Am 14. Oktober im Kasseler Haus der Kirche
«Evangelischen Juristenforum» beschäftigt sich mit «Assistiertem Suizid»

Kassel (medio). Theologen, Juristen und interessierten Bürgerinnen und Bürger sind am 14. Oktober 2014 dazu eingeladen, sich beim 5. «Evangelischen Juristenforum» mit dem Thema «Assistierter Suizid» auseinanderzusetzen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck wird bei der Veranstaltung  gemeinsam mit dem Bundessozialgericht (BSG) ethische Fragen nach den Grenzen ärztlichen Handelns sowie nach dem Wert und der Verfügbarkeit des Lebens in den Mittelpunkt stellen. Beginn ist um 18 Uhr im Landgraf Philipp-Saal im Kasseler Haus der Kirche (Wilhelmshöher Allee 330).

Die Veranstalter bringen zwei profilierte Vertreter unterschiedlicher Positionen aus Recht und Theologie ins Gespräch: Prof. Dr. Jochen Taupitz, Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrates, und Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Taupitz und Hein werden den Diskurs eröffnen, an dem sich auch das Publikum beteiligen kann, heißt es in einer Mitteilung.

Das «Evangelischen Juristenforum» stellt eine Plattform für Diskussionen im Schnittfeld von Recht und Theologie dar, so Peter Masuch, Präsident des Bundessozialgerichts. Das Verhältnis von Kirche und Gesellschaft lege in vielerlei Weise auch für Juristen klärungsbedürftige Fragen nahe, die einen regelmäßigen Gedankenaustausch erforderten, erläuterte der Präsident bei einer früheren Veranstaltung.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Es wird um Anmeldung bis 7. Oktober per E-Mail (evang.juristenforum@ekkw.de) oder Fax (s. Download rechts) gebeten. (01.10.2014)

Download:

Programmflyer des 5. «Evangelischen Juristenforums» herunterladen:

PDF-Dokument

Download:

Formular für die Anmeldung per Fax:

PDF-Dokument

Verdoppelung der Hörerzahlen in acht Jahren
Evangelische Kirche im privaten Rundfunk erreicht 40 Millionen Hörer pro Woche

Kassel/Frankfurt am Main/Leipzig (medio). Die kirchlichen Privatfunkagenturen, die in der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk (aer) zusammengeschlossen sind, erreichen pro Woche bundesweit mindestens 40 Millionen Hörer. Das hat eine Onlinebefragung unter den aer-Redaktionen ergeben. Eine Dokumentation der Ergebnisse wurde beim Evangelischen Medienkongress in Leipzig am 25.09.2014 vorgestellt. 

Die Hörerzahl basiert auf den Ergebnissen der Media-Analyse Hörfunk 2014-I (MA 2014-I), die die Reichweiten der einzelnen Sender ausweist. Damit hat sich die Zahl der erreichten Hörer im Vergleich zu der ersten aer-Dokumentation aus dem Jahr 2006 mit damals rund 20 Millionen Hörern auf 40 Millionen Hörer verdoppelt.

In Hessen verantworten die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelische Kirche von Hessen und Nassau das evangelische Privatfunkprogramm. Die Redaktionen beider Kirchen senden bei den Partnersendern Hit Radio FFH, planet radio, harmony.fm, sowie Radio Bob. Besonders viele Hörer erreichen Sie dabei bei dem Marktführer Hit Radio FFH, bei dem die beiden Kirchen im Wechsel mit den katholischen Kollegen sonntags ein dreistündiges Magazin gestalten.

745.000 Menschen werden laut Dokumentation am Wochenende erreicht, während der Woche hören durchschnittliche 503.000 Menschen zu. Auch bei dem in Kassel ansässigen Sender Radio Bob sendet die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck erfolgreich mit - über 70.000 Hörer schalten jeden Sonntag das zweistündige Kirchenmagazin «Bobs Kirchenzeit» ein.

«Über das Radio erreichen die evangelischen Kirchen somit regelmäßig mehr Menschen als auf allen anderen institutionalisierten oder medialen Wegen», heißt es im Resümee der Studie. Dabei gelte es, sowohl dem kirchlichen Auftrag als auch dem jeweiligen Sendeformat zu entsprechen. Dass dies gelänge, zeige die hohe Akzeptanz  bei den Partnersendern. Für die journalistische Qualität der Arbeit sprächen zahlreiche Preise.

