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Wie alles vor 20 Jahren begann
ekkw.de feiert Jubiläum / Dank an Nutzerinnen und Nutzer

Kassel, 1.Oktober 2016 (medio). Auf den Tag genau 20 Jahre ist es her, dass die Landeskirche zum ersten mal im Internet ein Lebenszeichen von sich gab. Am 1.10.1996 um 0:00 Uhr erblickte ekkw.de das Licht der Internetwelt. Gestaltet und programmiert von dem engagierten Kasseler Schüler Jonas Pasche, inhaltlich gefüllt und verantwortet von dem späteren Internetbeauftragten Pfarrer Christian Fischer und begleitet von dem damaligen Leiter der Medienzentrale, Gerhard Jost. «Wir drei trafen uns an diesem Abend zu einem gemeinsamen Essen und waren alle richtig aufgeregt», erinnert sich Fischer heute. «Und einen gehörigen Schreck mussten wir an diesem Abend auch verdauen, denn ein Fehler in der Veranstaltungsdatenbank, auf die wir besonders stolz waren, hatte alle großen Veranstaltungen der Landeskirche kurzerhand in die Schnepfenkapelle in Großenlüder-Oberbimbach verlegt». Dass dieser Veranstaltungsort Platz für höchstens 20 Personen bot, jagte den Pionieren einen gehörigen Schrecken ein, war dieser Fehler doch jetzt «weltweit» zu lesen. «Aber – zum Glück für uns - war die Internetgemeinde ja damals noch überschaubar», so Fischer, den Fehler hätten höchstens fünf Leute gemerkt und war am Tag darauf korrigiert.
 

Und heute? 20 Jahre danach ist das kleine Jubiläum für die Onliner im Medienhaus ein Grund zum Innehalten und Feiern. Viel ist passiert in der Zwischenzeit. Der Schüler von damals leitet schon lange eine eigene IT-Firma. Aus dem freien Mitarbeiter Christian Küster wurde bald ein fester Onlineredakteur, Jens Breitbarth-Horn betreut mittlerweile als Webentwickler die Website, zu der der Fotodesigner Christian Schauderna die Bilder zusteuert. In den letzten Jahren wurde mit der Social Media Sparte ein neues Arbeitsfeld entdeckt, das die Social Media - Redakteurin Ramona Kopec bearbeitet. Vieles ist noch zu tun, etwa die Weiterentwicklung von ekkw.de für Smartphones und Tablets, auch ein neues Layout ist in der Entwicklung. Aber geblieben ist in der ganzen Zeit der Spaß an der Aufgabe und der Teamgeist in der Onlineredaktion des Medienhauses der Landeskirche. «Wir sind alle sehr froh, dass wir dieses Kapitel Mediengschichte in unserer Landeskirche mitgestalten können», so Medienhausleiter Fischer zum Jubiläum. «Und wir sind sehr dankbar über die große Unterstützung aus unseren Gemeinden, von den Nutzerinnen und Nutzer weltweit und von der Kirchenleitung.»
 

Und das sind die Fakten zum Jubiläum:

In zwanzig Jahren wurden mehr als 15.000 Fotos, Logos & Imagebilder veröffentlicht und über 5.000 Meldungen geschrieben und publiziert. Bischof Hein stand in mehr als 30 «Bischofschats» auf ekkw.de Rede und Antwort.
Zurzeit sind über 1.500 statische und weitere hunderte dynamische Internet Seiten abrufbar. Pro Woche besuchen weit über 3.000 unterschiedliche Besucher aus über 118 Ländern ekkw.de. Sie rufen pro Woche über 7.000 Seiten auf, und downloaden mehr als 622 Dateien. Ihre durchschnittliche Verweildauer beträgt 3,42 Minuten.

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Gemeinsam aus der Reformation lernen
Versöhnt miteinander: ACK veröffentlicht Wort zu 500 Jahre Reformation

Augsburg (medio). Die Impulse der Reformation aufnehmen und wechselseitig voneinander lernen: dazu ruft die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) in ihrem Wort zu 500 Jahre Reformation unter dem Titel «Versöhnt miteinander» auf. Das Wort wurde auf der Mitgliederversammlung am 28. und 29. September 2016 im Haus St. Ulrich in Augsburg veröffentlicht, teilte die ACK mit.

Mit einem feierlichen Gottesdienst und einem sich anschließenden Festakt hat die ACK in Augsburg ihr Wort zur Reformation der Öffentlichkeit präsentiert. Unter dem Motto «Versöhnt miteinander» entwirft das Wort Perspektiven und Zugänge auf die Feier des Reformationsjubiläums als Christusfest. In fünf Schritten regt das Papier dazu an, das Jahr 2017 ökumenisch zu betrachten: die Impulse der Reformation aufzunehmen, gemeinsam die Folgen der Kirchenspaltung zu bedenken, wechselseitig voneinander zu lernen und die Zukunft ökumenisch zu gestalten. «Gemeinsam leben wir in dem Bewusstsein, dass die Gaben des Geistes Gottes, die in einer christlichen Kirche bewahrt worden sind und gegenwärtig gelebt werden, auch andere Kirchen bereichern können», heißt es in dem Wort. Gemeinsam könne man die durch die Reformation wieder in den Mittelpunkt gerückten biblischen Einsichten ökumenisch feiern. Dazu gehörten die Wertschätzung der Bibel als der gemeinsamen Basis des Glaubens, die Ausrichtung des christlichen Glaubens an der Gnade Gottes sowie die Überzeugung von dem in Glaube und Taufe begründeten Priestertum aller Christinnen und Christen. Dies sei untrennbar vom Gedenken an die zahlreichen Opfer religiös motivierter Gewalt: «Kriege, Vertreibungen und Hinrichtungen wurden im Namen Gottes gerechtfertigt», beklagen die Kirchen in dem Wort. Daher wolle man sich gemeinsam um die Heilung der leidvollen Erinnerungen bemühen.

