Vom 26. bis 29. September:
Bischof Hein besuchte Kirchenkreis Frankenberg

Erfolgreiche Kirchenkreisvisi-
tation: Bischof Martin Hein und Dekanin Petra Hegmann vor der Frankenberger Liebfrauenkirche (Foto: medio.tv/Scheuermann)
Den Auftakt der Besuchsreise bildete ein Scheunengottesdienst am 26. Oktober zum Erntedankfest in Vöhl-Marienhagen, an dem Bischof Hein mitwirkte, teilte die Dekanin des Kirchekreises, Petra Hegmann, mit. Daran schloss sich ein Besuch der Vöhler Synagoge an. Am Montag Vormittag besuchte Bischof Hein u.a. die Firma FingerHaus GmbH in Frankenberg und den Kräutergarten Wiesenfeld. Am Nachmittag wanderte der Bischof mit Prädikanten und Lektoren des Kirchenkreises von Frankenau aus zur Quernstkirche und hielt dort eine Andacht. Für den Abend war ein musikalischer Abendgottesdienst in der Liebfrauenkirche in Frankenberg mit Dekanin Hegmann und Pfarrer Meyer vorgesehen.
Am Dienstag standen als Stationen auf dem Besuchsprogramm des Bischofs die Kegelbergschule in Frankenberg (Schule für Praktisch Bildbare und praktisch bildbare Körperbehinderte), der Archehof (landwirtschaftlicher Betrieb in Rengershausen) und die Vitos-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Haina. Am Abend nahm Bischof Hein an der Tagung der Synode des Kirchenkreises in Löhlbach teil.
Den Abschluss der Visitation bildete die Pfarrkonferenz am Mittwoch Morgen, in der Bischof Hein mit den Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises ins Gespräch kam. Weitere Informationen zum Bischofsbesuch erteilt das Evangelische Dekanat Frankenberg, Auf der Burg 9, 35066 Frankenberg, Tel.: (06451) 8779, E-Mail: dekanat.frankenberg@ekkw.de (29.09.2010)
Internetradio:
Hier können Sie sich ein medio-Interview mit Bischof Hein zur Kirchenkreisbereisung anhören:
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90.000 Besucherinnen und Besucher
«LichtKirche» auf der Landesgartenschau 2010 in Bad Nauheim

Die mobile «LichtKirche» aus durchscheinendem Plexiglas bot den Veranstaltungsort für das Kirchenprogramm auf der Landesgartenschau in Bad Nauheim. (Foto: lichtkirche.de)
Bad Nauheim (epd). Die beiden evangelischen Kirchen in Hessen haben eine positive Bilanz der Landesgartenschau in Bad Nauheim gezogen. Wie die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) mitteilten, besuchten insgesamt 90.000 Menschen die «LichtKirche». Die beiden Kirchen boten auf der Landesgartenschau etwa 400 Veranstaltungen mit Musik, Unterhaltung, Kultur, Glaubensimpulsen und Information an. Insgesamt zog die Landesgartenschau, die am 24. April begann und bis kommenden Sonntag, 3. Oktober, dauert, rund 500.000 Besucher an.
Die beiden evangelischen Kirchen hatten sich erstmals mit einem gemeinsamen Programm beteiligt. Dafür konzipierten sie eigens die mobile «LichtKirche», eine kleine Kirche aus durchscheinendem Plexiglas, die in verschiedenen Farben beleuchtet werden kann. Mit der «LichtKirche» habe man einen «geistlichen Ort geschaffen, an dem viele Menschen intensive Glaubensimpulse gefunden» hätten, sagte der Kirchenpräsident der EKHN, Volker Jung. Als Volkskirchen hätten die beiden hessischen Landeskirchen die Aufgabe, «bewusst an Orte der Freizeit, Erholung, Ruhe und der Natur zu gehen, um dort mit Menschen über Glaubensthemen ins Gespräch zu kommen», ergänzte der Bischof der EKKW, Martin Hein.
Mit einem Gottesdienst am kommenden Sonntag (3.10.) beenden die Kirchen das evangelische Programm auf der Landesgartenschau. Er beginnt um 12 Uhr auf der Hauptbühne im Goldsteinpark. Daran wirken Kirchenpräsident Jung und die neue Prälatin der EKKW, Marita Natt, mit. (29.09.2010)
Linktipp:
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
lichtkirche.de
Katholiken für Ökumenischen Kirchentag im Lutherjahr 2017
Positiv hob der Katholikenrat den gemeinsamen Stand des Bistums Fulda und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck auf dem Kirchentag in München hervor. Dies sei ein herausragender Beitrag gewesen. Eine solche Zusammenarbeit solle bei ähnlichen Großveranstaltungen fortgesetzt werden. (28.09.2010)
Bischof Hein: Kirche darf sich nicht vom Land zurückziehen
Zwar könnten nicht alle Kirchen in Dörfern erhalten bleiben. «Aber wir sollten Zeit und Geld nutzen und renovieren, solange es geht», sagte der Bischof. Umnutzungen von Gotteshäusern zu Kneipen o.ä. seien «jenseits der Schmerzgrenze», so Hein. Es gebe aber auch gute Umnutzungen, wie zum Beispiel in Kulturzentren und Dorfgemeinschaftshäuser. (26.09.2010)
Relativ stabile Mitgliederzahlen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Ausschnitt aus einer Info-Grafik, die die Entwicklung der Mitgliederzahlen aller Landeskirchen in der EKD zeigt. Die Bildvergrößerung zeigt das gesamte EKD-Kirchengebiet. (Grafik: Evangelische Nachrichtenagentur idea)
Einer idea-Umfrage zufolge haben die 22 Landeskirchen der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) 2009 rund 317.000 Mitglieder verloren, was etwa gleich viel sei wie im Vorjahr. Der Trend habe sich also im Vergleich zum Vorjahr nicht verstärkt. Die EKD vertrat laut idea am Jahresanfang 24.228.000 Protestanten. Dies seien 1,3 Prozent weniger als 2008, als 24.545.999 Mitglieder gezählt wurden.
Fast die Hälfte (149.000) habe der Kirche bewusst den Rücken gekehrt, 12 Prozent weniger als 2008. Im Vorjahr verließen rund 170.000 Protestanten ihre Kirche. Auch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck sind die bewussten Kirchenaustritte zurückgegangen. Während in 2008 3.860 Menschen aus der Kirche ausgetreten sind, waren es 2009 nur noch 3.505. Das sind nur 0,38 Prozent der EKKW-Mitglieder, die Ende des Jahres 920.960 betrugen. Ein anderer Grund für den Rückgang der Mitgliederzahlen ist laut idea die Tatsache, dass mehr Kirchenglieder sterben, als Menschen durch die Taufe in die Kirche aufgenommen werden. Desweiteren würden Menschen, die wegziehen eine große Rolle spielen. (24.09.2010)
Download:
Die Informations-Grafik mit allen Landeskirchen können Sie sich hier herunterladen:
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Kirchlicher Beauftragter: Zivildienstreform gefährdet Freiwilligendienst
So stünden für die vom Familienministerium angepeilten 35.000 Zivildienstplätze sechsmal so viel Geld bereit wie für die fast gleich hohe Zahl der Plätze im Freiwilligen Sozialen und Ökologischen Jahr in Deutschland, sagte Haupt. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Teilnehmer am FSJ und FÖJ deutlich zurückgehe.
Die Argumentation des Ministeriums, die in Länderhoheit liegenden Freiwilligendienste aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht besser fördern zu können, ließ Haupt nicht gelten. «Wenn ein politischer Wille da wäre, ginge das auch», sagte er. Jahrelang habe der Bund auf einen Ausbau der Freiwilligendienste gedrängt, nun aber würde ein viel besser ausgestatteter freiwilliger Zivildienst in Konkurrenz zu ihnen treten.
Für das kirchliche Zentrum ZFFZ würde eine solche Neuregelung nicht nur zu mehr Arbeit führen, sondern man gerate auch in eine Konfliktsituation, welchen Dienst man dann jungen Menschen empfehlen sollte, fügte Haupt an. In Kurhessen-Waldeck gibt es derzeit 180 Plätze im FSJ und 35 in FÖJ.
Eine Aussetzung der Wehrpflicht würde die Arbeit der Kriegsdienstverweigerungsstellen keineswegs überflüssig machen, ergänzte der Zivildienstreferent des Zentrums, Klaus Tschentscher. Immer wieder gebe es Fälle von jungen Menschen, die sich freiwillig zu einem Dienst in der Bundeswehr verpflichteten und dort merkten, dass sie einen Dienst an der Waffe aus Gewissensgründen eigentlich ablehnten. (24.09.2010)
Das Evangelische Forum Kassel zeigt «Martin L. - Das Luthermusical»

Titelseite des Programmheftes der Veranstaltungsreihe «Auf dem Luther». (Quelle: Evangelisches Forum Kassel)
Die Inszenierung der «Katakombe» habe Luther als Menschen im Zentrum. Aber auch die historischen und politischen Rahmenbedingungen würde das Musical in den Blickpunkt nehmen, so Heppe-Knoche weiter. Dabei könnten die Besucherinnen und Besucher in die Auseinandersetzung mit noch heute aktuellen Themen wie Kriege im Namen Gottes und der Suche nach Wegen zu Verständigung und Frieden eintreten.
«Martin L. - Das Luthermusical» hatte im Sommer 2008 bei den Erfurter Domfestspielen seine Premiere als Freilichtaufführung und ist ein Beitrag zur Lutherdekade. Veranstaltet wird es vom Evangelischen Forum in Zusammenarbeit mit dem Stadtkirchenkreis Kassel. Informationen und Karten sind erhältlich bei der Geschäftsstelle des Evangelischen Forums, Mauerstraße 15, Mo-Fr. 9 bis 13 Uhr oder unter Tel. (0561) 28760-21. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 13 Euro / 11 Euro und an der Abendkasse 15 Euro. Einlass ist ab 19.30 Uhr. (21.09.2010)
Landeskirche veranstaltet Podiumsdiskussion zum demographischen Wandel im Betrieb
Der demographische Wandel sei längst kein Zukunftsszenario mehr - bereits in fünf Jahren würden in Deutschland mehr als jede/r dritte Erwerbstätige älter als 50 Jahre sein, so Spohr. Dies sei eine Herausforderung für Unternehmen, die sie jetzt bereits angehen sollten, wollten sie wettbewerbsfähig bleiben. Arbeitsplätze dürften nicht länger nur an der Leistungsstärke junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausgerichtet werden. Vielmehr müssten die Arbeitsbedingungen an die Bedürfnisse und Fähigkeiten der älteren Belegschaften angepasst werden.
Spohrs Angaben zufolge werden an dem Abend kompetente Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft, Betrieb, Gewerkschaft, Beratung und Kirche innovative Konzepte zu dem Thema vorstellen und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Hilfestellungen für die Umsetzung im Betrieb geben. Nach einem Impulsreferat von Silke Bode aus Dortmund von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zum Thema «Der demographische Wandel in der Arbeitswelt» diskutieren auf dem Podium: Dr. Claudia Härtl-Kasulke aus Dietzenbach (u.a. Ausbilderin von Demographie-Coaches), Pfarrer Eckhard Kleppe aus Marköbel (Beauftragter für die Region Hanau im Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales der EKKW), Bernhard Beck aus Gelnhausen (Sprecher des Vorstandes der Veritas AG) und Wolfgang Werner aus Hanau (Bezirksleiter der Industriegewerkschaft BCE Bezirk Mittelhessen). Die Moderation übernimmt Pfarrer Dr. Siegfried Krückeberg aus Frankfurt. (22.09.2010)
Linktipp:
Den Flyer zur Veranstaltung und weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Referats Wirtschaft-Arbeit-Soziales:
ekkw.de/(...)
Saisonabschluss:
Motorradfahrergottesdienst auf dem Hohen Meißner
Treffpunkt ist um 13 Uhr zunächst der Festplatz «Werdchen» in Eschwege, von wo aus um 14 Uhr im Korso zum Hohen Meißner gefahren wird. Dort wird um 15 Uhr der Gottesdienst gefeiert. Anschließend wird zu einer Saisonabschlussfahrt «Rund um den Meißner» aufgebrochen, die ihren traditionellen Ausklang auf dem Grebendörfer Festplatz bei Kaffee und Kuchen, Bratwurst und Kaltgetränken findet. (21.09.2010)
Linktipp:
Weitere Informationen zum Motorradfahrergottesdienst finden Sie im Internet unter:
motorradfahrergottesdienst.de.vu
Kurhessens beste Konfirmandenfußballer fahren nach Berlin

Die Bruchköbler Konfis feiern mit Pfarrer Jürgen Mankel und den Betreuern Hellen und Dilli ihren ersten Platz beim Konfi Cup in Melsungen. (Foto: Kirchengemeinde Bruchöbel)
Bereits beim Konfi Cup des Kirchenkreises Hanau waren die Konfis aus Bruchköbel als Gewinner hervorgegangen und konnten deswegen als Vertreter des Kirchenkreises in Melsungen antreten. Nach den Vorrundenspielen ging es dann ins Viertel- und Halbfinale, wo es nach der regulären Spielzeit von zwei mal 20 Minuten 0:0 gegen die Mannschaft aus Sachsenhausen (Kirchenkreis Hersfeld) stand. Nachdem Danny Hellen beim Siebenmeter-Schießen die Mannschaft in Führung geschossen hatte, hielt Torwart Felix Dilli den anschließenden gegnerischen Schuss und sorgte so dafür, dass der «KeCK Bruchköbel» ins Finale gegen Wolfershausen-Deute (Kirchenkreis Homberg) einziehen konnte. Nach Vorlage von Sven Valentin erzielte Marius Gropp bereits in der ersten Minute das entscheidende Tor.
Mit Spannung erwarten jetzt die Konfis den EKD-Konfi-Cup am 25. Juni 2011 in Berlin, bei dem sie dann gegen die besten Mannschaften aus zehn Landeskirchen um die deutsche Konfirmanden-Fußballkrone kämpfen. Das Turnier wird während der Fussball-Weltmeisterschaft der Frauen ausgetragen. Dort werden die Konfirmanden die deutsche Frauen-Nationalmannschaft treffen und im Olympiastadion das Eröffnungsspiel live miterleben. (20.09.2010)
Linktipp:
Die Kirchengemeinde Bruchköbel finden Sie im Internet unter:
jakobuskirche-bruchkoebel.de/
Marburger Diakoniegottesdienst rückte das Thema Kinderarmut in den Mittelpunkt

Die Mitwirkenden am Gottesdienst (v.l.n.r.): Propst Helmut Wöllenstein (EKKW), Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (EKHN), die zwei Mitglieder der Hip-Hop Band und deren Betreuer und Anne Wollenteit (Kirchenvorstand). Hintere Reihe (v.l.): Landespfarrer Dr. Eberhard Schwarz (DWKW), Dr. Wolfgang Gern (DWHN), Peter Schmittdiel (St. Martin-Haus). (Alle Fotos: medio.tv/Balzer)
Marburg (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die beiden Diakonischen Werke in Hessen feierten am vergangenen Sonntag (19.9.) erstmals einen gemeinsamen Diakoniegottesdienst. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes, zu dem rund 150 Menschen in die Marburger Elisabethkirche gekommen waren, stand das Thema Kinderarmut, teilte der Medienbeauftragte des Sprengels Waldeck und Marburg, Pfarrer Karl-Günther Balzer, mit.

