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Dekanin des Kirchenkreises Hanau wird durch Rat ins Amt berufen
Claudia Brinkmann-Weiß wird neue Dezernentin für Diakonie und Ökumene

Kassel (medio). Dekanin Claudia Brinkmann-Weiß (Hanau) wird Dezernentin für Ökumene und Diakonie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Der Rat der Landeskirche berief die 59jährige am heutigen Montag in Kassel zur Nachfolgerin von Dr. Ruth Gütter, die zum 1. August 2017 zum Kirchenamt der EKD gewechselt war. Amtsbeginn wird der 1. Dezember 2017 sein, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Claudia Brinkmann-Weiß wurde 1957 in Paderborn geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1976 studierte sie zunächst Jura, ehe sie 1978 zum Studiengang Evangelische Theologie wechselte. Ihr Theologiestudium absolvierte sie in Berlin und Göttingen. Nach der ersten Theologischen Prüfung im Jahr 1984 leistete sie ihr Vikariat in der Kirchengemeinde Baunatal-Großenritte. Im Jahr 1987 wurde sie in Fritzlar durch Bischof Dr. Jung ordiniert. Von 1987 bis 1992 war sie zunächst in Wichmannshausen (Kirchenkreis Eschwege), danach von 1992 bis 1999 in Niederkaufungen (Kirchenkreis Kaufungen) als Gemeindepfarrerin tätig. Von 1999 bis 2002 übernahm sie eine landeskirchliche Pfarrstelle für Frauenarbeit im Amt für kirchliche Dienste. Seit 2002 bekleidet sie ihr jetziges Amt als Dekanin des Kirchenkreises Hanau. (vormals Hanau-Stadt). 

Darüber hinaus hat sich Claudia Brinkmann-Weiß in vielen kirchlichen Gremien engagiert, sei es auf der Ebene der EKD, der Landeskirche oder des Kirchenkreises: Mitglied der Landessynode seit 2007, Mitglied des Synodalvorstands und Mitglied des Rats der Landeskirche seit 2016, Mitglied der EKD-Synode seit 2015, Mitglied des Pfarrerausschuss von 1998 bis 2002, Mitglied des Struktur- und Entwicklungsausschusses von 2003 bis 2006, Mitglied des Ratsausschusses für Personalentwicklung von 2004 bis 2016, Mitglied des Beratungsausschusses zum Anstellung von Hilfspfarrern seit 2010 und Mitglied des Finanzausschusses seit 2016.
Ein deutlicher Schwerpunkt ihres Engagements liegt in den Bereichen Diakonie und Ökumene: Mitglied des Vorstands des Diakonischen Werkes Kurhessen-Waldeck von 2005 bis 2009, Mitglied des Verwaltungsrates des Diakonisches Werkes Kurhessen-Waldeck von 2009 bis 2013, Mitglied der Konferenz für Diakonie und Entwicklung (EWDE; 2012 bis 2014, danach stellvertretendes Mitglied), Mitglied des Koordinierungsausschusses der Landessynoden für die Diakonie seit 2013, Mitglied des Satzungs- und Strukturausschusses der Diakonie Hessen seit 2013 und Mitglied des Verwaltungsrates der Diakonie Hessen seit 2013. Seit 2016 ist Brinkmann-Weiß Vorsitzende der Mitgliederversammlung der Diakonie Hessen. Im Kirchenkreis Hanau ist die Dekanin Mitglied in mehreren Aufsichtsräten von diakonischen Stiftungen.

Im ökumenischen Bereich erstreckt sich ihr Engagement auf ihre Mitgliedschaft in der Kammer für Mission und Ökumene in der Jahren 2004 bis 2016, ihre Mitarbeit im Kooperationsausschuss der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für das Aufgabenfeld Ökumene (2011 bis 2012) und beim Runden Tisch der Religionen in Hanau (seit 2010).

Claudia Brinkmann-Weiß ist verheiratet; das Ehepaar hat drei erwachsene Kinder. (21.08.2017)

2017-08-21
a23272

Erinnerung und Dankbarkeit für den Liturgen der Landeskirche
Gedenkgottesdienst für Bischof i.R. Prof. Dr. Christian Zippert

Marburg-Michelbach. Zehn Jahre nach dem Todestag Bischof i.R. Prof. Dr. Christian Zippert kamen am 15.08.2017 Vertreter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Freunde und Wegbegleiter aus Michelbach, Marburg und vielen Orten der Landeskirche zusammen, um in Dankbarkeit des ehemaligen Bischofs und Pfarrers zu gedenken. Propst Helmut Wöllenstein begrüßte die Gemeinde und insbesondere die Witwe Ruth Zippert und die Familie des verstorbenen Bischofs mit einem Wort von Sören Kierkegaard: «Es ist der Liebe Tun, der Toten zu gedenken».
 
2017-08-16
Wöllenstein, der gemeinsam mit der Michelbacher Pfarrerin Barbara Grenz die Liturgie gestaltete, erklärte, dass er auf das Zitat Kierkegaards durch Christian Zippert aufmerksam gemacht worden war. Auch in den weiteren Texten der Liturgie war Zipperts Sprache zu vernehmen, berichtete Karl-Günter Balzer, Öffentlichkeitsbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Sprengel Waldeck und Marburg. Denn viele Texte und Gebete der kurhessischen Agende, also des Gottesdienstformulars, stammen von Zippert oder sind von ihm bearbeitet worden.

  Musikalisch wurde der Gottesdienst von Friedel Böhler begleitet, der zu Zipperts Amtszeit der Landesposaunenwart der Landeskriche war, so Balzer weiter.

«Alles, was unseren kurhessischen Gottesdienst bis heute bestimmt und auszeichnet, hat er entscheidend geprägt.» Mit diesen Worten erinnerte Bischof Prof. Dr. Martin Hein an den verstorbenen Vorgänger. Der Gottesdienst sei für Christian Zippert der Mittelpunkt seines kirchlichen Wirkens gewesen. Er habe für eine zugleich verständliche wie wunderbare Sprache gesorgt und sei so zum Liturgen der Landeskirche geworden. Und so habe er auch die Kirche geleitet, weniger durch Konzepte und Programme als vielmehr durch das Wort.

Bischof Hein erinnerte in seiner Predigt auch an den Werdegang von Christian Zippert. Er wurde am 30. Oktober 1936 in Berlin-Lichterfelde geboren. Von 1965 bis 1973 war er als Pfarrer in Michelbach und an der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien in Marburg tätig. Von 1973 bis 1980 war Zippert Direktor des Evangelischen Predigerseminars der EKKW in Hofgeismar. Von 1980 bis 1992 kehrte er als Propst des Sprengels Waldeck und Marburg nach Marburg zurück. Seit 1988 war Zippert Honorarprofessor für das Fach Praktische Theologie an der Philipps-Universität Marburg. 1992 wurde Christian Zippert zum Bischof der EKKW gewählt. Mit dem Eintritt in den Ruhestand kehrte Zippert zusammen mit seiner Frau Ruth nach Michelbach zurück.

Im Anschluss an den Gottesdienst legten Bischof Hein und Propst Helmut Wöllenstein einen Kranz am Grab nieder. Bischof Hein begleitete dies mit den Worten: «Wir danken Gott für alles, was er uns in Christian Zippert geschenkt hat.» (15.08.2017)

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

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«Luther und Europa»
Reformationsbotschafter Julian Sengelmann zu Besuch am Friedrichsgymnasium Kassel

Kassel (medio/Kreß). Turnschuhe, offene Jacke, ungebügeltes Hemd und eine Gitarre über die Schulter gehängt. Im wilden Gewusel der Oberstufenschüler des Friedrichsgymnasiums Kassel geht Julian Sengelmann, der Theologe, Sänger, Schauspieler und seit neuestem auch Autor ist, den Mittelgang entlang zum Pult der Aula. Im lockeren Plausch mit dem Direktor und einen Scherz für die Schüler auf den Lippen, die noch die Technik vorbereiten - so haben die Oberstufenschüler und -schülerinnen wohl selten einen ihrer geladenen Gäste zum «fg Forum» auftreten sehen. Als facettenreichen, authentischen und coolen Typ beschreiben die Schülerinnen und Schüler den Reformationsbotschafter Julian Sengelmann im Anschluss an die Veranstaltung, der anlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung «Luther und Europa» am 17. August 2017 zu Besuch war.
 

