medio-Interview nach Libanonreise
Bischof Hein plädiert für höhere Flüchtlingskontingente

Kassel (medio). Während einer Libanonreise machte sich der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 13. bis zum 17. September 2014 ein Bild von der aktuellen Lage vor Ort. Nach seiner Rückkehr schilderte Hein, der Christen aus der rum-orthodoxen Kirche im Libanon und in Syrien besuchte, ein Gefühl großer Hilflosigkeit angesichts der Auseinandersetzungen in Syrien, im lrak und im Libanon. Viele Menschen sähen kaum noch Hoffnung, in der Region ein Leben als Christen führen zu können. Der Bischof stellte im Interview mit der landeskirchlichen Medienagentur «medio!» fest: «Wir haben es mit einem fortschreitenden Exodus von Christen aus dem Gebiet zu tun, das einmal das Ursprungsgebiet des Christentums gewesen ist.»

Der Bischof überreichte während der Reise, bei der er vom Dekan des Kirchenkreises Hanau und Vorsitzenden des landeskirchlichen Antiochia-Ausschusses, Dr. Martin Lückhoff, begleitet wurde, Hilfsgüter und suchte das Gespräch mit syrischen Flüchtlingen.

Hein: Es ist notwendig, dass Deutschland mehr Flüchtlinge aufnimmt

Allein im Libanon hätten bereits 1,5 Mio. syrische Flüchtlinge Zuflucht gefunden, berichtete Bischof Hein im Interview weiter. 10 Prozent von ihnen seien Christen. Der Libanon selbst habe aber nur 4,5 Mio. Einwohner und sei daher kaum in der Lage, der Situation Herr zu werden. Für die Flüchtlinge gebe es keine dauerhaften Perspektiven in dem Land. «Das Einzige, was diese Menschen wollen, ist aus dem Libanon in andere Länder zu kommen. Und natürlich ist Deutschland ein besonders begehrtes Ziel», so Hein wörtlich. Die Diskussion über die Flüchtlingskontingente, die in Deutschland geführt werde, sei angesichts der Situation im Libanon «geradezu ein Witz». Es sei notwendig, dass Deutschland höhere Flüchtlingskontingente aus Syrien und dem Libanon aufnehme. Christliche Flüchtlinge sollten dabei in angemessener Weise berücksichtigt werden.

Für den Frieden beten und landeskirchliche Syrienhilfe unterstützen

Auf die Frage, was Menschen in den Gemeinden tun können, um den Menschen zu helfen zu helfen antwortet Hein: «Zunächst einmal das, was wir als Christen tun: inständig für den Frieden beten.» Der Wunsch der christlichen Kirchen im Orient sei ganz ausdrücklich «Please pray for us». Hein regte an, das Schicksal der Menschen im Vorderen Orient jeden Sonntag im Fürbittengebet vor Gott zu bringen.

Natürlich seien die Menschen auch auf Zuwendungen angewiesen, denn es mangele an Möglichkeiten, sofort und spontan helfen zu können: «Es geht darum, Menschen in unmittelbarer Not, die nichts mehr haben, ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen.» Dafür habe die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck die Syrienhilfe eingerichtet. Hein rief die Gemeindeglieder dazu auf, für die Syrienhilfe zu spenden, «damit unbürokratische Hilfe möglich ist.» (19.09.2014)

Weitere Foto-Eindrücke von der Besuchsreise

Nachgefragt:

Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Bischof Hein im Wortlaut:

Zum Interview...

Azubi & Studientage am 19. und 20. September
Kirche und Diakonie präsentieren Ausbildungsangebot auf Kasseler Bildungsmesse

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Diakonie Hessen präsentieren sich in diesem Jahr wieder mit einem gemeinsamen Stand auf der Bildungsmesse «azubi & studientage Kassel». Eingeladen sind Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 in Begleitung von Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern aus der Region Nordhessen am 19. und 20. September 2014 in die Messehallen Kassel, Halle 3, Stand 254. Interessierte Jugendliche können sich dort über 19 Ausbildungs- und Studiengänge in den Bereichen evangelische Theologie, Sozialpädagogik, Pflege, Verwaltung, Förderberufe und Freiwilligendienste informieren, teilten Landeskirche und Diakonie mit.

