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«Geht doch weiter!»
«Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit» führt durch die Landeskirche

Kassel (medio). Mitte Oktober startet der «Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit» in Eisenach, der auch durch das Gebiet der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) führt. Ziel ist es, am 05.11.2017 pünktlich zum Beginn des Weltklimagipfels in Bonn einzutreffen. Die Verbindung der Freude am Gehen mit dem Wunsch nach einem persönlichen Engagement für einen gerechten Klimawandel sind die Triebfedern dieses konfessionsübergreifend geplanten Projekts, heißt es im Flyer zum Pilgerweg.  Diese Form des Pilgerns bewährte sich bereits im Vorjahr anlässlich des Klimagipfels in Paris und setzt sich nun unter dem Motto «Geht doch weiter!» fort.
 

Sieben Stationen in Kurhessen-Waldeck

Siebenmal macht der 2. Ökumenische Klimapilgerweg in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck Station: Die Route startet am 18.10.2017 an der Wartburg. Bereits einen Tag nach dem Start erreichen die Pilger am 19.10. den Ort Lüderbach (Kirchenkreis Eschwege) und damit das Gebiet der Landeskirche. Etappenziele der darauffolgenden Tage sind Waldkappel, Spangenberg, Homberg (Efze), Ziegenhain, Stadtallendorf und Marburg, die letzte Station auf dem Gebiet der EKKW. Auf der Etappe von Stadtallendorf nach Marburg begleitet Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Pilgergemeinschaft. Am 27.10. verlassen die Pilger den Bereich der Landeskirche. Ab da bahnt sich der Weg durch das Siegerland und das Rheinland nach Bonn, wo am Sonntag, 05.11., der diesjährige Klimapilgerweg mit Aktionen und Gottesdiensten abgeschlossen wird.

Entlang des Wegs erwartet den Pilgernden ein Programm mit ökumenischen Andachten. Außerdem werden verschiedene sogenannte «Kraftorte» und «Schmerzpunkte» aufgesucht: «Wir besuchen auf dem Weg gute Beispiele für den Klimaschutz, aber wir pilgern auch zu Orten, die daran erinnern, dass ein klimafreundlicher, zukunftsfähiger Weg erst noch gefunden werden muss», erklärt Pfarrer Stefan Weiß, Klimaschutzmanager der EKKW. «Auf dem Weg geht es darum, Gemeinschaft zu erleben und zu spüren, dass wir etwas tun können und auch müssen», betont Nina Wetekam, Fachreferentin für Offene Kirchen in der EKKW. Neben der persönlichen Auseinandersetzung gehe es darüber hinaus um die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema.

Eingeladen mitzupilgern sind alle, die sich vorstellen können eine einzelne, mehrere Etappen oder die gesamte Strecke von Eisenach bis Bonn mitzugehen, heißt es im Flyer zur Aktion. Interessierte sollten sich zutrauen, die Tagesetappen von bis zu 25 km bewältigen zu können. Für Pilger, die mehrere Etappen mitwandern, gibt es einfache Übernachtungsmöglichkeiten in Gemeinden mit Frühstück und Abendessen. Vor Ort organisieren die Kirchengemeinden Möglichkeiten der Begegnung und thematische Abende. Ein E-Auto sowie ein Plan für den ÖPNV stehen für unerwartete Notsituationen bereit. Telefonische Auskunft zur Möglichkeit, sich für einzelne Streckenabschnitte anzuschließen sowie weitere Informationen gibt das Organisationsteam der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck: Angelika Pöhl  0561/9378-374 und Stefan Weiß -337, klimapilgern@ekkw.de.  (11.10.2017)

Die ganze Pilgerstrecke können Sie sich hier anschauen:

2017-10-16

Linktipp:

Weitere Informationen zum Pilgerweg erhalten Sie unter:

klimapilgern.de

Download:

Hier können Sie sich den Flyer zum «Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit» herunterladen:

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Antrittsbesuch der Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages

Kassel (medio). Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT), Prof. Dr. Julia Helmke, ist am Dienstag (10.10.) im Rahmen ihres Antrittsbesuches in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit dem Bischof der Landeskirche, Prof. Dr. Martin Hein, zusammengetroffen. An dem Gespräch im Landeskirchenamt in Kassel nahmen auch der Leiter für Finanzen und Controlling des Kirchentages, Stephan Menzel, sowie Pfarrerin Eva Hillebold (Persönliche Referentin des Bischofs), Pfarrer Philipp von Stockhausen (Vorsitzender des Landesausschusses des DEKT in Kurhessen-Waldeck) und der stellvertretende Sprecher der Landeskirche, Pfarrer Christian Fischer, teil.

Bei dem knapp zweistündigen Gedankenaustausch wurden unter anderem die Möglichkeiten der Beteiligung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main erörtert. Alle Gesprächsteilnehmer unterstrichen zudem die Bedeutung des Ökumenischen Kirchentages. (11.10.2017)

2017-10-16
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25-jähriges Jubiläum der ECKD
Willi Hanselmann, Geschäftsführer der ECKD feierlich in den Ruhestand verabschiedet

Kassel (medio). Der langjährige Geschäftsführer der ECKD (EDV-Centrum für Kirche und Diakonie GmbH), Willi Hanselmann, wurde bei der Feier zum 25-jährigen Jubiläum der ECKD in den Ruhestand verabschiedet. Das Jubiläum am 04.10.2017 stand ganz im Zeichen seines Abschieds. Hanselmann hatte das Unternehmen über 14 Jahre lang geleitet, teilte Ines Stephan vom  Marketing und Event Management der ECKD mit. Gefeiert wurde mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern im Kongress Palais in Kassel.

«Die ECKD ist für die Zukunft gut aufgestellt und verfügt über eine jahrzehntelange IT-Erfahrung, die unseren Kunden auch weiterhin individuelle Lösungen und erfolgreiche Anwendungen zur Verfügung stellt», freute sich Hanselmann, der zufrieden in seinen Ruhestand eintritt.

Stichwort ECKD

Im Jahr 1992 gegründet, ging die ECKD (EDV-Centrum für Kirche und Diakonie GmbH) aus der bereits 1968 gebildeten IT-Abteilung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hervor. Seitdem stellt die ECKD mit ihren rund 170 Mitarbeitern IT-Dienstleistungen für Kirchen, kirchliche Einrichtungen, Diakonie, Caritas und andere Wohlfahrtsverbände bereit. (11.10.2017)

2017-10-16
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Dr. Manuel Goldmann verabschiedet, Dr. Lutz Friedrichs eingeführt
Direktorenwechsel im Evangelischen Studienseminar Hofgeismar

Hofgeismar (medio). Mit einem Gottesdienst in der Hofgeismarer Brunnenkirche wurde am Mittwoch (4.10.) der Wechsel in der Leitung des Evangelischen Studienseminars vollzogen: Direktor Dr. Manuel Goldmann wurde turnusgemäß nach acht Jahren aus dem Dienst verabschiedet, der bisherige Leiter des Referats Gottesdienst, Kirchenmusik und theologische Generalia im Landeskirchenamt, Dr. Lutz Friedrichs, wurde als neuer Studienseminardirektor eingeführt.

Prälatin Marita Natt würdigte in Ihrer Ansprache den scheidenden Studienseminardirektor als «Mann der eher leisen Töne. Töne, die sich allerdings umso klangvoller ausbreiten.» Dr. Goldmann sei für sie ein Mann des Hinhörens, dem Teamarbeit mehr liege als «Chefallüren». Schon früh habe Goldmann Interesse an der Verbindung von Theologie und Politik, Frömmigkeit und Tun gezeigt: «Zu vermitteln, dass wir als Kirche in die Gesellschaft hineinwirken sollen, ja, müssen, ist Ihnen immer ein Anliegen gewesen.»

2017-10-05

 Als Predigerseminardirektor sei es Goldmanns Ziel gewesen, «den theologischen Kern des Pfarramts zum Leuchten zu bringen». Auch für sich selbst habe er das Weiterlernen können auf dem Campus in Hofgeismar als großes Geschenk begriffen. Und so könne er nach den Abschied aus dem Studienseminar «in freudiger Erwartung» einem Studiensemester entgegensehen, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. 

