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Landeskirche trauert um Prälat i. R. Peter Hertzberg
Langjähriger theologischer Vertreter des Bischofs verstarb am 4. August

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck trauert um ihren Prälaten i. R. Peter Hertzberg. Er verstarb gestern im Alter von 89 Jahren in Hofgeismar, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, würdigte Peter Hertzberg als einen leidenschaftlichen Prediger und Impulsgeber für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. In seinem Dienst habe Hertzberg die Grundlagen für eine solide Personalpolitik gelegt, auf denen seine Nachfolgerinnen und Nachfolger aufbauen konnten. Seine hohe theologische Kompetenz wie auch «seine Persönlichkeit als Mensch mit Ecken und Kanten» hätten die Wahrnehmung des Prälatenamtes geprägt. Für die Pfarrerinnen und Pfarrer sei er ein theologisch-kritischer Begleiter gewesen.
 

Zur Person:

Peter Hertzberg wurde 1927 in Jerusalem geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1945 studierte er Evangelische Theologie in Marburg und Göttingen. Sein Vikariat absolvierte er 1950 in Langendiebach, Kirchenkreis Hanau-Land. Er unterbrach es für einen Auslandsaufenthalt in den USA und setzte das Vikariat 1951 in Bad Arolsen, Kirchenkreis der Twiste, fort. Nach seiner Ordination im Jahr 1952 war Hertzberg zunächst als Hilfspfarrer in Bad Arolsen tätig, ehe er 1954 als Pfarrer in die Kirchengemeinde Breuna, Kirchenkreis Wolfhagen, wechselte. 1972 wurde er zum Dekan des Kirchenkreises Marburg-Land ernannt. Im Jahr 1975 wurde er zum Prälaten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck berufen. Dieses Amt des theologischen Vertreters des Bischofs hat er bis zu einem Ruhestand im Jahr 1989 wahrgenommen. (05.08.2016)

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Brot für die Welt
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck sammelte 1,6 Millionen Euro Spenden

Kassel/Frankfurt (medio). Das evangelische Hilfswerk «Brot für die Welt» hat im vergangenen Jahr auf dem Gebiet der Evangelsichen Kirche von Kurhessen-Waldeck 1.591.943 Euro an Spenden erhalten. Insgesamt 1.029.874,59 Euro kamen durch Spenden und Kollekten direkt aus den Kirchengemeinden der Evangelischen Kirchen von Kurhessen-Waldeck, teilte die die Diakonie Katastrophenhilfe mit.«Wir freuen uns, dass Spenderinnen und Spender Brot für die Welt auch 2015 wieder ihr Vertrauen geschenkt haben,» so Dr. Ute I. Greifenstein, Referentin im Zentrum Oekumene, die für Brot für die Welt für Kurhessen-Waldeck und Hessen und Nassau zuständig ist.

Ganz besonders großzügig waren die Kirchenbesucherinnen und -besucher aus den Kirchenkreisen Kassel, Kaufungen und Fulda. Aus dem Kirchenkreis Kassel kamen 145.169,33 Euro, aus dem Kirchenkreis Kaufungen 105.109,63 Euro und aus dem Kirchenkreis Fulda 77.800,46 Euro für Brot für die Welt.

Die Dezernentin für Diakonie und Ökumene Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter zeigte sich erfreut über das gute Ergebnis und appellierte an die Gemeinden, in ihrer Spendenbereitschaft für die profilierte Arbeit von Brot für die Welt nicht nachzulassen. «Die Partner von Brot für die Welt tragen mit ihren Projekten zur Überwindung von Armut auch zur aktuell allseits geforderten Bekämpfung von Fluchtursachen bei,» so die Dezernentin. Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit von Brot für die Welt im vergangenen Jahr mit 57,5 Millionen Euro unterstützt. Das sind 1,8 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (55,7 Millionen). 
(05.08.2016)

Linktipp:

Informationen zu den Projekten von «Brot für die Welt» erhalten Sie unter:

brot-fuer-die-welt.de

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Bischof Hein: «Wichtiger Impuls für effiziente Ressourcennutzung»
Landeskirchenamt geht mit EMAS-Zertifizierung wichtigen Schritt beim Umweltschutz

Kassel (medio). Einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Umweltschutz hat das Landeskirchenamt in Kassel getan. Am Dienstagmorgen (26.7.) hat die Hauptgeschäftsführerin der IHK Kassel/Marburg, Sybille von Obernitz, an Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Bescheinigung über den Eintrag des Landeskirchenamtes in das EMAS-Register (EMAS: Eco-Management and Audit Scheme), übergeben.

Mit dieser Eintragung verpflichtet sich das Landeskirchenamt am Standort Wilhelmshöher Allee 330 in Kassel alle einschlägigen Umweltrechtsvorschriften zu erfüllen und ein innerbetriebliches Managementsystem aufzubauen, um die Umweltleistung der Behörde weiter zu verbessern, teilte die Pressestelle mit.

