a24412

Debatte um Abschaffung des Paragraphen 219a
Evangelische Ethik-Experten: Werbeverbot für Abtreibung nicht gänzlich streichen

Darmstadt (medio). Der Leiter des Zentrums für Ethik in der Medizin am Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt am Main, Dr. Kurt W. Schmidt, und der Gießener Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Bernhard Kretschmer sehen keine Notwendigkeit, den Paragraphen 219a, der das Verbot von Werbung für Schwangerschaftsabbrüche vorsieht, gänzlich aufzuheben. Schmidt und Kretschmer äußerten sich in einem Interview auf der Internetseite der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Im November 2017 war eine Gießener Ärztin wegen des Verstoßes zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Am Donnerstag (22.2.) berät der Deutsche Bundestag über das Thema.

Es scheine «wenig ratsam, das Werbeverbot angesichts der anhaltenden Kontroversen um den Schwangerschaftsabbruch gänzlich aufzuheben», sagte Kretschmer. So verbiete Paragraph 219a auch nicht grundsätzlich, über die Möglichkeiten, Methoden und Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs zu informieren. Es bleibe aber die Frage, ob das Gesetz genügend zwischen Werbung und Information unterscheide. Für die ersatzlose Streichung des Paragraphen 219a besteht auch nach Ansicht von Kurt W. Schmidt aus ethischer Sicht «keine Erfordernis». Der Gesetzgeber habe über die Beratungsstellen sichergestellt, dass die Ratsuchenden die notwendigen Informationen und Kontaktadressen erhalten könnten. Eine andere Frage sei jedoch, ob das Verbot der Werbung «unbedingt mit einem Straftatbestand» gesichert werden müsse, so der evangelische Theologe.

Beide sind zudem der Überzeugung, dass hinter der Kontroverse um den Paragraphen 219a weiter ungeklärte Grundsatzentscheidungen zu Fragen des Lebens stehen. Mit der Gerichtsverhandlung sei das gesamte Thema Schwangerschaftsabbruch wieder aufgebrochen. Damit würden «tiefsitzende Wertvorstellungen» angesprochen, die die Identität vieler Menschen berührten. Es gehe «um Autonomie, Selbstbestimmung, Wert des Lebens, Menschenwürde». Die Kontroverse darum, welche Werte Vorrang hätten, sei nicht beigelegt. (22.02.2018)

2018-02-22

Im Wortlaut:

Das Interview ist abrufbar unter:

www.ekhn.de/(...)

a24327

Klimafasten, Selbstbesinnung oder «7 Wochen anders leben»
Christen starten in die Fastenzeit - Evangelische Kirche bietet viele Aktionen

Kassel/Frankfurt a.M./Hamburg (medio/epd). Mit dem Aschermittwoch (14.2.) beginnt die Fastenzeit und Christinnen und Christen sind in den Wochen bis zum Osterfest dazu eingeladen, sich bewusst auf die Karwoche und das Osterfest vorzubereiten. Wer auf der Suche nach Anregungen zur Gestaltung dieser besonderen Zeit ist, wird z.B. bei den Fastenaktionen der evangelische Kirche fündig. Wir stellen Ihnen drei ausgewählte Aktionen hier vor:

«So viel du brauchst ...» - Klimafasten-Aktion der Landeskirche

2018-02-20
Unter dem biblischen Leitwort «So viel du brauchst ...» lädt die Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit acht weiteren evangelischen Landeskirchen und dem Diözesanrat des Bistums Hildesheim dazu ein, sich während der Fastenzeit besonders für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit einzusetzen. Christinnen und Christen können bei der Aktion spüren, wie wohltuend und entlastend ein einfacherer Lebensstil sein kann, heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche.

Bis zum Ostersonntag (1. April) geben die Macher Interessierten Impulse dazu, das eigene Handeln im Alltag zu überdenken, Neues auszuprobieren oder etwas zu verändern. Zum Begleitmaterial, das unter www.klimafasten.de abgerufen werden kann, gehört u.a. eine Fasten-Broschüre mit praktische Tipps zum Umgang mit Energie, zur Ernährung oder zum eigenen Konsumverhalten. Im sozialen Netzwerk Facebook können Teilnehmende außerdem eigene Fastenerfahrungen mit anderen teilen und diskutieren. Neu sind in diesem Jahr die täglichen Fastenimpulse, die Interessierte über den Kurznachrichtendienst „WhatsApp“ und die Foto-Plattform Instagram (@klimafasten) abonnieren können. Verbindendes Element im Socialweb ist der sogenannte Hashtag „#klimafasten“.

Offiziell eröffnet wird das Klimafasten am 19. Februar 2018 (Montag) um 19 Uhr im Evangelischen Forum in Kassel (Lutherplatz). Den Eröffnungsvortrag hält Oberkirchenrätin Dr. Ruth Gütter, Referentin für Nachhaltigkeit im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in  Deutschland (EKD). Im Anschluss sind alle Gäste zum klimafreundlichen Buffet eingeladen.

EKD-Fastenaktion «Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen»

Seit über 30 Jahren erleben und gestalten Menschen in ganz Deutschland die Fastenaktion «7 Wochen ohne»: für sich allein, in Familien oder als Fastengruppe in Gemeinden. In diesem Jahr lautet das Motto: «Zeig dich! Sieben Wochen ohne Kneifen». Die Veranstalter rufen dazu auf, sich nicht zu verstecken oder wegzuducken, wenn die Schwachen in der Gesellschaft gehört werden müssen. Der Eröffnungsgottesdienst der Aktion wird am kommenden Sonntag (18. Februar) um 9.30 Uhr in der Thomaskirche in Hofheim am Taunus gefeiert. Das ZDF überträgt ihn live im Fernsehen.

Traditionell greifen viele Kirchengemeinden das aktuelle Thema von «7 Wochen Ohne» auf und gründen lokale Fastengruppen. Ein exklusiv gestalteter Tageskalender, ein Begleitbuch und E-Mail-Impulse bieten Fastenden Anregungen für eine intensive Beschäftigung mit dem Motto und der Vorbereitungszeit auf Ostern. Zum Begleitprogramm der Aktion gehört die Internetseite der Kampagne mit vielen Infos und einer Suchfunktion für Fastengruppen. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich im sozialen Netzwerk «Facebook» (facebook.com/7wochenohne) inspirieren zu lassen.

«7 Wochen anders leben» - Die Aktion des Hamburger Vereins «Andere Zeiten»

Unter dem Stichwort «7 Wochen anders leben» lädt der Hamburger Verein «Andere Zeiten» zur Vorbereitung auf das Osterfest ein. 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer können einen wöchentlichen Fastenbrief erhalten, der zum Fasten ermutigen und besonders dann aufmuntern will, wenn das Fasten mal schwerfällt. Die Briefe haben biblische Geschichten, Cartoons oder berührende Gedichte zum Inhalt, die beim Durchhalten helfen sollen, teilt der Verein mit. Daneben ist eine Broschüre mit Informationen rund um die Fastenzeit erhältlich.