Unersetzlicher Blick der multilateralen Ökumene auf die Reformation

«Das Wort ist unersetzlich und eine wichtige Ergänzung zu den Bemühungen der beiden großen Kirchen in Deutschland, weil es die multilaterale Perspektive der Gaben berücksichtigt», sagte Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), Vorsitzender der ACK in Deutschland. Es sei nicht selbstverständlich, dass man in der Vielfalt der Mitgliedskirchen der ACK gemeinsam die konfliktreiche Geschichte der Reformation bedenke und gemeinsam in die Zukunft blicke. «Wir können gemeinsam dankbar auf die Reformation schauen, weil wir von der Reformation gelernt und profitiert haben», so Wiesemann. Er ermutigte dazu, auch auf regionaler und lokaler Ebene in den ACKs gemeinsam auf das Jahr 2017 zuzugehen und zu gestalten. In dem Festakt übergab Bischof Wiesemann dafür symbolisch das Wort an den Vorsitzenden der ACK in Bayern, Prälat Bertram Meier (Augsburg). Meier sah das Wort als «Steilvorlage für die regionalen und lokalen ACKs» an. Eine Ökumene der Defizite sei kein Weg, unterstrich Meier. Vielmehr bestehe die Ökumene in einer «Tugend der Empathie», in der man «auch in den Sandalen der anderen Kirche laufen» müsse. (30.09.2016)

Linktipp:

Das Wort der Reformation können Sie abrufen unter

oekumene-ack.de

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«Dein Beruf. Das volle Leben.»
Evangelische Kirche in Deutschland startet Kampagne für Pfarrberuf

Kassel (medio). Mit einer großen Werbekampagne wirbt die Evangelische Kirche in Deutschland für den Pfarrberuf. Mit dem Motto «Dein Beruf. Das volle Leben.» und den Gesichtern von zwei jungen Pfarrerinnen und zwei Vikaren startet die EKD die Posterkampagne. Einer der Vikare, Tobias Heymann, stammt aus Kurhessen-Waldeck und ist Vikar in Kassel.

«Ich möchte, dass es ein neues Bild von Kirche gibt, ein positives, dass Kirche das zeigt, was sie ist, nämlich das ganze Leben», sagt Heymann in dem «Making of»-Video zur Kampagne. Das Video, in dem die vier jungen Theologen vorsgestellt werden, ist auf der Internetseite das-volle-leben.de zu sehen. Auf der Seite zur Kampagne können sich Schülerinnen und Schüler als auch Studierende der evangelischen Theologie über Studium und Beruf informieren, durch Filme und Interviews Einblick in das Leben von Pfarrerinnen und Pfarrern erhalten, oder sich in Chats über den Pfarrberuf austauschen.

So erfahren Interessierte z.B. von Tobias Heymann: «In dem Studium taucht man in die Welt des Alten Orients ein, beschäftigt sich mit Tonscherben und komischen Schriftzeichen. Kurze Zeit später darf man im Mittelalter rumkramen und macht sich dann an anderen Stellen Gedanken darüber, was eigentlich gute Arbeit und Freizeit ist.»
 
Gegenwärtig studieren über 15.000 junge Menschen an 21 Theologischen Fakultäten, Fachbereichen und Kirchlichen Hochschulen das Fach evangelische Theologie – davon studieren ca. 6.500 mit dem Ziel, Pfarrerin oder Pfarrer zu werden, teilte die EKD in einer Pressemitteilung mit. Die neue Kampagne soll den unterschiedlichen Werbemaßnahmen in den 20 Landeskirchen einen gemeinsamen Rahmen und das positive Image des Pfarrberufs neu hervorheben.(29.09.2016)

Linktipp:

Die Internetseite zur Kampagne erreichen Sie unter:

das-volle-leben.de/

Linktipp:

Mehr Informationen zum Theologiestudium in Kurhessen-Waldeck erhalten Sie unter:

theologiestudium-ekkw.de/home.html

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9. Evangelisches Juristenforum
Gerichtsverhandlung und Gottesdienst in medialer Öffentlichkeit

Kassel (medio). Während die christliche Verkündigung im Fernsehen und Rundfunk bereits zum Alltag gehört, wird über die gerichtliche Urteilsverkündung derzeit diskutiert. Auch das Evangelische Juristenforum widmet sich dem Thema «Verkünd(ig)ung 'Live' - Gerichtsverhandlung und Gottesdienst in medialer Öffentlichkeit» am 12. Oktober 2016 in Kassel, heißt es in der Einladung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und des Bundessozialgerichts in Kassel.

Anlass für das Thema der Diskussionsveranstaltung ist ein Gesetzentwurf von Bundesminister Heiko Maas (SPD), der Ende August im Bundeskabinett beschlossen wurde. In dem heißt es, dass Urteilsverkündungen der obersten Gerichtshöfe des Bundes zukünftig auch im Fernsehen übertragen werden können. Mit ihm soll das seit 1964 bestehende Verbot von Ton- und Fernseh-Rundfunkaufnahmen zum Zwecke der öffentlichen Vorführung oder Veröffentlichung moderat gelockert werden. Ob das Fernsehen im Gerichtssaal der «Niedergang des Rechtsstaates» oder ein «weiterer Schritt zur Modernisierung der Justiz» ist, dazu gibt es unterschiedliche Meinungen.

Die Kirchen und Religionsgemeinschaften sind mit Fernsehübertragungen vertraut: Ihnen wird in den Medien seit Anbeginn der Rundfunkübertragungen (1924) Sendezeit für die «Verkündigung» eingeräumt und inzwischen auch verfassungsmäßig garantiert. Die Frage, ob mediale Präsenz die Botschaft, die BotschafterInnen und das Verkündigungsformat verändert, ob sie Pflicht, Chance oder Erschwernis darstellt, werde jedoch immer noch diskutiert, heißt es in der Einladung zum Evangelischen Juristenforum weiter. Die Veranstaltung will Argumente, Erfahrungen und Einschätzungen austauschen und überprüfen.

Impulsgeber für die Diskussion werden Helmut Wöllenstein, Propst der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Sprengel Waldeck und Marburg, Dr. Frank Bräutigam, Leiter der ARD-Rechtsredaktion in Karlsruhe, Dr. Michael Brinkmann, Leiter der Stabsstelle Kommunikation im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland und Prof. Dr. Christian von Coelln, Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht sowie Wissenschaftsrecht und Medienrecht in der Universität zu Köln, sein. Moderiert wird die Diskussion durch Wolfgang Thielmann, dem Stellvertretenden Leiter von Christ und Welt der Wochenzeitung «Die Zeit».

