Dezernent für theologische Ausbildung in Ruhestand verabschiedet

Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Oberlandeskirchenrat Dr. Frithard Scholz, Pfarrerin Astrid Thies-Lomb (Christuskirche), Pfarrer Reinhard Brand (Landeskirchenamt) und Prädikant Günther Dreisbach (Landeskirchenamt) vor der Kasseler Christuskirche. (Foto: medio.tv/Simmen)
Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Oberlandeskirchenrat Dr. Frithard Scholz, Pfarrerin Astrid Thies-Lomb (Christuskirche), Pfarrer Reinhard Brand (Landeskirchenamt) und Prädikant Günther Dreisbach (Landeskirchenamt) vor der Kasseler Christuskirche. (Foto: medio.tv/Simmen)

Kassel (medio). Oberlandeskirchenrat Dr. Frithard Scholz (63), Dezernent für die Theologische Ausbildung, für Gemeindedienste, für Gottesdienstordnung und -praxis sowie Kirchenmusik im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, ist am Dienstag (31.8.) in einem Gottesdienst in der Christuskirche in Kassel aus dem aktiven Dienst verabschiedet worden.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, würdigte die Vielfalt der Aufgaben, denen sich Scholz in seiner Berufsbiographie gewidmet und mit großer Akribie und Treue erledigt habe. Wie die Pressestelle der Landeskirche mitteilte, erwähnte Hein in diesem Zusammenhang vor allem die Frage der theologischen Ausbildung, der Bedeutung von Theologie und ihrer Verankerung im akademischen Denken. Diese Thematik habe nicht zuletzt während der Dienstzeit Scholz als Direktor des Evangelischen Predigerseminars Hofgeismar im Mittelpunkt gestanden, aber auch bei der Gründung des Hans-von-Soden-Instituts und der Einrichtung des Masterstudiengangs Evangelische Theologie gemeinsam mit der Philipps-Universität Marburg.

Zur Person:

Oberlandeskirchenrat Dr. Frithard Scholz (Foto: medio.tv/Schauderna)
Oberlandeskirchenrat Dr. Frithard Scholz (Foto: medio.tv/Schauderna)

Dr. Frithard Scholz wurde 1947 in Siegen geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1966 begann er als Stipendiat des Evangelischen Studienwerkes Villigst das Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen, das er an den Universitäten in Zürich, Heidelberg und Münster fortsetzte. Sein Vikariat absolvierte er in zwei Etappen: von 1972 bis 1973 war er als Studieninspektor am Hamannsstift in Münster (Sondervikariat) und von 1978 bis 1979 als Gemeindevikar in Heidelberg tätig. In der Zeit dazwischen widmete er sich seiner Dissertationsarbeit zum Thema: «Freiheit als Indifferenz. Alteuropäische Probleme mit der Systemtheorie Niklas Luhmanns.» Er wurde in Heidelberg promoviert.

1979 legte er seine Zweite Theologische Prüfung in Bielefeld ab und wurde im gleichen Jahr in Veckerhagen (Kirchenkreis Hofgeismar) ordiniert. Von 1979 bis 1984 war er Gemeindepfarrer in Vaake (Kirchenkreis Hofgeismar). Von 1984 bis 1989 arbeitete er als persönlicher Referent von Bischof Dr. Hans-Gernot Jung im Landeskirchenamt. 1989 wurde er zum Direktor des Evangelischen Predigerseminars in Hofgeismar berufen. 1998 wechselte er wieder in den Gemeindepfarrdienst und versorgte die Pfarrstelle Niedervellmar (damals Kirchenkreis Kassel-Land) zunächst bis Mitte 2000 mit Pfarrer Wolfgang Adam, ab Mitte 2000 gemeinsam mit seiner Ehefrau Christiane Berthold-Scholz. 2003 wurde er durch den Rat der Landeskirche zum Dezernenten für die theologische Ausbildung, Gottesdienste und Kirchenmusik im Landeskirchenamt berufen. Diesen Dienst trat er zum 1. Mai 2003 an und übte ihn bis zu seiner Verabschiedung am heutigen Tage aus.

Über seinen hauptamtlichen Dienst hinaus engagierte sich Scholz in zahlreichen kirchlichen Gremien und Ausschüssen. Fast 25 Jahre gehörte er der Theologischen Kammer der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck an. Weiterhin gehörte er zeitweilig folgenden Ausschüssen an: Rat der Landeskirche, Ausschuss für Personalentwicklungsfragen, Beratungsausschuss zur Anstellung von Hilfspfarrern und dem Seelsorgeausschuss. Dr. Frithard Scholz ist seit 1979 mit Pfarrerin Christiane Berthold-Scholz verheiratet; das Ehepaar hat zwei erwachsene Kinder. (31.08.2010)

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Lesen Sie hier die Ansprache von Bischof Hein im Wortlaut:

Sabine Kropf-Brandau als Pröpstin des Sprengels Hersfeld eingeführt

Sabine Kropf-Brandau während ihrer Antritts-Predigt als Pröpstin des Sprengels Hersfeld. (Foto: medio.tv/Ewald)
Sabine Kropf-Brandau während ihrer Antritts-Predigt als Pröpstin des Sprengels Hersfeld. (Foto: medio.tv/Ewald)

Bad Hersfeld (medio). In einem festlichen Gottesdienst in der Bad Hersfelder Stadtkirche ist am Sonntag (29.8.) Sabine Kropf-Brandau als Pröpstin des Sprengels Hersfeld vom Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, eingeführt worden. Die 46jährige, die bisher Gemeindepfarrerin in Obervellmar war, ist damit Amtsnachfolgerin von Marita Natt, die zum 1. Juli 2010 ihr neues Amt als Prälatin (Theologische Stellvertreterin des Bischofs) der Landeskirche angetreten hat. Wie die Pressetselle der Landeskirche mitteilte, assistierten Bischof Hein bei der Einführung Dekan Ulrich Brill (Bad Hersfeld) und die Direktorin des Kasseler Arbeitsgerichts, Angela Merz-Gintschel (Guxhagen), die Mitglied der Landessynode ist.