Der Bischof wertete die Selbstverpflichtung als einen weiteren, aktiven Beitrag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum Umweltschutz: «Die anvertrauten Gaben verpflichten uns mit Blick auf kommende Generationen. Das wird mit der Zertifizierung konkret und überprüfbar umgesetzt. Sie ist ein Impuls, auch in den Gemeinden und Einrichtungen weiter über Möglichkeiten effizienter Ressourcennutzung nachzudenken.»

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel, der Geschäftsführer des Landeskirchenamtes, sieht im Umweltmanagement nach EMAS eine gute Möglichkeit, innerhalb der Behörde Einsparpotenziale beispielswiese im Bereich Energie, Wasser und Abfallwirtschaft aufzudecken: «Gerade die Kirche muss mit guten Beispiel voran gehen, wenn es um den bewussten Umgang mit Ressourcen geht.» Neben der Verbesserung der Umweltleistung verspreche er sich aber auch mehr Rechtssicherheit im Bereich Umwelt- und Arbeitsschutz und – nicht zuletzt – «zufriedene und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter».

Hintergrund: Umweltschutz in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Die EMAS-Zertifizierung baut auf eine Reihe von Entscheidungen und Maßnahmen im Bereich Umweltschutz auf: Einführung eines integrierten Klimaschutzkonzeptes, Einrichtung eines Energiesparfonds, die jährliche Verleihung eines Umweltpreises, der Einrichtung von Beauftragten für Umweltfragen in den Kirchenkreisen, Mitgliedschaft in der Klimaallianz sowie auf einer generellen Bewusstseins- und Bildungsarbeit zur Bewahrung der Schöpfung. (26.07.2016)

Impressionen von der Übergabe

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

emas-register.de/emas-register

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1.800.000 Beratungsgespräche im Jahr
TelefonSeelsorge seit 60 Jahren für Menschen in schwierigen Situationen da

Kassel/Aachen (medio). Seit 60 Jahren ist die TelefonSeelorge für Menschen in schwierigen Lebenssituationen da. Etwa 7.500 Ehrenamtliche leisten rund um die Uhr den Dienst am Telefon und führen rund 1.800.000 Seelsorge- und Beratungsgespräche, teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit. Dabei sind die Mitarbeitenden, die durch Fachkräfte umfassend ausgebildet und begleitet werden, Ansprechpartner für Menschen in akuten Krisen oder längerfristig schwierigen Lebenssituationen.

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen am häufigsten Ängste, seelische und körperliche Einschränkungen und Beziehungsfragen, heißt es in der Mitteilung. Wichtigster Partner der TelefonSeelsorge, die von  katholischer und evangelischer Kirche getragen wird, sei seit 1997 die Deutsche Telekom, die die Anrufe zu den Notrufleitungen kostenfrei zur Verfügung stellt.

Die TelefonSeelsorge betreibt in ganz Deutschland nach eigenen Angaben über 100 regionale Stellen und ist zentral über die Telefonnummern (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222 gebührenfrei, anonym und rund um die Uhr erreichbar. Anrufe oder Chat- bzw. E-Mail-Kontakte über das Internet werden an diese Stellen verbunden, nach Möglichkeit in der Region des Anrufers. Auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck befinden sich Stellen in Fulda, Kassel, Langenselbold und Marburg. (20.07.2016)

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Internationale ökumenische Gemeinschaft vor Zerreißprobe gestellt
Landeskirche kritisiert scharf die Abschaffung der Frauenordination in Lettland

Kassel (medio). Mit «großer Sorge» hat das Kollegium der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Entscheidung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland, die Frauenordination wieder abzuschaffen, zur Kenntnis genommen, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

In einer Stellungnahme betont das Kollegium, dass das Priestertum aller Getauften und nicht die Frage des Geschlechts für die protestantischen Kirchen die entscheidende Grundlage für die Berufung in kirchliche Ämter sei. So heißt es wörtlich: «Diese Entscheidung ist weder mit Kernaussagen reformatorischer Theologie noch mit einer protestantisch verantworteten Bibelhermeneutik vereinbar.»

Die Landeskirche selbst mache seit über 50 Jahren hervorragende Erfahrungen mit der Frauenordination. Frauen im Pfarramt würden sehr geschätzt, brächten eine weibliche Perspektive in ihren Dienst ein und bereicherten so die Kirche. Frauen in kirchenleitenden Funktionen seien für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck «inzwischen selbstverständliche und anerkannte Realität».

Das Kollegium befürchtet, dass diese Entscheidung nicht nur die lettischen Protestanten spalte, sondern sie «stellt auch die internationale ökumenische Gemeinschaft jener Kirchen, die die Frauenordination praktizieren, vor eine Zerreißprobe». (14.07.2016)

Wir dokumentieren die Stellungnahme des Kollegiums der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Wortlaut:

«Das Kollegium der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck nimmt die Entscheidung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands, die 1975 eingeführte Ordination von Frauen wieder abzuschaffen, mit großer Sorge zur Kenntnis.

