«Zukunftskirche»
Bischof Hein: Friedensförderndes Potenzial der Religionen stärken

Kassel (epd). Das friedensfördernde Potenzial der Religionen muss nach Ansicht des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, weltweit gestärkt werden. Die Religionen unterschieden sich zwar, doch seien sie einander nicht feindlich gesinnt, sagte Hein am Sonntagabend (16.06.) bei der Veranstaltung «Zukunft der Kirche in der einen Welt» in der Zukunftskirche auf dem Hessentag in Kassel. Hein ist auch Mitglied des Runden Tisches der Religionen in Deutschland und Europa.

Die Begegnung zwischen den Anhängern der Religionen sei allerdings nicht immer reibungslos, räumte Hein ein. «Entscheidend ist, dass wir uns zunächst ganz einfach als Menschen begegnen», sagte er. Dadurch könnten Konflikte entspannt werden.

Gewalttaten, die im Namen von Religionen begangen würden, müssten klar verurteilt würden, sagte Hein. Die Vertreter des Islams in Deutschland sollten sich nicht nur von den Gewalttaten distanzieren, die beispielsweise in Nigeria von Moslems gegenüber Christen verübt würden. Auch sollten sie versuchen, Einfluss auf diese radikalen Gruppen zu nehmen.

Weltweit sei das Christentum die am stärksten wachsende, aber zugleich auch am meisten verfolgte Religion, sagte Hein. Derzeit würden beispielsweise die Pfingstkirchen in Brasilien rasant wachsen. Das zeige, dass es eine starke Sehnsucht gebe, den Glauben miteinander zu leben. Zwar lasse sich Gottes Geist nicht einfach in die deutschen Kirchen zwingen. Diese müssten aber offen sein für neue Formen des Gottesdienstes. «Die weltweite Kirche ist eine gegenseitige Lerngemeinschaft», sagte der Bischof. (18.06.2013)

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Weitere Fotos von der Veranstaltung finden Sie in unserer Fotogalerie zur «Zukunftskirche»:

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«Zukunftskirche»
Zukunftsforscher Rammler: Menschheit steht vor Zeitenwende

Kassel (epd). Die Menschheit steht nach Einschätzung des Zukunftsforschers Stephan Rammler vor einer Art Zeitenwende. In nächster Zeit werde es radikale Veränderungsprozesse geben, sagte er am Montagabend (17.06.) in der «Zukunftskirche» auf dem Hessentag in Kassel. Begründet sei dies besonders in der demografischen Entwicklung, nach der es in 20 Jahren bereits neun Milliarden Menschen auf der Erde geben werde.

Schon heute sei ein großer Teil der Menschen in Asien auf dem Weg in die Mittelklasse, sagte Rammler. «Die Torte, die zu verteilen ist, wird aber nicht größer. Wir werden uns einschränken müssen.» Insgesamt werde das 21. Jahrhundert ein «pazifisches Jahrhundert» werden. Europa werde nur noch dann eine Rolle spielen können, wenn es gemeinsam in die Zukunft gehe.

Änderungen werde es auch im Urlaubsverhalten geben, sagte Rammler. Billigflüge seien beispielsweise weder ökonomisch sinnvoll noch nachhaltig. Die Bezahlung von Piloten und anderen Angestellten der Fluggesellschaften werde laufend schlechter, ebenso der Service an Bord. Folge dieser Dumpingpolitik seien Pleiten von Billigfliegern. Abgesehen davon würden durch den Klimawandel die Temperaturen in vielen Urlaubsregionen im Sommer auf 40 bis 45 Grad steigen und einen Aufenthalt dort unmöglich machen. Ein moderner Tourismus in Deutschland werde hingegen zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten bringen.

Die Kirchen seien heute ein Spiegel der Gesellschaft, sagte Rammler. Sie sollten ihr gesellschaftspolitisches Engagement stärken. Als Beispiel nannte Rammler die 70er, 80er und 90er Jahre, als die Evangelischen Akademien Plattformen für wichtige gesellschaftspolitische Diskurse gewesen seien. Die Kirche sei überall, auch im kleinsten Dorf vertreten. Hier könnten flächendeckend Plattformen für die Auseinandersetzung mit der Zukunft entstehen. (18.06.2013)

Feierlichkeiten im Rahmen des Hessentages
Hessische Polizisten feierten Vereidigungsgottesdienst in Kassel

Kassel (medio). Am 16. Juni 2013 wurden im Rahmen des Hessentages in Kassel 413 Polizeikommissaranwärterinnen und -anwärter für ihren Dienst bei der Hessischen Polizei vereidigt. Auftakt der Feierlichkeiten war ein Vereidigungsgottesdienst um 9.30 Uhr in der Kasseler Martinskirche, der gemeinsam von der evangelischen und katholischen Polizeiseelsorge veranstaltet wurde, teilte Landespolizeipfarrer Kurt Grützner von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Vereidigt wurden die Polizistinnen und Polizisten dann öffentlich um 12 Uhr vor der Orangerie in der Karlsaue, so Grützner.