In seiner Einführungsansprache sagte Bischof Hein in Aufnahme des Konfirmationsspruchs der neuen Pröpstin «Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein» (1. Mose Kapitel 12, Vers 2): «Der Segen, den Gott uns schenkt, bringt zum Ausdruck, dass wir es nicht allein sind, die das Leben meistern und in den Händen halten. Segen, sagt Luther, ist «Mehrung» – ist mehr, als wir selbst können oder uns zuschreiben. Wer Gottes Segen mitten in all den Fragen des persönlichen, kirchlichen und öffentlichen Lebens erfährt, kann gar nicht anders, als anderen davon weiter zu geben: Denn Gottes Segen, so ist die Erfahrung des Glaubens, geht ungezwungen durch uns hindurch. Was uns gilt, kommt stets auch anderen zugute.»

Feierlicher Einzug in die voll besetzte Bad Hersfelder Stadtkirche. (Foto: medio.tv/Apel)
Feierlicher Einzug in die voll besetzte Bad Hersfelder Stadtkirche. (Foto: medio.tv/Apel)
v.l.: Dekan Ulrich Brill, Pröpstin Sabine Kropf-Brandau und Bischof Martin Hein. (medio.tv/Apel)
v.l.: Dekan Ulrich Brill, Pröpstin Sabine Kropf-Brandau und Bischof Martin Hein. (medio.tv/Apel)
Viele Gäste und Bad Hersfelder Christen waren zum Einführungsgottesdienst gekommen. (medio.tv/Ewald)
Viele Gäste und Bad Hersfelder Christen waren zum Einführungsgottesdienst gekommen. (medio.tv/Ewald)

In ihrer Predigt ermutigte Pröpstin Kropf-Brandau zu einem christlichen Leben, das für «zwei Seiten des Menschlichen» steht: «Beten und Arbeiten – Hören und Handeln». Aufgabe einer Pröpstin sei es nicht zuletzt, zu ermutigen und zu helfen, beide Seiten leben zu können. In diesem Zusammenhang erinnerte sie an ein Wort Dietrich Bonhoeffers: «Unser Christsein wird heute nur in zweierlei bestehen, im Beten und im Tun des Gerechten unter den Menschen. Alles Denken, Reden und Organisieren in den Dingen des Christentums muss neu geboren werden aus diesem Beten und Tun.»

Zur Person:

Sabine Kropf-Brandau wurde 1964 in Sorga (Kreis Hersfeld) geboren. Nach dem Abitur studierte sie von 1983 bis 1989 Evangelische Theologie in Wuppertal und Göttingen mit den Schwerpunkten Systematische und Feministische Theologie, Judaistik und Seelsorge. Ihr Vikariat absolvierte sie in der Kirchengemeinde Vellmar-West. Nach dem 2.Theologischen Examen und der Ordination durch Prälat Giesler im Oktober 1989 in Treysa begann sie ihre Hilfspfarrzeit in Stellenteilung mit Ehemann Dr. Robert Brandau als Studentenpfarrerin in Kassel. Seit 1998 war sie Gemeindepfarrerin in Obervellmar. Schwerpunkte ihrer Gemeindearbeit waren der Gottesdienst und die Seelsorge, die Arbeit mit jungen Familien, Kinderarbeit und die Erwachsenenbildung. Seit 1992 ist sie Mitglied der Theologischen Kammer der Landeskirche, seit 2006 theologische Studienleiterin des Kirchenkreises Kassel-Land bzw. Kaufungen. Sie gehört seit 2008 dem Arbeitskreis Kindergottesdienst und seit 2009 dem Arbeitskreis «Offene Kirchen» der Landeskirche an. Sabine Kropf-Brandau ist seit 1989 verheiratet mit Pfarrer Dr. Robert Brandau. Er leitet die «Arbeitsstelle Migration» der Landeskirche. Das Ehepaar hat drei Kinder. (30.08.2010)

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Lesen Sie hier die Ansprache von Bischof Hein im Wortlaut:

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Lesen Sie hier die Predigt von Pröpstin Kropf-Brandau im Wortlaut:

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Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema mit medio-Reporter Christian Fischer:

Bischof Hein: «Ausbildungshilfe ist Selbst-Entwicklungshilfe!»