Dem neuen Studienseminardirektor Dr. Lutz Friedrichs gab die Prälatin die Jahreslosung 2018 als Leitwort für den kommenden Dienst mit auf den Weg: «Gott spricht: ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst». Das Wort biete sich nicht nur mit Blick auf die kommende Wirkungsstätte «Gesundbrunnen» an, wie die Prälatin bemerkte: «Durstige werden Ihnen begegnen und manchmal werden Sie selbst sich nach dem ‚Wasser des Lebens‘ sehnen.» Mit der Umgestaltung des ehemaligen Predigerseminars zu einem Evangelischen Studienseminar erwarte Friedrichs eine «herausfordernde und schöne Aufgabe». Zu Friedrichs gewandt sagte Natt: «‚Ich freue mich‘ haben Sie gesagt. Was will man mehr? Gottes Segen wird Sie begleiten und stärken!»

In seiner Einführungspredigt setzte Dr. Friedrichs das auf der Documenta 14 präsentierte Marmorzelt der Künstlerin Rebecca Belmore mit dem Bild der «zugigen Heimat» des Apostel Paulus (2. Kor.) und dem Evangelischen Studienseminar in Beziehung und ging so der Frage nach, was Heimat sei. Genauso wie das Marmorzelt sei das Studienseminar ein behaglich gestalteter Ort: ein Ort des Rückzugs, um Kraft zu schöpfen genauso wie ein Ort der Bildung, um in Ruhe nachdenken zu können. Aber das bedeute nicht, dass man es sich zu gemütlich machen solle, sich in dem einrichten, wie es bisher gewesen sei. Vielmehr solle man sich dem Zugigen aussetzen, dem Unbehaglichen, das einen beunruhige: «Das Seminar hat die besondere Chance, Neues zu denken, ein think tank zu sein, und ein Laboratorium, in dem andere Formen von Kirche ausprobiert und reflektiert werden können», so Friedrichs. Und schließlich brauche auch das Studienseminar die Bereitschaft, das Haus offen zu halten: «für Menschen in ihrer Verschiedenheit, für Mitarbeiter in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen, für Kirche in einer pluralen Gesellschaft, für Menschen die in zugigen Verhältnissen leben, für Suchende, die nicht wissen, ob wir ihnen Heimat geben können», so der neue Studienseminardirektor.


Stichwort: Evangelisches Studienseminar

Am 14. Oktober 2016 wurde aus dem ehemaligen Predigerseminar das «Evangelische Studienseminar - Protestant seminary for advanced studies» der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Damit sind nun alle Formen der theologischen Aus-, Fort- und Weiterbildung unter einem Dach vereinigt: die Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren, die Fortbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern, die Aus- und Fortbildung von Prädikantinnen und Prädikanten sowie die Arbeitsstelle Gottesdienst. (05.10.2017)

Impressionen vom Gottesdienst und vom Empfang im Synodalsaal

(alle Fotos: medio.tv/Socher)

Linktipp:

Das Evangelische Studienseminar - Protestant seminary for advanced studies finden Sie im Internet unter:

evangelisches-studienseminar-hofgeismar.de

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Pilgerweg zur Einheit der Christen - Gemeinsames Reformationsgedenken
Vierte Etappe der Christus-Wallfahrt auf dem Lutherweg in Eisenach

Eisenach/Kassel/Fulda (medio). Unter dem Motto «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben» (Joh. 14,6) pilgerten am 3. Oktober etwa 50 Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen auf einem Teil des Lutherwegs in Eisenach. Beim Aufbruch an der Zugbrücke der Wartburg sagte Bischof Heinz Josef Algermissen (Bistum Fulda): «Mögen die ökumenischen Samenkörner dieses Jahres des Reformationsgedenkens aufgehen und Frucht bringen weit über das Jahr hinaus. Möge das Wehen des Heiligen Geistes uns dazu bringen, durch neue Einsichten weiterzugehen.»
 
2017-10-06
Der Weg führte die Pilger von der Wartburg über die Elisabethkirche zur Georgenkirche in Eisenach. Dort gestaltete Algermissen mit dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, eine ökumenische Abschlussandacht, teilte das Bischöfliche Generalvikariat des Bistums Fulda mit. Bei der Verabschiedung sagte Bischof Hein: «Wir brechen auf: Zurück an die Orte, aus denen wir gekommen sind, gestärkt durch den Zuspruch des Wortes Gottes, ermutigt durch das Erleben einer großen geistlichen Gemeinschaft, voller Hoffnung auf das Kommen des Reiches Gottes. Das verbindet uns alle! Und deshalb bleiben wir auf dem Weg, den Christus uns weist: In ihm sind wir eins, sind Schwestern und Brüder.»

  Initiiert wurde der «Pilgerweg zur Einheit der Christen» im Jahr 2014 von der Ökumene-Kommission des Bistums Fulda unter der Beteiligung des Catholica-Referenten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Pfarrer Wolfgang Kallies. Er wurde als geistlicher Weg der Vorbereitung auf das Reformationsgedenken 2017 konzipiert. Seit 2014 wurden Wegstücke entlang des Elisabethpfades, der Bonifatiusroute und des Jakobuswegs gepilgert, teilte der Referent gegenüber der Onlineredaktion des Medienhauses der EKKW mit. Die letzte Etappe führte mit der Betrachtung von Luther und Maria auf dem «Lutherweg» von der Wartburg in die Stadt Eisenach.

  Mit dem gemeinsamen Beschreiten der Wege soll die Einheit der Christen im Fokus auf den gemeinsamen Glauben an Christus lebendig werden, heißt es in der gemeinsamen Handreichung des Bistums Fulda und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum Jubiläumsjahr. «Das Reformationsgedenken 2017 kann als ‚Christusfest’ zu einer neuen Ausrichtung auf Jesus Christus führen, zu einem stärkeren Achten auf die Schwester und den Bruder in Christus, um gemeinsam Zeugnis abzulegen in unserer Zeit», so Diakon Dr. Stefan Wick, Ökumene-Referent des Bistums Fulda in der Handreichung. (04.10.2017)

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Die vom Bistum Fulda und der Landeskirche herausgegebene Handreichung zum Jubiläumsjahr finden Sie hier:

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Hier können Sie den Flyer zur Veranstaltung herunterladen:

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a23573

Erntedank
Christen danken Gott für die Vielfalt des Lebens und die tägliche Nahrung

Kassel (medio/epd). Am Sonntag wurden die Altäre mit Feldfrüchten, Getreide und Obst dekoriert. In den Festgottesdiensten am Erntedankfest dankten Christen Gott für die Vielfalt des Lebens und die tägliche Nahrung. Termin für Erntedank ist in der Regel der erste Sonntag im Oktober. Einige Gemeinden feiern das Fest bereits Ende September.
 
Gott für die Ernte zu danken, gehörte zu allen Zeiten zu den religiösen Grundbedürfnissen der Menschen. Schon in der Antike, im alten Israel oder bei den Römern waren solche Feste bekannt. Die christliche Tradition hat die Bitte um Nahrung in ihr wichtigstes Gebet aufgenommen, das «Vaterunser». Dort heißt es: «Unser tägliches Brot gib uns heute.» Die Kirche feiert das Erntedankfest bereits seit dem dritten Jahrhundert.
2017-10-12

Nach christlichem Verständnis gehören Danken und Teilen zusammen. Deshalb wird an Erntedank an Hungerkatastrophen erinnert und für Not leidende Menschen gesammelt. Viele Gemeinden spenden ihre Kollekte an die Aktion «Brot für die Welt». Auch die Bedrohung von Gottes Schöpfung ist in vielen Gottesdiensten ein Thema.

 

«Danke»-Aktion in Hanau

Nicht nur Gott danken, sondern sich auch bei seinen Mitmenschen bedanken - das möchte der Kirchenkreis Hanau mit einer Postkarte zum Erntedankfest. 15.000 Karten mit einem Danke-Motiv legt der Kirchenkreis zwischen dem Erntedankfest und Weihnachten in Kirchengemeinden aus. «Die Karte erleichtert nicht nur das Danke-sagen, sondern macht auch Freude», erklärt der Dekan des Kirchenkreises Hanau, Dr. Martin Lückhoff. Das Konzept gehe auf, freut sich der Dekan: «Auch in Vereinen und Kreisen außerhalb der Kirche gibt es eine große Nachfrage nach der «Danke»-Karte.» Diese bestellen oftmals gleich bis zu 100 Stück. Das diesjährige Motiv mit einem Buch, dessen Seiten zu einem Herz eingeschlagen sind, solle den Buzug zur Bibel und zum Reformationsjubliläum darstellen, so Lückhoff weiter.  Zum dritten Mal findet die Aktion in Hanau statt. (04.10.2017)

Thema Erntedank

In unserem Themenschwerpunkt erfahren Sie mehr über das Erntedankfest.

