Unabhängigkeit der kirgisischen Gemeinde soll gesteigert werden
Delegation aus Kurhessen-Waldeck besucht Partnerkirche in Kirgistan

Kassel/Kirgistan (medio). Eine vierköpfige Delegation der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck besuchte in der Zeit vom 13.-23.5.2013 die evangelisch-lutherische Kirche in Kirgistan, zu der die Landeskirche seit 1997 eine Partnerschaft pflegt. Auf dem Programm standen zahlreiche Begegnungen in Gemeinden und sozialdiakonischen Projekten, die Teilnahme an der Synode der Partnerkirche und Gespräche mit der deutschen Botschafterin Sräga sowie dem Parlamentsabgeordneten Osmonilijev, teilte Landeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter in einer Pressemitteilung mit.
 
Teilnehmer der kurhessischen Delegation waren die Vorsitzende des Kirgisienausschusses, Pfarrerin Doris Krause, der stellvertretende Präses der Synode, Wilfried Henning, und die Dezernentin für Mission, Ökumene und Entwicklungsfragen, Landeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter. Während der Synode der evangelisch-lutherischen Kirche in Kirgistan, zu der auch Bischof Prof. Dr. Martin Hein anreiste, konnte sich die kurhessische Delegation ein Bild über die aktuelle Situation der lutherischen Kirche machen.

Die Partnerkirche sei nach wie vor durch einen dramatischen Schrumpfungsprozess infolge hoher Abwanderungen von deutsch- wie auch russischsprachigen evangelischen Christen gekennzeichnet, erklärte Gütter. Zur lutherischen Kirche gehören schätzungsweise nur noch ca. 600 Gemeindeglieder, die in ca. 16 Gemeinden über das ganze Land verstreut leben. Die lutherische Kirche wird fast ausschließlich von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und dem Gustav-Adolf-Werk in Kurhessen-Waldeck finanziert. Gegenstand der Gespräche sei deshalb die Frage gewesen, wie die finanzielle Abhängigkeit von Kurhessen-Waldeck gemindert und die Eigenständigkeit der Kirche noch mehr gesteigert werden kann, sagte Gütter.
 
Bedrohlich für die christliche Minderheit sei auch ein neues Religionsgesetz, das zur Zeit in dem mehrheitlich muslimischen Land entwickelt werde und sich eigentlich gegen fundamentalistische muslimische Kräfte richte, so die Landeskirchenrätin. Es könnte jedoch auch den bisherigen legalen Status der Christen gefährden. Bischof Hein wie auch die anderen Delegierten seien überrascht gewesen, mit wie viel Zuversicht und Engagement die kleine Partnerkirche ihren Glauben lebt und wie sie den Problemen zu trotzen versucht. (23.05.2013)

Hintergrund:

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Unsere Kirche / Partner

Förderer der Kultur und des Gemeinwohls
Evangelische Kirchen würdigen verstorbenen Landgraf Moritz von Hessen

Darmstadt/Kassel (medio). Die beiden evangelischen Kirchen in Hessen haben den am Donnerstag verstorbenen Moritz Landgraf von Hessen als wichtigen Förderer der Kultur und des Gemeinwohls gewürdigt. «Landgraf Moritz hat sehr viel für die Kunst und Kultur in unserem Land getan», sagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein am Freitag (24. Mai). So sei ihm der Erhalt der sogenannten Darmstädter Madonna von Hans Holbein aus dem Jahre 1526 zu verdanken. Moritz Landgraf von Hessen habe sich zudem mit seinen Stiftungen stark im Denkmalschutz engagiert und zur Bewahrung wichtiger Baukunstwerke wie dem Schloss Fasanerie in Eichzell bei Fulda oder dem Schloss Wolfsgarten in Langen bei Darmstadt beigetragen, heißt es in einer Pressemitteilung der Landeskirche.
 
