a23807

Vom 12. bis 22. November
Ökumenische Friedensdekade zum Thema «Streit» im November

Bonn/Frankfurt a.M. (epd). Die jährliche Ökumenische Friedensdekade steht vom 12. bis 22. November unter dem Motto «Streit!». Das Motto fordere heraus, nicht passiv zu sein, sondern «für Demokratie und Menschenwürde konstruktiv, entschieden und gewaltfrei zu streiten», erklärte der Verein in Bonn. Bundesweit Tausende Veranstaltungen von Kirchengemeinden und Friedensorganisationen setzten sich mit den Themen Frieden und Rechtspopulismus auseinander. Schirmherrin ist die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Der Vereinsvorsitzende Jan Gildemeister betonte, dass es um eine klare Positionierung «für die Opfer, die Schwächeren und die Menschenrechte» gehe. «Und zugleich sollten wir uns fragen, was wir selbst dazu beitragen, dass Rechtspopulismus und Gewalt solchen Einfluss in Deutschland gewinnen konnten.»

Wer angesichts der gesellschaftlichen Lage weg- oder zuschaue, mache sich auch schuldig, erklärten die Veranstalter der Ökumenischen Friedensdekade. Zudem betonten sie, dass die Abwesenheit von Konflikten nicht Frieden sei. «Friede ist dort, wo Menschen lernen, auf richtige Weise zu streiten und Konflikte angemessen auszutragen - gewaltfrei, im Hören auf die anderen, im Wahrnehmen der berechtigten Anliegen des Anderen, im wechselseitigen Respekt», hieß es. (13.11.2017)

2017-11-13

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

friedensdekade.de

a23811

Themenkampagne zum Buß- und Bettag
«UM GOTTES WILLEN» - Onlinechat mit Bischof Hein am 20. November ab 20 Uhr

Foto: In der Kampagne zum Buß- und Bettag 2017 geht es um Gottes Willen und besonders um die Nähe zu Gott. (Plakat-Motiv: orangecube)
In der Kampagne zum Buß- und Bettag 2017 geht es um Gottes Willen und besonders um die Nähe zu Gott. (Plakat-Motiv: orangecube)
Kassel (medio). Am 20. November 2017 ist der Bischof der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, wieder im Online-Chat erreichbar. Anlass ist der Buß- und Bettag, der zwei Tage später in den Gemeinden der Landeskirche begangen wird. In dem einstündigen Chat von 20 bis 21 Uhr will Bischof Hein mit interessierten Besucherinnen und Besuchern über den Willen Gottes und die Nähe zu Gott ins virtuelle Gespräch kommen. Dabei soll das Verhältnis von Gottes und menschlichem Willen genauso zur Sprache kommen, wie die Frage nach der Rolle von Gottes Willen bei Krieg, Terror oder persönlichen Schicksalsschlägen. Der Zugang ist am Montagabend unter busstag.de und ekkw.de zu finden.

Der Bischofschat ist Teil der diesjährigen Kampagne «UM GOTTES WILLEN», mit der die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und die Evangelische Landeskirche in Baden den Buß- und Bettag in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses rücken wollen.

2017-11-16
Mit Plakaten, Internetauftritten und weiteren Materialien geben die Landeskirchen Impulse zur persönlichen Auseinandersetzung mit dem Thema und machen auf die bleibende Bedeutung des kirchlichen Feiertags aufmerksam.


Stichwort: Online-Chat mit Bischof Hein

Martin Hein ist im Online-Chat seit seiner Wahl zum Bischof der Evangelischen von Kurhessen-Waldeck im Jahr 2000 regelmäßig im Internet erreichbar. Um den Themenchat, der im Frühjahr und im Herbst eines jeden Jahres von der ekkw.de-Onlineredaktion im Medienhaus der Landeskirche veranstaltet wird, hat sich mittlerweile eine «Chattergemeinde» entwickelt. Neben Stammbesuchern gibt es auch feste Rituale, wie z. B. einen Schlusssegen, den der Bischof im Chatroom spricht. (16.11.2017)

Linktipp:

Die Themenkampagne «Um Gottes Willen» finden Sie im Internet unter:

busstag.de

a23783

Vom 27. bis 30. November 2017
Herbsttagung der Landesynode in Hofgeismar

Kassel/Hofgeismar (medio). Die 13. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck tritt vom 27. bis 30. November 2017 zu ihrer vierten Tagung im nordhessischen Hofgeismar zusammen. Schwerpunkte der Herbsttagung sind der Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein (Montag), der Finanzbericht von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel (Dienstag) und die Beratung und Verabschiedung der Haushalts- und Finanzplanung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck für die Jahre 2018 und 2019 (Dienstag und Mittwoch). Außerdem werden die Synodalen in Berichten u.a. über die Lage der Diakonie und den Stand des Reformprozesses 2026 informiert.

Am Dienstagabend ist ab 20 Uhr unter dem Leitwort der 13. Synode «Dass Gerechtigkeit und Frieden sich küssen» ein Vortrag zum Thema «Interkulturelle Theologie» von Pfarrer Johannes Weth von der Stiftung «Himmelsfels» vorgesehen, teilte das Synodalbüro in Kassel mit. Weth wird über den Aufbau des im nordhessischen Spangenberg gelegenen Ortes als «inspirierenden und internationalen Mittelpunkt» für Begegnung und geistliches Leben berichten, heißt es.

Auftakt der Tagung ist ein Gottesdienst am Montag um 10 Uhr in der Brunnenkirche in Hofgeismar, in dem Prälatin Marita Natt predigen wird. Im Anschluss werden die öffentlichen Verhandlungen um 11:30 Uhr im Synodalsaal vom Präses der Landessynode, Kirchenrat Dr. Thomas Dittmann eröffnet.

Stichwort: Landessynode

Die Landessynode hat in allen kirchlichen Fragen die letzte Entscheidung. Sie teilt die geistliche und rechtliche Leitung mit dem Bischof, den Pröpsten, dem Rat der Landeskirche und dem Landeskirchenamt. Alle anderen Organe sind der Landessynode verantwortlich. Die Landessynode wählt den Bischof und entsendet aus ihrer Mitte die Mitglieder des Rates der Landeskirche. Sie erlässt Gesetze, verabschiedet den Haushalt und schafft so die Grundlagen für das rechtliche Leben der Landeskirche. (08.11.2017)

2017-11-08

Tagesordnung:

Laden Sie hier die Tagesordnung der Herbsttagung 2017 herunter:

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Verlaufsplan:

Laden Sie hier den vorläufigen Verlaufsplan der Tagung herunter (Stand: 02.11.2017):

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Mitgliederversammlung des Gustav-Adolf-Werks Kurhessen-Waldeck
Gustav-Adolf-Werk nahm Situation baltischer Kirchen in den Blick

Kassel (medio). Die Mitglieder des Vereins «Gustav-Adolf-Werk Kurhessen-Waldeck» (GAW Kurhessen-Waldeck) haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 6. November 2017 im Kasseler Haus der Kirche die Situation der Evangelisch-Lutherischen Kirchen im Baltikum in den Blick genommen. Zum Thema «Zwischen Tradition und Moderne – aktuelle Herausforderungen für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen im Baltikum am Beispiel Estland und Lettland» sprachen Bischof em. Elmar Rozitis (Esslingen), der bis 2015 Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands im Ausland (ELKLiA) war, und die aus Estland stammende Pfarrerin Merike Schümers-Paas (Spangenberg), die bereits viele Jahre in Deutschland lebende evangelische Christen der Estnische Evangelisch-Lutherische Kirche (EELK) betreut. Beide Referenten richteten ihr Augenmerk besonders auf die Situation der Frauenordination in der estnischen und lettischen Kirche, die in lutherischer Tradition unterschiedliche Entwicklungen genommen hätten, berichtete Urlike Kany, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im GAW Kurhessen-Waldeck, von der Mitgliederversammlung.
 
2017-11-10
Pfarrerin Schümers-Paas berichtete, dass es die Frauenordination in der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche bereits seit 1967 gibt. Die Kirche blicke mit Stolz auf diese 50 Jahre, die 2017 gebühren gefeiert werden, so Schümers-Paas. Die Pfarrerin zitierte in ihrem Vortrag aus der Autobiografie der ersten ordinierten Pfarrerin in Estland, Laine Villenthals, an deren deutscher Übersetzung sie maßgeblich mitgearbeitet hatte und zeigte einen kürzlich wieder entdeckten Film aus dem Jahr 1967 mit der Amtseinführung Villenthals als Pfarrerin in der Gemeinde Pindi. Laut Schümers-Paas gibt es heute in der EELK 214 Pfarrerinnen und Pfarrer, ein Drittel davon seien weiblich Ordinierte. Eine grundsätzliche Akzeptanz der Frauenordination sei gegeben. Lediglich im nordöstlichen Landesteil mit sehr hohem russischen Bevölkerungsanteil und dessen orthodoxen Hintergrund zeige sich Skepsis gegenüber der Frauenordination.