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«Danke»-Karte

Sie möchten sich auch mit der «Danke»-Karte bei jemanden bedanken?
Die Karte können Sie im 50er Pack per Mail bestellen:

dank@kirchenkreis-hanau.de

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EAM-Kassel-Marathon
Zwei Titelverteidigungen bei den ökumenischen Kirchenmeisterschaften im Marathon in Kassel

Kassel (epd). Armin Roucka von der Erzdiözese Bamberg hat seinen Titel als Meister bei den Ökumenischen Deutschen Kirchenmeisterschaften im Marathon verteidigt. Nach 3 Stunden, 24 Minuten und 26 Sekunden lief Roucka nach der 42,2 Kilometer langen Strecke am Sonntag (01.10) ins Ziel ein und war damit dem Zweiten, Manfred George (Gudensberg), eine halbe Stunde voraus. Dritter wurde Manfred Opl aus Kassel mit 3:59:48. Frauen waren keine am Start.

Ebenfalls als Titelverteidiger setzte sich im Halbmarathon (21,1 Kilometer) Horst Wiegand vom Hessischen Diakoniezentrum Hephata mit einer Siegerzeit von 1:22:21 durch. Beste Frau wurde Christine Benner (Kirchhain) mit 1:45:28. In der Marathonstaffel gewann das Team «EB 2» der Evangelischen Bank in der Zeit von 2:51:22.

Rund 70 Mitarbeiter aus Kirche und Diakonie hatten sich an den verschiedenen Wettbewerben in Kassel beteiligt. Insgesamt gab es am 11. EAM-Kassel-Marathon knapp 10.000 Teilnehmer, so der Organisator der Veranstaltung, Winfried Aufenanger. Neben Mitarbeitern aus der Diakonie, Caritas und Kirchengemeinden nahmen unter anderem auch Marathonstaffeln der Evangelischen Bank und des kurhessischen Landeskirchenamtes an den Kirchenmeisterschaften teil. Wie bisher gab es am Samstag, 30. September, vor dem Start des Minimarathons, an dem rund 4.000 Schüler teilnahmen, eine Andacht in der Auepark-Großsporthalle mit Marathon-Pfarrer Dirk Stoll. Die Siegerehrung der Kirchenmeister erfolge dann am 26. Oktober um 18 Uhr in der evangelischen Kirche im Stadtteil Rothenditmold, sagte Aufenanger. (02.10.2017)

2017-10-16
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Wissenschaftlicher Diskurs im Reformationsjahr
Tagung über Reformation und Bildung an Marburger Philipps-Universität

Marburg (medio/epd). Eine Tagung in Marburg beschäftigt sich von Mittwoch (27.9.) bis Freitag mit dem Thema Reformation und Bildung. «Wir versprechen uns bleibende wissenschaftliche Erkenntnisse», sagte die Präsidentin der Philipps-Universität, Prof. Dr. Katharina Krause vor der Veranstaltung vor Journalisten. Schließlich verdanke auch die Marburger Uni ihre Gründung der Reformation.

Seit Luther trage der Staat die Verantwortung für Bildung, fügte Krause hinzu. Das halte sie für richtig, und das mache heute die Qualität des Bildungssystems aus. «Aber es gibt noch viel zu tun.» Der Bildungshintergrund der Eltern spiele beim Zugang zu universitärer Bildung noch immer eine wichtige Rolle. Auch sei die zweite Migranten-Generation nicht stark genug an den Universitäten vertreten.

Die Referenten der Tagung mit dem Titel «Reformation der Kirche - Reform der Bildung. Die Universität Marburg und der reformatorische Bildungsauftrag» seien ausgewiesene Experten, erklärte der Marburger Theologe und Dozent für Kirchengeschichte am Fachbereich Evangelische Theologie, Prof. Dr. Wolf-Friedrich Schäufele. «Im Mittelalter war Bildung ein Elitenphänomen», sagte er. Dies habe Martin Luther ändern wollen. «Er wollte die Gläubigen befähigen, über ihren Glauben Auskunft zu geben.»

Bischof Hein: Luther entwarf Bild einer «Schule für alle»

2017-10-16
Prof. Dr. Martin Hein, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, wies zu Beginn des Symposiums darauf hin, dass Martin Luther die evangelischen Fürsten in der Bildungsverantwortung für die Menschen in ihren Territorien sah. Luther entwerfe in seinen Schriften zum Thema «Bildung» das Bild einer «Schule für alle», die Grenzen von Ständen und Schichten übergreife. Mit Blick auf die heutige Bildungsdebatte betonte Hein: «Diesen Impuls gilt es aufzunehmen und in einen modernen Bildungsdiskurs einzubringen, um Tendenzen rein ökonomischer Verzweckung und Leistungsoptimierung entgegenzutreten.»

Das Erbe des reformatorischen Bildungsideales dürfe nicht nur historisch, sondern müsse auch theologisch betrachtet werden, sagte Hein in seinem Abendvortrag zum Thema «Das reformatorische Bildungsideal - damals und heute» in der Alten Aula der Alten Universität Marburg. Die Bildung habe einen konkreten weltlichen Nutzen, so der Bischof. Denn einzig der Erziehungsauftrag von Staat und Familie sich zu bilden, könne «das gottgefällige Leben und das rechte Verständnis des Evangeliums garantieren.»

Kirchenpräsident Jung: Bildung gehört zur «DNA des Protestantismus»

Dr. Dr. h. c. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, verdeutlichte, dass «Bildung schon immer zur DNA des Protestantismus gehört». Aber so klar die enge Verbindung von Reformation und Bildung auch sei, so groß seien die Herausforderungen, vor denen man im 21. Jahrhundert stehe, wenn es um religiöse Bildung gehe.

So erfolge religiöse Bildung heute kaum noch selbstverständlich im Lebenszusammenhang, da religiöse Traditionen in der Familie kaum noch weitergegeben würden. Mit Blick auf den engeren Kontext des Symposiums stellte Jung die Frage nach dem rahmengebenden Bildungsethos an Schulen und Universitäten.

Stichwort: Symposium «Reformation der Kirche - Reform der Bildung»

Im Verlauf der Tagung referieren unter anderen die Gießener Kirchenhistorikerin Prof. Dr. Athina Lexutt, der niederländische Kirchenhistoriker Prof. Dr. Herman J. Selderhuis und zum Abschluss am Freitagnachmittag der Berliner Theologe Prof. Dr. Christoph Markschies. Er spricht über «Theologische Fakultäten an staatlichen Universitäten heute». Veranstaltet wird das Symposium  gemeinsam von der Philipps-Universität, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Veranstaltungsort ist der Landgrafensaal des Hessischen Staatsarchivs Marburg, Friedrichsplatz 15. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei. (29.09.2017)

Impressionen vom Symposium

Abendvortrag mit Bischof Hein am 27.9.2017 in der Alten Aula und Empfang der Landeskirchen im Kreuzgang der Alten Universität Marburg. (Alle Fotos: medio.tv/Socher)

Linktipp:

Das Programm des Symposium inden Sie unter:

uni-marburg.de(...)

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Nach der Bundestagswahl
Bischof Martin Hein warnt vor Wählerschelte

Kassel (epd). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat davor gewarnt, angesichts des Wahlerfolges der AfD bei der Bundestagswahl Wählerschelte zu betreiben. Vielmehr müsse es jetzt um die Frage gehen, wie die Wähler dieser Partei für die demokratische Mitte zurückgewonnen werden könnten, erklärte Hein am Montag in Kassel. Der AfD sei es gelungen, knapp 1,5 Millionen bisherige Nichtwähler zu mobilisieren. «Warum gelingt das den anderen Parteien nicht?», fragte der Bischof.

«Die Bildung einer Regierung dürfte sich ausgesprochen schwierig gestalten», prognostizierte Hein. Die drei Parteien einer möglichen «Jamaika»-Koalition verbinde nur wenig. Dass eine solche Koalition negative Folgen für das Verhältnis von Kirche und Staat haben könne, befürchte er aber nicht. Dennoch müssten die Kirchen besser klar machen, welche wichtige Rolle sie im Staat spielten, sagte Hein.