Indischer Besuch im Haus der Kirche (v.l.): Bischof John Sadananda (Mangalore) und die ständige Vertreterin der Ausbildungshilfe in Indien, Frau Anne Rajkumar (Chennai) mit Geschäftsführer Pfarrer Eberhard Will (Kassel) und der Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Pfarrerin Andrea Wöllenstein (Marburg). (Foto: medio.tv/Scheuermann)
Indischer Besuch im Haus der Kirche (v.l.): Bischof John Sadananda (Mangalore) und die ständige Vertreterin der Ausbildungshilfe in Indien, Frau Anne Rajkumar (Chennai) mit Geschäftsführer Pfarrer Eberhard Will (Kassel) und der Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Pfarrerin Andrea Wöllenstein (Marburg). (Foto: medio.tv/Scheuermann)

Kassel (medio). Der Verein «Ausbildungshilfe - Christian Education Fund» feierte am vergangenen Samstag (28.08) sein 50-jähriges Bestehen. In seiner Predigt im Festgottesdienst im Kasseler Haus der Kirche würdigte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, die Arbeit des Vereins. Die Ausbildungshilfe habe junge Menschen in die Lage versetzt, die von Gott geschenkten Gaben durch eine entsprechende Ausbildung zu entwickeln und sei eine «Selbst-Entwicklungshilfe», so Hein. «Uns allen, ob in Deutschland oder in den Ländern Asiens und Afrikas, hat Gott viele Gaben und Fähigkeiten geschenkt. Sie gelangen nicht immer sofort zur Entfaltung, sondern sie schlummern in uns. Wir müssen sie aus uns heraus entwickeln, um der Gemeinschaft, dem öffentlichen Leben und der Kirche dienen können», betonte der Bischof.

An den Festlichkeiten, zu denen neben dem Gottesdienst auch ein Festakt gehörten, nahmen unter anderem Bischof Prof. Dr. John Sadananda von der Kirche von Südindien, Karnataka Süd-Diözese (Mangalore), der Gründer des Vereins, Pfarrer i.R. Kirchenrat Wilhelm Jung (87) sowie die Vorsitzende der Ausbildungshilfe, Pfarrerin Andrea Wöllenstein (Marburg) teil. Zudem waren Gäste aus Afrika und Asien am Jubiläum beteiligt. Den Abschluss des Tages bildete ein Benefizkonzert in der Kasseler Kreuzkirche mit dem Gospelchor «Joy of Life» von der Kurhessischen Kantorei Marburg.

Festlicher Einzug: Bischof Martin Hein (Kassel), Anne Rajkumar (Chennai, Indien), Pfarrer Wilhelm Jung (Baunatal) und Bischof John Sadananda (Mangalore, Indien).
Festlicher Einzug: Bischof Martin Hein (Kassel), Anne Rajkumar (Chennai, Indien), Pfarrer Wilhelm Jung (Baunatal) und Bischof John Sadananda (Mangalore, Indien).
Beim Festgottesdienst ging es beschwingt zu. Auch Bischof Martin Hein und Bischof John Sadanand  klatschen zum Gesang des Gospel-Chors «Joy of Life», Marburg. (Fotos: Prüfer)
Beim Festgottesdienst ging es beschwingt zu. Auch Bischof Martin Hein und Bischof John Sadanand klatschen zum Gesang des Gospel-Chors «Joy of Life», Marburg. (Fotos: Prüfer)
Eberhard Will, Geschäftsführer des Vereins «Ausbildungshilfe - Christian Education Fund», begrüßt die rund 200 Gäste, die zum 50-jährigen Jubiläum gekommen waren.
Eberhard Will, Geschäftsführer des Vereins «Ausbildungshilfe - Christian Education Fund», begrüßt die rund 200 Gäste, die zum 50-jährigen Jubiläum gekommen waren.

Der Verein «Ausbildungshilfe - Christian Education Fund» ermöglicht armen jungen Menschen in Afrika und Asien einen Schulbesuch, den diese sich sonst nicht leisten können. Gegründet wurde die Ausbildungshilfe von Pfarrer i.R. Kirchenrat Wilhelm Jung aus Baunatal. Das Hilfswerk hat nach eigenen Angaben seit 1960 rund 16 Millionen Euro Spendengelder gesammelt und mehrere zehntausend Menschen gefördert. Aktuell würden rund 2.500 Menschen in zehn Ländern Asiens und Afrikas unterstützt. Das Spendenaufkommen betrage rund 500.000 Euro im Jahr. (30.08.2010)

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Die Ausbildungshilfe finden Sie im Internet unter:

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

www.geistreich.de

Kirchlich Aktive teilen Erfahrungen auf neuer Praxisplattform

Bildschirmfoto der Praxisplattform «Geistreich».
Bildschirmfoto der Praxisplattform «Geistreich».

Hannover (medio). Was tun, wenn meine Kirchengemeinde ein Public Viewing zur Fußball-WM organisieren will? Wie kann ich die Seniorenarbeit kreativ mit der Jugendarbeit meiner Gemeinde verbinden? - Ehren- und hauptamtliche Kirchenmitarbeiter und -mitarbeiterinnen sind im Alltag oft mit ungewöhnlichen Fragen konfrontiert. Antworten will jetzt eine neue Praxisplattform der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) geben. Unter www.geistreich.de bestehe für jeden kirchlich engagierten Christen die Möglichkeit, Informationen zu veröffentlichen, Erfahrungen auszutauschen und Netzwerke zu bilden, teilte die EKD mit. «Geistreich» wurde im Rahmen des Reformprozesses «Kirche im Aufbruch» der EKD entwickelt und will Ideen und Projekte, die bereits an einem Ort erprobt worden sind, einfach übertragbar machen. (01.09.2010)

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Die Praxisplattform «Geistreich» finden Sie im Internet unter:

«Schule der Zukunft»

Kultusministerin Dorothea Henzler zu Gast beim «Issigheimer Gespräch»

Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (Foto: Hessisches Kultusministerium)
Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler (Foto: Hessisches Kultusministerium)

Bruchköbel (medio). Die hessische Kultusministerin Dorothea Henzler ist am kommenden Donnerstag (02.09.) um 19.30 Uhr zu Gast beim «Issigheimer Gespräch» in der Evangelischen Grundschule Oberissigheim (Rhönstr. 34, 63486 Bruchköbel-Oberissigheim). Henzler folgt einer Einladung des Dekans des Kirchenkreises Hanau-Land, Dr. Martin Lückhoff, und wird im Rahmen des Veranstaltungsthemas «Schule der Zukunft» in einem Vortrag über die Perspektiven der nächsten Jahre referieren, teilte der Medienbeauftragte des Sprengels Hanau, Pfarrer Fredy Fritz Henning, mit. Im Anschluss an den Vortrag gebe es Gelegenheit zum Austausch und Gespräch mit der Ministerin, so Henning weiter.