  In seinen Ausführungen legte Bischof em. Elmar Rozitis dar, wie spannungsgeladen die Situation der Kirchen in Lettland ist. In seinem Vortrag ging er zunächst auf den Beschluss der Synode der Evangelisch Lutherischen Kirche Lettlands (ELKL) ein, die mit einer Verfassungsänderung im Juni 2016 die Frauenordination untersagte. Daraufhin hätten das GAW-Gesamtwerk und weitere Partner in Deutschland die Zusammenarbeit mit der Kirchenleitung in Riga ausgesetzt. Im Unterschied zur ELKL habe die Evangelisch Lutherische Kirche Lettlands im Ausland (ELKLiA), deren Bischof er lange war, an der Frauenordination festgehalten, so Rozitis. Vor der Mitgliederversammlung in Kassel sagte er: «Wir sind froh, dass wir die Frauenordination haben. Wir sind stolz auf unsere Pfarrerinnen. Meine Nachfolgerin im Amt ist eine Erzbischöfin.» Für die Mitgliederversammlung des Gustav-Adolf-Werkes sei es ein Gewinn gewesen, durch beide Experten einen Blick auf die Situation der beiden Kirchen werfen zu können, so Kany.


Zu den Referenten

Bischof em. Elmar Rozitis war bis 2015 Erzbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands im Ausland (ELKLiA) und ist Befürworter der Frauenordination. Er war neben Janis Vanags Kandidat bei der Wahl des Erzbischofs der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands (ELKL) im Jahr 1993. Vanags, der die Frauenordination ablehnt, wurde gewählt. Er folgte auf Karlis Gailitis, unter dem die Frauenordination auf der Synode der Kirche im Jahr 1989 zugelassen wurde. Auf der Kirchensynode im Jahr 2016 wurde ein Antrag angenommen, der die Zulassung zur Ordination künftig auf männliche Kandidaten beschränkt.

  Merike Schümers-Paas stammt aus Estland und ist Pfarrerin im Ehrenamt in der Evangelischen Kirchengemeinde Spangenberg-Landefeld (Kirchenkreis Melsungen). Schümers-Paas wurde in der Estnische Evangelisch-Lutherische Kirche (EELK) ordiniert und war von 2006 bis 2010 Pröpstin der auslandsestnischen Kirche in Deutschland, die die in Deutschland lebenden evangelischen Esten betreut. Sie ist verheiratet mit Michael Schümers, der ebenfalls Pfarrer in Spangenberg-Landefeld und Beauftragter für Estlandpartnerschaften der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist.


GAW Kurhessen-Waldeck unterstützt Kindergartenerweiterung in Estland mit 6.000 Euro

Im weiteren Verlauf der Versammlung hörten die Mitglieder die Berichte der Vorsitzenden Doris Krause, der Vorsitzenden der Frauenarbeit Inge Rühl, der Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit Ulrike Kany und des Schatzmeisters Thorsten Gerhold. Zu den Regularien zählte auch die Projektzeichnung für 2018.

Gemäß der Ausrichtung des GAW, weltweit Gemeinden zu helfen, wurden der Mitgliederversammlung fünf ausgewählte Projekte vorgestellt. Eines der Projekte ist laut Kany die Erweiterung des Kindergartens der Peetri-Schule in Tartu (Estland), die das GAW Kurhessen-Waldeck mit 6.000 Euro unterstützen wird. (10.11.2017)

Linktipp:

Das Gustav-Adolf-Werk Kurhessen-Waldeck e.V. finden Sie im Internet unter:

gaw-kurhessen-waldeck.de

Hintergrund:

Informationen zur Partnerschaft der Landeskirche mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche finden Sie hier:

Unsere Kirche / Partnerschaften

a23781

Gedenken an Novemberpogrome von 1938
Synagogenzerstörung in Kassel ebnete Weg für Pogrome vor 79 Jahren

Kassel/Bad Hersfeld (epd). Der ausbleibende Widerstand bei der Zerstörung der Kasseler Synagoge am 7. November 1938 durch die Nationalsozialisten hat nach den Worten des Kasseler Oberbürgermeisters Christian Geselle (SPD) den Weg für die landesweiten Pogrome am 9. November geebnet. Die Erfahrung des 7. Novembers sei gewesen, dass kein Widerstand bei der Bevölkerung zu erwarten sei, sagte Geselle am Dienstag (7.11.) bei einer Gedenkveranstaltung zum 79. Jahrestag der Zerstörung auf dem alten jüdischen Friedhof in Kassel. Die Pogromnacht sei schließlich der Auftakt für den späteren Genozid gewesen.

Die evangelische Stadtdekanin und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel, Barbara Heinrich, bezeichnete den 7. November als einen grausamen Höhepunkt auf einem immer deutlicher werdenden Weg, die jüdische Kultur in Deutschland zu zerstören. Es habe nur wenige gegeben, die damals gemahnt oder protestiert hätten, auch in den Kirchen. «Als Kirchen haben wir Anteil am Versagen und der Schuld unseres Volkes», sagte Heinrich. Die späten Schriften Martin Luthers über die Juden seien für die Nationalsozialisten eine Fundgrube für judenfeindliche Zitate gewesen. Die Evangelische Kirche in Deutschland habe sich auf ihrer Synode im Jahr 2015 mit Trauer und Scham von diesen antisemitischen Schriften Luthers distanziert.

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Kassel, Ilana Katz, würdigte die Erinnerungsarbeit, die in Deutschland und in Kassel betrieben werde. «Ohne Vergangenheit gibt es keine Zukunft», sagte sie. Die jüdische Gemeinde sei ein Teil der Kasseler Stadtgesellschaft geworden. Es gelte, gemeinsam dem Antisemitismus zu widerstehen.

Am Nachmittag startete das Kasseler Friedensforum einen Mahngang vom Platz der ehemaligen Synagoge zum Kulturbahnhof, bei dem unter anderem auch neu gesetzte Stolpersteine aufgesucht wurden. Zum Gedenken an die Opfer war zudem um 22 Uhr eine Andacht in der Kasseler Martinskirche geplant.

Am Mittwoch, 8. November, wird es um 18 Uhr im Bürgersaal des Kasseler Rathauses eine Gedenkfeier mit der Schauspielerin Heidi de Vries geben. Unter dem Titel «Unfreiwillig in die Welt hinaus» liest sie aus Lebenserinnerungen emigrierter jüdischer Mitbürger.

Ebenfalls am Mittwoch gibt es um 17 Uhr in der Bad Hersfelder Sankt Lullus-Sturmius-Kirche eine ökumenische Gedenkandacht, im Anschluss werden um 17.45 Uhr an der Gedenkstätte für die jüdischen Opfer am Schillerplatz die evangelische Pröpstin Sabine Kropf-Brandau und Landrat Michael Koch (CDU) sprechen. (08.11.2017)

2017-11-08

Thema:

Zum Gedenken an die Reichspogromnacht des Jahres 1938 finden Sie im Thema Artikel zum Hintergrund und Material für Gottesdienste:

Zum Themenschwerpunkt...

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Über die Bibel ins Gespräch kommen
Aktion «Bad Hersfeld liest ein Buch» stellt die Bibel in den Mittelpunkt

Bad Hersfeld (medio). Mit der Aktion «Bibel to go» hat die evangelische Kirche in Bad Hersfeld am 3. November 2017 zu einer besonderen Reise durch die Stadt eingeladen und viele Menschen für das «Buch der Bücher» begeistert. Rund 200 Menschen erwanderten laut eines Berichts des Nachrichtenportals «Osthessen-News» verschiedenen Stationen, zu denen die bekannte Stiftsruine, die Räumlichkeiten der Hersfelder-Zeitung, eine Bankfiliale, ein Blumengeschäft und ein Bstattungsinstitut gehörten.

An jedem Ort wurden passende Worte aus der Bibel gesprochen, gesungen und musiziert. Den lebendigen Schlusspunkt setzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Bad Hersfelder Kneipe «Luisenkeller». Wer eher einen besinnlich-musikalischen Abschluss vorzog, konnte in der Hospitalkapelle einen liturgische Nacht mit der in Bad Hersfeld geborenen Künstlerin Sabine Kampmann erleben.

Stiftsruine, Bankfiliale, Blumenladen, Bestattungsinstitut und Kneipe

2017-11-14

«Bibel to go» gehört zu der Literatur-Veranstaltungsreihe «Bad Hersfeld liest ein Buch», bei der in diesem Jahr anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums die Bibel im Mittelpunkt steht. Vom 28. Oktober bis zum 23. November werden rund um die Texte der Bibel viele verschiedene Veranstaltungen in ganz Bad Hersfeld angeboten.


Pröpstin: Bibel hat Geschichten, die nah an den Menschen sind

Was die Bibel ausmacht sei, dass ihre Botschaft die Menschen in ihrem täglichen Leben treffe, erklärte Sabine Kropf-Brandau, Pröpstin des Sprengels Hersfeld gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio». «Egal in welchen Lebenssituation ihr gerade steckt, ob ihr jung seid oder alt, gesund oder krank, erfolgreich oder mit dem Gefühl 'in meinem Leben klappt gar nichts', die Bibel hat dazu eine Geschichte, die ist nah an euch dran», so die Pröpstin.