Anlaufpunkt für Interessierte ist die Internetseite www.anderezeiten.de. Besondere Onlineangebote sind ein Fastenforum, in dem man sich über eigene Fastenerfahrungen austauschen kann und eine Facebook-Gruppe, der Fastende beitreten und diskutieren können. Die Initiative bietet außerdem ein Fastenbuch mit dem Titel «Wandeln» an.

Stichwort «Fasten»

Wie Jesus 40 Tage lang fastend und betend in der Wüste verbrachte wird in der Bibel z.B. vom Evangelisten Markus beschrieben. Dort heißt es: «Gleich danach trieb der Geist Gottes Jesus in die Wüste. Dort blieb er vierzig Tage und wurde vom Satan auf die Probe gestellt. Er lebte mit den wilden Tieren zusammen, und die Engel Gottes versorgten ihn» (Markus 1,12- 13). Anlässlich des Beginns der Fastenzeit werden am Aschermittwoch viele Gottesdienste gefeiert. In der katholischen Kirche zeichnet der Priester im Aschermittwochsgottesdienst ein Aschekreuz als Symbol der geistigen Reinigung und der Vergänglichkeit auf die Stirn der Besucher. Fastenzeiten sind auch in vielen weiteren Religionen bekannt, so etwa der Fastenmonat Ramadan im Islam. Am Ende der Winterzeit fasten viele Menschen allerdings auch mit dem Streben nach ganzheitlichem Wohlbefinden. (09.02.2018)

Umfrage:

Die Landeskirche ruft zum Klimafasten auf. Wir fragen Sie: Wobei würden Sie sich verstärkt für den Klimaschutz einsetzen?

Hier abstimmen

Linktipp:

Alle Informationen zur Klimafasten-Aktion der Landeskirche finden Sie unter

klimafasten.de

Linktipp:

Die Internetseite zur Fastenaktion «7 Wochen Ohne» der EKD finden Sie unter

7wochenohne.evangelisch.de

Linktipp:

Das Fastenangebot des Hamburger Vereins «Andere Zeiten» finden Sie unter

anderezeiten.de

Thema:

Im Themenschwerpunkt „Passionszeit“ finden Sie weitere Anregungen und Hintergrundartikel für die 40 Tage vor Ostern

ekkw.de/passion

a24271

«One Billion Rising Day»
Frauen aus Kurhessen-Waldeck tanzen gegen Gewalt gegen Frauen

Kassel (medio). Rund 60 Frauen und Mädchen beteiligten sich in Kassel auf dem Königsplatz am Mittwoch (14.2.) am weltweiten Tanzprotest «One Billion Rising». Zum dem Lied «Break The Chain» von Tena Clark wurde ein choreographierter Tanz gezeigt. Außerdem gab es verschiedene Redebeiträge zum Thema Gewalt gegen Frauen. Zu der Aktion eingeladen hatte das Kasseler Frauenbündnis - ein Zusammenschluss von über 25 Organisationen und Projekten mit frauen - und mädchenpolitischer Arbeit in Kassel. Das Malala Mädchenzentrum hatte T-Shirts für die Protestaktion gestaltet.
 
2018-02-15
Mit dabei waren in diesem Jahr auch die Frauen von der Weltgebetstagarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). «Wir setzen uns zu jedem Weltgebetstag mit dem Partnerland auseinander. Und Gewalt gegen Frauen ist bisher immer ein Thema gewesen. Es ist einfach wichtig, seine Solidarität zu zeigen,» sagte Ute Dilger, Pfarrerin für Weltgebetstagsarbeit bei der EKKW gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio».

  Nuria Ackermann, die auch mit getanzt hat, erklärte: «Ich finde es toll, dass wir alle zusammen gegen Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen. Ich hoffe, dass wir es irgendwann schaffen, dass wir sicher durch die Straßen gehen können.»

Auch in anderen Städten auf dem Gebiet der Landeskirche kam es zu Aktionen. In Hanau kamen rund 60 Frauen auf den Freiheitsplatz. Organisiert hatte den Tanzprotest das Frauenbüro der Stadt Hanau. Bei der Aktion auf dem Bad Hersfelder Rathausplatz kamen rund 40 Frauen zusammen. Die gleiche Anzahl fand sich auch in Frankenberg zum friedlichen Protest zusammen. Das waren viermal so viel wie im Jahr zuvor. Die beiden größten Veranstaltungen auf Kirchengebiet gab es in Marburg und Fulda, wo über 100 Frauen zusammenkamen.

Stichwort: «One Billion Rising»

Bereits zum fünften Mal fand die Protestaktion statt. One Billion Rising bedeutet laut Organisatoren einen Akt der weltweiten Solidarität, eine Einladung zu einem Tanz als Ausdruck der kollektiven Stärke und eine Demonstration gegen Gewalt. Weltweit erfahre jede dritte Frau in ihrem Leben Gewalt, Schläge, Tritte, sexualisierte Gewalt. Zwangsheirat und -prostitution, Menschenhandel oder auch weibliche Genitalverstümmelung sind weitere brutale Formen. Und noch viel mehr würden Frauen unter alltäglichen Diskriminierungserfahrungen, wie zum Beispiel ungerechter Behandlung auf dem Arbeitsmarkt und sexistischen Sprüchen, leiden, heißt es in einer Mitteilung des Kasseler Frauenbündnis.

Auch in der kirchlichen Arbeit wird das immer wieder deutlich: Ob in der Vorbereitung und Feier des Weltgebetstages, bei dem sich christliche Frauen dafür einsetzen, dass Frauen und Mädchen überall auf der Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können, ob im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit oder der Partnerschaften mit Kirchen in Afrika, Amerika, Asien und Europa - es wird klar, dass Frauen immer wieder Gewalt ausgesetzt sind, geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen oder in anderer Form misshandelt werden, so das Bildungsdezernat der EKKW. (15.02.2018)

Weitere Impressionen aus Kassel

(Alle Fotos: medio.tv/Schauderna und Lorenbeck)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Aktion «One Billion Rising» finden Sie unter

onebillionrising.de

Linktipp:

Das Musikvideo mit der Tanzchoreographie zum Titel «Break The Chain» finden Sie auf der Video-Plattform YouTube

youtube.com

a24357

Für Ökumene Türen geöffnet und begehbare Wege gebahnt
Bischof Hein gratuliert Bischof Algermissen zum 75. Geburtstag

Kassel/Fulda (medio). Der Bischof des Bistums Fulda, Heinz Josef Algermissen, feierte am Donnerstag (15.02.) seinen 75. Geburtstag. Aus diesem Anlass würdigte Bischof Prof. Dr. Martin Hein die guten Beziehungen zwischen dem katholischen Bistum Fulda und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. «Aus bischöflicher Nachbarschaft von Fulda und Kassel hat sich eine vertrauensvolle Freundschaft entwickelt.»