«Mit Moritz Landgraf von Hessen verlieren wir einen wichtigen Impulsgeber für das gesellschaftliche Engagement», sagte die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf. «Tue Gutes und sprich wenig darüber, könnte man hierbei fast als sein Lebensmotto bezeichnen», ergänzte Scherf. Ende der 1970er Jahre sei er Opfer einer Entführung geworden und habe seine Familie seitdem bewusst von der Öffentlichkeit abgeschirmt. Zugleich habe der Landgraf die Öffnung des Schlosses Wolfsgarten initiiert oder Kindern aus benachteiligten Familien Erholungsaufenthalte ermöglicht. Zudem habe er eine «große ökumenische Offenheit» besessen und immer wieder den Kontakt zur Russisch-Orthodoxen Kirche gepflegt. «Meine Gedanken und Gebete sind nun ganz besonders bei den Angehörigen», erklärte Scherf.
 
Die Trauerfeier für Moritz Landgraf von Hessen wird die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Ulrike Scherf, halten. Die Feier findet am Montag, 3. Juni um 12 Uhr in der evangelischen Stadtkirche St. Johann in Kronberg (Wilhelm-Bonn-Straße 1) statt. (24.05.2013)

Abschiedsfeier am 26. Mai
Evangelisches Bildungszentrum Bad Orb schließt

Bad Orb (epd). Das Bildungszentrum für die zweite Lebenshälfte der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) in Bad Orb schließt seine Pforten. In einer Abschiedsfeier am Sonntag, 26. Mai, solle das Haus entwidmet und noch einmal ein Rückblick auf die 32-jährige Geschichte geworfen werden, teilte die Leiterin Annegret Zander am Mittwoch in Bad Orb mit. Die EKKW hatte im November vergangenen Jahres den Verkauf des Zentrums wegen enger werdender finanzieller Spielräume beschlossen.

Das Haus sei am 1. Juni 1981 als ein Gemeindebildungszentrum für den Sprengel Hanau in Betrieb genommen worden, erläuterte Zander. In enger Zusammenarbeit mit Gemeinden und Kirchenkreisen sollte hier gezielt Erwachsenenbildungsarbeit betrieben und entsprechende Aktivitäten in den Gemeinden gefördert werden. Wichtig bei allen Angeboten sei stets ein ganzheitlicher Ansatz gewesen, sagte Zander.

Im Jahr 2006, zum 25-jährigen Bestehen, erfolgte eine Neuausrichtung des Hauses. Ausgelöst durch eine Analyse der Nutzer sowie des Berichts «Silberne Kirche», den Bischof Martin Hein 2003 vor der kurhessischen Synode gegeben hatte, versuchte sich das Haus dem demografischen Wandel zu stellen und auf die Generation «50 plus» zu konzentrieren. Mit einher ging eine Satzungsänderung, die aus dem ursprünglich auf den Sprengel Hanau begrenzten Auftrag des Hauses einen landeskirchlichen Auftrag machte. Das neu konzipierte Zentrum wurde in «Evangelisches Gemeindebildungszentrum für die zweite Lebenshälfte» umbenannt.

Eine Kaufanfrage der benachbarten Spessartklinik an die EKKW habe schließlich das Ende des Hauses eingeläutet, sagte Zander. Die Landeskirche stimmte dem Verkauf zu. Der Bildungsdezernent der Kirche, Eberhard Stock, führte im November vergangenen Jahres für die Entscheidung finanzielle Gründe an. So habe die Landeskirche für den Betrieb des Hauses im Jahr 2011 rund 200.000 Euro zuschießen müssen, zudem wären in den kommenden Jahren etwa 1,5 Millionen Euro für Modernisierungs- und Renovierungskosten angefallen.

Obwohl die Bildungsarbeit nun unter neuen Vorzeichen fortgeführt werden soll, bedauerten zahlreiche kirchliche und nichtkirchliche Gruppen die Schließung, sagte Zander. «Als Bildungsraum war es für viele Menschen ein neuer, innovativer und sicherer Ort für eine vertiefende oder neue Kontaktaufnahme mit der eigenen Spiritualität und der Institution Kirche», bilanzierte sie. (24.05.2013)

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Das Evangelisches Bildungszentrum finden Sie im Internet unter:

ebz-bad-orb.de

Rüstungsexporte gefährden den Frieden
Bischof Algermissen und Bischof Hein besorgt über deutsche Waffenlieferungen ins Ausland

Fulda/Kassel (medio). Ihre tiefe Sorge über die deutschen Rüstungsexporte haben der katholische Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, in einem gemeinsamen Brief an die hessischen Abgeordneten in Bundestag und Landtag sowie die Gemeinden beider Kirchen zum Ausdruck gebracht. «Es ist unsere gemeinsame Überzeugung, dass Rüstungsexporte zur Friedensgefährdung beitragen, weil Waffenlieferungen nicht selten überhaupt erst die Möglichkeit zu militärischen Konflikten eröffnen», so die beiden Bischöfe in dem Brief.