Noch bis 23. November: Lesungen, Poetry-Slams, Literaturgottesdienste

Im Rahmen von «Bad Hersfeld liest ein Buch» wird wird die Bibel unter ganz unterschiedlichen Blickwinkeln unter die Lupe genommen. Dazu gehört ein Blick auf die Frauen in der Bibel oder die Kochkünste in biblischen Zeiten ebenso, wie  Poetry-Slams, ein Festkonzert und Literaturgottesdienste. Programmpunkte wie «Verstehst du auch, was du da liest» laden dazu ein, über das eigene Verständnis der Bibel zu sprechen. Ziel des Abends am 13. November ab 19:30 Uhr ist es, gemeinsam mit den Teilnehmern die Bedeutung des Neuen Testaments für das moderne Leben zu ergründen und damit neue Erkenntnisse für den eigenen Glauben zu erlangen, heißt es in der Veranstaltungsankündigung.

Bei «Eva, Ruth, Ester & Co» am 11. November und bei «Gottes starke Töchter» am 15. November stehen Frauengeschichten aus der Bibel im Mittelpunkt. Die Lesung «Eine große Erzählung» am 16. November befasst sich mit ökonomischen, politischen und sozialen/religiösen Dimensionen der biblischen Schriften. Um das Buch Hiob, das zu den größten Dichtungen der Weltliteratur zählt, geht es am 17. November. Als Abschluss der Veranstaltungsreihe ist eine Gesprächsrunde und Lesung mit Pröpstin Sabine Kropf-Brandau, Dr. Dr. Benjamin Hasselhorn (Kurator der Ausstellung zum Reformationsjahr in Wittenberg) und Maximilian Wigger (Schauspieler der Bad Hersfelder Festspiele) in der Bad Hersfelder Stadthalle am 23. November vorgesehen. Der Eintritt ist zu allen Veranstaltungen frei.

Bis zum 23. November bietet auch die Wissens- und Erlebniswelt für Sprache und Kommunikation «wortreich» in Bad Hersfeld viele interaktive Angebote zum Thema «Die Bibel» an. So können die Besucher an eine Holztür ihren Beitrag zur Verbesserung der Welt nageln, so wie es Luther mit seinen gegen den Ablasshandel der Kirche gerichteten 95 Thesen am 31. Oktober 1517 getan haben soll.

Weitere Impressionen von der Aktion «Bibel to go»

Stichwort: Literatur-Aktion «Bad Hersfeld liest ein Buch»

Zum 16. Mal laden die Veranstalter der Reihe «Bad Hersfeld liest ein Buch» Menschen dazu ein, sich mit einem Buch auf ungewöhnliche Art zu befassen.

Dr. Thomas Handke von der Jury, die die Bibel für die diesjährige Literaturaktion ausgewählt hat, erklärte gegenüber «medio»: «Wir wollen einen unverkrampften Zugang zur Bibel auch für Nichtchristen ermöglichen. Die Bibel bietet viele Dinge: Sie ist klassisch, sie kann schräg, überraschend oder abstoßend sein. Sie ist aus der Zeit gefallen, aber auch hoch aktuell».

Durch das gemeinsame Literaturerlebnis sollen Gespräche untereinander und miteinander belebt und eine Kultur der Literatur und der Diskussion gefördert werden, sagte Thomas Fehling, Bürgermeister von Bad Hersfeld, in der Einladung zur Veranstaltung. (08.11.2017)

Download:

Die Veranstaltungsreihe «Bad Hersfeld liest ein Buch» läuft noch bis zum 23. November. Alle Termine finden Sie in diesem Veranstaltungsflyer:

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a23645

Verleihung am 1. November in der Friedhofsverwaltung Kassel
Umweltpreis 2017 geht an den Hauptfriedhof Kassel

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat der Friedhofsverwaltung Kassel für ihr Engagement im Natur- und Umweltschutz auf dem Kasseler Hauptfriedhof den Umweltpreis 2017 verliehen. Die Umweltpreisjury der Landeskirche würdigte damit das langjährige Engagement der Friedhofsverwaltung unter Leitung von Jürgen Rehs für Natur- und Umweltschutz. Pröpstin Katrin-Wienold-Hocke überreichte Rehs bei der  Preisverleihung am 1. November 2017 die Urkunde und das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro, teilte Heike Schaaf vom Evangelischen Stadtkirchenkreis Kassel mit. In der Arbeit auf dem Hauptfriedhof werde das Anliegen, die Schöpfung zu bewahren, augenscheinlich, so Wienold-Hocke. In nachahmenswerter Weise würde Nachhaltigkeit in der Bestattungskultur praktiziert.


«Ein Friedhof der Superlative»

In seiner Laudation betonte Jurymitglied und Umweltpfarrer Uwe G. Hesse, dass der Friedhof in seiner jetzigen Gestalt ein Ort sei mit umfänglicher Vorbildfunktion, der der Bildung, der Andacht und der Erholung diene und in dem Natur- und Vogelfreunde auf ihre Kosten kämen. «Der Kasseler Hauptfriedhof ist ein Friedhof der Superlative», so Hesse. Biodiversität sei seit Jahren ein wichtiges Thema der Landeskirchen. Die Friedhofsgärtner würden dafür Sorge tragen, dass dies umgesetzt würde und der Friedhof somit ein Ort des Lebens bliebe, so Hesse.

2017-11-01
Stadtdekanin Barbara Heinrich, Vorsitzende des Friedhofsausschusses, dankte allen Mitarbeitenden der Friedhofsverwaltung und der Friedhofsgärtnerei für ihr Engagement. «Sie pflegen und bewahren den Hauptfriedhof und entwickeln ihn weiter, dafür danke ich Ihnen im Namen des Stadtkirchenkreises sehr herzlich», sagte Heinrich.


Friedhof als Lernort

In seiner Dankesrede sagte Jürgen Rehs: «Wir sind nicht nur Totengräber, sondern Pfleger und Förderer des Grüns in der Stadt.» Der 40 Hektar große Hauptfriedhof und 200 darauf befindliche Grabmale stünden unter Denkmalschutz. «Das ist ein Zeichen von Qualität.» Über 80 Gehölzarten stünden für Vielfalt. Hier fänden in einem sonst stark verdichteten städtischen Umfeld viele Insekten Nahrung, und damit auch zahlreiche Vogelarten Futter und Schutz. Der Friedhof eigne sich damit besonders zum Lernort für Kinder.

Stichwort Umweltpreis der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Seit 2004 wird ein Umweltpreis ausgelobt, um insbesondere ehrenamtliches Engagement im Bereich von Umweltbildung, Naturschutz oder Umweltmanagement zu honorieren. Er soll darüber hinaus einer größeren Öffentlichkeit bekannt machen, wie sich der Zusammenhang zwischen christlichem Glauben und der Bewahrung der Schöpfung konkretisiert. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2.000 Euro dotiert. (01.11.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Kasseler Hauptfriedhof finden Sie unter:

friedhofsverwaltung-kassel.de

Service:

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der Landeskirche in den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit finden Sie unter:

ekkw.de/service/umweltfragen

a23621

Festgottesdienste und viele Veranstaltungen zum Reformationstag
500 Jahre Reformation in Kurhessen-Waldeck

Schmalkalden/Marburg (medio). Mit zwei großen Festgottesdiensten in Marburg und in Schmalkalden feierte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck den 500. Reformationstag.

Am 29. Oktober (Sonntag) beging die  Landeskirche mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) einen zentralen evangelischen Gottesdienst für das Bundesland Hessen in der Marburger Elisabethkirche (siehe Bericht weiter unten). Am Reformationstag selbst (31.10.) wurde der zentrale ökumenische Festgottesdienst für den Freistaat Thüringen in der Stadtkirche St. Georg in Schmalkalden gefeiert.

Am 31. Oktober in Schmalkalden
Ökumenischer Gottesdienst am Reformationstag

Am Reformationstag (31.10.) stand ganz Schmalkalden im Zeichen des Reformationsjubiläums. In der thüringischen Stadt, die zur Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehört, bot der «Thüringer Reformationstag 2017» ein vielfältiges Programm, in dessen Mittelpunkt der ökumenische Festgottesdienst mit Bischof Dr. Martin Hein (Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck) und Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Bistum Erfurt) stand.