Kirchenpräsident Dr. Volker Jung wies in seiner Predigt darauf hin, dass Kinder und Jugendliche ein Bildungssystem mit Chancengleichheit für alle brauchen.
In seiner Predigt nahm der Kirchenpräsident der EKHN, Dr. Volker Jung, Jesu Aufforderung «Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht!» auf und fragte danach, was Kindern in unserer Gesellschaft verwehrt wird. Der Kirchenpräsident verwies darauf, dass Armut in einen Kreislauf führe: «Armut verhindert Bildung. Mangelnde Bildung verschließt den Weg in gut bezahlte Arbeit. Schlechte bezahlte Arbeit oder keine Arbeit bedeutet wieder Armut», so Jung. Christinnen und Christen seien herausgefordert, sich für den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen einzusetzen. Dazu gehöre eine an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Berechnung der Hartz IV-Regelsätze und ein Bildungssystem, das nicht nur eine theoretische Chancengerechtigkeit, sondern auch eine reale Teilhabegerechtigkeit biete, forderte Jung.

Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Schwarz forderte eine Korrektur der Regelsätze und realitätsgerechte Kriterien für die Berechnung von Hartz IV.
Der Landespfarrer für Diakonie in der EKKW, Dr. Eberhard Schwarz, zeigte bereits in seiner Gottesdiensteinführung ein bedrückendes Bild in Deutschland auf: Rund drei Millionen Kinder müssten in relativer Armut aufwachsen, so Schwarz. Das sei jedes sechste Kind. In Marburg treffe es jedes fünfte und in Berlin sogar jedes dritte Kind. Kinder seien in Deutschland ein Armutsrisiko, beklagte der Landespfarrer. Beispielhaft verdeutlichte Schwarz, in welche Schwierigkeiten Eltern kämen, wenn sie entscheiden müssten, ob vom geringen Einkommen ein Jeans gekauft oder die Waschmaschine repariert werden muss. Weiter kritisierte er, dass nach der 10. Klasse keine Schülerbeförderung mehr gezahlt werde. Das fehlende Fahrgeld könnten sich Bezieher von Hartz IV nicht leisten, was einen besseren Schulabschluss ihres Kindes verhindere, so Schwarz. Der Diakoniepfarrer forderte eine Korrektur der Regelsätze und realitätsgerechte Kriterien für die Berechnung von Hartz IV, eine tatsächliche Lernmittelfreiheit und verlässliche Perspektiven in der Familienpolitik. «Was wir nicht brauchen, das sind Sparbeschlüsse, die zu Lasten der Schwachen in unserer Gesellschaft gehen,» mahnte der Landespfarrer abschließend.

Die Hip-Hop Band des St. Martin-Hauses im Waldtal bot drei Lieder dar, in denen sie das Thema Kinderarmut aus ihrer Sichtweise zeigten.
In dem Gottesdienst kamen aber auch Jugendliche selbst zu Wort. Was Armut für die betroffenen Kinder und Jugendliche bedeutet, das machten zwei Mitglieder der Hip-Hop Band des St. Martin-Hauses im Waldtal deutlich: «Das ist die Gesellschaft, die Kinder kaputt macht, die Kinder verrückt macht. Nachts kein Auge zu bekommen - so schlimm, dass sie sich wie in der Hölle vorkommen - hier gibt es nichts umsonst und du musst um alles kämpfen», rappten sie im Gottesdienst. Weitere Mitwirkende im Gottesdienst waren der Propst des Sprengels Waldeck und Marburg, Helmut Wöllenstein (EKKW), und der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau, Dr. Wolfgang Gern.
Hintergrund:
In der EKKW ist der September traditionell der Monat der Diakonie. Die evangelischen Kirchengemeinden in Hessen sind aufgerufen, sich besonders im Diakoniemonat der diesjährigen Kampagne «Armut bei Kindern» zu widmen. Die Kampagne steht unter dem Motto «Ich brauche dich. Arme Kinder in einer reichen Gesellschaft». Dazu ist eine Arbeitshilfe für den Gottesdienst und andere Veranstaltungen erschienen. (20.09.2010)
Im Wortlaut:
Lesen Sie hier die Predigt zum Diakoniesonntag von Kirchenpräsident Dr. Volker Jung im Wortlaut:
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Impuls
Lesen Sie hier den Impuls im Rahmen des Diakoniegottesdienstes von Landespfarrer Dr. Eberhard Schwarz im Wortlaut:
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Arbeitshilfe:
Unter dem Titel «Ich brauche Dich. Arme Kinder in einer reichen Gesellschaft.» haben die Diakonischen Werke in Zusammenarbeit mit den Landeskirchen in Hessen eine Arbeitshilfe für den Gottesdienst und andere Veranstaltungen herausgegeben:
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Spendenaktion für Pilgerzentrum in Marburg gestartet

Beliebtes Ziel für Pilger, Kunstinteressierte und Stadtbesucher: Die am 1. Mai 1283 geweihte Elisabethkirche in Marburg. (Foto: Elisabethkirche/Dietrich)
Die Replik eines Medaillons aus dem Elisabethfenster entstand 2007. Damals wurde das Original ausgebaut und zur großen Elisabeth-Ausstellung auf die Wartburg gebracht. «Der Kirchenvorstand bestand darauf, dass eine Replik eingesetzt wurde», berichtete der Vorsitzende des Fördervereins, der evangelische Pfarrer Ralf Hartmann. Die originalgetreue Nachbildung, die einen Wert von etwa 14.000 Euro hat, war 141 Tage in der Elisabethkirche eingebaut. Sie misst 85 mal 82 Zentimeter und zeigt das Motiv «Elisabeth nimmt Fremde auf». «Privatleute können sie sich ins Wohnzimmer hängen», meinte Hartmann. Es sei auch möglich, sie zum Beispiel einer Kirche zu spenden, ergänzte Dettmering.
Der Erlös soll dem lange geplanten Pilgerzentrum an der Elisabethkirche zugute kommen. «Jedes Jahr besuchen hunderttausend Menschen die Kirche», sagte der Pfarrer. Darunter seien Pilger, Kunstinteressierte, Teilnehmer von Stadtführungen, Gottesdienstbesucher und Menschen, die einfach eine Kerze anzünden wollten. «Da braucht man auch ein Zentrum, in dem Gäste bewirtet werden können.» Pilger können bisher nur in Zimmern in der Stadt übernachten.
Eine Möglichkeit biete ein angrenzendes Gebäude, das früher dem Deutschen Orden gehörte und das derzeit die Universität nutzt. Sollte die Uni das «Deutsche Haus» nach Abschluss ihrer Campus-Neuplanungen behalten, sei auch ein Neubau auf dem Kirchplatz denkbar.
Die Spendenaktion startet an diesem Sonntag (12. September) nach einem Pilgergottesdienst in der Elisabethkirche um 10 Uhr. Teilnehmer können die Spende bar im Kirchenkiosk gegenüber der Elisabethkirche einzahlen oder sie überweisen an den Förderverein Pilger- und Begegnungszentrum an der Elisabethkirche, Kontonummer 0068862000, BLZ 51390000, Volksbank Mittelhessen, Verwendungszeck: Spende inkl. Verlosung. (14.09.2010)
Linktipp:
Die Elisabethkirche in Marburg finden Sie im Internet unter:
elisabethkirche.de
Symposion und Gottesdienst
20 Jahre Kirchenfreundschaft mit der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia

Freunde zu Gast in Kurhessen-Waldeck: Metropolit Erzbischof Georgis Abu Zakhem (2.v.l.), Archimandrit Dr. Hanna Haikal (2.v.r.) mit Dekan Dr. Martin Lückhoff, Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Predigerseminardirektor Dr. Manuel Goldmann (v.l.) in der Brunnenkirche in Hofgeismar. (Foto-Quelle: Landeskirchenamt)
Georg Richter mit Titel «Kirchenrat» geehrt, Wolfgang Hage und Annegret Schmidt mit Martinsmedaille ausgezeichnet
Während der Feierlichkeiten, an denen auch Erzbischof Abu Zakhem aus Homs (Syrien) und Archimandrit Hanna Haikal aus Berlin teilnahmen, zeichnete Bischof Martin Hein (EKKW) drei Personen aus, die in der Kirchenfreundschaft seit langem engagiert sind: Pfarrer i. R. Georg Richter (Kassel) erhielt mit dem Titel «Kirchenrat» die höchsten Auszeichnung der Landeskirche; Prof. Dr. Wolfgang Hage (Marburg) und Studiendirektorin i. R. Annegret Schmidt (Hofgeismar) wurden vom Bischof mit der Martinsmedaille der Landeskirche ausgezeichnet, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.
Richter sei in Anerkennung seines langjährigen Engagements in der Pflege ökumenischer Beziehungen der Landeskirche zur Rum-orthodoxen Kirche von Antiochia und dem ganzen Orient ausgezeichnet worden. Die Landeskirche wolle mit der Ernennung Richters als Kirchenrat insbesondere seine Initiative zur Begründung der Kirchenfreundschaft und deren jahrzehntelangen Moderation als Vorsitzender des landeskirchlichen Antiochia-Ausschusses würdigen, heißt es weiter. Hage und Schmidt seien für ihr «langjähriges Engagement in der Pflege ökumenischer Beziehungen der Landeskirche zur Rum-orthodoxen Kirche von Antiochia» geehrt worden - Annegret Schmidt außerdem für ihr Engagement im Vorstand der landeskirchlichen Büchereiarbeit.
Rum-Orthodoxe Kirche eines der ältesten Mitglieder im Ökumenischen Rat der Kirchen - Freundschaftliche Beziehungen seit 1992

Während des Symposion ging es u.a. um die Lage der Christen im Nahen Osten, Fragen der Ökumene und die Perspektiven der Kirchenfreundschaft. Unser Foto zeigt die Mitwirkenden des Symposions. (Foto-Quelle: Landeskirchenamt)
Zwar gebe es offizielle freundschaftliche Beziehungen zwischen beiden Kirchen erst seit 1992, doch habe er schon lange zuvor erste Kontakte geknüpft, erläuterte Pfarrer Richter, der zu den Initiatoren der Freundschaft zählt. Auf dem Hintergrund seiner Tätigkeit als Pfarrer der deutschen Gemeinde in Beirut (1970-1976) habe er Ende der 80er Jahre zu Tagungen in die Akademie Hofgeismar eingeladen, um über die Lage der Christen im Nahen Osten zu informieren. Damals sei die Idee aufgekommen, eine Partnerschaft mit einer dortigen Kirche aufzunehmen, sagte er.
Die Wahl sei nach einigen Diskussionen schließlich auf die Rum-Orthodoxe Kirche gefallen. Er habe dann vor Ort weitere Gespräche geführt, die schließlich 1992 in der offiziellen Freundschaft beider Kirchen mündeten. Die heutigen Probleme der Kirche seien zum Teil die gleichen wir vor 20 Jahren, erläuterte Richter. So seien die orientalischen Kirchen immer noch stark von der Abwanderung junger Gemeindemitglieder ins Ausland betroffen. Eine von der Kirche geleitete Universität in Balamand im Nordlibanon versuche, dem durch Bildungsanstrengungen entgegenzuwirken.
Die schätzungsweise 800.000 Mitglieder zählende Kirche ist eines der ältesten Mitglieder im Ökumenischen Rat der Kirchen und hat als erste orthodoxe Kirche überhaupt freundschaftliche Beziehungen zu einer evangelischen Kirche aufgenommen. «Rum» ist die arabische Wiedergabe von «Rhomäisch», was «byzantinisch-griechisch» bedeutet. Somit handelt es sich bei der Kirche um das griechisch-orthodoxe Patriarchat arabischer Sprache. Derzeitiges Oberhaupt ist Patriarch Ignatius IV. Hazim. In Syrien gehören rund zehn Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an, im Libanon sind es etwa 30 Prozent. (13.09.2010)
Zu den geehrten Personen:
Georg Richter wurde 1934 in Schlesien geboren. Seine Schuljahre verbrachte er zunächst in der Internatsschule Schulpforta in Naumburg/Saale und später an der Thomasschule in Leipzig. Im Juni 1953 floh er nach Westberlin. 1954 begann er mit dem Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Tübingen, das er an dem Russisch-Orthodoxen Institut St. Serge in Paris fortsetzte. 1960 legte er sein 1. Staatsexamen in Tübingen ab. Nach seiner Ordination im Jahr 1962 war er als Gemeindepfarrer in Kassel-Wehlheiden tätig. 1970 ging er als Pfarrer der Evangelischen Gemeinde deutscher Sprache nach Beirut. Das Einzugsgebiet dieser Pfarrstelle erstreckte sich über den Libanon hinaus auch auf Syrien, den Irak, Kuweit und Zypern. 1976-1984 war Richter Pfarrer in Baunatal-Kirchbauna und Baunatal-Hertingshausen, 1984-1992 in Kassel-Harleshausen. Von 1993 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1998 war Georg Richter Studienleiter für Pfarrerfortbildung am Evangelischen Predigerseminar Hofgeismar. Nebenamtlich war Georg Richter Mitglied der Kammer für Mission und Ökumene der Landeskirche und des Orthodoxie-Arbeitskreises der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie Studienleiter an der Evangelischen Akademie Hofgeismar für Kirchen und Theologie im Nahen Osten. Dem Antiochia-Ausschuss der Landeskirche stand er lange vor.
Wolfgang Hage, geboren 1935, ist emeritierter Professor für Kirchengeschichte. Er war von 1981 bis 2001 Professor an der Philipps-Universität Marburg. Er studierte von 1955 bis 1959 Evangelische Theologie in Bonn, Tübingen und Münster. Er war 1962 bis 1972 Assistent am Lehrstuhl für Ostkirchengeschichte der Theologischen Fakultät Marburg. Hier erfolgte auch 1964 die Promotion und 1971 die Habilitation für das Fach „Kirchengeschichte unter besonderer Berücksichtigung des christlichen Orients“. 1975 bis 1981 war er Professor für „Orientalische (insbesondere syrische) Kirchengeschichte“ an der Theologischen Fakultät Göttingen. Von 1981 bis 2001 war er Professor für Kirchengeschichte mit dem Schwerpunkt Ostkirchengeschichte am Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg. Wolfgang Hage war von 1996 bis 2004 Mitglied der Synode und seit 1970 bis zu seiner Emeritierung Prüfer bei den theologischen Examina der Landeskirche.
Annegret Schmidt wurde 1937 geboren und wuchs in Eschwege auf. Nach dem Abitur studierte sie Anglistik und evangelische Theologie für das Lehramt an Gymnasien in Berlin, Göttingen und Marburg. Sie war Lehrerin in Kassel und Hofgeismar und ab 1980 Studiendirektorin als Fachleiterin für Evangelische Religion am Studienseminar I in Kassel. Seit 1999 ist Annegret Schmidt pensioniert.
Hintergund:
Weitere Informationen zur Kirchenfreundschaft finden sie hier auf ekkw.de:
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20 Jahre Deutsche Einheit
Gottesdienst am Tag der Deutschen Einheit am Point Alpha mit Bischof Hein und Landesbischöfin Junkermann