Insbesondere der Weiterverkauf von Waffen seitens «gewisser Empfängerstaaten», der sich trotz gesetzlicher Regelungen nur schwer verhindern lasse, trage zur Verschärfung von bewaffneten Konflikten bei, so die Bischöfe. «Es besteht berechtigter Grund zu der Sorge, dass Waffen aus deutscher Produktion in einer nicht geringen Zahl von regionalen Auseinandersetzungen und Bürgerkriegen zu tödlichem Einsatz kommen», heißt es in dem Brief weiter.

Unter Bezugnahme auf den Rüstungsexportbericht der «Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung» weisen die Bischöfe darauf hin, dass ein Drittel der deutschen Rüstungsexporte in Staaten gehe, die offiziell Entwicklungshilfe bezögen, und dass eine deutliche Abkehr von dem Grundsatz, deutsche Waffen nicht in Spannungsgebiete zu liefern, festzustellen sei. «Wir beklagen als Kirchen diese Entwicklung und mahnen die Politik, ihr Einhalt zu gebieten. Die deutsche Politik muss die Grundsätze der Genehmigung von Rüstungsexporten restriktiv anwenden und Waffenlieferungen in Krisengebiete wie den Nahen und Mittleren Osten, nach Südasien und Südostasien stoppen.»

Das bevorstehende Pfingstfest mahne dazu, die Hoffnung auf Frieden nicht im Abstrakten zu belassen, sondern ihr eine konkrete Gestalt zu geben, schreiben Algermissen und Hein und fordern die Politik zum Umdenken auf. Insbesondere gelte es, die bisher in Geltung stehende Praxis des Exports von Rüstungsgütern kritisch zu überprüfen. Die Bischöfe bitten auch die Christen in den Gemeinden beider Konfessionen um geistliche und politische Sensibilität und Engagement für den Frieden. (14.05.2013)

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Lesen Sie hier den Brief der Bischöfe im Wortlaut:

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Stadtjubiläum «Kassel 1100»
Kasseler Christen lesen Bibel in einer Woche vor

Kassel (medio). Im Rahmen des Stadtjubiläums «Kassel 1100» lesen Christen aus Kassel die gesamte Bibel in einer Woche vor. Die Aktion startet am Pfingstmontag (20.05.) um 12 Uhr im Kasseler Diakonie-Krankenhaus (Herkulesstraße 34), teilten Mitglieder der Projektgruppe «Kassel 1100 - Die Bibel Tag und Nacht» vor Journalisten am vergangenen Mittwoch mit. Im Verlauf der Woche soll die Bibel dann bei Tag und Nacht an verschiedenen Orten gelesen werden. Die letzten Bibelverse werden in einem Abschlussgottesdienst am 26. Mai um 18 Uhr in der Kirche St. Familia (Kölnische Straße 55) verlesen werden, so die Organisatoren.

Zu den weiteren Lese-Orten tagsüber gehören die Justizvollzugsanstalt Wehlheiden, der Kulturbahnhof, die Carl-Schomburg-Schule, der Portikus am Modehaus «SinnLeffers», die Konzertmuschel im Bergpark Wilhelmshöhe und der Friedhof Wehlheiden. «Es wird spannend, wie die Menschen auf der Straße reagieren», sagte Mitorganisator Pfarrer Frank Bolz vom Pädagogisch-Theologischen Institut Kassel. Es werde freudige und auch ablehnende Reaktionen auf die Aktion geben, zeigte sich Bolz gespannt.

In den Nachtstunden wird im Glasgang der Martinskirche gelesen, so Pfarrer Dr. Willi Temme vom evangelischen City-Pfarramt Kassel-Martinskirche. Die Kirche werde während der Nacht-Lesungen für den «religiösen Rückzug» geöffnet sein, so Temme weiter. Es sei auch möglich, die Nacht in der Kirche zu verbringen, erklärte der Pfarrer.