Stichwort «Evangelisches Juristenforum»

Seit dem Jahr 2012 bietet das Evangelische Juristenforum des Bundessozialgerichts und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine bundesweite Plattform für Diskussionen im Schnittfeld von Recht und Theologie. Veranstaltungsort ist der Landgraf Philipp-Saal im Haus der Kirche, Wilhelmshöher Allee 330, Kassel. Die Veranstaltung ist öffentlich. Um eine Voranmeldung wird bis zum 07. Oktober per Fax an 0561/9378-450 oder per E-Mail an Evang.Juristenforum@ekkw.de gebeten. (28.09.2016)

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Interkulturelle Woche: «Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt»

Frankfurt a.M. (epd). Die bundesweite Interkulturelle Woche der Kirchen ist am Sonntag (25.9.) in Friedland bei Göttingen eröffnet. Das Grenzdurchgangslager Friedland sei seit seiner Gründung 1945 für mehr als vier Millionen Menschen zum «Tor der Freiheit» geworden, teilte der Ökumenische Vorbereitungsausschuss zur Interkulturellen Woche mit. Das diesjährige Motto der Woche laute «Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt». Dazu seien in mehr als 500 Städten und Gemeinden in den kommenden Wochen rund 5.000 Veranstaltungen geplant.

Die Interkulturelle Woche ist eine Initiative von Deutscher Bischofskonferenz, Evangelischer Kirche in Deutschland und Griechisch-Orthodoxer Metropolie von Deutschland. Sie findet seit 1975 jährlich Ende September statt. Sie wird von Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Integrationsbeiräten, Migrantenorganisationen und Initiativgruppen unterstützt.

Material für Gottesdienste und Veranstaltungen

Für die Interkulturelle Woche hat der Ökumenische Vorbereitungsausschuss eine Reihe von Materialien (Materialheft, Plakate und Postkarten) erstellt, die unter interkulturellewoche.de abgerufen werden können. (27.09.2016)

Linktipp:

Weitere Veranstaltungshinweise und Material unter:

interkulturellewoche.de

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Festgottesdienst mit Bischof Hein
Kirchengemeinde Windecken nimmt barrierefreies Gemeindehaus in Betrieb

Nidderau-Windecken (medio). Bei strahlendem Sonnenschein ist am Sonntag (25.9.) in Nidderau-Windecken im Evangelischen Kirchenkreis Hanau das neue Gemeindehaus der Kirchengemeinde Windecken eingeweiht worden.

Die Einweihung nahm Bischof Prof. Dr. Martin Hein gemeinsam mit Gemeindepfarrerin Dr. Friederike Erichsen-Wendt nach einem Festgottesdienst in der Windecker Stiftskirche vor, berichtete der Medienbeauftragte des Sprengels Hanau, Pfarrer Jens Heller.

Bischof Hein hob in seiner Predigt die Rolle des Gemeindehauses als Ort neben der Kirche hervor. Im Gemeindehaus sei Gott gegenwärtig und Menschen begegneten sich. «Der Bau des Gemeindehauses ist abgeschlossen, der Bau der Gemeinde geht weiter – im Vertrauen auf den Segen und Beistand Gottes», sagte Hein. Ohne den Einsatz von Fantasie, Zeit und Geld hätte es nicht zu dem Neubau kommen können, würdigte Hein das Engagement der vielen Helfer und Spender. «Dafür sind wir Ihnen als Landeskirche sehr, sehr dankbar», so der Bischof.

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit ist nach Angaben der Kirchengemeinde am Standort des alten Gemeindehauses ein barrierefreier Neubau entstanden. Das neue Gemeindehaus, dessen veranschlagte Gesamtbausumme bei ca. 1 Mio. Euro liegt, bietet einen großen Saal für rund hundert Personen. Außerdem wurde ein teilbarer Gruppenraum und eine Vorbereitungsküche eingeplant. Ein großes Foyer und eine Loggia bieten Raum für Begegnungsmöglichkeiten. Das Gartengelände wurde neu gestaltet, um es noch intensiver als bisher nutzen zu können. In dem Gebäude ist auch das Pfarramtsbüro untergebracht. Die Baukosten werden von Kirchengemeinde, Kirchenkreis und Landeskirche getragen. (27.09.2016)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

kirchenkreis-hanau.de/(...)

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Festgottesdienst im Wortlaut:

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a21340

«Jubilate Deo»
Posaunenbläser trafen sich zum Landesposaunentag in Marburg

Marburg (medio). Zahlreiche Mitglieder der Posaunenchören der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck trafen sich am vergangenen Wochenende in Marburg zum Landesposaunentag. Auftakt war am Freitag (23.9.) ein Eröffnungskonzert in der Lutherischen Pfarrkirche mit dem bekannten Kirchenmusiker, Komponisten und Dozenten Michael Schütz. Der Samstag startete mit einem großen Begrüßungskonzert auf dem Marburger Marktplatz am alten Rathaus. Anschließend bildeten sich die Bläserinnen und Bläser in Workshops weiter und musizierten bei Jungbläseraktionen und Mittagskonzerten. Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Tages war ein Festgottesdienst mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein in der Marburger Elisabethkirche.
 

Im Posaunenwerk der Landeskirche gibt es nach Angaben des Werks derzeit etwa 4.500 Bläserinnen und Bläser, die in 281 Chören organisiert sind. Vielerorts können dort insbesondere Jugendliche umsonst oder gegen eine geringe Gebühr das Posaunenspiel erlernen. Drei hauptamtliche Landesposaunenwarte (Bereiche Nord/Mitte/Süd) betreuen die Chöre, sind Ansprechpartner, führen Chorschulungen, Lehrgänge für Anfänger und Fortgeschrittene und die Chorleiter-Ausbildung bis zum Eignungsnachweis bzw. C-Prüfung durch. (26.09.2016)


Weitere Impressionen vom Landesposaunentag

Linktipp:

Das Posaunenwerk der Landeskirche finden Sie im Internet unter:

posaunenwerk-ekkw.de

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Hein im Festgottesdienst anlässlich des Landesposaunentags in Marburg:

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«Brot für die Welt»
Eröffnung der Aktion «5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt»

Kassel/Darmstadt (medio). Zum Erntedanktag am 2. Oktober 2016 wird die Aktion «5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt» mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Martinskirche in Heuchelheim bei Gießen eröffnet.

Der Gottedienst um 10 Uhr mit der Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Marita Natt, der stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Ulrike Scherf, sowie dem Geschäftsführer des Bäckerinnungsverbandes Hessen, Stefan Körber, ist der Auftakt zur traditionellen Brotbackaktion, teilten die beiden Landeskirchen mit.
 