Musik hat auch in der Reformation eine wichtige Rolle gespielt

Seine Performance startet Sengelmann mit Musik. «Damit ihr erstmal warm werdet. Musik hat auch in der Reformation eine wichtige Rolle gespielt», so der smarte Musiker zu den Schülern. Ein ungewöhnlicher Vortrag an einem Ort, an dem, wie der Sänger sagt, normalerweise «gestandene Professores stehen». Ein guter Start, denn mit seiner Musik hat er die Schüler auf seiner Seite.

Die obligatorische Selbstvorstellung folgt dennoch: Fest überzeugt - dank seiner Vorbilder «Kevin allein zuhaus» und seiner großen Schwester - Schauspieler und Musiker zu werden, war dieser Weg nach dem Abitur in Hamburg erst einmal zu Ende. Sengelmann schrieb sich nicht in die Schauspielschulen ein. Seine Band löste sich kurz danach auf. Der Entschluss zum Theologiestudium sei dann gefallen, weil dieses die von ihm geschätzten humanistischen Bildungsideale beinhaltet habe - und es ihm später immer noch ermöglichte, Schauspieler und Rockstar zu werden. Kurz danach bot sich ihm die Möglichkeit, bei einer ZDF-Produktion mitzuspielen und von da an habe er als «rastloser Typ» alles gleichzeitig gemacht: Studium, Schauspiel, Musik. Mittlerweile habe er sich seine Nische gebaut und tritt in ARD und MDR als «studierter Pop-TV-Theologe» auf. Den Entschluss als Reformationsbotschafter der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) für die Ideen der Reformation zu werben, fasste er, weil es ihm wichtig ist, einen Bezug zwischen dem Leben der Menschen und der Reformation wiederherzustellen.

2017-08-18

Als Protestant sollte man sich für Freiheit einsetzen

Sengelmann verzichtet auf den erwarteten Vortrag und stellt sich den kritischen Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Religion und Reformation. Er erklärt, dass sein Interesse für die Reformation sich auf der Gewissheit gründe, dass  Scheitern nicht das Ende sei: «Nur, weil ich gescheitert bin, heißt, dass nicht, dass ich gescheitert bleiben muss.» Ihn reize auch, dass es in der Reformation ganz viel um Freiheit gehe, für die man sich als Protestant einsetzen sollte. Dabei ende die persönliche Freiheit da, wo die des Anderen beginne. Er räumt gegenüber den Schülern jedoch ein, dass Martin Luther mit solchen Erkenntnissen zwar viel Gutes geleistet habe, allerdings auch kein «Held» in Hinblick auf seine antisemitische Haltung in späteren Lebensjahren gewesen sei.

Imponiert hat Sengelmann, dass sich Luther schon damals mit einem Problem befasst hat, das auch heute noch aktuell ist: Luther war der Meinung, dass die Kirche keinen Selbstzweck habe, sondern den Auftrag, sich in ihren Formen stets zu verändern, um nah an den Menschen zu bleiben. Gleichzeitig käme es auch darauf an, was man als Christ oder Christin suche. Sind es eher traditionelle oder moderne Elemente der Kirche, die einem das Gefühl geben, dass jeder Mensch ankommen kann und gesehen wird, wie er ist? 

Reformation auch ohne Kirchenbezug eine wichtige Sache

Nach einem musikalisch-lockeren Ausstieg fällt das Resümee für die Veranstaltung der Schüler und Schülerinnen positiv aus. Die offene, freundschaftliche Art der Kommunikation Sengelmanns habe dazu beigetragen, dass er bestimmt viele erreicht habe, ist sich eine Schülerin sicher. Eine Mitschülerin ergänzt, dass auch ohne kirchliche Bindung die Reformation eine wichtige Sache sei.

Stichwort: «Luther und Europa»

Die Tafelausstellung «Luther und Europa» fragt nach den europäischen Dimensionen der Reformation. Aus dieser Perspektive zeigt sich, dass neben Wittenberg auch andere Reformationszentren wie Zürich und Genf von Bedeutung sind, ohne die die Ausbreitung des neuen Glaubens in Europa nicht denkbar gewesen wäre. «Luther und Europa» ist eine Ausstellung des Hessischen Staatsarchivs Marburg. (18.08.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Wanderausstellung erhalten Sie unter:

rpi-ekkw-ekhn.de

a23305

Zum 5. Mal in der Hanauer Altstadt
Evangelische Kirche in Hanau deckt «Tafel der Toleranz»

Hanau (epd). Die «Tafel der Toleranz» wird am kommenden Sonntag (20.8.) bereits zum fünften Mal in Hanau aufgestellt. Menschen verschiedener Herkunft seien eingeladen, sich mitten in der Hanauer Altstadt gemeinsam an einen Tisch zu setzen, teilte die evangelische Kirche in Hanau mit. Start der Aktion ist um 14 Uhr am Goldschmiedehaus, das Ende ist gegen 16 Uhr vorgesehen.

Genau um 15.17 Uhr werde die Länge der Tafel gemessen. Der Zeitpunkt soll auf das Jahr 1517, in dem Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel und Missbräuche in der Kirche veröffentlichte, aufmerksam machen.

Im vergangenen Jahr wurden 110 Meter erreicht, der Rekord liegt bei 126,5 Metern im Jahr 2015. Die Tafel sei ein gut sichtbares Zeichen für ein tolerantes Miteinander in Hanau geworden, so die evangelische Kirche. Man hoffe, das zu den 110 Metern Länge im vergangenen Jahr in diesem Jahr noch ein paar Meter hinzukommen. (18.08.2017)

2017-08-18

Linktipp:

Weitere Informationen zur Aktion und einen Rückblick auf die Vorjahre finden Sie unter:

kirchenkreis-hanau.de/(...)

a23290

21. bis 26. August 2017 - CROSS jugendkulturkirche kassel
«Licht auf Lampedusa»: Jugendprojekttage thematisieren Flucht und Fremdsein

Kassel (medio). Unter dem Titel «Licht auf Lampedusa» laden die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die CROSS jugendkulturkirche kassel Schüler und Konfirmanden vom 21. bis 26. August 2017 zu Jugendprojekttagen in die CROSS jugendkulturkirche ein. Rund 300 Schüler der Mittelstufe, der gymnasialen Oberstufe, der berufsbildenden Schulen sowie 200 Konfirmanden aus der Region Kassel werden dazu in der CROSS jugendkulturkirche erwartet, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Angeregt von den Installationen «Ein Leuchtturm für Lampedusa» und «Inventuren der Flucht» der Künstler Thomas Kilpper und Massimo Ricciardo, die derzeit in der Karlskirche zu sehen sind, werden die Jugendlichen dazu ermuntert, sich mit den Themen Flucht und Fremde auf kreative Weise auseinander zu setzen, heißt es. Mit einem Abschlussfest mit internationalen Bands, Poetryslam und Projektpräsentationen für alle Teilnehmer, deren Freunde und Eltern enden die Projekttage.

Workshops mit Kunst, Musik, Poetryslam, Tanz und Theater

Während der Projekttage finden sieben Workshops mehrmals und parallel statt. In der Einheit «Ansichtssache – Inventuren der Flucht» nehmen die Jugendlichen beipielsweise gemeinsam mit der Beauftragten für Flucht und Migration der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pfarrerin Anna Schelwis, die in der Karlskirche ausgestellten Gegenstände, die Flüchtende auf der Fahrt über das Mittelmeer verloren haben, in den Blick und kommen dabei in Austausch über die Schicksale der Geflüchteten. An zwei Tagen wird zusätzlich ein Kapitän der Hilfsorganisation Sea-Watch mit dabei sein, der mit seiner Crew Flüchtende im Mittelmeer gerettet und begleitet hat.

