Flugzeugunglück in den französischen Alpen
EKD-Ratsvorsitzender: «In Gebeten und Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Angehörigen»

Hannover (medio). Mit Trauer und Bestürzung hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, auf den Absturz einer Maschine der Fluggesellschaft «Germanwings» in Südfrankreich reagiert, teilte die Pressestelle der EKD mit. «Die Nachricht von dem Unglück und der Tod von so vielen Menschen machen uns fassungslos», sagte Bedford-Strohm. «In Gebeten und Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Angehörigen.»

Das Team Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) Düsseldorf sei am Flughafen Düsseldorf im Einsatz und kümmere sich um Abholer und Angehörige. Zum Team gehören auch die Airportseelsorge und die evangelische und katholische Notfallseelsorge aus der Region.

Hintergrund:

Der Airbus mit der Flugnummer 4U9525 des Typs A320 ist heute (24.03.) auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf über den französischen Alpen verunglückt, wie die Fluggesellschaft «Germanwings» auf ihrer Internetseite bestätigt. An Bord waren 144 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder. (24.03.2015)

Ehrenamt
16 Frauen und Männer werden in den Prädikantendienst eingesegnet

Niedervellmar (Kassel). Am kommenden Sonntag, dem 29. März 2015, um 14:30 Uhr werden in einem feierlichen Gottesdienst in der Adventskirche in Niedervellmar zehn Frauen und sechs Männer in das Prädikantenamt eingesegnet. Als Prädikanten sind die Ehrenamtlichen zum Dienst der freien Wortverkündung und der Sakramentsverwaltung beauftragt, d. h. sie können Predigten halten, Taufen vornehmen und das Abendmahl leiten. Prälatin Marita Natt wird die Predigt halten und die Prädikanten einsegnen, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhesse-Waldeck mit. Darüber hinaus wirken an dem Gottesdienst mit: Pfarrer Thomas Vogt (Niedervellmar), Studienleiterin Pfarrerin Irmhild Heinicke (Evangelisches Predigerseminar Hofgeismar) sowie Horst Schönewolf (Kirchenvorstandsvorsitzender der Kirchengemeinde Niedervellmar), heißt es weiter.


Folgende 16 Prädikanten werden eingesegnet:

Astrid Bauleke-Voth in Hofgeismar, Kirchenkreis Hofgeismar
Katja Bernhardt in Malsfeld, Kirchenkreis Melsungen
Rena Brede in Vellmar, Kirchenkreis Kaufungen
Sabine Bücker in Malsfeld, Ortsteil Mosheim, Kirchenkreis Fritzlar-Homberg
Mee Yung Greiner in Kassel, Stadtkirchenkreis Kassel
Hubert Hering in Großalmerode, Stadtteil Weißenbach, Kirchenkreis Witzenhausen
Sabine Hertrampf in Volkmarsen, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg
Ursula Naumann in Frankenberg, Stadtteil Röddenau, Kirchenkreis Eder
Henrik Neeße in Bad Orb, Kirchenkreis Gelnhausen
Corinna Paulekuhn in Bad Arolsen, Stadtteil Mengeringhausen
Werner Poddey in Twistetal, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg
Hannah Schmidt in Bebra, Kirchenkreis Rotenburg
Ingo Vater in Bebra, Kirchenkreis Rotenburg
Thomas Wagner in Wächtersbach, Kirchenkreis Gelnhausen
Gabriele Weidig in Hünfeld, Kirchenkreis Fulda
Tom Zeller in Hanau, Kirchenkreis Hanau

Stichwort Prädikanten:

Prädikanten sind ehrenamtlich in der Kirche tätig. Sie werden vom Bischof berufen und haben das Recht zur freien Wortverkündigung (Predigt) und Sakramentsverwaltung (Taufe und Abendmahl). Ihrer Berufung geht eine einjährige Vorbereitungszeit voraus, in denen notwendige biblische und theologische Kenntnisse sowie grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Homiletik (Predigtlehre), Liturgik (Lehre vom Gottesdienst) und Seelsorge in Theorie und Praxis erworben werden sollen. Am Ende der Vorbereitungszeit findet ein Abschlusskolloquium statt. Danach entscheidet der Bischof, ob die Rechte zur freien Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung verliehen werden können. Prädikanten werden in einem Gottesdienst vom Bischof oder einer von ihm beauftragten Person eingesegnet. In der ihm zugewiesenen Kirchengemeinde wird der Prädikant in einem Gottesdienst eingeführt.
Derzeit sind im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck 140 Prädikantinnen und Prädikanten tätig, 69 Männer und 71 Frauen. (26.03.2015)

«Reformation 1517-2017. Ökumenische Perspektiven»
Ökumenischer Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen stellte Studie vor

Würzburg/Mainz (medio). Der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) hat eine Studie mit dem Titel «Reformation 1517-2017. Ökumenische Perspektiven» herausgegeben. Die Publikation, die 2014 bei den Verlagen Herder/Freiburg und Vanden-hoeck&Ruprecht/Göttingen erschien, wurde am Mittwoch, 25. März, im Rahmen einer Pressekonferenz im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg vorgestellt, teilte das Bistums Mainz mit. An der Pressekonferenz nahmen der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Professor Dr. Martin Hein, der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann,  Professor Dr. Volker Leppin (Tübingen) und Professorin Dr. Dorothea Sattler (Münster) teil. Lehmann und Hein sind die Vorsitzenden des Arbeitskreises, Leppin und Sattler die wissenschaftlichen Leiter.

Hein: Den ökumenischen Dialog weiterführen

In seinem Statement wies Bischof Hein darauf hin, dass es dem ÖAK wichtig gewesen sei, «sich der Frage nach dem Stellenwert der Reformation und ihrer Bedeutung für die evangelische wie für die katholische Kirche aus einer Perspektive heraus zu stellen, die die eigene Position ernstnimmt, gleichwohl aber auf ökumenische Verständigung hin ausgelegt ist», heißt es in der Pressemiteilung weiter. Die Studie sage, «was gegenwärtig gemeinsam zu sagen möglich ist». Ihr Ziel sei «der Versuch einer gegenseitigen Verständigung, die das Anliegen der Reformation würdigt und fruchtbar macht». Die beteiligten Theologen seien sich einig, dass aufgrund der intensiven ökumenischen Arbeit und der vielfältigen Kooperationen der Kirchen «inzwischen die Gemeinsamkeiten der Kirchen im Vergleich mit den verbleibenden Differenzen bei weitem überwiegen». Dieses theologische Fazit dürfe nicht unterschätzt werden, betonte Hein. «Es bietet – wie der gesamte Text – eine verlässliche Voraussetzung dafür, sich gemeinsamer Wurzeln zu vergewissern und den ökumenischen Dialog unbedingt und beherzt weiterzuführen. Die Steine auf dem Weg sind ja noch längst nicht alle ausgeräumt», sagte er.

Sattler unterstrich in ihrem Statement, dass der ÖAK mit dem Dokument «im Konzert der vielen Meinungen zum Gedenkjahr 2017» etwas beitragen möchte, «was an anderen Orten in dieser Form nicht geschieht: eine Zusammenschau der historischen Rekonstruktionen der Ereignisse im 16. Jahrhundert mit grundlegenden, auch gegenwärtig wichtigen Fragen des Kirchenverständnisses unter dem leitenden Gesichtspunkt der Reformbedürftigkeit sowie der Reformfähigkeit aller Kirchen», so die PRessestelle des Bistums Mainz. «Im Blick auf diese Grundaussage – die Kirche ist stets der Reform, der Reinigung und der Erneuerung bedürftig – gibt es keinen Streit im ÖAK. Sie bildet die Grundlage für weitere wissenschaftliche Studien im Horizont der gegenwärtigen Herausforderungen der Ökumene», sagte Sattler. Leppin betonte, dass in der Studie «das Reformationsereignis konsequent als historisches und theologisches Geschehen» beschrieben werde. Es gehe nicht nur um die theologischen Lehren, sondern auch um das gesamtgesellschaftliche Geschehen «Reformation». Das Jahr 2017 könne als ein «Impuls für Ökumene» verstanden werden.

Studie: «Die Kirchen sind füreinander und nicht gegeneinander da.»

In der Studie des ÖAK wird die Erinnerung an die Reformation zudem als ein «ökumenisches Ereignis» bezeichnet, «durch das die Gemeinschaft zwischen den evangelischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche vertieft werden kann». Es sei gut, dass sich viele ökumenische Kreise gemeinsam um das Gedächtnis der Reformation bemühten. «Die Reformation hat ursprünglich keine Spaltung der westlichen Christenheit intendiert, sondern wollte die Erneuerung der gesamten Kirche aus dem Geist des Evangeliums. Die Besinnung auf die Reformation stärkt die Ökumene und die ökumenische Theologie. Sie macht deutlich: Die Kirchen sind füreinander und nicht gegeneinander da. Jede Kirche gewinnt an Profil nicht gegen die anderen Kirchen, sondern im Miteinander mit ihnen», heißt es in dem Text.

Es sei in «ökumenischer Perspektive selbstverständlich», dass evangelische Kirchen und römisch-katholische Kirche ihre Grundhaltung zum Gedächtnis an die Reformation unterschiedlich bestimmten: «Das entbindet aber nicht davon, an einer gemeinsamen, ökumenischen Deutung und Bewertung des Geschehens auch im Sinne einer gemeinsamen Wertschätzung der Reformation zu arbeiten. Die aus den gemeinsamen Herausforderungen und den Einsichten aus den Dialogen entstehenden gemeinsamen Aufgaben sollten zudem beim Reformationsgedenken im Jahr 2017 im Mittelpunkt stehen.» Beides erscheine als «die entscheidende Voraussetzung, um das Jahr 2017 auch gemeinsam zu begehen». «Die Einstellungen zur Reformation und die Erfahrungen mit den Folgen der Reformation aber sind unterschiedlich und dürfen es auch sein», wird in dem Text betont. Das Reformationsgedenken sei «sowohl freudiges Feiern der Reformation als auch selbstkritische Besinnung». Es sei ein «Zeichen der ökumenischen Verbundenheit», wenn am Gedenktag der Reformation am 31. Oktober 2017 christliche Gemeinden aller Konfessionen an ihren Orten ökumenische Gottesdienste feierten.

Stichwort: ÖAK

Der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen wurde 1946 gegründet und zähle «zu den ältesten ökumenischen gemeinsamen Arbeitskreisen» in Deutschland, erklärte Kardinal Lehmann. Initiatoren des Kreises waren der damalige evangelische Bischof von Oldenburg, Professor Wilhelm Stählin, und der damalige Erzbischof von Paderborn, der spätere Kardinal Lorenz Jaeger. «In voller Loyalität der beiderseitigen Teilnehmer gegenüber ihrer eigenen Kirche und zugleich in großer Aufgeschlossenheit für die Partner wurden fast alle kontrovers-theologischen Grundfragen besprochen», sagte Lehmann. Nachdem sich die Arbeit zunächst «in aller Stille» vollzogen habe, wurden später Referate und Ergebnisse der Sitzungen veröffentlicht; seit 1982 hat der Kreis eine eigene Buchreihe mit dem Titel «Dialog der Kirchen». (26.03.2015)

Linktipp:

Die Studie «Reformation 1517-2017. Ökumenische Perspektiven» erhalten Sie hier:

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Reformationsjubiläum
Der Kirchenkreis Marburg bereitet sich auf das große Ereignis im Jahr 2017 vor

Marburg-Wehrda (medio). Auf der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Marburg, die am Mittwochabend (25.03.) in der Trinitatiskirche in Wehrda zusammentrat, berichtete Dekan Burkhard zur Nieden von zahlreichen Aktivitäten und Planungen für die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum 2017, teilte der Medienbeauftragter für den Sprengel Waldeck und Marburg, Karl-Günter Balzer, mit. Touristische Attraktionen würden deutschlandweit entwickelt. Konzerte und Vorträge, Symposien und Tagungen, Feste und Gottesdienste seien geplant. Alle Bundesländer hätten sich inzwischen darauf verständigt, den 31. Oktober 2017 einmalig zum gesetzlichen Feiertag einzurichten. Zur Nieden rechne fest damit, dass viele Menschen nach Deutschland und Marburg kommen werden, so Balzer. Marburg als Ort des Religionsgespräches von 1529 sei ein Ort der Reformation und damit zugleich einer der 80 Orte des europäischen Stationenweges der Reformation, die besonders im Blickpunkt stehen werden.

Erste Ideen, die es für das Reformationsjubiläum im Kirchenkreis gibt, wurden der Synode vorgestellt und in Arbeitsgruppen diskutiert, berichtet der Medienbeauftragte weiter. Unter dem Projektnamen „Tri-Polis“ stellte Pfarrer Ulrich Biskamp ein gemeinsames Projekt der evangelischen Kirchen in Prag, Zürich und Marburg vor. Prag erinnere bereits im laufenden Jahr an den tschechischen Reformator Jan Hus, der 1415 mit seinen Schriften auf dem Scheiterhaufen landete, und Zürich an Huldrych Zwingli, durch den die Reformation 1523 in die Stadt kam.  Damit würden die Reformationsfeierlichkeiten ausgeweitet und von der Konzentration auf Luther und die deutschen Reformatoren weggeführt, so Balzer. Zwischen diesen drei Städten gäbe es bereits einen regen Austausch. In den nächsten Jahren seien z.B. Kirchenvorsteherbegegnungen, Konfirmanden- und Jugendcamps, Wander- und Fahrradpilgern angedacht.

Außerdem seien, erklärte der Synodale Dr. Erich Weidner, Begegnungen mit der Partnerkirchenkreis Moretele in Südafrika geplant, die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche von Südafrika (ELCSA) gehört. Weitere Impulse könnte das Lutherfest in Lohra geben, das die Kirchengemeinde bereits zweimal gefeiert hat. Es sei eine gelungene Mischung zwischen Mittelalterfest und theologischer Bildung und könnte ein Vorbild für weitere ähnliche Aktionen über den Kirchenkreis hinaus sein, berichtete Balzer weiter. Die Synode nahm die vorgestellten Projekte zustimmend zur Kenntnis und zeigte sich offen für weitere Initiativen bis 2017 zu entwickeln.

Stichwort Reformation:

Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther laut Überlieferung 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Darin stellte er sich gegen die damalige Praxis des Ablasshandels, die behauptete, dass die Menschen durch die Zahlung von Geld Erlösung erlangen könnten. Dagegen stellte er die Gnade und Liebe Gottes, die alleine im vertrauenden Glauben dem Menschen geschenkt werde. Luthers Thesenanschlag gilt als Auslöser der Reformation in Deutschland, an deren Ende auch die ursprünglich nicht beabsichtigte Spaltung der Kirche in verschiedene Konfessionen stand. (26.03.2015)

Ahnenforschung durch Online-Recherche
Das Kirchenbuchportal «Archion» geht online

Kassel (medio). Seit heute (20. März) können die Kirchenbücher der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und 10 weiterer evangelischer Landeskirchen online eingesehen werden. Die Freischaltung des Kirchenbuchportals «Archion» unter www.archion.de wurde mit einem feierlichen Empfang im Haus der Kirche in Kassel eröffnet, teilte die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs in Kassel, Dr. Bettina Wischhöfer, mit.

«Kirchenbücher sind weit mehr als Tabellen von Daten und Namen. Sie sind Spuren gelebter Vergangenheit», erinnerte der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dessen Grußwort von Dr. Henning Pahl vom Evangelischen Zentralarchiv Berlin vorgetragen wurde. Zeugnisse der Vergangenheit zu erhalten und zur Auswertung bereitzustellen sei eine der vornehmsten Pflichten der evangelischen Archive, hieß es in dem Grußwort weiter.  Zugleich bedeute jedes Blättern aber auch eine Gefahr für den Erhalt eines Kirchenbuchs. «Das nun entwickelte Kirchenbuchportal löst diesen Widerspruch zwischen Bestandserhaltung und Nutzerorientierung auf bestmögliche Art und Weise auf: Die Originale können geschützt im Magazin bleiben, und doch erhält jeder, der sich dafür interessiert, die Möglichkeit, die Kirchenbücher anzuschauen und auszuwerten, und zwar ganz bequem vom heimischen PC aus», so der Ratsvorsitzende in seinem Grußwort.

Das Großprojekt ist eine Gemeinschaftsleistung von zunächst elf evangelischen Landeskirchen und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die die eigens dazu die  Kirchenbuchportal GmbH gegründet haben. Insgesamt wurden bislang 2,5 Millionen Kirchenbuchseiten digitalisiert. Langfristig sollen etwa 200.000 evangelische Kirchenbücher gegen Entgelt online verfügbar gemacht werden. Zunächst könne nur ein Teil der Kirchenbücher eingesehen werden, aber es kämen regelmäßig neue Kirchenbücher dazu, so Bettina Wischhöfer.

Herausragend sei auch, dass sich das Portal selbst finanziell tragen werde, so die Leiterin des Archivs, weil es die Beteiligung von Nutzern mit einem betriebswirtschaftlichen Ansatz vereine. Nutzer können bei Archion nicht nur nach ihren Ahnen forschen, sondern sich auch in einem Forum miteinander austauschen, eigene Auswertungen in das Portal hochladen und Anderen zugänglich machen. Außerdem gäbe es die Möglichkeit, einzelne Einträge oder ganze Kirchenbücher abzuschreiben. Das Ergebnis könne dann über die Recherchefunktion durchsucht und mit dem Original verglichen werden.

Das Portal wurde bereits von 4.000 Nutzern in einer Erprobungsphase ausgiebig getestet. Archion sei jedoch auch weiterhin bestrebt, mit den Usern in regem Austausch zu stehen. Das Portal werde stetig ausgebaut. Es stehe auch für die Quellen von anderen Konfessionen zur Verfügung. Außerdem seien staatliche, kommunale oder auch Universitätsarchive eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. (20.03.2015)

Impressionen von der Freischaltung von www.archion.de:

Linktipp:

Das Kirchenbuchportal «Archion» finden Sie im Internet unter:

archion.de

Prälatin Marita Natt feierte 60. Geburtstag

Kassel (epd/medio). Kassel (epd/medio). Die Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Marita Natt, hat am Sonntag (15.3.) ihren 60. Geburtstag gefeiert. Anlässlich ihres Geburtstages hatte die Landeskirche am Montag zu einer Andacht ins Kasseler Haus der Kirche eingeladen, die von Bischof Martin Hein gestaltet wurde. In seiner Predigt hob Hein die Fröhlichkeit und Jugendlichkeit der Prälatin hervor, mit der sie ihren Mitmenschen begegnet. «Ja, wir schätzen uns froh, Sie hier bei uns zu haben, liebe Prälatin: im Landeskirchenamt, in unseren Gemeinden, in unserer Kirche – und überhaupt. Es ist ein Geschenk Gottes, dass es sie gibt! », sagte der Bischof. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Bläserchor des Hauses der Kirche und Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum an der Orgel.

Bei einem sich anschließenden Empfang im Saal «Landgraf Philipp», zu dem Pfarrerinnen und Pfarrer sowie Mitarbeitende des Landeskirchenamtes und weitere Gäste gekommen waren, sprachen Pröpstin Sabine Kropf-Brandau (Sprengel Hersfeld) und Dekan Wolfgang Heinicke (Kirchenkreis Hofgeismar) Grußworte. Danach konnte auf Prälatin Natt angestoßen werden.

Fotostrecke:

Weitere Fotos von der Andacht und vom Empfang im Kasseler Haus der Kirche finden Sie in unserer Fotostrecke:

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Zur Person:

Pfarrerin Marita Natt ist als theologische Stellvertreterin des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck seit Mitte 2010 in diesem Amt. Dort ist sie unter anderem für die Besetzung, Errichtung und Aufhebung von Pfarrstellen, die Prädikanten und Lektoren, die Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaften sowie für Visitationen und Amtshandlungen zuständig.

Natt, die in Schwalmstadt-Treysa geboren wurde, studierte zunächst in Gießen vier Semester Deutsch und Religion fürs Lehramt, ehe sie 1975 ein Theologiestudium in Marburg begann. Das Studium setzte sie an den Universitäten Göttingen und Kiel fort. Nach dem 1. Theologischen Examen wurde sie Vikarin in Helmarshausen, ihre Ordination erfolgte 1987 in Melsungen.

Von 1987 bis 2003 versah sie ihren Dienst als Gemeindepfarrerin in den Kirchengemeinden Gottsbüren, Spieskappel und Hofgeismar-Altstadt. Von 2003 bis zu ihrer Berufung als Prälatin 2010 wirkte sie als Pröpstin des Sprengels Hersfeld. Marita Natt ist verheiratet, das Ehepaar hat drei erwachsene Töchter. (16.03.2015)

Impressionen:

Hier finden Sie weitere Impressionen von der Andacht und vom Geburtstagsempfang:

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ekkw.de-Feiertagsservice:
Gottesdienste und Veranstaltungen zu den Osterfesttagen

Kassel (medio). An welchem Ort in Kurhessen-Waldeck Sie zu den Osterfesttagen auch sein werden, mit dem ekkw.de-Feiertags-Service können Sie erfahren, wann und wo von Palmsonntag bis Ostermontag Gottesdienste und Veranstaltungen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck angeboten werden. Über den Link neben diesem Artikel gelangen Sie zu einer Liste mit Veranstaltungen und Gottesdienste.

Wenn Sie selbst Gottesdienste anbieten, können Sie einfach Ihre Veranstaltung in das Terminformular auf ekkw.de eingeben und Ihren Termin am Ende des Formulars der entsprechenden Feiertagsrubrik zuordnen. Die Veranstaltungen werden an den Festtagen auch direkt auf der Homepage der Landeskirche angezeigt. Wer bundesweit nach Veranstaltungen suchen möchte, der ist bei www.ostergottesdienste.de richtig. Auch diese Plattform bietet Ihnen die Möglichkeit, eigene Gottesdiensttermine zu veröffentlichen. (20.03.2015)

Feiertagsservice:

Gottesdienste und Veranstaltungen finden Sie hier:

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Evangelisches Forum Kassel
Bischof Hein plädiert für gemeinsame europäische Sozialpolitik

Kassel (epd). Europa braucht nach Ansicht des kurhessischen Bischofs Martin Hein eine gemeinsame Sozialpolitik. Das Ziel der 28 in der EU zusammengeschlossenen Staaten müsse ein solidarisches Europa sein, sagte Hein am Montagabend bei einem Podiumsgespräch zum Thema
«Europa: Friedensgemeinschaft, Wirtschaftsgemeinschaft, Wertegemeinschaft» des Evangelischen Forums Kassel. In den vergangenen Jahren hätten die sozialen Unterschiede zwischen den Staaten in Europa aber eher zu- als abgenommen.

Das Projekt Europa selbst sei eine «Erfolgsgeschichte», sagte Hein. 28 Nationen hätten sich friedlich zusammengeschlossen und lösten ihre Konflikte nun auf diplomatischem Wege. «Weltweit gesehen ist Europa eine Insel des Friedens», sagte Hein. Der transnationale Charakter des christlichen Glaubens leiste hierzu einen wichtigen Beitrag.

Was zu Europa gehöre, sei allerdings nie eindeutig gewesen, sagte Hein. Wo Russland beginne, höre Europa noch nicht auf, sagte er unter Hinweis auf die Zarenzeit, in der Russland darum gekämpft habe, zu Europa zu gehören. Diese früheren Integrationsbemühungen seien nun aber unter Putin eingestellt worden.

Zuvor hatte der hessische Staatssekretär für Europaangelegenheiten, Mark Weinmeister (CDU), eine fehlende gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik in Europa beklagt.
Allerdings habe es in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gegeben, etwa in der Aufsichtsfunktion der Europäischen Zentralbank über die nationalen Banken.

Momentan gebe es allerdings einen gewissen Stillstand, räumte er ein. «Die oberste Maxime im Moment ist, niemanden zu verlieren», sagte er. Das führe zu vermehrten Zugeständnissen an einzelne Staaten. Auch seien die europäische Kommission und das Europaparlament nach wie vor zu stark vom Europarat und damit von nationaler Politik abhängig. Für die Zukunft sei es zudem wichtig, Staaten in die Lage zu versetzen, vorhandene EU-Mittel sinnvoll einzusetzen. So seien etwa Mittel zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in mehreren Ländern nicht abgerufen worden, da es keine entsprechenden Projekte gegeben habe. (17.03.2015)

Tagung in Frankfurt am Main
«Runder Tisch der Religionen» diskutiert Gewalt in den Religionen

Frankfurt a.M. (medio). Der «Runde Tisch der Religionen» in Deutschland kam am Mittwoch (11.3.) in Frankfurt am Main zu seinem regelmäßigen Treffen zusammen. Angesichts der aktuellen Situation befasste sich das bundesweite Dialogforum in einen inhaltlichen Teil mit der Gewalt in den Religionen. Es sei ein Phänomen, das wohl den meisten Religionen bekannt ist: ihre Gedanken und Inhalte werden missbraucht, um menschenverachtende oder gar terroristische Taten zu rechtfertigen, berichtete Pfarrer Jens Heller, Medienbauftragter im Sprengel Hanau, von dem Treffen.

Im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stünden derzeit die Gräueltaten des Terrornetzwerkes „Islamischer Staat“ vor allem in Syrien. Unter Berufung auf den Koran und mit dem Anspruch, einen Gottesstaat zu errichten, würden grausame Verbrechen an der Menschlichkeit verübt, vor denen selbst die große Mehrheit der Muslime nur erschrocken den Kopf schütteln kann, so Heller weiter.

In zahlreichen Fernsehtalkrunden werde in diesen Tagen allerdings der Versuch unternommen, die Religion des Islam von der Belastung durch den Islamismus zu unterscheiden und zu befreien. Dr. Detlef Görrig, Beauftragter der Eevangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für den interreligiösen Dialog, und Dr. Timo Aytac Gützelmansur von der Christlich-Islamischen Begegnungs- und Dokumentationsstätte (CIBEDO) versandten im Vorfeld der Sitzung eine Liste mit potientiell gewaltverherrlichenden Koranversen an die Vertreter des Islam mit der Bitte um Erläuterung und Auslegung.

Selçuk Dogruer, Landeskoordinator des DITIB Landesverbandes Hessen, erläuterte die Verse auf dem Hintergrund ihrer Entstehungsgeschichte. Sie seien in einer Zeit der Bedrängnis geschrieben worden und hätten auch nur Gültigkeit, wenn und solange eine akute Bedrohung vorliege. Man müsse im Koran normative und historische Verse unterscheiden. Im Mainstream der Koranauslegung gebe es fünf unbedingt schützenswerte Prinzipen: das Leben, die Religion, was auch als Religionsfreiheit zu übersetzen sei, die Nachkommenschaft, das Eigentum und der Verstand. Zudem sei bei der Betrachtung zeitgenössischer Phänomene in islamischen Ländern auch immer zu bedenken, dass die Mehrzahl der Gesetze nicht religiös, sondern kulturell bedingt seien. Der Islam lehre eben keine Gewalt, sondern Toleranz. Mission sei im Islam nie als Zwang zu verstehen, sondern müsse immer auf dem freien Willen beruhen. Wo dies nicht so verstanden werde, treffe man auf ein Paradoxum.

Der Islamwissenschaftler und Pädagogische Mitarbeiter im «Violence Prevention Network», Talha Taskinsoy, erläuterte die Mechanismen und Prozesse, die bei muslimischen Jugendlichen zur Radikalisierung führen. Dazu berichtete er lebendig und anschaulich aus seinem Alltag, wo es darum gehe, diese Radikalisierung zu verhindern oder bereits radikalisierte Jugendliche zurückzugewinnen. Die Abgrenzungstendenzen seien in der Regel gerade nicht religiös, sondern sozial motiviert. Die «religiöse Schicht» sei am Ende sehr dünn.  Jugendliche kämen meist aus sozial schwachen Bedingungen und hätten zudem in der Regel Erfahrungen mit Diskriminierung gemacht. In der Begegnung mit ihnen gehe es zunächst einmal darum, zuzuhören. In vielen Gesprächen werde versucht, die Jugendlichen vor den Radikalismen zu retten und ihnen stattdessen Ideale zu geben. In Deutschland müsse man, empfahl Taskinsoy, mehr mit den Begriffen spielen: so seien muslimische Kinder nicht «Kinder mit Migrationshintergrund», sondern eher «Kinder mit kulturellen Zusatzqualifikationen». Die Teilnehmer der Diskussionsrunde waren sich darin einig, dass es positive Signale brauche, um voranzukommen, so Pfarrer Heller. (12.3.2015)

Linktipp:

Informationen zum «Runden Tisch der Religionen» finden Sie im Internet
unter:

runder-tisch-der-religionen.de/

«Begreift ihr meine Liebe?»
Weltgebetstag thematisierte Situation der Frauen auf den Bahamas

Bahamas (medio/epd). Der Weltgebetstag der Frauen am 06. März stellte die 700 Inseln der Bahamas in den Mittelpunkt und steht unter dem Motto «Begreift ihr meine Liebe?». Der Inselstaat zwischen den USA, Kuba und Haiti ist ein wirtschaftlich erfolgreiches, touristisches Sehnsuchtsziel. Aber das vermeintliche Paradies habe mit Problemen zu kämpfen, heißt es in der Pressemitteilung des Weltgebetstags der Frauen – Deutsches Komitee e.V.: Extreme Abhängigkeit vom Ausland, Arbeitslosigkeit und eine erschreckend hohe Gewalt gegen Frauen und Kinder. Diese Sonnen- und Schattenseiten beleuchteten Christinnen der Bahamas in ihrem Gottesdienst zum Weltgebetstag 2015, heißt es weiter. Rund um den Erdball wurde dieser am vergangenen Freitag in ökumenischen Gottesdiensten gefeiert.

Beim Weltgebetstag 2015 wird besonders das Leid der Frauen auf den Bahamas thematisiert. Das Land weise eine der höchsten Vergewaltigungsraten weltweit auf. Häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder sei auf den Bahamas an der Tagesordnung, heißt es in der Mitteilung. In kaum einem anderen Land der Welt hätten Teenager so früh Geschlechtsverkehr; jede vierte Mutter sei jünger als 18 Jahre. In Ihrem Gottesdienst «Begreift ihr meine Liebe?» benennen die christlichen Frauen der bahamaischen Weltgebetstags-Bewegung mutig diese Schattenseiten ihrer Heimat, so das Komitee. Der Gottesdienst mache zugleich Hoffnung auf Gerechtigkeit in Kirche und Gesellschaft und ermutigt zum Einsatz gegen geschlechterspezifische Gewalt.

Weltgebetstag in Kurhessen-Waldeck

Auch in den Gemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wurden viele Gottesdienste zum Weltgebetstag angeboten. Im Vorfeld des Tages hatte das Referat Erwachsenenbildung der Landeskirche vielfältige Fortbildungen für interessierte Gemeinden angeboten, bei denen sich mit dem Gastgeberland und dem Gottesdienst auseinandergesetzt werden konnte.

Allein in Kassel wurden mehrere, teilweise ökumenische Gottesdienste veranstaltet, berichtete der evangelische Stadtkirchenkreis. Vielfach waren die Besucher nach dem Gottesdienst noch zu einem Beisammensein mit Speisen von den Bahamas eingeladen. Neben den normalen Gottesdiensten gab es in vielen Kirchenkreisen auch besondere Weltgebetstagsgottesdienste für Kinder oder Familien. Eine besondere Aktion bietet die evangelische Frauenarbeit in Hanau an. Am Mittwoch, 18. März, wird um 19 Uhr der Kinofilm «Ein Mädchen namens Regen» im Gemeindehaus der Christuskirche gezeigt. Das Familiendrama, das ausschließlich auf den Bahamas gedreht wurde, sei noch nicht in deutschen Kinos zu sehen gewesen, hieß es.

Die Kollekte in den Gottesdiensten ist für die Unterstützung von Frauenprojekten in aller Welt bestimmt. So konnten seit 1975 laut Angaben des deutschen Komitees über 6.000 Projekte in rund 150 Ländern weltweit mit ca. 65 Mio. Euro unterstützt werden. In diesem Jahr ist besonders die Unterstützung einer Kampagne des Bahama Crisis Centre vorgesehen, die Mädchen über sexuelle Gewalt aufklären soll.



Stichwort Weltgebetstag

In Deutschland beteiligen sich jedes Jahr bis zu einer Million Frauen und Männer an der weltweiten Bewegung. Der Gottesdienst zum Weltgebetstag wird jedes Jahr von Frauen unterschiedlicher christlicher Konfessionen aus einem anderen Land vorbereitet - z.B. aus Malaysia, Frankreich, Ägypten oder von den Philippinen. Jedes Jahr, immer am ersten Freitag im März, feiern diesen Gottesdienst dann Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche in rund 170 Ländern der Erde. Die Idee zu der inzwischen weltgrößten ökumenischen Basisbewegung von Frauen stammt aus den USA, wo sich Christinnen 1887 erstmals zu einem Weltgebetstag versammelten. 1927 wurde der erste internationale Gebetstag gefeiert. Seit 1949 wird dieser Tag auch in Deutschland gefeiert. (09.03.2015)

Linktipp:

Mehr Informationen und Arbeitsmaterialien zum Weltgebetstag finden Sie auf der Seite des Referats für Erwachsenenbildung:

ekkw.de/service/erwachsenen(...)

Linktipp:

Mehr Informationen über den Weltgebetstag erhalten Sie auf den offiziellen Internetseiten des Weltgebetstags:

weltgebetstag.de

Download:

Laden Sie hier das Faltblatt zum Weltgebetstagsland 2015 runter (© WGT e.V.):

PDF-Datei

Download:

Laden Sie hier eine Rezeptauswahl aus der Küche Bahamas herunter:

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30.000 Euro für Stromgenerator - Delegation in Hessen unterwegs
«Syrienhilfe» der Landeskirche unterstützt Krankenhaus nahe Homs

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck will mit der landeskirchlichen «Syrienhilfe» die medizinische Versorgung in Syrien verstärkt  unterstützen. Aus diesem Anlass waren am Montag (9.3.) zwei Ärzte aus der befreundeten Rum-Orthodoxen Kirche in Syrien im Kasseler Haus der Kirche zu Gast, um mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein und Ökumenedezernentin Dr. Ruth Gütter über die Beschaffung und Lieferung von medizinischem Gerät und weiteren Hilfsgütern zu beraten. Begleitet wurden Dr. Maher Amari und Dr. Khaled Yazisi vom Vorsitzenden des Antiochiaausschusses der Landeskirche, Dekan Dr. Martin Lückhoff.

Der Besuch in Kassel war der Auftakt für einen einwöchigen Aufenthalt in Kurhessen-Waldeck, bei dem die Ärzte vom kirchlichen Krankenhaus Al Hosn Kontakte knüpfen und in Gesprächen um Medizintechnik und deren Transport nach Syrien bitten wollen. Sie besuchen dazu Krankenhäusern und Firmen u.a. in Kassel, Bad Wildungen, Hanau, Melsungen und Frankfurt am Main, so Oberlandeskirchenrätin Gütter. Das Krankenhaus ist westlich von Homs nahe der syrisch-libanesischen Grenze gelegen.

Die Ärzte berichteten von der angespannten Lage in ihrem Land. In Homs würden vereinzelt Menschen wieder in ihre zerstörten Häuser zurückkehren. In vielen anderen Landesteilen herrsche jedoch nach wie vor Krieg und Terror, so Oberlandeskirchenrätin Gütter. Das Krankenhaus sei das einzige für ca. 300.000 Menschen in der Region, zu denen nicht nur Opfer des Bürgerkrieges sondern auch eine große Anzahl von Binnenflüchtlingen gehörten, so Gütter. Viele Menschen könnten nicht für die Behandlung bezahlen, wodurch das Krankenhaus kaum seine Ausgaben decken könne und auf die Hilfe von außen angewiesen sei, heißt es in der Mitteilung der Dezernentin.

Glücklicherweise sei das Krankenhaus nicht von Zerstörung und Beschuss betroffen. Allerdings sei man dort mit ca. 80 Betten kaum in der Lage, den großen Bedarf an Versorgung zu decken und plant eine Ausweitung der Angebote. Besonders notwendig sei der Austausch eines Stromgenerators, um das Krankenhaus verlässlich mit Energie versorgen zu können. Dazu konnte Dezernentin Gütter bereits die Übernahme der Kosten für eine umgehende Neuanschaffung in Höhe von 30.000 Euro zusagen, die aus den bereits eingegangenen Spendenmitteln übernommen werden könnten. Für die Beschaffung und den Transport für weitere medizinische Geräte soll nach Abschluss des Besuchs in Deutschland einen Plan für die nächsten Monate und Jahre aufgestellt werden. (10.03.2015)

Linktipp:

Informationen zur Freundschaft mit der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia finden Sie im Bereich «Unsere Kirche»:

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«Im Gehen entsteht der Weg»
Woche der Brüderlichkeit wird in Ludwigshafen eröffnet

Ludwigshafen/Bad Nauheim (epd/medio). Die bundesweite christlich-jüdische «Woche der Brüderlichkeit» vom 8. bis 15. März steht in diesem Jahr unter dem Motto «Im Gehen entsteht der Weg» und will aktuelle Impulse für die Begegnung von Christen und Juden geben. Die zentrale Eröffnungsfeier der Woche, bei der auch die Buber-Rosenzweig-Medaille vergeben wird, findet am 8. März in Ludwigshafen statt, teilte der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Bad Nauheim mit. Während der Woche werden viele Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Theatervorstellungen, Vorträge und Filme angeboten.

Feindbilder, wie sie Antisemiten, Islamisten und die islamkritische Bewegung "Pegida" pflegten, müssten abgebaut werden. So lange vor Synagogen in Deutschland aus Sicherheitsgründen Polizeiwagen stünden, «sind wir noch nicht dort angekommen, wo wir hinwollen», sagte Rudolf Sirsch vom Koordinierungsrat im Bezug auf das Motto 2015.

Preisträger 2015 der Buber-Rosenzweig-Medaille ist der katholische Theologe Hanspeter Heinz und der von ihm geleitete Gesprächskreis «Juden und Christen» beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Die undotierte Auszeichnung wird an Personen oder Institutionen vergeben, die sich um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben. Die Laudatio hält der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm. Mit einer Sondersendung wird über die Eröffnungsfeier abwechselnd in ZDF und ARD berichtet.

«Woche der Brüderlichkeit» in Kurhessen-Waldeck

Auch in Kurhessen-Waldeck gibt es Veranstaltungen zur christlich-jüdischen Woche. In Bad Hersfeld lädt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Bad Hersfeld-Rotenburg e.V zu einem Vortrag von Dr. Konrad Görg, am 10.3. um 19:30 Uhr im Altenzentrum Hospital in Bad. Am 22. März veranstaltet die Gesellschaft ein Jazzkonzert mit dem Pianisten Menachem Har-Zahav in der Stadthalle in Bad Hersfeld. Das Besondere: Das Konzert ist für Kinder und Jugendliche kostenlos.

Stichwort: «Woche der Brüderlichkeit»

Die «Woche der Brüderlichkeit» ist eine Initiative der mittlerweile mehr als 80 deutschen Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Die ersten Gesellschaften entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg in der amerikanischen Besatzungszone. Nach dem US-Vorbild einer institutionalisierten Zusammenarbeit von Christen und Juden sollten die örtlichen Gesellschaften als Teil des Umerziehungsprogramms zu einem christlich-jüdischen Dialog beitragen und Antisemitismus vorbeugen. Die christlich-jüdischen Gesellschaften wenden sich gegen alle Formen von Judenfeindschaft, religiösen Antijudaismus, Antisemitismus, Antizionismus, Rechtsextremismus sowie Diskriminierung aus religiösen, weltanschaulichen, politischen, sozialen und ethnischen Gründen. (06.03.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Woche der Brüderlichkeit finden Sie auf der Seite des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit:

deutscher-koordinierungsrat.de/

Linktipp:

Hier finden Sie das Themenheft zur Woche der Brüderlichkeit 2015

deutscher-koordinierungsrat.de(...)

Diskussionsveranstaltung im Bundessozialgericht
Juristenforum sieht Palliativversorgung als Alternative zur Suizid-Beihilfe

Kassel (medio). Sollte der ärztlich begleitete Suizid zum Normalfall werden, ließe sich die Forderung nach Tötung auf Verlangen kaum noch zurückweisen. Diese Position vertrat der Theologe Prof. Dr. Peter Dabrock beim 6. Evangelischen Juristenforum in Kassel. In den Räumen des Bundesozialgerichts diskutierte Dabrock, der stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Ethikrats ist, mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) unter der Überschrift «Hilfe beim Sterben statt Hilfe zum Sterben – Palliativmedizin als Alternative zum ärztlich assistierten Suizid?». Moderiert wurde der Abend von Bischof Prof. Dr. Martin Hein.
 
Hintergrund ist die im vergangenen Jahr begonnene Debatte im Bundestag um den ärztlich begleiteten Freitod, also etwa die Möglichkeit, dass Ärzte ihren Patienten tödliche Medikamente zugänglich machen. Da Suizid in Deutschland nicht strafbar ist, könne es auch die Beihilfe nicht sein, machte Gröhe in Kassel deutlich. Allerdings erlaubten die Standesordnungen der Ärzte die Suizid-Assistenz nicht. Sanktionen, wie etwa der Entzug der Arzt-Zulassung, seien jedoch immer an den Einzelfall gebunden; in den vergangenen Jahren sei es kein einziges Mal dazu gekommen. Insofern, so Gröhe, sei auch keine Generalklausel für den begleiteten Suizid nötig, denn diese mache den Freitod zu einer «Behandlungsmethode», was er ablehne. Auch einen Katalog, der regele, wann eine solche Beihilfe möglich wäre, lehnt Gröhe ab: «Das führt ins Dickicht.»

Theologe Dabrock und Minister Gröhe: Palliativversorgung muss ausgebaut werden

Dabrock, der Professor für Systematische Theologie (Ethik) an der Universität Erlangen-Nürnberg, stellte den in der Debatte immer wieder ins Feld geführten Begriff der Selbstbestimmung in Frage. Es gebe ein Ideal, das mit dem Satz «Ich möchte so sterben wie ich gelebt habe» charakterisiert werde. Tatsächlich aber werde das Leben durch Beziehungen, durch Familie und Freunde, und somit immer auch durch andere bestimmt. Er plädiere für einen anderen, beziehungsorientierten Begriff der Selbstbestimmung. Für den Theologieprofessor ist die Palliativversorgung eine Alternative zum assistierten Suizid. Palliativversorgung umfasse dabei mehr als Palliativmedizin, nämlich auch Angehörige und deren Betreuung. Mit Bundesminister Gröhe war Dabrock sich einig, dass diese Betreuung ausgebaut werden müsse 

Die Grenze zwischen einem ärztlich assistierten Suizid und der Tötung auf Verlangen sei schmaler, als viele denken, sagte der Theologe. «Wer das eine heute zulässt, wird kaum Gründe haben, das andere morgen abzuweisen». Es bestehe die Gefahr, dass Menschen sich fragten: «Warum bin ich noch da?» Und das beträfe gerade die Schwächsten. Dabrock betonte auch, dass eine Demenz dem Menschen das Selbstbestimmungsrecht nicht nehme. «Es ist weiterhin ein Selbst, das sich bestimmt.» Es sei möglich, Willensäußerungen von Demenzkranken zu interpretieren. Allerdings sei das sehr schwierig, räumte Dabrock ein.

Diskussion zwischen Referenten und Gästen zum Abschluss

Zum Abschluss der Debatte der Referenten untereinander und mit den mehr als 150 Gästen im Bundessozialgericht hatte Bischof Hein zwei Fragen vorbereitet. Er wollte wissen, ob Minister Gröhe die Heftigkeit der Debatte überrascht habe. Der verneinte. Eine solche Debatte sei typisch für westliche Gesellschaften mit einem bisweilen "übersteigerten Selbstbestimmungsgefühl". Und vom Ethiker und Theologen erfragte Hein eine Prognose für die Bundestagsentscheidung. Dabrock sagte er sei sicher, dass gewerbsmäßige Sterbehilfe verboten würde; und er sei guter Hoffnung, dass der ärztlich begleitete Suizid nicht explizit erlaubt werde. Idealerweise werde aber die Palliativversorgung gestärkt, bevor der Bundestag über die Suizid-Assistenz entscheide.  

Impressionen von den Vorträgen und der anschließenden Disskussion:

Stichwort «Evangelisches Juristenforum»

Seit dem Jahr 2012 bietet das Evangelische Juristenforum des Bundessozialgerichts und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine bundesweite Plattform für Diskussionen im Schnittfeld von Recht und Theologie. Im Zentrum der vergangenen Foren mit renommierten Theologen und Juristen standen die Themen «Kirchliches Arbeitsrecht - Auf dem 'Dritten Weg' in die Zukunft?», «Familie, Ehe, Partnerschaft im Wandel gesellschaftlicher, rechtlicher und theologischer Perspektiven», «Religionsfreiheit und Säkularisierung. Europäische Perspektiven» sowie «Assistierter Suizid - Auf der Grenze von Recht und Moral». (03.03.2015)

Internetradio:

Sich geborgen fühlen und alle Wünsche äußern können - das wird in Hospizen für Menschen am Lebensende ermöglicht. medio-Reporter Torsten Scheuermann hat mit einem Gast im Hospiz Kassel gesprochen:

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Download:

Programmflyer des 6. «Evangelischen Juristenforums» herunterladen:

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Diskutieren Sie dieses Thema auch auf der Facebookseite der Landeskirche unter:

facebook.com/ekkw.de

Das Bundessozialgericht Kassel finden Sie im Internet unter

bsg.bund.de

Spitzentreffen in Berlin
Kirchen begrüßen Kurskorrekturen bei Kirchenasyl

Berlin (medio). Am 24. Februar 2015 haben sich Vertreter der katholischen und evangelischen Kirche zu einem Spitzengespräch mit dem Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Manfred Schmidt, in Berlin getroffen. Nachdem bereits der Vergleich zwischen Kirchenasyl und Scharia durch den Bundesminister des Innern zurückgezogen wurde, habe in dem Gespräch auch das BAMF klargestellt, dass die Tradition des Kirchenasyls an sich nicht in Frage gestellt werde, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit. Gleichzeitig sei die Einführung einer verschärften Fristenregelung aufgeschoben worden.

An dem Gespräch nahmen der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, und der Bevollmächtigte des Rates der EKD, Prälat Martin Dutzmann, teil. «Die beiden großen christlichen Kirchen begrüßen diese wichtigen Kurskorrekturen», würdigten Jüsten und Dutzmann das Gesprächsergebnis. «Uns liegt am Herzen, dass das Kirchenasyl in seiner bisherigen Form erhalten bleibt», betonte Jüsten. «Das ist nun bis zum Herbst ohne Einschränkung möglich». Im Vorfeld war vom Bundesamt angekündigt worden, die Frist zur Überstellung von Personen im Kirchenasyl, die im Rahmen der sogenannten «Dublin–Verordnung» in einen anderen Mitgliedstaat abgeschoben werden sollen, von sechs auf 18 Monate zu verlängern. Die Entscheidung über die Einführung dieser verlängerten Frist sei nun aufgeschoben.

Gemeinden entscheiden selbstständig / Neues Verfahren zwischen Kirchen und BAMF

Prälat Dutzmann hob hervor: «Gemeinden entscheiden selbstständig über die Gewährung von Kirchenasyl, wenn sie befürchten, dass einem Menschen bei seiner Abschiebung Menschenrechtsverletzungen oder unzumutbare Härten drohen.» Das sei auch in «Dublin-Fällen» nicht ausgeschlossen, so Dutzmann. «Kirchenasyl ist für uns immer ultima ratio», ergänzte Jüsten. In der Zeit bis zum Herbst wollen die Kirchen und das BAMF nun eine neue Zusammenarbeit bei Kirchenasylfällen erproben. Dabei sollen Kirchenvertreter die Möglichkeit bekommen, Einzelfälle erneut vom Bundesamt überprüfen zu lassen, vorzugsweise noch bevor die betroffenen Personen in das Kirchenasyl aufgenommen werden. Für die Kommunikation sollen zentrale Ansprechpartner sowohl auf Seiten der Kirchen wie auch des BAMF benannt werden. «Wir hoffen, dass dies zu einer Vermeidung von Härtefällen beiträgt», erläutert Dutzmann. 

Kirchenasyl will Rechtsstaat nicht in Frage stellen

Unter anderem haben die Gesprächsteilnehmer festgehalten, dass die Kirchen mit dem Kirchenasyl nicht das Ziel verfolgen, den Rechtsstaat in Frage zu stellen oder über das Kirchenasyl eine systematische Kritik am Dublin-System zu üben. Kirchenasyl sei kein eigenständiges, neben dem Rechtsstaat stehendes Institut, habe sich jedoch als christlich-humanitäre Tradition etabliert. «Das Bundesamt beabsichtigt nicht, die Tradition des Kirchenasyls an sich in Frage zu stellen», heißt es in dem von allen Seiten getragenen Gesprächsvermerk.

Stichwort Kirchenasyl

Derzeit haben evangelische und katholische Gemeinden in Deutschland 226 Kirchenasyle gewährt. Angesichts von mehr als 200.000 Asylverfahren in Deutschland im Jahr 2014 unterstreichen die weiterhin niedrigen Fallzahlen den Charakter des Kirchenasyls als Nothilfe im Einzelfall, so die EKD. (02.03.2015)

Download:

Broschüre zum Kirchenasyl im Raum der evangelischen Kirchen in Hessen mit Grundlagen, Hinweisen zur Durchführung und Ansprechpersonen:

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Hoher Besuch in Maintal-Dörnigheim
Daniela Schadt besucht Evangelisches Kinder- und Jugendzentrum

Maintal-Dörnigheim (medio). Daniela Schadt, die Lebensgefährtin von Bundespräsident Joachim Gauck, hat am Donnerstag (26.2.) das Evangelische Kinder- und Jugendzentrum Maintal besucht. Schadt kam auf Einladung des Vorsitzenden des Vereins «Tischlein Deck Dich», Jürgen Malbrich, der in dem Zentrum maßgeblich den Mittagstisch und die Hausaufgabenbetreuung für bedürftige Kinder fördert, teilte Pfarrer Eckhard Sckell von der Evangelischen Kirchengemeinde Dörnigheim mit.

 

Die First Lady der Bundesrepublik informierte sich ausführlich über die Aktivitäten im Jugendzentrum und zeigte sich beeindruckt von der Arbeit des Jugendzentrums, das sich besonders um Kinder aus sozial schwachen Familien kümmert. Bei ihrem Besuch half Daniela Schadt bei den Hausaufgaben und aß gemeinsam mit den Kindern zu Mittag, berichtete Katrin Deißler, die Leiterin der Einrichtung. «Ich nehme mit, dass es auch in den kleinen Gemeinden Probleme gibt und es gibt aber auch Menschen in den Gemeinden, die sagen: Da müssen wir doch was machen!», so Schadt gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio!». Das große Engagement der Menschen in Dörnigheim freue sie besonders, weil sie als Hanauerin selbst aus der Gegend kommt.

Für Pfarrer Sckell habe Daniela Schadt mit ihrem Besuch «eine riesen Wertschätzung» zum Ausdruck gebracht. Schon bei der Begrüßung hätte man gemerkt: «Sie ist ein ganz herzlicher und offener Mensch.», zeigte sich Sckell begeistert.

Evangelische Kinder- und Jugendzentrum Maintal und Verein «Tischlein Deck Dich»

Das Evangelische Jugendzentrum in der Hermann-Löns-Str. 2a in Maintal wurde 1969 gegründet und bietet Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller und sozialer Herkunft Raum für Treffen mit Freunden, für Beratung in unterschiedlichen Lebenslagen und Gelegenheiten für sportliche und kreative Aktivitäten. Nach eigenen Angaben kommen regelmäßig über 100 Kinder und Jugendliche in die Einrichtung. Der Verein «Tischlein Deck Dich» fördert den Mittagstisch mit anschließender Hausaufgabenbetreuung und einen Deutschkurs in den jeweiligen Schulferien unter dem Titel «Spielend Deutsch lernen». Die Kosten für diese Angebote belaufen sich monatlich auf 1.000 Euro. Für die Finanzierung ist der Verein auf Spenden angewiesen. (27.02.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Jugendzentrum unter:

evangelische-kirche-doernigheim.de/(…)

Deutscher Ethikrat zu Hirntod und Entscheidung zur Organspende
Bischof Hein: Zwischen Hirntod und Tod genau unterscheiden

Frankfurt a.M./Kassel (epd). Im Ethikrat besteht nach Darstellung des evangelischen Bischofs Martin Hein Einigkeit, dass der Hirntod eines Menschen die notwendige Bedingung für eine Organentnahme ist. Allerdings gebe es unterschiedliche Auffassungen in der Frage, ob das unumkehrbare Erlöschen aller Hirnfunktionen ein sicheres Todeszeichen sei, sagte Hein gegenüber dem Evangelischen Pressedienst. Der evangelische Theologe war im November in das unabhängige Sachverständigengremium berufen worden. In der am Dienstag veröffentlichten Ethikrats-Stellungnahme zu «Hirntod und Entscheidung zur Organentnahme» unterstützt er eine Minderheitenmeinung, die den Hirntod als unumkehrbaren Beginn eines Sterbeprozesses bewertet.

Für die Mehrheit der Ethikratsmitglieder ist der Hirntod ein sicheres Todeszeichen. Die sieben Vertreter der Minderheitsposition wollten deutlich machen, dass zwischen Hirntod und Tod genau zu unterscheiden sei, sagte Hein. Es gehe um Leben als Zusammenspiel des ganzen Organismus. «Selbst nach Feststellung des Hirntods verfügt der menschliche Organismus mit Hilfe der Intensivmedizin über vielfältige Funktionen. Man kann sagen: In gewisser Hinsicht 'lebt' er.» Der Theologe verwies auf Fälle, wonach bei Hirntoten Schwangerschaften erfolgreich verlaufen seien.

«Die Organentnahme erfolgt in der Phase zwischen irreversiblem Hirntod und dem 'eigentlichen' Tod, der ohne intensivmedizinische Unterstützung und Organentnahme längst eingetreten wäre. Das ist der entscheidende Differenzpunkt.» Im Hinblick auf Organtransplantation müsse man sich deshalb bewusst machen, «dass die Entnahme von Organen - vereinfacht gesagt - aus einem 'lebenden' Körper erfolgt», argumentiert der kurhessische Bischof. Es handele sich aber um keine Tötung, sofern der Eingriff dem ausdrücklichen oder mutmaßlichen Willen des Betroffenen entspreche. Aufgrund dieser Willensäußerung griffen Ärzte «in die allerletzte Sterbephase ein».

Hinter unterschiedlichen Standpunkten der evangelischen und katholischen Vertreter im Ethikrat lassen sich keine Bruchlinien «konfessioneller Art» vermuten, wie Hein sagte. «Es geht um divergierende, jeweils gut begründete Einschätzungen.» (25.02.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Stellungnahme des Deutschen Ethikrates finden Sie unter

ethikrat.org/

Interview:

Lesen Sie hier das Interview mit Bischof Martin Hein zum Thema «Hirntod und Entscheidung zur Organspende» im Wortlaut:

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«Zeichen setzen für ein gerechtes Europa»
Evangelische Kirchen in Hessen eröffnen Spendenaktion «Hoffnung für Osteuropa»

Gießen (medio). Am Sonntag (22.2.) haben die evangelischen Kirchen in Hessen ihre Spendenaktion «Hoffnung für Osteuropa» erstmals gemeinsam eröffnet. Geleitet wurde der Gottesdienst in der Gießener Petruskirche vom Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, und dem Propst für Oberhessen, Matthias Schmidt, von der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau. Die Hilfsaktion, die in diesem Jahr unter dem Motto «Zeichen setzen für ein gerechtes Europa» steht, soll besonders auf die  Situation in den östlichen Nachbarländern aufmerksam machen, teilten beide Landeskirchen mit.

Bischof Hein: «Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit kennen keine Grenzen»

Im Eröffnungsgottesdienst in der Gießener Petruskirche verwies Bischof Hein auf die bedrückende Situation in Osteuropa und verwies auf den «mit unvorstellbarer Härte» geführten Krieg in der Ukraine und die zunehmende Armut in Ländern, wie Weißrussland. Hein rief dazu auf, angesichts dieser ernüchternden Entwicklungen «einen langen Atem zu behalten» und auf die Hilfe Gottes in einer «zerrissenen Welt» zu vertrauen. Solange die Hoffnung unter den Menschen lebe, gebe es auch «Hoffnung auf Frieden für alle Menschen». Hein gestand ein, dass ein Vierteljahrhundert nach dem Fall des Eisernen Vorhangs viele Erwartungen und Träume im Osten Europas «einer harten Realität» gewichen seien. Angesichts der gegenwärtigen russischen Politik stünden zudem «Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa in Gefahr». Umso wichtiger sind nach Ansicht des Bischofs wichtige Signale, wie die Hilfsaktion «Hoffnung für Osteuropa».

Impressionen aus dem Gottesdienst:

(Fotos: medio.tv/ Balzer)

Im Anschluss an den Gottesdienst konnten Interessierte eine Ausstellung mit konkreten Hilfsprojekten aus Weißrussland, Rumänien und Bulgarien besichtigen. Außerdem informierten Hilfsinitiativen, wie das «Gustav-Adolf-Werk», der «Evangelische Bund» und der «Martin-Luther-Bund» über ihre Arbeit. Die Organisationen unterstützen insbesondere evangelische Gemeinden in Osteuropa und Zentralasien und fördern das gegenseitige Kennenlernen und Verstehen der Kulturen, heißt es weiter.

Impressionen aus der Ausstellung:

(Fotos: medio.tv/ Balzer)

Projektvorstellung: «Hoffnung für Osteuropa» unterstützt Kindererholung für Familien aus Tschernobyl

In Weißrussland und der Ukraine leben mehr als dreieinhalb Millionen Menschen in radioaktiv verseuchten Gebieten. Auslöser dafür war die Atomreaktorkatastrophe in Tschernobyl im Norden der Ukraine im Jahr 1986. Seit dem ist gerade bei Kindern der Gesundheitszustand labil. Sie leiden oft unter Krebserkrankungen und meist ist das gesamte Immunsystem und der Knochenbau beeinträchtigt. Gesunde Ernährung und strahlenarme Umgebung führen bei den betroffenen Kindern zu nachweislich gesundheitlichen Verbesserungen.

Deshalb haben es sich seit 1990 hessische Kirchengemeinden, Vereine und Initiativgruppen zur Aufgaben gemacht, Kinder aus der Tschernobyl-Region einzuladen. Die Kinder, die in begleiteten Gruppen nach Hessen kommen, wohnen für zwei bis drei Wochen bei Gastfamilien oder in Erholungseinrichtungen und werden medizinisch betreut. Dabei verbessert sich durch die gesunde Ernährung und die strahlenarme Umgebung nachweislich der Gesundheitszustand. Die Kinder werden bei den Besuchen altersgemäß begleitet und begegnen auch deutschen Jugendlichen. So sind bereits viele Freundschaften über Grenzen hinweg entstanden.

Erholungsprogramme mit vergleichbarer Wirkung werden - ebenfalls unterstützt durch die Hilfsaktion - inzwischen auch in dem Kinderzentrum «Nadeshda» in der Nähe von Minsk in Weißrussland angeboten. Das Zentrum, das sich ca. 500 km nördlich von Tschernobyl befindet, wurde 1994 gemeinsam von Weißrussen und Deutschen aufgebaut.

Impressionen aus dem Kinderzentrum «Nadeshda»

(Fotos: Kinderzentrum «Nadeshda»)

Weitere Projekte in Rumänien, Weißrussland und Bulgarien

Weiterhin unterstützt die Hilfsaktion ein Projekt in Rumänien, das rumänischen Jugendlichen fünfmonatige Kurse in klassischen Handwerksberufen ermöglicht. Dazu gehören u.a. die Berufe des Maurers, Zimmermanns, Dachdeckers und Klempners. Die Ausbildung erfolgt durch deutsche Handwerksmeister im Ruhestand. In Minsk in Weißrussland unterstützt ein Programm ehemalige Opfer des Naziterrors und des stalinistischen Regimes. Sie erhalten Unterstützung beim Einkauf, bei kleineren Reparaturen und bei Behördengängen. Durch ein Pflegefamilien-Netzwerk in Sofia in Bulgarien werden Kinder, die in Heimen oder auf der Straße leben, in Pflegefamilien integriert und erhalten so eine echt Entwicklungschance.

Stichwort: «Hoffnung für Osteuropa»

Die Aktion «Hoffnung für Osteuropa» wurde 1994 von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ins Leben gerufen. Gefördert werden soziale Projekte im Gesundheitswesen, der Gewaltprävention, der Erziehung und Ausbildung in Mittel-, Südost- und Osteuropa. Bisher erfolgten die landeskirchlichen Eröffnungsveranstaltungen auf dem jeweiligen Kirchengebiet. Künftig soll die Aktion abwechselnd in einer der beiden hessischen Kirchen eröffnet werden. (23.02.2015)

Download:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Eröffnungsgottesdienst im Wortlaut:

PDF-Dokument

Weitere Informationen zur Aktion «Hoffnung für Osteuropa» erhalten Sie im Internet auf der Seite des Zentrums für Ökumene:

zentrum-oekumene-ekhn.de

Mehr Informationen zum Projekt «Nadeshda» erhalten Sie im Internet unter:

freunde-nadeshda.de/

Hinweis:

Spendenkonto EKKW
Bank: Evangelische Bank
IBAN: DE33 520 604 10 000 000 3000
Verwendungszweck: 3120000000 HfO

Ordination und Amtseinführung in Tallinn
Urmas Viilma neuer Erzbischof der estnischen Partnerkirche

Tallinn/Estland (medio). In einem Festgottesdienst in der Domkirche zu Tallinn in Estland ist Urmas Viilma am 2. Februar 2015 zum Bischof ordiniert und als Erzbischof der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche (EELK) feierlich eingeführt worden. Der Amtseinführung, zu der über 800 Gäste geladen waren, wohnten mehr als 30 Bischöfe und Erzbischöfe bei, darunter auch der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. Viilma folgt als Erzbischof Andres Põder nach, der das Amt zehn Jahre inne hatte, teilte der Beauftragte für Estlandfragen, Pfarrer Michael Schümers, mit. Die EELK zählt seit 2001 zu den kurhessischen Partnerkirchen.

In seiner Festpredigt erinnerte Viilma an den Jahrestag des Tartuer Friedens, in dem Sowjetrussland 1920 die Unabhängigkeit Estlands anerkannte. Der Erszbischof ermutigte dazu, als Christen und als Kirche selbstbewusst danach zu fragen, wie das Licht des Evangeliums auch heute aufstrahlen, Menschen zu Gott einladen und dem Leben dienen könne, berichtete Pfarrer Schümers.

Neben Erzbischof Viilma wurden in dem Gottesdienst auch die Mitglieder der neue Kirchenleitung in ihre Ämter eingeführt. Auf Vorschlag Viilmas hin gehören dieser erstmals mit Kadri Põder (Außenbeziehungen) und Üle Keel (Kanzlerin) auch zwei Frauen an.

Bei einem sich anschließenden Empfang in der Nationaloper war Zeit zur Begegnung und zum Gespräch unter den vielen Gästen und den Geistlichen der EELK, aus den Partnerschaften und dem Bereich der Ökumene, so Schümers.

Bereits am Vorabend der Amtseinführung konnte Bischof Hein bei einem Empfang für die internationalen Gäste für die Landeskirche und die Evangelische Kirche in Deutschland herzliche Grüße und Segenswünsche übermitteln.

Zur Person

Urmas Viilma wurde am 13. August 1973 geboren. Konfirmiert wurde er 1990 in der Tallinner Jaani-Gemeinde. Die Ordination zum Diakon fand am 2. Mai 1993, die Ordination zum Pfarrer am 15. September 1998 statt. Viilma hat als Pfarrer in Keila, in der Pärnu-Jaagupi und seit 2010 in der Tallinner Domgemeinde gearbeitet. Er war Hilfspropst und Assessor des Konsistoriums, Kanzler seit 2008. 2012 wurde er zum Pfarrer des Jahres gewählt. (18.02.2015)

TV-Übertragung:

Einen Mitschnitt der Liveübertragung der Amtseinführung können Sie sich auf den Internetseiten des estnischen TV-Senders «Eesti Televisioon» ansehen:

etv.err.ee/(...)

Hintergrund:

Informationen zur Partnerschaft mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche finden Sie hier:

Unsere Kirche/Partner

Jugendkulturkirche «Cross»
6.000 Besucher bei Kasseler Jugendkulturkirche im Jahr 2014

Kassel (epd). Rund 6.000 Besucher hat die Kasseler Jugendkulturkirche «Cross» auf ihren Veranstaltungen im Jahr 2014 verzeichnet. Mit dieser Zahl sei das Team der erst im Oktober 2013 eröffneten Einrichtung sehr zufrieden, sagte Nicole Degenhardt vom Mitarbeiterteam der Kirche am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Einrichtung der Kirche speziell für Jugendliche am zentral in der Stadt gelegenen Lutherplatz sei eine absolut richtige Entscheidung gewesen.

Regelmäßig sei die Kirche jeweils am Mittwochabend sowie am Freitagnachmittag für jugendliche Besucher geöffnet, so Degenhardt weiter. Während es an den Mittwochabenden um die Auseinandersetzung mit biblischen Texten und theologische Fragen gehe, würden an den Freitagnachmittagen unterschiedliche Formate wie etwa kreative Tätigkeiten, Musik, Kochen oder Spiele angeboten. Darüber hinaus gebe es größere Veranstaltungen wie Jugendgottesdienste oder Konzerte. Kürzlich sei ein Programmheft mit den für 2015 geplanten Veranstaltungen erschienen.

Anfängliche Bedenken wegen der Trinker- und Drogenszene, die sich vor Inbetriebnahme der Kirche auf dem Lutherplatz traf, hätten sich nicht bewahrheitet, ergänzte Jens Domes. Jugendbildungsreferent im Stadtjugendpfarramt. Zwar habe die Szene den Platz nicht komplett aufgegeben, doch habe sich die Situation auch durch bauliche Maßnahmen deutlich entspannt.

Die Jugendkulturkirche war 2013 bei einem 1,5 Millionen Euro teuren Umbau der kirchlichen Räume am Lutherplatz entstanden. In dem neu gestalteten Komplex sind neben der Jugendkulturkirche die Bildungseinrichtung Evangelisches Forum, eine Diakoniestation sowie das Seniorenreferat des Stadtkirchenkreises untergebracht. Die Kirchengemeinde Kassel-Mitte hatte die Kirche und die anderen Räumlichkeiten zuvor für eine neue Nutzung freigeben. Die Kirche wird getragen vom Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel.

In der Jugendkulturkirche befindet sich am Rande des Kirchenraums auch ein Bistro. Auf der Empore ist ein Büro eingerichtet, ferner existiert ein kleiner Andachtsraum. Inzwischen sei es dank Sponsoren auch möglich geworden, eine Licht- und Tonanlage zu installieren, die im Budget für den Umbau nicht enthalten war, sagte Domes. (18.02.2015)

«Du bist schön! Sieben Wochen ohne Runtermachen»
Beginn der Fastenzeit: Evangelische Kirche lädt zu traditioneller Aktion «7 Wochen Ohne» ein

Kassel (medio). Mit dem Aschermittwoch (18.2.) beginnt die rund vierzigtägige Fasten- oder Passionszeit. In den sieben Wochen vor dem Osterfest verzichten Christen nicht nur auf Schokolade, Alkohol oder Nikotin, sondern folgen der Einladung zum Fasten im Kopf: sieben Wochen lang die Routine es Alltags hinterfragen, eine neue Perspektive einnehmen, entdecken, worauf es ankommt im Leben. Im Zentrum dabei stehen Zeit für Ruhe und Gebet, um sich selbst und Gott näherzukommen und sich auf das Leiden und Sterben Jesu zu besinnen.

Evangelische Fastenaktion «7 Wochen Ohne»

In diesem Jahr steht die traditionelle Fastenaktion «7 Wochen Ohne» unter dem Motto «Du bist schön! Sieben Wochen ohne Runtermachen» und will dazu einladen, das Unverwechselbare im Menschen zu entdecken und wertzuschätzen. Die Kampagne stellt dazu das Schöne im eigenem Spiegelbild als auch in anderen Menschen in den Mittelpunkt. Nach der Maxime «Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet» (Christian Morgenstern) will die Initiative «das Herz öffnen für die Schönheiten jenseits der Norm», heißt es auf der begleitenden Internetseite.

Bundesweite Eröffnung / Fastenkalender / Aktion im Internet

Bundesweite wird die Fastenaktion am Sonntag (22.2.) um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der Michaeliskirche in Leipzig eröffnet. Der Gottesdienst ist auch live im ZDF als Fernsehgottesdienst zu sehen. Für Interessierte steht als zusätzliches Begleitmaterial u.a. ein Fastenkalender mit Fotos und Bibelstellen mit täglichen Fastenimpulsen bereit. Außerdem können die Teilnehmer eine wöchentliche Fasten-E-Mail auf der Internetseite der Aktion siebenwochenohne.de abonnieren. Zudem veröffentlichen dort Fastengruppen und Einzelpersonen auf einer interaktiven Landkarte, wo sie fasten und was sie konkret tun. So können sich Interessierte anregen lassen und Kontakt aufnehmen.

Die evangelischen Kirche ermutigt seit mehr als 30 Jahren mit ihren Initiativen dazu, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern bewusst zu erleben und zu gestalten. Den Angaben zufolge beteiligen sich jährlich rund drei Millionen Menschen.

Stichwort «Fasten»

Wie Jesus 40 Tage lang fastend und betend in der Wüste verbrachte wird in der Bibel z.B. vom Evangelisten Markus beschrieben. Dort heißt es: «Gleich danach trieb der Geist Gottes Jesus in die Wüste. Dort blieb er vierzig Tage und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mit den wilden Tieren zusammen, und die Engel Gottes versorgten ihn» (Markus 1,12- 13).  Anlässlich des Beginns der Fastenzeit werden am Aschermittwoch viele Gottesdienste gefeiert. In der katholischen Kirche zeichnet der Priester im Aschermittwochsgottesdienst ein Aschekreuz als Symbol der geistigen Reinigung und der Vergänglichkeit auf die Stirn der Besucher.

Fastenzeiten sind auch in vielen weiteren  Religionen bekannt, so etwa der Fastenmonat Ramadan im Islam. Am Ende der Winterzeit fasten viele Menschen allerdings auch mit dem Ziel nach ganzheitlichem Wohlbefinden oder dem Wunsch, ein paar Pfunde zu verlieren. Viele Menschen schwärmen zugleich von einer geistigen Freiheit während des Nahrungsverzichts. (18.02.2015)

Linktipp:

Die Internetseite zur Fastenaktion «7 Wochen Ohne» finden Sie unter:

siebenwochenohne.de

Umfrage:

In unserer aktuellen Umfrage fragen wir Sie: Wem wollen Sie in der Fastenzeit mehr Wertschätzung entgegen bringen?

Abstimmen…

Internetradio:

Die medio-Radioredaktion hat sich zur evangelischen Fastenaktion umgehört. Hören Sie hier einen Beitrag von medio-Reporter Siegfried Krückeberg:

Anhören...

Mitmachen:

Anregungen zum Fasten gibt auch die Facebook-Fanseite «7wochenohne»:

facebook.com/7wochenohne

Hintergrund:

Im ekkw.de-Themenschwerpunkt haben wir Ihnen weitere Informationen rund um die Fastenzeit zusammengestellt:

Zum Thema…

www.nachhaltig-predigen.de
Internetauftritt bietet Predigtanregungen zur Nachhaltigkeit für das aktuelle Kirchenjahr

Kassel (medio). Zum Kirchenjahr 2014/15 sind im Internet unter nachhaltig-predigen.de neue Predigtanregungen zur Nachhaltigkeit mit dem diesjährigen Schwerpunkt «Wandel gestalten» erschienen. Aus verschiedenen Blickwinkeln werde beleuchtet, wie man aktiv für ein gerechtes, friedliches Miteinander eintreten und neue Strukturen aufbauen könne. Die Predigten auf der Internetseite, zu deren Projektpartner auch die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört, geben Impulse, die auch in der Erwachsenenbildung oder im Religionsunterricht aufgegriffen und vertieft werden könnten, heißt es in einer Mitteilung.

Die Ökumenedezernentin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, erläuterte, dass die christliche Botschaft auf Nachhaltigkeit ausgelegt sei. Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung seien tief im Glauben verankert. Sie in Erinnerung zu rufen, die Aktualität der christlichen Botschaft am Tagesgeschehen aufzuzeigen und Gottes Botschaft verständlich zu machen, sei die Aufgabe der Predigenden.

An dem bundesweiten ökumenischen Projekt sind mittlerweile 20 Bistümer und Landeskirchen beteiligt. Das Vorhaben wird zudem von der Aktion «Brot für die Welt», dem «Katholischen Fonds» und verschiedenen Naturschutzinstitutionen gefördert. Zu den Autoren des seit 2005 existierenden Projektes gehören auch Pfarrerinnen und Pfarrer aus der kurhessischen Landeskirche. (16.02.2015)

Linktipp:

Zu den Predigtanregungen zum Thema Nachhaltigkeit gelangen Sie unter:

nachhaltig-predigen.de

Übergabe der Bewilligungsbescheide in Kassel
Stiftung Kirchenerhaltungsfonds fördert Projekte mit insgesamt 568.600 Euro

Kassel (medio/epd). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck fördert in diesem Jahr neun Kirchengemeinden mit insgesamt 568.600 Euro bei ihren Bauvorhaben. Die Ev. Kirchengemeinde St.Crucis Allendorf in Bad Soden-Allendorf (Kirchenkreis Witzenhausen) bekommt mit 148.500 Euro den höchsten Zuschuss für die Innenrenovierung der St. Crucis-Kirche Allendorf, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden konnten die Bewilligungsbescheide am Montag (19.1.) bei einer Festveranstaltung im Haus der Kirche vom Vorsitzenden der Stiftung, Andreas Fehr, im Haus der Kirche in Kassel entgegen nehmen.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein würdigte in seinem Grußwort den Kirchenerhaltungsfonds als «ein geniales Konzept», das einfach sei und sofort einleuchte: «Ich gebe einen Euro, die Stiftung gibt einen Euro dazu», so Hein. Dieses Prinzip motiviere Menschen, Spenden zu sammeln und auf diese Weise Projekte zu ermöglichen, die kaum anders zu finanzieren seien. Es gebe nicht viele Finanzierungsmodelle, die so unmittelbar sichtbar machten, was mit dem gespendeten Geld geschehe. «Das ist das Erfolgsgeheimnis», sagte der Bischof.

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel wies darauf hin, dass es in der Evangelischen Kirche in Deutschland kein vergleichbares Förderprogramm gebe, wie den Kirchenerhaltungsfonds der Landeskirche. Seit Gründung der Stiftung im Jahr 2000 seien nunmehr 244 Projekte mit insgesamt rund elf Millionen Euro gefördert worden, ergänzte Stiftungsvorsitzender Andreas Fehr. Zähle man die Spenden der Gemeinden hinzu, komme ein Gesamtinvestitionsvolumen von 18,4 Millionen Euro zusammen.

Stiftung fördert bereits zum 14. Mal

Bereits zum 14. Mal unterstützt die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds Projekte in Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Zu den Förderschwerpunkten gehören diesmal Maßnahmen zur Innenrenovierung und künstlerischen Ausgestaltung denkmalgeschützter Kirchen. Die von der Stiftung ausgewählten Gemeinden sammelten in der Zeit vom 3. Juni bis zum 14. November 2014 mit vielfältigen Aktivitäten 568.322 Euro an Spendengeldern für ihre Vorhaben. Dieser Betrag wurde von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt.

Die geförderten Gemeinden im Überblick:

Zu den Schätzen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören die denkmalgeschützten Kirchengebäude. Zu deren Erhaltung hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Jahr 2000 die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung beschlossen. Ziel der Stiftung Kirchenerhaltungsfonds ist es, mit den Erträgen aus dem Stiftungskapital die Bauunterhaltung denkmalgeschützter kirchlicher Gebäude und ihrer Ausstattungsstücke zu fördern. (19.01.2015)

Linktipp:

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds finden Sie im Internet unter:

kirchenerhaltungsfonds.de