Über 2000 Konfirmandinnen und Konfirmanden sind dabei

Über 2000 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Hessen und Rheinland-Pfalz backen in den kommenden Wochen gemeinsam mit Bäckerinnen und Bäcker aus der Region. Der Erlös der verkauften Brote kommt drei Projekten aus Ghana, Albanien und El Salvador zu gute. Dort können Jugendliche ein Handwerk erlernen, erhalten psychologische Unterstützung und werden in Arbeitsverhältnisse vermittelt.

Mit Händen werkeln und Denkanstoß geben

Prälatin Marita Natt von der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zeigte sich begeistert von der Aktion: «Mit allen Sinnen und mit den eigenen Händen haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden erlebt, wie ein Brot entsteht: Den Teig formen, kneten und backen, riechen, sehen, berühren und schmecken, was für ein tolles Erlebnis!» Sie sei sich sicher, dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden viele Eindrücke mitnähmen. So könnten sie erfahren, dass der Beruf des Bäckers etwas sehr Kreatives und Segensreiches sei, aber auch wie kostbar ein gebackener Laib Brot sei: «Ich wünsche ihnen, dass sie das nie mehr vergessen und bin allen Beteiligten sehr dankbar für ihr großartiges Engagement.»

Die stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN, Ulrike Scherf, begrüßt die Aktion: «5000 Brote ist ein einprägsames Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen Kirche und Handwerk. Es ist großartig, wie viele Betriebe ihre Backstuben für die Aktion geöffnet haben. Sie zeigt, welch große Wirkung ein Handwerksberuf haben kann. Mit den eigenen Händen gemeinsam etwas herstellen und gleichzeitig dabei einen Denkanstoß geben, gelingt nicht vielen Hilfsaktionen. Dafür danke ich allen.»

Erlös wird am 1. Advent bekannt gegeben

Der Erlös der Brotbackaktion wird am ersten Advent, dem 27. November 2016, bekannt gegeben. An diesem Tag startet «Brot für die Welt» ihre jährliche Spendenaktion in der Evangelischen Martinskirche in Bad Hersfeld mit einem Festgottesdienst.

Hintergrund

Die Idee für «5000 Brote - Konfis backen Brot für die Welt» entstand vor vier Jahren in Kooperation der beiden evangelischen Kirchen und der Bäckerinnung in Hessen. Sie war so erfolgreich, dass sich seither alle Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) daran beteiligen. Bei der letzten Aktion im Jahr 2014 haben deutschlandweit über 18.000 Konfis aus über 900 Gemeinden gemeinsam über 70.000 Brote gebacken und damit mehr als 300.000 Euro für Brot für die Welt erwirtschaftet. (23.09.2016)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Aktion «5000» Brote unter:

5000-brote.de/

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Jugendliche auf die Kanzel!
Auftakt für landeskirchenweites Jugendgottesdienstprojekt am 24. und 25. September 2016 in Bergheim

Kassel (medio). Zum Endspurt der Reformationsdekade startet die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ein Jugendgottesdienstprojekt. «YouGo» soll Jugendliche für Jugendgottesdienste begeistern, teilte das Referat Kinder- und Jugendarbeit der Landeskirche mit.

An sieben Orte in der Landeskirche werden zunächst «YouGo-Starter» geschickt. Die «YouGo-Starter» sind ein spezielles Team aus ehrenamtlichen Multiplikatoren, die sich durch besondere Kompetenzen z.B. im musikalischen, dramaturgischen oder liturgischen Bereich auszeichnen. Das Team soll den Jugendlichen in den Gemeinden einen Startimpuls geben sowie mit dem darauf aufbauenden Kompetenztraining Mut und Lust zu Jugendgottesdiensten machen. Die Kenntnisse könnten anschließend in den jeweiligen Gemeinden selbständig fortgeführt werden.

Der Auftakt des landeskirchenweiten Jugendgottesdienstprojektes ist in der Evangelischen Kirchengemeinde Bergheim.  Am Samstag (24.09.) bereiten die «YouGo-Starter» mit den Jugendlichen vor Ort einen Jugendgottesdienst vor. Dieser soll bereits am Sonntag (25.09.) um 17 Uhr in der Bergheimer Kirche öffentlich gefeiert werden. Zum Abschluß sei am Reformationsjubiläum am 31. Oktober 2017 ein großes YouGo-Festival mit allen am Projektteilnehmern geplant.

Zur ersten Projektphase gehören neben Bergheim die Gemeinden Sontra (09.-09.10.2016), Niedenstein (15.-16.10.2016), Ahnatal / Vellmar (29.-30.10.2016), Frankenberg (14.-15.01.2017), Helmarshausen (21.-22.01.2017) und Bad Hersfeld (28.-29.01.2017). (23.09.2016)

Linktipp:

Mehr Infos zu «YouGo» gibt es unter:

yougo-ekkw.de

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«Hit-From-Heaven»-Sonntag
Silbermond-Hit «Leichtes Gepäck» zieht zahlreiche Gottesdienstbesucher an

Bad Vilbel/Kassel (medio). In mehr als 30 Gemeinden in ganz Hessen stand am Sonntag (18.09.) der Gottesdienst unter dem Motto «Leichtes Gepäck» - einem Lied der deutschen Pop-Band Silbermond. Etwa 100 Besucher kamen durchschnittlich in die Gottesdienste am «Hit-from-Heaven-Sonntag».

«Es sind viele Leute gekommen, die sonst nicht da sind», freute sich Pfarrer Holger Biehn aus Flieden. Dort war die Kirche mit mehr als 70 Menschen bis auf den letzten Platz besetzt.
 
In manchen Gemeinden spielten Bands das Lied von Silbermond, in anderen sangen es Chöre oder die Gemeinde. Das Thema «Leichtes Gepäck» wurde in den Gottesdiensten auf unterschiedliche Weise umgesetzt. In einigen Gemeinden stießen die Gottesdienstbesucher bereits vor der Kirche auf das Thema «Leichtes Gepäck», denn es standen große und kleine Koffer vor den Eingängen, um von den Kirchgängern in den Altarraum getragen zu werden. Andere Pfarrer stellten einen Müllcontainer in die Kirche, in den die Besucher symbolisch ihren Ballast werfen konnten. «Es gab einige Lasten, von denen ich mich heute befreien konnte», sagte ein Gottesdienstbesucher aus Kelze erleichtert. Ein anderer Besucher aus Bischofsheim lobte: «Das war einer der eindrucksvollsten Gottesdienste, die ich je erlebt habe.»
 