Diese Entscheidung ist weder mit Kernaussagen reformatorischer Theologie noch mit einer protestantisch verantworteten Bibelhermeneutik vereinbar. Das Priestertum aller Getauften, das Männer und Frauen umfasst, ist für protestantische Kirchen die entscheidende Grundlage für die Berufung in kirchliche Ämter. Der Bezug auf 1. Korinther 14,34 (‚Das Weib schweige in der Gemeinde‘) zur Begründung der Abschaffung der Frauenordination entspricht einer eklektischen und fragwürdigen Bibelhermeneutik, die Luthers Ansatz der Schriftauslegung « Was Christum treibet» entgegensteht.

Die Entscheidung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland vergrößert nicht nur die Spaltung zwischen der  durch die Frage der Frauenordination getrennten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland und der lettischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Ausland, sondern stellt auch die internationale ökumenische Gemeinschaft jener Kirchen, die die Frauenordination praktizieren, vor eine Zerreißprobe.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ordiniert aus guten theologischen Gründen seit über 50 Jahren Frauen und hat damit hervorragende Erfahrungen gemacht. Frauen im Pfarramt sind bei uns sehr geschätzt und leisten ihren Dienst in allen pfarramtlichen Aufgabenfeldern. Sie bringen ihre weibliche Perspektive ein und bereichern damit unsere Kirche. Frauen in kirchenleitenden Funktionen sind in unserer Kirche eine inzwischen selbstverständliche und anerkannte Realität.

Umso fragwürdiger ist es, dass die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands aus theologisch nicht nachvollziehbaren Gründen auf die Mitarbeit ordinierter Pfarrerinnen bei der Verkündigung des Evangeliums verzichtet.»

Linktipp:

Die Mitglieder des Kollegiums des Landeskirchenamtes finden Sie auf ekkw.de im Bereich «Unsere Kirche»:

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Zahl der Austritte um 22 Prozent gesunken
EKD stellt neue Mitgliederstatistik vor

Hannover (medio). Rund 22,3 Millionen Menschen waren im Jahr 2015 Mitglied einer der 20 Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Das ist das Ergebnis der am Freitag (15.7.) vom Kirchenamt in Hannover bekanntgegebenen jüngsten Mitgliederstatistik der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Zum Stichtag 31.12.2015 gehörten insgesamt 22.271.927 Menschen der evangelischen Kirche an, heißt es in einer Mitteilung der EKD.
  
Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, nahm die Bekanntgabe der Zahlen zum Anlass, sich bei den Mitgliedern für das gemeinsame Mitwirken an der Kirche Jesu Christi zu bedanken: «Mit großer Dankbarkeit blicke ich auf das Engagement, mit dem Menschen überall in Deutschland für ihren Glauben und ihre Kirche einstehen», so Bedford-Strohm. «Dass heute mehr als 56 Prozent der Menschen in Deutschland aus Freiheit einer der beiden großen christlichen Kirchen angehören und sich in vielfältiger Weise für ein christliches Miteinander in Deutschland einsetzen, ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit.» Die evangelische Kirche werde weiter alles daran setzen, die Kraft des Evangeliums in allen Dimensionen öffentlich zum Ausdruck zu bringen. «Von dieser Kraft lebt die Kirche. Deshalb bin ich für die Zukunft der Kirche zuversichtlich», so der Ratsvorsitzende.

Die Zahl der Austritte aus der evangelischen Kirche sei im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um rund 22 Prozent auf 210.000 zurückgegangen. Im selben Zeitraum habe es bundesweit rund 175.000 evangelische Taufen und 25.000 Aufnahmen gegeben. Die gegenüber dem Vorjahr rückläufige Mitgliederzahl sei nicht zuletzt auch auf den demographischen Wandel in Deutschland zurückzuführen: Im Jahr 2015 verstarben laut Mitteilung rund 350.000 Mitglieder der evangelischen Kirche. (15.07.2016)

Download:

Die Mitgliederstatistik der Evangelischen Kirche in Deutschland können Sie hier herunterladen:

PDF-Dokument

Zahlen und Fakten:

Hier finden Sie Zahlen und Fakten des kirchlichen Lebens in unserer Landeskirche:

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Evangelische Akademie Hofgeismar startet mit Silvestertagung ins Reformationsjahr

Hofgeismar/Kassel (epd). Mit einer Silvestertagung unter dem Motto «Ich bin so frei» startet die Evangelische Akademie Hofgeismar ihre Angebote zum Reformationsjubiläum 2017. Hintergrund des Mottos sei Martin Luthers programmatische Schrift «Von der Freiheit eines Christenmenschen», sagte Akademiedirektor Karl Waldeck am Montag in Kassel. Die Tagung findet vom 29. Dezember bis zum 1. Januar 2017 statt.

Im Jahr 2017 werde es weitere Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum geben, kündigte Waldeck an. So werde sich eine Tagung den 95 Thesen Luthers widmen, die zu den wichtigsten Texten der Reformation zählen. «Die 95 Thesen sind ein sehr folgenreicher, zugleich aber kaum bekannter Text», sagte er. Eine weitere Tagung werde der Frage nachgehen, wie aus dem Reformator Martin Luther eine Stilikone werden konnte.