Bischof Neymeyr: Gemeinsamer Gottesdienst «Frucht eines ökumenischen Dialogs»

2017-11-09
In seiner geistlichen Einführung machte Bischof Dr. Ulrich Neymeyr (Bistum Erfurt) deutlich, dass es etwas Besonderes sei, dass er als katholischer Bischof in einem Gottesdienst zum Reformationsjubiläum spreche. Dies sei «die Frucht eines jahrzehntelangen, intensiven und vertrauensvollen ökumenischen Dialogs». Dieser Dialog habe dazu geführt, dass man sich auf die Aufgaben besinne, die sich beiden Konfessionen heute gemeinsam stellten: «Das Evangelium zu verkünden, den Menschen die Heilige Schrift als Buch des Lebens deutlich zu erschließen, an die Verantwortung aller Christinnen und Christen für den nahen und fernen Nächsten zu erinnern, das gemeinsame Zeugnis der Kirchen im politischen Gemeinwesen zu stärken und in allem den dreieinigen Gott als Quelle und Ziel allen Lebens zu loben.» So könne man heute das Reformationsjahr in Deutschland und Thüringen als gemeinsames Christusfest begehen, so Neymeyr.


Bischof Hein: Einigkeit über den Kern des Glaubens

In seiner Predigt erinnerte Bischof Prof. Dr. Martin Hein (EKKW) an die 95 Thesen, die Luther auf den Tag genau vor 500 Jahren veröffentlicht hatte. Sie gingen u. a. der Frage nach: «Wie kriege ich einen gnädigen Gott?» Die Antwort, die Luther darauf gab, sei genauso einfach wie revolutionär gewesen: Der Mensch könne nichts tun, um Gott gnädig zu stimmen, und er müsse es auch nicht. Das Evangelium befreie den Menschen vom Zwang der frommen Leistungen, weil es auf Jesus Christus verweise und auf die Erlösung, die den Menschen durch ihn geschenkt sei. Dieser reformatorische Gedanke habe ein «ausgeklügeltes religiöses System» ins Wanken gebracht und in der Folgezeit seien zwei unterschiedliche, sich befehdende Kirchen entstanden. Hein stellte fest: «Es hat viele Jahrhunderte gebraucht, um die Gräben, die damals aufgerissen wurden, zu überwinden!»

  Heute lebten allerdings evangelische und katholische Christen in «einem Zeitalter der Ökumene», denn sie hätten erkannt, dass «wir uns im Kern dessen, was unseren Glauben ausmacht, einig sind». Der Bischof räumte ein, dass es noch offen sei, wie eine versöhnten Einheit bei unterschiedlicher Gestalt aussehen könne. Aber man arbeite daran: «Was uns trennt, muss überwunden werden. Was uns unterscheidet, macht uns zu dem, was wir sind. Am stärksten aber ist, was wir gemeinsam haben: den Glauben an Jesus Christus.» Der Bischof betonte, dass nicht nur die Einsicht in das gemeinsame Erbe der Reformation die beiden Konfessionen einander näher gebracht habe: «Es sind die vielen Erfahrungen, die unsere Gemeinden und die Menschen, die in ihnen leben, miteinander machen. Ökumene muss nicht erst verordnet werden, was auch gar nicht geht: sie wird wie selbstverständlich gelebt!»


Viele Beteiligte am Gottesdienst

Zum Gelingen des Gottesdienstes trugen viele Beteiligte bei: Pröpstin Kristina Kühnbaum-Schmidt (Evangelische Kirche in Mitteldeutschland), Dechant Bernhard Bock (Bad Salzungen), Dekan Ralf Gebauer (Kirchenkreis Schmalkalden), Dr. Anne Rademacher (Seelsorgeamt im Bistum Erfurt), Pfarrer Wolfgang Kallies (Referent Catholica der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck) sowie Vertreter der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde Schmalkalden. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst durch den Bezirksposaunenchor unter der Leitung von Kantorin Dorothea Krüger und durch Bezirkskantor Andreas Conrad an der Orgel.

Begegnung mit Ministerpräsident und Bischöfen auf dem Altmarkt

Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst baten die Thüringer Staatskanzlei, die Stadt Schmalkalden und der Kirchenkreis gemeinsam auf den Altmarkt. Ministerpräsident Ramelow, Bischof Hein und Bischof Neymeyr stellten sich in einem Talk der Frage: «Wo stehen wir heute, am Ende des Reformationsjubiläums?» Dabei wurde das heutige Verhältnis zwischen Staat und Kirche in den Blick genommen. Die Frage nach den ökumenischen Schritten, die zu gehen seien, wurde aufgeworfen. Auch persönliche Erfahrungen mit der Person Martin Luthers und dem Glauben in schwieriger Zeit wurden laut. Bereits vor dem Gottesdienst trugen sich u.a. Ministerpräsident Ramelow, Bischof Hein und Bischof Neymeyr in das Goldene Buch der Stadt Schmalkalden ein.

Impressionen finden Sie in unseren Fotogalerien:

Ökumenischer Gottesdienst in der Stastkriche St. Georg

Fest zum Reformationstag in Schmalkalden

Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Schmalkalden

Am 29. Oktober in Marburg
TV-Gottesdienst «Reformation. Macht stark.»

Die Aufzeichnung des Gottesdienstes in der Elisabethkirche in Marburg ist in der Mediathek des Hessischen Rundfunks abrufbar.

«Reformation. Macht stark» – unter diesem Motto haben am Sonntagnachmittag (29.10.) die beiden evangelischen Kirchen in Hessen den zentralen Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum in der Elisabethkirche in Marburg für das Bundesland begangen. In dem Gottesdienst, der im hr-Fernsehen live ausgestrahlt wurde, predigten Bischof Prof. Dr. Martin Hein und Kirchenpräsident Dr. Volker Jung (EKHN).

Bischof Hein: Glaube ist ein Fundament, aber er macht nicht fundamentalistisch

In seiner Predigt warf Bischof Hein seinen Blick zurück auf die Zeit der Reformation und das Handeln der historischen Akteure Landgraf Philipp und Martin Luther. Auffallend bei Philipp seien für den Bischof seine Überzeugungskraft, sein Durchsetzungsvermögen und sein Selbstbewusstsein gewesen. Doch was habe ihn und auch Luther stark gemacht? Heins Antwort: Ein Selbstbewusstsein, das aus einem tiefen Glauben lebte: «Es war ein Selbstbewusstsein aus Gottvertrauen.» Beide wussten sich von Gott mit all ihren Irrtümern und Brüchen, mit ihrer Schuld angenommen und geliebt. Diese in der Reformation gewonnene Erkenntnis befreite die Menschen von einengenden Traditionen und kirchlichen Konventionen: «Der Glaube überwindet die Angst. Er schenkt Vertrauen und Mut.»

Auch heute noch verleihe der Glaube Menschen eine innere Stärke: «Deshalb sind wir Persönlichkeiten, die für das einstehen, wovon wir überzeugt sind – Menschen, die Gott vertrauen, von seiner Liebe erzählen, nach seinem Willen fragen und so ihr Leben gestalten.» Dazu gehöre es auch, «nicht mit Gewalt, sondern durch das Wort» überzeugen zu wollen und sich für Meinungsfreiheit und einen Dialog der Religionen einzusetzen: «Der Glaube ist ein Fundament, aber er macht nicht fundamentalistisch.» 

Kirchenpräsident Jung: Wir brauchen immer wieder Reformation, die stark macht

Nach Worten des Kirchenpräsidenten der EKHN, Volker Jung, hat sich Martin Luther den mächtigsten Institutionen seiner Zeit entgegengestellt und so nicht nur reformatorisch, sondern auch «revolutionär» gehandelt. Gleichzeitig seien ihm immer auch die menschlichen Grenzen bewusst gewesen. Luther habe Gott stets um Stärke und Kraft gebeten. «Wirklich stark werden wir als Menschen, wenn wir auch unsere Grenzen erkennen», folgerte Jung. Menschen blieben dabei auf die Barmherzigkeit Gottes angewiesen und lernten dadurch auch, andere barmherzig zu behandeln.

Christinnen und Christen könnten deshalb nicht schweigen, wenn Menschen «verachtet, erniedrigt, diskriminiert» würden oder Hass auf Fremde geschürt werde. Eine der zentralen Grundfragen bliebe bis heute, was getan werden müsse, damit möglichst viele Menschen ein gutes Leben haben. Jung: «In diesem Sinn brauchen wir immer wieder Reformation – Reformation, die stark macht!»

«Landgraf Philipp» und weitere Beteiligte am Gottesdienst

Zum Gelingen des Gottesdienstes trugen zahlreiche Beteiligte bei: Der Schauspieler Stefan Piskorz verkörperte Landgraf Philipp; liturgisch in den Gottesdienst eingebunden waren u.a. die beiden hessischen Reformationsbotschafter der Evangelischen Kirche in Deutschland, Anke Sevenich und Christopher Posch. Durch die Liturgie führte Pfarrerin Dr. Anna-Karena Müller aus Marburg.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von Mitgliedern der kurhessischen Kantorei und des Kinderchors der Elisabethkirche, einer Instrumentalcombo, Matthias Siegel, Jazzposaune und Nils Kuppe an der Orgel. Die musikalische Gesamtleitung lag bei Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum.

Im Anschluss an den Festgottesdienst fand in der Alten Universität in Marburg ein Empfang statt. In einer Talkrunde stellte sich neben  Kirchenvertretern auch politischen Repräsentanten den Fragen des früheren ARD-Börsenexperten Frank Lehmann. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen ein Rückblick auf das große Festjahr sowie die Perspektiven, die sich aus dem Reformationsjubiläum ergeben.