In den 17 Jahren, in denen beide die Kirchen in der Region leiten, habe sich gezeigt, dass das Verbindende das Trennende überwiege: «Und so unterschiedlich wir auch sind: Schon sehr früh merkten wir, dass unser gemeinsamer Glaube an Jesus Christus und die Hoffnung auf die eine, heilige, apostolische und weltweite Kirche uns tiefer verbindet, als dass alles historisch Gewachsene uns trennt.» In diesem Zusammenhang erinnerte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck an die ökumenischen Gottesdienste, die man gemeinsam gefeiert habe, sowie an gemeinsame Stellungnahmen zu bestimmten Themen wie Rüstung oder Reproduktionsmedizin. Auch habe das Reformationsjahr sie einander nähergebracht, weil manch Problematisches und Schwieriges benannt und bearbeitet werden konnte. Hein stellte fest: «Da sind wir einen unumkehrbaren Weg nach vorne gegangen – ganz wörtlich bei der gemeinsamen Christuswallfahrt von der Wartburg nach Eisenach im vergangenen Jahr.»

An Algermissen persönlich schätze Hein dessen klare Rede: «Ich blieb keinen Moment im Unklaren darüber, wo Du stehst, was geht und was nicht geht.» Dies habe die Zusammenarbeit, aber auch die persönliche Begegnung immer geklärt und bereichert. Mit Blick auf Algermissens Ruhestand, der sich nun abzeichne, betont Hein: «Ich werde Dich als Partner, als Gegenüber, vor allem aber als bischöflichen Bruder vermissen!» Doch Algermissens Bemühungen um die Ökumene seien sein bleibendes Vermächtnis: «Du hast für unsere Ökumene Türen geöffnet, die sich nicht mehr schließen lassen, und hast begehbare Wege gebahnt. Dafür ist Dir die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, in deren Namen ich Dir gratuliere, von Herzen dankbar.» (14.02.2018)

2018-02-16

Linktipp:

Weitere Informationen zum Geburtstag von Bischof Algermissen finden Sie unter

bistum-fulda.de

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier das Grußwort von Bischof Hein anlässlich des 75. Geburtstags von Bischof Heinz Josef Algermissen:

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a24334

«Die Kirche hat ein Imageproblem»
Jugendliche diskutierten mit Bischof Hein über ihre Erwartungen an die Kirche

Kassel (medio). «Die Kirche hat ein Imageproblem» erklärten Jugendliche gegenüber Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Bischof Hein hatte die Jugendlichen zu einem Hearing in das Haus der Kirche in Kassel eingeladen. Er wollte von den jungen Menschen wissen, was sie von der Kirche denken und erwarten. Zu dem Gespräch am 10.02.2018 waren rund 35 Jugendliche aus dem Gebiet der Landeskirche gekommem. Die meisten engagieren sich selbst in der Evangelischen Jugendarbeit.

In einer lockeren Runde diskutierten die Jugendlichen mit dem Bischof und waren ganz offen mit ihrer Kritik an der Kirche: «In vielen Gemeinden gibt es nicht ausreichend Programm für Jugendliche, der Konfirmandenunterricht begeistert nicht für kirchliche Themen, von manchen PfarrerInnen oder Kirchenvorständen wird die Jugendarbeit nicht wert geschätzt und der klassische Sonntagsgottesdienst spricht Jugendliche nicht an.»
 

2018-02-12

«Das haben wir schon immer so gemacht», bekommt Samuel (17 Jahre) aus Treysa oft zu hören. Seit hunderten von Jahren habe sich nichts an unserer Gottesdienstform geändert, kritisierte er. Sarah (19 Jahre) bemängelte, dass man als junger Mensch oft zu hören bekomme, dass man nicht gläubig sei, wenn man nicht jeden Sonntag den Gottesdienst besuche. «Der Gottesdienst am Sonntagmorgen passt nicht in meine Lebenswelt. Das heiß aber nicht, dass ich nicht an Gottesdiensten interessiert bin. Ich wünsche mir Gottesdienste in denen unsere Lebenswirklichkeit angesprochen wird und moderne Lieder gesungen werden,» erklärte Sarah, die auch im Landesjugendforum, der Vertretung der Evangelischen Jugend in der EKKW, aktiv ist. «Junge Menschen sollten in den Gottesdienst mit eingebunden werden,» forderte Jana (19 Jahre) aus Ziegenhain, die selbst eine Mädchengruppe leitet.
 

Die Jugendlichen kritisierten auch, dass die Kirche kaum noch Bedeutung im Alltag habe. Kirche sei uncool. Oft müssten sie sich vor Freunden oder Familie rechtfertigen für ihr Engagement in der Kirche oder Jugendarbeit. Viele Menschen außerhalb der Kirche wüssten gar nicht, dass die Kirche mehr als nur Gottesdienste zu bieten habe. Die Jugendliche selbst schätzen insbesondere die Gemeinschaft. «Ich mache gerne etwas für andere. Das gibt mir mehr, als wenn ich nur etwas für mich selbst mache», waren sich die beiden Ehrenamtlichen Jana und Sarah einig. Die Kirche müsse etwas für ihr Image tun, so die Jugendlichen.
 
Neben der Veranstaltung hat die EKKW auch eine Onlineumfrage mit über 400 Jugendlichen zum Thema «Was Evangelische Jugendliche von Kirche denken» durchgeführt. Gemeinsam mit dem Dezernat für Bildung sollen nun Schlüsse gezogen werden und zusammen mit den Kirchenkreisen die Jugendarbeit weiter entwickelt werden, dabei sollen Jugendliche in die Gestaltung immer mit eingebunden werden. (12.02.2018)
 

a24322

Bedeutende Skulptur vorgestellt
Kasseler Haus der Kirche beherbergt für zwei Jahre Lutherbüste von Wieland Förster

Kassel (medio). Eine Porträtplastik Martin Luthers, die vom renommierten Dresdner Bildhauer Wieland Förster geschaffen wurde, ist  am Freitag (09.02.) im Rahmen einer Feierstunde im Foyer vor der Kapelle im Haus der Kirche in Kassel aufgestellt worden. Bei der Büste handelt es sich um eine Leihgabe der Evangelischen Bank, deren Räumlichkeiten am Kasseler Ständeplatz zurzeit umgebaut werden. Die Plastik soll voraussichtlich ab 2020 ihren endgültigen Platz in dem neu gestalteten Hauptstandort des kirchlichen Geldinstituts bekommen, teilte die Landeskirche mit. Bei der Feierstunde Bischof Prof. Dr. Martin Hein und Thomas Katzenmeyer, Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank anwesend.
 

Bischof Hein: Büste ist «eine echte Bereicherung» für das Haus der Kirche

2018-02-12
Bischof Hein dankte allen, die sich dafür eingesetzt hätten, das bedeutende Werk von Wieland Förster nach Kassel zu holen. Er zeigte sich erfreut, dass das Haus der Kirche eine Weile die Lutherbüste beherbergen dürfe. Die Plastik stelle auf beeindruckende Weise den späten Luther dar – einen Luther, der von den Auseinandersetzungen der Reformation geprägt war, «den Kämpfer, aber auch den Verwundeten». Förster habe diese Erfahrungen Luthers in seinen Gesichtszügen eingefangen: «Der entschlossene Zug um Luthers Mund und die Erscheinung dieses Gesichtes wird sich allen, die ihm begegnen, tief einprägen», sagte Hein. Mit der Darstellung sei Förster ein «modernes Denkmal» gelungen, dass einen kritischen Impuls setze, die eigene Wahrnehmung befrage und ein neues und intensiveres Interesse im Betrachter wecke: «Es geht also vor allem um Wahrhaftigkeit: die Wahrhaftigkeit einer Begegnung.» Diese sei nun in den kommenden zwei Jahre im Haus der Kirche möglich und «eine echte Bereicherung», so der Bischof.
 