In einem Theater-Workshop unter der Leitung von Theaterpädagogin Nicole Degenhardt können Jugendliche unter der Fragestellung «Was würdest Du zurücklassen, wenn Du fliehen müsstest?» in Gedanken die Seiten wechseln und Szenen entwickeln, darstellen und Regie führen. Der Kasseler Poetryslamer Joki Keilen nimmt die Jugendlichen mit in die Welt der Sprache. Hier geht es darum – angeleitet durch kleine Übungen – mit Worten zu jonglieren, eigene poetische Texte zu Papier zu bringen und vorzutragen.

Perspektivwechsel fördert Verständnis

«Mit diesen Projekttagen möchten wir gemeinsam mit den Jugendlichen den Beweggründen und Umständen, unter denen Flüchtende ihre Heimat verlassen, auf die Spur kommen, sie zum Perspektivwechsel anregen und ermutigen, Neuankömmlingen in unserer Gesellschaft aufgeschlossen und mit Verständnis für deren Situation zu begegnen», sagte Eveline Valtink, Pfarrerin und Projektleiterin. Am Ende eines Workshop-Tages kommen alle zum Essen zusammen.

Workshop-Überblick und Anmeldung

Zur Teilnahme an den Workshops können sich Klassen und Konfirmandengruppen per E-Mail an projektmanagement@ekkw oder per Fax an (0561) 9378-450 anmelden. Detaillierte Informationen zum Anmeldeverfahren und eine Übersicht aller Workshops finden Sie im Download rechts. Infokontakt: Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck / Projektmanagement, Pfarrer Eveline Valtink, E-Mail: eveline.valtink@ekkw.de, Tel. (0561) 9478-483. (16.08.2017)

2017-08-16

Programm & Anmeldung:

Hier finden Sie eine Übersicht mit allen Workshops der Projekttage mit Informationen zum Anmeldeverfahren:

PDF-Dokument

Linktipp:

Die Jugendprojekttage sind Teil des Begleitprogramms zur Kunstausstellung «Luther und die Avantgarde» statt, die noch bis 17. September täglich von 13 bis 20 Uhr in der Kasseler Karlskirche zu sehen ist:

Infos hier...

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Hoch hinaus – ein Ticket, zwei Programme, zwei Kirchen, ein Erlebnis
Am 9. September erklingt in Marburg Kirchenmusik zum Bewegen

Marburg (medio). Bei den Landeskirchenmusiktagen vom 8. bis 10. September in Marburg kommt vieles in Bewegung: Gottesdienste, bei denen man durch die Stadt wandert. Klänge, die vom Marktplatz aus in den freien Himmel steigen. Und auch das zentrale Festkonzert lädt zum Laufen ein, denn es findet in zwei Kirchen statt. Der Kartenverkauf für das Konzert hat begonnen. Tickets sind online unter www.ekkw.reservix.de und in den angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich, teilte die Pressestelle der Evangelischen Kirchen von Kurhessen-Waldeck mit.

Kirchenmusik vom feinsten präsentieren Chöre und Musiker aus Kassel, Marburg und Kurhessen am Samstagabend des 9. September um 19 und 21 Uhr. Mit den Konzerttiteln PSALTER UND HARFE und FLUID SOUNDS begeben sich Zuhörer auf eine Klangreise. In der Lutherischen Pfarrkirche hören sie Gesang von Leonard Bernstein und Heinrich Schütz. Temperamentvolle Psalmvertonungen erklingen mit der Kurhessischen Kantorei und einem Projekt-Kinderchor. In der Universitätskirche sind sie live dabei, wenn sich avantgardistischer Chorgesang und Gospel mischen. Die Zuhörer erleben hier das renommierte Vocalensemble Kassel bei seiner ersten Begegnung mit dem Landesgospelchor «GET UP!».

Der Konzertabend im Rahmen der Landeskirchenmusiktage der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck folgt einem großen Bogen, versprechen die Verantalter. Heinrich Schütz hat als Komponist virtuoser Chormusik den reformatorischen Glaubensinhalten ganz neuen Ausdruck verliehen. Seine Motetten zählen zu den Meisterwerken des Frühbrock. Einojuhani Rautavaraa gilt als einer der bedeutendsten finnischen Komponisten der Gegenwart – von ihm erklingt ein rhythmisches Stück für den Bläserchor der Landeskirchenmusiktage. Mit den CHICHESTER PSALMS von Leonard Bernstein landen die Psalmgesänge in der Neuen Welt: in den sechziger Jahren für die Kathedrale von Chichester in Südengland komponiert, begeistern die auf Hebräisch gesungenen Choräle mit ihrer dynamischen und rhythmischen Vielfalt.

Auf PSALTER UND HARFE folgen im zweiten Konzertteil FLUID SOUNDS. Hier treffen in der Marburger Universitätskirche zwei Musikrichtungen vertreten durch renommierte Ensembles aufeinander: das Kasseler Vocalensemble und der Landesgospelchor «GET UP!» wagen das Experiment, zusammen neue Töne zu kreieren. Aus Stücken beider Chöre hat der Jazzmusiker Roger Hanschel aus Köln Arrangements geschaffen, die Grenzen zerfließen lassen. Eigene Kompositionen verbinden die Welten, die die Zuhörenden innerlich auf die Reise gehen lassen.

Vom 8. bis 10. September ist Marburg Treffpunkt für Musikbegeisterte aus allen Teilen der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck. Viele Programmpunkte laden alle ein, kostenlos teilzunehmen. (15.08.2017)

2017-08-15

Linktipp:

Das ganze Programm der Landeskirchenmusiktage finden Sie unter:

landeskirchenmusiktage.de

Linktipp:

Tickets für die Konzerte am 9. September erhalten Sie unter:

ekkw.reservix.de/

a23238

Landeskirche trauert um Michael Held

Bad Hersfeld (medio). Bei einem tragischen Unfall ist am vergangenen Montag in Bad Hersfeld Michael Held im Alter von 76 Jahren ums Leben gekommen. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck trauert um einen unermütlichen Streiter für Frieden und Gerechtigkeit. «Michael Held hat mit seinem Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung viele Menschen in Kurhessen-Waldeck in ihrem Einsatz für eine friedliche Gesellschaft begleitet und bestärkt,» würdigte Bischof Martin Hein den Verstorbenen: «Wir sind in unseren Gedanken bei seinen Angehörigen, Freunden und Wegbegleitern und wissen ihn in Gottes Hand gehalten."
 
Der gebürtige Dresdner Michael Held beteiligte sich ab 1974 am Ausbau der
Freiwilligen-, Friedens- und Zivildienste in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Seit 1982 war er in der Geschäftsführung der Pädagogisch-Therapeutischen Wohngruppen gGmbH im Kirchenkreis Hersfeld tätig. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Grünen im Kreis und war Mitglied in zahlreichen kommunalen Gremien. 1991 gründete er die Arbeitsstelle «Praktische Schritte», in der er die Gemeinden des Kirchenkreises in der Wahrnehmung der sozialethischen Dimension des christlichen Glaubens und der tatkräftigen Umsetzung konkreter Schritte unterstützte. Zudem engagierte er sich als Umweltbeauftragter des Kirchenkreises und gehörte für das Ökumenische Netz in Deutschland der Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland an. (10.08.2017)
2017-08-10
a23255

Anwalt Posch und die Freiheit
Strafverteidiger und Reformationsbotschafter sprach im Beiprogramm zu «Luther und die Avantgarde»

Kassel (medio/Olaf Dellit). Die Ausstellung «Luther und die Avantgarde» in der Kasseler Karlskirche hat Christopher Posch sehr beeindruckt, besonders die Fundstücke von Flüchtlingen. Die Künstler Thomas Kilpper und Massimo Ricciardo haben sie auf der Insel Lampedusa am Strand gesammelt und jetzt ausgestellt. «Diese Dinge sollte man denen entgegenhalten, die am Stammtisch so banal über das Thema reden», sagte er. Im Begleitprogramm der Ausstellung sprach Posch, durch eine RTL-Sendung bekannter Strafverteidiger und Reformationsbotschafter, über das Thema «Freiheit ist das höchste Gut». 