«Mit unseren Berichten aus dem kirchlichen Leben und unseren Verkündigungssendungen kommen wir mitten im Leben der Menschen an», resümierten die Privatfunkbeauftragten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pfarrer Dr. Siegfried Krückeberg (Frankfurt am Main) und Pfarrer Christian Fischer (Kassel) die Studie.

Das kirchliche Engagement im privaten Rundfunk zeige täglich, dass es gelingen kann, die biblische Botschaft und das kirchliche Leben populär zu vermitteln, so die Beauftragten. Für die Zukunft gelte es, die im Radio gemachten positiven Erfahrungen auch auf die Internet-, TV-, Video- und Social-Media-Angebote auszuweiten. (01.10.2014)

Zum «Jahr der Konfirmation»
Bundesweites Symposion zur Konfirmandenarbeit in Kassel

Kassel (epd). Mit der Frage, wie zeitgemäße Konfirmandenarbeit gestaltet werden kann, beschäftigt sich ein bundesweit ausgeschriebenes Symposion mit dem Thema «Konfirmandenzeit gestalten?!» vom 13. bis 14. November im Haus der Kirche in Kassel. Anlass der Tagung sei das 475. Jubiläum der sogenannten Ziegenhainer Zuchtordnung, die als Geburtsstunde der Konfirmation in der evangelischen Kirche gilt, teilte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck am Dienstag mit. In Referaten und Arbeitsgruppen solle es während der Tagung um die Bedeutung von Konfirmandenarbeit heute gehen.

An dem Symposion nehmen unter anderem auch der kurhessische Bischof Martin Hein und Marcell Sass, Theologe und Religionspädagoge an der Universität Marburg, teil. Sie werden sich am Donnerstagabend mit weiteren Vertretern aus Gesellschaft und Kirche zu der Frage äußern, ob Jugendliche für Institutionen verloren sind. Mitveranstalter des Symposions ist die Schriftenreihe «KU-Praxis», die 2014 auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblickt. (01.10.2014)

Download:

Informationen zum Programm und den Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier:

PDF-Dokument

«Basisstationen» im Norden und Süden
Neue Angebote der Landeskirche für die Generation «50 plus»

Hanau/Kassel (epd). Die Neuausrichtung der Arbeit für die Generation «50 plus» in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck nimmt konkrete Formen an. Nachdem das Evangelische Bildungszentrum in Bad Orb, in dem diese Arbeit bisher beheimatet war, im Sommer vergangenen Jahres seine Tore schloss, sei jetzt eine «südliche Basisstation» in Hanau eröffnet worden, teilte die Leiterin der landeskirchlichen Fachstelle für die zweite Lebenshälfte, Annegret Zander, in Hanau mit. Am 6. Oktober werde dann im Kasseler Haus der Kirche die «nördliche Basisstation» ihre Arbeit aufnehmen.

Der Stützpunkt der Arbeit in Hanau habe seinen Sitz in den Räumen der Christuskirchengemeinde, sagte Zander. Von dort aus werde die Arbeit mit zentralen und regionalen Bildungsangeboten erfolgen. Während die südliche Basisstation von Annegret Zander geleitet werde, sei für die nördliche Station Andreas Wiesner zuständig. Als konkretes Vorhaben sei in Hanau unter anderem eine «Pflegewerkstatt» für Männer geplant, die Angehörige pflegen. In Kassel seien unter anderem Exkursionen zu Projekten vorgesehen, die sich mit der Nahversorgung in strukturschwachen Gebieten beschäftigten. (01.10.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

blog.fachstelle-zweite-lebenshaelfte.de

Aktion «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt»
Konfirmanden backen Brote zugunsten von Hilfsprojekten

Steinau/Wiesbaden (epd/medio). Am Sonntag (28.9.) wurde von den beiden großen evangelischen Landeskirchen in Hessen die Aktion «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt» mit Gottesdiensten eröffnet. Für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) eröffnete der Propst des Sprengels Hanau, Bernd Böttner die Aktion um 10 Uhr in der Katharinenkirche in Steinau. Die Eröffnung in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gestalteten die stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, Ulrike Scherf, und der stellvertretende Innungsmeister des Bäckerinnungsverbandes Hessen, Klaus Schröer, in der Wiesbadener Marktkirche.