Bei ihrem Messerundgang am Freitag (19.9.) betonte die Pröpstin des Sprengels Kassel, Katrin Wienold-Hocke, dass sich Kirche und Diakonie inzwischen bei den jungen Menschen als qualifizierte Ausbildungsanbieterinnen und gute Arbeitgeberinnen bewerben müssen. Grund sei der sich deutlich abzeichnende Mangel an Fachkräften in den kirchlichen und sozial-pflegerischen Berufen. «Deshalb werben wir gezielt um Nachwuchs», so Wienold-Hocke. «Ich freue ich mich, dass auf dieser Messe gezeigt wird, wie vielfältig die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in Kirche und Diakonie sind. Ob Hauptschüler oder Abiturientin – die evangelische Kirche und die Diakonie brauchen junge Leute, die gerne mit Menschen arbeiten und als Altenpflegerin, Erzieher, Pfarrerin oder Religionslehrer gesellschaftliche Zukunft gestalten wollen.»

Stefan Hof von der Personalentwicklung der Diakonie Hessen begleitete die Pröpstin und wies darauf hin, dass es viele unterschiedliche Möglichkeiten des Einstiegs in die Arbeitswelt bei Diakonie und evangelischer Kirche gibt: «Junge Menschen, die sich erst einmal orientieren wollen, können nach dem Schulabschluss ein freiwilliges soziales Jahr machen und dabei Einblicke in unterschiedliche Felder der sozialen Arbeit gewinnen. Der direkte Einstieg in eine Berufsausbildung ist genauso möglich, wie die Aufnahme eines Studiums oder eine Kombination aus beidem. Von kirchlichen und diakonischen Ausbildungsstätten angebotene Berufsabschlüsse können als Basis genutzt werden, um anschließend in einem Studium weitere Qualifikationen zu erwerben und damit die Karrierechancen zu verbessern.»

Bereits seit 2010 präsentieren sich Kirche und Diakonie gemeinsam auf der Kasseler Ausbildungsmesse. Jährlich qualifizieren beide Institutionen 1.500 Menschen in Erstausbildungen, Studium oder Weiterbildungen in den Bereichen Gesundheits- und Sozialberufe, Kirchenverwaltung, Gottesdienst, Seelsorge, Religionsunterricht und Gemeindearbeit, heißt es. Laut Diakonin Ute Kaisinger-Carli, Verantwortliche für den gemeinsamen Messestand, sind in diesem Jahr neun Ausbildungsstandorte aus Hessen vertreten. (19.09.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

azubitage.de

Bundesweiter Auftakt in Stuttgart - Viele Aktionen in der Landeskirche
Interkulturelle Woche startet mit Motto «Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.»

Am 19. September 2014 wird in Stuttgart die bundesweite Interkulturelle Woche eröffnet. Unter dem Motto «Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.» finden Ende September deutschlandweit in mehr als 500 Städten und Gemeinden Veranstaltungen statt und auch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck beteiligen sich viele Gemeinden mit eigenen Aktionen an der Woche.

Ein Schwerpunkt für die Interkulturelle Woche 2014 sind die Flüchtlinge, die zurzeit in vielen Städten und Gemeinden ankommen, teilte der ökumenische Vorbereitungsausschuss der Woche mit. «Vor Ort ist sowohl in den Kommunen als auch in den Kirchengemeinden ein unglaublich tolles Engagement sichtbar», so Gabriele Erpenbeck, Ausschussvorsitzende. Vereine und Initiativen unterstützten und begleiteten Flüchtlinge bei der Unterbringung und dem Neustart in unserer Gesellschaft, so Erpenbeck.

Dies werde in den Veranstaltungen der Interkulturellen Woche sichtbar, bei denen sich Menschen kennenlernen und Ablehnung und Ausgrenzung abbauen könnten, so die Vorsitzende. Erpenbeck appelliert an die Kommunen, die Länder und den Bund, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um neuankommende Flüchtlinge möglichst in Wohnungen unterzubringen, ihnen Sprachkurse zu ermöglichen und die Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. «Angesichts der Konflikte vor den Toren Europas müssen sich alle auf die Integration von Flüchtlingen als Daueraufgabe einstellen», fordert Erpenbeck. (17.09.2014)

Linktipp:

Auf der Internetseite der Woche finden Sie einen Veranstaltungskalender (u.a. für Hessen), das Gemeinsame Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2014 und viele Arbeitshilfen:

interkulturellewoche.de

Am Sonntag in Vellmar
Landeskirche und Kreishandwerkerschaft veranstalten Handwerkergottesdienst

Vellmar (epd). Bereits zum 25. Mal findet am kommenden Sonntag (21.9.) in Vellmar bei Kassel ein Handwerkergottesdienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) statt. Der Gottesdienst werde gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Kassel veranstaltet, sagte Dieter Lomb vom Referat Wirtschaft, Arbeit, Soziales der Landeskirche. Eingeladen seien alle Handwerker aus der Stadt und dem Landkreis.