Impressionen finden Sie in unseren Fotogalerien:

TV-Gottesdienst in der Marburger Elisabethkirche

Empfang der Landeskirchen in der Alten Universität Marburg

TV-Gottesdienst: Hinter den Kulissen

Stichwort: Reformationstag und ökumenische Gottesdienste

Vor 500 Jahren, am 31. Oktober 1517, veröffentlichte Martin Luther (1483-1546) in Wittenberg seine 95 Thesen gegen die kirchlichen Missstände seiner Zeit. Ob er sie tatsächlich an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlug, ist historisch nicht gesichert. Das Datum gilt als Beginn der Reformation, die weitreichende religiöse, politische, gesellschaftliche und kulturelle Folgen hatte. Der Reformationstag ist im Jubiläumsjahr bundesweit ein Feiertag.

Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hatte sich im Jubiläumsjahr 2017 zum Ziel gesetzt, mit allen katholischen Bistümern ökumenische Gottesdienste zu feiern, mit denen die Landeskirche Gebiete teilt. Nach Gottesdiensten mit den Bistümern Paderborn und Fulda schließt der ökumenische Gottesdienst am Reformationstag in Schmalkalden den Kreis. (25.10.2017)

Fotos aus Schmalkalden:

Hier finden Sie Foto-Impressionen vom ökumenischen Gottesdienst und Reformationsfest in Schmalkalden:

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Fotos aus Marburg:

Hier finden Sie Foto-Impressionen vom TV-Gottesdienst und vom Empfang der Landeskrichen in Marburg:

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TV-Tipp:

In der HR-Sendung «Engel fragt» ging es am Reformationstag um das Thema «500 Jahre Reformation – Was bleibt vom Lutherjahr?». Dazu befragte Moderator Philipp Engel Bischof Martin Hein und Kirchenpräsident Volker Jung von der EKHN:

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Zum Reformationsfest:

Grüße zum Reformationsfest von Bischof Georg Bätzing vom Bistum Limburg:

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Zum Reformationsfest:

Grüße zum Reformationsfest von Ilana Katz, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Kassel:

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Zum Reformationsfest:

Grüße zum Reformationsfest von Bilal Farouk El-Zayat, Vorsitzender der islamischen Gemeinde in Marburg:

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In unserer aktuellen Umfrage «Trend in Prozent» fragen wir Sie: Wie haben Sie den Reformationstag verbracht, der in diesem Jahr bundesweit gesetzlicher Feiertag war?

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Seit 31. Oktober 2017
Ziegenhain jetzt offiziell «Konfirmationsstadt»

Schwalmstadt (epd). Das nordhessische Schwalmstadt-Ziegenhain ist jetzt «Konfirmationsstadt». Die offizielle Bezeichnung wurde der Stadt am Reformationstag (31.10.) vom Land Hessen verliehen. Die Urkunde überreichte der hessische Staatssekretär Mark Weinmeister (CDU) in einem Festgottesdienst in der Ziegenhainer Schlosskirche an Bürgermeister Stefan Pinhard (parteilos), teilte der Dekan des Kirchenkreises Ziegenhain, Christian Wachter, mit. In Ziegenhain wurde die Konfirmation 1539 mit Erlass der sogenannten Ziegenhainer Zuchtordnung erstmals in Deutschland eingeführt.

Dass es zur Konfirmation kam, ist vor allem dem hessischen Landgrafen Philipp (1504-1567) zu verdanken. Er wollte zwischen der Bewegung der Täufer und den führenden Reformatoren im Streit um die Taufe vermitteln. Während die Bewegung der Täufer der Auffassung war, dass der Glaube der Taufe vorausgehen müsse, also faktisch nur Erwachsene getauft werden könnten, hielten die Reformatoren an der Säuglingstaufe fest. Mit Gewalt wollte Philipp den Streit keinesfalls lösen und beorderte neben Vertretern der Täufer den elsässischen Reformator Martin Bucer (1491-1551) zu Hilfe, der auch in Täuferkreisen Anerkennung genoss.

Der fast unlösbar erscheinende Streit endete in einem bis heute gültigen Kompromiss: Die Kindertaufe wurde beibehalten, die Heranwachsenden aber sollten zu einem Katechismusunterricht geschickt werden, der in einer symbolischen Handlung vor der Gemeinde gipfelte. Dadurch könnten sie nachträglich ein «Ja» zu ihrer Taufe sagen, so der Gedanke. Damit entsprach Bucer einerseits dem Anliegen der Täufer, konnte aber zugleich an der Säuglingstaufe festhalten. Die Konfirmation hat sich als eines der wichtigen evangelischen Feste im Lebenslauf etabliert. (01.11.2017)

2017-11-02

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

konfirmationsstadt.de

a23687

Kanzelabkündigung zum Reformationstag
Bischof Hein: 95 Thesen waren Befreiungsschlag

Kassel (epd). Die 95 Thesen Martin Luthers waren nach den Worten des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, ein Befreiungsschlag, der die Kirche aus jahrhundertealten Verkrustungen und Fehlentwicklungen herausholen sollte. Damit habe Luther den Nerv der Zeit getroffen, schreibt Hein in einer Kanzelabkündigung zum Reformationstag am 31. Oktober. Der Reformator habe den Finger in die Wunde der Kirche gelegt. Bis heute sei der Begriff der Freiheit entscheidend für die Reformation. Er umfasse Freiheit von religiöser Bevormundung, Freiheit zum Glauben und Freiheit für das Gewissen.

Die durch die Reformation gegangene Kirche nenne sich evangelisch, weil sie dem hohen Anspruch folge, aus dem Evangelium zu leben, so Hein weiter. Reformation bedeute, immer wieder auf das Wort Gottes zu hören und sich von ihm trösten und bewegen zu lassen. Mit Blick auf die Ökumene betonte Hein die bereits bestehenden Gemeinsamkeiten. «Was uns trennt, muss überwunden werden. Was uns unterscheidet, macht uns zu dem, was wir sind. Am stärksten aber ist, was wir gemeinsam haben: den Glauben an Jesus Christus», sagte er. Auf diesem Weg gelte es weiter zu gehen. Dies sei der Impuls der Reformation heute. (27.10.2017)

2017-10-27

Download:

Lesen Sie hier die Kanzelabkündigung zum Reformationstag 2017 von Bischof Martin Hein, die am Reformationstag in den Gottesdiensten in der Landeskriche verlesen wurde:

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a23646

10 Jahre «Bad Wilhelmshöhe verzaubert!»
Start des Bad Wilhelmshöher Lichterfestes am Kasseler Haus der Kirche

Kassel (medio). Am Freitag (27.10.) wurde vor dem Kasseler Haus der Kirche in der Wilhelmshöher Allee 330 das Lichterfest des Stadtteils Bad Wilhelmshöhe «Bad Wilhelmshöhe verzaubert!» eröffnet. Zum Auftakt des Festes um 18.30 Uhr hielten die Schirmherrin der Veranstaltung und Hessische Ministerin der Justiz, Eva Kühne-Hörmann, und die Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Marita Natt, Grußworte, teilte die Interessengemeinschaft Bad Wilhelmshöhe e.V. mit. Um 19 Uhr wurden dann die Häuser an der Allee im Stadtteil besonders illuminiert und die ansässigen Geschäftsleute luden zum Bummeln, Shoppen und Genießen ein. An dem Fest mit dem Motto «500 Jahre Reformation - 300 Jahre Herkules - 10 Jahre Bad Wilhelmshöhe verzaubert!» waren viele der rund 100 Einzelhändler und Dienstleister der Interessengemeinschaft beteiligt.


Kunst, Musik und Kulinarisches im Haus der Kirche

2017-10-30

Das Programm im und vor dem Haus der Kirche hielt spannende Aktionen bereit, unter anderem das Kabarett «Jubiläumszauber» mit Gerrit von Bamberg. Zudem wurden im Haus Kunstführungen angeboten und der Kleine Chor Altenritte trat auf. Für das leibliche Wohl der Besucherinnen und Besucher sorgten die Mitarbeitenden der Cafeteria des Hauses der Kirche: Dort konnte zur Musik der Formation «Absolut Unplugged» wie zu Luthers Zeiten gespeist werden. Um 22 Uhr gab es eine Feuershow von «Spiral Fire» und die Nachtgedanken von Pfarrer Eckhard Käßmann mit musikalischer Begleitung von Jochen Faulhammer rundeten den Veranstaltunsteil im Haus der Kirche ab.


Stichwort «Haus der Kirche»

Das Kasseler Haus der Kirche in der Wilhelmshöher Allee 330 ist Sitz des Landeskirchenamtes und des Bischofs der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Als Tagungszentrum bietet es zudem den Ort für eine Vielzahl von Veranstaltungen. Im Foyer, in den Tagungsräumen und in der Kapelle des Hauses gibt es viele künstlerische Exponate zu entdecken, zu denen die Skulptur «Der lehrende Christus» von Ernst Barlach und das Glasfenster von Johannes Streiter gehören. (25.10.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Stadtteilfest «Bad Wilhelmshöhe verzaubert!» finden Sie unter:

bad-wilhelmshoehe.com

Linktipp:

Das Landeskirchenamt finden Sie auf ekkw.de im Bereich «Unsere Kirche»:

weiter...

