gezeigt, in denen die Sage vom «Kanonen-Quentel» abgeschrieben wurde. «Die Sage wurde schon immer als Stolz des Dorfes überliefert», so Pfarrer Hübner. Mit dem Fund der Kugeln scheint sich jetzt die Sage als wahr zu erweisen. (16.05.2008)
Internetradio:
Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema von medio-Reporter Marc Brunning:
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Sensationeller Besuch im Südturm:
In der Marburger Elisabethkirche brüten seltene Uhus
Laut dem Beauftragten bietet die Elisabethkirche aber nicht nur Uhus, sondern auch anderen Vögeln Unterschlupf. Dazu gehören u.a. Turmfalken und Mauersegler. Pfarrer Achim Ludwig freut sich, dass sich die Vögel in seiner Kirche wohlfühlen: «Ich merke, dass ich jetzt öfters mal bei den Vogelfreunden ins Internet gucke und neue Bilder unserer Kirche sehe. Es sieht sehr imposant aus, diesen Vogel auf dem Turm sitzen zu sehen», sagte Ludwig. Fotos der scheuen Uhus findet man auf den Internetseiten der Vogelfreunde Marburg. (16.05.2008)
Linktipp:
Fotos vom Uhu-Pärchen finden Sie unter:
marburger-vogelwelt.de
Internetradio:
Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema von medio-Reporter Jakob Diehl:
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Besuch bei der Ländlichen Familienberatung und Dienst auf dem Land
Bischof Hein: Ländliche Räume in Hessen auch weiterhin lebenswert erhalten

Die Teilnehmenden des Besuchs in Schwalmstadt/Treysa machten sich ein Bild von der Arbeit von «Familie & Betrieb - Ländliche Familienberatung und Dienst auf dem Land». (Foto: Landeskirchenamt)
Bei dem Treffen Ende April ging es um aktuelle Themen, die in besonderer Weise Auswirkungen auf die Menschen in Familienbetrieben der Landwirtschaft oder des Handwerks haben. Dazu gehörten u.a. Konflikte bei der Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen, Fragen zu Bioenergie, Welternährung und Globalisierung, teilte Hartmut Schneider von der Arbeitsstelle mit.
Bischof Hein berichtete während des Besuchs von seinen Erfahrungen im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit dem viel beachteten Text «Wandeln und Gestalten», der unter seinem Vorsitz erarbeitet wurde und dem Leitgedanken folgt, dass Kirche lebensraumorientiert, kooperativ, vernetzt und in der Nähe der Menschen ist. Aus verschiedenen Entwicklungs-Typen ländlicher Räume würden sich unterschiedliche Wachstumsperspektiven und Handlungsansätze für Kirche sowie das Leben und Arbeiten der Menschen ergeben, so Schneider.
Der Bischof habe sich auch deutlich für eine Vertiefung und Neuorientierung der Beratungs- und Bildungsangebote der Arbeitsstelle «Familie & Betrieb - Ländliche Familienberatung und Dienst auf dem Land» ausgesprochen. Regionale Prozesse sollten aktiv gestaltet und von der Kirche unterstützt und begleitet werden, so Hein. «Wir wollen die ländlichen Räume in Hessen auch weiterhin lebenswert erhalten», unterstrich der Bischof.
Zu den Teilnehmenden des Besuchs gehörten neben Bischof Hein, Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Stock (Dezernat Bildung im Landeskirchenamt), Herbert Lucan (Leiter des Referats Wirtschaft, Arbeit und Soziales des Landeskirchenamtes), Dekan Christian Wachter (Kirchenkreis Ziegenhain), Ute Göpel, Helmut Koch und Eberhard Wisseler. (16.05.2008)
«Zug der Erinnerung» hält in Marburg
Die mobile Ausstellung beschreibt in mehreren Waggons das Schicksal der Kinder von Juden, Roma und Sinti sowie anderer Opfergruppen. Der Zug startete am 8. November 2007 in Frankfurt am Main und erreichte nach etwa 3.000 Bahnkilometern am 7. Mai dieses Jahres die Gedenkstätte Auschwitz in Polen. In Berlin kam es zu Protesten, weil die Deutsche Bahn einen Halt im Hauptbahnhof nicht gestattete. Von Auschwitz fuhr der Zug über Chemnitz und Mittweida nach Eisenach.
Der Zug der Erinnerung ist ein Projekt verschiedener Bürgerinitiativen und des DGB. Die Ausstellung ist im Marburger Hauptbahnhof von 9 bis 19 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. (15.05.2008)
Bischof Hein besucht Stiftung Beiserhaus
Hein hatte sich am Dienstagnachmittag (13.5.) ausführlich über die Arbeit der 1844 als «Rettungsanstalt» gegründeten Einrichtung informiert. Er hob hervor, dass Jugendliche hier in ihrer spezifischen Situation gefördert würden, um sie dann erfahren zu lassen, dass sie auch gefordert werden. «Das Fordern ist die Wertschätzung, dass sie das, was sie gelernt haben, auch können», erläuterte Hein.
Zuvor hatte der Direktor des Beiserhauses, Harald Recke, erklärt, dass man mit der Arbeit viele junge Menschen erreiche, die in der Gefahr stünden, an den Rand gedrängt zu werden. Sie würden von normalen Betrieben gar nicht genommen und ausgebildet. Die jeweiligen Ziele würden «kleinmaschig» an den Klienten erarbeitet. «In 70 Prozent der Fälle erreichen wir diese Ziele ganz oder zumindest teilweise», sagte Recke.
Zuvor hatte Bischof Hein angeregt, verstärkt christliche Rituale wie etwa ein Tischgebet in die Arbeit zu integrieren. «Wir entdecken die heilsame Wirkung von Ritualen», wies er auf deren Bedeutung für das alltägliche Leben hin. Kritisch äußerte sich Direktor Recke zu sogenannten Erziehungscamps. Man brauche solche speziellen Angebote nicht, wenn Jugendämter bereit seien, in qualifizierte Jugendhilfe zu investieren. In solchen Camps gebe es oft nur kurzfristige Anpassungsleistungen und keine dauerhaften Erfolge. (15.05.2008)
Abschied nach fast 60 Jahren:
US-Gemeinde feiert letzten Gottesdienst in Hanauer Kapelle
Bischof Prof. Dr. Martin Hein bedankte sich in einer Urkunde für die fast sechs Jahrzehnte währende gute Nachbarschaft und überbringt darin auch Segenswünsche der Landeskirche: «Der heilige und barmherzige Gott segne Ihre Wege. Wohin auch immer Sie jetzt gehen werden: unser Gott wird dort sein und Sie geleiten», schreibt der Bischof. Zeitweise lebten rund 20.000 US-Amerikaner in Hanau. Die Stadt war eine der größten Militärstützpunkte in Europa. (15.05.2008)
«Happy Birthday, liebe Kirche»
Kinder gratulierten Kirche am Pfingstfest zum Geburtstag

Mit handgeschriebenen und gemalten Briefen gratulierten Schülerinnen und Schüler der Kirche am Pfingstfest zum Geburtstag. (Foto: medio.tv/ Schauderna)
In der vergangenen Woche wurden die handgeschriebenen und gemalten Briefe dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, zugestellt.