Unser Foto zeigt die zehnte Station «Entwürdigung - Jesus wird seiner Kleider beraubt» des Weges der Hoffnung, den der Künstler Dr. Ulrich Barnickel in Anlehnung an den Kreuzweg Jesu geschaffen hat. (Foto: mt-fotografie/Konrad Merz)
Im Anschluss an den Gottesdienst werden Hein und Junkermann das Jubiläumsprojekt der Point Alpha Stiftung «Weg der Hoffnung» einweihen, heißt es weiter. Mit der letzten von vierzehn monumentalen Skulpturen sei dann erstmals das Ensemble als Gesamtkunstwerk zu sehen, dass der Künstler Dr. Ulrich Barnickel in Anlehnung an die Geschichte des biblischen Kreuzwegs Jesu geschaffen hat. Die Point Alpha Stiftung will mit dem Gesamtkunstwerk an den Widerstand gegen die kommunistischen Diktaturen Mittel- und Osteuropas, unter denen die Menschen Jahrzehnte lang gelitten hatten, erinnern. (26.09.2010)
Linktipp:
Weitere Informationen zum Point Alpha und dem Weg der Hoffnung finden Sie im Internet unter:
pointalpha.com
Landeskirche veranstaltet Konzert- und Kulturabend zum Schutz des Regenwaldes in der Kasseler Kreuzkirche
Das neuste Programm der Gruppe befasse sich unter dem Titel «Cantamos para vivir» (Wir singen um zu leben) mit dem Schutz des Regenwaldes, heißt es in der Programmankündigung. Die Gruppe verbinde darin moderne lateinamerikanische Musik mit indigenen Ritualen und Licht-Projektionen des iranischen Zeichners Mehrdad Zaeri, die als visuelles Gegenstück zur Musik wirken sollen.
Weitere Gäste des Abends sind Abadio Green, einer der führender Vertreter der indigenen Völker Amazoniens, und Thomas Brose vom Klima-Bündnis, das für die Kooperation mit den indigenen Völkern Amazoniens verantwortlich ist. Green wird laut Programmankündigung das traditionelle Kakao-Ritual seine Volkes der Tule feiern und wird als Botschafter der Nationalen Organisation der Indigenen Kolumbiens (ONIC) vom Kampf um den Erhalt des Regenwaldes erzählen. Brose hält einen Vortrag zum Verhältnis zur Natur in den industrialisierten Ländern.
Karten sind erhältlich zum Vorverkaufspreis von 13 Euro / 10 Euro und an der Abendkasse für 15 Euro / 12 Euro. Vorverkaufsstellen: Buchhandlung am Bebelplatz, Friedrich-Ebert-Str.130, Kassel, Tel. 0561/14433; Bauer und Hieber, bei Musik Eichler, Ständeplatz 13, Kassel Tel. 0561/9188861 und am Empfang im Haus der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330, Kassel, Tel. 0561/9378-0 (21.09.2010)
Evangelische Kirchen feiern Gottesdienst für Diakonie

Der Diakoniegottesdienst am Sonntag in der Elisabethkirche in Marburg stellt das Thema «Kinderarmut» in den Mittelpunkt. (Foto: DWKW)
Außerdem wirken Propst Helmut Wöllenstein für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), der Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau, Wolfgang Gern, und der Landespfarrer für Diakonie, Eberhard Schwarz, vom Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck mit. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr.
In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist der September traditionell der Monat der Diakonie. Die evangelischen Kirchengemeinden in Hessen sind aufgerufen, sich besonders im Diakoniemonat der diesjährigen Kampagne «Armut bei Kindern» zu widmen. Die Kampagne steht unter dem Motto «Ich brauche dich. Arme Kinder in einer reichen Gesellschaft». Dazu ist eine Arbeitshilfe für den Gottesdienst und andere Veranstaltungen erschienen. (13.09.2010)
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Unter dem Titel «Ich brauche Dich. Arme Kinder in einer reichen Gesellschaft.» haben die Diakonischen Werke in Zusammenarbeit mit den Landeskirchen in Hessen eine Arbeitshilfe für den Gottesdienst und andere Veranstaltungen herausgegeben:
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Bischof Hein verurteilt religiösen Fundamentalismus
In dem Brief, der den Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinschaft Hessen, Ramazan Kuruyüz, sowie den Vorsitzenden des Landesverbandes Hessen der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB), Fuat Kurt, gerichtet ist, geht der Bischof auch indirekt auf die aktuelle Diskussion um das Buch von Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin ein. Man müsse hellhörig werden, wenn die Religion als ursächlicher Grund genannt werde, das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft infrage zu stellen. Es sei auch nicht so, dass auf der einen Seite die Deutschen und auf der anderen Seite die Muslime stehen.
Vor diesem Hintergrund sei es ein Gebot der Stunde, dass Christen und Muslime Fundamentalismus, Respektlosigkeit, Menschenverachtung und Gewalt entgegenwirkten. Dazu müsse und könne auch der christlich-islamische Dialog beitragen, der in Hessen zu einem «gewachsenen wechselseitigen Vertrauen» geführt habe. «Für Christen und Muslime muss die Einsicht gelten, dass sie nach Gottes Willen nicht gegeneinander Krieg führen dürfen», betonte Hein. (10.09.2010)
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Hier können Sie den Brief von Bischof Martin Hein im Wortlaut lesen:
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Landeskirche würdigt Freundschaft zur Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia
Zwar gebe es offizielle freundschaftliche Beziehungen zwischen beiden Kirchen erst seit 1992, doch habe er schon lange zuvor erste Kontakte geknüpft, sagte Richter. Auf dem Hintergrund seiner Tätigkeit als Pfarrer der deutschen Gemeinde in Beirut (1970-1976) habe er Ende der 80er Jahre zu Tagungen in die Akademie Hofgeismar eingeladen, um über die Lage der Christen im Nahen Osten zu informieren. Damals sei die Idee aufgekommen, eine Partnerschaft mit einer dortigen Kirche aufzunehmen, sagte er.
Die Wahl sei nach einigen Diskussionen schließlich auf die Rum-Orthodoxe Kirche gefallen. Er habe dann vor Ort weitere Gespräche geführt, die schließlich 1992 in der offiziellen Freundschaft beider Kirchen mündeten. Die heutigen Probleme der Kirche seien zum Teil die gleichen wir vor 20 Jahren, erläuterte Richter. So seien die orientalischen Kirchen immer noch stark von der Abwanderung junger Gemeindemitglieder ins Ausland betroffen. Eine von der Kirche geleitete Universität in Balamand im Nordlibanon versuche, dem durch Bildungsanstrengungen entgegenzuwirken.
Die schätzungsweise 800.000 Mitglieder zählende Kirche ist eines der ältesten Mitglieder im Ökumenischen Rat der Kirchen und hat als erste orthodoxe Kirche überhaupt freundschaftliche Beziehungen zu einer evangelischen Kirche aufgenommen. «Rum» ist die arabische Wiedergabe von «Rhomäisch», was «byzantinisch-griechisch» bedeutet. Somit handelt es sich bei der Kirche um das griechisch-orthodoxe Patriarchat arabischer Sprache. Derzeitiges Oberhaupt ist Patriarch Ignatius IV. Hazim. In Syrien gehören rund zehn Prozent der Bevölkerung einer christlichen Kirche an, im Libanon sind es etwa 30 Prozent.
Auf der Tagung wird es unter anderem um die Lage der Christen im Nahen Osten, Fragen der Ökumene und die Perspektiven der Kirchenfreundschaft gehen. Für Sonntag ist ein evangelischer Gottesdienst mit orthodoxer Beteiligung vorgesehen, den Bischof Martin Hein und Archimandrit Hanna Haikal (Berlin) feiern werden. (13.09.2010)
Praxisheft will Gemeinden Ideen für Jugendgottesdienst geben
Das Heft ist erhältlich zum Preis von 4 Euro zzgl. 1,50 Euro Versandkostenpauschale beim Landeskirchenamt in Kassel, Fachgebiet Kinder- und Jugendarbeit, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel, Tel.: Tel.: (0561) 9378-340, E-Mail: jugend.lka@ekkw.de. (09.09.2010)
«Gesegneter Mahlzeit» in Kassel geht das Geld aus
Der Förderverein, der bisher pro Jahr rund 20.000 Euro zu den Gesamtkosten von derzeit 90.000 Euro beitragen konnte, habe 2009 nur 15.000 Euro an Spenden einwerben können, erklärte dessen Vorsitzender Michael Heinrich. Insbesondere Unternehmen hätten auf ihr begrenztes Budget verwiesen oder wollten lieber andere Initiativen unterstützen, sagte er. Hinzu sei noch der Ausfall der Diakoniesammlung der Kirchenkreise für die «Gesegnete Mahlzeit» gekommen, ergänzte Bechtel. Schließlich seien auch die Spenden, die das Diakonische Werk von Einzelnen bekomme, rückläufig gewesen.
Dem Spendenrückgang stehe ein steigender Bedarf gegenüber, so Bechtel weiter. So sei die Zahl der an den vier Ausgabestellen der «Gesegneten Mahlzeit» verteilten Essen von 18.500 im Jahr 2006 auf 23.000 im Jahr 2009 gestiegen. «Eine erneute Finanzierungslücke können wir vielleicht noch einmal durch die Rücklagen decken, dann wird es schwierig», sagte Bechtel.
Die vor 15 Jahren gegründete «Gesegnete Mahlzeit» gibt derzeit in vier Ausgabestellen in Kasseler Kirchengemeinden und beim Haus der Diakonie von Montag bis Freitag gegen einen Beitrag von 1,50 Euro ein warmes Essen an Bedürftige aus. Nichtbedürftige zahlen 3,50 Euro. Die Ausgabe erfolgt durch Ehrenamtliche und Ein-Euro-Jobber. Der Förderverein der Initiative hat derzeit 80 Mitglieder; rund 600 Einzelspender sind dort registriert. (07.06.2010)
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Hephata feiert Festtage unter dem Motto «Bildung ohne Grenzen»
Den Auftakt der Veranstaltung bildet am Samstag (11.9.) um 11 Uhr ein Vortrag des ehemaligen Göttinger Schulleiters Dr. phil. Karl Gebauer unter dem Titel «Was Kinder wirklich brauchen - Bedingungen für eine gelingende Entwicklung». Ab 12 Uhr können dann Kinder und Jugendliche auf der «Action-Meile» bei einem Spiel- und Sportprogramm mitmachen. Ab 13 Uhr startet dann auf den Aktionsbühnen das Programm mit Musik, Theater und kreativer Handwerkskunst. Am Abend ist ab 20 Uhr eine Disco auf dem Zeltlager-Gelände geplant.
Am Sonntag (12.9.) ist um 10 Uhr ein Gottesdienst im Festzelt vorgesehen, den u.a. die Hephata-Kantorei und die Hephata-Bläser musikalisch mit gestalten werden. Danach soll sind auf insgesamt vier Bühnen (an der Caféteria Oase, der Kirche, dem Festplatz an der Gärtnerei und im Festzelt an der Gärtnerei) Kleinkunst und Musik aus den Bereichen Pop, Rock und Schlagern vorgesehen. Den Abschluss der Hephata-Festtage bildet ein Schlager-Konzert mit der Schirmherrin Gaby Baginsky um 16 Uhr im Festzelt.
Der Eintritt zu den Festtagen ist frei. Informationen sind erhältlich bei: Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V., Elisabeth-Seitz-Straße 16, 34613 Schwalmstadt-Treysa, Tel.: (06691) 18 13 77. (07.09.2010)
Linktipp:
Das Hessische Diakoniezentrum e. V. finden Sie im Internet unter:
hephata.de
«Wir bleiben dran» - Telefonseelsorge Fulda feierte 30-jähriges Bestehen