Der Popsong habe viel mit dem Glauben zu tun, so Pfarrer Prof. Dr. Krückeberg, Beauftragter für privaten Rundfunk der Landeskirche und Leitender Redakteur im Medienhaus. «Unnötiger Ballast und Nippes lenken vom Wichtigen ab, aber sich davon zu trennen ist für viele Menschen schwer». Noch schwerer sei dies für eine belastete Seele. «Diese Sorgen kann Gott einem abnehmen», so Krückeberg weiter.
 

Stichwort «Hit-From-Heaven»-Sonntag

Der «Hit-From-Heaven»-Sonntag wurde erstmalig im vergangenen Jahr in Gemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Hanau veranstaltet und ist eine Initiative des Kirchenkreises in Zusammenarbeit mit dem Medienhaus der Landeskirche und «Hit Radio FFH». In diesem Jahr wurde der Sonntag nun auch in weiteren Kirchen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und auch in der Evangelischen Kirchen in Hessen und Nassau angeboten. 2015 fand der Tag das erste Mal zu dem Lied «Forever Young» von Alphaville statt, in Zusammenarbeit mit dem Radiosender harmony.fm. (20.09.2016)

Interview:

Hier können Sie ein Interview zum Titel «Leichtes Gepäck» mit der Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß und dem Schlagzeuger Andreas Nowak hören und für die Gottesdienstgestaltung als mp3-Datei herunterladen:

Interview als mp3-Datei

Internetradio:

Unsere medio-Reporter haben am Wochenende mehrere «Hit-From-Heaven»-Gottesdienste in Kurhessen-Waldeck besucht. In vielen Gemeinden erklang das Lied «Leichtes Gepäck» sogar live. medio-Reporter Götz Greiner berichtet:

Anhören...

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Hein: «Mischt Euch ein, macht mit, lebt Euren Glauben öffentlich»
Unter dem Motto «Viva la Reformation – eine bunte Welt» trafen sich 1.400 Jugendliche in der Reformationsstadt Homberg/Efze

Homberg/Efze (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Reformationsstadt Homberg/Efze haben am 16. und 17.09 rund 1.400 Jugendliche nach Homberg eingeladen: Am Freitag kamen rund 400 Schülerinnen und Schüler zu einem Projekttag in die Reformationsstadt und am Samstag rund 1.000 Konfirmandinnen und Konfirmanden nach Homberg. An beiden Tagen hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, sich in vielfältiger Weise mit den Themen der weltweiten Ökumene zu beschäftigen, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit. Die zwei Veranstaltungen mit dem Motto «Viva la Reformation – eine bunte Welt» glichen einem großen Fest mit vielen bunten Programmpunkten.

In einem Pressegespräch wertete Bischof Dr. Martin Hein es als großen Verdienst der Reformation, dass der Begriff der Freiheit die Welt verändert habe. Keiner könne sich mehr vorstellen, wie es ohne Freiheit gehen solle. Sie habe den Menschen Mut gemacht, ihr Leben aus dem Glauben heraus zu gestalten. Das gelte auch heute noch. Für die jungen Menschen sei die entscheidende Botschaft: «Mischt Euch ein, macht mit, lebt Euren Glauben öffentlich.»

Ministerialdirigent Jörg Meyer-Scholten vom Hessischen Kultusministerium erinnerte daran, dass die Reformation sehr schnell zu einer Blüte der Bildung geführt habe. So habe Philipp der Großmütige die Einrichtung von Schulen gefördert und in Marburg die erste protestantische Universität gegründet. Heute sei die evangelische Kirche ein Partner des Kultusministeriums im bekenntnisorientierten Religionsunterricht. Nun feiere man das weltweit bedeutsame Reformationsjubiläum. Meyer-Scholten betonte: «Das Kultusministerium beteiligt sich deshalb gerne an den Veranstaltungen, die die Kirche durchführt. Wir sind dankbar für die bewährte vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche.» Daher ermuntere das Ministerium auch die Schulen, sich aktiv an den Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum zu beteiligen und die Angebote der Kirche wahrzunehmen.

Der Homberger Bürgermeister Dr. Nico Ritz erläuterte, als Schulstandort habe die Stadt eine «besondere Frucht der Reformation erhalten: Bildung für alle.» Das sei für die Stadt ein wichtiger Standortfaktor und ein guter Grund, warum sich hier Menschen ansiedeln, Familien gründen, hier leben, wohnen und arbeiten. Durch den erheblichen Anstieg an ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sei Homberg in den vergangenen Jahren nicht nur bunter, sondern auch multikultureller geworden. Die Stadt habe mit einer intensiven Ausländerarbeit auf diese Herausforderung geantwortet. Dabei arbeite man eng mit den Kirchen zusammen und tausche sich aus: «Die Kirchen sind ein wichtiger sozialer Faktor in unserer Stadt.»

Sabine Kropf-Brandau, Pröpstin des Sprengels Hersfeld, freute sich darüber, dass so viele junge Menschen in den zwei Tagen nach Homberg gekommen sind, um sich auf vielfältige Art und Weise mit den Themen der Reformation zu beschäftigen und zu erleben, dass die Reformation kein altes Thema sei, sondern etwas ganz aktuelles. Denn die Reformation weite den Blick z.B. auch für die weltweite Ökumene. Das ist ein Thema das besonders den Jugendlichen, die heutzutage Freunde auf der ganzen Welt haben, nicht fern liege. So bunt wie die Welt war auch das Programm: auf einer großen Bühne auf dem Marktplatz traten Bands auf, multikulturelle Tanzgruppen animierten das junge Publikum zum tanzen, klatschen und mitsingen, in verschiedenen Workshops konnten sich die Jugendlichen ausprobieren oder Kritisches diskutieren. Die Welt wurde nach Homberg geholt. Wörtlich sagte die Pröpstin: «Kirche zeigte sich von der Seite, wie sie in die Zukunft gehen will. Frech, fröhlich und fromm. Ich bin sicher, daran hat Gott seine Freude.»