«Viele neue Christen, sehr viele Taufen, viele Spenden - und einen tollen Tag»
Die Glückwünsche, die die Kinder der Kirche übermitteln, sind vielfältig: «Viele neue Christen und viele Taufen» wünscht etwa Kathleen; Louisa «viel Musik, viel Glück auf deinen Wegen und dass du lange erhalten bleibst». Etliche Schüler sehen auch, dass die Kirche auch auf ein finanzielles Auskommen angewiesen ist: «Viele Mitglieder und Spenden und dass die Kirchen gut besucht werden», wünscht Moritz. Und da das Pfingstfest auch ein Geburtstag ist, wünscht Jan-Christopher der Kirche «einen tollen Tag».
Bischof Hein: Kinder nehmen Kirche freundlich und wirklichkeitsnah wahr
Bischof Hein zeigte sich von der Aktion der Schülerinnen und Schüler begeistert: «Das Projekt belegt, wie sehr sich die Kinder der Kirche verbunden fühlen», betonte Hein. Bemerkenswert sei, wie wirklichkeitsnah die Kirche und was sie brauche, in den Glückwünschen wahrgenommen werde. Der Bischof unterstrich in diesem Zusammenhang zugleich die Bedeutung des konfessionellen Religionsunterrichts als eines eigenständigen Lehrfachs. Durch das Unterrichtprojekt sei anhand des Pfingstfestes die kulturprägende Kraft des christlichen Glaubens und seiner Feste neu ins Bewusstsein gehoben worden. (16.05.2008)
«Faires Kaufhaus» in Kassel eröffnet
Die Palette des Angebots reicht nach Pedinas Angaben von einem Schrank für fünf Euro bis zu einem von einer Künstlerin gefertigten Mobile für 999 Euro. Außerdem befänden sich in dem Kaufhaus noch ein Reisebüro, ein Bistro sowie eine Änderungsschneiderei. Das Haus biete rund 20 Menschen, die bisher arbeitslos gewesen seien, einen Arbeitsplatz. Die meisten der Arbeitsplätze würden aus staatlichen Mitteln gefördert.
Der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD) zeigte sich bei der Eröffnung von dem Projekt begeistert. «Ich finde diese Idee genial», sagte er. Mit dem Kaufhaus sei ein Ort geschaffen worden, an dem auch Menschen, die jeden Euro zweimal umdrehen müssten, etwas kaufen könnten. Die Idee zu einem solchen Kaufhaus sei schon vor fünf Jahren entstanden, erläuterte Pedina. In der diakonischen Einrichtung Drogenhilfe Nordhessen, die alleiniger Gesellschafter der fair nordhessen GmbH ist, habe man überlegt, wie man zusätzliche Mittel erwirtschaften könne. Grund sei der stetig wachsende Kostendruck sowie sinkende Zuwendungen gewesen.
Das «fair kaufhaus» in der Philippistraße 23 in Kassel hat montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr geöffnet. Wer gut erhaltene, gebrauchte Möbel dem «fair kaufhaus» schenken will, kann sich unter der Rufnummer 0561/4007550 im Kaufhaus melden. (09.05.2008)
Diakonie fordert Abschiebestopp für Afghanistan-Flüchtlinge
Es sei nicht nachvollziehbar, dass Bundesländer über die Aufnahme von Flüchtlingen aus dem Irak diskutierten und gleichzeitig an einer Abschiebung in das nächstgrößere Krisengebiet festhielten, heißt es in der Erklärung der Diakonischen Werke. Jedes Bundesland habe das Recht, einen solchen Stopp für sechs Monate zu erlassen. Eine erzwungene Rückkehr nach Afghanistan könne weder Frauen, Kindern noch alten Menschen zugemutet werden. Diese seien ohne Familienanschluss in Afghanistan völlig hilflos. Zudem könnten diese Menschen keinen Beitrag zum Aufbau des Landes leisten.
Dagegen beharrte der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) darauf, ausreisepflichtige Afghanen weiter abzuschieben. Hessen schlage keinen Sonderweg ein, sondern folge den Regelungen des Bundes, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. Der hessische Landtag hatte in seiner Sitzung vom 9. April mit den Stimmen von Linken, SPD und Grünen einen Beschluss verabschiedet, wonach Abschiebungen nach Afghanistan generell auszusetzen seien. (09.05.2008)
Pfingstbotschaft von Bischof Martin Hein:
Christen sollen «einfach und klar Glauben bekennen und leben»

Pfingst-Motiv des Altars der Evangelischen Kirche in Netze im Kirchenkreis der Eder. (Foto: medio.tv/Schauderna)
Die Menschen erwarteten von Christen «keine langatmigen Erklärungen oder Begründungen, sondern das unmittelbare, deutliche Zeugnis unseres Glaubens in Wort und Tat.» Dieses sei der Dienst, den die Kirche der Welt schulde, so der Bischof in seiner Botschaft.
Der Heilige Geist vermag jeden zu «lebendigen Steinen» der Kirche zu machen
Pfingsten als Fest des Heiligen Geistes und der Kirche erinnere daran, dass die Christen «lebendige Steine» für den großen Bau der Kirche Jesu Christi sein sollten. Dazu sei jeder Christ wie die Kirche als ganze auf die Kraft des Heiligen Geistes angewiesen. Gottes Geist besitze die Gabe, jeden zu «lebendigen Steinen» zu machen, in denen es atmet und pulsiert und damit auch die Kirche verändere.
So könne die Kirche aktuell und zeitnah sein, ohne ihren Ursprung und ihre Herkunft zu verleugnen. Die Gemeinschaft der Kirche werde größer, wenn sie Leuchtkraft von innen gewinne, betonte Bischof Hein. (08.05.2008)
Internetradio:
Pröpstin Marita Natt aus Bad Hersfeld erzählte medio, was sie an Pfingsten besonders schätzt:
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Elisabethjahr 2007: 200.000 Menschen besuchten Wanderausstellung

Die Wanderausstellung «Krone, Brot und Rosen» zum Elisabethjahr 2007 war in elf europäischen Ländern zu sehen. (Foto: medio.tv/Schauderna)
Die Internetseite des Elisabethjahres ist nach Römers Auskunft im Schnitt täglich rund 1.600 Mal besucht worden. Erfolgreich sei auch ein eigens entwickeltes Computerspiel gewesen, das von mehr als 20.000 Spielern aufgerufen worden sei. Beide Angebote wurden von der Medienagentur der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, «medio!», produziert.
Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, und der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Peter Steinacker, betonen in einem Grußwort der Bilanzbroschüre, dass das Jahr die Erwartungen übertroffen habe. «Mit Elisabeth lassen sich Brücken in Europa schlagen», heißt es dort. So seien durch das Jahr auch neue Chancen für die Ökumene eröffnet worden. Dies gelte nicht nur für die Zusammenarbeit mit dem Bistum Fulda. Die Wanderausstellung sei international vornehmlich von katholischen Partnern gezeigt worden.