«Ganz für andere da sein, für ihre spezielle Not, ihnen die eigene Zeit und Kraft zu schenken, ohne das in einem Leistungskatalog abzurechnen», darin sieht Bischof Hein in seiner Predigt den besonderen Anteil der Telefonseelsorge an der Seelsorge Jesu (Foto: medio.tv/Simmen)
In der Telefonseelsorge sei es wichtig, ganz Ohr zu sein und die Anrufer schließlich auch in den Horizont Gottes entlassen zu können, sagte Bischof Hein in seiner Predigt. «Genau darin hat die Telefonseelsorge Anteil an der Seelsorge Jesu: Ganz für andere da sein, für ihre spezielle Not, ihnen die eigene Zeit und Kraft zu schenken, ohne das in einem Leistungskatalog abzurechnen.» Der Bischof rief die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Telefonseelsorge dazu auf, dass sie sich nicht von einer fehlenden Resonanz auf ihre Hilfe entmutigen lassen sollten. Der Dank, die gute Rückmeldung, sei auch nicht das Ziel der Arbeit, sagte er unter Hinweis auf die biblische Geschichte der Heilung der zehn Aussätzigen durch Jesus, von denen sich nur einer bedankte.
Nach den Worten von Weihbischof Karlheinz Diez verwandelt die Telefonseelsorge Ferne in Nähe und schafft Gegenwärtigkeit. Gerade in persönlichen Krisenzeiten sei ihre Erreichbarkeit von außerordentlicher Bedeutung für die Menschen. «Die Quelle für diesen Dienst an der Gemeinschaft bleibt der Geist Jesu», wies er auf die christlichen Wurzeln dieses Angebotes hin.
Seit drei Jahrzehnten mit offenen Ohren bereit für Menschen in Not
Seit drei Jahrzehnten könne die Telefonseelsorge Fulda Tag und Nacht von Menschen in Not in Anspruch genommen werden und für diese Arbeit stünden bei der anonym arbeitenden Einrichtung Menschen mit «sensiblen, offenen und vorurteilsfreien Ohren» bereit, teilte die Leiterin der Telefonseelsorge Fulda, Pfarrerin Dagmar Ehrhardt, mit. Der überwiegende Teil der Anruferinnen und Anrufer suche einen begrenzten Kontakt zur Telefonseelsorge. «Sie wünschen sich in einer konkreten seelischen Krise Gesprächspartner, die ihnen zuhören und mit ihnen unvoreingenommen, einfühlsam und verständnisvoll über ihre Schwierigkeiten sprechen», so die Pfarrerin. Es gäbe allerdings auch Fälle von Trauer oder Trennung, in denen Menschen über mehrere Wochen begleitet werden, erläuterte Ehrhardt weiter.
Nach Angaben der Leiterin wurde die Telefonseelsorge Fulda aufgrund einer Häufung von Suiziden und Suizidversuchen in Fulda und der Region gegründet. Sie sollte zu deren Verhütung beitragen. Osthessen sei in dem immer dichter werdenden Netz der Telefonseelsorgedienste damals noch ein weißer Fleck gewesen. Ihren Betrieb nahm die als eine Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Fulda gegründete Telefonseelsorge dann am 1. September 1980 auf. Im Jahr 1981 wurden 1.368 Anrufe gezählt. Obwohl von Anfang an auch katholische Christen im Seelsorgeteam mitarbeiteten, kam es erst 1992 zu einer Kooperation mit dem Bistum Fulda.
Derzeit sind in der Telefonseelsorge Fulda 80 Menschen ehrenamtlich tätig, 34 evangelische und 46 katholische Christen. Die Aus- und Fortbildung der Helfer wird von drei hauptamtlichen Mitarbeitern geleitet. Im vergangenen Jahr habe man 20.622 Anrufe verzeichnet, berichtete Ehrhardt. (06.09.2010)
Linktipp:
Weitere Informationen zur Telefonseelsorge Fulda finden Sie im Internet unter:
telefonseelsorge-fulda.de/
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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im ökumenischen Festgottesdienst in Fulda:
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Direktorin Eveline Valtink verlässt Evangelische Akademie Hofgeismar
Unter Valtinks Leitung hatte die Akademie sich verstärkt dem Thema Bildung zugewandt. Unter anderem wurde 2006 erstmals eine Schülerakademie angeboten, bei der Oberstufenschüler die Möglichkeit hatten, mit Fachleuten und Beratern über ihre Berufs- und Lebensperspektiven zu diskutieren. Im vergangenen Jahr verzeichnete die Akademie zudem eine Steigerung ihrer Teilnehmerzahl um rund 200 auf 3.952 gegenüber 2008. (03.09.2010)
«Auf dem Luther» - Kabarett, Theater und Musik
Evangelisches Forum Kassel startet neue Veranstaltungsreihe

Titelseite des Programmheftes der Veranstaltungsreihe «Auf dem Luther». (Quelle: Evangelisches Forum Kassel)
Am Freitag (10.09.) können Interessierte um 20 Uhr das «Best of»- Programm des «Kasseler Organtheaters» mit den besten Szenen aus den vergangenen 10 Jahren erleben. Das Organtheater bringe jedes Organ auf die Bühne - mal Slapstick, mal Kammerstück, mal Kabarett, mal Schmonzette, heißt es in der Programmankündigung. Am Samstag beginnt bereits um 15 Uhr eine Aufführung des Schultheaters der Wilhelm-Leuschner-Schule aus Niestetal-Heiligenrode. Gezeigt wird «Das Traumfresserchen» - ein Märchen von Michael Ende, dass Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse der Schule in ein faszinierendes Theaterstück mit viel Musik und Tanz verwandelt haben. Ab 20 Uhr präsentiert Simone Solga ihr Programm «Bei Merkels unterm Sofa», in dem die politische Kabarettistin in den Job als Kanzlersouffleuse und «Mädchen für alles» im Kanzleramt schlüpft.
Am Sonntag bietet um 15 Uhr die Musik- und Bauchrednertruppe «Valsche Fögel» den Zuschauern «Eine tierische Reise durch menschliche Abgründe». Lieder und Texte von Janis Joplin, den Wise Guys und den Ärzten sollen den Besuchern Antworten auf die schwierigen Fragen des Lebens geben. Um 18 Uhr klingt das Wochenende mit der Acapella-Band «VokusPokus» aus. Die acht Musiker begeistern seit einigen Jahren ihr Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm mit Stücken von Max Raabe, Robbie Williams, Queen und vielen anderen.
Für den 30. September ist in der Reihe ein Gastspiel des Theaters «Die Katakombe» aus Frankfurt unter dem Titel «Martin L. - Das Luthermusical» angekündigt. Informationen und Karten zu den einzelnen Veranstaltungen bekommen Sie bei der Geschäftsstelle des Evangelischen Forums, Mauerstraße 15, Mo-Fr. 9 bis 13 Uhr oder Tel. (0561) 28760-21. (02.09.2010)
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Hier können Sie das Programm der Reihe herunterladen:
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www.geistreich.de
Kirchlich Aktive teilen Erfahrungen auf neuer Praxisplattform
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Die Praxisplattform «Geistreich» finden Sie im Internet unter:
geistreich.de
Dezernent für theologische Ausbildung in Ruhestand verabschiedet

Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Oberlandeskirchenrat Dr. Frithard Scholz, Pfarrerin Astrid Thies-Lomb (Christuskirche), Pfarrer Reinhard Brand (Landeskirchenamt) und Prädikant Günther Dreisbach (Landeskirchenamt) vor der Kasseler Christuskirche. (Foto: medio.tv/Simmen)
Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, würdigte die Vielfalt der Aufgaben, denen sich Scholz in seiner Berufsbiographie gewidmet und mit großer Akribie und Treue erledigt habe. Wie die Pressestelle der Landeskirche mitteilte, erwähnte Hein in diesem Zusammenhang vor allem die Frage der theologischen Ausbildung, der Bedeutung von Theologie und ihrer Verankerung im akademischen Denken. Diese Thematik habe nicht zuletzt während der Dienstzeit Scholz als Direktor des Evangelischen Predigerseminars Hofgeismar im Mittelpunkt gestanden, aber auch bei der Gründung des Hans-von-Soden-Instituts und der Einrichtung des Masterstudiengangs Evangelische Theologie gemeinsam mit der Philipps-Universität Marburg.
Zur Person:
Dr. Frithard Scholz wurde 1947 in Siegen geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1966 begann er als Stipendiat des Evangelischen Studienwerkes Villigst das Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen, das er an den Universitäten in Zürich, Heidelberg und Münster fortsetzte. Sein Vikariat absolvierte er in zwei Etappen: von 1972 bis 1973 war er als Studieninspektor am Hamannsstift in Münster (Sondervikariat) und von 1978 bis 1979 als Gemeindevikar in Heidelberg tätig. In der Zeit dazwischen widmete er sich seiner Dissertationsarbeit zum Thema: «Freiheit als Indifferenz. Alteuropäische Probleme mit der Systemtheorie Niklas Luhmanns.» Er wurde in Heidelberg promoviert.
1979 legte er seine Zweite Theologische Prüfung in Bielefeld ab und wurde im gleichen Jahr in Veckerhagen (Kirchenkreis Hofgeismar) ordiniert. Von 1979 bis 1984 war er Gemeindepfarrer in Vaake (Kirchenkreis Hofgeismar). Von 1984 bis 1989 arbeitete er als persönlicher Referent von Bischof Dr. Hans-Gernot Jung im Landeskirchenamt. 1989 wurde er zum Direktor des Evangelischen Predigerseminars in Hofgeismar berufen. 1998 wechselte er wieder in den Gemeindepfarrdienst und versorgte die Pfarrstelle Niedervellmar (damals Kirchenkreis Kassel-Land) zunächst bis Mitte 2000 mit Pfarrer Wolfgang Adam, ab Mitte 2000 gemeinsam mit seiner Ehefrau Christiane Berthold-Scholz. 2003 wurde er durch den Rat der Landeskirche zum Dezernenten für die theologische Ausbildung, Gottesdienste und Kirchenmusik im Landeskirchenamt berufen. Diesen Dienst trat er zum 1. Mai 2003 an und übte ihn bis zu seiner Verabschiedung am heutigen Tage aus.
Über seinen hauptamtlichen Dienst hinaus engagierte sich Scholz in zahlreichen kirchlichen Gremien und Ausschüssen. Fast 25 Jahre gehörte er der Theologischen Kammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck an. Weiterhin gehörte er zeitweilig folgenden Ausschüssen an: Rat der Landeskirche, Ausschuss für Personalentwicklungsfragen, Beratungsausschuss zur Anstellung von Hilfspfarrern und dem Seelsorgeausschuss. Dr. Frithard Scholz ist seit 1979 mit Pfarrerin Christiane Berthold-Scholz verheiratet; das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder. (31.08.2010)
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Lesen Sie hier die Ansprache von Bischof Hein im Wortlaut:
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«Schule der Zukunft»
Kultusministerin Dorothea Henzler zu Gast beim «Issigheimer Gespräch»
Neben Ministerin Henzler werden als weitere Gäste die Journalistin Jutta Degen-Peters, der Präsident der Industrie und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Dr. Norbert Reichhold und Dr. Gudrun Neebe, Direktorin des Pädagogisch-Theologischen Instituts (Kassel) erwartet, die alle kurze Statements zum Thema geben werden, so der Medienbeauftragte.
In der Reihe «Issigheimer Gespräch» setzen sich Menschen aus Kirche und Gesellschaft mit dem Beitrag der evangelischen Kirche zu Fragen der Bildung auseinander. In Kurhessen-Waldeck befinden sich drei Schulen in evangelischer Trägerschaft, davon die Katharina-von-Bora-Schule in Oberissigheim. (31.08.2010)
Bischof Hein: «Ausbildungshilfe ist Selbst-Entwicklungshilfe!»

Indischer Besuch im Haus der Kirche (v.l.): Bischof John Sadananda (Mangalore) und die ständige Vertreterin der Ausbildungshilfe in Indien, Frau Anne Rajkumar (Chennai) mit Geschäftsführer Pfarrer Eberhard Will (Kassel) und der Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Pfarrerin Andrea Wöllenstein (Marburg). (Foto: medio.tv/Scheuermann)
An den Festlichkeiten, zu denen neben dem Gottesdienst auch ein Festakt gehörten, nahmen unter anderem Bischof Prof. Dr. John Sadananda von der Kirche von Südindien, Karnataka Süd-Diözese (Mangalore), der Gründer des Vereins, Pfarrer i.R. Kirchenrat Wilhelm Jung (87) sowie die Vorsitzende der Ausbildungshilfe, Pfarrerin Andrea Wöllenstein (Marburg) teil. Zudem waren Gäste aus Afrika und Asien am Jubiläum beteiligt. Den Abschluss des Tages bildete ein Benefizkonzert in der Kasseler Kreuzkirche mit dem Gospelchor «Joy of Life» von der Kurhessischen Kantorei Marburg.

Festlicher Einzug: Bischof Martin Hein (Kassel), Anne Rajkumar (Chennai, Indien), Pfarrer Wilhelm Jung (Baunatal) und Bischof John Sadananda (Mangalore, Indien).

Beim Festgottesdienst ging es beschwingt zu. Auch Bischof Martin Hein und Bischof John Sadanand klatschen zum Gesang des Gospel-Chors «Joy of Life», Marburg. (Fotos: Prüfer)

Eberhard Will, Geschäftsführer des Vereins «Ausbildungshilfe - Christian Education Fund», begrüßt die rund 200 Gäste, die zum 50-jährigen Jubiläum gekommen waren.
Der Verein «Ausbildungshilfe - Christian Education Fund» ermöglicht armen jungen Menschen in Afrika und Asien einen Schulbesuch, den diese sich sonst nicht leisten können. Gegründet wurde die Ausbildungshilfe von Pfarrer i.R. Kirchenrat Wilhelm Jung aus Baunatal. Das Hilfswerk hat nach eigenen Angaben seit 1960 rund 16 Millionen Euro Spendengelder gesammelt und mehrere zehntausend Menschen gefördert. Aktuell würden rund 2.500 Menschen in zehn Ländern Asiens und Afrikas unterstützt. Das Spendenaufkommen betrage rund 500.000 Euro im Jahr. (30.08.2010)
Linktipp:
Die Ausbildungshilfe finden Sie im Internet unter:
ausbildungshilfe.de
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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:
Deutsch (PDF)
Englisch (PDF)
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Sabine Kropf-Brandau als Pröpstin des Sprengels Hersfeld eingeführt

Sabine Kropf-Brandau während ihrer Antritts-Predigt als Pröpstin des Sprengels Hersfeld. (Foto: medio.tv/Ewald)
In seiner Einführungsansprache sagte Bischof Hein in Aufnahme des Konfirmationsspruchs der neuen Pröpstin «Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein» (1. Mose Kapitel 12, Vers 2): «Der Segen, den Gott uns schenkt, bringt zum Ausdruck, dass wir es nicht allein sind, die das Leben meistern und in den Händen halten. Segen, sagt Luther, ist «Mehrung» – ist mehr, als wir selbst können oder uns zuschreiben. Wer Gottes Segen mitten in all den Fragen des persönlichen, kirchlichen und öffentlichen Lebens erfährt, kann gar nicht anders, als anderen davon weiter zu geben: Denn Gottes Segen, so ist die Erfahrung des Glaubens, geht ungezwungen durch uns hindurch. Was uns gilt, kommt stets auch anderen zugute.»