Den Gottesdienst, der um 10 Uhr in der evangelischen Kirche in Obervellmar beginnt, gestalte auch der Chor der Fleischerinnung mit, ergänzte Erich Horbrügger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Zudem werde Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) vier Ehrenbriefe des Landes Hessen an Handwerksmeister überreichen. Der Gottesdienst, an dem auch Handwerker aktiv beteiligt sind, wird von Pfarrer Alfred Hocke geleitet.

In dem Gottesdienst soll auch Bezug auf die jüngste Imagekampagne des Handwerks genommen werden. Diese zeigt unter anderem ein Plakat mit einem Maurer und der Aufschrift «Ich ziehe keine Mauern hoch. Ich baue Gott ein Haus». Früher seien traditionell ein Handwerksmeister oder seine Ehefrau in den meisten Kirchenvorständen vertreten gewesen, wies Lomb auf den engen Bezug des Handwerks zur Kirche hin. «Das ist aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastung heute leider anders», sagte er.

Ein weiterer, landeskirchlicher Handwerkergottesdienst findet am 19. Oktober in Landau bei Bad Arolsen statt. Partner ist die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. An anderen Orten gebe es ebenfalls von Zeit zu Zeit solche Gottesdienste, sagte Lomb. (17.09.2014)

Achter Schüleraktionstag in Kassel zum Thema «Konsuminfarkt»

Kassel (medio). Am 23. September können sich Schülerinnen und Schüler in Kassel beim Schüleraktionstag mit dem Thema «Konsum» auseinandersetzen. Veranstaltet wird der Aktionstag unter dem Motto «Konsuminfarkt» vom Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) Kassel und der CROSS jugendkulturkirche kassel für rund 380 Schülerinnen und Schüler aller Konfessionen und Religionen der 9. und 10. Jahrgängen des Schulamtsbezirks Kassel, teilte Pfarrerin Anna-Maria Plischke vom PTI mit.

Das Motto sei aus dem Wunsch vieler Schülerinnen und Schüler entstanden, verantwortungsbewusst mit den Ressourcen der Welt umzugehen und das Konsumverhalten der Gesellschaft kritisch zu beleuchten, so Plischke. Der Tag beginnt um 08:30 Uhr in der Jugendkulturkirche / Lutherplatz mit einer thematischen Einführung, bei der auch der Schirmherr des Schüleraktionstages, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, ein Grußwort sprechen wird. Musikalisch wird das Rahmenprogramm von dem Kassler Rapper Tim Taylor und der jungen Band Aaron-Nagel-Trio aus Helmarshausen begleitet.

Im Anschluss werden für die Schülerinnen und Schüler ca. 20 verschiedene Workshops angeboten, darunter eine Recyclingwerkstatt oder ein «konsumkritischer» Stadtspaziergang. Außerdem ist von sportlichen bis hin zu theaterpädagogischen Aktivitäten viel Spannendes für die Jugendlichen dabei. Nach den Workshops kommt der Tag um 13.00 Uhr in der Jugendkulturkirche zum Abschluss.

Anmeldung ab 15. September im Internet

Lehrerinnen und Lehrer können ihre Klassen in diesem Jahr wieder über die Homepage des Schüleraktionstages (www.schueleraktionstag.de) anmelden. Anmeldestart ist am 15. September 2014 ab 08:00 Uhr. (11.09.2014)

Linktipp:

Workshopanmeldung ab 15.9., 8 Uhr und Informationen zum Aktionstag schon jetzt unter:

schueleraktionstag.de

Zur Reformationsdekade
Bibelgesellschaft ruft zu Kinder- und Jugendwettbewerb zum Thema Bild und Bibel auf

Homberg/Efze (epd/medio). Zu einem Wettbewerb mit dem Thema «Bild und Bibel» für Kinder und Jugendliche ruft die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck auf. Aufgabe sei es, biblische Gestalten beispielsweise als Gemälde, Collage oder auch im Internet bildlich darzustellen, teilte Horst Jung, Beauftragter für bibelgesellschaftliche Arbeit der Landeskirche, in Homberg mit. Der Wettbewerb findet im Rahmen der Reformationsdekade zur 500-Jahr-Feier der Reformation Martin Luthers 2017 statt.