Informationen zur Broschüre und zum Elisabethjahr: Geschäftsstelle des Elisabethjahres im Kasseler Landeskirchenamt, Dr. Jürgen Römer, E-Mail: elisabethjahr@ekkw.de (06.05.2008)
Linktipp:
Die Website und das Onlinespiel zum Elisabethjahr finden Sie unter:
www.800-jahre-elisabeth.de
Zyklon-Katastrophe - Spendenaufruf:
Landeskirche spendet 20.000 Euro für Wirbelsturmopfer in Birma
Die Diakonie Katastrophenhilfe habe ihre Soforthilfe für die Opfer des Zyklons Nargis in Birma auf 250.000 Euro aufgestockt, so Waldeck weiter. In den betroffenen Regionen seien einheimische Partnerorganisationen dabei, Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente sowie Zeltplanen zu verteilen. Nach Angaben eines Mitarbeiters vor Ort sei der Mangel an Trinkwasser besonders besorgniserregend.
Im internationalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT (Kirchen helfen gemeinsam) leistet die Diakonie Katastrophenhilfe Hilfe vor allem mit Partnern vor Ort. In den Nachbarländern stehen weitere Partnerorganisationen bereit, um Hilfsgüter über die Grenze zu bringen, sobald dies möglich ist. Spenden können auf das Konto der Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Kennwort «Zyklon Birma» überwiesen werden. (13.05.2008)
Helfen Sie mit Ihrer Spende:
Spendenkonto der Diakonie Katastrophenhilfe
Kennwort «Zyklon Birma»
Konto 502 707, Postbank Stuttgart (BLZ 600 100 70)
Linktipp:
Weitere Informationen und die Möglichkeit, online zu spenden, finden Sie im Internet unter:
diakonie-katastrophen-hilfe.de/(...)
Gefängnisseelsorger: Anzahl armer und kranker Häftlinge steigt
Ein Gefängnisaufenthalt sei unverhältnismäßig kostenintensiv und der Erfolg gering, betonte Müller-Monning im Hinblick auf die hohen Rückfallquoten. «Das Gefängnis sozialisiert zum Verbrechen». Es sei an der Zeit, über mögliche Alternativen zum derzeitigen Strafvollzug nachzudenken. Dazu gehöre etwa der Täter-Opfer-Ausgleich oder die elektronische Fußfessel. Auch vorbeugende Maßnahmen seien von hoher Bedeutung. «Die hessische Landesregierung hat viele solcher präventiven Maßnahmen leider gestrichen», bedauerte er.
Martin Faber, Vorsitzender der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland, beklagte, dass viele Justizvollzugsangestellte zehn und mehr Tage am Stück Dienst hätten, gefolgt von nur einem Tag Ruhe. Zudem stellte er eine «gewisse Ähnlichkeit» zwischen der Zeit Johann Hinrich Wicherns, der 1833 in einem Hamburger Vorort ein Heim für verwahrloste Jugendliche gründete, und heute fest: «Es scheint, dass die Gesellschaft auf einem rückwärts gewandten Weg ist.» Die Armut bei Kindern wachse und damit die Gefahr, straffällig zu werden.
Zu der noch bis Freitag dauernden Jahrestagung der Evangelischen Konferenz für Gefängnisseelsorge in Deutschland haben sich rund 120 Teilnehmer angemeldet, darunter Gäste aus Dänemark, Schweden, Holland, Österreich, Polen und England. (06.05.2008)
Verein Evangelische Schwerhörigenseelsorge gegründet
Wie Reinhold Engelbertz, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Gehörlosenseelsorge, ergänzte, hatte die EKD im Jahre 2003 der bis dahin existierenden Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Schwerhörigenseelsorge das Mandat und die finanzielle Unterstützung entzogen. Eine Arbeitsgruppe habe daraufhin ein Konzept für eine Neugestaltung der Arbeit entwickelt. Die Schwerhörigenseelsorge werde im Juli Räume in einer neuen, gemeinsamen Geschäftsstelle mit der Gehörlosenseelsorge in Kassel beziehen. (06.05.2008)
Evangelisches Bildungszentrum Bad Orb
Seelsorgekurs schult Fähigkeit zu trösten
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf der Internetseite des Evangelischen Bildungszentrums Bad Orb unter Programm/Langzeitfortbildung (www.ebz-bad-orb.de). (05.05.2008)
Internetradio:
medio-Reporter Gabriel Belinga-Belinga interviewte den Leiter des Seelsorge-Trainings, Pfarrer Dieter Roos:
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Ehemalige Zwangsarbeiterinnen in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen:
"Auf Augenhöhe" dokumentiert Ergebnisse einer Besuchsreise nach Hessen

Zwölf ehemalige Zwangsarbeiter besuchten 2005 Hessen. Dabei waren sie auch im Kasseler Haus der Kirche zu Gast. (Foto: medio.tv/Schauderna)
Das 242 Seiten umfassende Buch hatten die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN),die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) sowie die Diakonischen Werke in Hessen und Nassau (DWHN) und von Kurhessen-Waldeck (DWKW) in Auftrag gegeben. Das Buch dokumentiert Gespräche, Interviews und gemeinsame Erfahrungen während einer Besuchsreise von ehemaligen Zwangsarbeiterinnen mit ihren Kindern und Enkeln an ihren Einsatzorten in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen. Bei dem Besuch wurde deutlich, dass die Zwangsarbeit während der NS-Zeit nicht nur bei vielen direkt Betroffenen in den osteuropäischen Staaten tiefgehende Auswirkungen auf den Lebensweg hatten, sondern auch auf den ihrer Kinder und Enkel. In dem Buch wird zudem die Begegnung der Gäste mit Schülerinnen und Schülern dokumentiert.
Die Einladungen an die ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und ihre Nachkommen konnten erst nach Öffnung der Grenzen ausgesprochen werden und kamen auf der Basis einer Forschungsarbeit über Zwangsarbeit in kirchlichen Einrichtungen zustande, die im Auftrag der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sowie der beiden Diakonischen Werke von dem Historiker Dirk Richhardt 2003 vorgelegt worden war.
Richhardt hatte insgesamt 261 Menschen namentlich nachgewiesen, die in kirchlichen und diakonischen Einrichtungen eingesetzt worden waren. Im Anschluss daran hatten die Auftraggeber intensiv nach diesen Personen geforscht und diejenigen, die noch erreichbar waren, mit einer Begleitperson eingeladen. Die Reise brachte für alle Beteiligten menschliche tiefgehende Empfindungen und Erfahrungen zutage, die in dem Buch nun nachvollzogen werden können.
Bischof Hein beeindruckt: "Einfühlsames Dokument"
Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, zeigte sich von dem Buch beeindruckt. "Dieses einfühlsame Dokument belegt Chancen und Schwierigkeiten bei der Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte“, erklärte Hein. Der Landespfarrer für Diakonie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Schwarz, würdigte die Publikation als "gelungene Dokumentation", die die Erinnerungen der Zeitzeugen für die nachfolgende Generationen festhalte.
