«Kirchenasyl oft letzte Möglichkeit, wenn dramatische Abschiebung folgt»
Bischof Hein dankt Kirchengemeinden für ihr großes Engagement für Flüchtlinge

Kassel (medio). Bischof Dr. Martin Hein hat am Freitag in Kassel in einer persönlichen Erklärung den kurhessischen Gemeinden gedankt, die sich in vielfältigen Formen für die wachsende Zahl der Flüchtlinge einsetzten. Gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio» äußerte er: «Gastfreundschaft für notleidende Menschen und Sorge für den Fremden sind elementare christliche Tugenden.» Auch die evangelische Kirche nehme die Herausforderung an, vor die die deutsche Gesellschaft durch den wachsenden Strom der Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Welt gestellt sei. Sie engagiere sich mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln mit aller Kraft, so Hein weiter. Dies sei in den Kirchengemeinden vor Ort deutlich erlebbar und spürbar. Gerade in diesen Tagen, in denen es auf das Weihnachtsfest zugehe, bemühten sich zahlreiche kirchlich Engagierte, einladend und gastfreundlich auf Flüchtlingsfamilien zuzugehen.

In Bezug auf die Gewährung von Kirchenasyl betonte Hein, dieses sei «eine letzte Möglichkeit, Zeit zu gewinnen, wenn in dramatischen Einzelfällen die Abschiebung droht». Zum Schutz der Betroffenen sei es dabei erforderlich, diesem keinen großen öffentlichen Rahmen zu geben. Die Entscheidung für die Aufnahme in ein Kirchenasyl liege in den Händen der Kirchengemeinden. Die Erfahrung mit den bisherigen Fällen habe gezeigt, wie sorgfältig die Kirchenvorstände in jedem Einzelfall prüften, ob dieses letzte Instrument nach ihrem Ermessen notwendig und auch für die Gemeinde tragbar sei. Hein wies darauf hin, dass die Landeskirche gemeinsam mit der Diakonie Hessen für das Kirchenasyl ein geordnetes Verfahren entwickelt habe. Eine Handreichung sei herausgegeben worden und man habe eine Clearingstelle eingerichtet. Für das hohe Engagement und das besonnene Handeln der kurhessischen Kirchengemeinden in dieser Frage äußerte Hein seinen ausdrücklichen Dank.

Die Erklärung im Wortlaut:

«Der wachsende Strom der Flüchtlinge aus den Krisengebieten der Welt stellt unsere Gesellschaft vor eine enorme Herausforderung. Als evangelische Kirche nehmen wir diese Herausforderung an und engagieren uns mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln mit aller Kraft: Gastfreundschaft für notleidende Menschen und Sorge für den Fremden sind elementare christliche Tugenden.

Die Gewährung von Kirchenasyl ist dabei eine letzte Möglichkeit, Zeit zu gewinnen, wenn in dramatischen Einzelfällen die Abschiebung droht. Die Entscheidung dafür liegt in den Händen der Kirchengemeinden. Es ist unseres Erachtens zum Schutz der Betroffenen erforderlich, dass dies nicht in einem großen öffentlichen Rahmen geschieht. Für das Kirchenasyl haben wir ein geordnetes Verfahren entwickelt, eine Handreichung herausgegeben und eine Clearingstelle eingerichtet. Im Vordergrund steht der Schutz der Menschen, die in eine besondere Notlage geraten sind. Für das hohe Engagement unserer Kirchengemeinden in dieser Frage bin ich sehr dankbar!

Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck»

(13.12.2014)

Protestzug am 22. Dezember
Bündnis ruft zu Demonstration für weltoffenes Kassel auf

Kassel (epd). Zu einer Demonstration für ein weltoffenes Kassel hat das Kasseler Bündnis gegen Rechts aufgerufen. Mit der Veranstaltung am kommenden Montag, 22. Dezember, solle gezeigt werden, dass die Bewegung "Kasseler gegen die Islamisierung des Abendlandes" ("Kagida") in der nordhessischen Großstadt nichts zu suchen habe, heißt es in dem vom Deutschen Gewerkschaftsbund verantworteten Aufruf. Die bisher dreimal am Montagabend organisierten Kundgebungen der "Kagida"-Bewegung seien ein Versuch extremer Rechter, Ängste zu schüren und Fremdenfeindlichkeit zu verbreiten, erklärten die Veranstalter.

Zur Teilnahme an der Demonstration für ein weltoffenes Kassel ruft auch die evangelische Kirche auf. Da sich die Gruppierung für den Erhalt des christlichen Abendlandes einsetze, sei auch die Kirche angesprochen, sagte Martina Spohr vom Referat Wirtschaft, Arbeit und Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mit der Verwendung dieses Begriffes verfolge die "Kagida" aber fremdenfeindliche Zwecke, sagte Spohr.

Die Demonstration für ein weltoffenes Kassel startet am 22. Dezember um 16 Uhr am Halitplatz und wird von dort zum Scheidemannplatz ziehen, wo eine Abschlusskundgebung vorgesehen ist. Am Scheidemannplatz hatte an den vergangenen Montagen die "Kagida" jeweils um 18.30 Uhr ihre Protestzüge gestartet. Die Gruppierung hat für den 22. Dezember ebenfalls eine Demonstration angekündigt. (16.12.14)

Handwerk, Gewerkschaft und christliche Kirchen in Hessen
Erklärung zum Religionsunterricht an Berufsschulen unterzeichnet