Für die Konfirmandinnen und Konfirmanden, die mit ihren Konfi-Gruppen am Samstag angereist sind, sei die Veranstaltung ein besonderes Ereignis gewesen, so die Pröbstin weiter. Trotz des schlechten Wetters und Dauerregens haben sich die Jugendlichen nicht nur für das Programm auf dem Maktplatz begeistern lassen, sondern konnten auch in der großen Gemeinschaft erleben «Wir sind ganz viele». Sabine Tümmler, Dekanin des Kirchenkreises Fritzlar-Homberg, ergänzte: «Der Erfolg der Veranstaltung zeigt, dass wir unsere Methoden im Konfirmandenunterricht den Jugendlichen anpassen müssen um sie zu erreichen.» Dazu gehöre sie mit allen Sinnen anzusprechen wie z.B. auch dem Smartphone, das zu ihrer Lebenswirklichkeit gehört.

Ein Jahr Vorbereitung hätten sich gelohnt freute sich Eveline Valtink, Pfarrerin und Projektleiterin der Veranstaltung. Vor allem aber hätten auch die vielen Ehrenamtlichen dazu beigetragen, dass aus einem vermeintlich spröden Thema eine bunte Feier geworden ist. «Vor 500 Jahren wurde die Reformation von Hessen aus in die Welt getragen, nun kommt die Welt zu uns zurück», so Valtink abschließend. (19.09.2016)
 

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Bischof Hein besucht die Flüchtlingsunterkunft in Neustadt
Kirche und Landesregierung haben in schwierigen Zeiten viel erreicht

Neustadt (medio). Bei seinem siebte Besuch in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge sagte Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), dass es ihm wichtig sei, zu zeigen, dass die Kirche sich für Flüchtlinge engagiere. Die Einrichtung in Neustadt besuchte Bischof Hein am 15.9. mit einer Delegation aus Vertretern der Landeskirche und der Diakonie und Vertretern des Regierungspräsidiums Gießen und der Stadt Neustadt, berichtete Pfarrer Karl-Günther Balzer, Medienbeauftragter im Sprengel Waldeck und Marburg.

«Es waren spannende Zeiten», erinnerte sich Dr. Christoph Ullrich, Regierungspräsident in Gießen, an die vielen Flüchtlinge, die im vergangenem Jahr nach Deutschland kamen. Hessen nahm 7,5 Prozent von ihnen auf. Waren es in den Jahren bis 2013 monatlich weniger als 2000 Menschen, begann im Jahr 2014 die Zahl der Asylsuchenden langsam anzusteigen. Im vergangenen Jahr ging die Kurve dann steil nach oben, erzählte Ullrich. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im November 2015 kamen 19.041 Menschen nach Hessen. Damit hatte niemand gerechnet, erklärte Ullrich weiter. Es musste oft improvisiert werden.

Auch bei Bischof Hein mischte sich in die Erinnerung der Stolz auf das Engagement der Kirche. «Wir haben uns anrühren lassen», stellte er fest. Sehr schnell wurde eine Million Euro im landeskirchlichen Haushalt zur Unterstützung und Anregung von Projekten zur Flüchtlingsversorgung umgeschichtet. In vielen Kirchengemeinden wurde gesammelt. Hervorzuheben sei außerdem das große Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter, so der Bischof.

Zwei Ehrenamtliche, Barbara und Roland Schade, berichteten der Delegation von ihrer Arbeit als Deutschleherer. Sie sind zwei von 50 engagierten Menschen, die sich in Neustadt um die Flüchtlinge kümmern. Andere Ehrenamtliche wiederum erklären Flüchtlingen im Kurs «Typisch Deutsch» wie die Menschen «in Deutschland ticken» und ihr Zusammenleben gestalten. Wieder andere Helfer organisieren Treffen und Hilfe. Ulrich Kling-Böhm, Pfarrer im Diakonischen Werk (DW) Marburg-Biedenkopf, verwies auf die langjährige Erfahrung des DW in der Betreuung und Beratung von Flüchtlingen. Neben den vielen Ehrenamtlichen, die sich auf Seiten der Kirche engagieren, finanziert das DW-Marburg-Biedenkopf seit 23 Jahren eine Stelle zur Flüchtlingsberatung.

Dominik  Zutz, der Leiter der Erstaufnahmeeinrichtung in Neustadt führte über das Gelände einer ehemaligen Kaserne. Seit 2008 stand die Kaserne leer, begann zu verfallen, erläuterte Thomas Groll, der Bürgermeister von Neustadt. Dann wurden Häuser und Gelände 2015 unter Hochdruck zur Erstaufnahmeeinrichtung umgebaut. 1100 Schlafplätze entstanden in den ehemaligen Gebäuden der Bundeswehr. Zur Zeit wohnen noch 503 Flüchtlinge in der Einrichtung. Das Miteinander zwischen den Flüchtlingen und den Neustädtern sei gut, berichtete der Bürgermeister weiter.
 
Am Ende würdigen beide Delegationen noch einmal die gute Zusammenarbeit zwischen staatlichen, kommunalen und kirchlichen Akteuren und befinden, dass sie noch weiter ausgebaut werden solle. (23.09.2016)
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«Der Tod ist eine kulturell definierte Größe»
Tagung will öffentlichen Diskurs über den Zusammenhang von Hirntod und Organspende anstoßen

Kassel (medio). Sind für hirntot erklärte Menschen Tote oder Sterbende? Dieser Frage ging gestern auf einem gemeinsamen Studientag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) und der Evangelischen Akademie Hofgeismar ein Fachpublikum aus Theologie, Medizin und Recht in Kassel nach.
 

 Wann können Organe entnommen werden?

«Der Tod, so merkwürdig es auf den ersten Blick klingt, ist nicht nur ein biologisches Widerfahrnis, sondern auch eine kulturell definierte Größe», eröffnete Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Tagung. Die Möglichkeiten der modernen Medizin, so Hein, hätten dies bei der Fragestellung der Organspende in den Blickpunkt gerückt: «Sind Hirntote Tote oder Sterbende und wann können Organe entnommen werden?» Wie schwierig diese Frage sei, zeige sich zum Beispiel daran, dass auch der Deutschen Ethikrat keine abschließende Position bezogen, sondern zwei unterschiedliche Voten formuliert habe. Dieser Dissens zeige, so Hein, der selbst Mitglied des Rates ist, dass der öffentliche Diskurs zu diesem Thema weiterhin geführt werden müsse.