Vorstandsvorsitzender Katzenmayer: Plastik ist «eigensinnig im besten Sinne des Wortes»

Vorstandsvorsitzender Katzenmayer lobte die authentische und ausdrucksstarke Wirkung der Lutherplastik. Als unangepasst, sperrig, auch unbequem sei Luther oft charakterisiert worden. «Diese Plastik ist eigensinnig im besten Sinne des Wortes - genau das spiegelt Luthers facettenreichen Charakter treffend wider, ist aber auch Beleg für die besondere künstlerische Qualität der Skulptur.» Es sei für die Evangelische Bank eine große Ehre und besondere Freude, dabei behilflich sein zu können, dass bald 30 Jahre nach der deutschen Einheit mit diesem bedeutenden Werk des früheren DDR-Künstlers Wieland Förster die erste von dessen Luther-Plastiken ins alte Westdeutschland «rübermachen» könne. Vor der Kapelle im Haus der Kirche finde sie nun vorübergehend einen wunderbaren Platz.
 

Kirchengeschichtsprofessor Schilling: Bedeutendste Skulptur des Reformators seit 1930

In einer kurzen Einführung ordnete Prof. Dr. theol. Dr. phil. Dr. h.c. Johannes Schilling aus Kiel die von Wieland Förster geschaffene Porträtplastik Luthers in den historischen Kontext ein. Seiner Ansicht nach gehöre Försters «Luther» zu den beachtlichsten künstlerischen Schöpfungen im Umkreis des Lutherjubiläums 1983. Sein Werk sei die bedeutendste Skulptur des Reformators seit der Arbeit von Gerhard Marcks aus dem Jahr 1930. Schilling erläuterte, der Künstler habe es mit dem kraftvollen Luther aufgenommen, und fuhr fort: «Vielleicht macht gerade das den Rang seines Werkes aus, dass es Luthers Größe gewachsen ist, dem Kraftvollen und dem Zarten, dem Zweifelnden ebenso wie dem Assertorischen.»
 

Hintergrund: Der Künstler Wieland Förster und seine Luther-Skulptur

Wieland Förster zählt zu den herausragenden Bildhauern der Zeit nach 1945. Zugleich tritt er als bedeutender Zeichner, Maler und Schriftsteller hervor. Geprägt durch die Jahre des Nationalsozialismus und der DDR profilierte er sich gegen ein unversöhnliches, doktrinäres staatliches Kunstverständnis als figürlich-expressiv arbeitender Künstler, dessen Schaffen bleibende Gültigkeit erlangt hat. Seine Porträts zeichnen sich durch die Verbindung aus einfühlender Sensibilität und Ausdrucksstärke, Abstraktionsvermögen und Wirklichkeitssinn aus.

Das Porträt Martin Luthers zeigt uns den Reformator als kraftvolle Persönlichkeit, in der sich ein inniges Glaubensverständnis mit einem starken Handlungswillen verbindet. Weitere Abgüsse der Lutherbüste stehen im Rathaus in Schmalkalden, in der Lutherhalle in Wittenberg, in der Martin-Luther-Universität in Halle und im Museum der bildenden Künste Leipzig und am Herderzentrum in Weimar. (09.02.2018)

Download:

Ansprache «Ein Luther für Kassel» zur Präsentation der Büste im Landeskirchenamt von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Johannes Schilling (Kiel):

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a24284

Mittelübergabe für Projekte in 6 Kirchenkreisen
Stiftung Kirchenerhaltungsfonds fördert 6 Kirchen mit insgesamt 438.300 Euro

Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Feierstunde am Dienstagnachmittag (30.01.) in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2017 überreicht. Dabei konnten sechs Bauvorhaben in sechs Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 438.300 Euro gefördert werden, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, würdigte in seinem Grußwort das Engagement der Kirchengemeinden und die Bereitschaft der Menschen, sich für den Erhalt der Kirchengebäude einzusetzen.

2018-02-14
Kirchengebäude bildeten für viele Menschen «Ankerpunkte der Identität» und daher sollte man sie wertschätzen «und versuchen, sie über das reine Nützlichkeitskalkül hinaus zu bewahren».

Hein war darüber erfreut, dass trotz der zurzeit herrschenden Niedrigzinspolitik der Kirchenerhaltungsfonds sechs Kirchengemeinden «für ihren Fleiß, ihren Einsatz und vor allem ihren Ideenreichtum» belohnt würden. Die Ergebnisse der sechs ausgewählten Projekte seien beeindruckend und ein Ansporn für alle anderen Kirchengemeinden der Landeskirche: «Man kann alle Gemeinden nur ermutigen: Ihr könnt mehr, als ihr manchmal denkt; also wartet nicht ab, fangt einfach an!», so der Bischof wörtlich.

  Auch der Vorsitzende des Stiftungsvorstands, Andreas Fehr, betonte die Bedeutung der Kirchengebäude für Menschen. Gerade in einer ländlich strukturierten Kirche seien Kirchen nicht selten der letzte öffentliche Raum. So sei zu beobachten, wie die Diskussion um die mögliche Aufgabe von Kirchengebäuden regelmäßig heftige emotionale Reaktionen auslösten. Dies gelte auch für Menschen, die die Angebote in den Kirchengebäuden kaum nutzten, denn sie wüssten: «Wenn ich die Kirche brauche, dann wird eine Tür offen sein.» Zudem verbänden Menschen wichtige Stationen ihrer Familien- und Lebensgeschichte mit dem Kirchengebäude vor Ort. Fehr stellte fest: «Ein Kirchengebäude bietet Menschen Beheimatung.» Aufgrund dessen versuchten sowohl Bürgergemeinde als auch Christengemeinde mit hohem Engagement jahrhundertalte Kirchen zu erhalten.

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds unterstütze die Kirchengemeinden bei der Pflege und Unterhaltung der denkmalgeschützten Kirchengebäude und deren Ausstattungsgegenstände. Fehr zeigte sich erfreut, dass er als Vorsitzender der Stiftung Vertreterinnen und Vertretern von sechs Kirchengemeinden für «dieses beispiellose Engagement und den tollen Einsatz für den Erhalt unserer Kirchengebäude» die Fördermittel überreichen könne.


Impressionen der Feierstunde:

Die Förderobjekte 2017: 6 Projekte aus 6 Kirchenkreisen

Der Stiftungsvorstand hatte in seiner Sitzung am 1. Dezember 2017 die Förderung von sechs Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 438.300 Euro beschlossen.  Förderschwerpunkte waren im Jahr 2017 Maßnahmen der Innenrenovierung und der Orgelsanierung in denkmalgeschützten Kirchen. Während der Laufzeit der Projektliste vom 22. Juni bis 17. November 2017 hatten die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 438.200,42 Euro erzielt, das von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt wurde.
 