In seiner Generation werde Freiheit oft als selbstverständlich wahrgenommen, sagte der 41-Jährige, das sei sie aber nicht. «Menschen auf der ganzen Welt sehnen sich nach nichts mehr als nach Freiheit.» Dafür kämpften sie oder flüchteten. So sei es wichtig, sich auch hierzulande für die Freiheit einzusetzen, ganz so, wie es Martin Luther zu seiner Zeit getan habe.

Posch zählte grundlegende Freiheitsrechte aus dem Grundgesetz auf, darunter die Meinungs-, Religions- und Pressefreiheit, aber auch die Unverletzlichkeit der Wohnung und das Asylrecht. Die Grenzen der Freiheit lägen dort, wo andere Menschen in ihrer Freiheit betroffen seien. Es gebe Bereiche, in denen Einschränkungen notwendig seien, sagte der Anwalt. Als Beispiel nannte er «Fake News» – also bewusst falsche Nachrichtenmeldungen – speziell in sozialen Netzwerken. Das müsse man sicherlich juristisch einschränken. Auch der Handel könne nicht völlig frei sein, sagte Posch, etwa wenn T-Shirts für fünf Euro verkauft würden, die nur mit Ausbeutung produziert werden könnten. Kritisch zeigte er sich bei einer zunehmenden Videoüberwachung und bei der Datenspeicherung. Bei jeder Beschränkung von Freiheiten müsse man diese hinterfragen. 

Für ihn als Strafverteidiger sei die individuelle Freiheit täglich Thema. Jedem könne es passieren, dass ihm die Freiheit genommen werden – etwa dem Arzt wegen eines Kunstfehlers oder auch wegen einer falschen Beschuldigung. Posch erzählte von einem Mandaten, der in Südspanien verhaftet worden war. Die Überstellung in ein deutsches Gefängnis habe sich mit vielen Zwischenstationen über ein halbes Jahr hingezogen, es folgte ein weiteres halbes Jahr in Untersuchungshaft, bevor der Mann nach 30 Prozesstagen freigesprochen worden sei. Gemeinsam mit dem Mann sei er aus dem Gerichtsgebäude getreten, wo sie strahlende Sonne und eine frisch gemähte Wiese empfing: «Ich konnte in diesem Moment die Freiheit förmlich atmen, die dieser Mann empfand.»

Nach Poschs Vortrag durften die gut 120 Besucher in der Karlskirche Fragen stellen. Pfarrerin Petra Schwermann, Sprecherin und Reformationsdekaden-Beauftragte der Landeskirche, moderierte. Sie fragte Posch nach dem Kirchenasyl, zu dem er sich schon zu Beginn des Abends positiv geäußert hatte. Man müsse den Menschen, die solch ein Asyl anböten, den Rücken stärken, antwortete er. Und selbst, wenn Gerichte dagegen vorgingen, gelte: «Da muss man cool bleiben.» Und was, fragte Schwermann, würde Posch Luther fragen, wenn der in der Karlskirche säße. Die lockere Antwort: «Ich würde ihn fragen, wie ihm mein Vortrag gefallen hat.»

Musikalisch begleitet wurde der Abend von Sänger Jochen Faulhammer (Bass), der so unterschiedliche Freiheitslieder wie «Die ganze Welt hast Du uns überlassen»; «Ol’ Man River» aus dem Muscial «Show Boat», das portugiesische «Grândola, Vila Morena», «Jerusalem aus Gold» und «Freiheit» von Marius Müller-Westernhagen sang. (11.08.2017)

2017-08-17

Veranstaltungen:

Hier finden Sie alle Veranstaltungen rund um die Ausstellung in Kassel:

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a23218

Dezernentin für Diakonie und Ökumene wechselt zur EKD
Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter feierlich verabschiedet

Kassel (medio). Mit einem Gottesdienst und anschließenden Festakt im Haus der Kirche wurde am Montag, 7. August 2017, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter durch Bischof Dr. Martin Hein feierlich verabschiedet. Bereits zum 1. August war die ehemalige Dezernentin für Ökumene und Diakonie nach viereinhalbjähriger Tätigkeit für die Landeskirche zum Kirchenamt der EKD gewechselt; dort leitet sie nun das neu eingerichtete «Referat für Nachhaltigkeit». Ruth Gütter war bereits von 2007 bis 2012 Referentin für Afrika und Entwicklungspolitik im Kirchenamt der EKD und wurde 2013 vom Rat der Landeskirche zur Dezernentin für Ökumene berufen. 2016 übernahm sie zusätzlich das Dezernat für Diakonie.
 
2017-08-08
In seiner Ansprache zur Verabschiedung von Frau Dr. Gütter blickte Bischof Dr. Martin Hein auf das Engagement der Dezernentin für die kirchlichen Hilfswerke bei Katastrophenfällen in der Welt, auf Besuche in den Partnerkirchen der Landeskirche in Europa, Asien und Afrika sowie auf Konsultationen von ökumenischen Delegationen – insbesondere die regelmäßigen Frauenkonsultationen – zurück. Auch an gemeinsame Aktivitäten und Auftritte mit dem Bistum Fulda erinnerte er. Besonders hob er den Einsatz von Dr. Ruth Gütter für die Unterstützung und Begleitung von Flüchtlingen in den vergangenen zwei Jahren hervor, «wo es auch dank Ihrer Initiative zu einer bemerkenswerten Solidarisierung in unserer Kirche kam.»

Der Bischof dankte der scheidenden Dezernentin für «viele wichtige und nachhaltige Impulse». Er blickte auf die Umbruchszeit zurück, in der sie ihren Dienst in der Landeskirche angetreten hatte und stellte im Hinblick auf die Gründung eines von beiden Landeskirchen verantworteten «Zentrums Oekumene» in Frankfurt fest: «Das Zentrum hat sich inzwischen zu einer echten ökumenischen Institution entwickelt. Ich empfinde den Schritt, zu dem wir uns damals entschlossen haben, weiterhin als wegweisend.» Er versicherte im Blick auf die Diakonie, die in der Dienstzeit von Frau Dr. Gütter zum Dezernat Ökumene hinzukam: «Dass die weltweite Ökumene stets einen diakonischen Aspekt besitzt und die Diakonie stets in weltweiter Verantwortung steht – dies zu betonen und Gestalt werden zu lassen, war Ihnen besonders wichtig. Und auf dieser Spur werden wir weitermachen!»

Der Bischof bedauerte in seiner Ansprache das Ausscheiden von Dr. Gütter aus der Dezernentenrunde der Landeskirche, wünschte ihr jedoch zugleich, dass sich die neue Aufgabe als das erweise, was sie sich davon verspreche: «mehr unmittelbare Wirksamkeit, mehr konkrete Planung einzelner Schritte und Kampagnen». (07.08.2017)
 

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Lesen Sie hier die Ansprache von Bischof Prof. Dr. Martin Hein anlässlich der Verabschiedung von Dr. Ruth Gütter:

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Lesen Sie hier die Abschiedspredigt von Dr. Ruth Gütter im Wortlaut:

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20 Jahre «Himmlische Energie» in Hanau
Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kirchenkreisamtes gab Impuls in der EKKW

Hanau (medio). Seit 20 Jahren speist die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Kirchenkreisamtes in Hanau Strom ins Netz ein. Die Anlage ist die erste der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und wurde gegen zahlreiche Bedenken durchgesetzt, teilte der Medienbeauftragte des Sprengels Hanau, Pfarrer Jens Heller, anlässlich des Jubiläums der Anlage mit.