Der offizielle Auftakt zum Wettbewerb soll am Donnerstag, 16. Oktober, mit einem Bibelfest in Homberg erfolgen, sagte Jung. An diesem Tag werde auch das Bibelmobil der Deutschen Bibelgesellschaft aus Stuttgart erwartet. Der Wettbewerb wird nach Altersgruppen gestaffelt und die Teilnahme ist bei der Bibelgesellschaft anzumelden. Die Kunstwerke müssen bis zum 27. März 2015 der Jury vorliegen. Die Preisverleihung ist für den 17. Juli im Haus der Kirche in Kassel vorgesehen. (16.09.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

ekkw.de/bibelgesellschaft

78 Pfarrerinnen und Pfarrer feiern Ordinationsjubiläum

Bad Hersfeld (epd). Insgesamt 78 Pfarrer aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck treffen sich am Freitag, 19. September, zur Feier ihres Ordinationsjubiläums in der Stadtkirche Bad Hersfeld. Die Spanne der Jubiläen reiche von der 25 Jahre zurückliegenden Ordination über 40 und 50 bis hin zu 60 Jahren, sagte Frank Illgen, Vorsitzender des Pfarrvereins Kurhessen-Waldeck. Die Predigt in dem um 16 Uhr beginnenden Gottesdienst halte Prälatin Marita Natt.

Die Berufung ins Pfarramt geschieht mit der Ordination und gilt auf Lebenszeit. Aus diesem Grund sind unter den Besuchern des Gottesdienstes auch viele Pensionäre. (16.09.2014)

Diakonie Hessen fordert mehr Mittel für Migrationsberatung

Frankfurt a.M. (epd). Die Diakonie Hessen fordert die Bundesregierung auf, die Beratung für erwachsene Zuwanderer stärker zu unterstützen. «Investitionen in die Integration sind Investitionen in die Zukunft», sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Gern am Montag in Frankfurt am Main. «Misslungene Integration kostet am Ende immer mehr.» Viele Migrationsberatungsstellen seien überlastet, und die Wartelisten der Ratsuchenden würden immer länger. Die Beratungsstellen bräuchten mindestens sieben Millionen Euro zusätzlich.

Die Beratungszahlen seien seit 2011 um mehr als die Hälfte gestiegen, und die Fälle seien vielschichtiger und zeitaufwendiger geworden, ergänzte Maria Loheide vom Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. Dem stehe seit 2005 eine Kürzung der Bundesförderung von 27 Millionen jährlich auf 26,2 Millionen Euro gegenüber. Bundesweit gebe es rund 570 bundesgeförderte Migrationsberatungsstellen. (16.09.2014)

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

diakonie-hessen.de

Evangelisches Kirchenbuchportal mit Testphase gestartet

Kassel/Stuttgart (epd). Das neue, kostenpflichtige Kirchenbuchportal «Archion» der evangelischen Kirche ist mit einer Testphase gestartet. Das Portal ermögliche Familienforschern und Wissenschaftlern die Online-Recherche in derzeit 38.000 digitalisierten Kirchenbüchern, sagte Bettina Wischhöfer, die Vorsitzende des Verbandes kirchlicher Archive in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), am Wochenende auf dem 66. Deutschen Genealogentag in Kassel. Anfang November soll die um mögliche Fehler in der Software bereinigte deutsch- und englischsprachige Endversion freigeschaltet werden.

Ziel sei es, die rund 200.000 Kirchenbücher in evangelischen Archiven digitalisiert im Internet zu präsentieren, sagte Wischhöfer, die auch Leiterin des Archivs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist. Zudem solle die kirchliche Identität in der Öffentlichkeit gestärkt werden. Das Portal wird von der EKD und zunächst elf Landeskirchen getragen.

Die Nutzer könnten sich in einem Forum austauschen und eigene Auswertungen von Dateien ins Portal hochladen, sagte Wischhöfer. Um Texte leichter lesbar zu machen, sei es möglich, handschriftliche Einträge zu transkribieren. Es solle sich eine «Community» von Kunden entwickeln, in der diese sich gegenseitig helfen könnten. Familienforscher und genealogische Vereine seien derzeit die größte Nutzergruppe des «nachhaltig angelegten Experiments», sagte die Archivarin. Auch nichtkirchliche Archive könnten sich am Portal beteiligen, wenn sie über entsprechende historische Quellen verfügten.

Geplant wurde das Kirchenbuchportal vom Verband kirchlicher Archive in der EKD. Die Landeskirchen in Anhalt, Baden, Bayern, Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Hannover, Hessen und Nassau, Kurhessen-Waldeck, Nordkirche, Pfalz, Westfalen und Württemberg beteiligen sich derzeit daran. (16.09.2014)

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

kirchenbuchportal.de

60 Jahre Bundessozialgericht in Kassel
Gauck: Sozialpolitik wird auch vom gesellschaftlichen Klima bestimmt

Kassel (epd). Bundespräsident Joachim Gauck fordert mehr Engagement für ein soziales Miteinander. «Sozialpolitik wird nicht nur vom Geld, sondern auch vom gesellschaftlichen Klima bestimmt», sagte Gauck in einem Festvortrag am Donnerstag (11.9.) zum 60-jährigen Bestehen des Bundessozialgerichts in Kassel.