Neben Ministerin Henzler werden als weitere Gäste die Journalistin Jutta Degen-Peters, der Präsident der Industrie und Handelskammer Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Dr. Norbert Reichhold und Dr. Gudrun Neebe, Direktorin des Pädagogisch-Theologischen Instituts (Kassel) erwartet, die alle kurze Statements zum Thema geben werden, so der Medienbeauftragte.

In der Reihe «Issigheimer Gespräch» setzen sich Menschen aus Kirche und Gesellschaft mit dem Beitrag der evangelischen Kirche zu Fragen der Bildung auseinander. In Kurhessen-Waldeck befinden sich drei Schulen in evangelischer Trägerschaft, davon die Katharina-von-Bora-Schule in Oberissigheim. (31.08.2010)

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Flutkatastrophe in Pakistan: Bischof Hein und Diakonielandespfarrer Schwarz rufen zu Spenden auf

Die Diakonie Katastrophenhilfe versorgt die Menschen vor Ort mit frischem Trinkwasser. (Foto: Diakonie Katastrophenhilfe)
Die Diakonie Katastrophenhilfe versorgt die Menschen vor Ort mit frischem Trinkwasser. (Foto: Diakonie Katastrophenhilfe)

Stuttgart/Kassel/Pakistan (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, und der Landespfarrer für Diakonie, Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Schwarz, haben zu  Spenden für die Flutopfer in Pakistan aufgerufen, teilte das Pressebüro der Landeskirche mit. In einem gemeinsamen Schreiben an die Pfarrerschaft der Landeskirche bitten Sie die Kirchengemeinden «herzlich und eindringlich», etwa durch eine freie Kollekte oder ein zusätzliches Opfer in einem der nächsten Gottesdienste zu sammeln.

Zugleich hat die Landeskirche ihre Soforthilfe für die Flutopfer in Pakistan auf insgesamt 60.000 Euro aufgestockt. An die Diakonie Katstrophenhilfe gehen weitere 30.000 Euro - nach einer ersten Hilfe von 20.000 Euro. Weitere 10.000 Euro gehen an die Katastrophenhilfe der Diözese Raiwind im Norden Pakistans, zu der die Landeskirche freundschaftliche Beziehungen unterhält. Hiermit werde auf direktem Weg Medikamente und Mittel für Mütter und Kinder bereitgestellt. Erst Ende Juni hatte der Bischof der Diözese, Samuel Robert Azariah, die Landeskirche besucht. Die Mittel stammen aus den Erntedankkollekten.

Die Lage in Pakistan bleibt weiter angespannt. Weite Landstriche stehen nach den schweren Überschwemmungen unter Wasser und Millionen von Menschen müssen in Notlagern campieren. In den mit am schwersten betroffenen Distrikten Nowshera, Charsadda im Nordwesten des Landes und im Swat-Tal unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe rund 60.000 Flutopfer. «In den Notlagern versorgen wir zur Zeit Tausende Menschen täglich mit Trinkwasser», sagte Rainer Lang von der evangelischen Hilfsorganisation, der sich gerade im Katastrophengebiet aufhält. Daneben würden auch Nahrungsmittel, Zelte, Plastikplanen und Hygienesets verteilt.

Für die Trinkwasserversorgung seien 25 Großtanks bereits im Einsatz, weitere 50 sollen noch folgen. Verzweifelt warten die Menschen darauf, dass sich das Wasser wieder zurückzieht, berichtet Lang weiter. Die Opfer müssten auf engstem Raum hausen oder in öffentlichen Gebäuden wie Schulen unterkommen. Für die Meisten seien aber Zelte oder Plastikplanen der einzige Unterschlupf.

Bisher habe die Diakonie Katastrophenhilfe nach eigenen Angaben rund 800.000 Euro an Spenden erhalten. «Dafür möchten wir allen Spenderinnen und Spendern von Herzen danken», sagte Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, Direktorin des Hilfswerkes. Spendenkonto der Diakonie-Katastrophenhilfe: Konto 212121 bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft (BLZ 520 604 10). (20.08.2010)

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Lesen Sie hier den Brief von Bischof Hein und Diakonielandespfarrer Schwarz:

Jörn Dulige bleibt Beauftragter der Evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung

Jörn Dulige (Foto: ekhn.de)
Jörn Dulige (Foto: ekhn.de)

Wiesbaden (medio). Kirchenrat Jörn Dulige (52) bleibt über den 1. Juni 2011 hinaus für weitere sechs Jahre der Beauftragte der Evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung. Diesen Beschluss hätten in den vergangenen Tagen die Leitungen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) sowie der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), teilte die Pressestelle der EKKW mit.

Dulige zeigte sich erfreut über die Verlängerung dieser Beauftragung und sei motiviert, an dieser Stelle für die Evangelischen Kirchen in Hessen zu arbeiten und so auch die Kooperation der Kirchen weiter voranbringen zu können. «Der gesamte politische Bereich erwartet unsere deutliche Beteiligung an Diskussionen über aktuelle Fragen der Gegenwart und Zukunft», betonte Kirchenrat Dulige.