Linktipp:

Informationen zu den Tagungsmöglichkeiten im Haus der Kirche finden Sie unter:

tagungszentrum-kassel.de

a23660

Kirchenschatz entdeckt
Neues Testament aus dem Jahr 1529 im Pfarrarchiv Breitau gefunden

Sontra-Breitau (medio). Im Pfarrarchiv in Breitau wurde ein besonderer Kirchenschatz entdeckt: Eine Druckausgabe des Neuen Testaments in der Übersetzung Martin Luthers aus dem Jahr 1529. Damit ist es eines der ältesten in Hessen gedruckten Büchern überhaupt, erklärte der Dekan des Kirchenkreises Eschwege, Dr. Martin Arnold. Das Exemplar wurde bei Ordnungsarbeiten im Archiv der inzwischen aufgehobenen Pfarrei Breitau gefunden und gehört zu der ersten Auflage, die der Drucker Franz Rohde in Marburg am 23. Januar 1529 fertigstellte. Von dieser Ausgabe waren bisher nur ganz wenige Exemplare bekannt.
 
2017-11-01
«Dieses Buch ist von besonderem Wert für die hessische Kirchengeschichte», sagte Peter Heidtmann-Unglaube vom Landeskirchlichen Archiv in Kassel, der das Buch gemeinsam mit Hans Isenberg, Richard Kröll und Ingrid Marg entdeckt hatte. Der Druck selbst geht wohl auf eine Initiative des Landgrafen Phillipp von Hessen zurück: 1528 hatte er angeordnet, dass alle hessischen Pfarreien dieses Neue Testament zum öffentlichen Gebrauch erwerben sollten. Damit stand es allen Gemeindemitgliedern, besonders aber den Armen, welche sich kein eigenes Buch leisten konnten, zur Verfügung. «Selbst in der Bibel lesen, um urteilsfähig zu sein, das ist typisch Reformation», so Dekan Arnold. Landgraf Philipp wollte mit dem Lesen des Evangeliums die Reformation in den Gemeinden verankern. Das Buch sei sehr gut erhalten und habe wohl auch noch den originalen Ledereinband. (25.10.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Kirhenkreis Eschwege erhalten Sie unter:

kirchenkreis-eschwege.de

a23658

«Geht doch weiter!»
Ökumenischer Pilgerweg setzt Zeichen für Klimagerechtigkeit

Kassel (medio). Mehr als 30 Männer und Frauen aus ganz Deutschland pilgern in diesen Tagen gemeinsam von der Lutherstadt Eisenach zur UN-Weltklimakonferenz, die vom 6. bis 17. November in Bonn tagt. Die Pilger kommen nicht nur aus ganz Deutschland, sondern auch aus Schweden, der Schweiz und aus Frankreich. In Tagesetappen von ca. 25 Kilometern sind die Pilger zu Fuß unterwegsund zeigen auf Transparenten und Wimpeln das Motto der Pilgertour «Geht doch!» an, teilte Nina Wetekam, Fachreferentin für Küsterarbeit und Offene Kirchen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), mit.

Die Verbindung der Freude am Gehen mit dem Wunsch nach einem persönlichen Engagement für einen gerechten Klimawandel sind die Triebfedern dieses konfessionsübergreifend geplanten Projekts, heißt es im Flyer zum Pilgerweg. Diese Form des Pilgerns bewährte sich bereits 2015 anlässlich des Klimagipfels in Paris und setzt sich nun unter dem Motto «Geht doch weiter!» fort.

2017-11-06
Viele Pilger aus der jetzigen Gruppe waren auch schon in 2015 dabei, so Wetekam weiter. So auch Erwin Nissen aus Leck, der vor 2 Jahren eher zufällig zu der Pilgergruppe gestoßen war und heute wieder begeistert dabei ist. «Bei mir hat der Klimapilgerweg Spuren hinterlassen», so der Nordfriese. Die Teilnahme am letzten Pilgerweg habe nicht nur sein Bewusstsein für den Klimaschutz geschärft, sondern auch entschieden sein Konsumverhalten verändert. Andere Teilnehmende sind schon lange in Sachen Klimaschutz aktiv und nutzen die verschiedenen Veranstaltungen auf dem Pilgerweg und in den Übernachtungsorten, um auf die Zerstörung der Schöpfung aufmerksam zu machen. Hermann Wiesbrock aus Düsseldorf ist mit seiner Tochter Gudrun Fabian unterwegs. Sie ist stolz auf ihren 82jährigen Vater, der sich unermüdlich für den Klimaschutz engagiert und auch unterwegs mit vielen Passanten darüber ins Gespräch kommt. Den überzeugten Katholik treibt der große Wunsch nach einer besseren Zukunft nicht nur für seine Enkelkinder, sondern für alle Kinder dieser Welt an. Am Pilgerweg gefällt ihm besonders gut, dass es ein ökumenisches Projekt sei, berichtet Wetekam.

Stefan Weiß, Klimaschutzmanager der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, der einen Teil der Strecke begleitet, freut sich über die Gastfreundschaft der Kirchengemeinden am Weg, die zum großen Teil die Versorgung der Pilgernden mit Mahlzeiten und Unterkünften übernommen haben: «Das ist schon toll, was hier auf die Beine gestellt wird und wie viele helfende Hände es gibt, die für uns das Ankommen zu einem Erlebnis machen.» Auch die Gastgeber freuen sich über die Pilger und empfinden die Gespräche mit ihnen als Bereicherung, berichtet Pfarrer Karl-Günter Balzer, Öffentlichkeitsbeauftragter der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck im Sprengel Waldeck und Marburg. So habe Clara Spertzel, Vikarin in Stadtallendorf, durch die Gruppe und die Aktion neue Anstöße erhalten, über den eigenen Lebensstil nachzudenken. Andrea Roth-Burkhardt ergänzt: «Es ist nicht immer das ganz Große, das geschehen muss, um etwas zu verändern.»

Die Route startete am 18.10.2017 an der Wartburg. Bereits einen Tag nach dem Start erreichten die Pilger am 19.10. den Ort Lüderbach (Kirchenkreis Eschwege) und damit das Gebiet der Landeskirche. Etappenziele der darauffolgenden Tage waren Waldkappel, Spangenberg, Homberg (Efze), Ziegenhain, Stadtallendorf und Marburg, die letzte Station auf dem Gebiet der EKKW. Auf der Etappe von Stadtallendorf nach Marburg begleitete auch Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Pilgergemeinschaft. Hein lobte die Aktion, die die innere Einkehr von Pilgern und den Kampf für Klimagerechtigkeit mit einander verbindet.

Am 27.10. verlassen die Pilger den Bereich der Landeskirche. Ab da bahnt sich der Weg durch das Siegerland und das Rheinland nach Bonn, wo am Sonntag, 05.11., der diesjährige Klimapilgerweg mit Aktionen und Gottesdiensten abgeschlossen wird. Interessierte, die sich für eine Tagesetappe der Gruppe anschließen möchten, sind herzlich willkommen. Weitere Informationen. 0561 – 9378-374, klimapilgern@ekkw.de. (26.10.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Pilgerweg erhalten Sie unter:

klimapilgern.de

Download:

Hier können Sie sich den Flyer zum «Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit» herunterladen:

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a23626

Festgottesdienst in Kasseler Martinskirche
Bischof Hein ordiniert 14 Theologinnen und Theologen ins Pfarramt

Kassel (medio). Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat am Sonntag (22.10.) in einem Festgottesdienst in der Martinskirche in Kassel 14 Theologinnen und Theologen ins Pfarramt ordiniert. Bei der Ordination assistierten der Direktor des Evangelischen Studienseminars, Prof. Dr. Lutz Friedrichs, und Marianne Naumann-Boucsein (Kirchenvorstand Kassel-Mitte).

In seiner Predigt zu Markus 1,32-39 fragte Bischof Hein, ob es nicht der Traum einer jeden Pfarrerin und eines jeden Pfarrers sei, dass sich die Leute drängen, um in die Kirche hineinzukommen und dort einen Platz zu finden, so wie sie in der Erzählung aus dem Markusevangelium zu Jesus drängten, um seine Predigt zu hören. In den Gemeinden fiele der Gottesdienstbesuch jedoch oft geringer aus «angesichts einer Gesellschaft, in der die Fragen nach der eigenen Glaubensüberzeugung, also nach dem, was unser Leben trägt und prägt, dem ersten Anschein nach ausgesprochen zurückhaltend, wenn nicht gar zurückweisend behandelt werden.» Der Bischof stellte fest: «Die Skepsis gegenüber allen Formen der öffentlichen Religion ist gewachsen.» Da sei es auch am Tag der Ordination angezeigt, «in unseren Ansprüchen an uns selbst bescheiden zu bleiben und nicht einem Phantom nachzujagen, das sich alsbald als illusionär erweist. Der Traum, dass uns die Leute voller Erwartung die Kirchen einrennen, bleibt ein Traum», sagte der Bischof.