Nächstes Jahr feiert die Akademie nach den Worten von Waldeck außerdem ihr 70-jähriges Bestehen. Für das Fest sei der 16. September vorgesehen. Im Jahr 1947 seien auch andere der heute insgesamt 16 Evangelischen Akademien in Deutschland entstanden. Der seit dem vergangenen September an der Akademie tätige Studienleiter Konstantin Broese kündigte bei seiner Vorstellung an, einen besonderen Akzent auf das Thema Politik setzen zu wollen. Dazu zähle neben der Flüchtlingsfrage auch das Phänomen des Rechtspopulismus.

Bereits in diesem Jahr habe die Einrichtung der Kinderakademie ihr 40-jähriges Bestehen feiern können, ergänzte deren Leiter Uwe Jakubczyk. Die erste Kinderakademie fand im September 1976 statt und hatte das Thema «Kinder und Kino». In den derzeit zwei bis drei Veranstaltungen pro Jahr, die im Schnitt von 80 bis 100 Personen besucht werden, gehe es um Themen aus Kirche und der Lebenswelt von Kindern. Zudem würden auch Reisen angeboten. (11.07.2016)

Linktipp:

Die Evangelische Akademie Hofgeismar finden Sie im Internet unter:

akademie-hofgeismar.de

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Kurhessische Bibelgesellschaft informiert mit neuem Internetauftritt

Homberg (medio). Die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck präsentiert sich seit Kurzem mit einem neuen Auftritt im Internet. Auf den Seiten unter der Adresse bibelgesellschaft-ekkw.de kündigt die Gesellschaft u.a. Veranstaltungen an, wie z.B. die Kurhessischen Bibeltage, bei denen sich Interessierte im Herbst 2016 mit Bibeltexten aus dem Lukas-Evangelium auseinandersetzen können. Außerdem können sich die Besucherinnen und Besucher über die Angebote der Gesellschaft informieren und viele Hintergrundinformationen abrufen. 

Die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck versteht sich als eine Einrichtung, die die Verkündigung des Evangeliums durch die Verbreitung von Bibeln und Bibelaktionen fördert. Die Gesellschaft entstand 2005 aus dem Zusammenschluss von drei ehemals selbstständigen kurhessischen Bibelgesellschaften in Kassel, Marburg und Hanau. Vorsitzender der Gesellschaft ist Dekan i.R. Rainer Staege (Marburg) und mit bibelgesellschaftlicher Arbeit in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck beauftragt ist Pfarrerin Svenja Neumann (Homberg/Efze). (20.07.2016)

Linktipp:

Die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck finden Sie im Internet unter:

bibelgesellschaft-ekkw.de

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«Hit-From-Heaven»-Sonntag am 18. September 2016
Silbermond-Hit «Leichtes Gepäck» Thema in vielen Gottesdiensten

Hanau/Kassel (medio). Am 18. September 2016 stehen die Sonntagsgottesdienste in einigen Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck unter einem ganz besonderen Motto: Der Hit «Leichtes Gepäck» der Band «Silbermond» steht im Mittelpunkt – von der Begrüßung am Eingang der Kirchen über die Predigten bis hin zu Kollekten-Gebeten und besonderen Koffer-Aktionen. Der hessische Privatradiosender «Hit Radio FFH» stellt den Song ab Ende August in seinem Programm vor und berichtet im Kirchenmagazin «Kreuz und Quer», das sonntags zwischen 6 und 9 Uhr zu hören ist, über die Gottesdienste, teilte der Beauftragte für privaten Rundfunk, Pfarrer Prof. Dr. Siegfried Krückeberg, gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio», mit.

Der «Hit-From-Heaven»-Sonntag wurde erstmalig im vergangenen Jahr in Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Hanau veranstaltet und ist eine Initiative des Kirchenkreises in Zusammenarbeit mit dem Medienhaus der Landeskirche und «Hit Radio FFH», so Krückeberg weiter. In diesem Jahr werde der Sonntag nun auch in weiteren hessischen Kirchengemeinden angeboten, teils sogar mit katholischer Beteiligung. Alle Kirchengemeinden in ganz Hessen sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen, sagte der Beauftragte.

Dekan Lückhoff: Alltagserfahrungen vor Gott zur Sprache bringen

Dekan Dr. Martin Lückhoff, der die Idee zu der Aktion gemeinsam mit Krückeberg hatte, sagte zu der Gestaltungsform: «Gottesdienste sind eine wunderbare Möglichkeit, Menschen mit ihren Alltagserfahrungen abzuholen und zu begleiten. Dazu gehören auch Gefühle und Emotionen, die in Pop-Songs aufgenommen werden. Unsere Absicht war es, diese Erfahrungen und Eindrücke auch vor Gott zur Sprache zu bringen.» Zur Titelauswahl sagte der Dekan: «Das ist ein toller Song, der viele Menschen anspricht. Und die Sehnsucht, mit leichtem Gepäck zu reisen und frei zu sein, ist etwas, was sich viele Menschen wünschen. Ich freue mich auf die Gottesdienste zu Silbermond», so Lückhoff.