Im Einsatz sind immer noch die ersten Solarpanelen, erklärt der Klimaschutzmanager der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Pfarrer Stefan Weiß. Sie erbringen noch etwa 90% ihrer ursprünglichen Leistungsfähigkeit. Diese positiven Erfahrungen lassen sich auf mittlerweile mehr als 100 Anlagen auf kirchlichen Gebäuden übertragen. Die Skepsis sowohl in der Bevölkerung wie auch bei den Energieproduzenten sei anfangs  groß gewesen, führte Weiß weiter aus: «Die Energiekonzerne haben damals große Anzeigen geschaltet mit der Botschaft, dass die Solarenergie den Energiebedarf niemals nennenswert decken könne.» Die Landeskirche habe früh Weitblick bewiesen und am Ende Recht behalten.

Dekanin Claudia Brinkmann-Weiß betonte, dass es der Kirche an dieser Stelle nicht nur darum gehe, wirtschaftlich und vielleicht sogar profitabel zu arbeiten, sondern um einen echten Beitrag zum Erhalt der Schöpfung: «Hier sind wir als Christinnen und Christen gefragt, denn unser Glaube bedeutet auch Verantwortung für Gottes Schöpfung. Bei über 100  Anlagen haben sich mindestens 1000 Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher mit dieser Thematik befasst, somit nimmt die Kirche hier auch eine Bildungsaufgabe wahr.» Es sei erfreulich, dass die Kirche zudem diese Projekte finanziell fördere und unterstütze, so die Dekanin.

Im Kirchenkreis Hanau werden mittlerweile 17 Anlagen auf Pfarr- und Gemeindehäusern betrieben. Damit liegt Hanau an der Spitze innerhalb der Landeskirche. Der Kirchenkreis profitiere davon, dass Kirchengemeinden, die sich zum Bau einer Anlage entschließen, mit einem zinslosen Darlehen ausgestattet werden, das weitgehend von der Einspeisevergütung refinanziert wird, heißt in der Mitteilung des Medienbeauftragten. Die Zahlen zeigten, dass sich die Investition in eine Anlage lohnt: In Hanau mussten 1997 pro Kilowatt Nennleistung rund 10.000 Euro investiert werden. Bis heute habe sich dieser Wert auf etwa 1700 Euro reduziert. Vor 20 Jahren erhielten die Betreiber eine Vergütung von 17 Pfennig pro kWh bei Kosten von rund 60 Pfennig pro kWh. Von einem rentablen Verhältnis konnte man da kaum sprechen. Das sehe heute besser aus und die Akzeptanz von Solarenergie sei deutlich gestiegen. 

Auch die technische Entwicklung ist weiter vorangeschritten. «Heute geht es nicht mehr nur um die Einspeisung ins Netz, sondern Themen wie Eigenverbrauch und Speichertechnik rücken in den Vordergrund », analysiert Weiß. Das Gesamtinvestment für die Anlagen im Bereich der Landeskirche liege bei mehr als 4 Millionen Euro. Der Stromertrag belaufe sich auf etwa 850.000 kWh pro Jahr, wodurch 425 Tonnen Treibhausgase vermieden werden würde. «Wir sind noch nicht da, wo wir sein könnten und sein wollen, aber wir sind ein gutes Stück vorangekommen auf einem richtigen Weg», fasst Weiß den Stand der Dinge mit Blick auf die noch freien Dächer von Pfarr- und Gemeindehäusern zusammen. (08.08.2017)

2017-08-08
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Jugendkulturkirche CROSS
11. Schüleraktionstag lädt zum Träumen ein

Kassel (medio). Wovon träumst du, wenn du an der Bushaltestelle wartest? Was wünschst du dir, wenn du dir manchmal deine Zukunft ausmalst? Was ist dein Traum für die Welt? Diese und anderen Fragen stellt der 11. Schüleraktionstag am 6. September unter dem Motto «Traumwelten» in der Jugendkulturkirche CROSS. Der Aktionstag wird von der Evangelsichen Kirche von Kurhessen-Waldeck und dem Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (RPI) organisiert. Die Veranstalter rechnen mit rund 350 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9 und 10 in und um Kassel.

«Wir wollen auf dem Schüleraktionstag von der Welt träumen. Wie soll die Welt sein? Wie können wir die Zukunft positiv gestalten?», erklärt Pfarrer Tobias Heymann vom RPI. Schirmherr des Projektes ist Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle, der ebenfalls vor Ort sein und ein Grußwort an die Schüler richten wird.

Jede Schülerin und jeder Schüler habe die Auswahl von zwei anderthalbstündigen Workshops, die sich mit dem Thema Traum auseinandersetzen. «Wir haben ein breites Spektrum von globalen Themen bis hin zu individuellen Träumen», sagt Heymann im Gespräch mit der landeskirchlichen Medienagentur «medio». Es gibt ein Bewerbungstraining, einen Poetry-Slam-Kurs, ein Traumtheater, aber auch Workshops zum Thema Klimawandel oder über zukünftige Fortbewegung. Pro Klasse können jeweils nur fünf Schülerinnen und Schüler einen Workshop besuchen. «So lernt man neue Leute kennen und hat gemeinsam Spaß», findet Heymann. Das Rahmenprogramm des Schüleraktionstages bildet eine Theater-Performance, außerdem wird eine Band spielen.

Die Anmeldung für den Schüleraktionstag startet am 24. August. Alle Unterlagen und das Anmeldeformular finden Sie online unter www.schueleraktionstag.de (04.08.2017)

2017-08-07

Linktipp:

Alle Unterlagen und das Anmeldeformular finden Sie online unter:

schueleraktionstag.de

a23278

«Kinder und Jugendliche sollten lernen, Fragen zu stellen»
Schüler- und Jugendprojekt zur Ausstellung «Luther und die Avantgarde»

Kassel (medio). Wie kann Kunst die Bildung von Kindern und Jugendlichen fördern? Welche Bedeutung haben die Anliegen Martin Luthers heute? Und wie können diese vermittelt werden? Mit einer Jugendprojektwoche und einem Schülerprojekt möchte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck junge Menschen an Kunst heranführen. Die Projekte finden in Rahmen der Ausstellung «Luther und die Avantgarde» statt, die noch bis zum 17. September in der Kasseler Karlskirche zu sehen ist.
 
Die beiden Projekte wurden im Rahmen eines Besuchs der Ausstellung vorgestellt, an dem der hessische Kultusminister, Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, und Bildungsdezernentin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Gudrun Neebe, teilnahmen. Die Jugendprojekttage sollen Jugendliche aus unterschiedlichen Milieus ansprechen, erklärte Neebe. Die Jugendlichen sollen in Workshops einen Zugang zu Kunstwerken und deren unterschiedliche Wahrnehmung bekommen. Für Schulen stellt das Bildungsdezernat ein Kursbuch zur Verfügung. Das Projekt für Sekundarstufe 2 ist fächerübergreifend ausgerichtet und könne in Religion, Kunst und Geschichte eingebracht werden. Im Mittelpunkt stehen zwei Kunstwerke der Ausstellung.
2017-08-16

Der Kultusminister betonte, Kinder und Jugendliche sollten lernen, Fragen zu stellen: «Dazu gibt die Kunst eine ganz besondere Anregung». Von Luther könnten die jungen Menschen lernen, den Wert von Freiheit zu schätzen und für diese einzustehen. Die Bedeutung der Freiheit werde in der Ausstellung durch die Flüchtlingsthematik gut aufgegriffen, lobte Lorz.
 