Insgesamt habe ihn das Ergebnis der Bundestagswahl überrascht, fügte Hein hinzu. Er habe nicht mit so massiven Stimmenverlusten für die Koalition gerechnet. «Es bedrückt mich schon, dass sechs Millionen Menschen AfD wählen», kommentierte er das Wahlergebnis der Rechtspopulisten. Im Bundestag werde sich nun zeigen, ob die AfD eine demokratische Kultur gelernt habe oder, wie deren Spitzenkandidat Alexander Gauland ankündigte, die «Regierung jagen» wolle. (25.09.2017)

2017-09-25
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Konfi-Cup 2017
Konfis aus Rodenbach gewinnen Konfi-Cup in Willingshausen

Willingshausen (medio). Gemeinschaft und Zusammenhalt bei einem Fußballturnier erleben, das konnten 10 Konfirmandengruppen aus den Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck (EKKW) beim Konfi-Cup-Finale. Sieger des diesjährigen Konfi-Cups der Landeskirche wurde die Fußballmannschaft der Konfirmanden aus Rodenbach im Kirchenkreis Hanau. Die Siegermannschaft dieses Turniers wird die Landeskirche beim 6. Konfi-Cup der Evangelischen Kirche in Deutschland am 19. Mai 2018 in Köln vertreten.

Das Turnier, das vom Religionspädagogischen Institut (RPI) der EKKW und EKHN ausgerichtet wurde, fand am vergangenen Samstag (16.9.) auf dem Gelände der Melanchthon-Schule in Willingshausen-Steinatal statt. Nach einer gemeinsamen Andacht um 12 Uhr gab es den Anpfiff zum Turnier, informierte Katja Friedrichs-Warnke, verantwortliche Studienleiterin des RPI. Den zweiten Platz belegten die Konfirmanden aus Ihringshausen und Simmershausen im Kirchenkreis Kaufungen, der dritte Platz ging an Heringen im Kirchenkreis Hersfeld. Den Pokal für die besten Fans gewannen die Kicker aus Bebra.

Ziel des Konfi-Cups ist es, dass sich die Konfirmandinnen und Konfirmanden des nächsten Jahres bei diesem Ereignis als Gruppe kennenlernen und Zusammenhalt erleben. Abseits des Wettbewerbsgedankens gehe es beim Spielen, Gewinnen und Verlieren auch um ganz konkrete Situationen aus dem Leben der Jugendlichen, heißt es in der Konzeption des Konfi-Cups: Im Mittelpunkt stehen Begeisterung, Rollenfindung, Fairness und Idole. Klassische Themen der Konfirmandenarbeit wie Liturgie, Gerechtigkeit oder Gottesbild kämen so im Alltag der Konfis an, heißt es im Leitfaden zur Organisation von Konfi-Cups.

Fairness auf dem Spielfeld und darüber hinaus

Ganz im Sinne eines fairen Spiels wurde mit fair produzierten Fußbällen gespielt, um die Fairness über den Spielfeldrand hinaus zu wahren. Jede am Konfi-Cup-Finale beteiligte Mannschaft erhielt zudem einen fair gehandelten Fußball, der von Bischof Prof. Dr. Martin Hein gestiftet und persönlich signiert wurde.

Stichwort: Konfi-Cup

Der Konfi-Cup ist ein Fußballturnier, das auf Kirchenkreisebene beginnt und dann landeskirchenweit ausgetragen wird. Mitspielen dürfen alle Konfirmand/innen, die im folgenden Jahr konfirmiert werden. In jedem Team spielen fünf Feldspieler und ein Torwart. In jeder Mannschaft müssen beide Geschlechter auf dem Spielfeld vertreten sein, also mindestens ein Mädchen bzw. ein Junge. (18.09.2017)

2017-10-04

Linktipp:

Weitere Informationen zum Religionspädagogischen Institut (RPI) der EKKW und EKHN finden Sie unter:

rpi-ekkw-ekhn.de

a23566

«Vielfalt verbindet»
Interkulturelle Woche erinnert an globale Gerechtigkeit

Offenbach (epd). Die Interkulturelle Woche 2017 der Kirchen ist am Montagabend (18.9.) in Offenbach eröffnet worden. «Gottes Liebe ist global und gilt allen Menschen gleichermaßen», sagte der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung im ökumenischen Gottesdienst zum bundesweiten Auftakt der mehr als 5.000 Veranstaltungen in rund 500 Orten. Nur auf das eigene Interesse oder nationale Wohl bedacht zu sein, gehe mit der göttlichen Botschaft nicht zusammen, sagte Jung nach Angaben der Pressestelle der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Es gehe um das gute und gerechte Miteinander auf der ganzen Welt.

In einer gemeinsamen Erklärung zur Interkulturellen Woche 2017 schreiben die Spitzenvertreter der drei Konfessionen in Deutschland: «Politik, die Fremdenfeindlichkeit schürt, von Angst gegen Überfremdung lebt, einseitig nationale Interessen betont, ein nationalistisches Kulturverständnis pflegt und Grundfreiheiten infrage stellt, ist mit einer christlichen Haltung nicht vereinbar.»

Im Zentrum der diesjährigen Veranstaltungen unter dem Motto «Vielfalt verbindet» steht das Thema Familienzusammenführungen und Abschiebungen nach Afghanistan. «Familieneinheit» sei entscheidend dafür, dass Integration gelingen könne. Abschiebungen in das vom Krieg gezeichnete Afghanistan seien inakzeptabel. Angesichts der Bundestagswahl am 24. September wolle das Bündnis aus Kirchen, Kommunen und gesellschaftlichen Gruppen zudem Rassismus entgegentreten.

Die Interkulturelle Woche ist eine bundesweite Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland, der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 jährlich Ende September statt und wird von Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften und Initiativgruppen mitgetragen. (19.09.2017)

2017-09-19

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

interkulturellewoche.de

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FSJ, FÖJ und Bundesfreiwilligendienst
Noch freie Plätze für Freiwilligendienste bei Diakonie Hessen

Frankfurt a.M. (epd). Die Diakonie Hessen bietet noch freie Plätze für die Freiwilligendienste Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) und Bundesfreiwilligendienst (BFD) an. Wer sich für ein freiwilliges Engagement interessiere, könne sich für einen Start in den nächsten Wochen und Monaten bewerben, teilte die Diakonie Hessen am Dienstag in Frankfurt am Main mit.

Unter dem Motto «Entdecke dich» haben den Angaben zufolge seit 1. August bereits 700 Jugendliche ihren Freiwilligendienst in diakonischen und kirchlichen Einrichtungen in Hessen gestartet. Die Diakonie erwarte im Verlaufe des Jahres weitere 100 Freiwillige. Der Freiwilligendienst könne zu flexiblen Zeitpunkten begonnen werden.

Die Jugendlichen arbeiten unter anderem in der Pflege und der Betreuung von Kindern, Flüchtlingen, alten oder behinderten Menschen. Die Dienste dauern üblicherweise ein Jahr und werden in Vollzeit geleistet. Eine Verkürzung auf sechs Monate wie auch die Verlängerung auf 18 Monate sind möglich. BFD-Bewerber über 27 Jahre können den Dienst auch in Teilzeit leisten.

Für die Vermittlung und Begleitung der Freiwilligen sind die evangelischen Freiwilligendienste in Frankfurt und Kassel sowie in verschiedenen Regionalbüros zuständig. Jedes Jahr setzt die Diakonie Hessen etwa 750 Freiwillige in rund 500 Einrichtungen in allen Landkreisen Hessens, in Teilen von Rheinland-Pfalz sowie in Schmalkalden in Thüringen ein. (19.09.2017)

2017-09-19

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

ev-freiwilligendienste-hessen.de

a23521

70 Jahre Evangelische Akademie Hofgeismar

Hofgeismar (medio/epd). Die Evangelische Akademie Hofgeismar hat am vergangenen Samstag (16.9.) das 70. Jahr ihres Bestehens gefeiert. Im Jahr 1947 mit Sitz in Guntershausen gegründet, ist sie seit 1952 auf dem Gelände des Gesundbrunnens in Hofgeismar zuhause. Mit einer Feier und einem Festakt und 200 Gästen wurde das Jubiläum am Samstag, 16. September, begangen.
 
2017-09-27
Von Gott zu sprechen und dabei die Welt auch in ihrer Abkehr von Gott wahrzunehmen, ist nach Worten des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, eine unaufgebbare Aufgabe Evangelischer Akademien. Der Glaube müsse sich hier im offenen Diskurs bewähren, sagte Hein in einer Andacht anlässlich der Feierlichkeiten. Diese Orientierung schamhaft zu verschweigen, wäre das Ende Evangelischer Akademien.

Eine Evangelische Akademie müsse zudem immer auf der Höhe der Zeit sein, so der Bischof. Dies sei manchmal sehr anstrengend, weil es Kenntnisse und ein eigenständiges Urteil voraussetze. Wer zum Dialog einlade, müsse wissen, wovon er rede und offen sein für die Kraft anderer Argumente. Schwerer noch sei es, die Rede von Gott und von der Hoffnung auf Gottes Reich einzubringen, da religiöse Rede bei denen, die sich die Freiheit des Geistes auf ihre Fahnen geschrieben hätten, manchmal abständig wirke.