Gemeinden können sich an Aktion beteiligen - Materialpaket zum Download

Für den 18. September sei in dem Gottesdienstentwurf geplant, dass z.B. am Eingang der Kirchen unterschiedlich schwere Koffer stehen, die die Besucher in den Altarraum tragen können. Dabei könne der Hit schon instrumental über die Orgel oder von CD zu hören sein, erläutert Pfarrer Krückeberg. «Die Besucherinnen und Besucher können im Gottesdienst darüber nachdenken, was sie im Leben besonders belastet und wie sie auch mit Hilfe des Glaubens unnötigen Ballast abwerfen können», so Krückeberg weiter. Außerdem werden die Pfarrerinnen und Pfarrer eingeladen, auf den Hit in ihrer Predigt einzugehen. Bands und Projektchöre der teilnehmenden Gemeinden können den Gottesdienst musikalisch zum Thema «Leichtes Gepäck» begleiten.

Für die Vorbereitung und Bekanntmachung der «Hit-From-Heaven»-Sonntage steht ein umfangreiches Materialpaket bereit, das u.a. Gottesdienstentwürfe und einen Predigtentwurf enthält. Außerdem sind darin die Partitur des Songs «Leichtes Gepäck», Gemeindebriefvorlagen und gestaltbare Plakatvorlagen enthalten. Die Gottesdienstzeiten können frei gewählt werden. Hit Radio FFH berichtet laut Krückeberg ab dem 21. August in der Sendung «Kreuz und Quer», die von bis zu 432.000 Hörern gehört wird, über die Gottesdienste. (11.07.2016)

Silbermond mit dem Song «Leichtes Gepäck»

Hier können Sie das offizielle Video der Gruppe Silbermond mit dem Song «Leichtes Gepäck» ansehen:

Veranstaltungskalender:

Wenn sich auch Ihre Kirchengemeinde am «Hit-From-Heaven»-Sonntag beteiligt, dann tragen Sie sich in unseren Veranstaltungskalender ein (bitte am Ende des Formulars der Rubrik «Hit-From-Heaven-Sonntag» zuordnen!) oder schauen Sie sich an, welche Gemeinden schon mitmachen:

Gottesdienst eintragen...
Gottesdienste ansehen...

Materialpaket:

Im Materialpaket zum «Hit-From-Heaven»-Sonntag finden Sie u.a. einen Gottesdienst- und Predigtentwurf, Gemeindebriefvorlagen und gestaltbare Plakatvorlagen:

Download als ZIP-Archiv

Interview:

Hier können Sie ein Interview zum Titel «Leichtes Gepäck» mit der Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß und dem Schlagzeuger Andreas Nowak hören und für die Gottesdienstgestaltung als mp3-Datei herunterladen:

Interview als mp3-Datei

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Hip-Hopper gestalteten 3. EKKW-Medientreff

Kassel (Olaf Dellit und medio). Ungewohnte Klänge schallten am Donnerstag (7.7.) durch das Medienhaus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Gut 40 Medienschaffende - Journalisten und hauptamtliche Öffentlichkeitsarbeiter mit Bezug zu Kirche und Diakonie - waren der Einladung zum EKKW-Medientreff gefolgt.  Das Programm gestalteten Hip-Hopper aus Marburg gemeinsam mit Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum.

Im Gespräch mit Pfarrer Siegfried Krückeberg, landeskirchlicher Beauftragter für den privaten Rundfunk, stellten Maibaum und Aljoscha «Joschi» Tischkau ihr gemeinsames Projekt vor: «Hip-Hop - Tag und Nacht». Dabei handelt es sich um ein Musical aus Hip-Hop, Rap, Breakdance, aber auch mit Musik der Kurhessischen Kantorei. Maibaum erzählte anschaulich von seinem ersten Besuch bei den Hip-Hoppern, wo er mitten in eine Produktion platzte und gleich gebeten wurde, eine Melodie auf dem Keyboard beizusteuern. Das tat er gerne, genügte aber mit der ersten Version den Ansprüchen von Shalau Baban nicht. Der hohe Anspruch gefiel Maibaum, es entstand die Zusammenarbeit. Ihn habe vor allem die Neugier angetrieben, berichtete er beim Medientreff. Zeitgenössische Musik sei schon immer in die Kirchenmusik einbezogen worden, insofern sei sein Ansatz nicht neu.

Nach einer Forderung für die Kirchenmusik der Zukunft befragt, nannte Maibaum drei Punkte: 1. Vielfalt im Auge haben und Grenzen überschreiten 2. Vernetzung mit Musikern aus anderen Bereichen und 3. Musikalische Bildung auf allen Ebenen.
Grenzen haben bei dem Marburger Projekt alle Beteiligten überschritten. Sängerin Chantal Yaucey erzählte, dass sie sich die Kurhessische Kantorei als steife, wenig spontane Gruppe vorgestellt habe und dann das Gegenteil erlebte. Ihr Fazit: «Es war eine sehr schöne Erfahrung.»