Ev. Kirchengemeinde Linsengericht, Kirchenkreis Gelnhausen, Sanierung des Kircheninnenraums in der Martinskirche in Altenhaßlau, 

Gesamtförderung: 130.000 € 

 

 

Ev. Kirchengemeinde Ehrsten, Kirchenkreis Hofgeismar, Innenrenovierung der Kirche in Ehrsten (3. Bauabschnitt),

Gesamtförderung: 31.200 €

 

 

Ev. Kirchengemeinde Oberkaufungen, Kirchenkreis Kaufungen, Innenraumsanierung der Stiftskirche in Oberkaufungen,

Gesamtförderung: 64.000 €

 

 

Ev. Kirchengemeinde Warzenbach, Kirchenkreis Kirchhain, Innenrenovierung und Orgelsanierung der Martin-Luther-Kirche in Warzenbach, 

Gesamtförderung: 114.600 €

 

 

Ev. Kirchengemeinde Spangenberg, Kirchenkreis Melsungen, Innenrenovierung und Restaurierung der Stadtkirche in Spangenberg, 

Gesamtförderung: 70.000 €

 

 

Ev. Kirchengemeinde Landsburg, Kirchenkreis Ziegenhain, Innenrenovierung der Kirche in Schlierbach,

Gesamtförderung: 28.500 €

 

 

Der Anlass: Die Erhaltung denkmalgeschützter Kirchen

Zu den Schätzen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören ihre denkmalgeschützten Kirchengebäude. Sie zu erhalten, ist Verpflichtung der Landeskirche und ihrer Kirchengemeinden.  Im Jahr 2000 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung beschlossen. Ziel ist es, einen finanziellen Grundstock zu schaffen, aus dessen Erträgnissen die Bauunterhaltung denkmalgeschützter kirchlicher Gebäude und ihrer Ausstattungsstücke gefördert werden kann. Die Neuanschaffung von Ausstattungsstücken ist nach der Stiftungsverfassung nicht förderfähig.

Die Finanzierung: Geldmittel der Landeskirche und Zustiftungen

Die Landeskirche hat die Stiftung bei der Gründung mit einem Stiftungskapital von 15,838 Mio. € ausgestattet, das nach der Stiftungsverfassung in seinem Bestand zu erhalten ist. Seit 2013 stockte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck dieses Stiftungskapital noch um weitere 11 Mio. € auf. Erträgnisse des Stiftungskapitals und Spenden dürfen nur für die verfassungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
 
Aufgabe des Vorstandes ist es auch, für Zustiftungen und Spenden zu werben.  Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist bei ihren vielfältigen Aufgaben und Projekten auch auf die Mithilfe und Unterstützung von Dritten angewiesen. (31.01.2018)
 

Rückblick:

Bei der Fördermittelübergabe 2017 hat die Evangelische Kirchengemeinde Diemelsee im Kirchenkreis Twiste-Eisenberg für die Innenrenovierung der Kirche in Adorf die höchste Fördersumme erhalten. Wir haben uns die Schäden in der romanischen Kirche im letzten Jahr angeschaut.

Linktipp:

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds finden Sie im Internet unter

kirchenerhaltungsfonds.de

a24273

«Kunst trotz(t) Ausgrenzung»
Wander-Ausstellung der Diakonie in documenta-Halle

Kassel (medio). Die Diakonie Deutschland zeigt in einer Ausstellung vom 2. Februar bis zum 4. März 2018 in der documenta-Halle in Kassel Kunstwerke zum Thema Ausgrenzung. Die Ausstellung hat den Titel «Kunst trotz(t) Ausgrenzung», teilte die Diakonie Hessen in einer Pressemitteilung mit. Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Wanderausstellung, die eine künstlerische Absage an Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus, an Ideologien von angeblicher Ungleichheit und Ungleichwertigkeit von Menschen erteilt. 
 
Die Andacht zur Eröffnung der Ausstellung (02.02.) hielt der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein. Seinen Andachtsimpuls, der in einfacher Sprache formuliert war, um niemanden auszugrenzen,  schloss er mit den Worten: «Bilder sind menschlich. Aber wir sehen mehr als nur, was gemalt ist. Wir schauen durch die Bilder in eine andere Welt. Und manchmal – manchmal begegnet uns da etwas von Gott. Von seiner Schönheit. Von seinem Geist. In einem Bild. In einem Künstler, in einer Künstlerin.» 
 
2018-02-05

Kunstprojekt geht zwei Jahre auf Wanderschaft 

«Vielen Menschen fehlt heutzutage die Orientierung und die Vorstellung, wie Vielfalt und Zusammenhalt gelingen kann. Genau hier setzt das Projekt «Vielfalt gestalten. Ausgrenzung widerstehen» an, unter dessen Dach die Ausstellung «Kunst trotz(t) Ausgrenzung» stattfindet», erläuterte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, zur Motivation, eine solche Ausstellung auf die Beine zu stellen. Horst Rühl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessenergänzte: «Wer andere ausgrenzt oder sich selbst als exklusiv empfindet und sich damit der Solidarität in unserer Gesellschaft entzieht, handelt undemokratisch und unchristlich. Mit dieser Ausstellung setzen wir ein Zeichen gegen einen unheiligen Trend in unserer Gesellschaft.»  

An der Wanderausstellung «Kunst trotz(t) Ausgrenzung» beteiligen sich Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft. Gemeinsam fordern sie dazu heraus, sich mit der Gestaltung einer offenen, vielfältigen und inklusiven Gesellschaft auseinanderzusetzen. Die Ausstellung ist Teil eines Projektes zur Demokratieförderung der Diakonie Deutschland und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.In den nächsten zwei Jahren wird die Ausstellung auch an acht weiteren Orten wie Berlin, Hannover und Leipzig gezeigt werden. In Kassel ist die Ausstellung in der documenta-Halle vom 2. Februar bis zum 4. März von Mittwoch bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. (02.02.2018)

Impressionen

(Alle Fotos: medio.tv/Dellit)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie hier

kunst-trotzt-ausgrenzung.de

Download:

Andacht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein zur Eröffnung der Wander-Ausstellung «Kunst trotz(t) Ausgrenzung»:

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a24319

Fachbereich Evangelische Theologie der Uni Marburg
Ulrike Wagner-Rau als Universitätspredigerin entpflichtet

Marburg (medio). Die Professorin des Fachbereichs Evangelische Theologie der Marburger Philipps-Universität, Dr. Ulrike Wagner-Rau, ist in einem feierlichen Gottesdienst am vergangenen Sonntag (4.2) in der Marburger Universitätskirche von ihrem Amt als Universitätspredigerin entpflichtet worden. Der Propst des Sprengels Waldeck und Marburg der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Helmut Wöllenstein, dankte Wagner-Rau für ihre Arbeit und überreichte ihr die Entpflichtungsurkunde der Landeskirche, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels. Elf Jahre lang verantwortete Wagner-Rau die einmal im Monat stattfindenden Universitätsgottesdienste, die von Lehrenden des Fachbereichs gehalten werden. Häufig predigte sie selbst und gestaltete die Liturgie, so der Beauftragte.