Das Buch „Auf Augenhöhe - Begegnungen und Gespräche über Zwangsarbeit in Kirche und Diakonie In Hessen 60 Jahre nach Kriegsende“ wird von Fred Dorn und Anette Neff in der Reihe „Quellen und Studien zur Hessischen Kirchengeschichte“ als Band 15 herausgegeben. Es ist ab dem 28. April zum Preis von 17,50 Euro im Buchhandel erhältlich. (2.5.2008)
Landeskirche begrüßt Kontingentlösung für irakische Flüchtlinge
Grundsätzlich gelte für jede Flüchtlingsproblematik, dass Lösungsversuche und Hilfsmaßnahmen unabhängig von religiöser und ethnischer Zugehörigkeit gefunden und eingeleitet werden müssten. «Dazu verpflichtet uns das Gebot christlicher Nächstenliebe genauso wie die Genfer Flüchtlingskonvention. Dennoch müssen wir auf die besonders schutzbedürftige Lage der assyrisch-chaldäischen Christen im Irak aufmerksam machen. Ihre Situation ist über das im Irak allgemein vorherrschende Maß hinaus unerträglich geworden. Sie sind Opfer einer radikalislamischen ethnischen Säuberungsaktion mit Völkermordcharakter. Zahlreiche Kirchen sind zerstört worden. Christen gelten islamischen Extremisten als Ungläubige und Kollaborateure der amerikanischen Besatzer», heißt es in der Mitteilung.
Aufnahme insbesondere von Christen und anderen verfolgten Minderheiten gefordert
Angesichts dieser extremen Umstände fordert die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck eine Kontingentlösung für irakische Flüchtlinge, die einerseits die besondere Verfolgungssituation der Christen berücksichtigt, andererseits jedoch auch allen anderen religiösen und ethnischen Minderheiten zu Gute kommt.
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck setzt sich dabei für eine auf die Zukunft ausgerichtete, dauerhafte Lösung für die Flüchtlinge in Deutschland ein. Dies beinhalte ein gesichertes Aufenthaltsrecht mit Zugang zu allen öffentlich geförderten Integrationsmaßnahmen sowie einen freien Zugang zum Arbeitsmarkt. Nur so könne es zu einer gelingenden Integration in Deutschland kommen, heißt es weiter. Es wäre unverantwortlich, die Flüchtlinge in einem Jahre andauernden Zustand der Unsicherheit über ihren Status und ihre Zukunft zu belassen. «Darüber hinaus fordern wir die Bundesregierung auf, Maßnahmen zu ergreifen, die einer Zerstörung der 2000-jährigen christlichen Tradition im Irak entgegenwirken und helfen, die Rechte aller religiösen und ethnischen Minderheiten im Irak zu sichern», schließt die Stellungnahme. (30.04.2008)
Bischof Hein ordiniert neun Vikarinnen und Vikare in Ebsdorf

Die ordinierten Pfarrerinnen und Pfarrer gemeinsam mit allen am Gottesdienst Beteiligten vor der Kirche in Ebsdorf.
Die ordinierten Pfarrer, drei Frauen und sechs Männer, hatten zuvor ein Studium der Evangelischen Theologie absolviert, waren in der zweiten Ausbildungsphase als Vikare in Kirchengemeinden der Landeskirche tätig und ließen sich am Evangelischen Predigerseminar in Hofgeismar ausbilden.
Bischof Hein: Aufgabe des Pfarrers ist die Fürbitte für andere

Bischof Hein: «Pfarrerinnen und Pfarrer können sich in ihrem Amt von Gott getragen und ernst genommen wissen.»
In seiner Predigt ermutigte Bischof Hein die Ordinanden zu ihrem Dienst. Gewiss stelle das Pfarramt durch die Vielzahl seiner Aufgaben hohe Anforderungen. Aber es gehe in ihm nie nur um routiniertes Können, sondern um die ganze Person, um die Glaubwürdigkeit des Zeugnisses. «Amt und Person lassen sich im Pfarrberuf nicht voneinander trennen», betonte Hein.
Letztlich gelte es aber die Ansprüche an das heutige Pfarramt auf das Wesentliche zurückzuschrauben: «Pfarrerinnen und Pfarrer sind dazu da, in der Fürbitte vor Gott für andere Menschen einzutreten.» Kern des Pfarrberufs sei, für andere zu beten - sei es mit Blick auf konkrete Anliegen der Menschen in der Kirchengemeinde oder bedenkliche Entwicklungen in der Gesellschaft. Der Bischof nannte in diesem Zusammenhang die Vergötzung des Geldes und der Ökonomie, militärischer Macht oder einen zu beobachtenden Gesundheitskult. Der Dienst der Fürbitte sei eine anspruchsvolle, aber auch verheißungsvolle Aufgabe: Pfarrerinnen und Pfarrer könnten sich in ihrem Amt von Gott getragen und ernst genommen wissen, so Hein. (28.04.2008)

V.l.n.r: Predigerseminardirektor Dr. Cornelius-Bundschuh, Bischof Dr. Hein und die Kirchenvor-
steherin Christa Voigt bei der Einsegnung.

War bis auf den letzten Platz besetzt: Die Evangelisch-lutherische Kirche Ebsdorf.
Fotos: medio.tv/Schauderna
Die ordinierten Pfarrerinnen und Pfarrer:
Anna Köppe
Versehung der 1. Pfarrstelle Bebra, Kirchenkreis Rotenburg
Manuela Mohr
Versehung der Pfarrstelle Schwarzenborn, Kirchenkreis Ziegenhain
Christian Moritz
Versehung der 1. Pfarrstelle Großalmerode-Epterode, Kirchenkreis Witzenhausen
Axel Nolte
Versehung der Pfarrstelle Breitenbach, Kirchenkreis Rotenburg
Dr. Karl-Heinrich Ostmeyer
Versehung der 1. Pfarrstelle Bronnzell-Eichenzell, Kirchenkreis Fulda
Sven Pernak
Beauftragung mit einem besonderen Dienst nach § 104 (2) PfDG; Mitarbeit beim Landespfarrer für Diakonie
Dr. Matti Schindehütte
Versehung der Pfarrstelle Elnhausen, Kirchenkreis Marburg-Land
Maike Westhelle
Versehung der Pfarrstelle Vellmar-Niedervellmar, Kirchenkreis Kassel-Land
Michael Zehender
Versehung der Pfarrstelle Obergeis, Kirchenkreis Hersfeld
Im Wortlaut:
Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Ordinationsgottesdienst am 27.04.2008 (Rogate) in der Evangelisch-Lutherischen Kirche zu Ebsdorf:
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Historisches Gebäude in den vergangenen zwei Jahren saniert
Evangelisches Predigerseminar in Hofgeismar wiedereröffnet

Nach zwei Jahren Sanierungszeit wiedereröffnet: Das Predigerseminar in Hofgeismar. (Fotos: medio.tv/Schauderna)
Bischof Hein: Predigerseminar - Ort, an dem Reflexion und geistiges Leben sich fördern
In seiner Predigt sagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, es sei wichtig, dass das Predigerseminar weiterhin ein Haus gemeinsamen Lernens im Austausch von Erfahrungen und in der Begegnung mit neuen Einsichten bleibe. Im Predigerseminar solle die im wissenschaftlichen Studium gewonnen Erkenntnis zur vielgestaltigen kirchlichen Praxis in Beziehung gesetzt werden. Das Predigerseminar sei ein Ort, in dem Theologie zur Herzensangelegenheit werde. «Reflexion und geistiges Leben begegnen und fördern sich», betonte der Bischof. Damit dies von den äußeren Voraussetzungen gelinge, habe die Landeskirche das Seminar renovieren lassen. «Was das Innere angeht, sind wir auf Gottes Beistand im Heiligen Geist angewiesen», sagte Hein.