Bischof Hein ergänzte: «Die Schüler können von Luther auch lernen 'ich' zu sagen. Das Zweite ist 'wir' zu sagen und somit Verantwortung zu übernehmen. Und das Dritte, was sie von Luther lernen können, ist grenzenloses Gottvertrauen.» Das könne jungen Menschen in schwierigen Zeiten helfen, einen festen Standpunkt zu haben. In Bezug auf die Kunst betonte Hein, dass eine gute Ausstellung nicht ideologisieren oder Antworten geben, sondern Fragen aufwerfen sollte.
 

Jugendprojekttage

Die Jugendprojekttage stehen unter dem Motto «Licht auf Lampedusa» und finden vom 21.-26. August in der «CROSS jugendkulturkirche kassel» statt. Inspiriert von den Kunstwerken «Ein Leuchtturm für Lampedusa» von Thomas Kilpper und den «Inventuren der Flucht» von Massimo Ricciardo und Thomas Kilpper auf und in der Karlskirche können die Jugendlichen in sieben Workshops das Thema Flucht aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und sich z.B. durch Musik und Tanz in die Situation Geflüchteter hineinversetzen. Die Projekttage richten sich an verschiedene Ziel- und Altersgruppen (siehe Flyer im Download). Zum Abschluss der Woche sind die Jugendlichen zu einem Fest mit Livemusik eingeladen. PfarrerInnen und LehrereInnen können Konfirmandengruppen und Klassen unter projektmanagement@ekkw.de anmelden.
 

Schülerprojekt

«Die Bilder sind frei» lautet das Motto einer Unterrichtseinheit, die zum Ausstellungsprojekt erschienen ist. Mit diesem  Arbeitsbuch können Lehrerinnen und Lehrer mit Schulklassen der Sekundarstufe 2 ein Projekt zur Ausstellung «Luther und die Avantgarde» in Kassel durchführen. Das Buch gibt religions- und kunstpädagogische Impulse und möchte zeigen wie sich die protestantische Haltung zu Bildern und zur Kunst entwickelt hat. Es macht deutlich, welche Bedeutung das für die Kunsterfahrung in der Gegenwart hat. 16 Module machen Kunstgeschichte und die Kunst der Gegenwart mit einem Ausstellungsbesuch in der Karlskirche erfahrbar. Das Arbeitsbuch «Luther und die Avantgarde - Religions- und kunstpädagogische Impulse» ist im Buchhandel für 15,99€ erhältlich (ISBN-13: 978-3-7448-4040-8), im Landeskirchenamt zum vergünstigten Preis von 10€ über projektmanagement@ekkw.de, und als E-Book für 5,99€ (ISBN-13: 978-3-7448-4534-2).
 

Hintergrund

Die Kasseler Ausstellung ist Teil der zentralen Ausstellung «Luther und die Avantgarde» in der Lutherstadt Wittenberg, wo sich zeitgleich 66 internationale Künstler und Künstlerinnen in einem ehemaligen Gefängnis mit  Gedanken der Reformation auseinandersetzen. In der Karlskirche in Kassel sind Einzelpräsentationen der indischen Künstlerin Shilpa Gupta und der Künstler Thomas Kilpper (Berlin, Bergen) und Massimo Ricciardo (Turin) zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis zum 17. September 2017 geöffnet. (03.08.2017)

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Hier können Sie den Flyer zu den Jugendprojektagen «Licht auf Lampedusa» herunterladen:

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Laden Sie hier einen Auszug aus dem Arbeitsbuch «Luther und die Avantgarde - Religions- und kunstpädagogische Impulse» herunter:

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Schritt für Schritt nach Bonn zum UN-Weltklimagipfel 2017
«Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit» führt durch die Landeskirche

Kassel (medio). Mitte Oktober startet der «Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit» in Eisenach, der auch durch das Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) führt. Ziel ist es, am 05.11.2017 pünktlich zum Beginn des Weltklimagipfels in Bonn einzutreffen. Die Verbindung der Freude am Gehen mit dem Wunsch nach einem persönlichen Engagement für einen gerechten Klimawandel sind die Triebfedern dieses konfessionsübergreifend geplanten Projekts, heißt es im Flyer zum Pilgerweg.  Diese Form des Pilgerns bewährte sich bereits im Vorjahr anlässlich des Klimagipfels in Paris und setzt sich nun unter dem Motto «Geht doch weiter!» fort.

Die Route startet am 18.10.2017 an der Wartburg in Eisenach und verläuft in Strecken von 20 bis 25 km von Lüderbach über Homberg und Stadtallendorf bis nach Marburg, die letzte Station auf dem Gebiet der EKKW. Auf der Etappe von Stadtallendorf nach Marburg begleitet Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Pilgergemeinschaft. Ab da bahnt sich der Weg durch das Siegerland und das Rheinland nach Bonn, wo am Sonntag, 05.11.2017, der diesjährige Klimapilgerweg mit Aktionen und Gottesdiensten abgeschlossen wird.

Entlang des Wegs erwartet den Pilgernden ein Programm mit ökumenischen Andachten. Außerdem werden verschiedene sogenannte «Kraftorte» und «Schmerzpunkte» aufgesucht: «Wir besuchen auf dem Weg gute Beispiele für den Klimaschutz, aber wir pilgern auch zu Orten, die daran erinnern, dass ein klimafreundlicher, zukunftsfähiger Weg erst noch gefunden werden muss», erklärt Pfarrer Stefan Weiß, Klimaschutzmanager der EKKW. «Auf dem Weg geht es darum, Gemeinschaft zu erleben und zu spüren, dass wir etwas tun können und auch müssen», betont Nina Wetekam, Fachreferentin für Offene Kirchen in der EKKW. Neben der persönlichen Auseinandersetzung gehe es darüber hinaus um die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema.

Eingeladen mitzupilgern sind alle, die sich vorstellen können eine einzelne, mehrere Etappen oder die gesamte Strecke von Eisenach bis Bonn mitzugehen, heißt es im Flyer zur Aktion. Interessierte sollten sich zutrauen, die Tagesetappen von bis zu 25 km bewältigen zu können. Für Pilger, die mehrere Etappen mitwandern, gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten in Gemeinden mit Frühstück und Abendessen. Vor Ort organisieren die Kirchengemeinden Möglichkeiten der Begegnung und thematische Abende. Ein E-Auto sowie ein Plan für den ÖPNV stehen für unerwartete Notsituationen bereit. Aufgrund organisatorischer Notwendigkeiten wird um eine formlose Anmeldung gebeten unter anmeldung@pilgerwolf.de. Weitere Informationen erhalten Sie außerdem bei Angelika Pöhl unter Tel. 0561 9378-374 und Stefan Weiß unter Tel. 0561 9378-337 oder Mail: klimapilgern@ekkw.de. (03.08.2017)

Die ganze Pilgerstrecke können Sie sich hier anschauen:

2017-08-03

Linktipp:

Weitere Informationen zum Pilgerweg erhalten Sie unter:

klimapilgern.de

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Hier können Sie sich den Flyer zum «Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit» herunterladen:

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«Nächstenliebe schafft Klarheit»
Aktion der Landeskirche für Demokratie und gegen Extremismus

Kassel (medio). Mit der Aktion «Nächstenliebe schafft Klarheit» bezieht die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck deutlich Stellung für Demokratie und gegen Extremismus. Verantwortlich zeichnet das Bildungsdezernat der Landeskirche, das eine Idee der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens aufgreift. Die Aktion richtet sich an Schülerinnen und Schüler sowie an Konfirmandinnen und Konfirmanden, aber auch an erwachsene Gemeindemitglieder. Zu den Zielen der Aktion sagt Bildungsdezernentin Dr. Gudrun Neebe: «Wir wollen deutlich machen, dass wir als Christen Nächstenliebe und Solidarität praktizieren. Wir treten für Demokratie und gegen jede Form von Extremismus ein!» 