Wiesbaden (medio).  Vertreter von Handwerk, Gewerkschaft und den beiden großen christlichen Kirchen in Hessen haben in Wiesbaden eine „Gemeinsame Erklärung zum Religionsunterricht an Berufsschulen“ unterzeichnet. Sie bekennen sich darin zu einem konfessionellen Religionsunterricht in ökumenischer Offenheit als wichtigem Bestandteil beruflicher Bildung. Damit setzten die Unterzeichner ein wichtiges Zeichen, um die Bedeutung des Religionsunterrichts an hessischen Berufsschulen hervorzuheben, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Als wesentliche Aspekte für einen zukunftsorientierten Religionsunterricht an hessischen Berufsschulen bezeichneten sie die „Förderung von personalen, sozialen und fachlichen Kompetenzen, die Stärkung der Entwicklung einer religionsmündigen Persönlichkeit, die Erschließung von sinnstiftenden Lebensmöglichkeiten und die Verbindung von religionsfachlicher und berufsfachlicher Bildung“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Katholischen Bistümer und die Evangelischen Kirchen in Hessen sehen gemeinsam mit dem hessischen Handwerk und dem DGB Hessen-Thüringen im Religionsunterricht an der Berufsschule eine notwendige und unverzichtbare Aufgabe. „Wer für den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen eintritt, trägt damit auch Sorge für das Recht der jungen Generation auf Anerkennung und eine sinnerfüllte Zukunft in der Gesellschaft“, so die Unterzeichner.

Sie unterstützten dabei einen Religionsunterricht an Berufsschulen, der durch die Vermittlung religionsfachlicher Kompetenzen auch personale, gesellschaftliche, soziale, ökologische und ökonomisch bedeutsame Schlüsselqualifikationen vermittelt, so die Pressestelle. Kirchen, Handwerk und Gewerkschaft würden deshalb dafür eintreten, alle Möglichkeiten zu nutzen, die eine vollständige Abdeckung des Religionsunterrichts an den Berufsschulen mit ausgebildetem Fachpersonal sicherstellen. Sie begrüßten Bestrebungen, mit gleichem Anspruch Religionsunterricht für andere anerkannte Religionsgemeinschaften einzurichten.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von Bischof Heinz-Josef Algermissen, Fulda; Bischof Martin Hein, Kassel; Weihbischof Manfred Grothe, Limburg; Kardinal Karl Lehmann, Mainz; Kirchenpräsident Volker Jung, Darmstadt; Erzbischof Hans-Josef Becker, Paderborn; Präses Rekowski, Düsseldorf; Geschäftsführender Vorstand Stefan Körzell, DGB Hessen-Thüringen; Präsident Bernd Ehinger und Geschäftsführer Harald Brandes,  Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Handwerkskammern. 

In Hessen besuchten im Schuljahr 2013/14 ca. 190.000 Schülerinnen und Schüler berufsbildende Schulen. Etwa 117.000 gehörten einer der beiden großen christlichen Kirchen an. Knapp die Hälfte von ihnen nahm am evangelischen oder katholischen Religionsunterricht teil und wurde dabei von ca. 630 Religionslehrkräften unterrichtet. (16.12.2014)

Aussendungsfeier in Fuldaer Christuskirche
Friedenslicht aus Bethlehem kommt nach Hessen

Fulda/Hanau/Kassel/Marburg (epd/medio). Auch in diesem Jahr hat im Bistum Fulda und im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wieder die Aktion «Friedenslicht aus Bethlehem» stattgefunden. Am Sonntag gab es dazu eine ökumenische Aussendungsfeier unter dem Motto «Friede sei mit dir – Shalom – Salam» in der evangelischen Christuskirche um 14 Uhr in Fulda, wie der Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) und die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) in Fulda mitteilten. Zelebriert wurde der Gottesdienst von DPSG-Kurat Dr. Martin Stanke und dem evangelischen Pfarrer der Christuskirche, Fried-Wilhelm Kohl. Danach haben Pfadfinder das aus Wien kommende Licht entlang der Bahnstrecken im Gebiet der beiden Kirchen weiter verteilt.

Friedenslicht-Andachten und Aussendungsfeiern in den Gemeinden

Nach der zentralen Aussendungsfeier in der Christuskirche wurde das Licht entlang der Bahnstrecken Fulda – Hanau, Fulda – Gießen, Fulda – Kassel, Kassel – Marburg, Kassel – Wolfhagen, Bebra – Witzenhausen und Fulda – Gersfeld wieder aus dem Zug heraus verteilt. In den kommenden Tagen wird das Friedenslicht dann in vielen evangelischen und katholischen Gemeinden von den Pfadfindern weiter verbreitet. Ziel sei es, dass das Licht an Heiligabend so viele Menschen wie möglich mit der Weihnachtsbotschaft vom Frieden unter den Menschen erreiche, so der VCP. Pfadfinder und Gemeindegruppen gestalteten dafür Friedenslicht-Andachten oder eigene Aussendungsfeiern und brächten das Licht zu Gläubigen anderer Religionen und zu Häusern mit Menschen, an die sonst niemand denke.


Stichwort «Friedenslicht aus Bethlehem»

Jedes Jahr wird eine Kerze von einem Kind in der Geburtsgrotte von Jesus Christus in Bethlehem entzündet und dann per Flugzeug nach Österreich gebracht. In Wien findet die zentrale Aussendungsfeier statt. Mit der Bahn bringen Delegationen von Pfadfindern das Friedenslicht über Nacht in deutsche Städte. Die Geschichte des Friedenslichts begann 1986 mit der Initiative «Licht aus Bethlehem» des Österreichischen Rundfunks. Seit 1989 wird es europaweit verbreitet.

Weitere Auskünfte zum Friedenslicht bei der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg, Diözesanverband Fulda, Paulustor 5, 36037 Fulda, Tel. 0661/87-392 oder -462, Fax: 0661/87-547, E-Mail: friedenslicht@dpsg-fulda.de. (15.12.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Friedenslicht finden Sie unter:

dpsg-fulda.de/(...)