Gauck erinnerte daran, dass das im Grundgesetz verankerte Prinzip des sozialen Rechtsstaats staatliche Hilfe für alle Bedürftigen gewährleistet. «Es geht um ein Anrecht, nicht um ein Almosen», betonte das Staatsoberhaupt. Die Sozialgerichtsbarkeit stehe mit ihrer Rechtsprechung stets im Spannungsfeld zwischen der Abfederung sozialer Härten und der Ermächtigung zu einem Leben aus eigener Kraft.

Gauck erinnerte daran, dass noch vor zehn Jahren darüber diskutiert worden sei, die Sozialgerichte mit den Verwaltungsgerichten zusammenzulegen. Heute sei das kein Thema mehr: Die eigenständige Sozialgerichtsbarkeit habe sich bewährt. Als Beispiel dafür nannte der Präsident, wie die Sozialgerichte Streitigkeiten nach Einführung der Hartz-IV-Gesetze klären konnten. «Und das nicht nur, weil das Bundessozialgericht trotz außerordentlich hoher Eingangszahlen die kürzesten Verfahrensdauern hat», sagte Gauck.(11.09.2014)

Linktipp:

Das Bundessozialgericht in Kassel finden Sie im Internet unter:

bundessozialgericht.de

Baunataler Diakonie feiert 50-jähriges Bestehen mit Festwoche

Baunatal (epd). Mit einer Jubiläumswoche will die Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Der offizielle Festakt finde am Samstag, 20. September, statt, sagte der Vorstandsvorsitzende Joachim Bertelmann in Baunatal. Gefeiert werde zugleich auch das 40-jährige Bestehen der zur BDKS gehörenden Baunataler Werkstätten.

Die Festwoche startet bereits am Sonntag, 14. September, um 11 Uhr mit der Eröffnung eines neuen Begegnungszentrums in Baunatal. Das Haus hat die BDKS zusammen mit der evangelischen Kirchengemeinde und der Diakoniestation angemietet. Hier werde es künftig Angebote wie ein After-Work-Café, Kochkurse und Kinoabende geben, sagte Martina Rohde, die bei der BDKS für das Betreute Wohnen zuständig ist. Im Haus befindet sich zudem eine Bäckerei mit einem Café.

Während der Festwoche vom 14. bis 20. September sind unter anderem ein Fachtag zum Thema «Aufbruch in die Zukunft» und ein Mitmachtag mit Schülern aus Baunataler Schulen sowie ein Tag der Offenen Tür geplant. «Der Fachtag ist der Zukunft des Wohnens von Menschen mit Handicap gewidmet», sagte Bertelmann. In der BDKS sind rund 40 Prozent aller Bewohner mit Handicap im Betreuten Wohnen untergebracht. Zu den Feierlichkeiten sind auch alle Zivildienstleistenden eingeladen, die einmal in der BDKS ihren Dienst versehen haben. (11.09.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

bdks.de

Jahresempfang der Diakonie Hessen
Diakoniechef Gern: «Soziale Gerechtigkeit ist kein kalter Selbstzweck»

Frankfurt a.M. (epd). Am Mittwoch (10.9.) kamen mehr als 300 Gästen aus Kirche, Gesellschaft und Politik zum Jahresempfang der Diakonie Hessen in Frankfurt am Main zusammen. «Soziale Gerechtigkeit ist kein kalter Selbstzweck», sagte Diakoniechef Wolfgang Gern in der Frankfurter Peterskirche. Sie habe das Ziel, «dass alle ohne Ausnahme den Frieden und die Güte Gottes erfahren». Dafür wolle die Diakonie Öffentlichkeit und Politik gewinnen.

Gern fügte hinzu: «Es geht darum, dass Menschen einander gerecht werden.» Dies zeige sich in der Inklusion ebenso wie in einer menschenwürdigen Pflege und in einer Willkommenskultur für Flüchtlinge. Öffentlich geförderte Beschäftigung und ein menschenwürdiges Existenzminimum zählten ebenso dazu. Die Politik müsse sicherstellen, dass die wirtschaftliche Leistungskraft des Ganzen dem Gemeinwesen dienlich ist. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit. «Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen - und nicht umgekehrt.»

In seiner Andacht hatte Landeskirchenrat Horst Rühl, theologischer Vorstand der Diakonie Hessen, zuvor dazu aufgefordert, «unser Leben so zu gestalten, dass gerade Menschen in Not und Bedrängnis höchste Aufmerksamkeit erfahren.» Glück wachse dort, «wo alle Menschen einer Gesellschaft zusammengehören und füreinander verantwortlich sind», sagte er.