Eine solche gab es auch für die Gäste des Medientreffs, die den B-Boys («Breakdancer» sagen nur Uneingeweihte, erfuhr man) Parwes Ayqumi und Paul Pott beim artistischen Tanz zusahen und dem Gesang von Chantal Yaucey und Shalau Baban lauschten, der von Beatboxer Michael Winter und Uwe Maibaum am E-Piano begleitet wurde.

EKKW-Medientreff bewährtes Format / 2017 mit Bischof Hein

Nach dem musikalischen Auftakt gab es im Garten bei Gegrilltem und kühlen Getränken die Gelegenheit zum Austausch, den Gäste und Mitarbeitende des Medienhauses und der Öffentlichkeitsarbeit gerne nutzten. Sie bestätigten damit die Eingangsworte von Pfarrerin Petra Schwermann, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Landeskirche, die gesagt hatte: «Das Format Medientreff hat sich bewährt.» Ergänzt hatte sie das mit einem passenden Lutherzitat zur Veranstaltung: «Musik ist ein reines Geschenk und eine Gabe Gottes, sie vertreibt den Teufel, sie macht die Leute fröhlich.»

Der Leiter des Medienhauses, Pfarrer Christian Fischer, zeigte sich nach der Veranstaltung begeistert von der Performance der Hip-Hopper und dem spannenden Gespräch zwischen Jugendkultur, Kirchenmusik und Medienwelt. «Solch eine ehrliche und direkte Begegnung tut uns und unserer Arbeit gut», resümierte Fischer. Für den Medientreff 2017 kündigte der Medienhausleiter einen prominenten Gast als Impulsgeber an: Bischof Prof. Dr. Martin Hein habe ihm bereits zugesagt, so Fischer. Als Mitglied des Deutschen Ethikrates werde er sich dem Thema widmen: «Wann wird die Kirche zur Spaßbremse? – Über den Umgang mit Moral und Ethik in den Medien». Auch das Datum stehe bereits fest: Montag, 26. Juni 2017, 14:30 Uhr. (08.07.2016)


Weitere Impressionen vom Medientreff 2016

Hintergrund:

Informationen zum Musical-Projekt "Hip Hop bei Tag und Nacht", an dem im vergangenen Jahr auch ein Projektchor der Kurhessischen Kantorei Marburg beteiligt war, finden Sie auf der Facebook-Seite des Projekts:

facebook.com/woodvalleystory

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Zur Abschaffung der Frauenordination in Lettland
Theologinnenkonvent: Kirche ohne Pfarrerinnen versagt sich großen Schatz

Kassel (medio). Der Theologinnenkonvent in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck e.V. betrachtet die Abschaffung der Frauenordination in Lettland mit Sorge. Die Theologinnen nehmen die Entscheidung der Evangelisch-lutherischen Kirche Lettlands, die 1975 eingeführte Ordination von Frauen abzuschaffen, mit Entsetzen zur Kenntnis, heißt es in einer am Dienstag (5.7.) verbreiteten Stellungnahme des Vereins.

Bereits seit der Wahl von Janis Vegas zum Erzbischof 1993 sei die Frauenordination de facto ausgesetzt gewesen, heißt es in der Mitteilung. Nun sei mit der Einführung des Wortes «männlich» in der Passage über die Ordination im Kirchengesetz endgültig entschieden worden, dass Theologinnen in Lettland keine ordinierten Pfarrerinnen werden können. Die Theologinnen  merkten darüber hinaus kritisch an, dass die erforderliche 3/4 Mehrheit für die Änderung des Kirchengesetzes in der lettischen Synode lediglich durch die Nichtberücksichtigung von Enthaltungen in der Gesamtstimmabgabe Anfang Juni erreicht werden konnte.

In der Stellungnahme heißt es weiter: «Der Theologinnenkonvent der EKKW erklärt sich solidarisch mit den lettischen Frauen, denen somit die Chance genommen wurde, einen den Männern gleichberechtigten Dienst zu tun, und drückt seine Besorgnis über diesen offenkundigen Rückschritt aus, der den Grundsätzen der reformatorischen Botschaft widerspricht.» Das Priestertum aller Getauften sei Kern der reformatorischen Theologie und wende sich sowohl mit seinem Anspruch wie auch seiner Zusage an alle Frauen und Männer christlichen Glaubens, erklärten die Theologinnen weiter. Damit sei die Ordination als gleichberechtigt zu verstehen und die Frauenordination ein unabdingbarer Bestandteil dieser. «Eine Kirche, die Frauen nicht zum Pfarrdienst zulässt, versagt sich einen großen Schatz an geistlichen Erfahrungen und Impulsen, die von Frauen in den Dienst an Wort und Sakrament eingebracht werden», heißt es abschließend.