Andventsempfang der Landeskirche
Bundestagspräsident Lammert: Europäer leben im Ausnahmezustand der Geschichte

Kassel (epd/medio). Die Europäer befinden sich nach Auffassung von Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert im Jahr 2014 in einem Ausnahmezustand der Geschichte, der sich allerdings nicht selbst konserviert. Um diesen Zustand zu erreichen, habe es 2.500 Jahre gebraucht, sagte Lammert in einer Rede zum Thema «1914 bis 2014: Europa und seine Verfassung» am Freitagabend (5.12.) auf dem Adventsempfang der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Die gegenwärtige Lage in Europa sei zwar nicht perfekt, aber besser, als sie jemals war.
Lammert bezeichnete die geschichtliche Entwicklung der vergangenen Jahre als beispiellos. «Der europäische Integrationsprozess ist die intelligenteste Antwort auf die Globalisierung», sagte er.

Das wichtigste Merkmal der unumkehrbaren Globalisierung sei der Verlust der Souveränität der Nationalstaaten. Europa habe dies begriffen und übertrage freiwillig Rechte an übergeordnete Instanzen. «Das ist welthistorisch gesehen ein beispielloser Vorgang», sagte Lammert.

Der Bundestagspräsident ging auch auf die gegenwärtige Krise in der Ukraine ein. Er erinnerte an das vor zehn Jahren geschlossene Budapester Abkommen zwischen Russland, der USA und Großbritannien, in dem unter anderem der Ukraine die Unverletzlichkeit ihrer Grenzen und die Achtung der Souveränität zugesichert worden war. «Das ist mit den jetzigen Ereignissen nicht zur Deckung zu bringen», sagte er. Hier werde deutlich, dass es keine Prinzipien gebe, die ein für allemal gesichert seien, wenn nicht dafür gesorgt werde, dass sie auch gesichert blieben.

Zuvor hatte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, darauf hingewiesen, dass 2014 ein europäisches Erinnerungsjahr gewesen sei. So habe die Kirche vor allen Dingen an den Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert.

Nach 1918 sei das Verhältnis zwischen Kirche und Staat neu geordnet worden, wies Hein auf eine bedeutende Entwicklung hin. Weitere Gedenkdaten seien zudem der Beginn des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren und der Fall der Mauer vor 25 Jahren gewesen.

Im Anschluss an den Vortrag von Norbert Lammert hatten die Gäste aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft im großen Saal im Haus der Kirch ein Bad-Wilhelmshöhe reichlich Gelegenheit, alte Freunde zu treffen, neue Kontakte zu knüpfen und sich in der vorweihnachtlichen Hektik eine kurze Auszeit zu nehmen. (06.12.2014)

Impressionen vom Adventsempfang 2014

(alle Fotos: medio.tv/Küster)

Fotostrecke zum Adventsempfang öffnen!

Fotostrecke zum Adventsempfang öffnen!

Impressionen:

Hier finden Sie weitere Impressionen vom Vortrag des Bundestagspräsidenten und den Gästen des Adventsempfangs:

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«Evangelische Jugend wirkt!»
Zweiter Wettbewerb für beispielhafte Jugendarbeit

Kassel (epd). Beispielhafte Projekte von Jugendlichen sind das Thema des Wettbewerbs «Evangelische Jugend wirkt!», den das Referat Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck für 2015 zum zweiten Mal ausgeschrieben hat. Eingereicht werden können so unterschiedliche Projekte wie Filme, Comics, Theaterstücke oder Ausstellungen, teilte die Landeskirche am Montag mit. Die ersten drei Preise sind mit insgesamt 2.750 Euro dotiert.

Teilnehmen an dem Wettbewerb können Gruppen von Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 27 Jahren, so die Landeskirche. Die Präsentation eines Projekts darf nicht länger als drei Minuten dauern. Zusätzlich wird es zudem einen mit 1.500 Euro dotierten thematischen Sonderpreis mit dem Titel «Herausforderung Spielfeld Europa» geben. Hier gehe es darum, sich mit den vielfältigen Auswirkungen, die Europa für den Alltag der Menschen bringt, auseinanderzusetzen.

Die Preisverleihung ist für den 9. Mai im Rahmen des Jugendempfangs der Landeskirche in der Kasseler Jugendkulturkirche «Cross» vorgesehen. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 15. Januar 2015. (12.12.2014)

Linktipp:

Das Angebot des Referats Kinder- und Jugendarbeit finden Sie im ekkw.de-Servicebereich:

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Zum Internationalen Tag des Ehrenamtes
Bischof Hein dankt allen ehrenamtlich Engagierten: «Ohne Sie wären wir nicht, was wir sind»

Kassel (medio). Bischof Martin Hein dankt in besonderer Weise allen Engagierten in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die ehrenamtlich tätig sind: «Ohne Sie wären wir nicht, was wir sind, und ohne sie werden wir auch künftig nicht sein können, was wir sein sollen: Kirche, mitten im Leben!» Ehrenamtliche geben der Kirche ein Gesicht und tragen die Kirche in die Welt, so der Bischof. Hein äußerte sich anlässlich des Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember, teilte sein Büro in Kassel mit.

Wir dokumentieren den Inhalt seines Dankeswortes im Wortlaut:

«Heute feiern wir den Tag des Ehrenamtes - und das aus gutem Grund: 42.000 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich in Kurhessen-Waldeck in unseren Kirchengemeinden! Eine beeindruckende Zahl! Dazu kommen noch viele Freiwillige in den diakonischen Arbeitsfeldern und im bürgerschaftlichen Bereich, in dem es vielfältige Berührungen mit der Arbeit der evangelischen Kirche gibt.

Menschen möchten ihren persönlichen Glauben ausdrücken, haben Freude an einer sinnvollen Tätigkeit, sind bereit, auf Anfrage oder von sich aus Verantwortung zu übernehmen, möchten die Gemeinde mitgestalten, wollen schlummernde Talente entdecken und ausbauen - es gibt viele gute Gründe, sich zu engagieren!