«Die Akademie ist für aktuelle Debatten ein Forum und steht für eine konstruktive Diskussionskultur», sagte Akademiedirektor Karl Waldeck beim anschließenden Festakt. In diese Debatten fließe auch die Perspektive des christlichen Glaubens ein. Auch wenn die Veranstaltungen vom wissenschaftlich orientierten Gespräch geprägt seien, so wende sich das Programm an alle Bevölkerungsschichten, so der Direktor. Auch in Zukunft werde sich die Akademie den aktuellen Themen der Zeit widmen, sagte Waldeck weiter. Dazu gehörten Themen wie Nachhaltigkeit, Globalisierung, Ökologie und soziale Gerechtigkeit. Außerdem nehme die Akademie in ihren Veranstaltungen den Dialog zwischen den Religionen und der Frage nach der Bedeutung des Glaubens in der Gesellschaft in den Blick.

  Den Festvortrag zum Jubiläum hielt Prof. Dr. Jochen Hörisch von der Universität Mannheim. Der Literaturwissenschaftler ging auf die Paradoxien im Christentum und im Besonderen bei Luther ein und lobte die Akademie dafür, dass sie solche Widersprüche in ihren Tagungen thematisiere, teilte Christine Lang-Blieffert, Öffentlichkeistreferentin der Akademie mit. «Die Akademie ist die organisierte Resonanz der Gesellschaft und lotet den Raum aus zwischen Athen und Jerusalem, zwischen weltlicher und kirchlicher Perspektive», sagte Hörisch.
 

Stichwort: Evangelische Akademie Hofgeismar

Die Evangelische Akademie Hofgeismar mit heute 15 Mitarbeitenden wurde wie die meisten der 17 Evangelischen Akademien in Deutschland unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg unter der Leitung von Pfarrer Dr. Hans-Rudolf Müller-Schwefe (1910-1986) gegründet und sollte im Geist des Evangeliums einen Neuanfang bieten. Dazu sollte Menschen unterschiedlicher Herkunft ein sogenannter dritter Ort angeboten werden, ein Ort für Dialog und Kontroversen über die Fragen der Zeit. (18.09.2017)

Impressionen:

(Alle Fotos: medio.tv/Socher)

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Praktische Ausbildung zum Pfarrberuf
Evangelisches Studienseminar in Hofgeismar begrüßt neue Vikarinnen und Vikare

Hofgeismar (medio). Neun junge Menschen beginnen ab September ihren Vorbereitungsdienst als angehende Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar. Sie schließen damit an ihr Studium der Theologie den zweijährigen praxisorientierten Ausbildungsweg an.

Eine Neuheit werde ab diesem Jahr sein, dass Teile der Ausbildung, etwa im Bereich Gottesdienstvorbereitungen, gemeinsam mit anderen kirchlichen Ausbildungsgängen stattfinden, erklärte Pfarrerin Christiane Luckhardt, Studienleiterin in der Vikariatsausbildung am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar. In der Gottesdienstarbeit würden dann zum Beispiel angehende Lektoren wie Prädikantinnen mit den Pfarramtsanwärtern zusammen üben, Gottesdienste zu halten. Derzeit werde im Studienseminar diese Art der multiprofessionellen Ausbildung weiterentwickelt. Dies sei darin begründet, dass Pfarrerinnen und Pfarrer ihre Aufgaben eben nicht alleine, sondern in Netzwerken mit anderen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen wahrnähmen.

Stichwort: Vikariat

Das zweijährige Vikariat beruht auf einem dualen Ausbildungsprinzip: Die praktischen Erfahrungen in einer Gemeinde vor Ort werden in der Vikariatsgruppe am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar reflektiert. Im Studienseminar lernen die Vikarinnen und Vikare außerdem zu predigen, seelsorgerliche Gespräche zu führen oder Kinder und Jugendliche in Religion zu unterrichten. Außerdem setzen sie sich kritisch mit ihrer Berufsidentität und mit den Aufgaben der evangelischen Kirche in der Gesellschaft und in der Welt auseinander. Das Vikariat schließt mit dem Zweiten Theologischen Examen, nach dem sich die Examinierten bei der Kirche um eine Übernahme in den Dienst bewerben können. (15.09.2017)

2017-09-15

Linktipp:

Mehr Informationen zum Vikariat finden Sie unter:

evangelisches-studienseminar-hofgeismar.de

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Gottesdienst in Bad Hersfeld
75 Pfarrerinnen und Pfarrer feiern ihr Ordinationsjubiläum

Bad Hersfeld (medio). Insgesamt 75 Pfarrerinnen und Pfarrer waren am 16. September 2017 in die Stadtkirche Bad Hersfeld zur Feier ihres Ordinationsjubiläums eingeladen. 48 Jubilarinnen und Jubilare folgten der Einladung von Pfarrverein und Landeskirche. Die Spanne der Jubiläen reichte von der 25 Jahre zurückliegenden Ordination über 40 und 50 bis hin zu 60 Jahren. Das Ordinationsjubiläum ist vergleichbar mit einem Dienstjubiläum.

37 Pfarrerinnen und Pfarrer begingen dieses Jahr ihr 25. Ordinationsjubiläum. Die Berufung in das Pfarramt geschieht mit der Ordination auf Lebenszeit. So begingen auch 11 Jubilarinnen und Jubilare ihr 40., 24 ihr 50. und 3 ihr 60. Ordinationsjubiläum im Ruhestand. Die Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Marita Natt, hielt die Predigt in dem Abendmahlgottesdienst. Dekan Dr. Frank Hofmann und Mitglieder des Pfarrvereinsvorstandes wirkten in dem Gottesdienst mit.

Bei der anschließenden Feier überreichte der Stellv. Vorsitzende des Pfarrvereins Kurhessen-Waldeck, Pfarrer Andreas Rohnke, den Jubilarinnen und Jubilaren eine Ehrenurkunde. Der Pfarrverein Kurhessen-Waldeck e.V. veranstaltete zum 21. Mal gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Feier des Jubiläums der Ordination. (18.09.2017)

2017-09-19
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35.000 Besucher seit Mai in Kasseler Karlskirche
Landeskirche zieht positive Bilanz für Kasseler Ausstellung «Luther und die Avantgarde»

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) hat für die Ausstellung zeitgenössischer Kunst «Luther und die Avantgarde» in der Kasseler Karlskirche eine positive Bilanz gezogen. Die am Sonntag (17.9.) zu Ende gegangene Ausstellung sei ein großer Erfolg, sagte Pfarrerin Petra Schwermann, Reformationsdekadebeauftragte der EKKW. «Rund 35.000 Besucher haben die Ausstellung seit Mai besucht», teilte  Schwermann mit. Ein Gästebuch mit zahlreichen Einträgen in vielen Sprachen zeuge von der positiven Resonanz, die die Ausstellung gefunden habe, so die Beauftragte.

In Kassel waren Einzelpräsentationen der indischen Künstlerin Shilpa Gupta sowie der Künstler Thomas Kilpper (Berlin, Bergen) und Massimo Ricciardo (Turin) zu sehen gewesen. Weithin in der Stadt sichtbar war das Werk «Ein Leuchtturm für Lampedusa!», das Kilpper aus Material von Flüchtlingsbooten am Kirchturm der Karlskirche installiert hatet. Mit Verweis auf die Verantwortung Europas forderte Kilpper mit großen Lettern auf seinem Kunstwerk in englischer Sprache legale Fluchtrouten nach Europa. «Näher an Luther kann man nicht arbeiten, als eine These an eine Kirche zu schlagen», sagte Kilpper jüngst bei einem Besuch in der Karlskirche. Auf der Empore der Kirche zeigte Kilpper zusammen mit Ricciardo die Installation «Inventuren der Flucht», eine Sammlung von Gegenständen, die Flüchtlinge auf ihrer Überfahrt nach Europa in Booten zurückgelassen haben.

2017-09-19

Zentrales Objekt der Künstlerin Shilpa Gupta war das raumgreifende Werk «I Keep Falling at You». «Diese wie auch ihre anderen Arbeiten thematisieren die Macht des geschriebenen und gesprochenen Wortes. In der Kirche des Wortes stellte sich so in reformatorischer Tradition auf besondere Weise der Zusammenhang zwischen Wort und politischer Verantwortung dar», so Projektleiterin Pfarrerin Eveline Valtink.