Propst Wöllenstein würdigte in seiner Ansprache die Fähigkeit der Theologin, zwischen den Anlässen zu unterscheiden: «Du hast gepredigt und keine Vorlesungen gehalten». Ausdrücklich dankte Wöllenstein ihr für ihre Mitarbeit in der Liturgischen Kammer der Landeskirche. In diesem Gremium werden Texte und Ordnungen für den Gottesdienst und die Amtshandlungen beraten und formuliert.

2018-02-08
Pfarrerin Katja Simon von der Universitätskirchengemeinde sagte über Ulrike Wagner-Rau: «Du hast das Schöne am Gottesdienst geschaut» und unterstrich damit das Interesse Wagner-Raus an einer liebevollen Gottesdienstgestaltung. Als Universitätspredigerin war die Professorin mit beratender Stimme Mitglied im Kirchenvorstand der Ortsgemeinde. Sabine Meyfahrth, Vorsitzende des Kirchenvorstands, dankte Wagner-Rau für die Fähigkeit, mit kurzen und prägnanten Sätzen manche Kirchenvorstandssitzung vorangebracht zu haben.

Die Predigt beim Abschiedsgottesdienst hielt Professorin Angela Standhartinger. Studierende des Fachbereichs Evangelische Theologie gestalteten die Liturgie des Abendmahlsgottesdienstes, für anspruchsvolle musikalische Untermalung sorgte der Universitätschor unter Leitung von Bezirkskantor Nils Kuppe. 

Prof. Dr. Ulrike Wagner-Rau wird auch weiterhin in Marburg leben und dort predigen, so Pfarrer Balzer. Der Liturgischen Kammer werde sie so lange angehören, bis die Arbeiten an der Taufagende der Landeskirche abgeschlossen sind. (8.2.2018)

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Von Liebe, Licht und Zahnarztbesuchen
Erster Klosterkirchen-Slam begeisterte die Zuschauer in Kassel-Nordshausen

Kassel (medio). Lautes Klatschen, Schallendes Gelächter und wüstes Geschrei – das sind Töne, die man in einem Gotteshaus normalerweise nicht hört. Am vergangenen Freitagabend (02.02.) war all das in Kassels ältester Kirche, der Klosterkirche im Stadtteil Nordshausen, beim ersten Klosterkirchen-Slam zu hören.

Bei dem literarischen Vortragswettbewerb traten acht Poetry Slammerinnen und Slammer mit selbst geschriebenen Texten gegeneinander an. Das Publikum bewertete die Beiträge und kürte am Ende Lokalmatadorin Maria Böhme zur Siegerin, teilte die evangelische Kirchengemeinde mit. Suse Umscheid und Daniel Krooß leiteten mit einer Doppelmoderation durch den Abend und führten das Publikum zunächst an das Konzept des Abends heran. Für viele der Gäste, die sich von der Vielseitigkeit der Texte beeindruckt zeigten, sei es der allererste Poetry Slam gewesen, heißt es in einer Mitteilung.

2018-02-07
Und die Bandbreite der Vorträge war groß: So trug Sophia Liberis lyrische Gedanken übers Älterwerden bei. Fatime Gjafa hatte ein spirituelles Gedicht im Gepäck. «Bei mir reimt sich nichts, mein Text wird eher eklig» moderierte dagegen Matthias «Mitti» Mitteregger seinen Beitrag an. Es folgte eine brachialhumoristische Kurzgeschichte über einen Zahnarztbesuch, in der der Protagonist alles versucht, um nicht auf den Stuhl zu müssen. Maria Böhme nahm die Zuschauer in einem Text über das Schreiben mit auf eine Art Traumreise und erzählte davon, wie ihre Geschichten «im Gedankenpalast die Lichter anknipsen».

Der Text von Marvin Seeligmann polarisierte: In «Hallo, fremder Mann» schilderte er die Geschichte eines Jungen, der Opfer von Kinderprostitution wird – aus der Ich-Perspektive. Seeligmann wählte dabei zum Teil drastische und explizite Worte. Für manche im Publikum war das zu viel. Sie verließen während seines Vortrags den Saal. «Das ist vollkommen in Ordnung, mich stört das nicht», hatte Seeligmann seinen Text zuvor anmoderiert. Schließlich wisse man nie, wer welche Schmerzgrenze habe und wem möglicherweise etwas Ähnliches selbst passiert sei.

Von Schnell-Lispler «Marc mit C» gab es unter anderem eine lyrische Antwort auf die Aussage des Comedians Jan Böhmermann, Poetry Slam sei «die widerlichste Kunstform, die in den letzten 20 Jahren erfunden worden ist» und Annika Hempel dichtete dem Publikum vor, warum Selbstliebe ein wichtiges Thema ist. Um Liebe ging es auch bei Lisa Klaus: In ihrem Text «Ramontik» erzählte sie auf humoristische Art, warum sie eigentlich kein romantischer Mensch ist.

Die Zuschauer in der Klosterkirche seien zum Abschluss des Abends voller unterschiedlicher Eindrücke gewesen, heißt es in der Mitteilung weiter. Viele wünschten sich eine Wiederholung und fanden es toll, dass Kirche sich dem Zeitgeist öffnet und auch gesellschaftskritischen Texten sowie Gedanken zu stark polarisierenden Themen einen Raum gibt. Kirchenvorsteherin Miriam Riemer und Mitorganisator Bernd W. Jöst teilten mit, dass zwei Poetry Slams pro Jahr geplant sind. Den nächsten wird es voraussichtlich im Herbst 2018 geben. (07.02.2018)

Linktipp:

Die Evangelische Kirchengemeinde Kassel -Nordshausen finden Sie im Internet unter

klosterkirche-nordshausen.de

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Tierschutz
Nach Abgastests: Bischof warnt vor Doppelmoral im Tierschutz

Kassel (epd). Der kurhessische Bischof Martin Hein fordert nach den umstrittenen Abgastests an Affen in den USA ein sensibleres Verhältnis zum Tierschutz. Zugleich warnte er vor Doppelmoral. «Man kann sich auf der einen Seite nicht über Tierversuche echauffieren und auf der anderen Seite billiges Fleisch beim Discounter aus Massentierhaltung kaufen», sagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Mitglied im Deutschen Ethikrat ist, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Kassel. Hein: «Das widerspricht sich!»
 
Hein verurteilte die Abgasversuche an Affen vor rund drei Jahren, an denen auch der VW-Konzern beteiligt war, als «manipulative Trickserei». Es gehe um die Frage, zu welchem Zweck diese Tierversuche angestellt worden seien. Ziel sei ja nicht die Entwicklung eines lebensfördernden Medikaments gewesen, sondern die Herausstellung der Qualität von Dieselmotoren. Das «Problem ist daher nicht in erster Linie der Tierversuch, sondern die Absicht, mit der diese Versuche durchgeführt worden sind. Diese halte ich für höchst problematisch», fügte Hein hinzu.
 
Bischof Hein stellte die grundsätzliche Frage: «Sind Tiere Lebewesen, an denen wir experimentieren können, wie wir wollen?» Affen seien dem Menschen von allen Tieren am ähnlichsten, daher sei die Empörung hier besonders groß. Hein: «Es gibt viele Bereiche des Tierschutzes, bei denen ich mir nicht nur mehr Sensibilität wünschen würde, sondern auch deutlichere Restriktionen.»
 
Hein räumte ein, dass im Rahmen der Pharmaforschung offenbar auch Tierversuche notwendig seien. Diese Forschung müsse allerdings auf das notwendige Mindestmaß reduziert werden, fügte der Ethik-Experte hinzu. Über die Frage der Tierversuche müsse «sehr viel präziser nachgedacht werden», auch mögliche Alternativen müssten gefördert werden. Insgesamt sei zu fragen, wie weit die «Verzweckung der Kreatur» gehen darf. Hein rief dazu auf, gegenüber dem Leid von Tieren einfühlsamer zu werden. Dazu gehöre auch, den wachsenden Konsum von Fleisch zu überdenken. Wer zu einem Discounter gehe, «sollte auch in einen Schlachthof gehen, um zu sehen, woher das Fleisch kommt». (31.01.2018)
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Erster gemeinsamer Kurs in Popularmusik der hessischen Landeskirchen
Elf Absolventinnen und Absolventen legen C-Prüfung für Popularmusik ab

Schlüchtern (medio). In der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte Schlüchtern (KMF) wurde am vergangenen Sonntag (28.01.) der Abschluss des C-Kurses in Popularmusik gefeiert. Erstmals wurde der Kurs von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN) in Kooperation durchgeführt, teilte Kirchenmusikdirektor Peter Hamburger, Kantor für Popularmusik der EKKW mit.
 
Die beiden Landeskirchenmusikdirektoren Christa Kirschbaum (EKHN) und Uwe Maibaum (EKKW) überreichten den elf Absolventinnen und Absolventen die Ergebnisprotokolle der Prüfung. Zuvor hatten die Absolventinnen und Absolventen vier Tage in diveresen Prüfungen ihr Können unter Beweis gestellt. Dazu gehörte auch ein öffentliches Prüfungskonzert am Samstag (27.01.) in der Stadtkirche Schlüchtern.
 
Der C-Kurs der Popularmusik dauert knapp anderthalb Jahre. 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten im Oktober 2016 mit dem Kurs begonnen. Zehn von ihnen sind zur Prüfung angetreten. Eine weitere Teilnehmerin legte eine Teilprüfung ab. Für den Kurs  wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entweder Chorleitung oder Bandleitung als Schwerpunkt und eine Kombination aus zwei Instrumentalfächern bzw. Gesang. Beim aktuellen Kurs war die meistvertretene Kombination Chorleitung mit dem Hauptinstrument Klavier und Nebeninstrument Gesang. Die Leitung des Kurses hatten: Bernhard Kießig, Referent für  Pop- und Gospelchor und PopPiano im Zentrum Verkündigung der EKHN, Wolfgang Diehl, Referent für Gitarre und Bandarbeit im Zentrum Verkündigung der EKHN, Kirchenmusikdirektor Peter Hamburger, Kantor für Popularmusik der EKKW.
 

Stichwort:

Neben einer Einführungswoche in der KMF und Intensivwochenenden in Bad Hersfeld, besteht der Kurs aus monatlichen Tagesseminaren im Zentrum Verkündigung der EKHN in Frankfurt. Für die Teilnehmenden kommen Unterricht am Hauptinstrument und Lehrbrief-Aufgaben hinzu – vergleichbar dem System eines Fernstudiums. Zu den Prüfungsfächern gehörten: Chor- bzw. Bandleitung, Hauptinstrument (Klavier, Gitarre oder Saxofon), Nebeninstrument (Klavier, Gesang oder Schlagzeug), Gemeindesingen, Theoriefächer (Harmonielehre, Arrangement, Gehörbildung, Musikgeschichte, Stilkunde),«Kirchenfächer» (Hymnologie / Liederkunde, Liturgik / Gottesdienstkunde, Theologische Information).

Die bestandene C-Prüfung Popularmusik berechtigt zur entsprechenden Bezahlung bei nebenberuflicher Leitung von Chören und Bands. Der Abschluss ist auf dem gesamten Gebiet der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) anerkannt. Der nächste Kurs beginnt im Herbst 2019. (31.01.2018)
2018-01-31

Linktipp:

Weitere Informationen zum Programm der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte in Schlüchtern finden Sie unter

kmf.kirchenmusik-ekkw.de

Linktipp:

Weitere Informationen zum Kantorat für Popularmusik finden Sie unter

popularmusik.kirchenmusik-ekkw.de

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Von Januar bis April 2018
«Du hast die Wahl» - Mitarbeitervertretungen werden in der Landeskirche neu gewählt

Kassel (medio). In der Zeit von Januar bis April 2018 werden in den Dienststellen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) neue Mitarbeitervertretungen gewählt. Zur Wahl aufgerufen sind über 11.000 Mitarbeitende in allen Arbeitsbereichen der Landeskirche. «In der Regel wird eine Mitarbeitervertretung auf Ebene eines Kirchenkreises gebildet, daneben gibt es einige Einrichtungen, die eigene Mitarbeitervertretungen bilden», sagte Andreas Klenke, Vorsitzender der Landeskirchlichen Mitarbeitervertretung, gegenüber der Onlineredaktion des Medienhauses der EKKW. In der jetzigen Amtsperiode seien 25 Mitarbeitervertretungen tätig.

Die Aufgaben der Vertretungen sind im kirchlichen Mitarbeitervertretungsgesetz geregelt, das vergleichbar mit dem  Betriebsverfassungsgesetz sei, erläuterte Klenke. So wirken Mitarbeitervertretungen z.B. mit bei Einstellungen, Kündigungen, organisatorischen und sozialen betrieblichen Belangen wie z.B. der Regelung von Arbeitszeit im Betrieb. Die Mitarbeitervertretungen sollen die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Mitarbeitenden fördern, ergänzte die Dezernentin für Arbeits- und Schulrecht der Landeskirche, Landeskirchenrätin Dr. Anne-Ruth Wellert, auf Anfrage. «Um ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen, ist die Mitarbeitervertretung durch das Mitarbeitervertretungsrecht mit Initiativrechten und verschiedenen Formen der Beteiligung ausgestattet», so Dezernentin Wellert.

Die Mitarbeitervertretungen stellen darüber hinaus auch die Vertreterinnen und Vertreter der Dienstnehmer in der Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK). Die ARK wiederum beschließt die arbeitsrechtlichen Bedingungen, die für alle Mitarbeitenden in der Landeskirche gelten, so Wellert weiter.