Viele Gäste und Bad Hersfelder Christen waren zum Einführungsgottesdienst gekommen. (medio.tv/Ewald)
In ihrer Predigt ermutigte Pröpstin Kropf-Brandau zu einem christlichen Leben, das für «zwei Seiten des Menschlichen» steht: «Beten und Arbeiten – Hören und Handeln». Aufgabe einer Pröpstin sei es nicht zuletzt, zu ermutigen und zu helfen, beide Seiten leben zu können. In diesem Zusammenhang erinnerte sie an ein Wort Dietrich Bonhoeffers: «Unser Christsein wird heute nur in zweierlei bestehen, im Beten und im Tun des Gerechten unter den Menschen. Alles Denken, Reden und Organisieren in den Dingen des Christentums muss neu geboren werden aus diesem Beten und Tun.»
Zur Person:
Sabine Kropf-Brandau wurde 1964 in Sorga (Kreis Hersfeld) geboren. Nach dem Abitur studierte sie von 1983 bis 1989 Evangelische Theologie in Wuppertal und Göttingen mit den Schwerpunkten Systematische und Feministische Theologie, Judaistik und Seelsorge. Ihr Vikariat absolvierte sie in der Kirchengemeinde Vellmar-West. Nach dem 2.Theologischen Examen und der Ordination durch Prälat Giesler im Oktober 1989 in Treysa begann sie ihre Hilfspfarrzeit in Stellenteilung mit Ehemann Dr. Robert Brandau als Studentenpfarrerin in Kassel. Seit 1998 war sie Gemeindepfarrerin in Obervellmar. Schwerpunkte ihrer Gemeindearbeit waren der Gottesdienst und die Seelsorge, die Arbeit mit jungen Familien, Kinderarbeit und die Erwachsenenbildung. Seit 1992 ist sie Mitglied der Theologischen Kammer der Landeskirche, seit 2006 theologische Studienleiterin des Kirchenkreises Kassel-Land bzw. Kaufungen. Sie gehört seit 2008 dem Arbeitskreis Kindergottesdienst und seit 2009 dem Arbeitskreis «Offene Kirchen» der Landeskirche an. Sabine Kropf-Brandau ist seit 1989 verheiratet mit Pfarrer Dr. Robert Brandau. Er leitet die «Arbeitsstelle Migration» der Landeskirche. Das Ehepaar hat drei Kinder. (30.08.2010)
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Jörn Dulige bleibt Beauftragter der Evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung
Dulige zeigte sich erfreut über die Verlängerung dieser Beauftragung und sei motiviert, an dieser Stelle für die Evangelischen Kirchen in Hessen zu arbeiten und so auch die Kooperation der Kirchen weiter voranbringen zu können. «Der gesamte politische Bereich erwartet unsere deutliche Beteiligung an Diskussionen über aktuelle Fragen der Gegenwart und Zukunft», betonte Kirchenrat Dulige.
Der Beauftragte am Sitz der Landesregierung bildet ein Schnittstelle zwischen Kirche und Politik in Wiesbaden. Zu seinen Aufgaben gehört, Ansprechpartner für partei- und gesellschaftspolitische Repräsentanten zu sein und den kirchlichen Kontakt zu Landesregierung, Landtag, Ministerialbürokratie und anderen Vereinigungen und Verbänden zu pflegen. Er informiert die drei Evangelischen Kirchen in Hessen über die landespolitischen Entwicklungen und vermittelt kirchliche Stellungnahmen und Positionen in den Bereich der Politik. Die Stelle des Beauftragten wird jeweils für sechs Jahre vergeben und kann – wie bei Dulige nun zum dritten Mal geschehen – verlängert werden.
Zur Person
Jörn Dulige wurde 1957 in Bielefeld geboren; nach dem Studium der Evangelischen Theologie und Publizistik in Bielefeld-Bethel und Münster arbeitete er von 1984 bis 1989 als Gemeindepfarrer in Rodenbach bei Hanau. Von 1989 bis 1993 war er im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck für Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildungsfragen zuständig. Seit 1993 arbeitet er als Beauftragter am Sitz der Hessischen Landesregierung. Darüber hinaus vertritt Dulige die Evangelischen Kirchen in Hessen im Konvent Flughafen und Region (vormals: Regionales Dialogforum) und im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks, dessen Vorsitzender er seit Februar letzten Jahres ist.
Auf dem Gebiet des Bundeslandes Hessen gibt es drei evangelische Landeskirchen. Zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit Sitz in Kassel gehören überwiegend die nördlichen Regionen Hessens sowie ein kleiner Teil in Thüringen. Zum Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit Sitz in Darmstadt gehören die südlichen Regionen Hessens sowie Teile von Rheinland-Pfalz. Zur Evangelischen Kirche im Rheinland mit Sitz in Düsseldorf gehören in Hessen die Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar, die als Enklave zwischen den Gebieten der anderen beiden Kirchen liegen. Die Grenzen gehen auf historische Fürstentümer zurück. (27.08.2010)
10. Kasseler Museumsnacht am 4. September
In diesem Jahr böten zudem zwei Museen Ausstellungen an, die speziell auf junge Erwachsene zugeschnitten seien, so das Kulturamt. Die derzeit im Museum für Sepulkralkultur laufende Ausstellung «The sun ain t gonna shine anymore» beschäftige sich mit dem Thema Tod in der Rockmusik. Für den Abend sei dort ein Auftritt der Band «Enzos Hoer Bar» geplant, die verstorbenen Musikidolen huldige. Die Kunsthalle Fridericianum zeige Ausstellungen von zwei Künstlern, die sich mit der Popkultur beschäftigen. (26.08.2010)
Sepulkralmuseum:
Weitere Informationen zur Ausstellung im Museum für Sepulkralkultur zum Thema Tod in der Rockmusik finden Sie unter:
sepulkralmuseum.de
Linktipp:
Das gesamte Programm zu 10. Kasseler Museumsnacht finden Sie im Internet unter:
museumsnacht.de
Archiv der Landeskirche in Liste national wertvoller Archive aufgenommen
Mit der Aufnahme in die Liste werde auch der Rechtsschutz gestärkt, so Wischhöfer weiter. So habe die Eintragung zur Folge, dass das Archiv oder Teile davon grundsätzlich nicht mehr außer Landes gebracht werden dürften. Im Falle eines illegalen Verbringens würden die Rechtsfolgen nach dem Kulturrückgabegesetz greifen. (24.08.2010)
Linktipp:
Das Landeskirchliche Archiv finden Sie im Internet unter:
ekkw.de/archiv
Vom 27. bis 29. August 2010 in Spangenberg
Landesjugendfest 2010 stand unter dem Motto «Felsen-Fest»

Jugendliche aus ganz Kurhessen-Waldeck erwartet im «Worldcamp Himmelsfels» in Spangenberg ein vielfältiges Programm. Unser Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem Ankündigungsplakat. (Quelle: landesjugendfest.de)
Zur Eröffnung auf dem zentralen Festplatz werde am Freitag (27.8.) die neue Prälatin der Landeskirche, Marita Natt, erwartet. Für den Samstagabend habe sich die christliche Pop-Sängerin Judy Bailey angesagt. Während des Festes sollen laut Hartmann alle Höhepunkte von interessierten Jugendlichen gefilmt und zu einem Film verarbeitet werden, der am letzten Tag vorgeführt wird. Die Jugendlichen sollen dabei selbst Kameraleute, Journalisten und Moderatoren sein uns das Fest dokumentieren. Den Abschluss bildet am Sonntag (29.8.) ein Gottesdienst um 11 Uhr.
Das Landesjugendfest wird seit 2002 alle zwei Jahre veranstaltet und von vielen Ehrenamtlichen mitgestaltet. Teilnehmen können Jugendgruppen mit verantwortlicher Gruppenleitung über die Jugendarbeit der Kirchengemeinden oder über die Kreisjugendpfarrerinnen und -pfarrer. Infokontakt: Fachgebiet Kinder- und Jugendarbeit, Wilhelmshöher Allee 330, 34131 Kassel, Fax: 0561/93 78 409, E-Mail: jugend.lka@ekkw.de (25.08.2010)
Linktipp:
Weitere Informationen zum Landesjugendfest finden Sie im Internet unter:
landesjugendfest.de
«Goldenes Jubiläum»
Verein Ausbildungshilfe feierte 50-Jähriges Bestehen

Indischer Besuch im Haus der Kirche (v.l.): Bischof John Sadananda (Mangalore) und die ständige Vertreterin der Ausbildungshilfe in Indien, Frau Anne Rajkumar (Chennai) mit Geschäftsführer Pfarrer Eberhard Will (Kassel) und der Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Pfarrerin Andrea Wöllenstein (Marburg). (Foto: medio.tv/Scheuermann)
Den Abschluss des Tages bildet um 18 Uhr ein Benefizkonzert in der Kasseler Kreuzkirche mit dem Gospelchor «Joy of Life» von der Kurhessischen Kantorei Marburg. Eigens dazu sei ein Liederheft mit dem Titel «Yellaam Yesuve» (Jesus ist alles) mit 50 Lieder aus den verschiedenen Partnerländern herausgegeben worden, das auch in der Kasseler Geschäftsstelle erworben werden kann, so Williamson. Während des Konzertes unter der Leitung des brasilianischen Musikers Jean Kleeb kämen zudem die kongolesische Messe «Missa Luba» mit volkstümlichen kongolesischen Rhythmen und Melodien und die «Little Jazz Mass» des ehemaligen Mitglieds der britischen «King’s Singers» Bob Chilcott zur Aufführung. Der Eintritt ist frei; um Spenden wird gebeten.
Der Verein «Ausbildungshilfe - Christian Education Fund» ermöglicht armen jungen Menschen in Afrika und Asien einen Schulbesuch, den diese sich sonst nicht leisten können. Gegründet wurde die Ausbildungshilfe von Pfarrer i.R. Kirchenrat Wilhelm Jung aus Baunatal. Das Hilfswerk hat nach eigenen Angaben seit 1960 rund 16 Millionen Euro Spendengelder gesammelt und mehrere zehntausend Menschen gefördert. Aktuell würden rund 2.500 Menschen in zehn Ländern Asiens und Afrikas unterstützt. Das Spendenaufkommen betrage rund 500.000 Euro im Jahr. (24.08.2010)
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Die Ausbildungshilfe finden Sie im Internet unter:
ausbildungshilfe.de
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Bischof Hein diskutierte in Brüssel über Europafragen

Von links: Friedrich von Heusinger, Leiter der Hessischen Landesvertretung bei der Europäischen Union, und Bischof Martin Hein in Brüssel. (Foto-Quelle: Vertretung des Landes Hessen bei der EU)
Außerdem tauschte sich Hein mit der Leiterin des Referats «Kohärenz der Maßnahmen für die Entwicklung des ländlichen Raumes», Josefine Loriz-Hoffmann, über die Entwicklung ländlicher Räume auf EU-Ebene aus – ein Themenbereich, mit dem sich der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck schon lange beschäftigt. Hein hatte einer Arbeitsgruppe vorgestanden, die 2007 den EKD-Text «Wandeln und gestalten. Missionarische Chancen und Aufgaben der evangelischen Kirche in ländlichen Räumen» herausgegeben hatte. Bischof Hein gehört der «Steuerungsgruppe Europa» der Evangelischen Kirche in Deutschland an. (19.08.2010)
Kirchenpräsident Jung und Bischof Hein bekräftigen Kooperation

Wanderten gemeinsam auf der Bonifatiusroute zwischen beiden Landeskirchen (v.l.): Kirchen- präsident Jung und Bischof Hein. (Foto: medio.tv/Simmen)
Am historischen Grenzstein in Blankenau, der einst die Grenze zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Preußen markierte und heute auf der Grenze zwischen den beiden Kirchen steht, reichten sich Jung und Hein symbolisch die Hände. «Vom heutigen Tag soll der Impuls ausgehen: Die Kooperation der Kirchen geht weiter», sagte Jung. Hein wies darauf hin, dass viele Kirchengrenzen für Gemeindeglieder kaum nachvollziehbar seien. Aber Grenzen hätten auch ihren Sinn, denn es gebe regionale Unterschiede: «Niemand will eine Megakirche.» Die Frage nach der Zusammenlegung katholischer Bistümer werde nie gestellt, fügte Hein hinzu. Die evangelische Kirche lasse sich zu leicht in Strukturdebatten drängen. (17.08.2010)
Linktipp:
Hier können Sie sich einen Beitrag zum Thema auf den Seiten der Hessenschau ansehen:
hr-online.de/(…)
Internetradio:
medio-Reporter Siegfried Krückeberg hat Kirchenpräsident Jung und Bischof Hein auf dem Bonifatiusweg befragt. Hören Sie hier die beiden Geistlichen zur Pilgerwanderung:
Bischof Hein
Flutkatastrophe in Pakistan: Bischof Hein und Diakonielandespfarrer Schwarz rufen zu Spenden auf