Auf diese Weise tragen Ehrenamtliche dazu bei, dass die Kirche ihren Auftrag erfüllen kann, das Evangelium unter die Leute zu bringen:

• Ehrenamtliche geben der Kirche ein Gesicht!
• Ehrenamtliche tragen die Kirche in die Welt und die Welt in die Kirche!
• Ehrenamtliche  erweitern den Horizont: Ihre Fähigkeiten, Erfahrungen und Kenntnisse öffnen neue Möglichkeiten!

Zugleich bietet das Ehrenamt auch Chancen:

• Engagement verbindet - es ist eingebunden in eine Gemeinschaft.
• Engagement inspiriert - es ermöglicht neue Erfahrungen und Begegnungen.
• Engagement trägt - es leistet einen Beitrag zu einer lebenswerten Gesellschaft.

Darum unterstützt und fördert unsere Kirche das ehrenamtliche Engagement auf vielfältige Weise und sucht neue Wege, Menschen zu gewinnen und zu begleiten: Wir lassen es uns etwas kosten, dass Menschen in der Kirche verbindlich mitmachen.

Zum Tag des Ehrenamtes danke ich allen, die im Ehrenamt und rund um das Ehrenamt tätig sind. Ohne Sie wären wir nicht, was wir sind, und ohne sie werden wir auch künftig nicht sein können, was wir sein sollen: Kirche, mitten im Leben!

Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck»

Stichwort «Engagementförderung» in der Landeskirche

Zur Förderung ehrenamtlichen Engagements betreibt die Landeskirche eigens die «Fachstelle Engagementförderung» mit Sitz im Landeskirchenamt in Kassel. Dort können sich Interessierte z.B. über das Ehrenamt informieren, eigene Talente und Potentiale entdecken oder Möglichkeiten zur Mitarbeit bei der Kirche ausfindig machen. Außerdem unterstützt die Fachstelle Hauptamtliche dabei, Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern und bietet Hilfestellung bei Fragen, wie z.B. zu Rechtsthemen oder dem Versicherungsschutz für Ehrenamtliche. (05.12.2014)

Linktipp:

Das Internetangebot der Fachstelle Engagementförderung finden Sie im ekkw.de-Servicebereich «engagiert!»

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«EU-Gespräch» an Marburger Philipps-Universität
Bischof Hein: Christliches Erbe in europäischen Diskurs einbringen

Marburg (medio). Bischof Prof. Dr. Martin Hein hat bei den Marburger EU-Gesprächen auf die besondere Bedeutung des Christentum für Europa hingewiesen: «Die Vision eines geeinten Europas auf der Basis der Menschenrechte hat einen christlichen Ursprung», betonte Hein bei der Veranstaltung mit dem Titel «Der Wert Europas - Die europäische Idee zwischen Idealismus und praktischer Politik» am 3. Dezember 2015 in der alten Aula der Marburger Philipps-Universität, bei der es um die Zukunft der Europäischen Union und deren Werte ging. Veranstalter waren das Hessische Finanzministerium und die Universität, teilte die Behörde mit.

Auch wenn die moderne europäische Identität nicht mehr vom Christentum bestimmt sei, so Bischof Hein, sei es doch Aufgabe der Kirchen, das christliche Erbe als eine lebendige Gestaltungskraft geltend zu machen und in den europäischen Diskurs einzubringen. Dies gelte z.B. in Fragen des sozialen Ausgleichs. Hein mahnte eine Veränderung der europäischen Haltung gegenüber Menschen auf der Flucht an und forderte dazu auf, mehr Flüchtlinge aufzunehmen, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter im Sprengel Marburg und Waldeck.

Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer machte die Notwendigkeit eines intensiven öffentlichen Diskurses deutlich: «Wenn wir darüber sprechen, was genau Europa ausmacht oder zukünftig ausmachen soll, dann geht es immer auch um die Werte, die ein jeder von uns in diese große Gemeinschaft miteinbringt. » Schäfer zeigte sich deshalb besonders erfreut über die Veranstaltung: «Wir brauchen dringend mehr öffentlichen Dialog darüber, wie wir Europa in Zukunft bauen wollen», so der Finanzminister.

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause betonte, dass die Uni Marburg mit Lehrenden und Studierenden aus der ganzen Welt längst im internationalen Kontext stehe. Deshalb maß Krause der Universität als Austragungsort der Diskussion über Europa und ihre Werte eine herausgehobene Bedeutung zu, weil hier besonders junge Menschen in Kontakt stünden: «Sie müssen entscheiden, in welchem Europa sie zukünftig leben möchten», so Krause. (11.12.2014)

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Lesen Sie hier den Vortrag von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Feiertagsservice
Mit ekkw.de den richtigen Festtagsgottesdienst finden

Kassel (medio). An welchem Ort in Kurhessen-Waldeck Sie zu den Festtagen auch sein werden, mit dem ekkw.de-Feiertags-Service können Sie erfahren, wann und wo an den Feiertagen von Heiligabend bis zum neuen Jahr Gottesdienste und Veranstaltungen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck angeboten werden.  Klicken Sie einfach hier und schon erhalten Sie eine Liste vieler außergewöhnlicher Veranstaltungen und Gottesdienste.