Für die rund 150 Stunden, die für die Dauer-Lesung benötigt werden, konnten über 200 Leserinnen und Leser gewonnen werden. Alle Teilnehmer gehörten Kirchen und Gemeinschaften aus der «Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen» an, so die Veranstalter weiter. Die Bibel-Texte seien in 50 Einheiten zu je 3 Stunden eingeteilt worden an die sich ein Gebet anschließe, erklärte Thomas Hartung von der Arbeitsgruppe. «Es wird wahrscheinlich die längste Veranstaltung im Rahmen des Stadtjubiläums», sagte Heike Schaaf, Öffentlichkeitsreferentin des Evangelischen Stadtkirchenkreises Kassel. (15.05.2013)

Linktipp:

Den Programm-Flyer finden Sie im Internet unter:

ekik.de(...)

Vom 10. - 12.05.
Synoden-Präsides der EKD-Gliedkirchen tagten in Kassel

Kassel (medio). Vom 10. bis 12. Mai 2013 trafen sich die Präsides der 20 Gliedkirchen der EKD in Kassel zu ihrem regelmäßigen Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Die Zusammenkunft findet jährlich wechselnd in einer anderen Landeskirche statt. Gastgeber war in diesem Jahr der Präses der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck, Kirchenrat Rudolf Schulze, teilte die Landeskirche in einer Pressemitteilung mit. Im Mittelpunkt des Treffens in Kassel standen die aktuellen Strukturentwicklungen und Kirchenreformen sowie die Projekte für die Themenjahre der Reformationsdekade, in die die Reformationsbeauftragte der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Petra Schwermann, einführte.

Bei seiner Begrüßung der Gäste im Brüder-Grimm-Museum stellte Oberbürgermeister Bertram Hilgen die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Kassel dar und berichtete über die Planungen zur 1100-Jahr-Feier und zum Hessentag. Im Brüder-Grimm-Museum hörten die Präsides anschließend einen Vortrag des Theologen Axel Denecke über den religiösen Gehalt der Grimmschen Märchen. Am Abend folgte eine Vorstellung der gastgebenden Landeskirche.
 
Beim Abschlussgottesdienst in der Kasseler Paul-Gerhardt-Kirche sagte Bischof Prof. Dr. Martin Hein mit Blick auf das Pfingstfest, der Satz Jesus «Ich lebe, und ihr sollt auch leben» sei die entscheidende Voraussetzung dafür, Christ zu sein. Jesus sei im Heiligen Geist unter uns wirksam. Das lehre uns die Erfahrung von Pfingsten. Unser Handeln sollte daher nicht vom Geist der Verzagtheit und des Abschieds bestimmt sein, sondern von dem Geist der Freude und der Bewegung. Der Bischof wörtlich: «Ich wünschte mir, wir wären da viel mutiger, zuversichtlicher und fröhlicher.» (14.05.2013)

Impressionen:

(Fotos erste und zweite Reihe: medio.tv/Schauderna; Dritte Reihe: Steffen Ackermann)

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Wortlaut:

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Neugewählter Bischof Ravi Niranjan erstmalig in Kurhessen-Waldeck
Besuch aus der südindischen Partnerkirche Nord-Karnataka

Kassel (medio). Eine sechsköpfige Delegation aus der südindischen Partnerkirche  «Church of South India-Karnataka Northern Diocese» ist bis Mitte Mai unter der Leitung von Bischof Ravi Niranjan zu Besuch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, teilte die Landeskirche in einer Pressemitteilung mit.

Ziel des Besuches sei es, die vielfältigen Partnerbeziehungen zwischen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der südindischen Kirche zu stärken und ihnen neue Impulse zu geben, so die Landeskirche weiter. Dazu dienen vor allem zahlreiche Begegnungen, Gottesdienste und Veranstaltungen in den vier Kirchenkreise Fritzlar, Melsungen, Hersfeld und Eschwege, die seit vielen Jahren eine Kirchenkreispartnerschaft zu Kirchenkreisen der indischen Partnerkirche pflegen. Auf dem Programm stand aber auch der gemeinsame Besuch des Kirchentages in Hamburg.