Hintergrund: Frauenordination und Theologinnenkonvent

Im Jahr 2012 feierte der Verein gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen- Waldeck das 50-jährige Jubiläum der Frauenordination. Laut «Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland» (Stand: 23.06.2016), der vom Studienzentrum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für Genderfragen in Kirche und Theologie in Kooperation mit der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Landeskirchen herausgegeben wird,  nehme die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck in verschiedenen Untersuchungsbereichen eine Spitzenposition unter den EKD-Gliedkirchen ein, so der Konvent. Der Frauenanteil an kirchlichen Leitungsämtern betrage demnach auf mittlerer Ebene 35 Prozent und liegt im Rat der Landeskirche bei derzeit 40 Prozent.

Der Theologinnenkonvent in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck e.V. ist ein Zusammenschluss von Pfarrerinnen, Prädikantinnen, Vikarinnen und Theologinnen, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Räume für gegenwärtige Fragen und Austausch über den Dienst in der Kirche zu eröffnen. Ein besonderes Anliegen des Vereins ist die Artikulation und Durchsetzung beruflicher Interessen ausgebildeter Theologinnen in der Landeskirche. (07.07.2016)

Linktipp:

Den Theologinnenkonvent in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck e.V. finden Sie im Internet unter:

ekkw.theologinnenkonvent.de

Linktipp:

Den «Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in der evangelischen Kirche in Deutschland» des Studienzentrums der EKD für Genderfragen finden Sie unter:

ekd.de/gender-ekd

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Visitation vom 30. Juni bis 3. Juli
Bischof Hein besuchte den Kirchenkreis Marburg

Marburg (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat sich in der vergangenen Woche während einer Visitation vom 30. Juni bis zum 3. Juli 2016 über aktuelle kirchliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen im Evangelischen Kirchenkreis Marburg informiert. Begleitet wurde Hein vom Dekan des Kirchenkreises, Burkhard zur Nieden, und dem Propst des Sprengels Waldeck und Marburg, Helmut Wöllenstein.
Auf dem Programm der Bischofsvisitation standen Gespräche mit Politikern, Bürgermeistern, Ehrenamtlichen und Pfarrinnen und Pfarrern. Zudem besuchte der Bischof kirchliche und diakonische Einrichtungen des Kirchenkreises, das Marburger Universitätsklinikum, die Deutsche Blindenstudienanstalt e.V. sowie den Marburger Standort des britischen Pharma-Konzerns GlaxoSmithKline (GSK). Am Freitag (1.7.) gab Bischof Hein gemeinsam mit Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spies (SPD) den Startschuss zum 19. Marburger Nachtmarathon, an dem laut Veranstalter rund 2.000 Läufer teilnahmen. Den Abschluss der Visitation bildete am Sonntag ein Gottesdienst in der Lutherischen Pfarrkirche, in dem der Bischof predigte.

Besonderes Augenmerk richtete der Bischof auf die Jugendarbeit des Kirchenkreises in Marburg und im Umfeld der Stadt, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter im Sprengel Waldeck und Marburg. So besuchte Hein das Jugendhaus «compass» der Stadt Marburg und ließ sich dort über dessen sozialdiakonischen und jugendkulturellen Ansatz informieren. Bischof Hein regte an, das Jugendhaus in Richtung einer Jugendkulturkirche ähnlich des Kasseler Modells weiterzuentwickeln und das evangelische Profil stärker zu akzentuieren. Beeindruckt war der Bischof von der Zusammenarbeit des Jugendhauses Cappel, das gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde des Stadtteils Marburg-Cappel Flüchtlinge aus dem nahegelegenen Erstaufnahmelager betreut. Die angebotenen Sprachkurse und die Familien- und Kulturabende würden gerne angenommen und zahlreiche Jugendliche und ehrenamtliche Mitarbeiter aus Cappel erlebten die Kontakte als etwas Bereicherndes.

Bei einem Besuch des Universitätsklinikums Marburg machte sich Bischof Hein ein Bild von der Arbeit der Klinikseelsorge. Prof. Dr. Rita Engenhardt-Cabillic, die Leiterin der Strahlentherapie, und Prof. Dr. Harald Renz von der Geschäftsführung des zum Rhön-Konzern gehörenden Klinikums betonten den hohen Stellenwert des seelsorgerlichen Angebotes, berichtete Pfarrer Balzer weiter. Patienten, Ärzte und Pflegende hätten häufig mit der Grenze zwischen Leben und Tod zu tun. So sei die Nachfrage bei den Seelsorgern hoch. Doch man könne zurzeit nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen, erläuterte Klinikpfarrerin Marion Kohl, die mit zwei weiteren evangelischen Seelsorgern den Dienst im Klinikum versieht. Konzepte, wie der Dienst ausgeweitet und finanziert werden könnte, seien noch nicht ausgereift, berichtete Pfarrer Balzer weiter.

Während der Visitaion bekam der Bischof außerdem Einblicke in die Wirtschaftsregion Marburg. So besuchte Hein die neu errichtete Marburger Standorterweiterung des britischen Pharma-Konzerns GlaxoSmithKline (GSK), in der Impfstoffe hergestellt werden, unter anderem gegen den Mumps-Erreger. Während einer Betriebsbesichtigung und in Gesprächen mit der Geschäftsführung und dem Betriebsrat informierte sich der Bischof über Produktionsbedingungen und die Zukunftspläne des Unternehmens am Standort Marburg. Dabei sei es auch um die 270 Entlassungen beim Besitzerwechsel vom Pharma-Unternehmen Novartis zu dem weltweit operierenden Konzern GSK gegangen, so Pfarrer Balzer. 