Wenn Sie selbst Gottesdienste anbieten, können Sie einfach Ihre Veranstaltung in das Terminformular auf ekkw.de eingeben und Ihren Termin am Ende des Formulars der entsprechenden Feiertagsrubrik zu ordnen.  Die Veranstaltungen werden an den Festtagen auch direkt auf der Homepage der Landeskirche angezeigt. Wer bundesweit nach Veranstaltungen zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag (6.1.) suchen möchte, der ist bei weihnachtsgottesdienste.de richtig. Auch diese Plattform bietet Ihnen die Möglichkeit, eigene Gottesdiensttermine zu veröffentlichen. (10.12.2014)

Linktipp:

ekkw.de-Feiertagsservice für Gottesdienste in Kurhessen-Waldeck:

Zum Feiertagsservice…

Linktipp:

Die bundesweite Plattform erreichen Sie unter:

weihnachtsgottesdienste.de

Dank an Gemeinden und Forderung an Bundesregierung
Bischof Algermissen und Bischof Hein rufen zur Unterstützung von Flüchtlingen auf

Kassel/Fulda (medio). In einem gemeinsamen Brief haben der katholische Bischof von Fulda, Heinz Josef Algermissen, und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Prof. Dr. Martin Hein, ihre tiefe Sorge über das Schicksal der Menschen aus Syrien und dem Irak zum Ausdruck gebracht. Deren Schicksal «fordere uns eindringlich auf, für sie solidarisch einzutreten und ihnen zu helfen, wo immer wir können», so die Bischöfe. Der Brief, der unter dem Leitwort «denn sie hatten kein Raum in der Herberge…» aus dem Lukasevangelium steht (Lukas 2,7b), richte sich an die Gemeinden beider Kirchen sowie an die politischen Entscheidungsträger im Bund und Land, teilte Pfarrerin Petra Schwermann, Pressesprecherin der EKKW mit.

Hein und Algermissen betonten, dass es für Christen zu den elementaren Aufgaben gehöre, für verfolgte und gefährdete Menschen einzutreten. Der Auftrag Gottes, Fremde zu schützen und aufzunehmen, sei in zahlreichen Bibelstellen formuliert. Beide zeigten sich beeindruckt und dankbar, wie viele Gemeindeglieder und Mitarbeiter in Caritas und Diakonie sich für Flüchtlinge einsetzten, sie willkommen heißen und ihnen ganz konkret helfen würden, heißt es in der Pressemitteilung.

Ausdrücklicher Dank an Gemeinden, die Kirchenasyl gewähren

Der ausdrückliche Dank der Bischöfe gelte den Gemeinden, die als letztes Mittel einigen Flüchtlingen Kirchenasyl gewährten, um zeitlichen Aufschub für die rechtlichen Möglichkeiten zur Anerkennung als Flüchtling zu ermöglichen, so Schwermann. Hein und Algermissen appellieren an die Kirchengemeinden, «in ihrem Gebet wie auch in der tätigen Nächstenliebe für die Flüchtlinge nicht nachzulassen». Konkret bitten Sie: «Betet für die Menschen», «Spendet für die Hilfsorganisationen», «Nehmt die Flüchtlinge bei Euch gastfreundlich auf», «Steht ihnen bei, wo immer ihr könnt».

Forderung: Flüchtlingskontingente aus den Kriegsgebieten erhöhen

An die Bundesregierung gerichtet, bitten die beiden Bischöfe, die Aufnahmekontingente für Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten in Syrien und im Irak deutlich zu erhöhen: «Wir leben in einem wohlhabenden Land, das in der Lage wäre, weit mehr Flüchtlinge aufzunehmen, als es bisher tut.» Allerdings sei bei dieser Aufgabe nicht nur die Regierung gefordert, sondern «jeder Mitbürger und jede Mitbürgerin», so Hein und Algermissen. Zum Schluss ihres Schreibens rufen Hein und Algermissen alle Christinnen und Christen dazu auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und sich von dem urchristlichen Gebot leiten zu lassen, den Fremden zu schützen und aufzunehmen: «Helfen Sie mit, dass alle, die noch eine Bleibe suchen, 'Raum in der Herberge' finden!» (04.12.2014)

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Hier können Sie den gemeinsamen Brief im Wortlaut lesen:

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Bischof Hein gratuliert Erzbischof der estnischen Partnerkirche
Urmas Viilma neuer Erzbischof der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche

Kassel/Tallin (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Prof. Dr. Martin Hein, hat dem neuen Erzbischof der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche, Urmas Viilma, zu seiner Wahl gratuliert. Hein wünscht in einem Schreiben Erzbischof Viilma Gottes Segen für sein neues Amt, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Die Amtseinführung, an der auch Bischof Hein teilnehmen wird, ist den Angaben zufolge für den 2. Februar 2015 vorgesehen.

Mit Blick auf die schwierige politische Situation im Osten Europas habe Hein in seinem Schreiben den Willen der Landeskirche, den Kontakt mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche «intensiv zu halten oder sogar noch auszubauen» bekräftigt, heißt es weiter. «Dazu möchte ich Sie ausdrücklich einladen und von meiner Seite versprechen, dass auch von unserer Seite die Partnerschaft auch weiterhin nicht nur gepflegt wird, sondern Herzenssache ist», so der Bischof.

Urmas Viilma war von den 57 Delegierten der Kirchenversammlung der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche als Amtsnachfolger des scheidenden Erzbischofs Andres Pöder gewählt worden. Bislang war der 41jährige als Kanzler des Konsistoriums für die Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten der Landeskirche zuständig gewesen. Gleichzeitig war er als Pfarrer der Domgemeinde in Tallin tätig.