Bei einem gemeinsamen Workshop mit Vertretern der Partnerschaftsausschüsse aus allen vier Kirchenkreisen, der Delegation sowie Pfarrer Dr. Will und Landeskirchenrätin Dr. Gütter aus dem Ökumenedezernat wurden ermutigende wie auch belastende Erfahrungen in der alltäglichen Partnerschaftsarbeit ausgetauscht und Verabredungen für eine noch verbindlichere und intensivere Beziehungspflege getroffen.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein brachte bei einem Empfang für Bischof Niranjan und seiner Frau, Pfarrerin Hanna Niranjan, im Haus der Kirche seine Freude über den Besuch der Delegation zum Ausdruck. Bischof Niranjan, der erst Anfang des Jahres als neuer Bischof der Partnerkirche eingeführt wurde, war in den 90er Jahren für acht Jahre als ökumenischer Mitarbeiter in der kurhessischen Kirche tätig, unter anderem als Pfarrer in der Kirchengemeinde Waldkappel. Er kennt deshalb Deutschland sehr gut. «Wir freuen uns über Ihre Wahl und erhoffen uns von Ihren neue und belebende Impulse für unsere Partnerschaften» fasste Bischof Hein die Erwartungen an den neuen Bischof zusammen. (06.05.2013)

Hintergrund:

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«So viel du brauchst» – Motto fand großen Anklang
Bewegender Kirchentag ging in Hamburg zu Ende / Kurhessen-Waldecker aktiv dabei

Hamburg (medio). Mit einem großen Openair-Gottesdienst ist am Sonntagvormittag der 34. Deutsche Evangelische Kirchentag in Hamburg zu Ende gegangen. Unter dem Motto «Soviel du brauchst» hatten rund 120.000 Dauerteilnehmer sowie 35.000 Tagesgäste seit Mittwoch über globale Gerechtigkeit, verantwortungsvolles Wirtschaften und Inklusion diskutiert.

Am Abschlussgottesdienst im Stadtpark nahmen 130.000 Gläubige teil, darunter 3.000 Musiker und Sänger, die zusammen mit Pfarrerinnen und Pfarrer die Feier gestalteten. Der britische Bischof Nicholas Baines ermutigte die Gläubigen zu einem bescheideneren Lebensstil. «Die Welt muss nicht so sein, wie sie jetzt ist!» sagte er in seiner Predigt. Ein Höhepunkt des Gottesdienstes war das Abendmahl. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern teilten 100 Geistliche von Tischen ausgehend Brot und Wein an die große Gemeinde aus.

3.000 Teilnehmende aus Kurhessen-Waldeck / viele Aktionen

Aus Hessen hatten sich über 5.000 Menschen zum Kirchentag angemeldet, darunter auch etwa 3.000 «Kurhessen-Waldecker». Für sie hatte sich der Landesausschuss des Kirchentages etwas Besonderes einfallen lassen: Einen Button zum Anstecken. In Anlehnung an die Losung des Kirchentages «Soviel du brauchst» stand auf dem Ansteck-Pin «So viel Kurhessen-Waldeck». Als regelmäßiger Treffpunkt der Besucher aus der Landeskirche diente das Gemeindezentrum an der Hamburger St. Michaelis Kirche.

Viele Hessen haben beim Kirchentag aktiv mitgewirkt. Die Rock-Gospel-Gruppe aus Wehrda Haunetal absolvierte gleich zwei Auftritte. Der Frauen-Gospelchor «Sisters in Action» und die Rock-Band «Blows against the empire» rockten den Kirchentag. Die Theatergruppe «Die Draufgänger» aus Bruchköbel/Maintal Wachenbuchen führte das selbst geschriebene Stück «Die Ritter aus der Feuertonne» auf. Sie wurden dafür mit stehenden Ovationen gefeiert. Die größte Gruppe aus Kurhessen-Waldeck war mit 110 Teilnehmern TEN SING Hessen aus Gründau. Die Sänger sind nicht nur auf der Bühne aufgetreten, sondern auch auf den Straßen von Hamburg.