Die Position der Evangelischen Frauen in Deutschland machte deren Vorsitzende Susanne Kahl-Passoth deutlich. «Wir sind der Meinung, dass hirntote Menschen Sterbende sind.» Es gehe hierbei um Fragen, die keinesfalls nur medizinisch beantwortet werden könnten. Diese bedürften mindestens ebenso sorgfältiger ethischer und rechtlicher Überlegungen und Abwägungen, so die Theologin. «Wir müssen und wollen unsere besondere Kompetenz für Fragen der menschlichen Würde von Anfang bis Ende des Lebens in diesen Diskurs einbringen», stellte Kahl-Passoth klar.

Biblisch gibt es keine Trennung von Geist und Körper

Oberkirchenrätin i.R. Cornelia Coenen-Marx, die bis 2015 das Referat für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Evangelischen Kirche in Deutschland leitete, stellte die von René Descartes eingebrachte Trennung von Geist und Körper in Frage: «Biblisch gibt es diese scharfe Trennung nicht.» Dies habe klare Konsequenzen, da es somit keine Verfügbarkeit über den Körper gebe und eine seelsorgerliche Begleitung gewährleistet sein müsse. Angehörige seien oftmals sehr kurzfristig mitbetroffen und trotzdem zwingend in den Prozess der Organentnahme einzubinden.

Der Jurist Prof. Dr. Wolfram Höfling, ebenfalls Mitglied im deutschen Ethikrat, wertete gemeinsam mit Bischof Hein das Hirntodkriterium «als notwendiges aber nicht hinreichendes Todeskriterium». Da man bei hirntoten Patienten nicht von Leichen sprechen könne, müsse sich auch von der sogenannten «dead-donor-rule» verabschiedet werden, die eine Organentnahme nur bei Toten erlaubt. Wichtiger sei eine wirklich gute Informationskultur zu dem Thema und eine freiwillige Vorabeinwilligung in die Explantation.

Direktor Karl Waldeck von der Evangelischen Akademie Hofgeismar wertete die heutige Veranstaltung als Indiz dafür, dass bei weitem noch nicht alle Fragen zu den Themen Tod, Hirntod und Organspende geklärt seien. «Eine einschlägige Statistik vom Juni diesen Jahres zeigt, dass zwar 81 % der Befragten der Organspende eher positiv gegenüberstehen, aber nur 32 % einen Organspendeausweis besitzen.» Waldeck warnte davor, als alleinige Ursache für diese augenscheinliche Diskrepanz eine mangelnde Öffentlichkeitsarbeit anzusehen.(15.09.2016)

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Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der Akademie Hofgeismar finden Sie unter:

akademie-hofgeismar.de

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Mehr zur Arbeit der Evangelischen Frauen in Deutschland finden Sie auf:

evangelischefrauen-deutschland.de

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«Gesegnet und gesendet»
Tagung der Land-Kirchen-Konferenz zur Zukunft des Pfarrberufes auf dem Land

Kassel (medio). Wie kann die Arbeit von Pfarrerinnen und Pfarrern auf dem Land bei einer steigenden Verantwortung in Zukunft gestaltet werden? Dieser Frage stellten sich 80 Delegierte aus fast allen Landeskirchen bei der Tagung der Land-Kirchen-Konferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Kassel, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Beauftragter des Referates Wirtschaft-Arbeit-Soziales für den «Dienst auf dem Lande».
 

Hohe Arbeitsbelastung besonders auf dem Land

«Das überkommene Pfarrerbild ist out, aber das Pfarramt ist und bleibt ein Schlüsselberuf für die Kirche!» eröffnete Oberkirchenrat Dr. Konrad Merzyn die Tagung der Land-Kirchen-Konferenz, die unter dem Motto «Gesegnet und gesendet» stand. Anja Granitza, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Evangelisation und Gemeindeentwicklung in Greifswald, beschrieb den Pfarrberuf als «High-Active-Job», der zwar eine hohe Arbeitsbelastung aufweise, jedoch auch viele persönliche Entfaltungsmöglichkeit böte. Dr. Gunter Schendel vom Sozialwissenschaftlichen Institut der EKD in Hannover hielt dagegen, dass dies nicht immer so sei.

Schendel gab einen Überblick über die zahlreichen Studien zum Pfarrberuf, die zeigten, dass zwar der größte Teil der befragten Pfarrerinnen und Pfarrer in der Tat zufrieden sei mit dem eigenen Beruf, jedoch die hohe Arbeitsbelastung bemängelten, die durch Sparmaßnahmen und Mitarbeiterkürzungen entstehen. Besonders auf dem Land sei der Personalmangel spürbar. Als weiteren Faktor nannte Schendel, dass es auch vielen Pfarrerinnen und Pfarrern schwer falle, sich selbst zu begrenzen. «Sie meinen, in allen kirchlichen Dingen immer und überall zuständig sein zu müssen.»

Auch die Untersuchungen zur physischen und psychischen Gesundheit von Pfarrerinnen und Pfarrern in der «Greifswalder Studie», die von Prof. Dr. Michael Herbst, Anja Granitza und dem Diplom-Theologen Benjamin Stahl vorgestellt wurde, machten deutlich, dass die Unzufriedenheit auf dem Land ist höher ist. Herbst und Jürgen Schilling vom Kirchenamt der EKD betonten, dass dies Konsequenzen haben müsse, denn Kirchenleitungen hätten eine Fürsorgepflicht für ihr Personal. Tradierte Erwartungen und Pfarrerbilder von Kirchenleitungen und Gemeinden seien zu überprüfen. Begrenzungen und Freiräume müssten ermöglicht werden. Konkret forderte Schilling die Aufhebung der Residenzpflicht, d. h. des verpflichtenden Wohnens im Pfarrhaus.