Auf dem Podium diskutierten der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU), Ulrike Scherf, Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), und Katrin Wienold-Hocke, Pröpstin des Sprengels Kassel der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Holger Weinert vom hr-Fernsehen moderierte das Gespräch. (11.09.2014)

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Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

diakonie-hessen.de

Junge Freiwillige testen kirchliche Berufe
Förderprogramm zur Nachwuchswerbung erfolgreich gestartet

Kassel (medio). Vor einem Monat startete das Förderprogramm zur Nachwuchswerbung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Jetzt liegen erste Erfahrungen vor. Acht junge Freiwillige werden bereits in verschiedenen Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eingesetzt, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Um dem sich abzeichnenden Nachwuchsmangel in allen kirchlichen Berufen zu entgegnen, habe die Landeskirche Mittel in Höhe von 36.000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit diesem Betrag werden Einsatzstellen für Freiwillige in zehn Kirchengemeinden zur Hälfte finanziert, so die Mitteilung. Im Rahmen dieser Freiwilligendienste sollen jungen Männern und Frauen unterschiedliche Formen der Gemeindearbeit und der beruflichen Vielfalt kirchlichen Lebens näher gebracht werden. Voraussetzung dafür sei die Anleitung durch hauptamtliche Mitarbeitende. Die Freiwilligen erhalten Einblick in die Berufsfelder von Jugendarbeit, Kirchenmusik, religiöser Erziehung und kirchlicher Sozialarbeit. Besonders soll dabei auch der Pfarrberuf in seiner Vielfalt bekannt gemacht werden, heißt es.

Das Angebot erweise sich als attraktiv für Freiwillige, die sich für kirchliche Berufsfelder interessieren und sich in ihnen erproben wollen. Das zeigten erste Reaktionen der Freiwilligen und ihrer Anleiter. Pfarrer Michael Zehender von der Kirchengemeinde Obergeis (Kirchenkreis Hersfeld) freut sich, seine Begeisterung für den Pfarrberuf an Freiwillige weitergeben zu können: «Der Pfarrberuf ist unwahrscheinlich vielfältig und ist insofern ein besonders schöner Beruf, weil man mit unterschiedlichen Altersgruppen ins Gespräch kommt über Gott und die Welt und weil man die Menschen an markanten Übergängen begleiten darf. Das ist eine Bereicherung, die ich auch gerne die Freiwillige spüren lassen möchte.» Zehender betont, dass er besonders auf die Begabungen und Fähigkeiten eingehen will. Die Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Marita Natt, begrüßt das Projekt ausdrücklich: «Es würde mich sehr freuen, wenn junge Menschen in den Gemeinden eine «Heimat auf Zeit» finden und in ihren beruflichen Suchprozessen kompetente und liebevolle Unterstützung erfahren würden.»

Begleitet wird das Projekt durch das Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (ZFFZ).

Hintergrund: Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienste (ZFFZ)

Das ZFFZ betreut 360 Freiwillige in FSJ, FÖJ und BFD, sowie in den internationalen Freiwilligendiensten. Angeboten werden Einsätze unter anderem in sozialen, pädagogischen, pflegerischen Einrichtungen, sie sind offen für junge Frauen und Männer ab 16 Jahre sowie für Menschen über 27. (10.09.2014)

Linktipp:

Informationen zum Zentrum für Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienste finden Sie unter:

ev-freiwilligendienste-hessen.de

Ferienende in Hessen
Schüler starten in neues Schuljahr - darunter viele Erstklässler

Kassel (medio). Für die hessischen Schülerinnen und Schüler startet nach sechs Wochen Sommerferien das neue Schuljahr und für rund 50.000 Jungen und Mädchen beginnt am Dienstag (9.9.) mit ihrer Einschulung ein ganz neuer Lebensabschnitt. Viele Kirchengemeinden in Kurhessen-Waldeck bieten dazu besondere Einschulungsgottesdienste an, zu denen neben den ABC-Schützen auch deren Familien eingeladen sind und für volle Gotteshäuser sorgen werden.


Kinder für die Schule motivieren

 Für Kinder und Jugendliche kann die Umstellung von Freizeit, Spaß und Erholung auf Lernen schwierig sein, sagte Pfarrerin Ute Zöllner, Leiterin der psychologischen Beratungsstelle des Diakonischen Werkes Kassel. Eltern könnten ihnen dabei helfen und den Wechsel erleichtern: «Wenn ich meinem Kind etwas zutraue, dann vertraue ich ihm und das spürt ein Kind und davon fühlt es sich getragen», so die Psychologin gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio!». Wenn die Grundlage stimme, komme man auch über schwierige Phasen hinweg, erklärte Zöllner.