2015 nächster Kirchentag in Stuttgart

Der Kirchentag war bereits zum vierten Mal in der Hansestadt zu Gast. Der nächste Kirchentag findet 2015 in Stuttgart statt. - «Wir sehen uns wieder in Stuttgart. So Gott will und wir leben», rief Bischof Ottfried July, Bischof der württembergischen Landeskirche, den 130.000 Menschen zum Ende des Gottesdienstes im Hamburger Stadtpark zu. (06.05.2013)

Internetradio:

Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema Theater auf dem Kirchentag mit medio-Reporter Siegfried Krückeberg:

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Internetradio:

Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema Musik auf dem Kirchentag mit medio-Reporter Torsten Scheuermann:

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Internetradio:

Hören Sie hier Besucher aus Kurhessen-Waldeck auf dem Kirchentag:

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Austragung am 12. Mai
Rund 100 Teilnehmer bei Kirchenmeisterschaften des Kassel-Marathons

Kassel (epd). Rund 100 Teilnehmer traten zu den erstmals ausgetragenen Deutschen Kirchenmeisterschaften für Langstreckenläufer im Rahmen des E.ON Mitte Kassel-Marathons am 12. Mai in Kassel an. Alle Mitarbeitenden der evangelischen und katholischen Kirche sowie ihrer Wohlfahrtsverbände Diakonie und Caritas waren startberechtigt, teilte Veranstaltungsleiter Winfried Aufenanger mit. Zur Auswahl standen die Wettbewerbe Marathon, Halbmarathon, und Marathon-Staffel.

Da der Wettbewerb erst Ende Dezember, einige Monate nach Veröffentlichung der offiziellen Ausschreibung, in das Programm genommen wurde, entsprach die Teilnehmerzahl nicht ganz den Erwartungen, sagte Aufenanger. Die Idee stamme von dem Kasseler Marathon-Pfarrer Dirk Stoll, der bei der Veranstaltung regelmäßig eine Andacht hält und zudem den Vorbereitungsstützpunkt Kassel-Nord leitet. Die Kasseler Marathonstrecke selbst führt nach Angaben von Aufenanger an rund 50 Kirchen und kirchlichen Einrichtungen vorbei.

Die Schirmherrschaft über die bewusst ökumenisch ausgerichteten Meisterschaften hatten der Sportbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bernhard Felmberg, und der Sportseelsorger und Olympiapfarrer der Deutschen Bischofskonferenz, Thomas Nonte, übernommen. Beide kamen auch mit einem Grußwort in einem eigens publizierten Marathon-Magazin zu Wort. Insgesamt nahmen an den verschiedenen Laufveranstaltungen zwischen dem 10. und 12. Mai über 11.000 Läufer teil. (02.05.2013)

Linktipp:

Weitere Informationen zu den ersten Deutschen Kirchenmeisterschaften finden Sie im Internet unter:

kassel-marathon.de (...)

Neuer Internetauftritt
Evangelische Akademie Hofgeismar wirbt mit attraktiver Homepage

Hofgeismar (medio). Frisches Design, übersichtliche Vielfalt und bedienungsfreundliche Funktionen sind die Hauptmerkmale der neuen Homepage der Evangelischen Akademie Hofgeismar, die jetzt ins Netz gestellt wurde. Akademiedirektor Karl Waldeck zeigte sich begeistert angesichts der ansprechenden Gestaltung und der durchdachten Funktionalität, teilte Öffentlichkeitsreferentin Christine Lang-Blieffert mit. Entwickelt und Programmiert wurde der neue Internetauftritt von der medio GmbH. Christian Fischer, medio GmbH-Geschäftsführer, findet die neue Homepage «überaus inspirierend und atemberaubend schön».

Gleich auf der Startseite werde die ganze Breite des Programms der Evangelischen Akademie abgebildet: von einem extra gestalteten Button für Kinder und Jugendliche über Themenschwerpunkte wie Religion, Kultur, Recht, Bildung und Wissenschaft, so Lang-Blieffert weiter. Auf besondere Veranstaltungen wie Studienreisen und Silvesterball werde gesondert hingewiesen. Neu sei auch eine komfortable Online-Anmeldung.

Einen Blick auf die große Zahl an prominenten Referenten aus so unterschiedlichen Gebieten wie Politik, Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft, die jedes Jahr an die Evangelische Akademie Hofgeismar kommen, zeige eine Galerie von Gästen und ein Hinweis auf den nächsten prominenten Redner.