In dem ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrer Grützner und Polizeibeamtinnen und -beamten liturgisch begleiteten, predigte Pater Alexander-Josef Greifenegger von der katholischen Polizeiseelsorge, so der Landespolizeipfarrer. Die musikalische Gestaltung übernahm das Hessische Polizeiorchester unter der Leitung von Alfred Herr und der Kantor der Martinskirche, Eckhard Manz, an der Orgel.

Stichwort Polizeiseelsorge

Nach Angaben der Polizeiseelsorge der Evangelischen Kirche in Deutschland begleiten Polizeiseelsorgerinnen und -seelsorger u.a. die Polizeibeamten bei schwierigen Einsätzen und bieten Hilfe nach belastenden Einsätzen. Außerdem stehen sie in Notfällen zur Verfügung, z.B. bei Suizidgefahr, wenn örtliche Pfarrer nicht einspringen können. (16.06.2013)

Linktipp:

Die Hessische Polizei finden Sie im Internet unter:

polizei.hessen.de

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Die Polizeiseelsorge der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie im Internet unter:

ekkw.de/polizeiseelsorge

100.000 Euro Ersthilfe für Flutopfer
Evangelische Kirchen in Hessen rufen zu Spenden auf

Darmstadt / Kassel (medio). Mit 100.000 Euro Soforthilfe unterstützen die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck die Opfer der Flutkatastrophe in Europa. Das Geld gehe dabei an die Diakonie Katastrophenhilfe, die Notunterkünfte betreut und den Neuaufbau in den überschwemmten Gebieten unterstützt. Auch auf dem bevorstehenden Hessentag in Kassel, der am Freitag eröffnet wird, wollen beide Kirchen bei ihren Veranstaltungen um Spenden bitten. Zudem werden die Kirchengemeinden ermutigt, Geld für die Flutopfer zu sammeln, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

«Die Schäden an Leib und Seele der Menschen, denen zum Teil alles genommen wurde, können wir nicht heilen. Wir können ihnen mit Geldspenden für den Aufbau aber wieder eine Perspektive geben. Und wir können ihnen unser Mitgefühl entgegenbringen und sie in unsere Gebete einschließen», sagte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung. Er wies zudem darauf hin, dass die Evangelische Kirche Mitteldeutschlands, die eine Partnerkirche sowohl der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck als auch der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ist, von dem Elbehochwasser besonders betroffen sei.

«Wir rufen die Menschen in unserem Kirchengebiet und darüber hinaus zu Spenden auf, um eine möglichst breite Hilfe zu ermöglichen», erklärte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. Kollekten, Spendensammlungen oder Erlöse von Festen in Gemeinden könnten ohne große bürokratische Hürden direkt auf das Konto der Diakonie Katastrophenhilfe eingezahlt werden und wertvolle Hilfe leisten. Gut gemeinte Sachspenden, die einen großen organisatorischen Aufwand mit sich brächten, seien in der akuten Notsituation aber «ein Hindernis und keine Hilfe», betonte der Bischof.

Sammelaktionen auf dem Hessentag geplant

Auch im Rahmen der kirchlichen Aktionen auf dem bevorstehenden Hessentag in der «Zukunftskirche» in Kassel (14. bis 23. Juni) soll weiter gesammelt werden. «Es kann nicht sein, dass wir in Hessen unbekümmert feiern und nur wenige Kilometer weiter Menschen unter den Folgen des Hochwassers leiden», erklärten Hein und Jung nachdrücklich gemeinsam. Bei den kirchlichen Veranstaltungen soll auf die Hilfsaktion aufmerksam gemacht werden.