Mehr als 2.000 Konfirmanden der Landeskirchen backen anlässlich des Erntedanktags gemeinsam mit Bäckern ihrer Region Brote, teilten die Landeskirchen mit. Der Erlös geht an drei Hilfsprojekte für Kinder und Jugendliche  in Kolumbien, Bangladesch und Ghana. Die Aktion findet je nach den örtlichen Gegebenheiten im Herbst statt; der Erlös der jungen Brotbäcker wird am 1. Advent zum Start der neuen Aktion «Brot für die Welt» übergeben. Im Zusammenhang mit der Kampagne beschäftigen sich die Konfirmanden mit der Lebenssituation von Gleichaltrigen in Entwicklungsländern, Gerechtigkeitsfragen und der religiösen Bedeutung von Brot.

Die Aktion «5.000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt» war zum ersten Mal vor zwei Jahren von den evangelischen Landeskirchen in Hessen und Teilen von Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der hessischen Bäckerinnung organisiert worden. Wegen des großen Zuspruchs findet sie 2014 im Zeitraum von Oktober bis Dezember deutschlandweit in allen evangelischen Landeskirchen statt. (30.10.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Aktion unter:

5000-brote.de

Bundesweiter Auftakt in Stuttgart - Viele Aktionen in der Landeskirche
Interkulturelle Woche startet mit Motto «Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.»

Am 19. September 2014 wurde in Stuttgart die bundesweite Interkulturelle Woche eröffnet. Unter dem Motto «Gemeinsamkeiten finden, Unterschiede feiern.» finden Ende September deutschlandweit in mehr als 500 Städten und Gemeinden Veranstaltungen statt und auch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck beteiligen sich viele Gemeinden mit eigenen Aktionen an der Woche.

Ein Schwerpunkt für die Interkulturelle Woche 2014 sind die Flüchtlinge, die zurzeit in vielen Städten und Gemeinden ankommen, teilte der ökumenische Vorbereitungsausschuss der Woche mit. «Vor Ort ist sowohl in den Kommunen als auch in den Kirchengemeinden ein unglaublich tolles Engagement sichtbar», so Gabriele Erpenbeck, Ausschussvorsitzende. Vereine und Initiativen unterstützten und begleiteten Flüchtlinge bei der Unterbringung und dem Neustart in unserer Gesellschaft, so Erpenbeck.

Dies werde in den Veranstaltungen der Interkulturellen Woche sichtbar, bei denen sich Menschen kennenlernen und Ablehnung und Ausgrenzung abbauen könnten, so die Vorsitzende. Erpenbeck appelliert an die Kommunen, die Länder und den Bund, weitere Anstrengungen zu unternehmen, um neuankommende Flüchtlinge möglichst in Wohnungen unterzubringen, ihnen Sprachkurse zu ermöglichen und die Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. «Angesichts der Konflikte vor den Toren Europas müssen sich alle auf die Integration von Flüchtlingen als Daueraufgabe einstellen», fordert Erpenbeck. (20.09.2014)

Linktipp:

Auf der Internetseite der Woche finden Sie einen Veranstaltungskalender (u.a. für Hessen), das Gemeinsame Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2014 und viele Arbeitshilfen:

interkulturellewoche.de

Zur Reformationsdekade
Bibelgesellschaft ruft zu Kinder- und Jugendwettbewerb zum Thema Bild und Bibel auf

Homberg/Efze (epd/medio). Zu einem Wettbewerb mit dem Thema «Bild und Bibel» für Kinder und Jugendliche ruft die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck auf. Aufgabe sei es, biblische Gestalten beispielsweise als Gemälde, Collage oder auch im Internet bildlich darzustellen, teilte Horst Jung, Beauftragter für bibelgesellschaftliche Arbeit der Landeskirche, in Homberg mit. Der Wettbewerb findet im Rahmen der Reformationsdekade zur 500-Jahr-Feier der Reformation Martin Luthers 2017 statt.

Der offizielle Auftakt zum Wettbewerb soll am Donnerstag, 16. Oktober, mit einem Bibelfest in Homberg erfolgen, sagte Jung. An diesem Tag werde auch das Bibelmobil der Deutschen Bibelgesellschaft aus Stuttgart erwartet. Der Wettbewerb wird nach Altersgruppen gestaffelt und die Teilnahme ist bei der Bibelgesellschaft anzumelden (siehe Linktipp rechts). Die Kunstwerke müssen bis zum 27. März 2015 der Jury vorliegen. Die Preisverleihung ist für den 17. Juli im Haus der Kirche in Kassel vorgesehen. (16.09.2014)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Wettbewerb und die Möglichkeit, sich online anzumelden, finden Sie unter:

ekkw.de/bibelgesellschaft

Achter Schüleraktionstag in Kassel zum Thema «Konsuminfarkt»

Kassel (medio). Am Dienstag (23.9.) konnten sich Schülerinnen und Schüler in Kassel beim Schüleraktionstag mit dem Thema «Konsum» auseinandersetzen. Veranstaltet wurde der Aktionstag unter dem Motto «Konsuminfarkt» vom Pädagogisch-Theologischen Institut (PTI) Kassel und der CROSS jugendkulturkirche kassel für rund 380 Schülerinnen und Schüler aller Konfessionen und Religionen der 9. und 10. Jahrgängen des Schulamtsbezirks Kassel, teilte Pfarrerin Anna-Maria Plischke vom PTI mit.

Das Motto sei aus dem Wunsch vieler Schülerinnen und Schüler entstanden, verantwortungsbewusst mit den Ressourcen der Welt umzugehen und das Konsumverhalten der Gesellschaft kritisch zu beleuchten, so Plischke. Der Tag begann um 08:30 Uhr in der Jugendkulturkirche / Lutherplatz mit einer thematischen Einführung, bei der auch der Schirmherr des Schüleraktionstages, Oberbürgermeister Bertram Hilgen, ein Grußwort sprach. Musikalisch wurde das Rahmenprogramm von dem Kassler Rapper Tim Taylor und der jungen Band Aaron-Nagel-Trio aus Helmarshausen begleitet.

Im Anschluss wurden den Schülerinnen und Schüler ca. 20 verschiedene Workshops angeboten, darunter eine Recyclingwerkstatt oder ein «konsumkritischer» Stadtspaziergang. Außerdem war von sportlichen bis hin zu theaterpädagogischen Aktivitäten viel Spannendes für die Jugendlichen dabei. Nach den Workshops kam der Tag um 13.00 Uhr in der Jugendkulturkirche zum Abschluss. (24.09.2014)

Linktipp:

Informationen zum Aktionstag finden Sie unter:

schueleraktionstag.de

Azubi & Studientage am 19. und 20. September
Kirche und Diakonie präsentierten Ausbildungsangebot auf Kasseler Bildungsmesse

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Diakonie Hessen präsentierten sich in diesem Jahr wieder mit einem gemeinsamen Stand auf der Bildungsmesse «azubi & studientage Kassel». Eingeladen waren Schüler und Schülerinnen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 in Begleitung von Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern aus der Region Nordhessen am 19. und 20. September 2014 in die Messehallen Kassel, Halle 3, Stand 254. Interessierte Jugendliche konnten sich dort über 19 Ausbildungs- und Studiengänge in den Bereichen evangelische Theologie, Sozialpädagogik, Pflege, Verwaltung, Förderberufe und Freiwilligendienste informieren, teilten Landeskirche und Diakonie mit.

Bei ihrem Messerundgang am Freitag (19.9.) betonte die Pröpstin des Sprengels Kassel, Katrin Wienold-Hocke, dass sich Kirche und Diakonie inzwischen bei den jungen Menschen als qualifizierte Ausbildungsanbieterinnen und gute Arbeitgeberinnen bewerben müssen. Grund sei der sich deutlich abzeichnende Mangel an Fachkräften in den kirchlichen und sozial-pflegerischen Berufen. «Deshalb werben wir gezielt um Nachwuchs», so Wienold-Hocke. «Ich freue ich mich, dass auf dieser Messe gezeigt wird, wie vielfältig die Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten in Kirche und Diakonie sind. Ob Hauptschüler oder Abiturientin - die evangelische Kirche und die Diakonie brauchen junge Leute, die gerne mit Menschen arbeiten und als Altenpflegerin, Erzieher, Pfarrerin oder Religionslehrer gesellschaftliche Zukunft gestalten wollen.»

Stefan Hof von der Personalentwicklung der Diakonie Hessen begleitete die Pröpstin und wies darauf hin, dass es viele unterschiedliche Möglichkeiten des Einstiegs in die Arbeitswelt bei Diakonie und evangelischer Kirche gibt: «Junge Menschen, die sich erst einmal orientieren wollen, können nach dem Schulabschluss ein freiwilliges soziales Jahr machen und dabei Einblicke in unterschiedliche Felder der sozialen Arbeit gewinnen. Der direkte Einstieg in eine Berufsausbildung ist genauso möglich, wie die Aufnahme eines Studiums oder eine Kombination aus beidem. Von kirchlichen und diakonischen Ausbildungsstätten angebotene Berufsabschlüsse können als Basis genutzt werden, um anschließend in einem Studium weitere Qualifikationen zu erwerben und damit die Karrierechancen zu verbessern.»

Bereits seit 2010 präsentieren sich Kirche und Diakonie gemeinsam auf der Kasseler Ausbildungsmesse. Jährlich qualifizieren beide Institutionen 1.500 Menschen in Erstausbildungen, Studium oder Weiterbildungen in den Bereichen Gesundheits- und Sozialberufe, Kirchenverwaltung, Gottesdienst, Seelsorge, Religionsunterricht und Gemeindearbeit, heißt es. Laut Diakonin Ute Kaisinger-Carli, Verantwortliche für den gemeinsamen Messestand, sind in diesem Jahr neun Ausbildungsstandorte aus Hessen vertreten. (22.09.2014)

Weitere Impressonen von der Bildungsmesse:

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

azubitage.de

Gottesdienst in Vellmar
Landeskirche und Kreishandwerkerschaft veranstalteten Handwerkergottesdienst

Vellmar (epd). Bereits zum 25. Mal fand am Sonntag (21.9.) ein Handwerkergottesdienst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Der Gottesdienst in Vellmar bei Kassel wurde gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Kassel veranstaltet, sagte Dieter Lomb vom Referat Wirtschaft, Arbeit, Soziales der Landeskirche. Eingeladen waren alle Handwerker aus der Stadt und dem Landkreis.

Den Gottesdienst, der um 10 Uhr in der evangelischen Kirche in Obervellmar begann, gestaltete auch der Chor der Fleischerinnung mit, ergänzte Erich Horbrügger, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Zudem überreichte Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) vier Ehrenbriefe des Landes Hessen an Handwerksmeister. Der Gottesdienst, an dem auch Handwerker aktiv beteiligt waren, wurde von Pfarrer Alfred Hocke geleitet.

In dem Gottesdienst wurde auch Bezug auf die jüngste Imagekampagne des Handwerks genommen. Diese zeigt unter anderem ein Plakat mit einem Maurer und der Aufschrift «Ich ziehe keine Mauern hoch. Ich baue Gott ein Haus». Früher seien traditionell ein Handwerksmeister oder seine Ehefrau in den meisten Kirchenvorständen vertreten gewesen, wies Lomb auf den engen Bezug des Handwerks zur Kirche hin. «Das ist aufgrund der gestiegenen Arbeitsbelastung heute leider anders», sagte er.

Ein weiterer, landeskirchlicher Handwerkergottesdienst findet am 19. Oktober in Landau bei Bad Arolsen statt. Partner ist die Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. An anderen Orten gebe es ebenfalls von Zeit zu Zeit solche Gottesdienste, sagte Lomb. (22.09.2014)

78 Pfarrerinnen und Pfarrer feiern Ordinationsjubiläum

Bad Hersfeld (epd). Insgesamt 78 Pfarrer aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck treffen sich am Freitag, 19. September, zur Feier ihres Ordinationsjubiläums in der Stadtkirche Bad Hersfeld. Die Spanne der Jubiläen reiche von der 25 Jahre zurückliegenden Ordination über 40 und 50 bis hin zu 60 Jahren, sagte Frank Illgen, Vorsitzender des Pfarrvereins Kurhessen-Waldeck. Die Predigt in dem um 16 Uhr beginnenden Gottesdienst halte Prälatin Marita Natt.

Die Berufung ins Pfarramt geschieht mit der Ordination und gilt auf Lebenszeit. Aus diesem Grund sind unter den Besuchern des Gottesdienstes auch viele Pensionäre. (16.09.2014)

60 Jahre Bundessozialgericht in Kassel
Gauck: Sozialpolitik wird auch vom gesellschaftlichen Klima bestimmt

Kassel (epd). Bundespräsident Joachim Gauck fordert mehr Engagement für ein soziales Miteinander. «Sozialpolitik wird nicht nur vom Geld, sondern auch vom gesellschaftlichen Klima bestimmt», sagte Gauck in einem Festvortrag am Donnerstag (11.9.) zum 60-jährigen Bestehen des Bundessozialgerichts in Kassel.

Gauck erinnerte daran, dass das im Grundgesetz verankerte Prinzip des sozialen Rechtsstaats staatliche Hilfe für alle Bedürftigen gewährleistet. «Es geht um ein Anrecht, nicht um ein Almosen», betonte das Staatsoberhaupt. Die Sozialgerichtsbarkeit stehe mit ihrer Rechtsprechung stets im Spannungsfeld zwischen der Abfederung sozialer Härten und der Ermächtigung zu einem Leben aus eigener Kraft.

Gauck erinnerte daran, dass noch vor zehn Jahren darüber diskutiert worden sei, die Sozialgerichte mit den Verwaltungsgerichten zusammenzulegen. Heute sei das kein Thema mehr: Die eigenständige Sozialgerichtsbarkeit habe sich bewährt. Als Beispiel dafür nannte der Präsident, wie die Sozialgerichte Streitigkeiten nach Einführung der Hartz-IV-Gesetze klären konnten. «Und das nicht nur, weil das Bundessozialgericht trotz außerordentlich hoher Eingangszahlen die kürzesten Verfahrensdauern hat», sagte Gauck.(11.09.2014)

Linktipp:

Das Bundessozialgericht in Kassel finden Sie im Internet unter:

bundessozialgericht.de

Gütter: Trauer und Hoffnung können auf Weg des Friedens leiten
Ökumenedezernentin der Landeskirche fordert am Antikriegstag aktive Friedensarbeit

Kassel (medio). Auf einer Veranstaltung zum Antikriegstag am Mahnmal für die Opfer des Faschismus in Kassel rief am Montag (1.9.) die Ökumenedezernentin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, dazu auf, trotz gewaltsamer Konflikte und militärischer Auseinandersetzungen für aktive Gewaltfreiheit, für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.

Wie die Pressestelle der Landeskirche mitteilte, rufe laut Gütter das Gedenken an den Ausbruch des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren nicht nur die Erinnerung an die Schrecken des Krieges und der nationalsozialistischen Herrschaft ins Gedächtnis, sondern lasse die Menschen auch «voller Sorge und Erschrecken auf das, was heute wieder in den vielen aktuellen Krisenherden unserer Erde geschieht», blicken. Gütter äußerte Verständnis dafür, dass angesichts des Terrors der ISIS-Gruppen im Irak für viele auch ein militärisches Eingreifen in Betracht komme; allerdings bezweifle sie, dass dies sowohl politisch als auch ethisch der richtige Weg sei. Die Erfahrungen der letzten 20 Jahren hätten gezeigt, dass in den allermeisten Fällen eine militärische Intervention die Lage noch verschlimmert hätten. Gütter betonte, dass für sie persönlich als Christin der Weg zum Frieden nur der des Gewaltverzichts sein könne. Frieden lasse sich nicht mit Waffen erzwingen. «Frieden kann es nur geben durch aktive Gewaltfreiheit, durch die Auseinandersetzung mit den eigenen Aggressionen, durch Schritte der Versöhnung und durch Schaffung gerechter Verhältnisse.» Gütters Ansicht nach habe diese Form der aktiven Friedensarbeit nichts mit «Untätigkeit, feigem Heraushalten und naiver Tagträumerei» zu tun.

Mit Blick auf das Mahnmal bemerkte Gütter, die beiden Figuren, die Trauer und Hoffnung symbolisieren, könnten uns auf dem schweren Weg zum Frieden leiten: «Die Trauer erinnert uns an die vergangenen Schrecken und mahnt uns: nie wieder. Die Hoffnung gibt uns die Kraft, die Gegenwart mutig zu gestalten, trotz allem  für aktive Gewaltfreiheit, für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten.» (01.09.2014)

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Ansprache von Ökumenedezernentin Gütter im Wortlaut:

PDF-Dokument