Besucher der Seite erfahren außerdem einiges über die Arbeit der Evangelischen Akademie und die Möglichkeiten, sich darin einzubringen, sei es mit einer Patenschaft für die Kinder- oder Schülerakademie oder als Mitglied des Freundeskreises. Anregungen und Wünsche können über die Kontaktadressen weitergegeben oder im Gästebuch der Homepage eingetragen werden. (30.04.2013)

Linktipp:

Den neuen Internetauftritt der Evangelischen Akademie Hofgeismar finden Sie im Internet unter:

akademie-hofgeismar.de

Vom 24. bis 27. April 2013
Frühjahrstagung der Landessynode in Hofgeismar

Hofgeismar/Kassel (medio). Die 12. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck trat vom 24. bis 27. April 2013 zu ihrer siebten Tagung im nordhessischen Hofgeismar zusammen. Schwerpunkte der Frühjahrstagung waren der Personalbericht von Prälatin Marita Natt, das Kirchengesetz über das Verfahren zur Regelung der Arbeitsverhältnisse der Mitarbeitenden im kirchlichen Dienst (Arbeitsrechtsregelungsgesetz – ARRG.EKKW) und der Abschlussbericht des Zukunftsausschusses. Eröffnet wurde die Frühjahrstagung mit einem Gottesdienst in der Brunnenkirche, in dem Bischof Prof. Dr. Martin Hein predigte.

Zum Leitwort der 12. Landessynode «Salz der Erde – Licht der Welt» sprach als Gastrednerin die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017, Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann. Im Rahmenprogramm der Tagung wurde auch das Buch «475 Jahre Schmalkaldische Artikel» vorgestellt, das anlässlich des Jubiläums im Jahr 2012 entstanden ist.

Am Donnerstag verabschiedete sich der scheidende Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Namibia (ELCRN), Dr. Zephania Kameeta, mit einem Grußwort von der Synode. Die Landeskirche unterhält seit 1971 partnerschaftliche Beziehungen zu der afrikanischen Kirche. (27.04.2013)

Berichterstattung:

Hier finden Sie Meldungen, Berichte und Fotos von der Frühjahrstagung der Landessynode:

ekkw.de/synode

Rum-Orthodoxe Kirche von Antiochia
Bischof Hein drückt Solidarität und Hoffnung für entführte Bischöfe in Syrien aus

Kassel/Hannover (medio). In einem Schreiben an den Patriarchen der Rum-Orthodoxen Kirche von Syrien, Johannes X, hat der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, seine Besorgnis über die Entführung der Bischöfe Paul Jazigi und John Ibrahim ausgedrückt. Wie die Pressestelle der Landeskirche mitteilte, vergewisserte Hein der Partnerkirche seiner Anteilnahme im Gebet und drückte die Hoffnung aus, dass beide Bischöfe an der Feier des anstehenden orthodoxen Osterfestes wieder in Freiheit und wohlbehalten teilnehmen können. Viele Christen beteten zu Gott, dass der Frieden in Syrien durch Dialog und politische Lösungen gefunden werde, so Bischof Hein.

Laut Informationen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist der Verbleib des griechisch-orthodoxen und des syrisch-orthodoxen Metropoliten von Aleppo weiter unklar. Nachdem die beiden Kirchenführer auf der Rückkehr aus dem türkischen Gebiet ihrer Diözese von unbekannten Entführern verschleppt worden waren und mehrere Quellen am Dienstag die Freilassung der Kirchenvertreter gemeldet hatten, habe die Diözese von Aleppo der EKD am Mittwoch mitgeteilt, dass sich beide Bischöfe weiterhin in der Gewalt der Entführer befänden. Dies hätten der syrisch-orthodoxe und der griechisch-orthodoxe Patriarch in einem am Donnerstag verbreiteten Aufruf bestätigt, teilte die EKD weiter mit.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Rum-Orthodoxe Kirche von Antiochia stehen seit 1992 in freundschaftlichen Beziehungen. Die schätzungsweise 800.000 Mitglieder zählende Kirche ist eines der ältesten Mitglieder im Ökumenischen Rat der Kirchen und hat als erste orthodoxe Kirche überhaupt freundschaftliche Beziehungen zu einer evangelischen Kirche aufgenommen. (27.04.2013)

Hintergrund:

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Rum-Orthodoxe Kirche von Antiochia bittet um Unterstützung
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck startet Hilfsaktion für Flüchtlinge in Syrien