Kindern helfe es besonders wenn sie wüssten, dass jeder in der Familien seine Pflichten und Aufgaben habe, sagte Zöllner. Dabei sei es aber wichtig, dass Kind auch bei seiner Verantwortung zu nehmen. «Dein Job ist Schule, Schule ist wie Arbeit, und dafür hast du Verantwortung, so wie ich für meine Arbeit auch - Wenn ein Kind das wirklich annimmt, dann wird es auch selbstständiger», so Zöllner weiter.

Stichwort Schulbeginn in Hessen

Laut Hessischem Ministerium für Wissenschaft und Kunst besuchen im Schuljahr 2014/2015 rund 579.000 Kinder und Jugendliche di eallgemeinbildenden öffentlichen Schulen in Hessen. Das seien rund 7.000 weniger als im vergangenen Schuljahr. Neu eingeschult werden rund 50.000 Jungen und Mädchen, die von den Kirchen oft mit Gottesdiensten in die neue Lebensphase begleitet werden. An einigen Schulen gibt es inzwischen auch interreligiöse Feiern, etwa für christliche und muslimische Erstklässler. (04.09.2014)

Internetradio:

Medienhausleiter Pfarrer Christian Fischer hat mit Pfarrerin Ute Zöllner darüber gesprochen, wie Kinder auf die Schule vorbereitet und motiviert werden können:

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Gütter: Trauer und Hoffnung können auf Weg des Friedens leiten
Ökumenedezernentin der Landeskirche fordert am Antikriegstag aktive Friedensarbeit

Kassel (medio). Auf einer Veranstaltung zum Antikriegstag am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Kassel rief am Montag (1.9.) die Ökumenedezernentin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, dazu auf, trotz gewaltsamer Konflikte und militärischer Auseinandersetzungen für aktive Gewaltfreiheit, für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.

Wie die Pressestelle der Landeskirche mitteilte, rufe laut Gütter das Gedenken an den Ausbruch des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren nicht nur die Erinnerung an die Schrecken des Krieges und der nationalsozialistischen Herrschaft ins Gedächtnis, sondern lasse die Menschen auch «voller Sorge und Erschrecken auf das, was heute wieder in den vielen aktuellen Krisenherden unserer Erde geschieht», blicken. Gütter äußerte Verständnis dafür, dass angesichts des Terrors der ISIS-Gruppen im Irak für viele auch ein militärisches Eingreifen in Betracht komme; allerdings bezweifle sie, dass dies sowohl politisch als auch ethisch der richtige Weg sei. Die Erfahrungen der letzten 20 Jahren hätten gezeigt, dass in den allermeisten Fällen eine militärische Intervention die Lage noch verschlimmert hätten. Gütter betonte, dass für sie persönlich als Christin der Weg zum Frieden nur der des Gewaltverzichts sein könne. Frieden lasse sich nicht mit Waffen erzwingen. «Frieden kann es nur geben durch aktive Gewaltfreiheit, durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Aggressionen, durch Schritte der Versöhnung und durch Schaffung gerechter Verhältnisse.» Gütters Ansicht nach habe diese Form der aktiven Friedensarbeit nichts mit «Untätigkeit, feigem Heraushalten und naiver Tagträumerei» zu tun.

Mit Blick auf das Mahnmal bemerkte Gütter, die beiden Figuren, die Trauer und Hoffnung symbolisieren, könnten uns auf dem schweren Weg zum Frieden leiten: «Die Trauer erinnert uns an die vergangenen Schrecken und mahnt uns: nie wieder. Die Hoffnung gibt uns die Kraft, die Gegenwart mutig zu gestalten, trotz allem  für aktive Gewaltfreiheit, für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.» (01.09.2014)

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Ansprache von Ökumenedezernentin Gütter im Wortlaut:

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Gottesdienstmaterial, Wort der EKD und Schweigeminute
Gedenken an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren

Kassel/Hannover (medio). Im Sommer des Jahres 1914 taumelte Europa in den Abgrund des Ersten Weltkrieges. «In ganz Europa gehen die Lichter aus» – so drückte der britische Außenminister Sir Edward Grey am 03. August 1914 seine düstere Erwartung aus; und sie sollte sich bewahrheiten: Dieser Weltkrieg wurde der erste totale Krieg der Geschichte und sein Ausbruch jährt sich in diesen Tagen zum 100. Mal.

Mit den «Materialien für Gottesdienste, Andachten und Gedenkfeiern anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren» hat die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck eine Arbeitshilfe herausgegeben, mit der die Kirchengemeinden bei der Gestaltung von Gedenkveranstaltungen unterstützt werden sollen.