Die Diakonie Katastrophenhilfe versorgt die Menschen vor Ort mit frischem Trinkwasser. (Foto: Diakonie Katastrophenhilfe)
Zugleich hat die Landeskirche ihre Soforthilfe für die Flutopfer in Pakistan auf insgesamt 60.000 Euro aufgestockt. An die Diakonie Katstrophenhilfe gehen weitere 30.000 Euro - nach einer ersten Hilfe von 20.000 Euro. Weitere 10.000 Euro gehen an die Katastrophenhilfe der Diözese Raiwind im Norden Pakistans, zu der die Landeskirche freundschaftliche Beziehungen unterhält. Hiermit werde auf direktem Weg Medikamente und Mittel für Mütter und Kinder bereitgestellt. Erst Ende Juni hatte der Bischof der Diözese, Samuel Robert Azariah, die Landeskirche besucht. Die Mittel stammen aus den Erntedankkollekten.
Die Lage in Pakistan bleibt weiter angespannt. Weite Landstriche stehen nach den schweren Überschwemmungen unter Wasser und Millionen von Menschen müssen in Notlagern campieren. In den mit am schwersten betroffenen Distrikten Nowshera, Charsadda im Nordwesten des Landes und im Swat-Tal unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe rund 60.000 Flutopfer. «In den Notlagern versorgen wir zur Zeit Tausende Menschen täglich mit Trinkwasser», sagte Rainer Lang von der evangelischen Hilfsorganisation, der sich gerade im Katastrophengebiet aufhält. Daneben würden auch Nahrungsmittel, Zelte, Plastikplanen und Hygienesets verteilt.
Für die Trinkwasserversorgung seien 25 Großtanks bereits im Einsatz, weitere 50 sollen noch folgen. Verzweifelt warten die Menschen darauf, dass sich das Wasser wieder zurückzieht, berichtet Lang weiter. Die Opfer müssten auf engstem Raum hausen oder in öffentlichen Gebäuden wie Schulen unterkommen. Für die Meisten seien aber Zelte oder Plastikplanen der einzige Unterschlupf.
Bisher habe die Diakonie Katastrophenhilfe nach eigenen Angaben rund 800.000 Euro an Spenden erhalten. «Dafür möchten wir allen Spenderinnen und Spendern von Herzen danken», sagte Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin des Hilfswerkes. Spendenkonto der Diakonie-Katastrophenhilfe: Konto 212121 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft (BLZ 520 604 10). (20.08.2010)
Linktipp:
Helfen Sie mit Ihrer Spende unter:
diakonie-katastrophenhilfe.de/
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Lesen Sie hier den Brief von Bischof Hein und Diakonielandespfarrer Schwarz:
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Kirchenkreisamt in Eschwege mit neuem Andachtsraum

Hans-Dieter Credé erläutet Rahel Krause, der stellvertretenden Kirchenkreisamtsleiterin, die Planung des neuen Andachts- raum. (Foto: Kirchenkreisamt)
Der Dekan des Kirchenkreises Witzenhausen und Künstler Hans-Dieter Credé nahm sich der anspruchsvollen Aufgabe an: «Mein größtes Problem war, runde Formen in diesen Raum einzubringen», erinnerte sich Credé an den Ausgangspunkt des Projekts. Schnell war jedoch die Grundidee des Kreises als Sitzanordnung geboren, da bei den regelmäßigen Andachten die Anzahl der beteiligten Personen überschaubar sei, erläuterte der Dekan.
Jetzt stehen um einen runden violetten Teppich grau bezogenen Stahlrohrstühle. Die Wände sind grau gestaltet und der Fußboden mit einem grauen Teppichboden ausgelegt. Je zweiteilige transparente Vorhänge an den Fenstern nehmen die Halbbogenformen zweier Säulen im Raum auf. Ziel des Künstlers Credé war, trotz aller calvinistischen Nüchternheit des Raumes, bei den Besuchern Gefühle der Geborgenheit und Klarheit auszulösen, so Pfarrer Merkel. Einziges Element, das jetzt noch fehle, sei ein Altarkreuz. Hier hofft der Kirchenkreis auf Hilfe aus den Kirchengemeinden. (12.08.2010)
Open-Flair-Gottesdienst 2010
Erst «Bad Church» - dann «Bad Religion»

Kann auch eine schlechte Kirche noch für irgendetwas gut sein? Dieser provokanten Frage stellt sich am kommenden Sonntag der OpenFlair-Gottesdienst. (Foto: Johannes Meier)
«Eine Bischöfin fährt volltrunken Auto. Seelsorger Missbrauchen Schutzbefohlene. Gottes Bodenpersonal zeigt immer wieder menschliche Schwächen und menschliches Versagen. Wozu soll eine solche Kirche eigentlich noch gut sein? Darf sie sich überhaupt noch in der Gesellschaft zu Wort melden, mahnen oder Kritik äußern, wo sie doch selbst moralisch so angreifbar ist? Müssen Christen also «unfehlbar» sein, wenn sie glaubwürdig bleiben wollen? Darf sich eine Kirche für das Gute stark machen, wenn sie doch selbst immer wieder Böses hervorbringt?»
All das sind Fragen, denen Pfarrer Roland Kupski und das Vorbereitungsteam des Evangelischen Kirchenkreises Eschwege beim Open-Flair-Gottesdienst 2010 nachgehen wollen. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst von der Frankenberger Punk Rock Band «Folxpunk». Der Open-Flair-Gottesdienst 2010 beginnt am Sonntag Nachmittag um 14 Uhr auf der Waldbühne am Großen Leuchtberg. Bei Regen wird der Gottesdienst in die Neustädter Katharinenkirche in Eschwege verlegt. Einen Fahrdienst zur Waldbühne fährt um 13.00 Uhr an der Neustädter Katharinenkirche ab und um 13.05 Uhr, 13.20 Uhr und 13.40 Uhr von der Tränenbrücke. (12.08.2010)
Linktipp:
Das «Open Flair» finden Sie im Internet unter:
open-flair.de/
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Den Evangelischen Kirchenkreis Eschwege finden Sie im Internet unter:
kirchenkreis-eschwege.de/
Evangelische Pilgerwanderung auf der Bonifatiusroute
Die allen Interessenten offenstehende Wanderung mit dem Kirchenpräsidenten und dem Bischof solle ein Zeichen für die gute Nachbarschaft und enge Kooperation der evangelischen Kirchen sein. Start ist um 10.30 Uhr in der Evangelischen Kirche in Grebenhain-Ilbeshausen. (12.08.2010)
Großer «Gospel Day» zum Ende der Sommerferien in Spangenberg
Während des Tages können Interessierte bekannte Gospelprofis, wie z.B. Tyndale Thomas (Manchester), David Thomas (Witten), Njeri Weth (Spangenberg) Paulo Santos (Essen) und Peter Hamburger (Kassel) ganz nah erleben, heißt es in der Ankündigung. Auftakt ist ein Gospelgottesdienst an den sich eine große Auswahl an Workshops mit den Gospelprofis anschließt. Außerdem ist eine Kinderbetreuung für Kinder ab 4 Jahren vorgesehen und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, heißt es im Programm der Veranstaltung. Der Gospel Day findet jedes Jahr am letzten Wochenende der hessischen Sommerferien statt und wird von der Stiftung Himmelsfels und dem Kantor für Popularmusik in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck veranstaltet.
Alle, die noch einen Tag mehr mit Gospelmusik und den Künstlern erleben möchten, können ihren Schlafsack einpacken und bereits am Samstag (14.08) zum Gospel Camp anreisen. Die Teilnahme am Gospel Day kostet 15 Euro, für Jugendliche ab 12 Jahren 8 Euro. Das Gospel Camp kostet 25 Euro inklusive Übernachtung, für Jugendliche ab 12 Jahren 15 Euro. Info und Anmeldung unter Tel.: (05663) 274033 oder E-Mail: info@himmelsfels.de (10.08.2010)
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Den kurhessischen Kapomuk finden Sie im Internet unter:
kapomuk.de
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Die Stiftung Himmelsfels finden Sie im Internet unter:
himmelsfels.de
Harley-Treffen mit Biker-Gottesdienst auf der Wasserkuppe

Zum zweiten Mal treffen sich Harley-Freunde auf der Wasserkuppe zum «Harley-Davidson Friendship Ride». (Foto: medio.tv/Simmen)
Neben jeder Menge Live-Musik, Stunt- und Flugshows, sowie einer großen Händlermeile, wird auch die evangelische Kirche mit dabei sein. Am Sonntag (15.08.) wird es um 10 Uhr einen Harley-Gottesdienst auf der Wasserkuppe geben. Gestaltet wird der Biker-Gottesdienst von Pfarrerin Dorothée Schubert (ESG Marburg) und Pfarrer Holger Biehn (Neuhof). Die musikalische Gestaltung übernimmt die "Band ohne Namen", so Pfarrerin Schubert. (10.08.2010)
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Mehr Informationen zum «Harley-Davidson Friendship Ride» finden Sie im Internet unter:
friendship-ride-germany.de
Festgottesdienst in Hanauer Marienkirche
Bernd Böttner als Propst des Sprengels Hanau eingeführt
Bischof Hein betonte in seiner Einführungsansprache, das Amt des Propstes sei ein bischöfliches Amt und der Sprengel Hanau vielgestaltig. Das quirlige Rhein-Main-Gebiet biete ebenso Aufgaben wie das Kinzig-Tal oder das Gebiet der ehemaligen Reichsabtei Fulda. Es gebe hier viele Möglichkeiten für ökumenische Begegnung sowohl mit römisch-katholischen Christen wie auch Angehörigen anderer Konfessionen und Religionen, so Bischof Hein weiter.
In seiner Predigt äußerte Propst Böttner seine Freude über die neue Aufgabe und ermutigte zum Gespräch: «Im Gespräch können wir voneinander erfahren und mitteilen, was uns selbst gut tut, was unser Leben trägt, was der Glaube uns bedeutet und wie die Hoffnung auf Gott uns beflügelt». Heute lebten und wüchsen Gemeinden nicht nur in Gottesdiensten, Gemeindeveranstaltungen und Kirchentagen. «Gemeinde lebt und wächst von dem Glauben, der im Alltag gelebt wird, in offenen Häusern, in denen Menschen leben und wirken. Der Glaube zeigt sich in kleinen, alltäglichen Schritten», sagte Böttner.
Die Aufgabe eines Propstes besteht nach der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) darin, den Sprengel im Einvernehmen mit dem Bischof durch seelsorgerliche Beratung, Weisung und Hilfe zu leiten und den Bischof bei seiner Arbeit zu unterstützen. In seiner Funktion gehört der Propst unter anderem den beiden Leitungsgremien der Landeskirche, der Landessynode und dem Rat der Landeskirche, an. In der EKKW gibt es insgesamt vier Sprengel, denen jeweils ein Propst vorsteht.

V.l.: Dekan Fritz Eckhard Schmidt, Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Propst Bernd Böttner, Kirchenvorstandsvorsitzender Rainer Krebs, Pfarrerin Heike Lisker, Landessynodaler Peter Botte und Prädikant Günther Dreisbach.

Propst Bernd Böttner (Mitte) mit seinen beiden Amtsvorgängern Gerhard Pauli (r.) und Friedrich Seitz (alle Fotos: medio.tv/F.F.Henning)
Zur Person:
Bernd Böttner wurde am 12. März 1956 in Grebendorf bei Eschwege geboren. Nach dem Abitur studierte er von 1974 bis 1979 Evangelische Theologie in Bethel, Göttingen und Heidelberg. Anschließend war er Vikar in der Kasseler Paul-Gerhardt-Gemeinde. Nach dem 2. Theologischen Examen und der Ordination durch Bischof Dr. Jung am 14. März 1982 übernahm er die Pfarrstelle Jesberg (Kirchenkreis Fritzlar). 1988 wurde er in die Landessynode gewählt, 1995 in den Rat der Landeskirche. 1997 wurde er vom Rat der Landeskirche zum Dekan des Kirchenkreises des Eisenbergs und Pfarrer der 1. Pfarrstelle der Kilianskirche Korbach gewählt, ein Amt, das er bis 2010 inne hatte. Bernd Böttner ist seit 1979 mit seiner Frau Monika, geb. Schneider, verheiratet. Das Ehepaar hat vier erwachsene Kinder. (09.08.2010)
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Lesen Sie hier die Predigt von Propst Böttner im Wortlaut:
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Landeskirche stellt 20.000 Euro Soforthilfe für die Flutopfer in Pakistan bereit
Die Lage hat sich dramatisch zugespitzt. Nach heftigen Monsunregen sind mehr als 1100 Menschen umgekommen. Rund eine Million Menschen sind von den Überschwemmungen betroffen. Eine Entspannung der Lage ist nicht abzusehen - Weitere Regenfälle drohen. Lokale Partnerorganisationen des evangelischen Hilfswerks sowie die Partner im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerks "ACT Alliance" starten Hilfsaktionen für die Menschen in Pakistan.
Viele der von den Fluten betroffenen Gebiete seien schwer zugänglich, berichten die Helfer der Partnerorganisationen aus dem Katastrophengebiet. Bewohner hätten sich auf Hausdächer geflüchtet, die Opfer bräuchten dringend Hilfe, sagen die Fachleute. Die Helfer bereiten das Verteilen von Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikel vor. Wegen der starken Überschwemmungen lassen sich Zelte und Plastikplanen für Notunterkünfte zurzeit nicht aufstellen, berichten Mitarbeiter des lokalen Büros der Diakonie Katastrophenhilfe in Pakistan. Die Fachleute am Ort stehen mit den Mitarbeitern der lokalen Partnerorganisationen in den betroffenen Gebieten in Kontakt. Dringend benötigt werden außerdem Medikamente, heißt es.
Die Partner der Diakonie Katastrophenhilfe koordinieren ihre Hilfsmaßnahmen mit dem nationalen Katastrophenschutz sowie den nationalen und internationalen Hilfsorganisationen, die am Ort tätig sind. Zum Teil sind die Büros der Helfer selbst von der Flut betroffen, was die Kommunikation im Moment noch schwierig gestaltet.
Die Landeskirche bittet zugleich um Spenden an die Diakonie Katastrophenhilfe unter dem Kennwort: «Fluthilfe Pakistan», Spendenkonto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online unter http://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/ (05.08.2010)
Helfen Sie mit Ihrer Spende:
Sie können auch online spenden unter:
diakonie-katastrophenhilfe.de
«Glauben entdecken - Gemeinschaft erleben»
Kirchengemeinden in Kaufungen laden zur «Kirche im Zelt» ein
«Kirche im Zelt» startet am 23. August mit einem Konzert des Musikkabaretts «Duo Camillo». Ein weiteres Highlight ist das Gastspiel des «Theater im Centrum» am Mittwoch (25.08.), das sein Elvis-Musical «Heartbreak Hotel» präsentieren wird . Der Samstagabend (28.08) steht unter dem Motto «Feel The Gospel». Die Solistin Njeri Weth tritt mit begleitet einer Band und einem Gospel-Projektchor unter der Leitung von Peter Hamburger, Kantor für Popularmusik, auf. Außerdem gibt es eine Kinderbibel-Woche bei der täglich zwischen 15 und 17 Uhr über 300 Kinder erwartet würden, so Hartmann weiter. (03.08.2010)
Linktipp:
Das komplette Programm zur «Kirche im Zelt» finden Sie im Internet unter:
Kirche-im-Zelt.de
Internetradio:
Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema mit medio-Reporter Christian Fischer:
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Kirchenkreis Hanau-Land
«Taufevent» im Maislabyrinth
Leitmotiv des Gottesdienstes sei das afrikanische Sprichwort «Viele kleine Leute aus vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern», so Merle weiter. Im Anschluss an den Gottesdienst soll bei einer Kaffee- und Kuchentafel gemeinsam weiter gefeiert werden. Die Taufen werden von der Prädikantin Gilsela Westphal (Windecken), Pfarrer Steffen Merle (Kircheneintrittsstelle Hanau-Land) und Pfarrer Otto Löber (Kirchenkreis Hanau-Land) durchgeführt. (02.08.2010)
Internetradio:
Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema mit medio-Reporterin Melissa Schmidt:
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Stiftung Kirchenerhaltungsfonds
Kirchenbaustiftung fördert 2010 im Schwerpunkt Innenrenovierungs- und Orgelbaumaßnahmen