Beide Geistlichen zeigten sich zudem sehr beeindruckt von der spontanen Hilfsbereitschaft der Feuerwehren und Freiwilligendienste aus Hessen, die sogar ihren Urlaub geopfert hätten, um Soforthilfe zu leisten. Hein und Jung baten auch Arbeitgeber ausdrücklich darum, die Hilfsmaßnahmen durch die Freistellung freiwilliger Helfer zu unterstützen. «Kreativität und Phantasie sind jetzt gefragt, um Wege der Hilfe zu finden. Und wir sollten nicht vergessen, dass diese Hilfe noch für einen langen Zeitraum nötig sein wird», so Bischof Hein. (11.06.2013)

Spendenkonto:

Spenden können unter dem Stichwort «Fluthilfe» auf das Spendenkonto der Diakonie Katastrophenhilfe überwiesen werden:
Kontonummer: 502 502
BLZ: 210 602 37
(Ev. Darlehnsgenossenschaft Kiel)

Beide evangelischen Kirchen haben für die Hilfsaktion eine «Info-Hotline Hochwasserhilfe» eingerichtet:
069 / 97 65 18 35

Linktipp:

Die Diakonie Katastrophenhilfe und die Möglichkeit zur Onlinespende finden Sie im Internet unter:

diakonie-katastrophenhilfe.de

Fragen zur Kirchen-, Missions- und Zeitgeschichte
Fachtagung soll archäologische Funde in der Wolfhager Stadtkirche einordnen

Wolfhagen (medio). Bei einer öffentlichen Fachtagung in der Wolfhager Stadtkirche am 28. und 29. Juni 2013 steht die Bedeutung der archäologischen Funde im Innenraum und um die evangelische Stadtkirche im Mittelpunkt. Nachdem im Jahr 2011 bereits in der Kirche eine alte Taufanlage gefunden wurde, brachten Erdarbeiten am Außenbereich des Seitenschiffs im April 2013 historische Fundamente ans Tageslicht, teilte der Evangelische Kirchenkreis Wolfhagen mit. «Bei den jüngsten archäologischen Untersuchungen der letzten sechs Wochen haben wir weitere Hinweise auf zwei Vorgängerkirchen und bisher noch nicht näher identifizierbare Mauerreste gefunden», sagte der Dekan des Kirchenkreises Wolfhagen, Dr. Gernot Gerlach, gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio!».

Die Funde seien über Wolfhagen hinaus für die Region Nordhessen bedeutsam. Man habe ein Zeugnis einer bisher unbekannten, großen Taufanlage entdeckt, «welche es nördlich der Alpen nur selten gibt», so Gerlach weiter. Referenzanlagen, wie in Halberstadt oder in Palenberg bei Aachen, seien auf das 9. Jahrhundert datiert worden. Die neu entdeckte Taufanlage stamme also aus einer Zeit weit vor den bisher bekannten Urkunden der Altarweihe der Stadtkirche durch den Paderborner Bischof Bernhard IV von 1235 und der Ersterwähnung der Stadt im Jahr 1231, erläuterte der Dekan.

Bei der Tagung wolle man die aufgeworfenen Fragen zur Kirchen-, Missions- und Zeitgeschichte nun fachkundig bearbeiten: «Ich erhoffe mir, dass wir ein besseres Verständnis für die kirchliche und politische Situation im Zeitraum vom 9. bis 13. Jahrhundert erhalten können, um darin unsere archäologischen Funde einzuordnen. Deshalb haben wir Referenten gewonnen, die mit ihren unterschiedlichen Perspektiven Klarheit in die Sache bringen sollen», sagte Gerlach. Dass die Funde grundlegende Veränderungen der Stadtgeschichte mit sich bringen, glaubt der Dekan nicht: «Die bisherige Geschichte von Wolfhagen muss nicht umgeschrieben werden, sondern wird nach vorne hin erweitert.»

Schirmherren der Fachtagung sind der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, der Bischof des Bistums Fulda, Heinz-Josef Algermissen, und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Veranstaltet wird die Fachtagung neben dem Kirchenkreis und der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen vom Regionalmuseum Wolfhager Land e. V., der Stadt Wolfhagen, dem Heimat- und Geschichtsverein Wolfhagen e. V. und dem Pastoralverbund St. Heimerad Wolfhager Land.