Der Beauftragte am Sitz der Landesregierung bildet ein Schnittstelle zwischen Kirche und Politik in Wiesbaden. Zu seinen Aufgaben gehört, Ansprechpartner für partei- und gesellschaftspolitische Repräsentanten zu sein und den kirchlichen Kontakt zu Landesregierung, Landtag, Ministerialbürokratie und anderen Vereinigungen und Verbänden zu pflegen. Er informiert die drei Evangelischen Kirchen in Hessen über die landespolitischen Entwicklungen und vermittelt kirchliche Stellungnahmen und Positionen in den Bereich der Politik. Die Stelle des Beauftragten wird jeweils für sechs Jahre vergeben und kann – wie bei Dulige nun zum dritten Mal geschehen – verlängert werden.

Zur Person

Jörn Dulige wurde 1957 in Bielefeld geboren; nach dem Studium der Evangelischen Theologie und Publizistik in Bielefeld-Bethel und Münster arbeitete er von 1984 bis 1989 als Gemeindepfarrer in Rodenbach bei Hanau. Von 1989 bis 1993 war er im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck für Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildungsfragen zuständig. Seit 1993 arbeitet er als Beauftragter am Sitz der Hessischen Landesregierung. Darüber hinaus vertritt Dulige die Evangelischen Kirchen in Hessen im Konvent Flughafen und Region (vormals: Regionales Dialogforum) und im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunks, dessen Vorsitzender er seit Februar letzten Jahres ist.

Auf dem Gebiet des Bundeslandes Hessen gibt es drei evangelische Landeskirchen. Zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit Sitz in Kassel gehören überwiegend die nördlichen Regionen Hessens sowie ein kleiner Teil in Thüringen. Zum Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit Sitz in Darmstadt gehören die südlichen Regionen Hessens sowie Teile von Rheinland-Pfalz. Zur Evangelischen Kirche im Rheinland mit Sitz in Düsseldorf gehören in Hessen die Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar, die als Enklave zwischen den Gebieten der anderen beiden Kirchen liegen. Die Grenzen gehen auf historische Fürstentümer zurück. (27.08.2010)

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Archiv der Landeskirche in Liste national wertvoller Archive aufgenommen

Kassel (epd). Das Archiv der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist in eine Liste national wertvoller Archive aufgenommen worden. Wie Archiv-Leiterin Dr. Bettina Wischhöfer in Kassel mitteilte, betont der Eintrag die kulturelle Bedeutung des Archivs. Der Antrag sei bereits 2008 beim hessischen Wissenschaftsministerium gestellt worden.

Mit der Aufnahme in die Liste werde auch der Rechtsschutz gestärkt, so Wischhöfer weiter. So habe die Eintragung zur Folge, dass das Archiv oder Teile davon grundsätzlich nicht mehr außer Landes gebracht werden dürften. Im Falle eines illegalen Verbringens würden die Rechtsfolgen nach dem Kulturrückgabegesetz greifen. (24.08.2010)

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Linktipp:

Das Landeskirchliche Archiv finden Sie im Internet unter:

Kirchenpräsident Jung und Bischof Hein bekräftigen Kooperation

Wanderten gemeinsam auf der Bonifatiusroute zwischen beiden Landeskirchen (v.l.): Kirchen- präsident Jung und Bischof Hein. (Foto: medio.tv/Simmen)
Wanderten gemeinsam auf der Bonifatiusroute zwischen beiden Landeskirchen (v.l.): Kirchen- präsident Jung und Bischof Hein. (Foto: medio.tv/Simmen)

Grebenhain/Kleinlüder (epd). Im strömenden Regen sind der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung und der kurhessische Bischof Martin Hein am Montag ein Teilstück des Bonifatiusweges durch den Vogelsberg gepilgert. Die 16 Kilometer lange Wanderung von Grebenhain-Ilbeshausen in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau nach Kleinlüder in Kurhessen-Waldeck stand unter dem Motto «Grenzen überschreiten - Miteinander auf dem Weg». Die beiden Geistlichen, so Volker Jung, wollten damit ein Zeichen setzen für das Pilgern als Form der Spiritualität, aber auch für die Kooperation der beiden Kirchen. Bischof Hein sagte: «Wir wollen etwas Selbstverständliches zeigen: Grenzen können überwunden werden.»

Am historischen Grenzstein in Blankenau, der einst die Grenze zwischen dem Großherzogtum Hessen und dem Königreich Preußen markierte und heute auf der Grenze zwischen den beiden Kirchen steht, reichten sich Jung und Hein symbolisch die Hände. «Vom heutigen Tag soll der Impuls ausgehen: Die Kooperation der Kirchen geht weiter», sagte Jung. Hein wies darauf hin, dass viele Kirchengrenzen für Gemeindeglieder kaum nachvollziehbar seien. Aber Grenzen hätten auch ihren Sinn, denn es gebe regionale Unterschiede: «Niemand will eine Megakirche.» Die Frage nach der Zusammenlegung katholischer Bistümer werde nie gestellt, fügte Hein hinzu. Die evangelische Kirche lasse sich zu leicht in Strukturdebatten drängen. (17.08.2010)

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Internetradio:

medio-Reporter Siegfried Krückeberg hat Kirchenpräsident Jung und Bischof Hein auf dem Bonifatiusweg befragt. Hören Sie hier die beiden Geistlichen zur Pilgerwanderung:

Linktipp:

Hier können Sie sich einen Beitrag zum Thema auf den Seiten der Hessenschau ansehen:

Bischof Hein diskutierte in Brüssel über Europafragen

Von links: Friedrich von Heusinger, Leiter der Hessischen Landesvertretung bei der Europäischen Union, und Bischof Martin Hein in Brüssel. (Foto-Quelle: Vertretung des Landes Hessen bei der EU)
Von links: Friedrich von Heusinger, Leiter der Hessischen Landesvertretung bei der Europäischen Union, und Bischof Martin Hein in Brüssel. (Foto-Quelle: Vertretung des Landes Hessen bei der EU)

Brüssel / Kassel (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat sich am vergangenen Freitag (13.08.) zu Gesprächen über politische Fragen in europäischer Perspektive in Brüssel aufgehalten. Er wurde vom Leiter der Hessischen Landesvertretung bei der Europäischen Union, Friedrich von Heusinger, empfangen. Mit von Heusinger sprach Hein über aktuelle Fragen der EU-Politik und ihre Bedeutung für das Land Hessen. Weiterhin traf Hein mit dem Direktor der Europavertretung der Deutschen Sozialversicherung, Dr. Franz Terwey, zusammen und diskutierte mit ihm über die Finanzierbarkeit der Gesundheitssysteme.

Außerdem tauschte sich Hein mit der Leiterin des Referats «Kohärenz der Maßnahmen für die Entwicklung des ländlichen Raumes», Josefine Loriz-Hoffmann, über die Entwicklung ländlicher Räume auf EU-Ebene aus – ein Themenbereich, mit dem sich der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck schon lange beschäftigt. Hein hatte einer Arbeitsgruppe vorgestanden, die 2007 den EKD-Text «Wandeln und gestalten. Missionarische Chancen und Aufgaben der evangelischen Kirche in ländlichen Räumen» herausgegeben hatte. Bischof Hein gehört der «Steuerungsgruppe Europa» der Evangelischen Kirche in Deutschland an. (19.08.2010)

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Kirchenkreisamt in Eschwege mit neuem Andachtsraum

Hans-Dieter Credé erläutet Rahel Krause, der stellvertretenden Kirchenkreisamtsleiterin, die Planung des neuen Andachts- raum. (Foto: Kirchenkreisamt)
Hans-Dieter Credé erläutet Rahel Krause, der stellvertretenden Kirchenkreisamtsleiterin, die Planung des neuen Andachts- raum. (Foto: Kirchenkreisamt)

Eschwege (medio). Das Kirchenkreisamt der Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen hat einen neuen Andachtsraum. Dazu sei ein bisheriges Besprechungszimmer des Hauses «An den Anlagen 14a» in Eschwege umgestaltet worden, teilte Pfarrer Gert Merkel vom Kirchenkreis mit. Die Umgestaltung, die durch Kirchenkreisamtsleiter Andreas Koch und dessen Stellvertreterin Rahel Krause angeregt wurde, unterstreiche nun besonders dessen sakrale und meditative Aufgabe, so Merkel weiter.

Der Dekan des Kirchenkreises Witzenhausen und Künstler Hans-Dieter Credé nahm sich der anspruchsvollen Aufgabe an: «Mein größtes Problem war, runde Formen in diesen Raum einzubringen», erinnerte sich Credé an den Ausgangspunkt des Projekts. Schnell war jedoch die Grundidee des Kreises als Sitzanordnung geboren, da bei den regelmäßigen Andachten die Anzahl der beteiligten Personen überschaubar sei, erläuterte der Dekan.
 
Jetzt stehen um einen runden violetten Teppich grau bezogenen Stahlrohrstühle. Die Wände sind grau gestaltet  und der Fußboden mit einem grauen Teppichboden ausgelegt. Je zweiteilige transparente Vorhänge an den Fenstern nehmen die Halbbogenformen zweier Säulen im Raum auf. Ziel des Künstlers Credé war, trotz aller calvinistischen Nüchternheit des Raumes, bei den Besuchern Gefühle der Geborgenheit und Klarheit auszulösen, so Pfarrer Merkel. Einziges Element, das jetzt noch fehle, sei ein Altarkreuz. Hier hofft der Kirchenkreis auf Hilfe aus den Kirchengemeinden. (12.08.2010)

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Festgottesdienst in Hanauer Marienkirche

Bernd Böttner als Propst des Sprengels Hanau eingeführt

Propst Bernd Böttner während seiner Predigt im Gottesdienst in der Hanauer Marienkirche.
Propst Bernd Böttner während seiner Predigt im Gottesdienst in der Hanauer Marienkirche.

Hanau (medio/epd). In einem festlichen Gottesdienst in der Hanauer Marienkirche ist am Sonntag (8.8.) Bernd Böttner als Propst des Sprengels Hanau vom Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, eingeführt worden. Böttner ist Amtsnachfolger von Propst Gerhard Pauli, der zum 1. Dezember 2009 in den Ruhestand verabschiedet wurde. Bei der Einführung assistierten dem Bischof die beiden Landessynodalen Dekan Fritz-Eckhard Schmidt (Schlüchtern) und der Leiter des Kirchenkreisamtes Hanau Peter Botte.

Bischof Hein betonte in seiner Einführungsansprache, das Amt des Propstes sei ein bischöfliches Amt und der Sprengel Hanau vielgestaltig. Das quirlige Rhein-Main-Gebiet biete ebenso Aufgaben wie das Kinzig-Tal oder das Gebiet der ehemaligen Reichsabtei Fulda. Es gebe hier viele Möglichkeiten für ökumenische Begegnung sowohl mit römisch-katholischen Christen wie auch Angehörigen anderer Konfessionen und Religionen, so Bischof Hein weiter.