«Nur wer nahe bei Gott ist, kann wirklich nahe bei den Menschen sein»

2017-10-24
Für die Menschen da zu sein, ihnen nahe zu sein, koste Kraft. Daher habe Jesus nach Rückzugsräumen gesucht, um sich zu sammeln und neue Kräfte zu gewinnen: «Selbst Jesus braucht eine freie Zeit, die nicht schon von den Erfordernissen des neuen Tags bestimmt ist.» Diese Quelle seines Wirkens habe Jesus im Gebet gefunden: «Es ist die Balance zwischen der Nähe zu Gott und der Nähe zu den Menschen, die sich darin ausdrückt. Nur wer nahe bei Gott ist, kann wirklich nahe bei den Menschen sein, kann mit den Erwartungen und Überforderungen umgehen lernen.»

Von unverplanten Freiräumen handelten gegenwärtig auch die Debatten, wie der Pfarrberuf künftig zu gestalten sei. Der Pfarrberuf verlange auch nach Abgrenzung, und Gemeinden müssten damit leben, dass Pfarrerinnen und Pfarrer nicht rund um die Uhr für alles Mögliche erreichbar seien. An diesen Überlegungen sei viel dran – und man bemühe in den leitenden Gremien unserer Kirche, diesem Anliegen Rechnung zu tragen. Der Bischof äußerte den Wunsch: «Wir möchten nicht, dass Sie, liebe Ordinandinnen und Ordinanden, sich schon ausgebrannt fühlen, bevor Sie überhaupt 'gebrannt' haben!»

In Gemeinden herrscht tiefes Zutrauen in Pfarrberuf

Im «Hören und Beten» liege die Voraussetzung begründet, dem Auftrag dauerhaft nachkommen zu können: «Hören auf Gottes Wort, hören auf das, was Menschen bewegt und belastet, beides miteinander im Gebet verknüpfen und es Gott anvertrauen, selbst das eigene Unvermögen und die eigenen Zweifel – darauf liegt Segen!» Hein versicherte den Zuhörerinnen und Zuhörern: «Die Zeiten pfarramtlicher Allzuständigkeit sind glücklicherweise vorbei.» In den Gemeinden gebe es Menschen, die bereit seien, mitzumachen und, wenn nötig, Ihre Pfarrerinnen und Pfarrer auch zu entlasten. Trotz des gesellschaftlichen Wandels gelte weiterhin: «Aber wir bleiben gefragt!» Nichts könnten sich Gemeinden weniger vorstellen, als keine Pfarrstelle mehr zu haben. Darin drücke sich ein tiefes Zutrauen in diesen besonderen Beruf und die Anwesenheit «vor Ort» aus.

Im Blick auf die im Predigttext benannten Dämonen, die Jesus austrieb, sagte Hein: «Die Dämonen unserer Zeit mögen andere sein als damals: Sie können im Gewand der hemmungslosen Gier nach Geld oder Einfluss, als Rücksichtslosigkeit gegenüber sich selbst oder andere Menschen, als tiefe Lebens- und Versagensängste, als Perspektivlosigkeit angesichts der sich rasant verändernden Berufswelten daherkommen.» Auch gebe es heute genügend Menschen, die in einem übertragenen Sinn «besessen» seien – und wenn nicht besessen, so doch belastet. Für die seien Pfarrerinnen und Pfarrer in ihrer Seelsorge da. Dabei gelte: «Wir werden die Welt damit auch nicht schlagartig ändern, aber können etwas von der Kraft weitergeben, aus der wir selbst leben: der Hoffnung auf Gottes Reich und seiner Gegenwart unter uns!»

«Beten, für uns und für andere Menschen, ist Berufstätigkeit»

Abschließend erinnerte der Bischof an den 31. Oktober 1517, an dem Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte. Oft genug habe man im Lauf des Jubiläumsjahres kritisch gefragt, was es für evangelische Christen bedeute, die Reformation auch heute als entscheidenden Impuls in der Kirche zu verstehen. Die Antwort darauf gebe Luther in der 62. seiner Thesen: «Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes.» Diesen Schatz gelte es überzeugend weiterzugeben. Er sei Gabe und Aufgabe. Und es gelte, sich in Zeiten der Anstrengung oder der gespürten Überforderung zu vergewissern, dass nicht man selbst sich diesen Auftrag gegeben habe, sondern dass man ihn Christus verdanke. Hein äußerte die Hoffnung, dass sich die Ordinandinnen und Ordinanden immer wieder den Freiraum nehmen würden, dies zu bedenken und im Namen Christi zu Gott zu beten: «Noch einmal und ganz deutlich: Beten ist Berufstätigkeit – beten für uns selbst und für andere Menschen!»

Die Ordinierten, zehn Frauen und vier Männer, hatten zuvor ein Studium der Evangelischen Theologie absolviert und waren in der zweiten Ausbildungsphase als Vikare in Kirchengemeinden der Landeskirche tätig und wurden zugleich am Evangelischen Studienseminar in Hofgeismar ausgebildet. Nach der Ordination treten sie unmittelbar Ihren Dienst als Pfarrerin bzw. Pfarrer im Probedienst in den Gemeinden an. (23.10.2017)

Impressionen vom Ordinationsgottesdienst

(Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

Einsatzorte der Pfarrerinnen und Pfarrer im Probedienst zum 1. November 2017

Sarah Evelin Bernhardt
2. Pfarrstelle Wildunger Walddörfer, Kirchenkreis Eder

Daniela Hoff
Körle, Empfershausen und Lobenhausen, Kirchenkreis Melsungen

Karina Kanwischer-Koch
Zimmersrode, Kirchenkreis Fritzlar-Homberg

Jennifer Keomanee
Oberrieden, Unterrieden und Wendershausen, Kirchenkreis Witzenhausen

Julia Lange
Josbach, Wolferode und Hatzbach, Kirchenkreis Kirchhain

Sarah Karin Mahn
zunächst Elternzeit

Imme Mai
Pfarramtlicher Dienst, Kirchenkreis Hofgeismar

Kirstin Pothmann
1. Pfarrstelle Baunatal-Großenritte, Kirchenkreis Kaufungen

Jonas Rahn
Bergshausen (mit Zusatzauftrag Blindenseelsorge), Kirchenkreis Kaufungen

Daniel Martin Richebächer
Obergrenzebach-Seigertshausen, Kirchenkreis Ziegenhain

Dr. Christian Ernst Heinrich Schäfer
Hundelshausen und Dohrenbach (mit Zusatzauftrag Studierendenseelsorge), Kirchenkreis Witzenhausen

Gudrun Schlottmann
2. Pfarrstelle Kassel-Südstadt, Stadtkirchenkreis Kassel

Anna Katharina Siebert
Schweinsberg (mit Zusatzauftrag Flüchtlingsseelsorge), Kirchenkreis Kirchhain

Jonathan Stubinitzky
2. Pfarrstelle Tann und Habel, Kirchenkreis Fulda

Download:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Ordinationsgottesdienst in Kassel im Wortlaut:

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a23619

Antrittsbesuch der Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages

Kassel (medio). Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT), Prof. Dr. Julia Helmke, ist am Dienstag (10.10.) im Rahmen ihres Antrittsbesuches in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit dem Bischof der Landeskirche, Prof. Dr. Martin Hein, zusammengetroffen. An dem Gespräch im Landeskirchenamt in Kassel nahmen auch der Leiter für Finanzen und Controlling des Kirchentages, Stephan Menzel, sowie Pfarrerin Eva Hillebold (Persönliche Referentin des Bischofs), Pfarrer Philipp von Stockhausen (Vorsitzender des Landesausschusses des DEKT in Kurhessen-Waldeck) und der stellvertretende Sprecher der Landeskirche, Pfarrer Christian Fischer, teil.

Bei dem knapp zweistündigen Gedankenaustausch wurden unter anderem die Möglichkeiten der Beteiligung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck am Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt am Main erörtert. Alle Gesprächsteilnehmer unterstrichen zudem die Bedeutung des Ökumenischen Kirchentages. (11.10.2017)

2017-10-16
a23620

25-jähriges Jubiläum der ECKD
Willi Hanselmann, Geschäftsführer der ECKD feierlich in den Ruhestand verabschiedet

Kassel (medio). Der langjährige Geschäftsführer der ECKD (EDV-Centrum für Kirche und Diakonie GmbH), Willi Hanselmann, wurde bei der Feier zum 25-jährigen Jubiläum der ECKD in den Ruhestand verabschiedet. Das Jubiläum am 04.10.2017 stand ganz im Zeichen seines Abschieds. Hanselmann hatte das Unternehmen über 14 Jahre lang geleitet, teilte Ines Stephan vom  Marketing und Event Management der ECKD mit. Gefeiert wurde mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern im Kongress Palais in Kassel.