Interessierte können sich noch bis zum 15.06.2013 anmelden. Weitere Informationen erhalten Sie im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfhagen, Burgstraße 41, 34466 Wolfhagen, Tel.: (05692) 99 42 66, Fax: (05692) 99 42 65, E-Mail: Kirchengemeinde.Wolfhagen@ekkw.de. (13.06.2013)

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Den Evangelischen Kirchenkreis Wolfhagen finden Sie im Internet unter:

ekkw.de/wolfhagen

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Hier können Sie den Programmflyer mit der Anmeldekarte zur archäologischen Tagung in Wolfhagen herunter laden:

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Vorträge und Workshops
Kurhessische Frauen feiern Landesfrauentag in Fulda

Fulda/Kassel (medio). Am 29. Juni sind Frauen aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum Landesfrauentag 2013 nach Fulda eingeladen. Unter dem Motto «mittendrin ...leben» hat das Referat für Erwachsenenbildung des Landeskirchenamtes in der Zeit von 10 bis 18 Uhr ein Programm mit Vorträgen, Workshops und einer Andacht zusammengestellt, teilte Referatsleiterin Pfarrerin Martina Gnadt mit. Bei dem angebotenem Tagesprogramm im Hotel Maritim könne der Frage «nach dem guten Leben» nachgegangen werden, so Gnadt weiter.

Nach einer musikalisch gestalteten Morgenandacht werde die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Dr. Antje Schrupp aus Frankfurt in einem Vortrag zum Thema «Ein gutes Leben für alle - nur ein Traum?!» sprechen, sagte Gnadt. Schrupp habe bereits an dem Buch «ABC des guten Lebens» mitgearbeitet und konnte für das Tagesprogramm gewonnen werden. In den Workshops am Nachmittag stehe das Tagesmotto «mittendrin ...leben» ganz wörtlich im Mittelpunkt, kündigte Gnadt an. Angeboten werde u.a. eine Erzähl- und Schreibwerkstatt oder ein Vortrag mit praktischen Übungen und Anregungen, die «das Schwere leicht machen» sollen. Außerdem besteht die Möglichkeit durch den Schlosspark in Fulda zu pilgern.

Für die Teilnahme am Landesfrauentag ist eine Anmeldung erforderlich. Der Eintritt kostet 12 Euro, wahlweise kann für 6 Euro ein Mittagessen im Hotel Maritim mitbestellt werden. Um eine verbindliche Anmeldung wird bis zum 20. Juni gebeten. Weitere Informationen erhalten Sie bei Stefani Götzl- Illgen, Tel.: (0561) 40 07 818, Email: stefani.goetzl-illgen@gmx.de (29.05.2013)

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Den Programmablauf und weitere Informationen zum Landesfrauentag 2013 finden Sie in unserem Servicebereich unter:

ekkw.de/landesfrauentag

Festgottesdienst in Cölbe
Hermann Köhler als Dekan des Kirchenkreises Kirchhain eingeführt

Cölbe (medio). Am vergangenen Sonntag (09.06.) ist Pfarrer Hermann Köhler in einem feierlichen Gottesdienst in der Cölber Kirche in sein neues Amt als Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Kirchhain eingeführt worden. Der Propst des Sprengels Waldeck und Marburg, Helmut Wöllenstein, zeigte in dem Gottesdienst die Vielfalt der Kirchengemeinden im Kirchenkreis auf und rühmte zugleich die große Bereitschaft der Menschen, aufeinander zuzugehen und einen neuen Kirchenkreis zu gestalten, berichtete Pfarrer Karl-Günther Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels Waldeck und Marburg.

Zahlreiche Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises haben Köhler begrüßt und mit Mitarbeitenden aus Kirchenmusik, Diakonie, Jugendarbeit und Kirchenkreisamt dafür gesorgt, dass die Kirche bis auf den letzten Platz gefüllt war, so Balzer weiter. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von einem Chor unter der Leitung der Bezirkskantoren Peter Groß und Christiane Kessler sowie dem Bläserensemble unter der Leitung von Uwe Henkel.

Zur Person

Hermann Köhler wurde 1958 in Marburg geboren. Nach seinem Abitur 1978 machte er zunächst eine Berufsausbildung zum Landwirt, ehe er 1980 mit dem Studium der Theologie in Göttingen begann. Nach seiner 1. Theologischen Prüfung im Jahr 1988 leistete er sein Vikariat an der Kasseler Friedenskirche. 1990 wurde er durch Bischof Dr. Jung in Fulda ordiniert. Von 1992 bis 2005 war er als Gemeindepfarrer im Kasseler Stadtteil Wolfsanger tätig, ehe er im April 2005 mit der Aufgabe eines Studienleiters am Evangelischen Forum Kassel betraut wurde. Von 2009 bis 2012 war er darüber hinaus Studienleiter am Predigerseminar in Hofgeismar. Erfahrungen mit dem Dekansamt sammelte er während seiner Pfarramts- und Studienleiterzeit in der Funktion als stellvertretender Dekan des damaligen Kirchenkreises Kassel-Ost (1995 bis 2004). Von 2009 bis 2010 – bis zur Fusion der beiden Kirchenkreise Kassel-Land und Kaufungen – war er mit der Versehung der Dekansstelle Kassel-Land beauftragt. Köhler ist Mitglied der Bildungskammer der Landeskirche und stellvertretendes Mitglied der Landessynode. Er ist verheiratet und hat vier Kinder. (14.06.2013)