Aufruf zur MAV-Wahl 2018

Der Vorsitzende der Landeskirchlichen Mitarbeitervertretung, Andreas Klenke, ruft alle Mitarbeitenden auf: «Beteiligen Sie sich an der Mitarbeitervertretungswahl 2018, als Wählerinnen und Wähler, als Kandidatinnen und Kandidaten - für eine starke Interessenvertretung - in Zeiten einer sich verändernden Kirche».

Und Arbeitsrechtsdezernentin Dr. Wellert sagt: «Mitarbeitervertreter und -vertreterinnen nehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe in unserer Dienstgemeinschaft wahr. Dies ist besonders in den weiteren strukturellen Veränderungen innerhalb der Landeskirche von großer Bedeutung. Eine hohe Wahlbeteiligung ist daher wünschenswert. Diese stärkt die Dienstgemeinschaft und bildet die Grundlage für eine gute Einbindung der Mitarbeiterschaft in die Weiterentwicklung der Kirche.»

Stichwort: Wahlkampagne und Wahl der Mitarbeitervertretungen

Zur MAV-Wahl 2018 will die Landeskirchliche Mitarbeitervertretung mit der Kampagne «Du hast die Wahl» mobilisieren. Plakaten und Postkarten sollen die Aufmerksamkeit wecken und die Beteiligung an der Wahl stärken. Informationen zu den Materialien bei der Geschäftsstelle der Landeskirchliche Mitarbeitervertretung der EKKW, Heinrich-Wimmer-Straße 4, 34131 Kassel Tel.: 0561 9307-173, E-Mail: lakimav@ekkw.de.

Grundsätzlich sind alle Mitarbeitenden wahlberechtigt, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Wählbar sind alle Mitarbeitenden, die seit mindestens sechs Monaten der Dienstelle angehören. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. (08.12.2017)

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Linktipp:

Die Landeskirchliche Mitarbeitervertretung der EKKW finden Sie unter:

lakimav-ekkw.de

Linktipp:

Das Dezernat Arbeits- und schulrecht finden Sie unter:

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Hessentag 2018 in Korbach
Kilianskirche wird zur Klangkirche mit vielfältigem Programm - HelferInnen gesucht

Kassel/Korbach (medio). Während des 58. Hessentages in Korbach (25. Mai bis 3. Juni 2018) verwandelt sich die dortige Kilianskirche in die Klangkirche. Die Besucher erwartet ein Erlebnisraum, der neue, spannende Klang-Erfahrungen verspricht und anregt, Kirche mit allen Sinnen zu erleben, teilte das Projektmanagement der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit.

Neben klangvoll-spirituellen Impulsen am Mittag und zu nächtlicher Stunde, werde es ein vielfältiges Programm mit Kleinkunst, Musik und vielem mehr geben. Für das Team der Klangkirche werden freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht.

Gesucht werden engagierte und aufgeschlossene Menschen. Zu den Aufgaben gehöre die Begrüßung der Besucherinnen und Besucher, die Leitung durch die Klangkirche, die Betreuung eines Infostandes oder Aufsicht zu führen. Außerdem werden helfende Hände bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen gesucht. Die Einsatzzeiten sind von 9 bis 14 Uhr, 13.30 bis 18.30 Uhr und von 18 Uhr bis Mitternacht. Für jeden, der helfen will, gibt es zwei Team-Schulungen. Am 21. März und am 19. April 2018 jeweils um 18.30 Uhr in der Kilianskirche in Korbach. Für die Verpflegung während der Einsatzzeit wird gesorgt. Außerdem bekommt jeder Helfer ein HelferInnen-Shirt und am 13. Juni gibt es ein großes Helferfest als Dankeschön.

Interessenten können sich beim Dekanat in Korbach melden. Telefonisch unter: 05631 - 61969 oder per E-Mail: dekanant.twiste-eisenberg@ekkw.de (19.01.2018)

2018-01-19

Download:

Laden Sie hier den HelferInnen-Flyer herunter

PDF-Dokument

Linktipp:

Weitere Infos zum Klangkirchen auf dem Hessentag finden Sie unter

klangkirche.com

Linktipp:

Weitere Infos zum Hessentag finden Sie unter

hessentag2018.de

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Zusammenschluss von reformierten und lutherischen Gemeinden
Evangelische Kirche feiert im kommenden Jahr 200 Jahre «Hanauer Union»

Hanau (medio). Auf 200 Jahre der sogenannten «Hanauer Union» blickt im kommenden Jahr der Sprengel Hanau der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zurück. Der Zusammenschluss am 1. Juni 1818 von reformierten und lutherischen Gemeinden zu einer evangelisch-christlichen Kirche solle im kommenden Jahr gefeiert werden, kündigte der Propst des Sprengels Hanau, Bernd Böttner, am Freitag (8.12.) an.

Der Beschluss der Hanauer Synode vom 1. Juni 1818 habe weitreichende Folgen gehabt: «Im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland ist es bei uns selbstverständlich «evangelisch» zu sein, ohne dass es dazu noch eines Zusatzes bedarf», so Böttner. Die Vereinigung von 1818 sei ganz wesentlich geprägt gewesen von den Feiern des 300jährigen Reformationsjubiläums am 31. Oktober 1817. Schon zu diesem Anlass haben man nicht nur zurückblicken wollen, sondern auch mutig nach vorne. Der Allgemeine Anzeiger der Deutschen rief am 26. November 1816 auf, «man habe sich nicht nur zu erinnern, was das 16. Jahrhundert leistete, sondern auch zu bedenken, was das 19. Jahrhundert und alle folgenden leisten sollten. Der neuen Zeit könne man nicht zumuten, sich nur immerfort in demselben Kreise früherer Vorstellungen herumzutreiben». In diesem Geiste reifte die Hanauer Union, erläuterte der Propst.

200 Jahre später habe man ganz bewusst das 500jährige Reformationsjubiläum gefeiert. «Ich erinnere mich gern an das Festwochenende auf der Ronneburg, an viele schöne Aktionen, Konzerte und Gottesdienste, nicht nur am 31. Oktober des vergangenen Jahres, sondern das ganze Jahr hindurch. Wir wollen auch das anstehende 200jährige Jubiläum der Hanauer Union gebührend feiern und laden Sie herzlich ein, nun mit uns mutig nach vorne zu schauen», so Bernd Böttner.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet ein Vortrag von Dr. Margot Käßmann am 23. April 2018 um 19 Uhr in der Christuskirche in Hanau. Die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) werde ein Fazit aus dem Reformationsjubiläums ziehen und aufzeigen, welche Herausforderungen für die  Evangelische Kirche bestehen. Weitere  Vorträge über die Ereignisse von vor 200 Jahren und ihre Auswirkungen bis heute folgen in den Monaten Mai bis September.

Abschluss und Höhepunkt werde das Unionsfest für alle Generationen am 16. September 2018 auf dem Marktplatz in Hanau sein, das um 14 Uhr mit einem Gottesdienst beginnen wird. Die Predigt hält Bischof Martin Hein. Für die Musikalische Gestaltung sorgen Bläserinnen und Bläser aus den Gemeinden des Sprengels und der Gospelchor «Get up!» der Landeskirche mit Band. (09.12.2017)

2018-01-19

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

hanauer-union.de