Zeit- und Kostenrahmen eingehalten - Funktionalität und Standard des Gebäudes gesteigert
Nach Angaben der im Landeskirchenamt zuständigen Dezernentin für kirchengemeindliches Bauen, Liegenschaften und landeskirchlicher Bauten, Oberlandeskirchenrätin Ute Stey, seien kurz nach Beginn der Baumaßnahmen im Jahr 2006 gravierende Bauschäden festgestellt worden, die während der Planungsphase im Jahr 2005 nicht ersichtlich gewesen waren und eine Erweiterung des Kosten- und Zeitrahmens für die Sanierung notwendig machten. «Es ist gelungen, diesen Zeit- und Kostenrahmen einzuhalten», freute sich die Dezernentin und dankte während des sich an den Gottesdienst anschließenden Empfangs den bauleitenden Architekten und Firmen, die dies möglich gemacht hatten.
Mit der jetzt abgeschlossenen Sanierung sei die Funktionalität des Gebäudes und der Standard der 36 Gästezimmer erheblich gesteigert worden, erklärte Predigerseminardirektor Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh. Zudem sei jetzt auch eine effizientere Bewirtschaftung des Gebäudes durch eine engere Kooperation mit der benachbarten Evangelischen Akademie vorgesehen. Dies gelte für die Küche ebenso wie für ein Blockheizwerk, das in Betrieb genommen wurde, so Cornelius-Bundschuh.
Aus- und Fortbildungsstätte für Pfarrer - Frauenstudien- und Bildungszentrum der EKD
Das Evangelische Predigerseminar dient der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck als Aus- und Fortbildungsstätte ihrer Pfarrerinnen und Pfarrer. Nach der Sanierung sind zwei neue Mieter hinzugekommen: das Frauenstudien- und bildungszentrum in der EKD (FSBZ), welches im neuen Arbeitsbereich VI (Gender) des Comenius-Institutes aufgenommen werden konnte und das früher in Gelnhausen beheimatet war, sowie die Arbeitsstelle für Kindergottesdienst der Landeskirche. (28.04.2008)
Im Wortlaut:
Lesen Sie hier Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Gottesdienst zum Wiedereinzug in das Predigerseminar am 26.04.2008 in der Brunnenkirche Hofgeismar:
Predigt lesen...
Im Wortlaut:
Lesen Sie hier die Rede der im Landeskirchenamt zuständigen Dezernentin für kirchengemeindliches Bauen, Liegenschaften und landeskirchlicher Bauten, OLKR Ute Stey, zur Wiedereinweihung des sanierten Predigerseminars:
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Marburger Elisabethkirche feierte Einweihung vor 725 Jahren

Wurde vor 725 Jahren (am 1. Mai 1283) geweiht: Die Elisabeth-
kirche in Marburg. (Foto: Elisabethkirche/Dietrich)
Über die Weihe im Jahr 1283 sei nur wenig überliefert, berichtete Pfarrer Ralf Hartmann . Ein Bischof habe sie vorgenommen, dessen Name unbekannt sei. Die Kirche war Hartmann zufolge bereits vor der Weihe weitgehend fertig, die Türme allerdings erst um 1340. Erste Gottesdienste sind nach den Angaben von Hartmann schon um 1249 gefeiert worden. Die Kirche entstand über dem Grab Elisabeths von Thüringen (1207 bis 1231). Baubeginn war 1235, das Jahr ihrer Heiligsprechung. Die Kirche entwickelte sich zu einer der bedeutendsten Wallfahrtstätten des Abendlandes. (05.05.2008)
Linktipp:
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
elisabethkirche.de
Konsultation der Partnerkirchen in Namibia
Pfarrer in Partnerkirchen der Landeskirche brauchen oft zweiten Beruf

Die Teilnehmer der Konsultation aus Namibia, Südafrika, Indien, Estland, Kirgisien und Deutschland in Windhoek/ Namibia. (Foto: Landeskirchen-
amt/Richebächer)
Eine Gemeinsamkeit aller Kirchen bestehe in der zunehmenden Bedeutung des Ehrenamts, erläuterte Richebächer. Während es in der EKKW eine wachsende Eigeninitiative von Gemeindegliedern zum Erhalt ihrer Kirchengebäude gebe, stehe etwa in den afrikanischen Partnerkirchen die Beteiligung an Jugendchören oder die gemeindliche Versorgung der von Aids betroffenen Familien im Vordergrund.
Eine besondere Aufgabe habe die namibische Partnerkirche übernommen, berichtete Richebächer. Die nationale Allianz zur Armutsbekämpfung habe sie beauftragt, ein Pilotprojekt zur Einführung eines allgemeinen Pro-Kopf-Einkommens zu betreuen. Dieses sehe über einen Zeitraum von zwei Jahren die Zahlung von 100 Namibia-Dollar (rund acht Euro) für alle Bewohner eines Dorfes mit Ausnahme der Pensionäre nahe der Hauptstadt vor.
Weniger erfolgreich hingegen sei die Aids-Arbeit der namibischen Kirche, schilderte Richebächer. Trotz vielfältiger Aktivitäten sei ein entscheidender Rückgang der Infektionsraten bisher ausgeblieben. Zwischen 20 und 30 Prozent der 25- bis 49-Jährigen in Namibia gälten als infiziert. Richebächer forderte von den Kirchen ein aktiveres Vorgehen. Als Vorschlag nannte er die Aufnahme des Themas Aids in die Schullehrpläne.