Weitere Impressionen des Gottesdienstes:

Pfarrerinnen und Pfarrer trafen sich im Haus Oranien in Fulda
Zukunft des Pfarrerberufs zentrales Thema beim Kurhessischen Pfarrtag

Fulda (medio). Am Mittwoch (13.6.) diskutierten Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Fulda über die Zukunft ihres Berufes. Rund 70 Theologinnen und Theologen waren der Einladung des Pfarrvereins der Landeskirche zum Kurhessischen Pfarrtag in das Haus Oranien gefolgt. Prominenter Gast und Referent war Bischof Prof. Dr. Martin Hein.

Thematisiert wurden bei der Veranstaltung auch die geplanten Reformen in der Landeskirche, die der «Zukunftsausschuss» in seinem Abschlussbericht auf der Frühjahrstagung der Landessynode im April 2013 empfohlen hatte. Der Ausschuss schlägt u.a. vor, im Pfarrdienst bis zum Jahr 2026 bei den Gemeindepfarrstellen 133 und bei den funktionalen Pfarrstellen 94 einzusparen. Darüber zeigten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer besorgt.

Bischof Hein bekräftigte, dass die Reformen nötig seien, um in einer kleiner werdenden Kirche die Kraft zum Neuen zu erhalten und als Volkskirche in der Fläche präsent zu bleiben, berichtete die Fuldaer Zeitung. «Viele Pfarrer haben den Eindruck, es werde immer mehr auf ihren Schultern abgeladen. Manche Mitteilung der Synode hat die Stimmung nicht aufgehellt», sagte Pfarrer Frank Illgen, Vorsitzender des kurhessischen Pfarrvereins. Der Vorsitzende der Pfarrervertretung, Pfarrer Andreas Rohnke ergänzte, dass bei den Pfarrerinnen und Pfarrern viel Unklarheit darüber herrsche, wie Stellenstreichungen umgesetzt werden. Außerdem gelte die Sorge der Kolleginnen und Kollegen der zunehmenden Arbeitsbelastung und dem Zustand der Pfarrhäuser.

Während der Podiumssitzung, die von Pfarrer Christian Fischer, Leiter der Medienagentur medio in Kassel, moderiert wurde, widersprach Bischof Hein der These, dass in der Pfarrerschaft eine «depressive Grundtendenz» herrsche. Es gebe Kritik, aber keine Grundhaltung des Jammerns, so der Bischof in Fulda. (13.06.2013)

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Den Pfarrverein Kurhessen-Waldeck e.V. finden Sie im Internet unter:

ekkw.de/pfarrverein

Ehemaliger Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen
Bischof Martin Hein gratuliert katholischem Kardinal Kasper zum 80. Geburtstag

Stuttgart/Kassel (medio). Mit über 160 Gästen aus Kirche, Politik und Wissenschaft feierte der ehemalige Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Walter Kasper, am 11. Juni in Stuttgart seinen 80. Geburtstag nach. Unter den Gratulanten war auch Bischof Martin Hein, der mit dem griechisch-orthodoxen Bischof Vasilios während eines ökumenischen Gottesdienstes in der Domkirche St. Eberhard gemeinsam mit dem Kardinal ein Gebet für die Einheit der Christen sprach, teilte die Bischöfliche Pressestelle der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit. Hein vertrat den Ökumenischen Rat der Kirchen und sprach anschließend ein Grußwort.

Trennungen in der Kirche «sind Ungehorsam gegen den Willen Jesu, und sie schaden dem Auftrag das Evangelium in aller Welt zu bezeugen», so Kardinal Kasper in seiner Predigt. Die Einheit, die Jesus für seine Kirche gewollt habe, sei «keine Uniformität, sondern eine Einheit in der Vielfalt». Auch drei Jahre nach seinem Rücktritt als Präsident des Päpstlichen Rates bleibe die Ökumene die Triebkraft Kardinal Walter Kaspers, heißt es in einer Pressemitteilung. (13.06.2013)

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Lesen Sie hier das Grußwort von Bischof Hein im Wortlaut:

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Trauer um Eckhart Deutsch
Ehemaliger Dekan des Kirchenkreises Wolfhagen verstorben

Wolfhagen/Hofgeismar (medio).  Eckhart Deutsch, der ehemalige Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Wolfhagen und langjährige Oedelsheimer Pfarrer, ist am Montagabend (10.06.) im Alter von 75 Jahren gestorben. Deutsch soll am 15. Juni 2013 in Oedelsheim beigesetzt werden, teilte der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Hofgeismar, Pfarrer Sven Wollert, mit. Der Trauergottesdienst in der Evangelischen Martinskirche in Oedelsheim beginnt um 14 Uhr, so Wollert.