Kassel/Langenselbold (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat eine Hilfsaktion für Menschen, die innerhalb Syriens auf der Flucht sind, ins Leben gerufen. Die Rum-Orthodoxe Kirche von Antiochia in Syrien, zur der die Landeskirche seit mehr als 20 Jahren freundschaftliche Beziehungen unterhält, hatte um Unterstützung gebeten. Die Gemeinden der Kirche bieten Unterkunft und Schutz für alle Notleidenden in Syrien, unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.  Allerdings fehle es nach Jahren des Krieges am Nötigsten, vor allem an hygienischen Artikeln, Windeln, Verbandszeug, Medikamenten, Grundnahrungsmitteln, Vitaminen und Mineralien, Decken, und anderen Dingen des täglichen Bedarfs, heißt es weiter.

Erste Lieferung vor Ort - weitergehende Hilfsaktion wird organisiert

In einer ersten Hilfslieferung seien bereits vom Pharmakonzern Merck gespendete Vitaminpräparate über Istanbul und Beirut an die rum-orthodoxe Kirche geliefert worden. Für die Transportkosten stellte die Landeskirche Mittel in Höhe von 2.000 Euro aus der Erntedankkollekte bereit, so die Pressestelle. Unter der Federführung des Vorsitzenden des Antiochiaausschusses der Landeskirche, Dekan Dr. Martin Lückhoff (Langenselbold), werde nun eine weitergehende Hilfsaktion auf den Weg gebracht. Zur Beteiligung gebe es zwei Möglichkeiten: Zum einen wird darum gebeten, Unternehmen in den Regionen anzusprechen, die Produkte herstellen oder vertreiben, mit denen die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge in Syrien befriedigt werden könnten. Zum anderen würden  Gemeindeglieder und andere Spendenwillige angefragt, mit Geldspenden die Finanzierung der Transporte zu unterstützen.

Lückhoff betonte, es sei gewährleistet, dass der Transport und die Ausgabe der Produkte professionell und unter Wahrung aller legalen Notwendigkeiten abgewickelt werde. Außerdem sei sichergestellt, dass alle Lieferungen nur an die Verantwortlichen der rum-orthodoxen Kirche übergeben und auch nur von diesen verteilt werden. Diese Form der Unterstützung helfe den Menschen sehr unmittelbar und könne nicht gegen sie missbraucht werden, so Lückhoff.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, kann mit Dekan Lückhoff direkt Kontakt aufnehmen: Tel.: (06184) 3877, E-Mail: dekanat.hanau-land@ekkw.de

Freundschaft mit der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Rum-Orthodoxe Kirche von Antiochia stehen seit 1992 in freundschaftlichen Beziehungen. Zweimal im Jahr trifft sich ein Freundeskreis aus 50 Personen, der Begegnungen zwischen am ökumenischen Austausch interessierten Menschen ermöglicht. Bei den Treffen mit Gäste aus dem Orient werden Vorträge zu Fragen des religiösen und sozialen Lebens der rum-orthodoxen Kirche gehalten und miteinander Gottesdienst gefeiert.

Ein landeskirchlicher Ausschuss koordiniert und begleitet die Arbeit. Delegationen aus der Landeskirche und der antiochenischen Kirche besuchten sich in den vergangenen Jahren gegenseitig und verschiedene Studienreisen von Gemeinden und kirchlichen Gruppen führten zu Kontakten und Gesprächen.

Die schätzungsweise 800.000 Mitglieder zählende Rum-Orthodoxe Kirche von Antiochia ist eines der ältesten Mitglieder im Ökumenischen Rat der Kirchen und hat als erste orthodoxe Kirche überhaupt freundschaftliche Beziehungen zu einer evangelischen Kirche aufgenommen. «Rum» ist die arabische Wiedergabe von «Rhomäisch», was «oströmisch» oder «byzantinisch-griechisch» bedeutet. Somit handelt es sich bei der Kirche um das griechisch-orthodoxe Patriarchat arabischer Sprache. (19.04.2013)

Download:

Weitere Informationen zum Hilfsaufruf finden Sie in diesem Flyer:

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Spendenkonto:

Spenden können unter dem Stichwort «Rum-Orthodoxe Kirche Antiochia» auf folgendes Konto überwiesen werden:
Kontonummer 3000
BLZ 520 604 10 , EKK
Verwendungszweck: Z760000004

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