Teilnehmer der Konsultation waren Erzbischof Andres Pöder (Estland), Bischof Alfred Eichholz (Kirgisien), Bischof J. Prabhakara Rao (Südindien), Bischof Molefe Marcus Ditlhale (Südafrika) sowie Bischof Prof. Dr. Martin Hein und Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Kassel). Gastgeber war die Evangelisch-Lutherische Kirche in der Republik Namibia unter Leitung des ehemaligen stellvertretenden Parlamentssprecher Namibias und heutigen Bischof Dr. Zephania Kameeta. (22.04.2008)
Marburger Mehrgenerationenhaus gut gestartet
Das Haus habe offensichtlich eine Lücke gefüllt. "Das verstärkte Miteinander der Generationen ist ein Wunsch vieler Menschen", berichtete Albrecht. "Viele Ältere kommen und sagen: Endlich sehen wir mal wieder Kinder." Besonders die offenen Angebote des Hauses seien gefragt. Im Familien-Café kämen seit September jeden Sonntagnachmittag etwa 40 Menschen zusammen. "Darunter sind viele Väter mit ihren Kindern." Die Treffpunkte für Eltern und Kinder seien ursprünglich nur in den Ferien geplant gewesen. Inzwischen fänden sie zweimal pro Woche statt.
Das Bundesfamilienministerium fördert in jedem der 437 deutschen Landkreise ein Mehrgenerationenhaus. Nach der zweijährigen Startphase entscheidet es über die weitere Unterstützung. Das Marburger Projekt muss sich in diesem Sommer neu bewerben. "Wir können gute Zahlen bieten", sagte Albrecht. Das Ministerium finanziert das Projekt insgesamt fünf Jahre lang mit jährlich 40.000 Euro. Anschließend muss es sich selbst tragen. Derzeit beteilige sich auch die Kirche "mit viel Personal", so Albrecht. An diesem Samstag feiert das Mehrgenerationenhaus (Lutherischer Kirchhof 3) ab 11 Uhr mit einer Pflanzaktion und einem Brunch seinen ersten Geburtstag. Eröffnet wurde es Ende April vergangenen Jahres. (18.04.08)
Verdienstmedaille für Edeltraut Fischer
«Ehrenamtliches Wirken ist immer ein Gewinn: für diejenigen, denen das Wirken gilt, und für diejenigen, die es ausüben», sagte Junge. Edeltraut Fischer engagiert sich nach Angaben von Claudia Lutz, Leiterin des Landesverbandes Evangelischer Büchereien in Kurhessen-Waldeck, bereits seit 1978 ehrenamtlich in der Büchereiarbeit. Allein im vergangenen Jahr, so Lutz, hatte die Bücherei, die Fischer alleinverantwortlich führe, 230 Stunden geöffnet. An gut 100 Leser seien in diesem Zeitraum etwa 2.400 Bücher verliehen worden. Im Schnitt leiste Fischer seit 30 Jahren rund zehn Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche. (18.04.08)
Evangelische Kirche und Landkreis Kassel legen Broschüre vor
100 Prozent Jungs – Jungenförderung im Aufbruch
Hintergrund der Initiative ist die Verschlechterung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Jungen: Jungen gelten laut der PISA-Studie als Verlierer, Jugendgewalt geht mehrheitlich von Jungen aus, Jungen sind stärker als Mädchen alkoholgefährdet. Das Fachgebiet Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und das Jugendamt des Landkreises Kassel haben es sich zum Ziel gesetzt, die Jungenförderung zu unterstützen. In den vergangenen Jahren wurden in Nordhessen rund 40 Männer zum Jungenarbeiter ausgebildet. Hinzu kommen Fachtage und eine großes Fortbildungsangebot für Pädagogen.
„Herkules – zwischen Halbgott und Weichei"- Veranstaltung am 23. April 2008
Am 23. April wurde die Broschüre in der Antikensammlung der Staatlichen Kunstsammlung im Schloss Wilhelmshöhe unter dem Motto „Herkules – zwischen Halbgott und Weichei" vorgestellt. Bei der Präsentation waren unter anderem Polizeipräsident Henning, die Leiterin der Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Elke Hartmann, sowie die Leiterin des Jugendamtes des Landkreises Kassel, Käthe Heinrich, anwesend sein. Die Broschüre kann zum Preis von 3 Euro bezogen werden. (25.04.2008)
Vom 25. bis 26. April:
Frühjahrstagung der Landessynode in Hofgeismar
Linktipp:
Informationen zur Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie hier:
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Bundestag lockert Stammzellgesetz
Bischof Hein befürchtet Dammbruch nach Bundestagsentscheidung
Im Bundestag hatte zuvor eine Mehrheit der Abgeordneten für eine einmalige Verschiebung des Stichtags für zur Forschung freigegebene Stammzellen auf den 1. Mai 2007 votiert. Das Ergebnis sei für die Befürworter der Stichtagsverlagerung kein Sieg «auf der ganzen Linie», erklärte Hein, da immerhin zwei Fünftel der Abgeordneten es bei der bisherigen Regelung belassen wollten. Dennoch befürchtet der Bischof mit der Entscheidung für die Stichtagsverlagerung einen Dammbruch.
Lesen Sie hier das Interview im Wortlaut:
medio: Herr Bischof, Sie waren gegen eine Verschiebung des Stichtages, jetzt hat der Bundestag anders entschieden. Was sagen Sie zu dieser Entscheidung?
Bischof Hein: Ich bedauere diese Entscheidung, aber ich muss Sie als Demokrat akzeptieren. Es hat eine lange Vordiskussion gegeben, die Argumente sind allgemein ausgetauscht worden. Der Vorschlag, es bei der bisherigen Regelung zu belassen, hat leider keine Mehrheit gefunden. Aber immerhin haben doch etwa zwei Fünftel aller Bundestagsabgeordneten diesem Antrag zugestimmt. Das Ergebnis jetzt ist also kein Sieg auf der ganzen Linie.
medio: Werfen wir einen Blick in die Zukunft. Welche Gefahren sehen Sie jetzt? Was ist Ihre größte Befürchtung?
Bischof Hein: Meine Befürchtung ist, dass in fünf Jahren erneut um die Verlagerung des Stichtages gekämpft wird, und dass sich die Argumente erneut wiederholen werden. Ich betrachte diese Entscheidung als einen Dammbruch.
medio: Auch in der evangelischen Kirche wurde kontrovers über eine Verlängerung des Stichtages diskutiert. Wie geht die Kirche jetzt mit dieser Entscheidung um?
Bischof Hein: Auch in der evangelischen Kirche gibt es keine Annäherung hinsichtlich der Positionen. Ich habe die Stellungnahmen, die für eine Verlagerung des Stichtages plädiert haben, mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Wir werden damit leben müssen, dass es in grundlegenden ethischen Fragen in der evangelischen Kirche unterschiedliche Positionen gibt. Das ist aber prinzipiell kein Nachteil, sondern Ausdruck einer gewissenhaften Urteilsfindung, und letzten Endes auch einer gewissenhaften Entscheidung. Ich kann den Bundestagsabgeordneten, die für eine einmalige Verschiebung plädiert haben und sich entsprechend entschieden haben, nicht unterstellen, dass Sie gewissenlos gehandelt haben.
Die Fragen stellte medio-Redaktionsleiter Christian Fischer. (11.04.2008)
Internetradio:
Unmittelbar nach der Abstimmung im Deutschen Bundestag nahm Bischof Hein in Kassel gegenüber der Medienagentur «medio!» Stellung. Hören Sie hier das kurze Interview. Die Fragen stellte medio-Redaktionsleiter Christian Fischer.
