Ehemaliger EKHN-Kirchenpräsident gestorben
Bischof Hein würdigt Peter Steinacker als «Wegbegründer kirchlicher Zusammenarbeit und theologischen Impulsgeber»

Kassel (medio). Die Nachricht vom Tod des ehemaligen Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Peter Steinacker, hat auch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck tiefe Betroffenheit ausgelöst.

In einer ersten Reaktion gab Bischof Prof. Dr. Martin Hein am Mittwochvormittag seiner Trauer Ausdruck: «In Peter Steinacker habe ich nicht nur einen engagierten und geistlich tief verbundenen ehemaligen Kollegen im Leitungsamt verloren, sondern auch einen guten Freund», teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Von allem, was von diesem bemerkenswerten Christen und Kirchenmann zu sagen wäre, rage für die kurhessische Landeskirche seine Initiative heraus, Wege der Zusammenarbeit zu suchen, ergänzte Hein. Dass die mit Steinacker auf dem Kirchentag 2001 spontan vereinbarten Verhandlungen zur Kooperation jetzt zum Ziel geführt hätten, sei eine Art Vermächtnis, das es zu wahren gelte, so der Bischof.

Von Steinacker seien viele theologische Impulse ausgegangen, vor allem durch seine Tätigkeit als Honorarprofessor an der Universität Marburg. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck sei Peter Steinacker in tiefem Dank und ehrendem Andenken verbunden, so Hein.

Zur Person:

Peter Steinacker war 16 Jahre lang Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Von 1993 bis 2008 war er Vorsitzender der hessen-nassauischen Kirchenleitung, des Leitenden Geistlichen Amtes und des Theologischen Prüfungsamtes. Von 1986 an hatte Steinacker an der Philipps-Universität in Marburg eine Honorarprofessur für Systematische Theologie inne. (15.04.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Tode Peter Steinackers finden Sie auf den Seiten der EKHN unter:

ekhn.de/aktuell/(...)

Zum bevorstehenden 100. Jahrestag
Kirchenpräsident Jung und Bischof Hein: «Völkermord an Armeniern endlich aufarbeiten»

Darmstadt / Kassel (medio). Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, haben die evangelischen Gemeinden in einem Schreiben dazu aufgerufen, an den bevorstehenden 100. Jahrestag des Völkermords an den Armeniern mit Gottesdiensten und Glockengeläut zu erinnern. Am 24. April 1915 begann die Verfolgung christlicher Bevölkerungsgruppen in der Türkei. Zwischen 1915 und 1919 wurden nach Schätzungen über eine Million christliche Armenier und fast eine halbe Million assyrischer, chaldäischer und griechisch-orthodoxer Christen bei Massakern, Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen getötet, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.


Kritik an Umgang mit Genozid

Jung und Hein kritisierten in dem Rundbrief an die rund 2.000 evangelischen Kirchengemeinden auch den Umgang der heutigen türkischen Regierung mit dem Genozid. Bislang sei eine «offene Diskussion dieses Völkermordes in der Türkei gemäß der türkischen Verfassung verboten». Das Land habe zwar erste Schritte hin zu einer Aussöhnung mit dem Staat Armenien unternommen. Es fehle bisher aber eine wissenschaftliche Erforschung. Als positives Beispiel nannten sie die Aufarbeitung der eigenen Geschichte Deutschlands, die gezeigt habe, «dass der kritische Umgang mit der eigenen Vergangenheit eine aus der Schuld vergangener Generationen erwachsene Verantwortung zur Erinnerung an geschehenes Unrecht» sein könne. Hein und Jung seien überzeugt, dass es «nicht nur für die Opfer wichtig ist, den Völkermord an den Armeniern endlich anzuerkennen, sondern auch für den innertürkischen Demokratisierungsprozess und die Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit in der Türkei».

Erinnerung an Verantwortung Deutschlands für den Völkermord

Die beiden leitenden Geistlichen erinnerten in ihrem Schreiben auch an die Verantwortung Deutschlands für den Völkermord an den Armeniern «weil es als Bündnispartner des Osmanischen Reiches während des Ersten Weltkrieges wissentlich die Ermordung und Vertreibung armenischer Christen in Kauf genommen hat». Sie begrüßten deshalb das Bekenntnis des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 2005 zu Deutschlands Mitschuld und «erwarten von der Bundesregierung, dass sie sich bei ihren Verhandlungen mit der Türkei für eine Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern einsetzt und diese zu einer Bedingung für einen EU-Beitritt macht». Außerdem baten sie die hessische und die rheinland-pfälzische Landesregierung um die Umsetzung der 2005 vom Bundestag angeregten Maßnahmen zur Aufnahme des Armenier-Genozids in Schulcurricula und Schulbücher. Gerade Jugendliche mit türkischem Hintergrund könnten auf diese Weise einen Einblick in die türkische Geschichte erhalten, der ihren Eltern in der Türkei verwehrt werde.

Schließlich empfahlen Jung und Hein den Gemeinden in beiden Kirchen, sich dem Aufruf der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland anzuschließen und den Dialog mit armenischen Gemeinden in ihrer Nachbarschaft zu suchen und durch besondere Veranstaltungen an den Völkermord zu erinnern. Außerdem regten sie an, der Idee der ACK-Kirchen zu folgen und beispielsweise in den Sonntagsgottesdiensten am 19. April für die Opfer des Völkermordes zu beten und am 24. April 2015 um 17 Uhr anlässlich des Beginns der Verfolgung die Glocken zu läuten. (15.04.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

zentrum-oekumene-ekhn.de
oekumene-ack.de

Gemeindefestival «SPRING»
Bischof Hein: «Haben Sie keine Angst, sich als Christen zu outen!»

Willingen (idea/epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, hat Christen dazu aufgerufen, die persönliche Begegnung mit Muslimen zu suchen. Nur so könnten Ängste gegenüber Muslimen abgebaut werden, sagte Hein am 10. April bei einer Diskussionsveranstaltung des christlichen Gemeindefestivals «Spring» (6. bis 11. April) im nordhessischen Willingen.

Bischof Hein, der erstmalig bei dem Festival zu Gast war, ermutigte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbstbewusst zu ihrem Glauben zu stehen: «Haben Sie keine Angst, sich als Christen zu outen. Und trauen Sie Gott viel zu!», sagte Hein. Neben dem Bischof nahmen an der Gesprächsrunde mit dem Titel «Mission possible» der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, Ansgar Hörsting, und der Theologe und Religionswissenschaftler Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher teil.

