«Lichtkirche» in Gießen
Kirchen ziehen auf Landesgartenschau positive Halbzeitbilanz

Gießen (epd/medio). Die Kirchen haben zur Halbzeit der Landesgartenschau in Gießen eine positive Bilanz gezogen. Die Erwartungen seien «weit übertroffen worden», sagte die Pfarrerin der «Lichtkirche», Jutta Becher, in Gießen. In der mobilen Kirche präsentieren evangelische und katholische Kirche ein Programm aus Lesungen, Konzerten, Andachten und Gottesdiensten.

Bisher hätten rund 240.000 Menschen die Gartenschau besucht. Drei Viertel davon statteten auch der Lichtkirche einen Besuch ab, wie es weiter hieß. 25 Familien ließen ihre Kinder in der Lichtkirche taufen oder meldeten sich dafür an. Täglich besuchten bis zu 200 Gäste die Andachten. Bei den Sonntagsgottesdiensten kämen durchschnittlich 250 bis 300 Besucher. Am Pfingstsonntag feierten laut Becher, die Pfarrerin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau ist, rund 500 Menschen einen Gottesdienst. Bei einer Spätöffnung vor einigen Wochen besuchten rund tausend Gäste das bunt erleuchtete Gotteshaus aus Holz und Plexiglas.

Lichtkirchen-Pfarrerin Svenja Neumann von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck äußerte sich «überwältigt vom Engagement» der rund 120 ehrenamtlichen Gästebegleiter, die bei jedem Wetter an der LichtKirche Besucherinnen und Besucher freundlich empfangen und Rede und Antwort stehen. Ohne die Mitwirkung vieler Freiwilliger aus der evangelischen und katholischen Kirche sei die LichtKirche nicht denkbar. Die Gartenschau dauert noch bis zum 05. Oktober. (22.07.2014)

Weitere Impressionen von der «LichtKirche»:

(Fotos: lichtkirche.de)

Linktipp:

Das Angebot der Kirchen auf der Landesgartenschau in Gießen finden Sie unter:

lichtkirche.de

«Beten - der Kuss zwischen Himmel und Erde»
Landeslektorentag befasste sich mit dem Gebet

Bad Sooden-Allendorf (epd). Unter dem Motto «Beten - der Kuss zwischen Himmel und Erde» stand der diesjährige Landeslektorentag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am vergangenen Sonntag (20.07.) in Bad Sooden-Allendorf. Zu dem Treffen wurden rund 120 Lektoren erwartet, wie die Landeskirche mitteilte. Lektoren sind ehrenamtlich tätige, nicht ordinierte Gemeindemitglieder, die mit Lesepredigten Gottesdienste leiten und Andachten halten.

Nach der Begrüßung durch Pröpstin Katrin Wienold-Hocke und einem Vortrag des Bonner Theologen Michael Meyer-Blanck im «Werratal Kultur- und Kongresszentrum» wurde in acht verschiedenen Arbeitsgruppen über das Thema Gebet gesprochen.

Nach Angaben von Bischof Martin Hein werden rund ein Drittel aller Gottesdienste von ehrenamtlichen Lektoren oder Prädikanten gehalten. Prädikanten dürfen im Unterschied zu Lektoren auch Sakramente spenden und frei predigen. In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gibt es derzeit 778 Lektoren und 147 Prädikanten. (21.07.2014)

Service:

Weitere Informationen zum Lektorendienst in der Landeskirche finden Sie im ekkw.de-Servicebereich:

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Einführung im September in Homberg (Efze)
Sabine Tümmler zur Dekanin des Kirchenkreises Fritzlar-Homberg berufen

Kassel/Homberg (Efze) (medio). Sabine Tümmler ist zur Dekanin des neugeschaffenen Kirchenkreises Fritzlar-Homberg ernannt worden. Die kommissarische Dekanin des ehemaligen Kirchenkreises Homberg wurde auf Vorschlag von Bischof Prof. Dr. Martin Hein durch den Rat der Landeskirche in seiner Sitzung am Montag (14.7.) in Kassel berufen. Seit dem 1. Januar 2014 sind die ehemals eigenständigen Kirchenkreise Fritzlar und Homberg zu dem Kirchenkreis Fritzlar-Homberg vereinigt. Tümmler wird zunächst als geschäftsführende Dekanin gemeinsam mit dem Dekan des ehemaligen Kirchenkreises Fritzlar, Dr. Helmut Umbach, das Dekansamt ausüben, bis dieser Anfang 2016 in Ruhestand treten wird, teilte die Sprecherin der Landeskirche, Pfarrerin Petra Schwermann mit. Im Rahmen einer festlichen Kreissynode wird Sabine Tümmler am 13. September 2014 in der Stadtkirche St. Marien, der Reformationskirche Hessens, in Homberg (Efze) in ihr Amt eingeführt.

Zur Person

Sabine Tümmler wurde 1965 in Beiseförth (Kirchenkreis Melsungen) geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1984 studierte sie evangelische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Oberursel und den Universitäten in Mainz und Marburg. Von 1994 bis 1996 absolvierte sie ihr Vikariat in Marburg. Im Jahr 1996 wurde sie durch Bischof Dr. Zippert in Bad Arolsen ordiniert.

Von 1996 bis 2002 war Tümmler Gemeindepfarrerin im Kirchspiel Harmuthsachsen (Kirchenkreis Eschwege) mit einem Zusatzauftrag «Frauenarbeit in den Kirchenkreisen Eschwege und Witzenhausen» (ab 2000 gemeinsam mit ihrem Ehemann Frithjof); 2002 wechselte das Ehepaar nach Guxhagen-Breitenau; dort waren sie bis 2006 gemeinsam im Gemeindepfarramt tätig. 2006 übernahm Tümmler eine Beauftragung für Catholica im Dezernat für Ökumene im Landeskirchenamt (halbe Stelle). 2009 wurde sie mit der kommissarischen Leitung des Kirchenkreises Homberg beauftragt, zunächst mit einer halben, ab 2011 mit einer ganzen Stelle.

Darüber hinaus engagiert sich Sabine Tümmler in verschiedenen kirchlichen Gremien: seit 2006 ist sie Delegierte der Landeskirche in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) Hessen-Rheinhessen, Mitglied im Kontaktkreis «Pia-Desideria-Heute», seit 2008 Mitglied des Landesausschusses Kurhessen-Waldeck für den Deutschen Evangelischen Kirchentag und seit 2011 Mitglied der Theologischen Kammer und Mitglied im Ausschuss «Oecumenica». Sabine Tümmler ist seit 1991 mit Pfarrer Frithjof Tümmler verheiratet; das Ehepaar hat drei Kinder. (15.07.2014)

Linktipp:

Den Evangelischen Kirchenkreis Fritzlar-Homberg finden Sie unter:

kirchenkreis-fritzlar-homberg.de

WM 2014 in Brasilien
Deutschland ist Fußball-Weltmeister!

Rio de Janeiro/Kassel (medio). Unsere National-Elf hat den WM-Pokal nach 24 Jahren wieder nach Deutschland geholt. In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Final-Spiel mussten «Jogis Jungs» gegen das Team aus Argentinien alles geben und setzten sich mit einem 1:0 in der Verlängerung durch. 113 Minuten bangten die deutschen Fans - darunter auch viele beim PublicViewing in den Kirchengemeinden - mit ihrer Mannschaft, bevor Mario Götze mit seinem Tor den Traum vom Titel wahr machte. Am Dienstag wird die deutsche Elf dann nach ihrer Rückkehr am Brandenburger Tor in Berlin von ihren Fans empfangen.

Bereits am vergangenen Freitag tippte Bischof Martin Hein auf ein 1:0 für Deutschland. Das Team werde im Finale damit beschäftigt sein, die Kreise von Lionel Messi einzuengen: «Da bleiben erheblich weniger Möglichkeiten, zu zaubern wie gegen Brasilien», prognostizierte Hein gegenüber dem epd und behielt mit seiner Einschätzung recht.

Kirchengemeinden boten «Public Viewing»

Die Fernsehübertragung des Finalspieles konnte vielerorts auch beim «Public Viewing» mitverfolgt werden und auch viele Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck luden zum gemeinsamen Fußball Schauen ein. Allein über das WM-Portal der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) waren 94 Gemeinden der Landeskirche für die öffentlichen Fernsehübertragungen registriert. Gemeinden in großen Städten wie Kassel und Fulda waren darunter ebenso zu finden, wie Gemeinden in kleinen Dörfern wie etwa Haunetal-Wehrda oder Breuna-Oberlistingen. Laut EKD hatten sich insgesamt 1.200 Gemeinden und Einrichtungen der gemeindlichen, örtlichen Jugendarbeit angemeldet. (14.07.2014)

Kirche, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur
Bischof Hein besuchte den Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel

Kassel (medio/epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat sich in der vergangenen Woche während einer viertägigen Visitation (10. bis 13. Juli) über aktuelle kirchliche, gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Entwicklungen in Kassel informiert.

Bischof Hein: «Ich erlebe hier viel Optimismus und Aufbruch»

Hein zeigte sich bei seinem Besuch besonders beeindruckt von der Lebendigkeit der evangelischen Kirchengemeinden. Der Kirchenkreis verstehe sich inzwischen als ein Stadtkirchenkreis Kassel, in dem frühere Spannungen zwischen benachteiligten und bessergestellten Stadtteilen keine Rolle mehr spielten. «Ich erlebe hier viel Optimismus und Aufbruch», so der Bischof gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio!».

Für den Stadtkirchenkreis sei aktuell die verstärkte Zusammenarbeit der Gemeinden ein wichtiges Thema, so Dekanin Barbara Heinrich, die mit Dekan Jürgen Renner und Pröpstin Katrin Wienold-Hocke den Bischof bei der Visitation begleitete. «Keine Gemeinde kann mehr alles machen», sagte Heinrich. Die Gemeinden müssten sich stärker unterstützen und Schwerpunkte bilden. Dadurch erhofft sich die Dekanin eine Bereicherung des gottesdienstlichen Lebens und mehr Vielfalt in den kirchlichen Angeboten.

Kirchenasyl: Humanitäre Maßnahme als Ausdruck der Barmherzigkeit

Besonderes Augenmerk legte Bischof Hein auf das Thema «Kirchenasyl». Dazu traf er am Samstag mit Asylsuchenden, Fachleuten und Kirchenvorstehern zusammen, die bereits Kirchenasyl gewährt haben. In dem Gespräch wies Hein darauf hin, dass die Fälle in der Landeskirche zunehmen. Bis vor kurzem habe es in Kurhessen-Waldeck sechs solcher Fälle gegeben, zwei davon hätten inzwischen gelöst werden können.  

Hein sagte, dass ein Kirchenasyl zwar kein Rechtstitel sei, aber geschichtliche Wurzeln habe. Auch eine Kirche als Gebäude sei kein rechtsfreier Raum. Dennoch sei dieses Asyl eine humanitäre Maßnahme als Ausdruck der Barmherzigkeit. «Ich unterstütze diese Form des Asyls, um die rechtliche Würdigung jedes Einzelfalles zu erreichen», sagte der Bischof.  

Solange die Fälle noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt seien, könne mit den Behörden unverkrampft verhandelt werden, so der Bischof. Oft sei der Ausgang solcher Verhandlungen erfolgreich. Wegen der zunehmenden Flüchtlingszahlen, werde die Beratung in den regionalen Diakonischen Werken ausgebaut, kündigte Hein an. Daneben werde auf der Ebene der Evangelischen Kirche in Deutschland versucht, auch politisch Einfluss zu nehmen.  

documenta 2017: Noch kein Konzept für kirchliche Begleitausstellung

Im Hinblick auf die kommende Weltkunstausstellung documenta 2017 in Kassel gebe es derzeit noch kein Konzept für eine kirchliche Begleitausstellung, berichtete Hein weiter. Eventuell sei ein Programm mit der neuen Orgel denkbar, die demnächst in der Kasseler Martinskirche eingebaut werde. Aber auch «Links» zum ebenfalls in diesem Jahr stattfindenden Reformationsjubiläum seien eine Option. Hier wolle man zunächst in Gespräche mit der documenta-Leitung treten. Eine Begegnung von Hein mit der neuen Geschäftsführerin der Documenta, Annette Kulenkampff, war für Samstag vorgesehen.

Vorträge, Werksbesichtigung, Uni-Rundgang und Tauffest

Während seiner Besuchsreise gab es für den Bischof viel Raum für Gespräche auf Gemeinde- und Kirchenkreisebene sowie mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Bildung. So referierte Hein am Freitagabend in der Versöhnungskirche Bossental zum Thema «Geistlich leiten» und diskutierte anschließend mit interessierten Besuchern. Am Samstag tauschte sich der Bischof mit dem Stadtkirchenkreisvorstand zum Thema «Kirche in der Stadt» aus.

Bereits am Donnerstag besichtigte Hein bei einem Betriebsrundgang die Produktion des Bahntechnik-Herstellers «Bombardier» in der Kasseler Nordstadt. Begleitet wurde der Bischof dabei von Werksleiter Steffen Riepe, Personalleiterin Anika Kretschmar und dem Betriebsratsvorsitzenden Dennis Schäffer. Zu den Gesprächsthemen gehörte auch der Fachkräftemangel, teilte Pfarrer Dr. Jochen Gerlach, Leiter des Referats Wirtschaft-Arbeit-Soziales im Landeskirchenamt, mit. Dazu berichtete die Leitung des Unternehmens, wie «Bombardier» durch gute Kontakte zu Schulen und zur Universität Kassel frühzeitig Kontakt zu Nachwuchskräften aufbaut.

Nach dem Werksbesuch traf Hein zu einem Gespräch mit dem Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen und der Stadträtin Anne Janz zusammen.

Am Freitagvormittag war der Bischof in der Kita «Prisma» in Oberzwehren und in der Kita Kirchditmold zu Gast. Am Nachmittag besichtigte er Gemeinsam mit dem Präsidenten der Universität Kassel, Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, das Neubaugelände der Universität.

Im Verlauf des Samstags besichtigte Bischof Hein das neue Stadtteilzentrums «Vorderer Westen» und nahm am Gottesdienst zum Tauffest des Stadtkirchenkreises auf dem Kasseler Lutherplatz teil, bei dem 23 Personen getauft wurden.

Den Abschluss der Bischofsvisitation bildete am Sonntagvormittag ein Gottesdienst in der Seniorenwohnanlage Fasanenhof und ein Gespräch mit dem Geschäftsführer der Einrichtung, Wolfgang Schwarz.

Stichworte: Stadtkirchenkreis Kassel und Kirchenkreisvisitation

Der Evangelische Stadtkirchenkreis Kassel hat rund 82.000 Gemeindeglieder und gehört mit fünf weiteren Kirchenkreisen zum Sprengel Kassel, einem von insgesamt vier Sprengeln in der Landeskirche. Der Kirchenkreis wird geleitet von Dekanin Barbara Heinrich und Dekan Jürgen Renner.

Laut Grundordnung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (§ 114 (2)) besucht der Bischof «die Geistlichen und die Gemeinden, berät und ermahnt sie». Bischof Hein besucht in der Regel zweimal jährlich einen Kirchenkreis in einer jeweils mehrtägigen Visitation. Im Rahmen der Visitation werden Gespräche mit Pfarrern, Kirchengemeinden, Lokalpolitikern, ortsansässigen Unternehmen und Einrichtungen geführt. (14.07.2014)

Impressionen von der Werksbesichtigung bei Bombardier und vom Uni-Rundgang

(Fotos: medio.tv/Schauderna & Socher)

Linktipp:

Den Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel finden Sie im Internet unter:

ekik.de

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Gottesdienst am Sonntag in der Seniorenwohnanlage Fasanenhof im Wortlaut:

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In der «CROSS Jugendkulturkirche»
250 Menschen feierten Sommertauffest in Kassel

Kassel (epd). Insgesamt 23 Personen, darunter eine Erwachsene, sind am Samstag in Kassel auf einem Sommertauffest getauft worden. Das Fest mit insgesamt mehr als 250 Besuchern fand in der in der zentral gelegenen «CROSS Jugendkulturkirche» und auf dem davor gelegenen Platz statt. Die Predigt hielt Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, den Segen spendete der kurhessische Bischof Martin Hein.

Die Taufen wurden an fünf verschiedenen Taufstellen vollzogen. Das Fest ist ein zusätzliches Angebot zu den sonntäglichen Gottesdiensten, in denen normalerweise Taufen stattfinden, erläuterte Stadtdekan Jürgen Renner. Aufgrund der großen Resonanz des ersten Sommertauffestes vor zwei Jahren im Bergpark Wilhelmshöhe sowie verschiedener Nachfragen habe man sich entschlossen, dieses Angebot erneut zu unterbreiten. Eine regelmäßige Veranstaltung soll das Tauffest aber nicht werden, ergänzte Dekanin Barbara Henrich. «Dann würde der besondere Charakter verloren gehen.»

Im Anschluss an Gottesdienst und Taufe waren die Familien eingeladen, in einem Zelt oder unter freiem Himmel bei Kaffee, Kuchen und Kinderspielen auf dem großen Platz vor der Kirche gemeinsam zu feiern. (14.07.2014)

Impressionen vom Sommertauffest

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Den Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel finden Sie im Internet unter:

ekik.de

Feierstunde und Empfang in Kassel
«Familie und Betrieb» berät seit 20 Jahren Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe

Kassel/Schwalmstadt-Treysa (medio). Mit einer Feierstunde und einem Empfang im Haus der Kirche in Kassel wurde am 08. Juli das 20-jährige Jubiläum der Beratungsstelle «Familie und Betrieb – Ländliche Familienberatung» gewürdigt. Im Jahr 1994 wurde in Schwalmstadt-Treysa die Einrichtung für Landwirtschafts- und Handwerksbetriebe durch den damaligen Bischof der Landeskirche, Christian Zippert, ins Leben gerufen, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer vom Referat Wirtschaft-Arbeit-Soziales im Landeskirchenamt, zu dem die Beratungsstelle gehört.

Die Verbandsreferentin der Bundesarbeitsgemeinschaft «Familie und Betrieb», Christina Meibohm, lobte das besondere Engagement der Kirche für die Menschen im ländlichen Raum und verwies auf die über 250 ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater, die in der Bundesarbeitsgemeinschaft mitarbeiten. Der Leiter des Referates Wirtschaft-Arbeit-Soziales, Dr. Jochen Gerlach, ergänzte, dass die Kirche dorthin Geld gebe, wo es bei den Menschen ankomme.

Stichwort: «Familie und Betrieb – Ländliche Familienberatung»

Die Einrichtung «Familie und Betrieb – Ländliche Familienberatung» will mit ihren Angeboten für Menschen aus landwirtschaftlichen Familien- und Handwerksbetrieben Seelsorge, Beratung und Bildung in besonderer Qualität miteinander verknüpfen. Dabei sollen existentielle Fragen der Menschen ganzheitlich wahrgenommen werden. Geleitet wird die Einrichtung, von der jedes Jahr laut eigenen Angaben Menschen aus 75 bis 100 Familienbetrieben begleitet und Seminare durchgeführt werden, von Hartmut Schneider und Ute Göpel. Träger ist die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, seit 2000 in Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.
(22.07.2014)

Service:

Weitere Informationen und Ansprechpartner zum Thema «Ländlicher Raum» finden Sie im ekkw-Servicebereich:

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Sanierung und Umbau der Evangelischen Akademie
Grundstein für neuen Speisepavillon an Evangelischer Tagungsstätte Hofgeismar gelegt

Hofgeismar (epd). Der Grundstein für den Bau eines neuen Speisepavillons in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar ist am Montag (07.07.) von Bischof Martin Hein gelegt worden. Er hoffe, dass durch diesen Bau sowie die umfangreiche Sanierung der Tagungsstätte die Arbeit der Kirche gefördert werde, sagte Hein bei der Grundsteinlegung. Für den Neubau sowie für die Sanierungsarbeiten an den Gebäuden hatte die Synode der Landeskirche 11,5 Millionen Euro bewilligt. Die Arbeiten werden voraussichtlich zwei Jahre dauern.

In Anspielung auf die Arbeit der Evangelischen Akademie Hofgeismar, die hier ihren Sitz hat, wies Hein in einer Andacht darauf hin, dass sich der christliche Glaube von Anfang an mit dem Wissen der Welt auseinandersetzte. Theologie sei kein Selbstzweck, sondern der Versuch, das Wort Gottes zu verstehen und verständlich zu machen. Dabei komme es auch zu Konflikten mit den Auffassungen der jeweiligen Zeit. «Das Wort vom Kreuz ist immer kritisch gegenüber dem Denken der Zeit», sagte Hein.

Der Bischof wies ferner darauf hin, dass die Räumlichkeiten in Hofgeismar auch Heimat der Synode, des höchsten Organes der Landeskirche, seien. Diese solle durch die notwendig gewordenen Arbeiten nun einen angemessen Raum bekommen. Auch wenn das Wort Gottes selbst häufig anstößig sei, solle der Rahmen einladend und modern sein, sagte Hein.

Im Tagungsgebäude hatte es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit der Elektrik sowie mit den Versorgungsleitungen gegeben. Das Haus litt zudem unter aufsteigender Feuchtigkeit. In den Zimmern befanden sich noch Sanitärzellen aus den 1980er Jahren. Auch die Energiebilanz der Tagungsstätte war nach Angaben der Akademie sechsmal schlechter als die vergleichbarer Orte. Eine Renovierung des alten, noch aus dem Jahre 1971 stammenden Speisepavillons wäre teurer gekommen als ein Neubau, hieß es. (07.07.2014)

Impressionen von der Grundsteinlegung und vom Umbau

Linktipp:

Die Evangelische Akademie Hofgeismar finden Sie im Internet unter:

akademie-hofgeismar.de

Download:

Lesen Sie hier die Andacht von Bischof Hein im Wortlaut:

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Feier mit Festgottesdienst
Marburger Studienhaus wird 20 Jahre alt

Marburg (epd/medio). Eine besondere Einrichtung zur Unterstützung von Theologiestudenten feiert Geburtstag: Das Studienhaus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) in Marburg wird zwanzig Jahre alt. Aus diesem Anlass hat die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck am 06. Juli zu einer Feier mit Festgottesdienst nach Marburg eingeladen.

Der Propst des Sprengels Waldeck und Marburg, Helmut Wöllenstein, sagte in seiner Predigt, dass das Studienhaus durch Beratung und Begleitung die Studierenden auch zum sozialen Lernen in den künftigen Arbeitsfeldern in Schule und Kirche ermutige, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels.

Auf die gute Zusammenarbeit mit der Universität wies der Bildungsdezernent der Landeskirche, OLKR Dr. Eberhard Stock, hin. «Die evangelische Kirchen brauchen die wissenschaftliche Theologie», stellte Stock fest und ergänzte im Blick auf die anwesenden Studierenden: «Wir brauchen Sie in der Kirche.»

Die Ausbildungsreferentin der EKKW, Pfarrerin PD Dr. Regina Sommer, machte während der Veranstaltung darauf aufmerksam, dass sich die Zahl der Studierenden seit 1994 grundlegend geändert habe. Konnte man damals nicht alle  Theologiestudierenden in den Pfarrberuf übernehmen, so müsse man heute um Nachwuchs werben, so Sommer. «Wir haben Interesse an gut ausgebildeten und kritischen Studierenden und Mitarbeitern», fasste Sommer die Erwartungen an Universität und Studienhaus zusammen.

Zum Angebot des Studienhauses gehören Studienberatung, Kurse und Workshops zur Sprachlektüre, Examensvorbereitung oder zu Studientechniken, erklärte der Leiter des Hauses, Pfarrer Gerhard Neumann. Das Angebot werde gut genutzt und zunehmend nachgefragt. (08.07.2014)

Linktipp:

Das Marburger Studienhaus finden Sie im Internet unter:

studienhaus-marburg.de

Linktipp:

Informationen zum Studium der Theologie finden Sie unter:

theologiestudium-ekkw.de

11. Auflage der Statistikbroschüre
EKD veröffentlicht Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben

Hannover (medio). In der elften Neuauflage der Broschüre «Evangelische Kirche in Deutschland - Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben» veröffentlicht die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) aktuelle Daten aus vielen Bereichen kirchlichen Handelns. Wer mehr über seine Kirche wissen und anderen fundiert Auskunft geben will, finde in der Broschüre anschauliche Informationen in Texten, Tabellen, Schaubildern und Karten zu den verschiedensten kirchlichen Themen, teilte die EKD mit.
 
Gemeindemitglieder, Journalisten und Interessierte können sich mit der 40-seitigen Broschüre über vierzehn Arbeitsbereiche und Themenfelder der evangelischen Kirche informieren: Von der Kirchenzugehörigkeit in Deutschland über den Aufbau der Kirche, die Leitungsorgane, Amtshandlungen und Gottesdienstzahlen bis hin zu Gemeindeleben, Diakonie, Entwicklungs-, Bildungs- und Auslandsarbeit bietet die Neuauflage ebenso grundlegende Informationen wie zu den Kirchengebäuden und Kirchenfinanzen.
 
Die Broschüre «Evangelische Kirche in Deutschland – Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben», Ausgabe 2014 kann – auch in größerer Stückzahl zur Verteilung in den Gemeinden oder zur Auslage in den Bildungseinrichtungen – kostenlos bestellt werden im Kirchenamt der EKD, Referat Statistik, Herrenhäuser Str. 12, 30419 Hannover, Tel.: 0511/27 96 359, Fax: 0511/27 96 99 348 oder per E-Mail: statistik@ekd.de (27.06.2014)

Download:

Die Statistik-Broschüre finden Sie auch auf den Seiten der EKD als Download:

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