Anhören...
Chat zum Thema: «Ethik am Ende - Wer rettet die Moral?»
10.04.2008: Bischof Hein im Chat: «Gegen jede Doppelmoral!» und: «Ehrlich miteinander umgehen!»
Bischof Hein hatte unter dem Motto «Ethik am Ende - Wer rettet die Moral?» zu der Diskussion eingeladen und beantwortete die Fragen der Chatter im Sekundentakt: «Was sagen Sie zu einem möglichen Boykott der olympischen Spiele in China? Wie sehen Sie die politische Lage in Hessen nach der Wahl?» wollten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen und der Bischof antwortete ganz offen: «Ich kann verstehen, das manche einen Boykott der Spiele fordern. Aber alle wussten doch vorher, dass China kein demokratisches Land ist. Trotzdem wollen viele weiter dort Geschäfte machen. Das nenne ich Doppelmoral!» Er empfahl statt eines Boykotts öffentliche Kritik und Formen des Protests, wie zum Beispiel das Fernbleiben bei der Eröffnungsfeier.
Glaubwürdigkeitsdefizit nach der Wahl in Hessen
In Hessen beklagte Hein ein Glaubwürdigkeitsdefizit nach der Wahl: «Wir sollten uns auf das verlassen können, was vor der Wahl versprochen wurde. Inzwischen muss man damit rechnen, dass hinterher alles anders ist. Das trägt nicht zur Glaubwürdigkeit bei und betrifft nicht nur die SPD...», sagte Bischof Hein im Chat. Die Leute hätten das permanente Taktieren satt. Die beiden letzten Monate in Hessen hätten der Politik insgesamt sehr geschadet. Sein Rat an die Politiker in Hessen: «Ehrlich miteinander umgehen!»
Scharfe Kritik an Steuerhinterziehung - Suche nach glaubwürdigen Vorbildern
Breiten Raum nahm im Chat auch die Diskussion um Steuerhinterziehung und Vorbilder ein. Scharfe Kritik übte der Bischof an Bürgern, die auf der einen Seite die Vorteile Deutschlands ausnutzten aber mit dem eigenen Geld aus der Solidargemeinschaft ausscherten. «Die Segnungen dieses Staates nutzen, aber sich persönlich nicht daran beteiligen zu wollen, etwa durch Steuerhinterziehung, ist unmoralisch», so Hein.
Allgemein bedauert wurde im Chat, dass es immer weniger Vorbilder gebe. Viele Teilnehmer nannten dann aber doch ihre persönlichen Vorbilder für ihren Glauben und Ihre moralischen Grundsätze. Ob Oma, Pfarrer oder Lehrer - zum Schluss des Chats erzählten die Teilnehmer offen über ihre persönlichen Vorbilder. Und auch der Bischof bekannte: «Von meinen Eltern habe ich Verlässlichkeit gelernt und den sorgfältigen Umgang mit dem, was wir haben.» (10.04.2008)
Kirchliche Experten warnen vor grüner Gentechnik
«Das Hauptproblem ist die Rückholbarkeit», erklärte die Referentin für den Ländlichen Raum in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Maren Heincke. Gentechnisch veränderte Organismen seien «lebende Substanzen», die sich bei Freilandversuchen in andere Pflanzen auskreuzen könnten. Die Menschen fürchteten vor allem Gefahren für ihre Gesundheit, so die Agraringenieurin. «Es ist eine Technologie, die für viele nicht durchschaubar ist.» Tatsächlich gebe es «Warnhinweise» auf gesundheitliche Risiken. Vor allem fehlten unabhängige Langzeituntersuchungen. Die vorliegenden Studien stammten von Firmen, die Produkte mit gentechnisch veränderten Organismen auf den Markt bringen wollten.
Vor allem die Argumentation mancher Befürworter, mittels der grünen Gentechnik das Hungerproblem in der Welt zu lösen, wies der kurhessische Fachreferent Koch zurück. «Hauptursachen für den Hunger in der Dritten Welt sind Kriege, ungerechte Verteilung oder fehlender Zugang zu Boden und Wasser.» Man könne nicht einfach Überschüsse aus westlichen Ländern in Hungergebiete transportieren, weil sie dort oft Strukturen der Nahrungsmittelerzeugung zerstörten. (08.04.2008)
Bischof Hein: Forschung mit Embryonen nicht mit christlichem Menschenbild vereinbar
«Die Verwendung von embryonalen Stammzellen des Menschen für die Wissenschaft setzt die Tötung des Embryos voraus», heißt es in dem Brief an die Parlamentarier. Menschliches Leben werde so durch den «Verbrauch» von Embryonen «verzweckt und instrumentalisiert».
Bisher darf in Deutschland nur an embryonalen Stammzellen geforscht werden, die vor dem 1. Januar 2002 im Ausland gewonnen wurden. Die evangelische Kirche habe diese Regelung nur deshalb als einen Kompromiss akzeptiert, so Hein, weil damit sichergestellt werden sollte, dass «neben der Einhaltung notwendiger ethischer Standards keine neuen Stammzell-Linien hergestellt und damit auch keine weiteren Embryonen zu Forschungszwecken verbraucht werden dürfen».
Die Verschiebung des Stichtages auf den 1. Mai 2007 wäre nach Heins Worten «eine Aushöhlung des Gesetzes und des gesamten Einigungsprozesses». Mittlerweile sei bekannt, dass die Forschung mit den ethisch unproblematischen adulten Stammzellen erfolgreich sei und weiteres Potenzial besitze. Dagegen hätten sich die Erwartungen an die Forschung mit embryonalen Stammzellen nicht erfüllt. (07.04.2008)
Grundschule Schmalkalden erhält den Namen «Martin-Luther-Schule»

Seit Sonntag lernen die rund 90 Schülerinnen und Schüler in Schmalkalden an der «Martin-Luther-Schule». Der Schulbetrieb der Ev. Grundschule wurde bereits im August 2007 aufgenommen. (Foto: medio.tv/Schauderna)
Als Predigttext wählte Hein das sogenannte «Kinderevangelium» aus Matthäus 10,13-16. Dieser Text gebe, so der Bischof, «die entscheidenden Antworten auf die Frage, warum wir evangelische Schulen haben». Kinder hätten das Recht auf einen geschützten Raum und ein Recht auf Religion. «Und weil wir wissen, dass jedes Kind ein Recht auf Religion hat, steht dieses Fach nicht nur im Lehrplan, sondern unser Glaube, die Ausrichtung an Jesus Christus soll den ganzen Schulalltag bestimmen.»
Hein weiter: «Ich will meine eigene Erwartung einmal sehr deutlich formulieren: Die Evangelische Grundschule in Weidebrunn soll ein Ort sein, an dem wir miteinander etwas über das Evangelium lernen und unseren Glauben zusammen einüben: Kinder, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, auch Pfarrerinnen und Pfarrer. Das Schulgebäude wird dann zu einem Zentrum der Begegnung - auch der Begegnung mit Gott.»