Ein Erfolgsmodell der Landes- kirche: Die Stiftung KF fördert bereits seit neun Jahren die Erhaltung von Kirchen. (Bild: medio.tv)
Insgesamt kann die Stiftung im Jahr 2010 rund 600.000 Euro an Fördermitteln ausschütten, so Wagner weiter. Für die Laufzeit der Projektliste vom 8. Juni bis 12. November 2010 seien zwölf Kirchengemeinden der Landeskirche ausgewählt worden, die nun Einzelspenden für ihre Vorhaben einwerben können und dann die Möglichkeit haben, die jeweiligen Spendensummen von der Stiftung verdoppeln zu lassen.
Der Stiftungsvorstand hatte am 8. Juni Bauvorhaben der Kirchengemeinden Albertshausen (Kirchenkreis der Eder), Diemerode (Kirchenkreis Eschwege), Roda (Kirchenkreis Frankenberg), Gersfeld (Kirchenkreis Fulda), Marköbel (Kirchenkreis Hanau-Land), Schöneberg (Kirchenkreis Hofgeismar), Kassel–Rothenditmold (Stadtkirchenkreis Kassel), Sandershausen (Kirchenkreis Kaufungen), Grüsen (Kirchenkreis Kirchhain), Marburg-Pfarrkirche (Stadtkirchenkreis Marburg), Elfershausen (Kirchenkreis Melsungen) und Großalmerode-Epterode (Kirchenkreis Witzenhausen) auf die Projektliste genommen, die dem Vorstand zuvor vom Baudezernat und der Bauberatung des Landeskirchenamtes vorgeschlagen worden waren. Laut Wagner hätten bei der Auswahl auch die Voten der Dekaninnen und Dekane eine große Rolle gespielt. Diese seien gebeten worden, im Rahmen der Baumittelantragstellung Empfehlungen abzugeben, wenn ihnen eine Baumaßnahme aus ihrem Kirchenkreis für eine Förderung durch die Stiftung als geeignet erscheint.
Mit der Aufnahme der Einzelprojekte in die Projektliste sei nicht automatisch eine Förderzusage seitens der Stiftung verbunden, so Wagner. Jedoch ständen den Kirchengemeinden grundsätzlich zwei Förderwege offen: Zum einen können laut Satzung Einzelspenden für Erhaltungsmaßnahmen, die den Betrag von 2.556,46 Euro übersteigen, aus Mitteln der Stiftung verdoppelt werden. Als zweite Möglichkeit stellt die Stiftung die Bewilligung weiterer Fördermittel in Aussicht, wenn sich die ausgewählten Kirchengemeinden mit eigenen Anstrengungen und Aktivitäten durch ein hohes Maß an Eigenengagement auszeichnen. Ein weiteres Kriterium für die Vergabe der Fördermittel ist auch die Bedeutung des Kulturdenkmals, betonte Wagner.
Hintergrund:
In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gibt es rund 1.000 Kirchen, der Großteil von ihnen ist denkmalgeschützt. In jedem Finanzhaushalt stellt die Landeskirche für deren Erhaltung erhebliche Mittel bereit. Im Jahr 2000 hatte die Landessynode beschlossen, diesen Weg durch die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung zu ergänzen. Ziel ist es, aus den Erträgen der Stiftung die Pflege und Erhaltung denkmalgeschützter Kirchengebäude zu ermöglichen. Das Stiftungskapital beträgt 15,8 Millionen Euro. (02.08.2010)
Linktipp:
Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds finden Sie im Internet unter:
kirchenerhaltungsfonds.de
Evangelische Akademie Hofgeismar
Sommerball und Tagungen zu aktuellen Themen sind Höhepunkte des Halbjahresprogramms 2010
Romantisch wird es während des Sommerballs am 14. August, den die Akademie im weitläufigen Parkgelände veranstaltet. Brisanz verspricht eine Tagung vom 8. bis 10. Oktober, die sich mit der Parteienfreiheit in der Demokratie beschäftigt und der Debatte um ein zweites Verbotsverfahren gegen die NPD nachgehen will. Außerdem beschäftigt sich eine Tagung vom 12. bis 14. November unter dem Titel «Armut im Sozialstaat» mit dem Verhältnis von Menschenwürde und Existenzminimum.
Weitere Informationen zur Anmeldung und den Veranstaltungen sind erhältlich bei: Evangelische Akademie Hofgeismar, Postfach 1205, 34362 Hofgeismar, Fax: (05671) 881-154 oder im Internet (siehe Link rechts). Anmeldungen sind bis sieben Tage vor der jeweiligen Veranstaltung möglich. (14.07.2010)
Linktipp:
Das komplette Halbjahresprogramm der Evangelischen Akademie Hofgeismar finden Sie im Internet unter:
akademie-hofgeismar.de
Roland Werner neuer CVJM-Generalsekretär
Der 1957 in Duisburg geborene Werner studierte in Marburg Theologie, Semitistik, vergleichende Religionswissenschaft sowie Afrikanistik und promovierte 1986 über die Grammatik einer sudanesischen Sprache zum Doktor der Philologie. Werner war neben seiner Arbeit im Christus-Treff auch 16 Jahre lang Vorsitzender des Jugendkongresses Christival und hat im vergangenen Jahr eine eigene Übersetzung des Neuen Testaments herausgebracht.
Bischof Martin Hein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck würdigte Werners innovatives Denken sowie dessen Verbundenheit mit der Landeskirche. Werner sei hier als Prädikant tätig und somit mit der Wortverkündigung und Verwaltung der Sakramente beauftragt.
Der international tätige CVJM (YMCA) ist die nach eigenen Angaben weltweit größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation mit insgesamt 45 Millionen Mitgliedern. In Deutschland hat der CVJM-Gesamtverband 330.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmer. Darüber hinaus erreicht er in seinen Programmen, Aktionen und Freizeiten jedes Jahr fast eine Million junge Menschen. Schwerpunkt ist die örtliche Jugendarbeit in den 2.200 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern. (14.07.2010)
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Den CVJM finden Sie im Internet unter:
cvjm.de/
Landeskirche stellt 20.000 Euro für Kirgistan bereit
Die Lage vor Ort sei immer noch sehr kritisch, heißt es weiter. Im Süden des Landes sei über die Hälfte der Stadt Osch zerstört, viele Menschen befänden sich noch auf der Flucht und seien in Lagern nahe der usbekischen Grenze untergebracht. Die Nothilfe der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kirgisien unterstützt die Menschen vor Ort bereits beim Bau neuer Unterkünfte und versorgt sie mit Lebensmitteln, Decken und anderen Mitteln des täglichen Lebens. (14.07.2010)
Mittelalterliche Glasfenster im Kloster Haina sind restauriert
Nach Angaben von Gerd Weiß, Präsident des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, weisen die Fenster den am besten erhaltenen ornamentalen Glasschmuck in Deutschland auf. Die Zisterzienser, die die Kirche erbauten, hätten aufgrund ihrer strengen Regeln auf figürliche Darstellungen auf den Fenstern verzichtet.
Bereits im 19. Jahrhundert habe es erste Restaurierungsversuche mit Bürste und Lauge gegeben, die die Fenster aber nur zusätzlich beschädigt hätten, ergänzte Weiß. Die Fenster seien zudem von einem Schimmelpilz befallen gewesen und ein auf den Fenstern aufgetragener ölhaltiger «Kaltüberzug» habe die Korrosion gefördert.
Im Jahr 2004 hatte der Verein «Freunde des Klosters Haina e.V.» zu Spenden für die Sanierung der Fenster aufgerufen, da der LWV nicht in der Lage war, die Kosten dafür zu übernehmen. An dem Aufruf hatten sich auch die evangelische Kirchengemeinde und die Landesdenkmalpflege beteiligt. Spender, die 2.000 Euro und mehr gaben, sind auf einer unter den Fenstern angebrachten Plakette erwähnt. Damit habe man den alten Gedanken der «Stifterfenster» wieder aufleben lassen, so der Verein. (13.07.2010)
Pionier der kurhessischen Medienarbeit wird 90
Von 1979 bis zu seinem Ruhestand 1988 wirkte Hederich als Pfarrer in Hohegeiß/Harz und war Vorsitzender der Kammer für Öffentlichkeitsarbeit der braunschweigischen Landeskirche. Auch nach Eintritt in den Ruhestand blieb Hederich publizistisch tätig. Zuletzt galt sein besonderes Interesse der Geschichte der EKKW im Nationalsozialismus. Hierzu publizierte er 2007 ein Buch über Bernhard Heppe und 2010 über Karl Bernhard Ritter, die bedeutende Vertreter der Bekennenden Kirche in Kurhessen-Waldeck waren. (12.07.2010)
Kommunität siedelt sich im Kloster Germerode an
Die evangelische Gemeinschaft Koinonia habe derzeit insgesamt 23 Mitglieder, die in Hermannsburg, Göttingen, Heidelberg und Mafikeng (Südafrika) leben, so Arnold weiter. In Germerode wohnen insgesamt vier Mitglieder. Die Gemeinschaft, die nach eigenen Angaben einen Lebensstil in der Nachfolge Christi sucht, passe hervorragend in das Kloster, freute sich der Dekan. Mit der Ansiedlung wird das Kloster mit christlichem Leben erfüllt, zumal die Gemeinschaftsmitglieder auch Veranstaltungen anbieten wollen. Unter anderem soll es jeden Abend um 18 Uhr eine öffentliche Andacht in der Klosterkirche geben.
Erstmals war das Projekt der Ansiedlung der Kommunität im Jahr 2004 in Erwägung gezogen worden. Der Neubau, für den ursprünglich zwei Millionen Euro veranschlagt worden waren, sei jedoch deutlich abgespeckt worden, erläuterte Arnold. Den Großteil der verbliebenen Kosten in Höhe von rund 850.000 Euro werde durch ein Darlehen der Landeskirche finanziert, das durch die Mieteinnahmen von den Mitgliedern der Kommunität getilgt werden soll.
Die Klosteranlage Germerode hat unterschiedliche Träger. Das derzeitige Tagungshaus wird von der Gesellschaft zur Erhaltung der Klosteranlage e.V. betreut. Die Klosterkirche gehört der Kirchengemeinde, für das ehemalige Nonnenrefektorium zeichnet die politische Gemeinde verantwortlich. In dem Neubau, in den jetzt die Kommunität einzieht, werde es zudem drei weitere Räume für Gäste geben, die sich auf eine bestimmte Zeit in ein Kloster zurückziehen wollten, sagte Arnold. (12.07.2010)
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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Wortlaut:
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Spanien holt Weltmeistertitel - Deutsche National-Elf siegt im «kleinen Finale»
Kirchenprogramm zur Fußball-WM 2010 unter dem Motto «Die Hoffnung ist rund»