Leid, Zerstörung und Destabilisierung vor Ort aufspüren und bedenken

In seinem Geleitwort betonte Bischof Prof. Dr. Martin Hein: «Das Übermaß an Leid, Zerstörung und Destabilisierung, das er [der 1. Weltkrieg] gebracht hat, verdient es, konkret vor Ort aufgespürt und im Gottesdienst, im Unterricht und bei entsprechenden öffentlichen Veranstaltungen durch Gebet, Musik und Predigt gewürdigt und bedacht zu werden.» Hein räumte ein, dass die Kirchen den Auftrag und die Verpflichtung zum Frieden aus heutiger Sicht gerade zu Beginn des Ersten Weltkrieges «auf erschütternde Weise verfehlt» hätten: «Vieles, was in dieser Materialsammlung dazu zu lesen ist, lässt sich kaum ertragen und erfüllt uns mit Ratlosigkeit und Scham. Es ist eine große Herausforderung, eine Sprache und eine Form zu finden, dem allen gerecht zu werden.»

Von dem Gedanken «Nie wieder Krieg!» nicht ablassen

Angesichts der aktuellen kriegerischen Auseinandersetzungen betonte Hein, man dürfe von dem Gedanken «Nie wieder Krieg!» nicht ablassen. Für die Verfolgung dieses Ziels sei jedoch eine immense Kraftanstrengung erforderlich: «Ohne Gottes Hilfe, der uns ermutigt, den Frieden und die Versöhnung, den Kompromiss und die Toleranz zu suchen, können wir das nicht leisten. Darum ist das Gebet, gerade auch das öffentliche Gebet, ein wichtiger Beitrag der Kirche.»

EKD-Wort und europaweite Schweigeminute am 1. August

Im Gedenken an das millionenfache Leiden und Sterben im Ersten Weltkrieg ruft die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in einem Wort unter dem Titel «Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens» zu Gewaltlosigkeit auf und erinnert an die Aktualität der Friedensbotschaft des Evangeliums. «Gewalt bekommt in vielen Regionen ein dramatisches, neues Gesicht und kann sich neuer, erschreckender Technologien und Ideologien bedienen», heißt es in dem Papier.

Die EKD unterstützt den Vorschlag der europäischen Protestanten, mit einer Schweigeminute der Opfer des Ersten Weltkrieges zu gedenken. Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) empfiehlt für den Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges am 01. August, europaweit um 12 Uhr eine Schweigeminute einzulegen. In einigen Kirchengemeinden der Landeskirche wird bereits am kommenden Sonntag (3.8.) an den Kriegsausbruch erinnert, die überwiegende Mehrheit wird am Volkstrauertag (16.11.) diesem historischen Ereignis gedenken. (29.07.2014)

Download:

Die Handreichung der Landeskirche mit Materialien für Gottesdienste, Andachten und Gedenkfeiern finden Sie hier:

PDF-Dokument

Linktipp:

Das Wort «Richte unsere Füße auf den Weg des Friedens» des Rates der EKD zum 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges finden Sie unter:

ekd.de/(...)

EKD-Dossier:

Einen EKD-Themenschwerpunkt mit umfangreichem Hintergrundmaterial finden Sie hier:

ekd.de/(...)

Aktion «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt»
Konfirmanden backen Brote zugunsten von Hilfsprojekten

Mainz (epd). Über 2.000 Konfirmanden aus den evangelischen Landeskirchen in Hessen und Nassau (EKHN) und Kurhessen-Waldeck (EKKW) helfen in diesem Jahr zugunsten von Kindern aus Entwicklungsländern beim Brotbacken in Bäckereibetrieben aus. Der Erlös aus dem Brotverkauf soll Projekten in Kolumbien, Bangladesch und Ghana zugutekommen, teilte das kirchliche Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung in Mainz mit. Die Aktion «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt» war vor zwei Jahren in Kooperation mit der hessischen Bäckerinnung zum ersten Mal in Hessen und Teilen von Rheinland-Pfalz organisiert worden.

Wegen des großen Zuspruchs findet sie 2014 im Zeitraum von Oktober bis Dezember deutschlandweit in allen evangelischen Landeskirchen statt. Im Zusammenhang mit der Kampagne beschäftigen sich die Konfirmanden auch mit der Lebenssituation von Gleichaltrigen in Entwicklungsländern, Gerechtigkeitsfragen und der religiösen Bedeutung von Brot. Für das Kirchengebiet der EKHN gibt es am 28. September einen zentralen Eröffnungsgottesdienst in der Wiesbadener Marktkirche. (30.07.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Aktion unter:

5000-brote.de