In dem sich anschließenden Festakt auf dem Schulgelände sprachen unter anderem der Kultusminister des Freistaates Thüringen und Mitglied der Landessynode, Prof. Dr. Jens Göbel, der Landrat Ralf Luther sowie OLKR Dr. Eberhard Stock, der zuständige Dezernent der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.
Die Martin-Luther-Schule Schmalkalden hat am 30.08.2007, als dritte Schule in Trägerschaft der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, ihren Schulbetrieb aufgenommen. Im Schuljahr 2007/2008 lernen an der Schule 88 Schülerinnen und Schüler in fünf Klassen. Unterrichtet werden sie von fünf Lehrerinnen und fünf Erzieherinnen. Die Erzieherinnen unterstützen zum Teil die Arbeit am Vormittag im Unterricht bzw. betreuen die Kinder am Nachmittag in offenen Angeboten, beim Werkstattunterricht oder in den Arbeitsgemeinschaften. Des Weiteren gibt es an der Schule in diesem Jahr zwei junge Frauen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolvieren. Die Schule arbeitet nach einem reformpädagogischen Konzept (fächerübergreifende Lernangebote, Tages- und Wochenplanarbeit, Projekt- und Werkstattunterricht, ...) und mit einem Ganztagskonzept, so dass es an drei Tagen in der Woche verbindlichen Unterricht und Angebote bis 15:00 Uhr (auch klassenstufenübergreifend) gibt. (06.04.2008)
Im Wortlaut:
Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Gottesdienst zur Namensgebung der Evangelischen Grundschule Schmalkalden:
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Bischof Hein: «Gottes Regentschaft macht Politik menschlich»
Ökumenischer Gottesdienst zur 1. Sitzung der XVII. Wahlperiode des Hessischen Landtags
«Ihnen, den Abgeordneten als den Vertreterinnen und Vertretern 'des ganzen Volkes', wie es unsere Landesverfassung sagt, schenke Gott den Mut, aufeinander zuzugehen, gewissenhaft um den bestmöglichen Weg zu streiten und - wenn irgend möglich - miteinander die Probleme anzupacken, die es zu lösen gilt.» Hein weiter: «Nach einem harten Landtagswahlkampf und zwei aufreibenden Monaten, in denen die verschiedenen Optionen ausgefochten wurden, geht es nun zur Sache - zu den Aufgaben nämlich, die vor uns liegen: Dafür bitten wir Gott um seinen Beistand.»
«Das Machbare in der Politik möglich zu machen», so der Bischof, «ist manchmal eine große Kunst.» Diese Kunst könnten wir lernen, beschrieb Hein, «wenn wir zu unterscheiden beginnen zwischen dem, was Gottes Sache ist, und dem, was uns zu tun bleibt.» Unsere Welt sei gut und schon geordnet, weil Gott in ihr walte. Diese Botschaft des Predigttextes aus Weisheit 11,22 - 12,1 befreie den Menschen von allen Allmachtsfantasien oder Überfrachtungen. «Wir sind aber unsererseits aufgefordert», so Hein weiter, «in diesem gegebenen Rahmen unseren Beitrag zum Wohl aller zu leisten.»
Politik könne sich so mit Augenmaß dem zuwenden, was unsere Gesellschaft brauche: «Den Ausgleich widerstreitender Interessen - und vor allem wieder neu den Gedanken der Verantwortung und Solidarität füreinander, und das meint: auch für die, die sich selbst nur wenig Gehör verschaffen können, weil sie über keine ausreichende Lobby verfügen». Da gebe es, betonte Hein, eine Menge zu tun - «auch in Hessen». (05.04.2008)
Im Wortlaut:
Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Gottesdienst aus Anlass der 1. Sitzung der XVII. Wahlperiode des Hessischen Landtags in Wiesbaden:
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Woche für das Leben 2008 stand unter dem Motto «Gesundheit - höchstes Gut?»

«Welchen Platz haben kranke Menschen in unserer Leistungs-
gesellschaft?» und «Wie gehen wir mit Menschen um, die Zuwen-
dung und Pflege brauchen?» Diesen und weiteren Fragen wird in der «Woche für das Leben» nachgegangen werden. (Foto: woche-fuer-das-leben.de)
Es sei normal, dass Menschen krank würden, so Huber. Es dürfe nicht dazu kommen, dass allein Gesunde und Leistungsstarke akzeptiert würden, während sich gebrechliche oder behinderte Menschen rechtfertigen müssten, betont Zollitsch. Mit der «Woche für das Leben» setzen sich die christlichen Kirchen für den Schutz des Lebens in allen Phasen und für alle Menschen ein.
Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, hatte bereits Anfang Januar bei einem Neujahrsempfang im hessischen Bad Zwesten vor einer Vergötzung der Gesundheit gewarnt. «Nicht die Gesundheit, sondern Gott ist und bleibt das höchste Gut», sagte er. Dies sei zugleich eine heilsame Beschränkung, die Ärzte und medizinische Forschung vor überzogenen Erwartungen schütze.
Vorträge und Workshops zum Thema in der Landeskirche
Am Mittwoch (9. April) um 20 Uhr ist im Stephanushaus in Oberkaufungen ein Gesprächsabend zum Thema der Woche geplant. Am Freitag (11. April) wird im Kasseler Haus der Kirche in der Zeit von 10 bis 16 Uhr dem Thema «Kinder an Leib und Seele gesund?» in einem Vortrag sowie in verschiedenen Workshops nachgegangen.
Vom 5. bis 12. April 2008 wird es in zahlreichen Kirchengemeinden, Verbänden und kirchlichen Einrichtungen in ganz Deutschland Informations- und Diskussionsveranstaltungen sowie Gottesdienste zur Frage «Gesundheit – höchstes Gut?» geben. Die gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD ausgerichtete Woche für das Leben steht in den Jahren 2008 bis 2011 unter dem Leitmotiv «Gesund oder krank – von Gott geliebt». (08.04.2008)
Linktipp:
Informationen zur «Woche für das Leben» finden Sie unter:
ekkw.de/woche-fuer-das-leben
Landeskirche und Landkreis Kassel unterstützen Jungenarbeit
So hätten unter anderen Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD), Polizeipräsident Wilfried Henning sowie der Trainer der Fußballmannschaft KSV Hessen Kassel, Matthias Hamann, Beiträge verfasst oder Interviews gegeben. Auch Bischof Martin Hein sei mit einem Grußwort vertreten.
Jungenarbeit sei ein fester Bestandteil pädagogischer Praxis geworden, erläuterte Nolte. In den vergangenen Jahren seien in Nordhessen rund 40 Männer zum Jungenarbeiter ausgebildet worden. Das Thema werde auch in Fachtagen und Fortbildungen immer wieder aufgegriffen. Allerdings, so Nolte, reagierten viele Anstellungsträger der Jugendarbeit und der Vereine immer noch irritiert auf Angebote, die sich speziell an Jungen richteten und zugleich die Auseinandersetzung mit einem anderen Männlichkeitsbild förderten. (04.04.2008)
