Das Festival «Spring» wird veranstaltet von der Deutschen Evangelischen Allianz, einem breiten Kreis von Christen aus evangelischen Landes- und Freikirchen, der innerkirchlichen Gemeinschaftsbewegung sowie mehreren Jugend-, Gemeinde- und Missionswerken. Es wurde in Deutschland erstmals 1998 im Gran Dorado Ferienpark in Medebach (Hochsauerland) ausgerichtet. In Willingen gastierte es zum sechsten Mal. (13.04.2015)

Linktipp:

Informationen zum Gemeindefestival unter:

meinspring.de/(...)

Bikergottesdienst in Niedergründau
Saisoneröffnung: 10.000 Motorradfahrer lassen Maschinen an

Gelnhausen (epd). Rund 10.000 Motorradfahrer aus ganz Deutschland haben nach Polizeiangaben am Sonntag in Niedergründau bei Gelnhausen die Saison eröffnet. Das «Anlassen» begann um 12 Uhr mit einem Gottesdienst in der Bergkirche, den der hessische evangelische Bikerpfarrer Thorsten Heinrich leitete und dabei ein Bikerpaar traute. Als Schirmherrin nahm die Bundestagsabgeordnete Bettina Müller (SPD) des örtlichen Wahlkreises teil. Um 14 Uhr brachen die Teilnehmer mit einem Motorradkorso zum Festplatz nach Gelnhausen auf. Dort gab es Livemusik mit der «Status-Quo»-Coverband «Pure Quo» aus Dinslaken sowie Vorführungen und Informationen rund um das zwei- und dreirädrige Hobby.

Im vergangenen Jahr kamen bei regnerischem Wetter nur rund 1.500 Motorradfahrer zum «Anlassen». 2013 waren es 5.000 gewesen. Pfarrer Heinrich ist seit 2012 mit einer halben Stelle für die Motorradfahrerseelsorge der hessen-nassauischen und der kurhessischen Kirche zuständig. Er ist seit 34 Jahren Biker. Das 34. «Anlassen» der Motoren wurde vom Verband Christlicher Motorradfahrer (VCM) und dem evangelischen Beauftragen für Motorradseelsorge ausgerichtet. Kooperationspartner waren der ADAC Hessen-Thüringen und der Deutsche Kraftfahrzeug-Überwachungsverein (Dekra). (13.04.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen auf den Seiten des Verbandes Christlicher Motorradfahrer unter:

vcm-ffm.de

Kirche und Tourismus
5. Lutherwegetag: Kirchen, Kommunen und Tourismusverbände beraten in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld (epd). Eine intensivere Zusammenarbeit der einzelnen Stationen des Lutherweges ist Ziel des fünften Lutherwegetages am 18. April in Bad Hersfeld. Zu dem Treffen von Vertretern aus Kirchen, Kommunen und Tourismusverbänden werden unter anderen der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, und der hessische Justizstaatssekretär Thomas Metz (CDU) erwartet, wie die Stadt Bad Hersfeld am Mittwoch mitteilte. Neben einem Referat von Bischof Hein mit dem Titel «Mit Luther unterwegs» stehen Sachstandsberichte und Arbeitsgruppen zum Thema Kirche und Tourismus auf dem Programm.

Unter anderem soll darüber beraten werden, wie Kirchen und Kirchengemeinden in den Pilgerweg eingebunden werden könnten, so die Stadt weiter. Auch die Ausbildung von Pilger- und Gästeführern sowie die Öffnung von Pilgerherbergen stehen auf der Tagesordnung. Organisiert wird das Treffen von der Lutherweggesellschaft, die als Dachorganisation Aktionen und Pläne am gesamten Lutherweg vernetzt, in Zusammenarbeit mit dem Kurbetrieb Bad Hersfeld und dem Verein «Lutherweg in Hessen».

Der erste Lutherweg wurde bereits 2008 in Sachsen-Anhalt eröffnet. Mittlerweile verbinden Lutherwege auf einer Strecke von rund 1.500 Kilometern auch Orte in Thüringen, Sachsen, Bayern und Hessen. In Vorbereitung ist eine Verlängerung des Weges in Sachsen-Anhalt nach Magdeburg sowie die Eröffnung von Wegabschnitten in Brandenburg. Der Lutherweg führt zu den Wirkungsstätten Martin Luthers und zu Orten, die mit der Reformation in Verbindung stehen.

Bad Hersfeld liegt auf der Handelsroute, auf der Martin Luther 1521 zum Reichstag nach Worms reiste, um sich dort vor dem Kaiser zu rechtfertigen. Auf dem Rückweg predigte er in Bad Hersfeld, bevor er sich als Junker Jörg auf die Wartburg in Eisenach zurückzog, um das Neue Testament ins Deutsche zu übersetzen. (13.04.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

lutherweg.de

Vom 23. bis 25. April 2015
Frühjahrstagung der Landessynode im Kloster Haydau

Morschen (medio). Die 12. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck tritt am 23. April 2015 zu ihrer 11. Tagung im Kloster Haydau in Morschen im Kirchenkreis Melsungen zusammen. Schwerpunkt für den Auftakt der Frühjahrstagung am Donnerstag wird der Personalbericht von Prälatin Marita Natt und dessen Aussprache sein.

Am Freitagvormittag (24.4.) steht das Thema «Volkskirche» im Mittelpunkt der Beratungen. Ausgehend vom Bericht des Bischofs zur Herbsttagung 2014 unter dem Titel «Verbindliche Volkskirche» hat ein Ausschuss die gemeinsame Arbeit der Synodalen zu den Fragestellungen «Wie wollen wir Volkskirche sein?» und «Welche Volkskirche wollen wir sein?» vorbereitet, teilte das Synodalbüro mit. Außerdem konnte Prof. Dr. Eberhard Hauschildt als Fachreferent gewonnen werden, heißt es weiter. Hauschildt ist Professor für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Am Freitagnachmittag befassen sich die Synodalen laut vorläufigem Verlaufsplan mit der «Beihilfe zum Suizid». Zu dem Thema soll es eine Stellungnahme der Landessynode geben, die voraussichtlich am Samstag abgegeben wird.

Unter dem Leitwort der Synode «Salz der Erde – Licht der Welt» wird am Freitagabend Prof. Dr. Martin Tamcke referieren. Sein Vortrag trägt den Titel: «Trauma und keine Hoffnung? Zur gegenwärtigen Lage und jüngeren Geschichte der orientalischen Christen». Tamcke ist Professor für Ökumenische Theologie unter besonderer Berücksichtigung der orientalischen Kirchen- und Missionsgeschichte an der Theologischen Fakultät der Georg-August-Universität zu Göttingen.

Zu den weiteren Tagesordnungspunkten gehören u.a. die Beratung und Verabschiedung verschiedener Kirchengesetze und die Nachwahl in den Nominierungsausschuss. Eröffnet wird die öffentliche Tagung am 23. April um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche in Morschen, in dem Bischof Martin Hein predigen wird. Beginn der Beratungen ist um 11:30 Uhr in der Orangerie des Klosters. (08.04.2015)

Tagesordnung:

Tagesordnung der elften Tagung (Frühjahr 2015) der 12. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vom 23. bis 25. April 2015 in Morschen:

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Verlaufsplan:

Vorläufiger Verlaufsplan der Frühjahrstagung (Stand: 31.3.2015):

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Zum 70. Todestag - Gedenkveranstaltungen auch in Kurhessen-Waldeck
EKD-Ratsvorsitzender: Bonhoeffer bleibt Inspiration

Hannover/Hanau/Frielendorf (epd/medio). Zum 70. Todestag von Dietrich Bonhoeffer hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) den am 9. April 1945 ermordeten Pfarrer als «frommen Rebell» gewürdigt. «Bonhoeffer bleibt eine Inspiration für die, die sich in Situationen von Unterdrückung und Gewalt für die Menschenwürde einsetzen», sagte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm am Mittwoch (8.4.) in Hannover. Viele Sätze des Theologen prägten die evangelische Kirche bis heute. Wenige Wochen vor Kriegsende war Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet worden.

«Bonhoeffer kann uns erinnern, dass wir uns nicht bequem einrichten dürfen, sondern auch die kritische Kraft des Evangeliums in der Gesellschaft zur Sprache bringen müssen», hob Bedford-Strohm hervor. Doch der Theologe und Widerstandskämpfer sei nicht nur ein Rebell gegen den Nazi-Terror gewesen. Seine Worte spendeten bis heute Trost, wie etwa das im Gefängnis geschriebene Gedicht «Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag». Wer bereit sei, sich seiner existenziellen Not zu stellen und davon zu erzählen, könne auch andere Menschen in ihrer Not trösten, zeigten diese Zeilen, so der EKD-Ratsvorsitzende.

Gedenkveranstaltungen zum 70. Todestag in der Landeskirche

Aus Anlass des 70. Todestages des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer lädt die Evangelische Kirche in Hanau zu zwei Gedenkveranstaltungen ein. Die erste Veranstaltung beginnt am Donnerstag, dem Jahrestag, um 19 Uhr in der ehemaligen Synagoge Großkrotzenburg, wie Pfarrer Heinz Daume von der evangelischen Kirche Großkrotzenburg mitteilte. Eine zweite Veranstaltung folgt am Samstag, 11. April, ebenfalls um 19 Uhr in der Kirche in Niederdorfelden.

Neben Stationen aus dem Leben Dietrich Bonhoeffers werden sich die Redebeiträge in den beiden Veranstaltungen auf Bonhoeffers Verständnis von Kirche und sein unbedingtes Eintreten für die Juden beziehen. Ebenso werden sein Wirken in der Ökumene, seine Bedeutung als Märtyrer der Christenheit und seine Wirkung auf den christlichen Glauben bis heute zur Sprache kommen, sagte Daume.

Ebenfalls am Donnerstag lädt das Evangelische Forum Schwalm-Eder um 19 Uhr ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus nach Frielendorf ein. Dort wird der Theologe Wilfried Härle sich mit der Frage, wie das Böse in Gottes gute Schöpfung kommt, beschäftigen. Bonhoeffer, so Dierk Glitzenhirn, Geschäftsführer des Forums, habe seinen Widerstand gegen Adolf Hitler als Kampf gegen das Böse begriffen.

Zur Person

Dietrich Bonhoeffer wurde am 4. Februar 1906 in Breslau geboren. Am 9. April 1945 wurde er – wenige Wochen vor Kriegsende – im Konzentrationslager Flossenbürg hingerichtet. Dietrich Bonhoeffer hatte während des Dritten Reichs der nationalsozialistischen Ideologie widersprochen und gehörte zum Kreis derer, die das Attentat am 20. Juli 1944 auf Adolf Hitler vorbereitet haben. Dabei hat er sein politisches Handeln immer theologisch begründet. Er hat ein umfangreiches theologisches Werk hinterlassen. Seine Briefe und Texte aus der Zeit der Haft (1943-1945) sind nach dem Krieg unter dem Titel «Widerstand und Ergebung» und «Brautbriefe – Zelle 92» veröffentlicht worden. (08.04.2015)

Osterbotschaft
Bischof Martin Hein: «Wir gehen auf dünnem Eis und suchen nach Halt»

Osterbotschaft von Bischof Martin Hein
«Wir gehen auf dünnem Eis und suchen nach Halt»

Kassel (medio). Angesichts der Tragödie in den französischen Alpen erinnert der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, in seiner Osterbotschaft an die Brüchigkeit des menschlichen Lebens: «Wir gehen auf dünnem Eis und suchen nach Halt.» Der Bischof ruft dazu auf, für alle zu beten, die unter der Last des Kummers zu zerbrechen drohen, und auch die nicht zu vergessen, die ihre Stärke und ihren Mut dafür einsezen, Leiden zu mindern.

Wir dokumentieren seine Botschaft im Wortlaut:

«Der Herr ist auferstanden! Dieser Ruf holt die Menschen, die das schreckliche Leiden und Sterben Jesu miterlebt haben, aus der Trauer und aus der Verzweiflung. Und er tut es immer noch. Gott macht uns stark, dem Bösen und seinen Mächten in jeder Gestalt zu widerstehen und ihnen nicht die Herrschaft über unser Leben zu überlassen. Wie brüchig unser Leben ist, haben wir in diesen Tagen durch die schreckliche menschliche Tragödie in den französischen Alpen bis an die Grenze unseres Begreifens erfahren. Wir gehen auf dünnem Eis und suchen nach Halt.

Wir sind hineingestellt in eine Welt voller Gefahren und Risiken. Wir können daran wachsen, aber auch daran scheitern. Darum beten wir für alle, die unter der Last des Kummers zu zerbrechen drohen. Wir beten auch für diejenigen, die ihre Stärke und ihren Mut dafür einsetzen, Leiden zu mindern. Im österlichen Licht der Auferstehung erfahren wir, wie kostbar das Leben ist – und zugleich geborgen in Gott.»

Prof. Dr. Martin Hein
Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Jesu Auferstehung nach dem Evangelisten Markus

Markus 16, 1 bis 8:

«Und als der Sabbat vergangen war, kauften Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um hinzugehen und ihn zu salben. Und sie kamen zum Grab am ersten Tag der Woche, sehr früh, als die Sonne aufging. Und sie sprachen untereinander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Tür? Und sie sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war; denn er war sehr groß.

Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sitzen, der hatte ein langes weißes Gewand an, und sie entsetzten sich.  Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten. Geht aber hin und sagt seinen Jüngern und Petrus, dass er vor euch hingehen wird nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemandem etwas; denn sie fürchteten sich.»

(Quelle: Lutherbibel, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart)

Predigt:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Ostersonntagsgottesdienst in Kassel im Wortlaut:

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Themenschwerpunkt:

Im Leben und Sterben Jesu ist «Gott selbst zur Welt gekommen». Informationen rund um die Karwoche und das Osterfest finden Sie im Thema auf ekkw.de:

Zum Thema...

Internetradio:

Hessische Kinder erklären, warum wir Ostern feiern. Eine Umfrage von Pfarrer Dr. Siegfried Krückeberg:

Anhören...

«Für uns gestorben»
Evangelische Kirche legt Grundlagentext zur Kreuzestheologie vor

Hannover (medio). «Das Kreuz ist das christliche Zeichen der Menschenfreundlichkeit Gottes und der Versöhnung der Welt», schreibt der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm im Vorwort des neuen EKD-Grundlagentextes zur Kreuzestheologie, der von der «Kammer für Theologie» der EKD verantwortet wurde. Er formuliert den Auftrag, der sich nach Ansicht der Autoren ergibt: «Christliche Theologie steht vor der Aufgabe, das Verständnis der Liebe Gottes im Kreuz immer wieder neu zu erklären und zu entfalten.» Der EKD-Text spannt einen Bogen von der Bibel bis zur Gegenwart, greift Kirchenlieder, aber auch Passionskonzerte und Jesusfilme auf und referiert die darin transportierte Kreuzestheologie. Der Text steht im Internet zum Lesen und als Download bereit. (02.04.2015)

Linktipp:

Lesen Sie hier den Grundlagentext «Für uns gestorben» der EKD:

ekd.de/EKD-Texte/(...)

Prädikanten
16 Frauen und Männer wurden in einem festlichen Gottesdienst in ihren Dienst als Prädikanten eingesegnet

Niedervellmar (Kassel). Am Sonntag, dem 29. März 2015 wurden in einem feierlichen Gottesdienst in der Adventskirche in Niedervellmar zehn Frauen und sechs Männer in das Prädikantenamt eingesegnet. Als Prädikanten sind die Ehrenamtlichen zum Dienst der freien Wortverkündung und der Sakramentsverwaltung beauftragt, d. h. sie können Predigten halten, Taufen vornehmen und das Abendmahl leiten.

Prälatin Marita Natt sagte in ihrer Predigt: «Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die sich entscheiden 'Flagge zu zeigen'. Die bereit sind zu predigen, zu hören, zu begleiten und fürbittend für andere zu beten.» An dem Gottesdienst wirkten zudem Studienleiterin Pfarrerin Irmhild Heinicke (Evangelisches Predigerseminar Hofgeismar), Pfarrer Thomas Vogt (Niedervellmar), sowie Horst Schönewolf (Kirchenvorstandsvorsitzender der Kirchengemeinde Niedervellmar), mit.

Folgende 16 Prädikanten werden eingesegnet:

Astrid Bauleke-Voth in Hofgeismar, Kirchenkreis Hofgeismar
Katja Bernhardt in Malsfeld, Kirchenkreis Melsungen
Rena Brede in Vellmar, Kirchenkreis Kaufungen
Sabine Bücker in Malsfeld, Ortsteil Mosheim, Kirchenkreis Fritzlar-Homberg
Mee Yung Greiner in Kassel, Stadtkirchenkreis Kassel
Hubert Hering in Großalmerode, Stadtteil Weißenbach, Kirchenkreis Witzenhausen
Sabine Hertrampf in Volkmarsen, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg
Ursula Naumann in Frankenberg, Stadtteil Röddenau, Kirchenkreis Eder
Henrik Neeße in Bad Orb, Kirchenkreis Gelnhausen
Corinna Paulekuhn in Bad Arolsen, Stadtteil Mengeringhausen
Werner Poddey in Twistetal, Kirchenkreis Twiste-Eisenberg
Hannah Schmidt in Bebra, Kirchenkreis Rotenburg
Ingo Vater in Bebra, Kirchenkreis Rotenburg
Thomas Wagner in Wächtersbach, Kirchenkreis Gelnhausen
Gabriele Weidig in Hünfeld, Kirchenkreis Fulda
Tom Zeller in Hanau, Kirchenkreis Hanau

Stichwort Prädikanten:

Prädikanten sind ehrenamtlich in der Kirche tätig. Sie werden vom Bischof berufen und haben das Recht zur freien Wortverkündigung (Predigt) und Sakramentsverwaltung (Taufe und Abendmahl). Ihrer Berufung geht eine einjährige Vorbereitungszeit voraus, in denen notwendige biblische und theologische Kenntnisse sowie grundlegende Kompetenzen in den Bereichen Homiletik (Predigtlehre), Liturgik (Lehre vom Gottesdienst) und Seelsorge in Theorie und Praxis erworben werden sollen. Am Ende der Vorbereitungszeit findet ein Abschlusskolloquium statt. Danach entscheidet der Bischof, ob die Rechte zur freien Wortverkündigung und Sakramentsverwaltung verliehen werden können. Prädikanten werden in einem Gottesdienst vom Bischof oder einer von ihm beauftragten Person eingesegnet. In der ihm zugewiesenen Kirchengemeinde wird der Prädikant in einem Gottesdienst eingeführt.
Derzeit sind im Bereich der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck 140 Prädikantinnen und Prädikanten tätig, 69 Männer und 71 Frauen. (31.03.2015)

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Lesen Sie hier die Predigt der Prälatin im Wortlaut:

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HNA-Interview vom 28.03.2015
Bischof Hein nach Airbus-Absturz: «Glaube an Gott kann Halt geben»

Kassel (medio). Nach dem Flugzeugabsturz der Germanwings-Maschine am 24.03.2015 fragen sich viele Menschen «Wie konnte Gott so ein schlimmes Unglück überhaupt zulassen?», andere suchen wiederum Trost. In einem Interview mit der Hessisch-Niedersächsischen-Allgemeinen (HNA) hat sich Bischof Hein den Fragen von HNA-Nachrichtenchef Tibor Pézsa gestellt. Wir dokumentieren das Interview im Wortlaut.

Pézsa: Herr Bischof, wie kann Gott so ein schlimmes Unglück zulassen?

Bischof Hein:  Bei einem solchen Unglück kommt die Frage nach Gott sehr schnell. Das ist so und setzt unserem Glauben an Gottes Liebe sehr zu. Wir müssen aber auch nach unseren eigenen Anteilen fragen. Allmählich stellt sich heraus, dass es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um ein Attentat des Co-Piloten handelt, der billigend den Tod von 149 Menschen in Kauf nahm. Und da muss man sich doch fragen, warum ein Mensch so etwas Böses tun kann.

Pézsa: Entbindet das von der Frage, warum es so viel Leid gibt?

Bischof Hein: Da gibt es keine Antwort, die alles erklären könnte. Ich weiß auch nicht, warum 3368 Menschen allein im Jahr 2014 in Deutschland bei Verkehrsunfällen gestorben sind, worüber wir uns eher wenig entsetzen. Die Erfahrung des Leids gehört seit je her zu uns Menschen in dieser nicht erlösten Welt. Davon weiß die Bibel viel zu erzählen. Und nur selten fragen wir, wenn es uns gut geht: Wie konnte Gott das zulassen?

Pézsa: Heute können wir fast alles erklären. Ist denn die Frage nach Gott im 21. Jahrhundert überhaupt noch relevant?

Bischof Hein: Ihre Bedeutung wird ja schon dadurch sichtbar, dass viele Menschen, zum Beispiel in Haltern, gleich nach Bekanntwerden des Absturzes in die Kirchen gegangen sind. Es ist ja nicht so, dass die Erfahrung solcher Katastrophen unbedingt von Gott wegführt. Sie kann auch zu ihm hinführen, weil wir merken: Unser Leben ist ausgeliefert, von Anfang bis Ende, wir haben es nicht in der Hand. Angesichts dieser Tatsache kann der Glaube an Gott sehr wohl Halt geben.

Interview hier weiterlesen...

HNA-Interview:

Lesen Sie hier das Interview mit Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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Kammer für Mission und Ökumene auf Lern- und Begegnungsreise in Äthiopien
«Lernen von den Armen»

Kassel (medio). «Wir sind sehr beeindruckt von den Projekten, die die  Partner von Brot für die Welt in Äthiopien zur Bekämpfung von Armut und Hunger durchführen» so lautete das einmütige Fazit, das die Teilnehmer und Teilnehmerinnen  aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck  zogen, die an einer von Brot für die Welt durchgeführten entwicklungspolitischen Lern-und Begegnungsreise durch Äthiopien teilgenommen haben.

Vom 16.3.- 27.3.2015 reisten zwölf Mitglieder der Kammer für Mission und Ökumene durch das Land, das zu den ärmsten Ländern der Welt gehört, und besuchten zahlreiche – überwiegend von kirchlichen Partnern getragene - Projekte mit den Schwerpunkten Ernährungssicherung, Zugang zu Wasser und Bekämpfung von HIV/Aids. Die Gruppe reiste zunächst durch den sehr armen und trockenen Süden des Landes, der zum Teil bis heute auf humanitäre Überlebenshilfe angewiesen ist, bevor sie nach einer etwa 600 km langen Autofahrt nach Addis Abeba auch Projekte in der schnell wachsenden Hauptstadt besuchte. Auch ein Empfang beim Patriarchen der äthiopisch-orthodoxen Kirche sowie bei dem Präsidenten der Evangelisch Lutherischen Mekane Yesus Kirche standen auf dem Programm.

Nicht nur die Besuche der Partner, sondern auch die Konfrontationen mit schlimmster Armut machte die Reise zu einer eindrücklichen manchmal auch verstörenden Erfahrung:  Menschen, die ganz offensichtlich nicht genug zu essen haben, Frauen, die über viele Kilometer große Holzlasten oder Wasserkanister schleppen müssen, Kinder, die hart arbeiten statt zur Schule zu gehen, Familien, die auf der Straße schlafen müssen.

Bei den Projektbesuchen und Begegnungen mit Kirchen-und NGO-Vertretern kam es immer wieder zu einem gegenseitigen intensivem Austausch über verschiedene Fragen, u.a. wie eine nachhaltige Entwicklung aussieht, welche Rolle und Verantwortung dabei der Staat spielt, was die Verantwortung der Kirchen ist und wie vor allem die Armen selbst von Abhängigen zu Akteuren werden. «Wie haben Sie heute die Menschen in diesem Projekt erlebt - als Akteur oder als Objekt von Hilfe? Was hat Sie beeindruckt? Was hat sie befremdet?» gehörte deshalb zu den Standardfragen, über sich die sich die Teilnehmer bei den regelmäßigen abendlichen Reflexionsrunden austauschten.

Ein Projekt, welches die Gruppe besonders beeindruckte, ist ein Projekt in der von Hunger, Dürre und Abholzung betroffenen Konso-Region, bei dem etwa 1000 Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand nahmen und mit eigenen Händen und mit Beratung von Experten einen Damm bauten, in dem nun der Regen in der kurzen Regenzeiten aufgefangen und durch Gräben auf die umliegenden Äcker geleitet werden kann, die nun wieder Früchte hervorbringen. In einem kleinen pantomimischen Spiel  führten die Menschen vor, wie sie früher nur holziges Gestrüpp zum Essen hatten, heute aber sich und ihre Kinder von den Früchten ihrer Felder sehr viel besser ernähren können.

Der Stolz und das Selbstbewusstsein, mit dem die Menschen ihre veränderte Lebenssituation schilderten, werden den Mitgliedern der Kammer in eindrücklicher Erinnerung bleiben wie auch der immer wieder geäußerte Dank an diejenigen, die in Deutschland für die Projekte von Brot für die Welt spenden.

Hintergrund:

Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat am Horn von Afrika mit einer schnell wachsenden Bevölkerung mit ca. 90 Millionen Einwohnern. Obgleich es zu den am wenigsten entwickelten Ländern gehört, ist der zentralistisch und autoritär geführte Staat sehr ehrgeizig und im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern durchaus  erfolgreich in der Armutsbekämpfung. Die Wirtschaft verzeichnet hohe Wachstumsraten. Besonders der trockene Süden ist z.T. auf Nahrungsmittelhilfe von außen angewiesen. Der Staat versucht mithilfe eines Gesetzes, Nichtregierungsorganisationen, die  überwiegend von außen finanziert werden, zu kontrollieren und einzuschränken. Danach ist zwar Entwicklungshilfe erlaubt, aber Menschenrechtsarbeit und politische Lobbyarbeit verboten.

Äthiopien gilt abgesehen davon als das politisch stabilste Land am Horn von Afrika. Christen und Muslime leben seit vielen Jahrhunderten friedlich nebeneinander. Etwa 50 Prozent der Einwohner sind Christen, davon gehört die Mehrheit zur orthodoxen Kirche. Die lutherische Mekane Yesus Kirche - der Hauptpartner von Brot für die Welt - ist mit ca. 7 Millionen Mitgliedern die größte protestantische Kirche in Afrika. (31.03.2015)

Linktipp:

Die Angebote des Referats für Mission und Ökumene finden Sie auf ekkw.de im Bereich «Service»:

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Mitmachaktion «Alte Thesen neu gelesen»
Landeskirche startet Wettbewerb für Kirchengemeinden zum Reformationsjubiläum

Kassel (medio). «Alte Thesen neu gelesen» – unter diesem Motto startet die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck am 31. März 2015 einen besonderen  Wettbewerb im Rahmen der Reformationsdekade. Die rund 800 Kirchengemeinden der Landeskirche sind dazu aufgerufen, sich in einem Projekt mit der Frage auseinanderzusetzen, was «evangelisch sein» heute und für die Zukunft bedeutet. Darin soll ein Bogen von den «alten Thesen» über die Gegenwart bis in die Zukunft hinein geschlagen werden, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle.

«Bei der Umsetzung der jeweiligen Projekte sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt», sagte Pfarrerin Petra Schwermann, Reformationsdekadebeauftragte der  Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel. «Was bedeutet es für uns heute, evangelisch zu sein? Wo liegen die Wurzeln für unser heutiges Gemeindeleben und Glaubensverständnis? Wie gehen wir in diesem Bewusstsein mit aktuellen und künftigen Herausforderungen um? Diesen Fragen stellen wir uns mit diesem Wettbewerb», erläuterte die Beauftragte. Für die Ideenfindung und Projektumsetzung regte Schwermann an, sich mit unterschiedlichen Partnern vor Ort zusammen zu tun. Dies könnten Geschichtsvereine, Schulen, Sportvereine und viele andere Akteure sein. Mit den Worten «Weckt den Luther in Euch!» seien die Gemeinden der Landeskirche zum Mitmachen eingeladen, so Schwermann.

Start am 31. März - 1.000 Euro Startgeld für die schnellsten 95 Gemeinden

Im Zeitraum vom 31. März bis 30. Juni 2015 können Kirchengemeinden und Kirchspiele eine Projektidee entwickeln und die visualisierte Idee im Landeskirchenamt einreichen. Die schnellsten 95 Gemeinden erhalten je ein Startgeld in Höhe von 1.000 Euro. Für die Umsetzung der Idee haben die angemeldeten Gemeinden vom 1. September 2015 bis zum 31. Oktober 2016 Zeit. Die Projektideen werden auf ekkw.de veröffentlicht und nach Umsetzung dokumentiert. Eine Jury wird die Projekte bewerten. Am 6. Mai 2017 werden die drei besten, nachhaltigsten Projekte durch Bischof Prof. Dr. Martin Hein während einer Festveranstaltung in Homberg/Efze ausgezeichnet. Für die drei nachhaltigsten Beiträge sind Preisgelder in Höhe von 5.000, 3.000 und 2.000 Euro ausgelobt.



Stichwort Reformationsjubiläum 2017

1508 kommt der Augustinermönch Martin Luther nach Wittenberg. Zehn Jahre später veröffentlicht er am Vorabend des Allerheiligentages, dem 31. Oktober 1517, seine gegen den Ablasshandel der Kirche gerichteten 95 Thesen, mit denen die Reformation begann. Im Jahr 2008 hat sich die evangelische Kirche mit der «Lutherdekade» auf den zehnjährigen Weg hin zum 500. Reformationsjubiläum 2017 gemacht und will das weite Spektrum der Reformation in Themenjahren aufnehmen und entfalten.

Dazu werden auch in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vielfältige Veranstaltungen, Tagungen und Aktionen angeboten, die die Schwerpunkte der Themenjahre regional aufgreifen und ausgestalten. Daneben bieten die Lutherstätten im Bereich der Landeskirche, Marburg und Schmalkalden, aber auch die Kirchengemeinden vor Ort die Möglichkeit, das Wirken der Reformation bis in unsere heutige Zeit zu entdecken. (10.03.2015)

Aktionsseite:

Detaillierte Informationen zum Wettbewerb und das Anmeldeformular unter:

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Reformationsdekade:

Weitere Informationen zur Reformationsdekade in Kurhessen-Waldeck unter:

ekkw.de/reformation2017

«Reformation 1517-2017. Ökumenische Perspektiven»
Ökumenischer Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen stellte Studie vor

Würzburg/Mainz (medio). Der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK) hat eine Studie mit dem Titel «Reformation 1517-2017. Ökumenische Perspektiven» herausgegeben. Die Publikation, die 2014 bei den Verlagen Herder/Freiburg und Vanden-hoeck&Ruprecht/Göttingen erschien, wurde am Mittwoch, 25. März, im Rahmen einer Pressekonferenz im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg vorgestellt, teilte das Bistums Mainz mit. An der Pressekonferenz nahmen der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Professor Dr. Martin Hein, der Bischof von Mainz, Kardinal Karl Lehmann,  Professor Dr. Volker Leppin (Tübingen) und Professorin Dr. Dorothea Sattler (Münster) teil. Lehmann und Hein sind die Vorsitzenden des Arbeitskreises, Leppin und Sattler die wissenschaftlichen Leiter.

Hein: Den ökumenischen Dialog weiterführen

In seinem Statement wies Bischof Hein darauf hin, dass es dem ÖAK wichtig gewesen sei, «sich der Frage nach dem Stellenwert der Reformation und ihrer Bedeutung für die evangelische wie für die katholische Kirche aus einer Perspektive heraus zu stellen, die die eigene Position ernstnimmt, gleichwohl aber auf ökumenische Verständigung hin ausgelegt ist», heißt es in der Pressemiteilung weiter. Die Studie sage, «was gegenwärtig gemeinsam zu sagen möglich ist». Ihr Ziel sei «der Versuch einer gegenseitigen Verständigung, die das Anliegen der Reformation würdigt und fruchtbar macht». Die beteiligten Theologen seien sich einig, dass aufgrund der intensiven ökumenischen Arbeit und der vielfältigen Kooperationen der Kirchen «inzwischen die Gemeinsamkeiten der Kirchen im Vergleich mit den verbleibenden Differenzen bei weitem überwiegen». Dieses theologische Fazit dürfe nicht unterschätzt werden, betonte Hein. «Es bietet – wie der gesamte Text – eine verlässliche Voraussetzung dafür, sich gemeinsamer Wurzeln zu vergewissern und den ökumenischen Dialog unbedingt und beherzt weiterzuführen. Die Steine auf dem Weg sind ja noch längst nicht alle ausgeräumt», sagte er.

Sattler unterstrich in ihrem Statement, dass der ÖAK mit dem Dokument «im Konzert der vielen Meinungen zum Gedenkjahr 2017» etwas beitragen möchte, «was an anderen Orten in dieser Form nicht geschieht: eine Zusammenschau der historischen Rekonstruktionen der Ereignisse im 16. Jahrhundert mit grundlegenden, auch gegenwärtig wichtigen Fragen des Kirchenverständnisses unter dem leitenden Gesichtspunkt der Reformbedürftigkeit sowie der Reformfähigkeit aller Kirchen», so die PRessestelle des Bistums Mainz. «Im Blick auf diese Grundaussage – die Kirche ist stets der Reform, der Reinigung und der Erneuerung bedürftig – gibt es keinen Streit im ÖAK. Sie bildet die Grundlage für weitere wissenschaftliche Studien im Horizont der gegenwärtigen Herausforderungen der Ökumene», sagte Sattler. Leppin betonte, dass in der Studie «das Reformationsereignis konsequent als historisches und theologisches Geschehen» beschrieben werde. Es gehe nicht nur um die theologischen Lehren, sondern auch um das gesamtgesellschaftliche Geschehen «Reformation». Das Jahr 2017 könne als ein «Impuls für Ökumene» verstanden werden.

Studie: «Die Kirchen sind füreinander und nicht gegeneinander da.»

In der Studie des ÖAK wird die Erinnerung an die Reformation zudem als ein «ökumenisches Ereignis» bezeichnet, «durch das die Gemeinschaft zwischen den evangelischen Kirchen und der römisch-katholischen Kirche vertieft werden kann». Es sei gut, dass sich viele ökumenische Kreise gemeinsam um das Gedächtnis der Reformation bemühten. «Die Reformation hat ursprünglich keine Spaltung der westlichen Christenheit intendiert, sondern wollte die Erneuerung der gesamten Kirche aus dem Geist des Evangeliums. Die Besinnung auf die Reformation stärkt die Ökumene und die ökumenische Theologie. Sie macht deutlich: Die Kirchen sind füreinander und nicht gegeneinander da. Jede Kirche gewinnt an Profil nicht gegen die anderen Kirchen, sondern im Miteinander mit ihnen», heißt es in dem Text.

Es sei in «ökumenischer Perspektive selbstverständlich», dass evangelische Kirchen und römisch-katholische Kirche ihre Grundhaltung zum Gedächtnis an die Reformation unterschiedlich bestimmten: «Das entbindet aber nicht davon, an einer gemeinsamen, ökumenischen Deutung und Bewertung des Geschehens auch im Sinne einer gemeinsamen Wertschätzung der Reformation zu arbeiten. Die aus den gemeinsamen Herausforderungen und den Einsichten aus den Dialogen entstehenden gemeinsamen Aufgaben sollten zudem beim Reformationsgedenken im Jahr 2017 im Mittelpunkt stehen.» Beides erscheine als «die entscheidende Voraussetzung, um das Jahr 2017 auch gemeinsam zu begehen». «Die Einstellungen zur Reformation und die Erfahrungen mit den Folgen der Reformation aber sind unterschiedlich und dürfen es auch sein», wird in dem Text betont. Das Reformationsgedenken sei «sowohl freudiges Feiern der Reformation als auch selbstkritische Besinnung». Es sei ein «Zeichen der ökumenischen Verbundenheit», wenn am Gedenktag der Reformation am 31. Oktober 2017 christliche Gemeinden aller Konfessionen an ihren Orten ökumenische Gottesdienste feierten.

Stichwort: ÖAK

Der Ökumenische Arbeitskreis evangelischer und katholischer Theologen wurde 1946 gegründet und zähle «zu den ältesten ökumenischen gemeinsamen Arbeitskreisen» in Deutschland, erklärte Kardinal Lehmann. Initiatoren des Kreises waren der damalige evangelische Bischof von Oldenburg, Professor Wilhelm Stählin, und der damalige Erzbischof von Paderborn, der spätere Kardinal Lorenz Jaeger. «In voller Loyalität der beiderseitigen Teilnehmer gegenüber ihrer eigenen Kirche und zugleich in großer Aufgeschlossenheit für die Partner wurden fast alle kontrovers-theologischen Grundfragen besprochen», sagte Lehmann. Nachdem sich die Arbeit zunächst «in aller Stille» vollzogen habe, wurden später Referate und Ergebnisse der Sitzungen veröffentlicht; seit 1982 hat der Kreis eine eigene Buchreihe mit dem Titel «Dialog der Kirchen». (26.03.2015)

Linktipp:

Die Studie «Reformation 1517-2017. Ökumenische Perspektiven» erhalten Sie hier:

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Reformationsjubiläum
Der Kirchenkreis Marburg bereitet sich auf das große Ereignis im Jahr 2017 vor

Marburg-Wehrda (medio). Auf der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Marburg, die am Mittwochabend (25.03.) in der Trinitatiskirche in Wehrda zusammentrat, berichtete Dekan Burkhard zur Nieden von zahlreichen Aktivitäten und Planungen für die Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum 2017, teilte der Medienbeauftragter für den Sprengel Waldeck und Marburg, Karl-Günter Balzer, mit. Touristische Attraktionen würden deutschlandweit entwickelt. Konzerte und Vorträge, Symposien und Tagungen, Feste und Gottesdienste seien geplant. Alle Bundesländer hätten sich inzwischen darauf verständigt, den 31. Oktober 2017 einmalig zum gesetzlichen Feiertag einzurichten. Zur Nieden rechne fest damit, dass viele Menschen nach Deutschland und Marburg kommen werden, so Balzer. Marburg als Ort des Religionsgespräches von 1529 sei ein Ort der Reformation und damit zugleich einer der 80 Orte des europäischen Stationenweges der Reformation, die besonders im Blickpunkt stehen werden.

Erste Ideen, die es für das Reformationsjubiläum im Kirchenkreis gibt, wurden der Synode vorgestellt und in Arbeitsgruppen diskutiert, berichtet der Medienbeauftragte weiter. Unter dem Projektnamen „Tri-Polis“ stellte Pfarrer Ulrich Biskamp ein gemeinsames Projekt der evangelischen Kirchen in Prag, Zürich und Marburg vor. Prag erinnere bereits im laufenden Jahr an den tschechischen Reformator Jan Hus, der 1415 mit seinen Schriften auf dem Scheiterhaufen landete, und Zürich an Huldrych Zwingli, durch den die Reformation 1523 in die Stadt kam.  Damit würden die Reformationsfeierlichkeiten ausgeweitet und von der Konzentration auf Luther und die deutschen Reformatoren weggeführt, so Balzer. Zwischen diesen drei Städten gäbe es bereits einen regen Austausch. In den nächsten Jahren seien z.B. Kirchenvorsteherbegegnungen, Konfirmanden- und Jugendcamps, Wander- und Fahrradpilgern angedacht.

Außerdem seien, erklärte der Synodale Dr. Erich Weidner, Begegnungen mit der Partnerkirchenkreis Moretele in Südafrika geplant, die zur Evangelisch-Lutherischen Kirche von Südafrika (ELCSA) gehört. Weitere Impulse könnte das Lutherfest in Lohra geben, das die Kirchengemeinde bereits zweimal gefeiert hat. Es sei eine gelungene Mischung zwischen Mittelalterfest und theologischer Bildung und könnte ein Vorbild für weitere ähnliche Aktionen über den Kirchenkreis hinaus sein, berichtete Balzer weiter. Die Synode nahm die vorgestellten Projekte zustimmend zur Kenntnis und zeigte sich offen für weitere Initiativen bis 2017 zu entwickeln.

Stichwort Reformation:

Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther laut Überlieferung 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Darin stellte er sich gegen die damalige Praxis des Ablasshandels, die behauptete, dass die Menschen durch die Zahlung von Geld Erlösung erlangen könnten. Dagegen stellte er die Gnade und Liebe Gottes, die alleine im vertrauenden Glauben dem Menschen geschenkt werde. Luthers Thesenanschlag gilt als Auslöser der Reformation in Deutschland, an deren Ende auch die ursprünglich nicht beabsichtigte Spaltung der Kirche in verschiedene Konfessionen stand. (26.03.2015)

Flugzeugunglück in den französischen Alpen
EKD-Ratsvorsitzender: «In Gebeten und Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Angehörigen»

Hannover (medio). Mit Trauer und Bestürzung hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, auf den Absturz einer Maschine der Fluggesellschaft «Germanwings» in Südfrankreich reagiert, teilte die Pressestelle der EKD mit. «Die Nachricht von dem Unglück und der Tod von so vielen Menschen machen uns fassungslos», sagte Bedford-Strohm. «In Gebeten und Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Angehörigen.»

Das Team Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) Düsseldorf sei am Flughafen Düsseldorf im Einsatz und kümmere sich um Abholer und Angehörige. Zum Team gehören auch die Airportseelsorge und die evangelische und katholische Notfallseelsorge aus der Region.

Hintergrund:

Der Airbus mit der Flugnummer 4U9525 des Typs A320 ist heute (24.03.) auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf über den französischen Alpen verunglückt, wie die Fluggesellschaft «Germanwings» auf ihrer Internetseite bestätigt. An Bord waren 144 Passagiere und 6 Crew-Mitglieder. (24.03.2015)

Ahnenforschung durch Online-Recherche
Das Kirchenbuchportal «Archion» geht online

Kassel (medio). Seit heute (20. März) können die Kirchenbücher der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und 10 weiterer evangelischer Landeskirchen online eingesehen werden. Die Freischaltung des Kirchenbuchportals «Archion» unter www.archion.de wurde mit einem feierlichen Empfang im Haus der Kirche in Kassel eröffnet, teilte die Leiterin des Landeskirchlichen Archivs in Kassel, Dr. Bettina Wischhöfer, mit.

«Kirchenbücher sind weit mehr als Tabellen von Daten und Namen. Sie sind Spuren gelebter Vergangenheit», erinnerte der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dessen Grußwort von Dr. Henning Pahl vom Evangelischen Zentralarchiv Berlin vorgetragen wurde. Zeugnisse der Vergangenheit zu erhalten und zur Auswertung bereitzustellen sei eine der vornehmsten Pflichten der evangelischen Archive, hieß es in dem Grußwort weiter.  Zugleich bedeute jedes Blättern aber auch eine Gefahr für den Erhalt eines Kirchenbuchs. «Das nun entwickelte Kirchenbuchportal löst diesen Widerspruch zwischen Bestandserhaltung und Nutzerorientierung auf bestmögliche Art und Weise auf: Die Originale können geschützt im Magazin bleiben, und doch erhält jeder, der sich dafür interessiert, die Möglichkeit, die Kirchenbücher anzuschauen und auszuwerten, und zwar ganz bequem vom heimischen PC aus», so der Ratsvorsitzende in seinem Grußwort.

Das Großprojekt ist eine Gemeinschaftsleistung von zunächst elf evangelischen Landeskirchen und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die die eigens dazu die  Kirchenbuchportal GmbH gegründet haben. Insgesamt wurden bislang 2,5 Millionen Kirchenbuchseiten digitalisiert. Langfristig sollen etwa 200.000 evangelische Kirchenbücher gegen Entgelt online verfügbar gemacht werden. Zunächst könne nur ein Teil der Kirchenbücher eingesehen werden, aber es kämen regelmäßig neue Kirchenbücher dazu, so Bettina Wischhöfer.

Herausragend sei auch, dass sich das Portal selbst finanziell tragen werde, so die Leiterin des Archivs, weil es die Beteiligung von Nutzern mit einem betriebswirtschaftlichen Ansatz vereine. Nutzer können bei Archion nicht nur nach ihren Ahnen forschen, sondern sich auch in einem Forum miteinander austauschen, eigene Auswertungen in das Portal hochladen und Anderen zugänglich machen. Außerdem gäbe es die Möglichkeit, einzelne Einträge oder ganze Kirchenbücher abzuschreiben. Das Ergebnis könne dann über die Recherchefunktion durchsucht und mit dem Original verglichen werden.

Das Portal wurde bereits von 4.000 Nutzern in einer Erprobungsphase ausgiebig getestet. Archion sei jedoch auch weiterhin bestrebt, mit den Usern in regem Austausch zu stehen. Das Portal werde stetig ausgebaut. Es stehe auch für die Quellen von anderen Konfessionen zur Verfügung. Außerdem seien staatliche, kommunale oder auch Universitätsarchive eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. (20.03.2015)

Impressionen von der Freischaltung von www.archion.de:

Linktipp:

Das Kirchenbuchportal «Archion» finden Sie im Internet unter:

archion.de