Der Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Wolfhagen, Dr. Gernot Gerlach, würdigte seinen Amtsvorgänger und dankte ihm «von Herzen» für seinen treuen Dienst in Kirche und Diakonie: «Zusammen mit seiner Ehefrau hat Eckhart Deutsch nachhaltig gewirkt, insbesondere bei der Begleitung der Hospizarbeit», sagte Gerlach. Auch Wolfgang Heinicke, Dekan des Evangelischen Kirchenkreises Hofgeismar, zeigte sich berührt vom Tod seines ehemaligen Kollegen. Heinicke bewundere das Engagement der Familie Deutsch, so Wollert.

Eckhart Deutsch war 1991 zum Dekan in Wolfhagen ernannt worden und übte dieses Amt knapp neun Jahre lang aus. Als Dekan im Kirchenkreis und als Pfarrer in der Kirchengemeinde Wolfhagen habe er sich besonders für das neugegründete Diakonische Werk Wolfhagen, den Sozialdienst und die Stiftung Altersheim eingesetzt, berichtete Wollert. Zudem beteiligte er sich an der Gründung des «Familienentlastenden Dienstes». Nach seinem Eintritt in den Ruhestand kehrte Deutsch im Jahr 2000 in den Kirchenkreis Hofgeismar zurück und lebte in Langenthal, so Wollert. Eckhart Deutsch hinterlässt seine Ehefrau, mit der er seit 1965 verheiratet war, eine Tochter und zwei Söhne. (13.06.2013)

Wählbarkeit in den Kirchenvorstand
Kirchenvorsteher wollen gegen Altersgrenze für Kirchenvorstände klagen

Vellmar (epd). Mehrere Vorstände der Evangelischen Johanniskirchengemeinde in Vellmar bei Kassel wollen sich mit juristischen Mitteln gegen das Höchstalter von 70 Jahren für Kandidaten für den Kirchenvorstand wehren. Diese Altersgrenze sei diskriminierend und rückständig, sagte Kirchenvorsteherin Edda Winterberg am Dienstag (28.5.) dem Evangelischen Pressedienst (epd). Deshalb wolle man im Hinblick auf die Ende September anstehenden Kirchenvorstandswahlen mit einem Eilantrag vor das Kirchengericht der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ziehen.

Gemäß der Grundordnung der Landeskirche ist «jedes Gemeindeglied, das zur Zeit der Wahl 18 Jahre alt ist und das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet hat», wählbar. Versuche, diese Bestimmung zu ändern, seien in der Synode der kurhessischen Kirche 2009 und 2012 bereits zweimal an der dafür notwendigen Zweidrittelmehrheit gescheitert.

Carmen Jelinek, die Dekanin des Evangelischen Kirchenkreises Kaufungen, zu dem die Johanniskirchengemeinde gehört, zeigte für das Anliegen der Vellmarer Verständnis. «Die Altersgrenze müsste fallen», sagte sie dem epd, «diese Regelung ist auch meiner Meinung nach diskriminierend». Der Kirchenkreisvorstand, der eine von der Kirchengemeinde vorgelegte Kandidatenliste mit einigen über 70-jährigen Kandidaten ablehnte, habe sich aber an die Gesetzeslage halten müssen. Mit dem ablehnenden Bescheid sei aber nun die Möglichkeit zur Klage eröffnet. (29.05.2013)

Hintergrund:

Wer in den Kirchenvorstand gewählt werden kann, ist in der Grundordnung der Landeskirche im Artikel 18 geregelt:

kirchenrecht-ekkw.de/(...)

Hinweis der Redaktion:

Informationen zu den Entscheidungen der Landessynode über die Altersgrenze für die Wählbarkeit in den Kirchenvorstand der Jahre 2009 und 2012 finden Sie auf den jeweiligen Sonderseiten zu den Tagungen:

Frühjahrstagung 2009
Frühjahrstagung 2012