«Die ECKD ist für die Zukunft gut aufgestellt und verfügt über eine jahrzehntelange IT-Erfahrung, die unseren Kunden auch weiterhin individuelle Lösungen und erfolgreiche Anwendungen zur Verfügung stellt», freute sich Hanselmann, der zufrieden in seinen Ruhestand eintritt.

Stichwort ECKD

Im Jahr 1992 gegründet, ging die ECKD (EDV-Centrum für Kirche und Diakonie GmbH) aus der bereits 1968 gebildeten IT-Abteilung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau hervor. Seitdem stellt die ECKD mit ihren rund 170 Mitarbeitern IT-Dienstleistungen für Kirchen, kirchliche Einrichtungen, Diakonie, Caritas und andere Wohlfahrtsverbände bereit. (11.10.2017)

2017-10-16
a23600

Dr. Manuel Goldmann verabschiedet, Dr. Lutz Friedrichs eingeführt
Direktorenwechsel im Evangelischen Studienseminar Hofgeismar

Hofgeismar (medio). Mit einem Gottesdienst in der Hofgeismarer Brunnenkirche wurde am Mittwoch (4.10.) der Wechsel in der Leitung des Evangelischen Studienseminars vollzogen: Direktor Dr. Manuel Goldmann wurde turnusgemäß nach acht Jahren aus dem Dienst verabschiedet, der bisherige Leiter des Referats Gottesdienst, Kirchenmusik und theologische Generalia im Landeskirchenamt, Dr. Lutz Friedrichs, wurde als neuer Studienseminardirektor eingeführt.

Prälatin Marita Natt würdigte in Ihrer Ansprache den scheidenden Studienseminardirektor als «Mann der eher leisen Töne. Töne, die sich allerdings umso klangvoller ausbreiten.» Dr. Goldmann sei für sie ein Mann des Hinhörens, dem Teamarbeit mehr liege als «Chefallüren». Schon früh habe Goldmann Interesse an der Verbindung von Theologie und Politik, Frömmigkeit und Tun gezeigt: «Zu vermitteln, dass wir als Kirche in die Gesellschaft hineinwirken sollen, ja, müssen, ist Ihnen immer ein Anliegen gewesen.»

2017-10-05

 Als Predigerseminardirektor sei es Goldmanns Ziel gewesen, «den theologischen Kern des Pfarramts zum Leuchten zu bringen». Auch für sich selbst habe er das Weiterlernen können auf dem Campus in Hofgeismar als großes Geschenk begriffen. Und so könne er nach den Abschied aus dem Studienseminar «in freudiger Erwartung» einem Studiensemester entgegensehen, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. 

Dem neuen Studienseminardirektor Dr. Lutz Friedrichs gab die Prälatin die Jahreslosung 2018 als Leitwort für den kommenden Dienst mit auf den Weg: «Gott spricht: ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst». Das Wort biete sich nicht nur mit Blick auf die kommende Wirkungsstätte «Gesundbrunnen» an, wie die Prälatin bemerkte: «Durstige werden Ihnen begegnen und manchmal werden Sie selbst sich nach dem ‚Wasser des Lebens‘ sehnen.» Mit der Umgestaltung des ehemaligen Predigerseminars zu einem Evangelischen Studienseminar erwarte Friedrichs eine «herausfordernde und schöne Aufgabe». Zu Friedrichs gewandt sagte Natt: «‚Ich freue mich‘ haben Sie gesagt. Was will man mehr? Gottes Segen wird Sie begleiten und stärken!»

In seiner Einführungspredigt setzte Dr. Friedrichs das auf der Documenta 14 präsentierte Marmorzelt der Künstlerin Rebecca Belmore mit dem Bild der «zugigen Heimat» des Apostel Paulus (2. Kor.) und dem Evangelischen Studienseminar in Beziehung und ging so der Frage nach, was Heimat sei. Genauso wie das Marmorzelt sei das Studienseminar ein behaglich gestalteter Ort: ein Ort des Rückzugs, um Kraft zu schöpfen genauso wie ein Ort der Bildung, um in Ruhe nachdenken zu können. Aber das bedeute nicht, dass man es sich zu gemütlich machen solle, sich in dem einrichten, wie es bisher gewesen sei. Vielmehr solle man sich dem Zugigen aussetzen, dem Unbehaglichen, das einen beunruhige: «Das Seminar hat die besondere Chance, Neues zu denken, ein think tank zu sein, und ein Laboratorium, in dem andere Formen von Kirche ausprobiert und reflektiert werden können», so Friedrichs. Und schließlich brauche auch das Studienseminar die Bereitschaft, das Haus offen zu halten: «für Menschen in ihrer Verschiedenheit, für Mitarbeiter in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen, für Kirche in einer pluralen Gesellschaft, für Menschen die in zugigen Verhältnissen leben, für Suchende, die nicht wissen, ob wir ihnen Heimat geben können», so der neue Studienseminardirektor.


Stichwort: Evangelisches Studienseminar

Am 14. Oktober 2016 wurde aus dem ehemaligen Predigerseminar das «Evangelische Studienseminar - Protestant seminary for advanced studies» der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Damit sind nun alle Formen der theologischen Aus-, Fort- und Weiterbildung unter einem Dach vereinigt: die Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren, die Fortbildung von Pfarrerinnen und Pfarrern, die Aus- und Fortbildung von Prädikantinnen und Prädikanten sowie die Arbeitsstelle Gottesdienst. (05.10.2017)

Impressionen vom Gottesdienst und vom Empfang im Synodalsaal

(alle Fotos: medio.tv/Socher)

Linktipp:

Das Evangelische Studienseminar - Protestant seminary for advanced studies finden Sie im Internet unter:

evangelisches-studienseminar-hofgeismar.de

a23515

Pilgerweg zur Einheit der Christen - Gemeinsames Reformationsgedenken
Vierte Etappe der Christus-Wallfahrt auf dem Lutherweg in Eisenach

Eisenach/Kassel/Fulda (medio). Unter dem Motto «Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben» (Joh. 14,6) pilgerten am 3. Oktober etwa 50 Christinnen und Christen verschiedener Konfessionen auf einem Teil des Lutherwegs in Eisenach. Beim Aufbruch an der Zugbrücke der Wartburg sagte Bischof Heinz Josef Algermissen (Bistum Fulda): «Mögen die ökumenischen Samenkörner dieses Jahres des Reformationsgedenkens aufgehen und Frucht bringen weit über das Jahr hinaus. Möge das Wehen des Heiligen Geistes uns dazu bringen, durch neue Einsichten weiterzugehen.»
 
2017-10-06
Der Weg führte die Pilger von der Wartburg über die Elisabethkirche zur Georgenkirche in Eisenach. Dort gestaltete Algermissen mit dem Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, eine ökumenische Abschlussandacht, teilte das Bischöfliche Generalvikariat des Bistums Fulda mit. Bei der Verabschiedung sagte Bischof Hein: «Wir brechen auf: Zurück an die Orte, aus denen wir gekommen sind, gestärkt durch den Zuspruch des Wortes Gottes, ermutigt durch das Erleben einer großen geistlichen Gemeinschaft, voller Hoffnung auf das Kommen des Reiches Gottes. Das verbindet uns alle! Und deshalb bleiben wir auf dem Weg, den Christus uns weist: In ihm sind wir eins, sind Schwestern und Brüder.»

  Initiiert wurde der «Pilgerweg zur Einheit der Christen» im Jahr 2014 von der Ökumene-Kommission des Bistums Fulda unter der Beteiligung des Catholica-Referenten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), Pfarrer Wolfgang Kallies. Er wurde als geistlicher Weg der Vorbereitung auf das Reformationsgedenken 2017 konzipiert. Seit 2014 wurden Wegstücke entlang des Elisabethpfades, der Bonifatiusroute und des Jakobuswegs gepilgert, teilte der Referent gegenüber der Onlineredaktion des Medienhauses der EKKW mit. Die letzte Etappe führte mit der Betrachtung von Luther und Maria auf dem «Lutherweg» von der Wartburg in die Stadt Eisenach.

  Mit dem gemeinsamen Beschreiten der Wege soll die Einheit der Christen im Fokus auf den gemeinsamen Glauben an Christus lebendig werden, heißt es in der gemeinsamen Handreichung des Bistums Fulda und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zum Jubiläumsjahr. «Das Reformationsgedenken 2017 kann als ‚Christusfest’ zu einer neuen Ausrichtung auf Jesus Christus führen, zu einem stärkeren Achten auf die Schwester und den Bruder in Christus, um gemeinsam Zeugnis abzulegen in unserer Zeit», so Diakon Dr. Stefan Wick, Ökumene-Referent des Bistums Fulda in der Handreichung. (04.10.2017)

Download:

Die vom Bistum Fulda und der Landeskirche herausgegebene Handreichung zum Jubiläumsjahr finden Sie hier:

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Download:

Hier können Sie den Flyer zur Veranstaltung herunterladen:

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