Begleitprogramm mit 40 Veranstaltungen

Ein umfangreiches Begleitprogramm mit rund 40 Veranstaltungen, darunter Künstlergespräche, Vorträge, eine Gottesdienstreihe und mehrere Jugendprojekttage nahmen auf die Ausstellung Bezug. Hinzu kamen rund 30 Führungen, so Valtink. Besondere Höhepunkte waren eine Lesung des Kasseler Schauspielers Bernd Hölscher aus Briefen, Reden und Schriften Martin Luthers, ein musikalisch-kulinarischer Abend mit mehr als 150 Flüchtlingen und Einheimischen und die Jugendprojekttage zu den Themen Flucht und Migration, zu denen rund 450 Schüler und Konfirmanden aus Kassel und der Region in die CROSS jugendkulturkirche in Kassel kamen.

Aufsichten mit ehrenamtlichem Engagement

Besonders hervor hob Valtink das Engagement der 40 Gästebegleiterinnen und -begleiter, die die Ausstellung während der 120 Ausstellungstage größtenteils ehrenamtlichen begleitet hätten. «Dafür sind wir sehr dankbar. Ohne diese Dienste hätten wir die Ausstellung nicht über einen so langen Zeitraum zeigen können», so die Pfarrerin. Die Ausstellung «Luther und die Avantgarde» ist Teil des gleichnamigen Projektes im Alten Gefängnis in der Lutherstadt Wittenberg, bei dem 66 Künstler ihre Arbeiten bis zum 1. November präsentieren.

Die Gottesdienstreihe «Wort-Kunst – Wort-los» fand ebenfalls am Sonntag mit einer Predigt von Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein ihren Abschluss. (18.09.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen rund um «Luther und die Avantgarde» finden Sie unter:

luther-avantgarde-kassel.de

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Themengottesdienst zu Pop-Song «Wenn Sie tanzt»
«Hit-From-Heaven»-Sonntag begeisterte in vielen hessischen Kirchen

Kassel (medio). In vielen hessischen Kirchen standen die Gottesdienste am vergangenen «Hit-From-Heaven-Sonntag» (10.9.) unter dem Motto «Wenn sie tanzt». Die Gestaltung war inhaltlich, musikalisch und mit vielen Aktionen auf den gleichnamigen Song des Künstlers  Max Giesinger ausgerichtet, teilte der Beauftragte für privaten Rundfunk, Pfarrer Prof. Dr. Siegfried Krückeberg mit. Zu der Aktion, die vom hessischen Privatradiosender «Hit Radio FFH», dem Evangelischen Kirchenkreis Hanau und dem Medienhaus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck veranstaltet wurde, hatte es in rund 40 hessischen Kirchen Themengottesdienst gegeben, so Krückeberg.
 
2017-09-12
Passend zum Motto hatten sich viele Gemeinden besondere Tanzeinlagen zu dem Lied überlegt und in den Gottesdienst eingebaut. Das ungewohnte Programm wurde von den Besuchern in viele Gemeinden als sehr eingängig und berührend beschrieben. «Der Gottesdienst ist so ganz anders, viel herzlicher, das ist sehr schön», sagte eine Besucherin des Gottesdienstes in der Evangelischen Gemeinde in Maintal-Bischofsheim gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio».

Eine andere Gottesdienstbesucherin in Gießen sagte: «Bei dem Tanzen der jungen Mädchen sind mir richtig die Tränen gekommen, weil es so schön war.» Bei vielen kam das Format gut an. Eine weitere Besucherin aus der Gemeinde Maintal-Bischofsheim sagte über den Sonntaggottesdienst: «Mitmachen, Singen, Tanzen, mit Kindern, mit Bezug zum Alltag. Das fand ich sehr gelungen.» Und Besucher des Gottesdienstes in Niedenstein-Wichdorf sagten: «Tanzen in der Kirche sollte es öfter geben.»

Viele Befragte wünschten sich, dass das Format wiederholt wird oder mehrmals im Jahr stattfindet. «Ich würde mich freuen, wenn solche Gottesdienste wie heute, bei denen man auch mitklatschen kann, öfter mal vorkommen würden», schlägt eine Besucherin aus Bad Soden-Salmünster vor und Pfarrer Johannes Böttner von der Gemeinde Niedenstein-Wichdorf ergänzte: «Viele haben heute gesagt, nächstes Jahr gerne wieder.»

«Die Rückmeldungen der ersten beiden Radio-Gottesdienste waren sehr positiv: Die Kirchen waren voller, es nahmen auch mehr jüngere Menschen teil, und schon die Vorbereitung hat viel Freude gemacht», sagte Pfarrer Siegfried Krückeberg rückblickend auf die früheren Aktionen und freute sich über den weiteren Zulauf. 2015 hatten elf, vergangenes Jahr 32 Kirchen teilgenommen. Zum dritten Mal fand die Gottesdienstaktion zu einem Popsong statt. Dabei zeigten die Gemeinden, dass sie gegenüber den musikalischen Vorlieben vieler Menschen offen sind und diese Art von Musik auch in der Kirche Platz hat. «Es kommt zum Ausdruck, dass die Inhalte vieler Popsongs gute Impulse für das Leben (als Christ) geben können», ergänzte Dekan Dr. Martin Lückhoff, der die Idee zu der Aktion gemeinsam mit Krückeberg hatte. (12.09.2017)

Max Giesinger mit dem Song «Wenn sie tanzt»

Hier können Sie sich das offizielle Video ansehen:

Internetradio:

Für den «Hit-From-Heaven-Sonntag» lohnt es sich früh aufzustehen, sagt Moderatorin Sabine Schneider in der Berichterstattung bei Hit Radio FFH:

Anhören...

Interview:

Hören Sie hier eine Interview mit dem Sänger Max Giesinger über seinen Song und den «Hit-From-Heaven»-Sonntag:

Interview anhören (mp3)

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Eintreten statt austreten
Film dokumentiert Projekt zur Mitgliedergewinnung im Kirchenkreis Hanau

Hanau/Nidderau-Windecken (medio). Das Zentrum für Mission in der Region (ZMiR) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat im Evangelischen Kirchenkreis Hanau ein Projekt zur Mitgliedergewinnung begleitet und jetzt einen Film vorgelegt. Darin wird das Vorhaben in der «Allee Süd» in Nidderau-Windecken, einem Neubaugebiet im Frankfurter Speckgürtel, dokumentiert. Dort sollten besonders jene Menschen erreicht werden, die keinerlei Bindung mehr zur Kirche hatten, so Pfarrer Dr. Steffen Merle, der das Projekt mit einem Team Ehrenamtlicher von 2011 bis 2015 durchführte.

Bei seiner Arbeit seien für Merle keine vorgefertigten Konzepte wichtig gewesen, sondern er wollte mit den Menschen, die er für das Projekt gewinnen konnte, in einen Prozess einsteigen. Das sei einer der wesentlichen Innovationsimpulse gewesen, so der Pfarrer. In der Dokumentation, die durch ein ausführliches Videointerview ergänzt wird (s. Linktipp rechts), schildern Pfarrer, Prädikanten und Gemeindemitglieder, welche Ideen realisiert wurden und wie sie die Reaktionen der Menschen aus dem Wohngebiet erlebten.

Die beiden Filme sollen dazu anregen, über Kirche auch aus der Perspektive derjenigen nachzudenken, die die Bindung zur Kirche weitgehend verloren haben, erläuterte Pfarrer Dr. Merle, der als Gemeindepfarrer in Kilianstädten tätig ist und das evangelische forum hanau+ leitet. «Heute wird unter Religionssoziologen darüber gestritten, ob 'da draußen' noch Religiösität ist? Wir haben gelernt, dass die sehr wohl zu finden ist. Selbst dann, wenn sie sich nicht kirchlicher Sprache und Symbole bedient», so Merle gegenüber der Onlineredaktion des Medienhauses der Landeskirche. Menschen würden ihr Leben deuten - auch dann, wenn dabei nicht mehr immer auf kirchliche Deutungsangebote zurückgegriffen werde. Dennoch lohne es sich, genau dort anzuknüpfen, offene Räume anzubieten, Spiritualität ernst zu nehmen und Bindung zu verdichten. «Mitgliedschaft kann so zumindest wahrscheinlicher gemacht werden», so der Pfarrer. 