In seiner Predigt äußerte Propst Böttner seine Freude über die neue Aufgabe und ermutigte zum Gespräch: «Im Gespräch können wir voneinander erfahren und mitteilen, was uns selbst gut tut, was unser Leben trägt, was der Glaube uns bedeutet und wie die Hoffnung auf Gott uns beflügelt». Heute lebten und wüchsen Gemeinden nicht nur in Gottesdiensten, Gemeindeveranstaltungen und Kirchentagen. «Gemeinde lebt und wächst von dem Glauben, der im Alltag gelebt wird, in offenen Häusern, in denen Menschen leben und wirken. Der Glaube zeigt sich in kleinen, alltäglichen Schritten», sagte Böttner.

Die Aufgabe eines Propstes besteht nach der Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) darin, den Sprengel im Einvernehmen mit dem Bischof durch seelsorgerliche Beratung, Weisung und Hilfe zu leiten und den Bischof bei seiner Arbeit zu unterstützen. In seiner Funktion gehört der Propst unter anderem den beiden Leitungsgremien der Landeskirche, der Landessynode und dem Rat der Landeskirche, an. In der EKKW gibt es insgesamt vier Sprengel, denen jeweils ein Propst vorsteht.

V.l.: Dekan Fritz Eckhard Schmidt, Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Propst Bernd Böttner, Kirchenvorstandsvorsitzender Rainer Krebs, Pfarrerin Heike Lisker, Landessynodaler Peter Botte und Prädikant Günther Dreisbach.
V.l.: Dekan Fritz Eckhard Schmidt, Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Propst Bernd Böttner, Kirchenvorstandsvorsitzender Rainer Krebs, Pfarrerin Heike Lisker, Landessynodaler Peter Botte und Prädikant Günther Dreisbach.
Propst Bernd Böttner (Mitte) mit seinen beiden Amtsvorgängern Gerhard Pauli (r.) und Friedrich Seitz (alle Fotos: medio.tv/F.F.Henning)
Propst Bernd Böttner (Mitte) mit seinen beiden Amtsvorgängern Gerhard Pauli (r.) und Friedrich Seitz (alle Fotos: medio.tv/F.F.Henning)

Zur Person:

Bernd Böttner wurde am 12. März 1956 in Grebendorf bei Eschwege geboren. Nach dem Abitur studierte er von 1974 bis 1979 Evangelische Theologie in Bethel, Göttingen und Heidelberg. Anschließend war er Vikar in der Kasseler Paul-Gerhardt-Gemeinde. Nach dem 2. Theologischen Examen und der Ordination durch Bischof Dr. Jung am 14. März 1982 übernahm er die Pfarrstelle Jesberg (Kirchenkreis Fritzlar). 1988 wurde er in die Landessynode gewählt, 1995 in den Rat der Landeskirche. 1997 wurde er vom  Rat der Landeskirche zum Dekan des Kirchenkreises des Eisenbergs und Pfarrer der 1. Pfarrstelle der Kilianskirche Korbach gewählt, ein Amt, das er bis 2010 inne hatte. Bernd Böttner ist seit 1979 mit seiner Frau Monika, geb. Schneider, verheiratet. Das Ehepaar hat vier erwachsene Kinder. (09.08.2010)

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Lesen Sie hier die Ansprache von Bischof Hein im Wortlaut:

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Lesen Sie hier die Predigt von Propst Böttner im Wortlaut:

Stiftung Kirchenerhaltungsfonds

Kirchenbaustiftung fördert 2010 im Schwerpunkt Innenrenovierungs- und Orgelbaumaßnahmen

Ein Erfolgsmodell der Landes- kirche: Die Stiftung KF fördert bereits seit neun Jahren die Erhaltung von Kirchen. (Bild: medio.tv)
Ein Erfolgsmodell der Landes- kirche: Die Stiftung KF fördert bereits seit neun Jahren die Erhaltung von Kirchen. (Bild: medio.tv)

Kassel (medio/epd). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wird auch in diesem Jahr Bauvorhaben von Kirchengemeinden zur Erhaltung ihrer Kirchen fördern. Schwerpunkt der Förderung 2010 sind Innenrenovierungs- und Orgelbaumaßnahmen in denkmalgeschützten Kirchen, teilte Stiftungs-Geschäftsführer Mario Wagner in Kassel mit.

Insgesamt kann die Stiftung im Jahr 2010 rund 600.000 Euro an Fördermitteln ausschütten, so Wagner weiter. Für die Laufzeit der Projektliste vom 8. Juni bis 12. November 2010 seien zwölf Kirchengemeinden der Landeskirche ausgewählt worden, die nun Einzelspenden für ihre Vorhaben einwerben können und dann die Möglichkeit haben, die jeweiligen Spendensummen von der Stiftung verdoppeln zu lassen.