Stichwort: Partnerschaft mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche

Seit Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts besteht eine lebendige Partnerschaft zwischen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Diese umfasst neben dem regelmäßigen Austausch der Kirchenleitungen, besiegelt durch einen 2001 geschlossenen Partnerschaftsvertrag auch partnerschaftliche Kontakte zu vier Kirchenkreise der EKKW. Zudem gibt es im Bereich des Gemeindeaufbaus und der HIV/Aids-Prävention Projekte, die gemeinsam entwickelt wurden und seitdem von Seiten der EKKW maßgeblich unterstützt werden. (03.12.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Partnerschaft mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche finden Sie hier auf ekkw.de:

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«Ich sehe was, was Du nicht siehst»
Landeskirche und Diakonie Hessen geben Handlungsleitfaden zur Inklusion heraus

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Diakonie Hessen haben unter dem Titel «Ich sehe was, was Du nicht siehst» einen Handlungsleitfaden zum Thema Inklusion herausgebracht. Das Arbeitsbuch richtet sich an Kirchengemeinden, Einrichtungen der Kirche und Diakonie sowie an alle Interessierte, die sich mit dem Thema ausführlicher beschäftigen wollen, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Der Leitfaden wurde im Auftrag der Landessynode der EKKW von einer Arbeitsgruppe mit Mitgliedern aus Kirche und Diakonie unter der Leitung von Landeskirchenrat Horst Rühl, Diakoniedezernent und Theologischer Vorstand der Diakonie Hessen entwickelt und in den Gemeinden und Einrichtungen verbreitet, heißt es weiter. «Inklusion greift viel weiter als die reine Absichtserklärung, behinderte Menschen stärker als bisher an der Gestaltung der Gesellschaft teilhaben zu lassen», erläuterte Rühl bei der Vorstellung der Broschüre. Inklusion sei dabei entsprechend einer Synodalerklärung, die dem Leitfaden beiliege, «das Ziel in der Ferne, das alle Menschen guten Willens dazu ermutigt, konkrete Schritte auf dieses Ziel zuzugehen», so der Landeskirchenrat.

In der Broschüre werde durchgehend von behinderten Menschen gesprochen und diese Formulierung sei ganz bewusst gewählt worden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Nach Auffassung der Autoren würden Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen daran «ge- und behindert», am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Der vorliegende Handlungsleitfaden will deshalb zur Weiterentwicklung der Situation vor Ort anregen. Interessierte bekommen die Broschüre im Haus der Kirche in Kassel. Ansprechpartnerin ist Betina Ludwiczak: Betina.ludwiczak@ekkw.de oder Telefon 0561/9378 302. (03.12.2014)

56. Spendenaktion unter dem Motto «Satt ist nicht genug»
Hessische Evangelische Landeskirchen eröffneten gemeinsam Aktion «Brot für die Welt»

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) haben am Sonntag erstmals gemeinsam die 56. Aktion Brot für die Welt in der Christuskirche in Kassel-Wilhelmshöhe eröffnet. In seiner Predigt im Familiengottesdienst zum Thema der Aktion «Satt ist nicht genug» sagte Bischof Prof. Dr. Martin Hein: «Satt ist nicht genug. Aber satt ist schon viel», heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle der Landeskirche.

Bischof Hein erinnerte daran, dass noch immer Millionen Menschen auf der Erde hungern, heißt es weiter. Gleichzeitig erlebe man, wie in Deutschland achtlos mit Lebensmitteln umgegangen werde. So sei auf der Welt genug für alle da, um satt zu werden: «Aber wir wollen das nicht! Denn das würde voraussetzen, dass wir bei uns anfangen und uns für Gerechtigkeit einsetzen – und für einen gerechten Frieden.», so Hein. Hunger sei nicht zu allererst das Ergebnis von Dürrekatastrophen, sondern von Kriegen. «Wo Kriege herrschen, da herrscht Hunger! Da herrscht die Ungerechtigkeit! Da herrscht der Tod!», sagte der Bischof.

Mit Blick auf den Predigttext (Johannes 10,10) betonte Hein, dass Jesus den Menschen das Leben in seiner ganzen Fülle schenke wolle. Dies meine nicht nur Frieden und Versöhnung mit Gott, sondern auch die konkreten Lebensumstände. So gelte für Christen: «Wer sein Denken und Tun vom Geist Jesu bestimmen lässt, kann also gar nicht anders, als dafür einzutreten, dass seine Verheißung bei allen Menschen Wirklichkeit wird: Leben in aller Fülle – nicht nur bei uns», so Hein.

Hein: «Satt ist schon viel – aber das Leben in seiner ganzen Fülle umfasst mehr»

Dass das Leben in seiner ganzen Fülle mehr als «satt sein» beinhalte, verdeutlichte Hein an drei aktuellen Schlaglichtern: dem Wunsch nach Frieden angesichts der Brutalität der Kriege im Vorderen Orient und in Afrika, der mangelnden Gesundheitsversorgung angesichts der Ebola-Epidemie in Westafrika und der wachsenden Schere zwischen arm und reich in Deutschland. Hein schloss seine Predigt mit der Hoffnung, Jesu Worte könnten Wirklichkeit werden. Für alle sei genug da – genug zum Leben in seiner ganzen Fülle: «Wir müssen es nur wollen und in seinem Geist handeln.» Deshalb gebe es seit mehr als einem halben Jahrhundert in der evangelischen Kirche die Aktion «Brot für die Welt». Sie gebe die Möglichkeit, solidarisch zu werden mit denen, die weniger zum Leben haben. Wer damit Ernst mache, erfahre: «Wer teilt, wird nicht ärmer. Es ist genug da – auch für uns selbst!»

Hintergrund: «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt»

Besonderer Höhepunkt im Gottesdienst am Sonntag war der Abschluss der Aktion der beiden Landeskirchen: «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt». Dieter Lomb aus der Fachgruppe Handwerk des Referats Wirtschaft, Arbeit, Soziales der Landeskirche und Konfirmanden der Christuskirche haben über Ihre Erfahrungen berichtet. Zwischen Erntedank und dem 1. Advent haben Konfirmanden zusammen mit örtlichen Bäckereien Brot gebacken, das dann anschließend zugunsten von Kinder- und Jugendprojekten von Brot für die Welt verkauft wurde. Die von EKKW und EKHN vor zwei Jahren initiierte Aktion erbrachte damals in beiden Landeskirchen rund 72.000 Euro und wird mittlerweile EKD-weit durchgeführt. (01.12.2014)

Download:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

PDF-Dokument

Linktipp:

Mehr Informationen über Brot für die Welt finden Sie im Internet unter:

brot-fuer-die-welt.de

Linktipp:

Mehr Informationen zur Aktion 5.000 Brote erhalten Sie unter:

5000-brote.de

Herbsttagung vom 24. bis 26. November 2014
Landessynode richtet Friedensappell an die Gemeinden

Morschen (medio). Angesichts der weiterhin bedrohlichen Lage in Syrien und im Nordirak hat die Landessynode einen Aufruf an die Gemeinden und Einrichtungen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck verfasst. Diese werden darin aufgefordert, ihre Anstrengungen im Bereich der Friedenserziehung und der Einübung in die Methoden der gewaltfreien Konfliktbearbeitung zu verstärken. Die Gemeinden und Einrichtungen sollen sich an dem vom Ökumenischen Rat der Kirchen ausgerufenen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens beteiligen, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Die Synode regt weiter dazu an, regelmäßige Friedensgebete durchzuführen und bittet darum, in der Fürbitte für die Menschen im Irak und in Syrien und im Einsatz für humanitäre Hilfe in Syrien nicht nachzulassen. Zudem wird auf den Unterstützungsbedarf der Syrienhilfe der Landeskirche und der Diakonie Katastrophenhilfe hingewiesen. In den Gemeinden selbst wird weiterhin zu Gastfreundlichkeit gegenüber den Flüchtlingen vor Ort aufgerufen.

Die Synode erklärt, dass sie seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien vor vier Jahren mit großer Sorge und Anteilnahme das Ausmaß von Gewalt und Terror sowie die sich zuspitzende humanitäre Lage und die Verletzung der Religionsfreiheit in Syrien verfolge. Mit Gebetsaufrufen, Hilfstransporten und Spenden für humanitäre Maßnahmen der Diakoniekatastrophenhilfe setzt sich die Landeskirche seitdem für die Opfer des Bürgerkrieges ein, heißt es weiter.

In ihrer Synodalerklärung schließt sich die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck dem Beschluss der EKD Synode vom 12.11.2014 in Dresden zur Lage im Nordirak und in Syrien an. Den Wortlaut der Erklärung finden Sie rechts im Download. (01.12.2014)

Herbsttagung der Landessynode

Zu den Schwerpunkten der 10. Tagung der 12. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 24. bis 26. November 2014 im Kloster Haydau in Morschen gehörten er Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein, der Finanzbericht von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel und der Diakoniebericht von Landeskirchenrat Horst Rühl.

Informieren Sie sich hier über die Tagung:

Im Wortlaut:

Erklärung der Landessynode vom 26. November 2014 zur Lage in Syrien und im Nordirak:

PDF-Dokument

Herbsttagung:

Meldungen, Wortlautberichte, Fotos und alle Beschlüsse finden Sie auf unseren Sonderseiten zur Herbsttagung der Landessynode:

ekkw.de/synode

24 Türchen für den guten Zweck
Adventskalender der Ausbildungshilfe fördert die Bildung armer Menschen

Kassel (medio). Dieses Jahr bietet der Verein «AUSBILDUNGSHILFE - Christian Education Fund e.V.» wieder einen eigenen Adventskalender an. Der Kalender zeigt das Bild einer Krippe und hinter den 24 Türchen befinden sich diesmal Abbildungen von Krippenfiguren aus vielen Ländern, die dazu einladen wollen, die Weihnachtsgeschichte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, so Pfarrer Eberhard Will, Geschäftsführer der Ausbildungshilfe. Die Botschaft der Engel an die ganze Welt laute «Euch ist heute der Heiland geboren...». Doch die Adventszeit mit ihren Tagen bis zum Heiligen Abend mit der Geburt des Jesus-Kindes werde in der ganzen Welt ganz unterschiedlich gestaltet, so Will.

Mit den Spendeneinnahmen durch den Verkauf des Kalenders unterstützt die Ausbildungshilfe Menschen aus armen Verhältnissen in Afrika, Asien und Lateinamerika in der Schulbildung, im Beruf und Studium. Die Stipendien werden ausschließlich durch freiwillige Spenden und Kollekten, durch Benefizaktionen und Veranstaltungen in den Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finanziert.

Der Kalender ist erhältlich für 3 Euro pro Stück  am Empfang im Haus der Kirche in Kassel (bei mehr als 10 Stück 2,50 Euro). Telefonische Bestellung bei Jutta Finis, Tel.: (0561) 9378-380 oder per E-Mail an jutta.finis@ekkw.de. (28.11.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

ausbildungshilfe.de

«Ein guter Satz aus der Bibel für jeden Tag in der Adventszeit»
Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck bietet wieder SMS-Adventskalender an

Homberg/Efze (medio). Auch in diesem Jahr bietet die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck wieder einen »Elektronischen Adventskalender» für das Handy an. Unter dem Motto «Einen guten Satz aus der Bibel für jeden Tag in der Adventszeit»  können Interessenten ab den ersten Advent bis einschließlich Weihnachten jeden Morgen um 9 Uhr eine SMS auf Ihr Handy bekommen, teilte die Bibelgesellschaft mit.

Das Angebot des elektronischen Adventskalenders werde jedes Jahr von rund 1.000 Menschen genutzt, sei werbefrei und kostenlos, heißt es in einer Mitteilung. Für den SMS-Adventskalender kann sich unter www.bibel-aufs-handy.de oder im Sekretariat der Bibelgesellschaft unter Tel.: (05681) 9394994 (nur mittwochs und freitags von 9.30 bis 13.30 Uhr) angemeldet werden. (21.11.2014)

Linktipp:

Hier bekommen Sie den kostenlosen Adventskalender für das Handy:

www.bibel-aufs-handy.de

Mit Plakaten, im Internet und auf Facebook
«Da kommt noch was.» - Kampagne rückt Buß- und Bettag in den Mittelpunkt

Kassel (medio). Mit der Themenkampagne «Da kommt noch was.» rückte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck den Buß- und Bettag (19. November) in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Mit Plakaten, Anzeigen, Internetauftritten und weiteren Materialien hat die Landeskirche Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema gegeben und auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam gemacht.


Bischof Hein chattete einen Tag vor dem Buß- und Bettag

Im Internet-Chat stand der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Bischof Hein, schon einen Tag vor dem Buß- und Bettag zum Thema «Da kommt noch was.» Rede und Antwort. Bereits zu Beginn thematisierten die Chatterinnen und Chatter ihre Ratlosigkeit über die Lage in den Krisenregionen der Welt, wie z.B. in Israel, der Ukraine oder durch die Bedrohung des «Islamischen Staats». «Befindet sich die Menschheit allgemein in einer Sackgasse? Und was hilft da raus? Ich habe da noch keine Antwort gefunden», schrieb «Franz» - einer von über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Hein und Chatter: Gebet und Glaube können in Sackgassen Hoffnung geben

Im Verlauf des einstündigen Bischofchats berichteten die Chatter von ganz persönlichen Situationen, die sie meistern mussten. So erzählte z.B. «Anni» von der schweren Krankheit ihrer Schwester, die keine Aussicht auf Genesung hatte: «Für mich war die Vorstellung auch das Ende meines Lebens.» Doch die Chatter und Bischof Hein waren sich einig, dass Gebet und Glaube trösten und Hoffnung geben können. «Ich glaube, dass Gott trotz allem seine Hand unter oder über uns hält», so der Bischof im Chatroom.

Auf die Frage, in welcher Sackgasse der Bischof selbst schon einmal steckte, erzählte Hein von seinem abgebrochenen Jurastudium: «Nach fünf Semestern hab ich gemerkt, das ist nicht das richtige für mich.» Die Entscheidung sei für ihn damals hart gewesen, doch er habe sie nicht bereut. «Ich habe erlebt, dass ich gut aus meiner Sackgasse raus bin ... das hat mir Mut gegeben», schrieb Bischof Hein.

Unterschiedliche Vorstellungen zum Leben nach dem Tod

Bei der Vorstellung, was nach dem Tod kommt, gingen die Meinungen der Chatterinnen und Chatter weit auseinander. So glaubt «Sylvia», dass es ein Leben bei Gott geben wird, «Franz» zeigte sich davon überzeugt, dass sich der Mensch aufgrund seines beschränkten Verstandes sowieso kein Bild davon machen kann und Fränzi forderte: «Keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern die Motivation zum fröhlichen Hiersein.» Bischof Hein zeigte sich im Chat fest davon überzeugt, dass nach dem Tod noch etwas kommt. Der Glaube habe elementar damit zu tun, dass Christus auferweckt worden ist. «Ohne ihn hätte ich keine Hoffnung, dass nach dem Tod noch was kommt», so Hein.

Debatte um assistierten Suizid - Hein: «Es gibt ein Leben vor dem Tod - selbst in aussichtslosen Fällen»

Gegen Ende des Chats debattierten die Chatter darüber, ob man über sein Lebensende selbst bestimmen kann. Der Bischof stellte dazu fest: «Selbsttötung ist ein letzter Akt der Freiheit des Menschen. Er ist möglich, aber nicht von Gott gewollt.» Die Chatterinnen und Chatter wägten in ihren Beiträgen ein Für und Wider der aktuell diskutierten assistierten Selbsttötung ab. Bischof Hein sprach sich dafür aus, dass Ärzte helfen und begleiten sollen. «Es gibt ein Leben vor dem Tod - selbst in aussichtslosen Fällen.»

Der Bischofchat endete um 21 Uhr mit dem schon fast traditionellen Chat-Segen und einem Wunsch des Bischofs für die Chatter: «Ich wünsche mir, dass ihr - wenn ihr mal in Sackgassen steckt - ein Licht seht, das euch herausführt oder das euch weiterführt ... über die Grenze hinaus», so Hein.

Internetseite busstag.de und Facebook

Der Buß- und Bettag lade ein zu Besinnung und Neuanfang, zu Kritik und Selbstkritik - das konnte auch auf der Internetseite zur Kampagne unter der Adresse www.busstag.de geschehen, erklärte der Internetbeauftragte der EKKW, Pfarrer Christian Fischer. Auf den Seiten wurde dazu eingeladen zu beten und Gebete anderer zu teilen. Weitere Angebote waren eine bundesweite Termindatenbank für Buß- und Bettagsgottesdienste und eine umfangreiche Material-Rubrik mit einem Gottesdienstentwurf und weitere thematische Impulse.

Neben busstag.de hatten Nutzerinnen und Nutzer des sozialen Netzwerks «Facebook» unter der Adresse www.facebook.de/busstag die Möglichkeit, die Themenkampagne der Landeskirche durch eigene Beiträge selbst weiterzuentwickeln. Mehrfach pro Woche wurden dort von der Redaktion Impulse veröffentlicht.

Themenkampagnen zum Buß- und Bettag seit 1996

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck bewirbt mit ungewöhnlichen Ideen bereits seit 1996 den Buß- und Bettag und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Sie will mit den Kampagnen auch Menschen ansprechen, die sich sonst keine Gedanken zum Buß- und Bettag machen. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern an den Aktionen. Entwickelt und durchgeführt wurde die Kampagne zusammen mit der Agentur orange-cube und der landeskirchlichen Medienagentur medio GmbH. (21.11.2013)

Download:

Hier finden Sie die Kanzelabkündigung von Bischof Martin Hein, die in den Gottesdiensten am Buß- und Bettag verlesen wird:

PDF-Dokument

Internetradio:

Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema von medio-Reporter Torsten Scheuermann:

Anhören...

Linktipp:

Hier finden Sie den Internetauftritt zum Buß- und Bettag 2014:

busstag.de

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