Grenzen setzen – Freiräume ermöglichen

Dr. Stephan Hagenow von der Fachstelle Personalentwicklung der Reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn in der Schweiz zeigte in einem Workshop wie eine Überbelastung von Pfarrern vermeidbar ist. «Grenzen zu setzen und Freiräume zu ermöglichen, dass kann durch eine Stellenbeschreibung erreicht werden», so Hagenow. Mit Hilfe einer Software könne ein «Stellenbeschrieb» für eine Gemeinde zwischen Gemeindeleitung und Pfarrer ausgehandelt werden. Für Vorbereitung und Halten eines Gottesdienstes wird z. B. ein Stundenanteil für einen ganzen Tag eingerechnet. Weitere Aufgaben folgen. Nach 42,5 Stunden pro Woche sei Schluss, wobei ein freier Verfügungsspielraum für den Pfarrer einzurechnen ist.  
Weitere Arbeitsgruppen fragten nach dem Umgang mit den eigenen Kräften und nach Faktoren, die zum Gelingen und zur anhaltenden Motivation im Pfarrberuf beitragen. (15.09.2016)

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Gottesdienst in Bad Hersfeld
80 Pfarrerinnen und Pfarrer feiern Ordinationsjubiläum

Bad Hersfeld (medio). Insgesamt 80 Pfarrerinnen und Pfarrer waren am 16. September 2016 in die Stadtkirche Bad Hersfeld zur Feier ihres Ordinationsjubiläums eingeladen. Die Spanne der Jubiläen reichte von der 25 Jahre zurückliegenden Ordination über 40 und 50 bis hin zu 60 Jahren, sagte Frank Illgen, Vorsitzender des Pfarrvereins Kurhessen-Waldeck. Das Ordinationsjubiläum sei vergleichbar mit einem Dienstjubiläum.

29 Pfarrerinnen und Pfarrer begingen dieses Jahr ihr 25. Ordinationsjubiläum. Die Berufung in das Pfarramt geschieht mit der Ordination auf Lebenszeit. So begingen auch 23 Jubilarinnen und Jubilare ihr 40., 24 ihr 50. und 14 ihr 60. Ordinationsjubiläum im Ruhestand. Die Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Marita Natt, hielt die Predigt in dem Abendmahlgottesdienst. Der Pfarrverein Kurhessen-Waldeck e.V. veranstaltete zum 21. Mal gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Feier des Jubiläums der Ordination. (13.09.2016)

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Landeskirchenfinale
Konfirmanden aus Hünfeld holten sich Pokal beim Konfi-Cup

Steinatal (medio). Beim diesjährigen Finale zum Konficup der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck traten am 10.09.2016 vierzehn Mannschaften aus der ganzen Landeskirche gegeneinander an. Auf dem Sportgelände der Melanchthon-Schule Steinatal belegten die Konfirmandinnen und Konfirmanden der Kirchengemeinde Hünfeld den ersten Platz und qualifizierten sich damit für das Bundefinale am 15.06.2017 in Köln, teilte der Öffentlichkeitsbeauftragte des Kirchenkreises Ziegenhein, Pfarrer Dierk Glitzenhirn, mit.

Die Plätze zwei und drei gingen an Frielendorf und Grebenstein. Einen Fanpokal für eine besonders gute Unterstützung ihres Teams gewannen die Fans aus Großseelheim. Alle teilnehmenden Mannschaften erhielten außerdem einen von Bischof Martin Hein signierten Ball.

Der Dekan des Kirchenkreises, Christian Wachter, hielt zum Abschluß der Veranstaltung eine Andacht und lobte auch das große Engegement der Schülerinnen und Schüler der Melanchthon-Schule, die sich als gute Gastgeber gezeigt hatten. «Das ist ein deutliches Zeichen für den guten Geist des Evangelischen Gymnasiums», betonte der Dekan.

Stichwort «Konfi-Cup»

An dem Turnier, das in einer Kooperation der Zentralen Konfirmandenarbeit des Religionspädagogischen Institutes der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelsichen Kirche in Hessen und Nassau, beteiligen sich die Siegermannschaften der verschiedenen Kirchenkreise der Landeskirche. Beim «Konfi-Cup» dürfen alle Konfirmandinnen und Konfirmanden mitspielen, die im nächsten Jahr konfirmiert werden. In jedem Team spielen fünf Feldspieler und ein Torwart. In jeder Mannschaft müssen Spieler beider Geschlechter auf dem Spielfeld vertreten sein. Das Turnier soll die frisch zusammen wachsenden Gruppen unterstützen und ist außerdem in vielen Fällen Anlass für ein Rahmenprogramm, das den neu gestarteten «Konfis» Aufmerksamkeit sichert und sie in ihren Gemeinden bekannt macht. (13.09.2016)
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Besuch bei Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union
Bischof Hein: Friedliches Verhältnis der Religionen Bedingung eines befriedeten Europas

Brüssel/Kassel (epd). Viele Europäer müssen nach Ansicht von Bischof Martin Hein ihr Bild vom Islam überdenken. Ein friedliches Verhältnis der Religionen sei Bedingung eines befriedeten Europas, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Donnerstagabend in Brüssel. Das gelte «gerade auch im Blick auf den Islam, von dem wir ein ziemlich enges Zerrbild kultivieren, mit dem wir die Mehrheit der muslimischen Menschen in Europa verletzen», sagte Hein bei einer Veranstaltung über «Religion im säkularen Europa».

Erst das Zerrbild treibe dann zum Beispiel muslimische Flüchtlinge dazu, «ihre muslimische Identität als eine religiöse Identität» zu entdecken, «mit der Folge, dass sie hier nun einen Schleier tragen» oder «dass sie religiöse Gebete praktizieren, was ihnen zu Hause eher fern lag», sagte Hein. Der Bischof berief sich dabei auf eigene Begegnungen mit Flüchtlingen.

Hein: Religion sollte in der Politik nicht tabuisiert werden

Grundsätzlich plädierte Hein dafür, Religion in der Politik nicht zu tabuisieren. Gerade der Staat, der sich als säkular, also als weltlich verstehe, könne die Religion als «Gestaltungsmacht» ernst nehmen. Denn als weltlicher Staat trete er nicht in Konkurrenz zur Religion: «Der säkulare Staat, auch das säkulare Europa, kann durchaus ein positives Interesse an der Religion zeigen und ist, weil ja der Staat selbst keine religiösen Ansprüche vertritt, genau dafür ein stabiler Rahmen, dass sich die Religionen im Rahmen der gegebenen Verfassungen entwickeln können.» Hein verwies auch auf den Lissabon-Vertrag, der die Kirchen und religiösen Vereinigungen als Gesprächspartner der EU ausdrücklich nennt.

Ein «christliches Europa» im Sinne einer «religiösen Monokultur, wie wir das lange Zeit hatten, wird es nicht wieder geben», erklärte der Theologe. Ebenso undenkbar sei aber ein Europa «ohne modernes, aufgeklärtes Christentum», ohne das Judentum und «ohne einen entsprechend gestalteten und eingebundenen Islam». (09.09.2016)

Linktipp:

Informationen zur Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union finden Sie unter:

staatskanzlei.hessen.de/(...)

Download:

Lesen Sie hier den Vortrag von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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