Der Stiftungsvorstand hatte am 8. Juni Bauvorhaben der Kirchengemeinden Albertshausen (Kirchenkreis der Eder), Diemerode (Kirchenkreis Eschwege), Roda (Kirchenkreis Frankenberg), Gersfeld (Kirchenkreis Fulda), Marköbel (Kirchenkreis Hanau-Land), Schöneberg (Kirchenkreis Hofgeismar), Kassel–Rothenditmold (Stadtkirchenkreis Kassel), Sandershausen (Kirchenkreis Kaufungen), Grüsen (Kirchenkreis Kirchhain), Marburg-Pfarrkirche (Stadtkirchenkreis Marburg), Elfershausen (Kirchenkreis Melsungen) und Großalmerode-Epterode (Kirchenkreis Witzenhausen) auf die Projektliste genommen, die dem Vorstand zuvor vom Baudezernat und der Bauberatung des Landeskirchenamtes vorgeschlagen worden waren. Laut Wagner hätten bei der Auswahl auch die Voten der Dekaninnen und Dekane eine große Rolle gespielt. Diese seien gebeten worden, im Rahmen der Baumittelantragstellung Empfehlungen abzugeben, wenn ihnen eine Baumaßnahme aus ihrem Kirchenkreis für eine Förderung durch die Stiftung als geeignet erscheint. 

Mit der Aufnahme der Einzelprojekte in die Projektliste sei nicht automatisch eine Förderzusage seitens der Stiftung verbunden, so Wagner. Jedoch ständen den Kirchengemeinden grundsätzlich zwei Förderwege offen: Zum einen können laut Satzung Einzelspenden für Erhaltungsmaßnahmen, die den Betrag von 2.556,46 Euro übersteigen, aus Mitteln der Stiftung verdoppelt werden. Als zweite Möglichkeit stellt die Stiftung die Bewilligung weiterer Fördermittel in Aussicht, wenn sich die ausgewählten Kirchengemeinden mit eigenen Anstrengungen und Aktivitäten durch ein hohes Maß an Eigenengagement auszeichnen. Ein weiteres Kriterium für die Vergabe der Fördermittel ist auch die Bedeutung des Kulturdenkmals, betonte Wagner.

Hintergrund:
In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gibt es rund 1.000 Kirchen, der Großteil von ihnen ist denkmalgeschützt. In jedem Finanzhaushalt stellt die Landeskirche für deren Erhaltung erhebliche Mittel bereit. Im Jahr 2000 hatte die Landessynode beschlossen, diesen Weg durch die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung zu ergänzen. Ziel ist es, aus den Erträgen der Stiftung die Pflege und Erhaltung denkmalgeschützter Kirchengebäude zu ermöglichen. Das Stiftungskapital beträgt 15,8 Millionen Euro. (02.08.2010)

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Linktipp:

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds finden Sie im Internet unter:

Bischof Martin Hein im medio-Sommerinterview

Bischof Prof. Dr. Martin Hein (l.) im Interview mit medio-Redaktionsleiter Pfarrer Christian Fischer (Foto: medio.tv/Simmen)
Bischof Prof. Dr. Martin Hein (l.) im Interview mit medio-Redaktionsleiter Pfarrer Christian Fischer (Foto: medio.tv/Simmen)

Kassel (medio). In einem ausführlichen Interview mit der landeskirchlichen Medienagentur «medio!» hat der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, kurz vor seinem Sommerurlaub zu aktuellen Fragen Stellung genommen. Das Interview führte medio-Redaktionsleiter Pfarrer Christian Fischer am 29. Juni 2010 in Kassel. (07.07.2010)

Wir dokumentieren das Interview im Wortlaut:

Fischer: Herr Bischof Hein, in Deutschland gab es in der letzten Zeit zahlreiche Rücktritte in Politik und Kirche. Wie könnte Ihrer Meinung nach eine «Kultur des Rücktritts» aussehen? – Konkret: Welche Gründe halten Sie für nachvollziehbar und welche Rücktritte halten Sie für nicht gerechtfertigt?

Bischof Hein: Überall dort, wo das Ansehen von Einrichtungen oder Institutionen durch Personen stark geschädigt wird, halte ich einen Rücktritt für angemessen. In diesem Jahr häuft es sich besonders. Allerdings sind die Anlässe höchst unterschiedlich, und man muss die jeweiligen individuellen Rahmenbedingungen in den Blick nehmen. Der Rücktritt von Frau Käßmann zum Beispiel hat überhaupt nichts mit dem Rücktritt von Bundespräsident Köhler zu tun, genauso wenig der angekündigte Rückzug des hessischen Ministerpräsidenten aus der Politik.

Fischer: Drei Rücktritte – welcher hat sie besonders überrascht?

Bischof Hein: Besonders bewegt hat mich der Rücktritt von Frau Käßmann. Das ist naheliegend. Am meisten überrascht hat mich der Rücktritt von Bundespräsident Köhler, weil ich dafür keine Voraussetzungen gesehen habe.

Fischer: Der dritte Rücktritt, der uns in Hessen besonders betrifft, ist der von Ministerpräsident Koch. Wie beurteilen Sie seine Rücktrittsankündigung?

Bischof Hein: Ich glaube, dass Ministerpräsident Koch nach elf Jahren Tätigkeit im Lande Hessen, übrigens der zweitlängsten Zeit, die ein Ministerpräsident in Hessen amtiert hat nach Georg August Zinn, den Eindruck hat, noch einmal etwas Neues beginnen zu wollen. Da ihm, nach meiner Einschätzung, Perspektiven in Berlin nicht offen stehen, halte ich den Schritt in einen neuen Arbeitsbereich jenseits der Politik durchaus für nachvollziehbar. Den Satz, dass Politik im Leben nicht alles sein kann, hat Ministerpräsident Koch früher häufig gesagt. Man hat es ihm als einem doch stark in der Politik verankerten Menschen nicht abgenommen. Aber er setzt das nun um, und das kann nur mit Respekt zur Kenntnis genommen werden. weiterlesen...

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Interview:

Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Interview mit der landeskirchlichen Medienagentur «medio!»:

Internetradio:

Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema mit Pfarrer Christian Fischer: