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Nach Bericht «Barmherziger Gott» vor Landessynode
Bischof Hein bekräftigt These von dem einen Gott

Kassel (epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat seine Auffassung, dass Christen, Juden und Muslime zum selben Gott beten, bekräftigt. Schon das Augsburger Bekenntnis, also das Grundbekenntnis der evangelischen Kirche von 1530, habe Muslime nicht als Heiden, sondern als Häretiker bezeichnet, sagt Hein in einem Interview mit der Mitarbeiterzeitschrift der Landeskirche «blick in die kirche» (Ausgabe 2/2017). Häretiker aber seien diejenigen, die nicht an einen anderen, sondern an denselben Gott glaubten, aber auf irrige Weise. «Damit ist die Frage nach demselben Gott im Augsburgischen Bekenntnis eindeutig entschieden», folgert Hein.

Allerdings seien die drei Religionen Judentum, Christentum und Islam keineswegs identisch, so Hein weiter. Sie verehrten Gott auf höchst unterschiedliche Weise. Von Muslimen erwarte er, dass diese nicht bei dem Vorurteil, die Christen verehrten drei Götter, stehenblieben. Hierüber müsse ein ernsthafter Dialog stattfinden. «Ich versuche, in dem Bezug auf den gemeinsamen Gott die Menschen guten Willens in allen drei Religionen anzusprechen und zu mehr Gemeinsamkeit einzuladen», sagt Hein.

Er habe wegen seiner Auffassung von dem einen Gott, die er erstmals auf der Tagung der Landessynode im Herbst 2016 öffentlich in seinem Bischofsbericht «Barmherziger Gott» vertrat, zunächst heftige Kritik vor allem aus dem evangelikalen Lager einstecken müssen, räumt der Bischof ein. Inzwischen erhalte er jedoch auch viel Zustimmung. «Das Blatt hat sich gewendet. Die ursprüngliche Erregungsatmosphäre ist einem Nachdenken gewichen.» (22.02.2017)

2017-02-22

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier das Interview mit Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Hintergrund:

Den Bericht des Bischofs «Barmherziger Gott» und die Berichterstattung finden Sie auf den Sonderseiten zur Herbsttagung 2016 der Landessynode:

ekkw.de/synode

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Bischof Hein: Türen für die öffnen, die keiner sieht
650 Jahre Kasseler Martinskirche mit Konzert und Festgottesdienst gefeiert

Kassel (medio/epd). Die Kasseler Martinskirche, die zugleich auch Predigtstätte des Bischofs ist, feiert in diesem Jahr ihr 650jähriges Bestehen. Zum Jubiläum gab es am vergangenen Samstag (18.2.) ein Festkonzert sowie am Sonntag einen Festgottesdienst. In seiner Festpredigt blickte Bischof Prof. Dr. Hein auf das Wirken der Heiligen Elisabeth zurück, die eine der Kirchenpatroninnen der Martinskirche ist. Mit ihrem sozialen Engagement sei die Elisabeth bis heute ein Vorbild für die Innenstadtgemeinde, die vor besonderen Herausforderungen stehe: «Mitten in der Stadt gelegen, wo Kultur, Kommerz und Prekariat oft schroff aufeinander treffen, ist diese Kirche ein Ort, der den Blick und die Türen öffnet für jene, die sonst keiner sieht», so Hein.

An Aktionen, wie 'Ein Tisch für alle' während jeden Sommers oder der wöchentlichen Essensausgabe auf dem Martinsplatz durch die Heilsarmee hätte Elisabeth ihre Freude gehabt. Und sie hätte auch die kulturellen Ereignisse in dieser Kirche zu schätzen gewusst, sagte der Bischof vor der Festgemeinde. Doch Hein rief auch dazu auf nicht jene zu vergessen, denen Elisabeths ganze Aufmerksamkeit und Sorge galt. «Kirche in der Stadt zu sein – und Kirche für die Stadt zu sein», darin wisse man sich bis heute an St. Martin mit seiner Kirchenpatronin Elisabeth verbunden, so Bischof Hein. Weitere Prediger im Gottesdienst waren der der Pfarrer der Martinskirche, Dr. Willi Temme, und Pfarrer Peter Bulowski von der St. Bonifatius-Kirche in Kassel. Oberbürgermeister Bertram Hilgen sprach ein Grußwort.

2017-02-20

Stichwort: Die Kasseler Martinskirche

Die Martinskirche ist die größte Kirche sowie einer der größten Veranstaltungsräume der Stadt Kassel. Sie bietet Platz für 1.400 Besucher. Das zentral in der Stadt gelegene Bauwerk wurde 1367 eingeweiht. Mit dem Übertritt des Landgrafen Philipp 1524 zum evangelischen Glauben wurde das Gotteshaus evangelisch. Vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis Ende des 18. Jahrhunderts wurden hier die hessischen Landgrafen beigesetzt. Das Innere der Martinskirche wurde bis zur Zerstörung 1943 wesentlich durch ein kolossales Grabmal des Landgrafen Philipp geprägt, das wie ein Hochaltar den Chorraum der Kirche begrenzte. Nach dem Wiederaufbau der Kirche fand es einen neuen Platz an der Nordwand des Kirchenschiffes. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde die Martinskirche in teilweise veränderter Form wiederaufgebaut. Es ist eine dreischiffige Hallenkirche mit einem zweitürmigen Westbau. Besonders markant ist der vollständige Glasabschluss, ein Lettner aus Betonwaben und Glas, zwischen Chor und Hauptschiff. (20.02.2017)

Linktipp:

Weitere Informatinen zur Martinskirche finden Sie auf den Seiten der Evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Mitte:

ekkw.de/kassel-mitte

Download:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im ökumenischen Festgottesdienst am 19.2.2017 im Wortlaut:

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a22208

Vom 9. bis 18. Juni 2017
«ZeitKirche» ist Motto des evangelischen Kirchenprogramms zum 57. Hessentag in Rüsselsheim

Rüsselsheim/Kassel (medio). Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Diakonie Hessen werden auf dem 57. Hessentag ein gemeinsames Kirchenprogramm zum Thema «ZeitKirche» präsentieren. Dafür soll aus der Stadtkirche im Zentrum Rüsselsheims vom 9. bis 18. Juni ein leuchtender Erlebnisraum werden, heißt es in einer Mitteilung.

In einer Videoinstallation der Mediendesigner Moritz Herdt und Martin Völker wird es um menschliche Sternstunden und Irrwege sowie Themen aus Wissenschaft, Natur, Kultur und Politik gehen. Die ZeitKirche will den Blick auf den eigenen Umgang mit der Zeit öffnen und zu einem Ort werden, von dem aus Menschen gestärkt in den Alltag zurückkehren können, so die Mitteilung.

Gottesdienste, Mittagsgedanken, «ZeitKlänge» und Posaunenserenaden

Eröffnet wird die ZeitKirche am 9. Juni um 18 Uhr mit einem Gottesdienst, zu dem Kirchenpräsident Volker Jung (EKHN), Propst Bernd Böttner (EKKW), der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Horst Rühl, und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier erwartet werden. Täglich können die Kirchenbesucher um 12 Uhr Mittagsgedanken sowie um 14 Uhr Stefan Küchlers Improvisationen an der Orgel als sogenannte «ZeitKlänge» erleben. Um 18.30 Uhr sollen Posaunenserenaden auf der Balustrade des Hauses der Kirche erklingen und das Tagesprogramm schließt mit Nachtgedanken auf der Bühne des Ratshausplatzes um 23 Uhr. 

Musik, Kabarett, Diskussionen und Lesungen

2017-02-20
Für die Hessentagswoche hat die Kirche ein vielfältiges Programm mit rund 30 Bühnenveranstaltungen von Kabarett bis Pop und von Lesung bis Podiumsdiskussion zusammengestellt. Unter anderem tritt die Band Fools Garden auf, die mit «Lemon-Tree einen Welthit landete (14. Juni, 20 Uhr). Auch der Soulsänger Stefan Gwildis (16. Juni, 20 Uhr) steht in der Kirche auf der Bühne. Zu weiteren Höhepunkten zählen auch die Auftritte von «LaLeLu», den A-Capella-Trendscouts aus Hamburg (11. Juni, 20 Uhr) und von Lisa Martinek & Blech Pur (10. Juni, 20 Uhr). Das Programm wird am 12. Juni um 20 Uhr durch das Musikkabarett Duo Camillo abgerundet. Zu Benefizveranstaltungen für «Brot für die Welt» spielt schließlich die Frankfurt City Blues Band am 17. Juni um 21 Uhr auf. Zuvor findet am gleichen Tag um 16 Uhr eine musikalische Lesung zugunsten der Aktion «Gitarren statt Gewehre» von Brot für die Welt mit Eva Lind und Wolfgang H. Weinrich und Band statt.


Buchvorstellungen, Polittalk und der «Pianist in den Trümmern»

Doch nicht nur Kunst und Musik sollen am Rüsselsheimer Marktplatz zu hören sein, auch Nachdenkliches und politische Themen werden zur Sprache kommen. So wird am Tag der Religionen (13.6.) die Rundfunkmoderatorin Bärbel Schäfer um 16 Uhr ihr Buch «Ist da oben jemand?» vorstellen. Am 15. Juni wird Fernsehmoderator Michel Friedmann um 18 Uhr eine Talkrunde zum Thema «Hass und Gewalt – Gegenwart in Deutschland» mit dem Kriminologen Rudolf Egg und den Journalistinnen Antje Schrupp und Canan Topçu moderieren. Zudem ist der syrische Musiker Aeham Ahmad am 16. Juni um 16 Uhr zu Gast, der als «Pianist in den Trümmern» bekannt wurde und in Flüchtlingslagern musizierte.


Hintergrund: Seit 1998 evangelisches Engagement beim Hessentag

Die evangelische Kirche bringt ihre Verbundenheit zu den Menschen, dem Bundesland und der Region seit 1998 mit eigenen Programmen auf den Hessentagen zum Ausdruck. Erstmals wurden beim Fest der Hessen in Erbach kulturelle, geistliche und gesellschaftspolitische Akzente gesetzt. Im Mittelpunkt der traditionellen und modernen Ausdrucksformen bei den öffentlichen Auftritten stehe dabei der Auftrag der evangelischen Kirche, Menschen im Leben zu begleiten, ihnen Sinn zu vermitteln, Orientierung zu geben und freundlich für die gute Botschaft Gottes zu werben, so die Mitteilung. (20.02.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Kirchenprogramm auf dem 57. Hessentag in Rüsselheim unter:

zeitkirche.de

Programm:

Das komplette Programm der evangelischen Kirche auf einen Blick:

PDF-Dokument

Linktipp:

Tickets zu allen kostenpflichtigen Kirchenveranstaltungen sind erhältlich unter:

hessentag2017.de

a22205

Für herausragendes kirchenmusikalisches Engagement
Kantor Eckhard Manz zum Kirchenmusikdirektor ernannt

Kassel (medio). Im Rahmen des Festgottesdienstes zum 650jährigen Jubiläum der Martinskirche in Kassel wurde am Sonntag (19.2.) dem Kantor an St. Martin, Eckhard Manz, der Titel «Kirchenmusikdirektor» verliehen. Manz erhielt die Ehrung, die von Bischof Prof. Dr. Martin Hein verliehen wurde, für sein herausragendes kirchenmusikalisches Engagement, insbesondere in der Chorleitung, in der Aus- und Fortbildung und als Organist mit dem besonderen Schwerpunkt «Neue Musik», teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Als Initiator des Orgelneubaus und Leiter der Arbeitsgruppe «Neue Orgel in St. Martin» habe Manz wesentlich zum Gelingen des auch künstlerisch renommierten Orgelprojektes beigetragen, heißt es in der Mitteilung.  Darüber hinaus engagiert sich der Kantor in der von ihm initiierten «Kulturplattform St. Martin e.V.» und war von 2011 bis 2016 Vorsitzender des Verbandes Evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Auf der Suche nach zeitgemäßen kirchenmusikalischen Verkündigungsformen

2017-02-20
In seiner Laudatio hob Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum neben seinem breiten Repertoire besonders die Gabe von Eckhard Manz hervor, Menschen für die Neue Musik begeistern zu können. Manz sei stets auf der Suche nach zeitgemäßen und hochwertigen kirchenmusikalischen Verkündigungsformen und repräsentiere «den zeitgenössischen Klang der Avantgarde verbunden mit der hochkarätigen Interpretation des klassischen Repertoires», so der Landeskirchenmusikdirektor.

Als Leiter von 'Neue Musik in der Kirche', Initiator von Kompositionsaufträgen, Dramaturg der Veranstaltungsreihe, Musiker, Organist und Dirigent sei Manz Multiplikator und sorge für ein besonderes und unvergleichlich breites stilistisches Klangspektrum, so Maibaum weiter. Zudem initiiere er Neukompositionen und erweitere damit das kirchenmusikalische Literaturspektrum. Hinzu komme sein regelmäßiges kirchliches Engagement im Rahmen der Kasseler Documenta und der Kasseler Musiktage. (20.02.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zur musikalischen Arbeit an der Kasseler Martinskirche finden Sie unter:

musik-martinskirche.de

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Vom Eichhof in Bad Hersfeld bis nach Heringen
95 Traktoren pilgern auf Lutherweg im Kirchenkreis Hersfeld

Bad Hersfeld (epd). Unter dem Motto «Pilgern mit Traktoren» steht eine für den 29. April geplante Aktion des Evangelischen Kirchenkreises Hersfeld aus Anlass des Reformationsjubiläums. Hierfür sollen ab zehn Uhr mindestens 95 Traktoren eine 40 Kilometer lange Strecke auf dem Lutherweg vom Eichhof in Bad Hersfeld bis nach Heringen zurücklegen und so einen Teil des Weges Martin Luthers, den dieser vor fast 500 Jahren durch die Region nahm, nachfahren, sagte Pröpstin Sabine Kropf-Brandau dem Evangelischen Pressedienst (epd). In Heringen werde es ein großes Abschlussfest geben, zu dem auch der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, erwartet werde. Eingeladen sei zudem der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

Bisher hätten sich 86 Traktoristen für die Aktion gemeldet, sagte Kropf-Brandau. Der Kirchenkreis sei zuversichtlich, bis zum Start die angestrebte Zahl von mindestens 95 Traktoren zu erreichen. Etwa 30 Traktoren würden von Kirchengemeinden gestaltete Motivwagen ziehen. Diese würden Themen, wie etwa was Reformation heiße, was Glauben heute bedeute oder wie die Kirche in Zukunft aussehen werde, illustrieren, sagte Kropf-Brandau.

Unterwegs seien kurze Unterbrechungen im Kurpark Bad Hersfeld, in Sorga, Friedewald, Ausbach und Heimboldshausen geplant. Hier würden jeweils drei bis vier Kirchengemeinden ein Rahmenprogramm sowie einen Empfang der Traktoristen vorbereiten. An allen Orten komme zudem ein kurzes Anspiel über Luther zur Aufführung. Das Ende der Aktion werde gegen 16 Uhr in Heringen sein, wo ein Gottesdienst mit weiteren Anspielen und viel Musik gefeiert werden soll.

Erlaubt sind bei dem Zug Traktoren aller Baujahre, die eine Mindestgeschwindigkeit von 16 km/h erreichen. Während der Fahrt dürfen sich keine Personen auf den Motivwagen aufhalten. Die Fahrzeuge müssen der Straßenverkehrsordnung entsprechen. (15.02.2017)

2017-02-16

Linktipp:

Den Evangelischen Kirchenkreis Hersfeld, der die Aktion veranstaltet, finden Sie unter:

kirchenkreis-hersfeld.de

Linktipp:

Den Verlauf des Lutherwegs 1521 und weitere Informationen finden Sie unter:

lutherweg1521.de

a22161

«So viel du brauchst ...» - #klimafasten
Fastenaktion für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit startet am 1. März

Kassel (medio). «So viel du brauchst ...» – unter diesem biblischen Leitwort steht eine besondere Fastenaktion der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit. Von Aschermittwoch (1. März) bis Ostersonntag (16. April) will die Kampagne Interessierten Impulse dazu geben, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren oder etwas zu verändern, teilte die Landeskirche mit. Zum Begleitmaterial gehört u.a. eine Fasten-Broschüre, die praktische Anregungen zum Umgang mit Energie, zur Ernährung oder zum eigenen Konsumverhalten gibt.

«Die Passionszeit ist für viele Menschen ein Anlass, den eigenen Lebensstil zu hinterfragen», erläuterte Pröpstin Katrin Wienold-Hocke bei der Vorstellung. Die Aktion biete Gelegenheit, in den sieben Fasten-Wochen auszuprobieren, was der Mensch im Leben wirklich braucht und worauf er gut verzeichten kann, so Wienold-Hocke, die die Klimafastenaktion für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck am 5. März um 10 Uhr in der Kasseler Karlskirche eröffnen wird. Pfarrer Stefan Weiß, Klimaschutzmanager der Landeskirche ergänzte: «Es geht darum zu erleben: Klimafasten tut Leib und Seele gut, lässt uns achtsamer werden, verändert mich und auch die Welt.»

Neben der kurhessischen Landeskirche beteiligen sich an der Initiative die Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg, die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Lippische Landeskirche, die Evangelische Kirche im Rheinland und die Evangelische Landeskirche in Baden. Die Organisatoren der Fastenaktion laden dazu ein, Rückmeldungen und Fasten-Erfahrungen in den sozialen Medien mit dem Hashtag «#klimafasten» zu teilen. Außerdem stehen über die Website zur Aktion weitere Arbeitshilfen und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit bereit. (15.02.2017)

2017-02-15

Linktipp:

Im Internet finden Sie weitere Arbeitshilfen und Materialien für die Öffentlichkeitsarbeit unter:

klimafasten.de

Material & Bestellung:

Materialien können kostenlos bestellt werden bei: Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Aktion Klimafasten, Wilhelmshöher Allee 330,34131 Kassel, Tel:0561/9378-321

E-Mail an klimafasten@ekkw.de

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Mitmachaktion zum Reformationsjubiläum
Finale von «Alte Thesen neu gelesen» am 6. Mai in Homberg

Homberg/Efze (medio). Für alle Gemeinden, die sich am Wettbewerb «Alte Thesen neu gelesen» der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum Reformationsjubiläum 2017 beteiligt haben, ist der 6. Mai 2017 ein wichtiges Datum. An dem Samstag werden in Homberg/Efze die drei besten, nachhaltigsten Projekte während einer Festveranstaltung ausgezeichnet. Den Gewinnern, die von einer Jury ermittelt werden, winken  Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro, teilte Pfarrer Eckhard Käßmann, Projektleiter der Mitmachaktion «Alte Thesen neu gelesen», mit.

Nach einer Begrüßung durch Hombergs Bürgermeister Nico Ritz und Bischof Martin Hein um 11 Uhr werden auf dem Marktplatz die Preisträger mit ihren Projekten vorgestellt. Daran schließt sich ein attraktives Bühnenprogramm vor der Marienkirche mit Musik und Talk an. Moderiert wird die Veranstaltung von dem Anwalt und RTL-Moderator Christopher Posch, der zu der Festversammlung als Reformationsbotschafter kommen wird. Den Abschluss bildet um 14 Uhr eine Andacht mit Bischof Martin Hein unter dem Motto «Evangelisch glauben und leben».

Stichwort: Mitmachaktion «Alte Thesen neu gelesen»

Unter dem Motto «Alte Thesen neu gelesen» startete die Landeskirche am 31. März 2015 einen besonderen Wettbewerb im Rahmen der Reformationsdekade. Alle Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck waren dazu aufgerufen, sich in einem eigenen Projekt mit der Frage auseinanderzusetzen, was «evangelisch sein» heute und für die Zukunft bedeutet. Die ersten 95 eingereichten Projektideen erhielten je ein Startgeld in Höhe von 1.000 Euro und mussten bis zum 31. Oktober 2016 umgesetzt und dokumentiert werden. Während der Veranstaltung am 6. Mai 2017 in Homberg werden die drei nachhaltigsten Beiträge dann noch einmal Preisgelder in Höhe von 5.000, 3.000 und 2.000 Euro erhalten. (08.02.2017)

Alle Beiträge der Kirchengemeinden im Überblick

2017-02-08

Linktipp:

Sämtliche Beiträge der Kirchengemeinden dokumentieren wir auf ekkw.de auf den Sonderseiten zum Reformationsjubiläum 2017 unter:

ekkw.de/reformation2017

Download:

Den Einladungsflyer zur Veranstaltung mit detailliertem Programm finden Sie hier:

PDF-Dokument

a22048

Mittelübergabe für Projekte in 9 Kirchenkreisen
Stiftung Kirchenerhaltungsfonds fördert 9 Kirchen mit insgesamt 418.300 Euro

Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Feierstunde am Mittwochnachmittag (25.1.) in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2016 überreicht. Dabei konnten neun Bauvorhaben in neun Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 418.300 Euro gefördert werden, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.
2017-01-26
In seiner Begrüßung würdigte Vizepräsident Dr. Volker Knöppel den Kirchenerhaltungsfonds als ein bedeutendes Instrument zum Erhalt der Kirchen.

Aus diesem Grund habe sich die Landessynode angesichts der Niedrigzinsphase entschieden, mit der Verabschiedung des Doppelhaushalts 2016 / 2017 den Kapitalstock um 500.000 Euro pro Jahr aufzustocken, heißt es weiter.

In einem Grußwort zeigte sich der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Kassel, Dr. Walter Lübcke, «ausgesprochen dankbar, dass die Stiftung mit beachtlichen Mitteln den Erhalt unserer kulturellen und denkmalgeschützten kirchlichen Schätze unterstützt».

Dass nun zum 16. Mal die Vergabe der jährlichen Fördermittel beschlossen werden konnte, wertete Lübcke als einen großen Erfolg. In der Phase der «Null-Zins-Politik der EZB» sei es momentan sehr schwierig, den Stiftungszweck zu erfüllen, so der Regierungspräsident.

Der Vorstand der Stiftung, Andreas Fehr, machte in seiner Ansprache deutlich, dass sich die Stiftung bei ihrer Arbeit von dem Gedanken der Nachhaltigkeit leiten lasse. Dies bedeute generell, nicht nur respektvoll und pfleglich mit dem Anvertrauten umzugehen, sondern auch Verantwortung für ein wertvolles Erbe und seine fernere Zukunft zu übernehmen.

Das gelte insbesondere für Kirchen, die «gebaute Nachhaltigkeit» seien. «Sie strahlen eine innere Kraft aus, die immer wieder Menschen ermutigt, ihre Kirche in Respekt vor der Vergangenheit zu erhalten und zugleich phantasievoll für eine zeitgemäße Nutzung fortzuentwickeln, und ihre Türen für die ganze örtliche Gemeinschaft zu öffnen», sagte Fehr.

Kirchen dienten als einladende Orte, um Ruhe und Einkehr zu finden, um das eigene Leben zu bedenken und seine Zäsuren zu begehen, so der Vorstand. In ihnen könne man allein oder in Gemeinschaft danken oder  trauern, singen oder einfach schweigen und beten. Fehr betonte: «Wegen dieser den Menschen unmittelbar dienenden Aufgabe wollen wir sie für die Zukunft erhalten, wie dies bereits die früheren Generationen in wirtschaftlich meistens viel beengteren Zeiten für uns getan haben.»

Impressionen von der Feierstunde in Kassel

Die Förderobjekte 2016: 9 Projekte aus 9 Kirchenkreisen

Der Stiftungsvorstand hat in seiner Sitzung am 2. Dezember 2016 die Förderung von 9 Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 418.300 Euro beschlossen. Förderschwerpunkte sind im Jahr 2016 Maßnahmen der Innenrenovierung und der künstlerischen Gestaltung in denkmalgeschützten Kirchen.

Während der Laufzeit der Projektliste vom 21. Juni bis 18. November 2016 haben die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 417.990,88 Euro erzielt, das von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt wird.

Folgende Kirchengemeinden werden von der Stiftung gefördert:

 Johanneskirchengemeinde Alheim, Kirchenkreis Rotenburg, Innenrenovierung der Kirche in Oberellenbach,

Gesamtförderung: 82.100 Euro







  Evangelische Kirchengemeinde Altendorf, Kirchenkreis Wolfhagen, Innenrenovierung der Bonifatiuskirche,

Gesamtförderung: 41.800 Euro







  Evangelische Kirchengemeinde Buchen, Kirchenkreis Hanau, Innenrenovierung der Kirche in Wachenbuchen,

Gesamtförderung: 53.900 Euro






  Evangelische Kirchengemeinde Diemelsee, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg, Innenrenovierung der Kirche in Adorf,

Gesamtförderung: 96.500 Euro






  Evangelische Kirchengemeinde Herrenbreitungen, Kirchenkreis Schmalkalden, Innenrenovierung der Kirche in Herrenbreitungen,

Gesamtförderung: 33.600 Euro






  Evangelische Kirchengemeinde Niestetal, Kirchenkreis Kaufungen, Sanierung des Innenraumes der Kirche in Heiligenrode,

Gesamtförderung: 40.000 Euro






  Evangelische Kirchengemeinde Odensachsen, Kirchenkreis Hersfeld, Innenraumsanierung der Kirche in Odensachsen (beschränkt auf Elektro- und Malerarbeiten),

Gesamtförderung: 37.000 Euro





  Evangelische Kirchengemeinde Schönstadt, Kirchenkreis Kirchhain, Innenrenovierung der Kirche in Schwarzenborn,

Gesamtförderung: 12.500 Euro






  Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Wiesenfeld, Kirchenkreis der Eder, lnnenrenovierung Kirche in Wiesenfeld (beschränkt auf die Neuverbleiung der drei Buntfenster im Chorraum),

Gesamtförderung: 20.900 Euro




 

Der Anlass: Die Erhaltung denkmalgeschützter Kirchen

Zu den Schätzen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören ihre denkmalgeschützten Kirchengebäude. Sie zu erhalten, ist Verpflichtung der Landeskirche und ihrer Gemeinden. Im Jahr 2000 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung beschlossen. Ziel ist es, einen finanziellen Grundstock zu schaffen, aus dessen Erträgnissen die Bauunterhaltung denkmalgeschützter kirchlicher Gebäude und ihrer Ausstattungsstücke gefördert werden kann. Die Neuanschaffung von Ausstattungsstücken ist nach der Stiftungsverfassung nicht förderfähig.


Die Finanzierung: Geldmittel der Landeskirche und Zustiftungen

Die Landeskirche hat die Stiftung bei der Gründung mit einem Stiftungskapital von 15,838 Mio. Euro ausgestattet, das nach der Stiftungsverfassung in seinem Bestand zu erhalten ist. Ende 2013 stockte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck das Stiftungskapital noch einmal um weitere 10 Mio. Euro auf. Erträgnisse des Stiftungskapitals und Spenden dürfen nur für die verfassungsmäßigen Zwecke verwendet werden. (26.01.2017)

Internetradio:

Was die Gemeinden alles auf die Beine gestellt haben, um Geld für die Kirchensanierung zu sammeln, können Sie im Beitrag von medio-Reporter Siegfried Krückeberg hören:

Anhören...

Linktipp:

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds finden Sie im Internet unter:

kirchenerhaltungsfonds.de