Weitere Stationen der Besuchsreise des Bischofs waren die Kindertagesstätte in Ebsdorf, der Religionsunterricht der Elisabethschule, die Tagesaufenthaltsstätte für Wohnungslose des Diakonischen Werkes, ein Senioren-Wohnprojekt der Evangelischen Altenhilfe Elisabethenhof und die Telefonseelsorge. In der Pfarrkonferenz und mit Kirchenvorständen diskutierte Hein die Herausforderungen und Belastungen im Pfarrberuf und in den Kirchengemeinden. Landrätin Kirsten Fründt, Bürgermeister und kommunale Verantwortliche waren weitere wichtige Dialogpartner des Bischof. Beim Fest zum 100. Bestehen der Marburger Blindenanstalt traf Hein die Leitung der «Blista» und überbrachte Glückwünsche. (04.07.2016)

Internetradio:

Bischof Martin Hein über seinen Besuch im Evangelischen Kirchenkreis Marburg. Ein Beitrag von medio-Reporter Torsten Scheuermann:

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«Gottes Segen und Kraft für das neue Amt»
Bischof Hein gratuliert zur Wahl des neuen Bischofs von Limburg

Kassel/Limburg (medio/epd). Der Trierer Generalvikar Georg Bätzing (55) wird neuer Limburger Bischof. Papst Franziskus hat Bätzing zum 13. Bischof des Bistums ernannt, gaben der Vatikan und das Bistum Limburg am Freitagmittag (1.7.) bekannt. Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, gratulierte in einem Schreiben an das Bistum Limburg zur Wahl Bätzing´s zum Bischof. Hein freue sich mit den katholischen Christen des Bistums, dass sie nun wieder einen Leitenden Geistlichen haben, heißt es darin.

Bischof Hein äußerte die Hoffnung, dass die guten ökumenischen Verbindungen zwischen der Landeskirche und dem Bistum Limburg fortgesetzt werden können, teilte die Pressetelle mit. Dem neuen Bischof wünscht Hein «Gottes Segen und Kraft für das neue Amt, Achtsamkeit und Mut für einen Neuanfang im Bistum Limburg nach schwierigen Zeiten.»

Mit der Wahl endet die mehr als zweijährige Vakanz nach dem Rücktritt von Franz-Peter Tebartz-van Elst (56), der wegen seiner Amtsführung und der Kostenexplosion an der rund 31 Millionen Euro teuren Bischofsresidenz auf dem Limburger Domberg massiv in die Kritik geraten war. Der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe (77) hatte in der Zwischenzeit das Bistum als Apostolischer Administrator geleitet. (01.07.2016)

Linktipp:

Das katholische Bistum Limburg finden Sie im Internet unter:

bistumlimburg.de

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Landeslektorentag am 3. Juli in Fulda
Lektoren der Landeskirche bereiten sich auf Reformationsjubiläum vor

Fulda (medio). Unter dem Motto «Auf den Spuren der Reformation - 499 Jahre ...» sind 140 Lektorinnen und Lektoren der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am 3. Juli 2016 zum Landeslektorentag nach Fulda gereist. Die Tagung begann mit einem Gottesdienst mit Dekan Bengt Seeberg in der Fuldaer Christuskirche. In seiner Begrüßung machte Seeberg auf das Priestertum aller Gläubigen als den «Schatz der Kirche» aufmerksam, teilte Uwe Degenhardt mit, der für die Lektorenarbeit in der Landeskirche zuständig ist.

Nach einer Begrüßung durch den Propst des Sprengels Hanau, Bernd Böttner, und die Vorsitzende des Beirats, Ute Borchert, hielt Bischof i.R. Prof. Axel Noack aus Magedeburg ein Impulsreferat. Noack sprach zum Thema «Zwischen Lutherversessenheit und Gottvergessenheit – Reformation feiern im säkularen Kontext». «Mit seiner offenen und kompetenten Art hat er die 'Herzen' der Lektorinnen und Lektoren geöffnet und gute Impulse für die Arbeitsgruppen am Nachmittag mitgegeben», berichtete Degenhardt weiter. Die Arbeitsgruppen sollten auf das Reformationsjubiläum 2017 vorbereiten und deren Themenspektrum reichte von Luthers kirchenmusikalischem Einfluss auf den Gottesdienst über eine Vorschau auf die Aktivitäten zum Reformationsjubiläum bis hin zum Vergleich von Bibelübersetzungen in deutscher Sprache reicht.

Zum Abschluss des Landeslektorentages hielt Propst Böttner eine Andacht, bei der er auch der Vorsitzenden des Landeslektorenbeirats, Ute Borchert für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit dankte. Als neuen Vorsitzenden hat der Landeslektorenbeirat einstimmig Hartmut Baum aus dem Kirchenkreis Rotenburg gewählt. (04.07.2016)

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