Materialien zur Aktion

Zur «Nächstenliebe schafft Klarheit»-Aktion wurden durch das Religionspädagogische Institut der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Unterrichtseinheiten für die Sekundarstufe I und II und die Konfirmandenarbeit erstellt. Einen Gottesdienstentwurf hat das Referat Gemeindeentwicklung erarbeitet. 

Als Produkt, das den Slogan der Aktion auf den Punkt bringt, wurde ein Mikrofasertuch mit der Aufschrift «Nächstenliebe schafft Klarheit. Evangelische Kirche für Demokratie – gegen Extremismus» entwickelt, dass auf Brillengläsern, Smartphones und anderen Bildschirmen für klare Sicht sorgen soll. 

Das Tuch kann kostenfrei (auch in größeren Mengen) zur Verteilung bestellt werden bei Ulrike Wagner, Dezernat Bildung, Tel.: 0561/9378-261 oder E-Mail: ulrike.wagner@ekkw.de. (25.07.2017)

2017-08-03

Download:

Laden Sie hier die Materialien zur Aktion herunter:

Gottesdienstentwurf
Unterrichtseinheiten

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Kirchenmitgliedschaft und Kirchensteuerentwicklung
Landeskirche gibt aktuelle Mitglieder- und Kirchensteuerzahlen bekannt

Kassel (medio). Angesichts der rückläufigen Mitgliederzahlen und der Kirchensteuerentwicklung unterstrich Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Notwendigkeit, den eingeschlagenen Konsolidierungskurs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck beizubehalten. Anhand der Kirchensteuerentwicklung könne man erkennen, dass der Verlust an Mitgliedern vor allem die Kirchensteuerzahler betreffe.

Hein äußerte sein Bedauern darüber, dass Menschen die Kirche verließen, «mit denen wir gemeinsam gern Gemeinde erfahren und leben würden».

Mitgliederentwicklung weiterhin rückläufig

Der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehörten zum Stichtag (31.12.2016) 829.678 Menschen an. Damit hatte sich die Zahl der Mitglieder gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent verringert (2015: 843.970 Mitglieder). Während aus der Landeskirche im vergangenen Jahr 4.777 Mitglieder ausgetreten waren – das sind 0,58 Prozent der Gemeindemitglieder – waren 1.308 Gemeindeglieder aufgenommen worden (= 0,16 Prozent). In dieser Zahl sind Erwachsenentaufen, Übertritte und Wiederaufnahmen zusammengefasst. Dazu kamen 6.118 Kinder, die 2016 getauft wurden. Hauptursache für den Rückgang der Gemeindegliederzahlen war auch 2016 die Zahl der Sterbefälle (11.514).

Gedanke der Gemeinde Jesu Christi wieder stärker in den Blick nehmen

Bischof Hein betonte, man müsse deutlicher machen, warum es gut sei, in der Kirche zu sein, und warum die Mitgliedschaft auch mit einem finanziellen Beitrag verbunden sei. Für den Bischof lautet die Botschaft an evangelische Christen: «Es ist gut, dass Du in der Kirche bist. Da geht es um elementarste Dinge des Lebens. Und wenn Du Dich dieser Gemeinschaft entziehst, wird auch die Gemeinschaft darunter leiden.» Den Gedanke der Gemeinde Jesu Christi gelte es wieder stärker in den Blick zu nehmen, so Hein. Außerdem sei es  dringend notwendig, «persönliche Begegnungen zu ermöglichen, Begegnungen mit Pfarrerinnen und Pfarrern, Begegnungen mit Mitarbeitenden in der Kirche».

Haushalt erstmals geringer veranschlagt

Hinsichtlich der Haushaltsentwicklung verwies der Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Volker Knöppel, auf den aktuellen Haushalt, der im Jahr 2017 mit 232.684.000 Euro erstmals einen geringeren Ansatz habe (189.000 Euro geringer als  im Jahr 2016). Dieser Trend werde sich wahrscheinlich fortsetzen. Dr. Knöppel sagte: «Wir haben in den vergangenen Jahren wichtige Entscheidungen getroffen, um uns auf geringere Einnahmen in der Landeskirche vorzubereiten. Damit sind wir in der Lage, als Volkskirche präsent zu sein und unseren gesellschaftlichen Auftrag wahrzunehmen.» (21.07.2017)

2017-07-21

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Ein Faltblatt mit umfangreichen Angaben zu den Zahlen zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck können Sie im Bereich «Unsere Kirche» herunterladen:

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«Ich zeig' dir meine Kirche»
Kurhessischer Medienpreis 2018 zum Thema Kirchenraum

Kassel (medio). Unter dem Motto: «Ich zeig' dir meine Kirche» widmet sich der Kurhessische Medienpreis 2018 den Besonderheiten von Kirchen. Egal, ob alte Klosterkirche, Kapelle, Ruine oder neuzeitlicher Kirchenbau – in jeder Kirche gäbe es etwas zu entdecken, teilte der Evangelische Presseverband Kurhessen-Waldeck e. V. und das Netzwerk Kirchenpädagogik der AG Erwachsenenbildung (AGEB) mit. Sie rufen Kirchengemeinden und ihre Mitglieder dazu auf, den Charme ihrer Kirche in einem zwei- bis dreiminütigen Film vorzustellen.

Der Medienpreis 2018 biete die Chance, die eigene Kirche aus einem anderen Blickwinkel neu kennenzulernen, heißt es in der Ausschreibung. Er ermögliche den Schatz an Kirchengebäuden neu zu heben, Kirchen aufzuwerten und sie einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die kleinen Clips sollen Lust vermitteln, die gezeigten Kirche zu besuchen, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Um den teilnehmenden Gruppen die Arbeit zu erleichtern werden zwei Workshops unter Leitung von Medienpädagogen in der Evangelischen Jugendbildungsstätte «Frauenberg» in Bad Hersfeld angeboten. Vom 17. bis zum 19. November geht es im ersten Workshop um die «Grundlagen der Filmarbeit». Der zweite Workshop vom 26. bis zum 28. Januar befasst sich mit «Drehplan, Storyboard und Videoschnitt».

Einsendeschluss für den Videoclip, der zusammen mit fünf aussagekräftigen Fotos eingereicht werden soll, ist der 1. Juli 2018. Der Medienpreis ist dotiert mit 2.000 Euro für den 1. Preis, 1.000 Euro für den 2. Preis und 500 Euro für den 3. Preis. Die Videoclips werden im Internet unter kirchen-paedagogik.de veröffentlicht. (10.07.2017)

2017-07-10

Ausschreibung:

Die Ausschreibung des Kurhessischen Medienpreises findet sich auf der Internetseite:

kirchen-paedagogik.de

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Kunstausstellung «Luther und die Avantgarde»
Leuchtfeuer im Stadtzentrum - Künstler verwandeln Kasseler Karlskirche in faszinierenden Ort

Kassel (epd/Prüfer). Flüchtlingen auf dem offenen Meer kann der von dem Künstler Thomas Kilpper zum Leuchtfeuer umfunktionierte Turm der Kasseler Karlskirche natürlich keinen Weg weisen. Zu weit weg ist die See, über die Tausende Menschen mit oft schrottreifen Booten schippern und an europäischen Küsten stranden.
2017-06-27
Dagegen hat hier schon der ein- oder andere Journalist Schiffbruch erlitten, indem er die markante Außeninstallation der Weltkunstausstellung documenta 14 zuordnete - was mitnichten der Fall ist.

Zwar reiht sich das Thema inhaltlich nahtlos in die politisch ambitionierte Weltkunstschau ein, dennoch ist Kilppers Installation Teil der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg, die in Kassel und Berlin zwei kleinere «Satelliten» hat.

Aus Schlauchbootresten und Schriftzügen wie «Melilla» - der ständig von Flüchtlingen belagerten spanischen Exklave in Marokko - oder Wortfetzen wie «legal» oder «escap» weist Kilpper auf die gefährlichen, zugleich aber mit großen Hoffnungen verbundenen Fahrten der Flüchtlinge über das Mittelmeer hin.