Der Projektfilm gebe einen lebendigen Eindruck von der Arbeit, vor allem aber von der Haltung, die hinter der Idee der Mitgliedergewinnung stecke. Letztlich, so Merle, gehe es Kirche ja nicht darum, Mitglieder zu generieren, sondern Mitgliedschaft in der Kirche «im Zusammenhang mit Gliedschaft am Leib Christi zu sehen.» Dieser Zusammenhang werde aber immer weniger hergestellt und die Mitgliedschaft in der Kirche verliere damit für viele an Plausibilität. Der Projektfilm rege dazu an, dies umzukehren: «Nachmachen, mitmachen!», ermutigte Pfarrer Merle.

Stichwort: EKD-Zentrum für Mission in der Region

Das EKD-Zentrum für Mission in der Region (ZMiR) ist eine Einrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland mit Standort in Dortmund und wurde 2009 im Kontext des Reformprozesses «Kirche der Freiheit» gegründet. Das Zentrum entwickelt und unterstützt regionale missionarische Formate, über die Menschen erreicht werden sollen, die wenig oder keinen Kontakt zu Gott, Glauben und Gemeinde finden. Dies geschieht oft in Zusammenarbeit mit den Ämtern für missionarische Dienste bzw. mit den Gemeindeberatungen der Landeskirchen. Die Ergebnisse werden auf vielfältige Weise veröffentlicht, multipliziert und für die kirchliche Praxis vor Ort nutzbar gemacht, heißt es auf der Internetseite des Zentrums. (15.09.2017)

2017-09-16

Videointerview:

Das Expertenvideo mit Pfarrer Merle beleuchtet weitere Hintergründe und Zusammenhänge und kann auf Youtube angeschaut werden unter:

youtube.com/(...)

Linktipp:

Den Evangelischen Kirchenkreis Hanau finden Sie im Internet unter:

kirchenkreis-hanau.de

Linktipp:

Das EKD-Zentrum für Mission in der Region finden Sie im Internet unter:

zmir.de

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Zum 60. Geburtstag des Vizepräsidenten
Bischof Hein würdigt Dr. Volker Knöppel für engagierten Dienst in der Landeskirche

Kassel (medio). Bischof Prof. Dr. Martin Hein würdigte am Montag (11.9.) den Vizepräsidenten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Volker Knöppel, für dessen engagierten Dienst in der Landeskirche. Anlass war der 60. Geburtstag Knöppels, den der Vizepräsident am 25. August begangen hatte. Die Landeskirche hatte zu einer Andacht mit anschließendem Empfang ins Kasseler Haus der Kirche eingeladen.

Seit einem «Vierteljahrhundert» bestimme Knöppel die Geschicke der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit, sei es als Jurist, juristischer Dezernent für den Bereich Bauen und Liegenschaften und seit 2006 als Vizepräsident, der für die Bereiche Finanzen und Organisation zuständig ist. «Eine lange Zeit mit manchen Veränderungen und Neuausrichtungen, die Sie wesentlich mitinitiiert haben», so Bischof Hein.

Mit Blick auf den 1. Brief an die Korinther des Apostels Paulus machte der Bischof deutlich, dass die Ökonomie für die Kirche immer schon eine Rolle gespielt habe. So sei in dem Brief vom «Ökonom», vom «Haushalter» die Rede, der treuhänderisch mit «Gottes Geheimnissen» umgehen solle. Paulus spreche von «Verwaltung», aber – so der Bischof: «Verwaltung ist mehr als bloße Buchführung. Verwaltung, Ökonomie hat an der Gestaltung unserer Kirche wesentlichen Anteil!» Dazu führte der Bischof weiter aus: «Das Geld hilft uns, dem Auftrag nachzukommen, den wir haben und allein um dessentwillen es die Kirche gibt.» Abschließend wünschte der Bischof dem Jubilar Gottes Segen, «dass Sie mit Tatkraft und Weitblick auch in Zukunft die Aufgabe der Ökonomie in unserer Kirche wahrnehmen können – zu seiner Ehre und zum Besten unserer Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.»

Impressionen von Andacht und Empfang

2017-09-11

Zur Person:

Dr. Volker Knöppel wurde 1957 in Naumburg geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1976 leistete er seinen Grundwehrdienst in Ahlen und Unna ab. 1978 nahm er das Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Marburg auf, das er 1984 mit dem 1. Staatsexamen abschloss. Zudem hatte er Geschichte studiert. Für seine Promotion zum Thema «Forstnutzungsrechte im ehemaligen Landkreis Wolfhagen» unterbrach er 1988 für ein Jahr sein Referendariat am Landgericht Kassel (1985 bis 1989). Nach dem 2. Staatsexamen im Jahr 1989 war er zunächst Bau- und Grundstücksreferent im Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers. 1992 wechselte er ins Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck nach Kassel. Von 1993 bis 2006 war er als Baudezernent tätig. Seit 2006 bekleidet Dr. Volker Knöppel das Amt des Vizepräsidenten. Darüber hinaus engagiert sich Dr. Knöppel in zahlreichen landeskirchlichen und EKD-weiten Gremien. Dr. Volker Knöppel ist verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Söhne und eine Tochter. Sein Hobbies sind die Regionalgeschichte, das Wandern und die Gartenarbeit. (11.09.2017)

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Weitere Informationen zu den Aufgaben des Vizepräsidenten finden Sie im Auftritt des Landeskirchenamtes auf ekkw.de:

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Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Wortlaut:

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Landeskirchenmusiktage vom 8. bis 10. September 2017
Marburg war für drei Tage Zentrum der Kirchenmusik

Marburg (medio). Die Landeskirchenmusiktage der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) sind am Sonntag (10.9.) mit einem großen Fest-Gottesdienst zu Ende gegangen. Etwa 800 Besucherinnen und Besucher stimmten in neue Lieder aus dem Beiheft «EGplus» ein, das nun das Evangelische Gesangbuch bereichert. Aus der Landeskirche trugen in dem Festgottesdienst Chorsänger, Kinder und viele Kantoren zum machtvollen Gesang bei, teilte Almuth Westecker von den Landeskirchenmusiktagen mit. 90 Musiker sorgten mit Posaunen, Trompeten und Tuba für glanzvolle Momente.
2017-09-19
«Mit unseren neuen Liedern sind wir auf der Höhe der Zeit», sagte Bischof Prof. Dr. Martin Hein in seiner Predigt auf der dicht umlagerten Bühne vor dem Marburger Rathaus. Schon Luther habe auf Lieder gesetzt, «die alle verstanden» und die das Anliegen der Reformation «mit unheimlich viel Kraft» verbreitet haben.

Im musikalischen Schwung der Marburger Festtage mit ihren vielseitigen Angeboten zum Singen und Zuhören ertöne «das neue Lied unseres Lebens» als ein Klang der Freude über Gottes Gnade, so der Bischof. Besser als Worte drückten Lieder die Emotionen aus – dem neuen Liedheft sei deshalb eine weite Verbreitung zu wünschen: «Wie schön das klingt: hoch hinaus! Heute auf dem Marburger Marktplatz und dann in allen Kirchengemeinden in Hessen.»

Die Landeskirchenmusiktage hätten eine beeindruckende stilistische und religiöse Vielfalt gezeigt, resümierte Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum gegenüber dem Medienhaus der EKKW. «Es war schön, dass so viele Menschen drei Tage lang miteinander musiziert und gesungen haben», zeigte sich Maibaum über die gelungene Veranstaltung erfreut. 

Vom 8. bis 10. September 2017 trafen sich zum Fest der Kirchenmusik in Marburg insgesamt etwa 600 angemeldete Teilnehmende zum gemeinsamen Musizieren. In 11 Workshops erprobten 250 Sänger und Instrumentalisten neue Lieder. An der Kinderchorfreizeit haben den Angaben zufolge 85 Jungen und Mädchen teilgenommen. Zu fünf öffentlichen Konzerten und Gottesdiensten sind etwa 2.500 Besucherinnen und Besucher gekommen, heißt es in der Mitteilung.

Freitag mit «Wandel-Gottesdienst» und musikalischer Visitenkarte der Region

Ein «Wandel-Gottesdienst» hatte die Festtage am Freitag (8.9.) eingeläutet. Bei Wind und Regen ging es für etwa 200 Teilnehmende zum Marburger Schloss und von dort hinab zur Elisabethkirche. Das Motto der Festtage «Hoch hinaus» komme für den Propst des Sprengels Waldeck und Marburg, Helmut Wöllenstein, dann zum Ziel, «wenn die Musik unters Volk kommt.» Geleitet von seinen Worten setzte sich die Menge in Bewegung. Kunst-Stationen boten zwischendurch Rast.

Durch die Oberstadt schlängelte sich der Weg in die Elisabethkirche, wo die Andacht mit Gesang der Elisabethkantorei und dem gemeinsamen Lied «I am sailing» beendet wurde. Mit einer musikalischen Visitenkarte  der Kirchenkreise Marburg und Kirchhain ging es dann mit einem kurzweiligen Programm von Chören und Solisten der Region in die Nacht.

Samstag mit offener Bühne und hochkarätigen Konzerten

Zur Offenen Bühne mit musikalischen Kostproben von HipHop bis Heinrich Schütz und dem anschließenden «Marburger Singen» versammelten sich am Samstagnachmittag etwa 400 Besucher. Einige «Schlager» aus dem EGplus bewiesen ihre Tauglichkeit für das gemeinsame Singen in großer Runde. «Sailing» und «You’ll never walk alone» brachten Wunderkerzen-Stimmung vor das Rathaus, berichtete Westecker weiter.

Am Samstagabend boten vier Chöre in einem zweiteiligen Konzert beste Werke aus einem breiten Spektrum der Kirchenmusik. Der eigens gegründete Kinderchor der Landeskirchenmusiktage sang gemeinsam mit der Kurhessischen Kantorei Leonard Bernsteins Chichester Psalms, im rhythmisch und melodisch packenden Wechselspiel mit Schlagwerk, Bläser, Orgel und Harfe. Ein farbiges und klingendes Kunstwerk konnten die Zuhörer in der Universitätskirche erleben. Dort begegneten sich erstmals das Vocalensemble Kassel und der Gospelchor Get up! im musikalischen Dialog. Hoch artifizielle Chormusik von Mahler bis Avantgarde faszinierte das kundige Publikum in der ausgeleuchteten Kirche. Kunstvoller Gospelgesang im Dialog mit Saxofon und Orgel entfaltete seine Sogwirkung in dem durchkomponierten Konzert, das den Reiz einer Uraufführung hatte.

«Wir haben gezeigt und miteinander erlebt, wie quicklebendig evangelische Kirchenmusik heute ist – darüber hätte Martin Luther sich gefreut», sagt Uwe Maibaum, der als Landeskirchenmusikdirektor zum Fest eingeladen hatte. Zur Bedeutung der Festtage für die Landeskirche sagte er gegenüber dem Medienhaus: «Die Landeskirchenmusiktage sind Zeichen und Zeugnis für die unaufgebbare Rolle der Musik in unserer Kirche.» Mit der Einführung des Liederheftes «EGplus» habe man dem Schatz des Gesangbuches «neue Perlen» hinzugefügt. «So wird unsere Kirche auch künftig den Klang der Zeit spiegeln, bereichern und dem Glauben unmittelbar Ausdruck verleihen», so der Landeskirchenmusikdirektor. (11.09.2017)


Weitere Impressionen von den Landeskirchenmusiktagen

(Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

Download:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Prof. Dr. Martin Hein im festlichen Abschlussgottesdienst im Wortlaut:

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Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie unter:

landeskirchenmusiktage.de

Interview:

Bei den Landeskirchenmusiktagen wird das neue Beiheft «EGplus» zum evangelischen Gesangbuch eingeführt. Lesen Sie dazu ein Interview mit Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum und Pfarrer Dr. Oliver Schmalz. Die Fragen stellte blick-Redakteur Olaf Dellit:

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Zum 60. Geburtstag von Oberkirchenrat Jörn Dulige
Leitende Geistliche würdigen Arbeit des Beauftragten der evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung

Wiesbaden/Kassel/Darmstadt (medio). Die leitenden Geistlichen der evangelischen Kirchen in Hessen haben die Arbeit des Beauftragten der evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung, Oberkirchenrat Jörn Dulige, anlässlich seines 60. Geburtstags am 11. September 2017 gewürdigt.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Prof. Dr. Martin Hein, dankte in seinem Gratulationsschreiben Dulige für „die besondere diplomatische Art und Weise“, mit der er seinen Dienst ausübe. Dies gelte besonders vor dem Hintergrund, dass das politische Klima in den letzten Jahren rauer geworden und die Rolle der Kirche in der Öffentlichkeit schwieriger zu vertreten und zu plausibilisieren sei.

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Volker Jung, hob hervor, dass Jörn Dulige „mit einem klaren Rollenverständnis“ agiere. Auf der Grundlage der prinzipiellen Trennung von Staat und Kirche verstehe er es ausgezeichnet, die Felder der Kooperation mitzugestalten. Außerdem sei er auch für viele politische Akteure in Wiesbaden als Pfarrer ein immer wieder gefragter Gesprächspartner.

Zur Person:

2017-09-12
Jörn Dulige wurde 1957 in Bielefeld geboren. Von 1976 bis 1982  studierte er Evangelische Theologie und Publizistik in Bethel und in Münster. Nach den 1. Theologischen Staatsexamen absolvierte er von 1982 bis 1984 sein Vikariat in Münster-Coerde. Nach seiner Ordination im Jahr 1984 war er die kommenden fünf Jahre gemeinsam mit seiner Ehefrau als Gemeindepfarrer in Rodenbach (bei Hanau) tätig. Gleichzeitig war er in einer PR-Kommunikationsagentur in Frankfurt beschäftigt. Von 1989 bis 1993 war er als Pfarrer im Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit (Sprecher der Landeskirche) und für Ausbildungsfragen. Seit 1993 ist Oberkirchenrat Jörn Dulige in seiner jetzigen Funktion als Beauftragter der Evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung. Darüber hinaus ist Dulige seit 1999 als Vertreter der evangelischen Kirchen Mitglied des hr-Rundfunkrates (2009 – Februar 2017: Vorsitzender; seitdem: stellvertretender Vorsitzender).


Beauftragter der evangelischen Kirchen in Hessen am Sitz der Landesregierung

Das Büro in Wiesbaden fungiert als Schnittstelle zwischen Kirche und Politik. Zu Duliges Aufgaben gehört, Ansprechpartner für partei- und gesellschaftspolitische Repräsentanten zu sein und den kirchlichen Kontakt zu Landesregierung, Landtag, Ministerialbürokratie und anderen Vereinigungen und Verbänden zu pflegen. Er informiert die drei evangelischen Kirchen in Hessen, zu denen neben der EKKW und der EKHN auch die Evangelische Kirche im Rheinland gehört, über die landespolitischen Entwicklungen und vermittelt kirchliche Stellungnahmen und Positionierungen in den Bereich der Politik. Angesichts zunehmender diakonischer und juristischer Fragestellungen wurde in den letzten beiden Jahren die Präsenz der evangelischen Kirchen in Hessen in Wiesbaden um einen juristischen Referenten sowie einen Diakoniereferenten ausgebaut. (12.09.2017)

Linktipp:

Die hessische Landesregierung finden Si eim Internet unter:

hessen.de

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Riesiges Luther-Porträt auf Stoppelfeld in Nordhessen

Homberg/Efze (epd). Auf einem Stoppelfeld im nordhessischen Homberg/Efze ist in den vergangenen zwei Wochen ein riesiges Luther-Bildnis entstanden. Als Vorlage für das 170 mal 170 Meter große Porträt auf dem knapp 30.000 Quadratmeter großen Feld habe ein Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren (ca. 1472-1553) gedient, sagte der Landart-Künstler Hans-Joachim Bauer am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Das Projekt heiße «Von Luther lernen» und solle die Bedeutung des Reformators für Hessen aufzeigen. Das Kunstwerk sei Teil des Kultursommers Nordhessen und sei von Spendern mit 15.000 Euro unterstützt worden.

Zu sehen sei das Porträt von Straßen aus, vom Homberger Burgberg und mit Flügen des Homberger Luftsportvereins, erläuterte Bauer. Der zweite Teil des Projekts sei der Einsatz von Lasern. Im September werde es einen geplanten «Brandanschlag» in Erinnerung an die katholische Gegenreformation geben. Zum Abschluss des Projekts am Reformationstag, dem 31. Oktober, werde abends ein Laserstrahl den Kopf des Reformators mit der Burg und diese mit der Evangelischen Stadtkirche St. Marien verbinden.

Dort wurde 1526 auf der Homberger Synode die Einführung der Reformation für die Landgrafschaft Hessen beschlossen. Am 1. November schließlich werde das Stoppelfeld umgepflügt und neuer Weizen gesät, sagte Bauer. Fotografien des Projekts werden im nächsten Jahr in einer Ausstellung in Homberg zu sehen sein. (08.09.2017)

2017-09-08