In vielen Kirchengemeinden in Kurhessen-Waldeck konnten die tollen Spiele der deutschen Nationalmannschaft live mitverfolgt werden. Das Kirchenprogramm stand unter dem Motto «Die Hoffnung ist rund». (Motiv: EKD)
Johannesburg/Port Elizabeth (Südafrika)/Waldeck-Scheid (medio). Ganz Spanien jubelt. Nach dem EM Sieg 2008, holten sich die Spanier am vergangenen Sonntag (11.07.) in Johannesburg ihren ersten Weltmeisterschaftssieg mit einem 1:0 gegen die Niederlande. In der 116. Minute gelang Andres Iniesta der Treffer, der seinem Team den Pokal brachte. Aber auch die deutsche Elf hat allen Grund zum Feiern: Im «kleinen Finale» sicherte sich die Nationalmannschaft mit einem 3:2 Sieg gegen Uruguay den dritten Platz im Turnier. Beide Spiele konnte man beim Public Viewing in vielen Kirchengemeinden in Kurhessen-Waldeck und am Edersee live mit verfolgen.
Dort veranstaltete die Landeskirche auf der Halbinsel Scheid unter dem Motto «Die Hoffnung ist rund» in Zusammenarbeit mit der «Kirche unterwegs» vom Referat Mission, Ökumene und Weltverantwortung des Landeskirchenamtes ein Fußballfest mit einem vielfältigen Programm für Urlauber und Sportinteressierte. Besucherinnen und Besucher konnten bei den Übertragungen im Sternenzelt auf dem Gelände der «Kirche im Grünen» alle Spiele der deutschen National-Mannschaft auf Großleinwand mit verfolgen. Zum Endspieltag am 11. Juli gab es um 10.30 Uhr ein Gottesdienst und ab 20.30 Uhr das Spiel Spanien gegen die Niederlanden mit verfolgt werden. Bereits einen Tag zuvor war das Spiel Deutschland gegen Uruguay zu sehen. Während der Laufzeit der Weltmeisterschaft gab es außerdem verschiedene Workshop-Angebote, in denen sich Schüler- und Konfirmandengruppen u.a. über Südafrika und das Leben von Jugendlichen in dem afrikanischen Land informieren konnten.
Hintergrund: Der Austragungsort Südafrika
Der Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2010, Südafrika, ist ein christlich geprägtes Land. Laut Angaben der EKD bekennen sich rund 80 Prozent der Bevölkerung zum Christentum, aber nur die Hälfte gehört einer der bekannten Konfessionen wie den Katholiken, Anglikanern, Reformierten oder Lutheranern an. Sie sind im Südafrikanischen Kirchenrat zusammengeschlossen. Die andere Hälfte der Christen gehöre den zahlreichen Pfingstkirchen amerikanischer oder afrikanischer Prägung an. Während der Apartheidszeit sei der Südafrikanische Kirchenrat ein scharfer Kritiker des Regimes gewesen. Danach hätten sich die Kirchen mehr und mehr von der politischen Bühne zurückgezogen.
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck pflegt seit 1984 eine Partnerschaft zur «Evangelical Lutheran Church in Southern Africa» (ELCSA), die mit etwa 615.000 Mitgliedern als größte der evangelisch-lutherischen Kirchen Südafrikas gilt. (12.07.2010)
Internetradio:
Kirchliches Leben in Südafrika: medio-Reporter Siegfried Krückeberg hat mit Pfarrer Frank Nico Jaeger aus Tann/Röhn und der Lehrerin Sonja Roth aus Hanau-Großauheim gesprochen. Beide haben südafrikanische Gemeinden vor Ort kennengelernt:
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Interview:
Fußball-WM in Südafrika: Lesen Sie hier ein medio-Interview mit Pfarrerin Cornelia Schauf von der lutherischen Gemeinde Midrand in Johannesburg zur Stimmung vor Ort und den Aktivitäten der christlichen Gemeinden:
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Schüleraktionstag in Kasseler Jugendkulturkirche zum Thema «Afrika? Afrika!»
Laut Programm erwarten die Jugendlichen insgesamt 16 Workshops, bei den z.B. getrommelt oder ein Film über die Apartheid angesehen und anschließend diskutiert werden kann. Auch die Körperkultur und der Körperschmuck in Afrika und Deutschland könne von den Schülerinnen und Schülern verglichen oder in einem Workshop mit dem Team der Formation «iThemba» zu afrikanischen Rhythmen getanzt werden. Bei genügender Teilnehmerzahl könne in einem Fußballworkshop das Gastgeberland der Fußball-WM kennengelernt und die Begegnungen der Weltmeisterschaft in Südafrika neu ausgespielt werden, heißt es weiter.
Der Eintritt zum Schüleraktionstag ist frei. Anmeldung für interessierte Schulklassen bei: Pädagogisch-Theologisches Institut Kassel, Heinrich-Wimmer-Straße 4, 34131 Kassel. Tel.: (0561) 9307-130, Fax: (0561) 9307-177, E-Mail: Sebastian.Renz@ekkw.de. (08.07.2010)
Linktipp:
Die Jugendkulturkirche Kassel finden Sie im Internet unter:
jugendkulturkirche-kassel.de/
Linktipp:
Den Schüleraktionstag finden Sie im Internet unter:
pti-kassel.de/ (...)
Konstituierende Sitzung
Zehnter Pfarrerinnen- und Pfarrerausschuss der Landeskirche nimmt Arbeit auf

Der neue Pfarrerinnen- und Pfarrerausschuss (v.l.n.r): Edwin Röder, Henning Porrmann, Konrad Schullerus, Anja Fülling, Andreas Rohnke, Annette Hestermann, Wilfried Marnach, Rita Reinherdt (Foto: Pfarrerinnen- und Pfarrerausschuss)
Bei den Wahlen zum Vorsitz und dem stellvertretenden Vorsitz, die während der Sitzung im Kasseler Haus der Kirche auf dem Programm standen, ist Pfarrer Andreas Rohnke aus Hanau als Ausschuss-Vorsitzender in seinem Amt bestätigt worden. Auch Pfarrerin Annette Hestermann aus Cölbe bleibt stellvertretenden Vorsitzenden. Beide Wahlergebnisse seien einstimmig ausgefallen. Zu den weiteren Ausschussmitgliedern, die rund 1.000 Pfarrerinnen und Pfarrer in Kurhessen-Waldeck vertreten, gehören Anja Fülling, Wilfried Marnach, Henning Porrmann, Rita Reinhardt, Edwin Röder und Konrad Schullerus.
Die Vertretung werde inzwischen immer häufiger in Anspruch genommen, zeigte sich Andreas Rohnke erfreut. Dies spreche für die Bekanntheit und Akzeptanz der Arbeit, so der Vorsitzende. Allerdings kämen Pfarrerinnen oder Pfarrer im Konfliktfall oft noch zu spät auf die Personalvertretung zu, ergänzte Anette Hestermann. Meist sei es dann schon sehr schwierig, zu guten Lösungen zu finden, so die stellvertretende Vorsitzende.
In den vergangenen Jahren hätte sich die Arbeit des Ausschusses auch auf der Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) als immer wichtiger erwiesen, so Rohnke. In vielen Bereichen strebe man inzwischen eine EKD-weite Vereinheitlichung von Gesetzen an, beispielsweise ein einheitliches Pfarrerdienstgesetz. Daher werde der Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Pfarrvertretungen im Rahmen des Verbandes evangelischer Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland e.V. immer wichtiger.
Der Ausschuss berät Pfarrerinnen und Pfarrer in dienstrechtlichen Fragen und begleitet diese auf Wunsch in Konfliktfällen. Außerdem kann der Ausschuss der Kirchenleitung Anregungen zu bestimmten Themen des Pfarrdienstes unterbreiten und erarbeitet Stellungnahmen zu allgemeinen Regelungen, die Pfarrerinnen und Pfarrer betreffen. (06.07.2010)
Linktipp:
Den Pfarrerinnen- und Pfarrerausschuss finden Sie im Internet unter:
pa-ekkw.de
Konsultation in Südafrika
Bischöfe berieten Ausbildung zum Pfarramt in den Partnerkirchen der Landeskirche

Trafen sich in Südafrika: Die Vertreterinnen und Vertreter der Partnerkirchen der Landeskirche. (Foto: Landeskirchenamt)
Die leitenden Geistlichen beschäftigten sich mit der gegenwärtigen Situation der Ausbildung in den fünf Partnerkirchen und berieten u.a. die Erwartungen an die zukünftigen Theologen und Seelsorger. Dabei stellte sich heraus, dass sich die Bischöfe trotz großer Unterschiede in den jeweiligen Arbeitsfeldern in Afrika, Asien und Deutschland generell «seelsorgerlich und sozialpolitisch kompetente und im Blick auf die evangelische Theologie auskunftsfähige Persönlichkeiten» in diesem Amt wünschten, so Richebächer.
Laut dem Dezernenten seien in den Partnerkirchen Zugangsbedingungen und Ausbildungswege zum Pfarramt sehr unterschiedlich: In Deutschland setze meist eine persönliche Entscheidung den Anfangspunkt dieses Berufsweges, dem das Studium an der theologischen Fakultät einer staatlichen Universität folgt. In den Partnerkirchen des Südens würden die Kandidatinnen und Kandidaten meist vor dem Studium von Pfarrern und Gemeinden empfohlen und dann zum Studium an eine oft kirchlich getragenen Hochschulen entsandt, erläuterte der Dezernent.
Der Bischof der gastgebenden Kirche, Molefe Marcus Ditlhale, wies seine Amtskollegen während des Treffens besonders auf die tragende Rolle der Gemeindeglieder in der kirchlichen Arbeit hin: So seien mehrere hundert Frauen in der «Womens‘ league» der südafrikanischen Kirche aktiv, die Bibelarbeiten, Gebetsrunden und gemeindediakonische Dienste für Bedürftige organisierten. Daneben hätten die vielen HIV/AIDS-Infizierten einen besonderen Stellenwert in Betreuung und Fürsorge. Als ein großes Hemmnis für bessere Ausstattung und mehr Personal im Blick auf Verkündigung und Seelsorge sieht Bischof Ditlhale die hohe Arbeitslosigkeit in den Gemeinden seiner Kirche, die an vielen Orten mehr als 50 Prozent der Erwerbsfähigen betrage.
Zu den Teilnehmern der Konsultation gehörten Erzbischof Andres Pöder von der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, Bischof Prabhakara Rao von der Karnataka Northern Diocese der Church of South India, Bischof Dr. Zephania Kameeta von der Evangelical Lutheran Church in the Republic of Namibia, Bischof Prof. Dr. Martin Hein von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und Bischof Molefe Marcus Ditlhale von der Western Diocese der Evangelical-Lutheran Church in Southern Africa. Nicht mit dabei war Bischof Alfred Eichholz, der aufgrund der politischen Unruhen in Kirgisistan seine Kirche nicht verlassen konnte.
Die Western Diocese der Evangelical-Lutheran Church in Southern Africa umfasst etwa 150.000 Mitglieder in 270 Kirchengemeinden und ging vor 51 Jahren aus der Arbeit des Evangelisch-Lutherischen Missionswerkes in Niedersachsen/Hermannsburg als selbständige afrikanische Kirche hervor. (05.07.2010)
Linktipp:
Informationen zu den Partnerkirchen der Landeskirche finden Sie im Bereich Unsere Kirche:
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Grundsteinlegung für neue Behindertenwerkstätte in Malsfeld
Die Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes, Evelin Schönhut-Keil (Grüne), wies darauf hin, dass trotz des allgemeinen Bevölkerungsrückgangs die Zahl der Menschen mit Behinderungen in Hessen zunehme. Als Gründe dafür nannte sie eine veränderte Gesellschaftsstruktur, gestiegene berufliche Belastungen sowie eine zurückgehende Bereitschaft, Behinderte in die Familien aufzunehmen. In der neuen Werkstatt werde es auch eine Tagesförderstätte geben.
Die in Malsfeld entstehenden 135 Arbeitsplätze würden von Menschen besetzt, die bereits in den Werkstätten in Baunatal und Wabern gearbeitet hätten, ergänzte Thiel. Die dortigen Werkstätten seien überbelegt, außerdem hätten insbesondere Behinderte aus dem Schwalm-Eder-Kreis einen weiten Anfahrtsweg dorthin. Der Standort Malsfeld liege nur wenige Kilometer von einem wichtigen Kunden entfernt, der B. Braun Melsungen AG.
Rudolf Schulze, Dekan des Kirchenkreises Melsungen, wies darauf hin, dass es ein Selbstanspruch der Kirche sei, für diejenigen einzutreten, die Hilfe bräuchten. «Der Geist Jesu ist der Wurzelgrund aller Diakonie», sagte er. In Jesus Christus sei die Liebe Gottes zu allen Menschen anschaulich geworden. (02.07.2010)
Evangelisches Forum Eschwege veranstaltet Diskussionsreihe zu Themen aus Glauben und Gesellschaft

Die Studienleiter des Evangelischen Forums Eschwege Pfarrerin Sieglinde Repp-Jost (Eschwege) und Pfarrer Johannes Meier (Sontra) (Foto: Evangelisches Forum Eschwege)
«Es soll eine offene Debatte werden, die wir zusammen mit der Redaktion der Werra-Rundschau sozusagen als Bürger-Talkshow mit Vertretern von Kirche und Presse planen», sagte Meier. Man wolle darüber sprechen, ob Spenden wirklich helfen und ob die Gelder tatsächlich sinnvoll eingesetzt würden. Ein weiterer Themenschwerpunkt soll auch die Frage sein, wie wir mit den immer wiederkehrenden Schreckensnachrichten aus aller Welt umgehen können. Als Gast werde Projektexpertin Christina Ullrich von der Diakonie-Katastrophenhilfe (Stuttgart) mit diskutieren, so Meier weiter.
Weitere Termine für die Diskussionsreihe «Wir müssen mal Klartext reden!» sind der 10. November 2010 und der 9. Februar 2011 jeweils um 19.30 Uhr. Die Themen der «Klartext-Debatte» sollen immer erst kurz vor den jeweiligen Veranstaltungsterminen festgelegt und in der Tagespresse bekanntgegeben werden, sagte Studienleiter Meier. Veranstaltungsort ist die Eschweger Kneipe «Zur Traube» (Stad 40). Information unter Tel.: 05653/9190037 oder per E-Mail an johannes.meier@ekkw.de (23.08.2010)
Linktipp:
Alle Veranstaltungen des Evangelischen Forums Eschwege finden Sie im Internet unter:
kirchenkreis-eschwege.de/ (...)
Verein Ausbildungshilfe beklagt Rückgang von Spendern
Pro Jahr würden im Schnitt rund 500.000 Euro gesammelt, in erster Linie durch Kollekten in Konfirmations- und Schulanfängergottesdiensten, ergänzte Geschäftsführer Eberhard Will. Hier sei das Verständnis für begabte junge Menschen in der Dritten Welt, denen oft das Geld für den Besuch einer weiterführenden Schule fehle, besonders groß. Etwa 460 Einzelpersonen spendeten zudem regelmäßig einen ansehnlichen Betrag.
Zur Feier des vor 50 Jahren gegründeten Vereins, der insbesondere in den Partnerkirchen der EKKW aktiv ist, soll es am 28. August einen Festgottesdienst mit Bischof Martin Hein geben. Unter anderem werde dazu auch der indische Bischof John Sadananda aus Mangalore erwartet. Am Nachmittag gebe es verschiedene Workshops für Kirchenvorsteher sowie ehrenamtliche Mitarbeiter in den Gemeinden. Für den Abend sei ein Benefizkonzert mit Liedern aus fünf Kontinenten geplant.
Der Verein «Ausbildungshilfe - Christian Education Fund» ermöglicht armen jungen Menschen in Afrika und Asien einen Schulbesuch, den diese sich sonst nicht leisten könnten. Die Hälfte der zu vergebenden Stipendien, um die man sich in den jeweiligen Ländern bei Partnerkirchen und christlichen Organisationen bewerben kann, ist für Mädchen vorgesehen. Schon mit zehn Euro im Monat könne der Besuch einer weiterführenden Schule finanziert werden, so der Verein. (01.07.2010)
Linktipp:
Den Verein Ausbildungshilfe finden Sie im Internet unter:
ausbildungshilfe.de