Diejenigen, die es schaffen, landen oft auf Lampedusa südlich von Sizilien. Hier plant Kilpper nach eigenen Angaben schon seit Jahren die Errichtung eines echten Leuchtturmes, verbunden mit einem Museum und einer Begegnungsstätte. Umgesetzt werden konnte das Vorhaben aber noch nicht, und so blinkt der Leuchtturm nun prophetisch in Kassel.

  Wesentlich ruhiger ist der zweite Teil der Ausstellung von Kilpper in der Kirche selbst, den er zusammen mit Massimo Ricciardo gestaltet hat. Auf der Orgelempore, beleuchtet von kleinen Strahlern, präsentieren die beiden Künstler Fundstücke von Flüchtlingen, die sie an den Stränden Lampedusas oder in verlassenen Flüchtlingsbooten gefunden haben. Zahnpastatuben, Handys und Schuhe finden sich ebenso wie Ausweise, Listen mit Telefonnummern oder halb verblichene Familienfotos. Auch ein Navigationsgerät ist dabei. Ob die Besitzer der Fundstücke noch leben oder bei der Überfahrt ertrunken oder verdurstet sind - niemand weiß es. Die scheinbar wertlosen Fundstücke - hier bekommen sie einen neuen Wert, wirken bedrückend und stimmen nachdenklich.
 

Nachdenklich auf eine ganz andere Art und Weise ist das Werk einer zweiten Künstlerin, die in der Kirche ausstellt. Die Inderin Shilpa Gupta hat rund 3.500 Mikrofone zusammengebündelt, die wie ein überdimensionales Hornissennest in der stark abgedunkelten Kirche von der Decke baumeln.

  Mantraartig und meditativ ist ein englischsprachiger Text («I keep falling at you») zu hören, ergänzt von Geräuschen. Sie wolle durch ihre Installation die Möglichkeiten und die Kraft von Sprache aufzeigen, kommentiert die Künstlerin ihr Werk, das bedrohlich und faszinierend zugleich wirkt.

Noch drei weitere Arbeiten von ihr sind in der Kirche zu sehen. Interessant vor allem ist das «Heat Book», ein unbeschriebenes, aus Metall gefertigtes Buch auf einem Lesepult, das von unten durch Heizstäbe erhitzt wird. Auch wenn von Gupta sicher nicht intendiert, kommt einem das Bibelwort «Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?» aus Jeremia 23,29 in den Sinn. Zumal dieser Bibelvers auch für Martin Luther von großer Bedeutung war und ihn in seinem Tun ermutigt hat.

Ferner zu sehen sind sechs Zeichnungen von Gupta, die sich geschickt dem Thema Redeverbote widmen sowie eine von Flughäfen und Bahnhöfen bekannte Anzeigetafel, auf der unaufhörlich Worte, Wortfragmente und Zahlen erscheinen. Eine Arbeit, die die äußerliche Nüchternheit der hugenottischen Kirche aufnimmt und sich nicht auf Bilder, sondern nur auf das Wort konzentriert.

«In einer Kirche werden die Objekte möglicherweise anders aufgenommen als in einer Ausstellungshalle», beschrieb Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, den besonderen Reiz der Ausstellung. Trotz - oder gerade wegen - der Ausstellung wird in der Karlskirche jeden Sonntag um 10 Uhr nach wie vor ganz normal Gottesdienst gefeiert. Die Geräusche, die die Installationen verursachen, sind dann allerdings abgestellt. (22.06.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Ausstellung in der Kasseler Karlskirche finden Sie unter:

luther-avantgarde-kassel.de

Öffnungszeiten:

Die Ausstellung in der Kasseler Karlskirche ist bis zum 17. September täglich von 13 bis 20 Uhr geöffnet, sonntags nach dem Gottesdienst um 10 Uhr bis 20 Uhr.

Download:

Laden Sie hier die Broschüre zur Ausstellung und Programm in Kassel herunter:

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Veranstaltungen:

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«Hit-From-Heaven»-Sonntag am 10. September 2017
Max Giesingers Hit «Wenn sie tanzt» Thema in vielen Gottesdiensten

Kassel (medio). Unter dem Motto «Wenn sie tanzt» stehen am 10. September 2017 die Sonntagsgottesdienste in einigen Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Der Song von Max Giesinger steht dabei im Mittelpunkt des «Hit-From-Heaven-Sonntags». Alle Kirchengemeinden in ganz Hessen sind eingeladen, sich an der Aktion zu beteiligen, teilte der Beauftragte für privaten Rundfunk, Pfarrer Prof. Dr. Siegfried Krückeberg, gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio», mit.

Der hessische Privatradiosender «Hit Radio FFH» stellt den Song in seinem Programm vor und berichtet im Kirchenmagazin «Kreuz und Quer», das sonntags zwischen 6 und 9 Uhr zu hören ist, über die Gottesdienste, sagte der Beauftragte weiter.

«Kleine Ausflüchte helfen zu schätzen was man hat»

2017-06-21
Zum dritten Mal findet die Gottesdienstaktion zu einem Popsong statt. Dabei zeigen die Gemeinden, dass sie gegenüber den musikalischen Vorlieben vieler Menschen offen sind und diese Art von Musik auch in der Kirche Platz hat. «Es kommt zum Ausdruck, dass die Inhalte vieler Popsongs gute Impulse für das Leben (als Christ) geben können», ergänzte Dekan Dr. Martin Lückhoff, der die Idee zu der Aktion gemeinsam mit Krückeberg hatte. Die beiden Pfarrer hoffen, dass die Besucher die Kirche am Ende des Gottesdienstes beschwingt und vielleicht auch passend zum Song tanzend verlassen. «Kleine Ausflüchte helfen zu schätzen was man hat, auch wenn es mal stressig ist», sagte der Sänger Max Giesinger im Interview mit Krückeberg zur Botschaft seines Songs «Wenn sie tanzt». Für den einen könne dies eine Joggingrunde sein, für den anderen das Tanzen.
 

Materialpaket zum Download

Für die Vorbereitung und Bekanntmachung der «Hit-From-Heaven»-Sonntage steht ein umfangreiches Materialpaket bereit, das u.a. einen Gottesdienstentwurf, mit Gebeten, Liedern und Predigt enthält. Außerdem sind darin die Gitarrengriffe des Songs «Wenn sie tanzt», Gemeindebriefvorlagen und gestaltbare Plakatvorlagen enthalten. Die Materialien erhalten Sie recht im Download. Weitere Infos zum Song und Anmeldung zum Gottesdienst unter hitfromheaven@medio.tv.
Die Gottesdienstzeiten können frei gewählt werden. Hit Radio FFH berichtet laut Krückeberg am 17. August in der Sendung «Kreuz und Quer», die von bis zu 432.000 Hörern gehört wird, über die Gottesdienste. (21.06.2017)

Max Giesinger mit dem Song «Wenn sie tanzt»

Hier können Sie das offizielle Video ansehen:

Veranstaltungskalender:

Wenn sich auch Ihre Kirchengemeinde am «Hit-From-Heaven»-Sonntag beteiligt, dann tragen Sie sich in unseren Veranstaltungskalender ein (bitte am Ende des Formulars der Rubrik «Hit-From-Heaven-Sonntag» zuordnen!) oder schauen Sie sich an, welche Gemeinden schon mitmachen:

Gottesdienst eintragen...
Gottesdienste ansehen...

Linktipp:

Die Noten für den Song können Sie hier kostenpflichtig runterladen:

notendownload.com(...)

Materialpaket

Im Materialpaket zum «Hit-From-Heaven»-Sonntag finden Sie u.a. einen Gottesdienst- und Predigtentwurf und gestaltbare Plakatvorlagen:

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