Brief an die Gemeinden
Bischof Hein ruft zur Unterstützung von Flüchtlingen auf

Kassel (epd). Angesichts der wachsenden Zahl von Flüchtlingen in Hessen hat der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, die Kirchengemeinden der Landeskirche um Unterstützung aufgerufen. Konkret könnten dies Besuche in den Unterkünften oder Einladungen in Kirchengemeinden sein, schreibt Hein in einem Brief an die Gemeinden. Denkbar sei auch die Einrichtung von Treffpunkten, Cafés oder die Veranstaltung von Festen, Fußballspielen und anderen Aktivitäten. In Absprache mit den zuständigen Betreuern könne den Flüchtlingen auch durch Deutschunterricht, Begleitung bei Behördengängen oder etwa bei der Kinderbetreuung geholfen werden.

Hein kündigte ferner an, demnächst ein landeskirchliches Freizeitheim zum Teil für die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Entgegen den sonstigen Einsparungen im landeskirchlichen Haushalt seien zudem die Stellenanteile für Flüchtlingsberatung und die Begleitung von ehrenamtlichem Engagement für Flüchtlinge erhöht worden, betonte Hein. Viele Kirchengemeinden engagierten sich schon seit geraumer Zeit für die Aufnahme von Flüchtlingen.

Hein wies darauf hin, dass sich nach biblischem Maßstab die Qualität einer Gesellschaft daran messe, wie sie mit den Schwachen und Fremden in ihrer Mitte umgehe. Aufgabe der Christen sei es auch, Vorurteilen und Fremdenhass entschieden entgegenzutreten und mitzuhelfen, Konflikte in Kommunen konstruktiv zu bearbeiten.

In den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Hersfeld-Rotenburg sowie in Calden bei Kassel sind in den vergangenen Wochen innerhalb kurzer Zeit große Aufnahmelager entstanden. Der Regierungspräsident des Regierungsbezirkes Kassel, Walter Lübcke (CDU), hatte unter anderem auch Kirche und Diakonie um Hilfe bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben gebeten. (30.07.2015)

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier den Brief von Bischof Martin Hein an die Gemeinden der Landeskirche im Original:

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Praxishilfe:

Laden Sie hier die Praxishilfe für Kirchengemeinden «Flüchtlinge willkommen heißen, begleiten, beteiligen» der evangelischen Kirchen und der Diakonie in Hessen herunter:

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Bundesweite Wettbewerbsausschreibung
Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck sucht neue Texte für Traulieder

Kassel (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat einen Textwettbewerb für Traulieder ausgeschrieben. Mit neuen Texten zu bekannten Kirchenliedern soll den veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Einstellungen zu Ehe und Familie nun auch kirchenmusikalisch Rechnung getragen werden, teilte die Pressestelle in Kassel mit.

Der für Kirchenmusik zuständige Referent der Landeskirche, Dr. Lutz Friedrichs, wies auf die Notwendigkeit neuer Texte für Traulieder hin. Immer häufiger stelle die Trauung keinen Auftakt für etwas Neues dar, sondern bekräftige bestehende Beziehungen. Auch die Aspekte einer modernen Partnerschaft würden in den herkömmlichen Texten nicht thematisiert, so Friedrichs. Um das Mitsingen der Festgemeinden bei den Traugottesdiensten zu erleichtern, habe man sich bewusst dafür entschieden, den Wettbewerb auf neue Texte zu beschränken. Bei den dazugehörigen Melodien solle auf eine Auswahl populärer Kirchenlieder zurückgegriffen werden.

Texte sollen neues Ehe- und Familienbild verständlich und bildreich beschreiben

Laut Ausschreibung werden Texte gesucht, die in einer verständlichen und bildreichen Sprache das neue Ehe- und Familienbild in religiös-christlicher Perspektive beschreiben. Die Texte sollen auf eine der folgenden Melodien gesungen werden können: «Danke für diesen guten Morgen», «Geh aus, mein Herz, und suche Freud», «Großer Gott, wir loben dich» und «Stern über Bethlehem». Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 30. November 2015.

Preisgeld von 1.200 Euro – Texte werden in Beiheft zum Gesangbuch aufgenommen

Pro Melodie wird jeweils ein 1. Preis mit 300 Euro ausgelobt. Die prämierten Lieder werden am 1. März 2016 bekanntgegeben und in das neue Beiheft zum Gesangbuch der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck aufgenommen. Das Beiheft ist ein kirchenmusikalischer Beitrag der Landeskirche zum Reformationsjubiläum 2017. Es wird im Rahmen der Landeskirchenmusiktage vom 8. bis 10. September 2017 der Öffentlichkeit feierlich übergeben. (31.07.2015)

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Von August bis September: Märchen, Krimi, Weltliteratur
Taufkapelle in Allendorf wird Deutschlands dritte «Hörspielkirche»

Bad Sooden-Allendorf (medio). In einer Kirche Geschichten zu lauschen, ist nichts Ungewöhnliches. Doch in Bad Sooden-Allendorf gibt es ab August ein ganz besonderes Angebot. Von August bis Mitte September ist in der Taufkapelle der St.-Crucis-Kirche in Allendorf Hörspielsaison. Gäste des Ortes und Einheimische können dort Klassikern der Dichtkunst wie Johann August Apels «Der Freischütz» und Collodis «Pinocchio» lauschen, teilte Pfarrer Hubertus Spill von der Kirchengemeinde gegenüber der landeskirchlichen Medienagentur «medio» mit.

Eine Planungsgruppe von Ehrenamtlichen, der Kirchenvorstand und etliche Sponsoren haben ein Projekt möglich gemacht, das in ganz Deutschland erst das dritte seiner Art ist. Es könnte sich, so wird zumindest von Pfarrer Spill und seinem Team erhofft, zu einem weiteren Publikumsmagneten für viele Besucher in der Badestadt entwickeln.

Taufkapelle wird «Hörspielkirche»

Mit der frisch renovierten Taufkapelle mit 40 Sitzplätzen stehe für das Projekt «Hörspielkirche» ein geeigneter Raum zur Verfügung, freit sich Spill. Dieser wird in idealerweise den Anforderungen des Projekts gerecht und liegt zudem auch in direkter Nähe zum prämierten «Kirch- und Bibelgarten», der jährlich von vielen hundert Menschen besucht wird, so der Pfarrer.

Vom 5. August bis 13. September: Märchen, Krimi, Weltliteratur

Ob Märchen, Krimi, Weltliteratur - für jede Vorliebe und jedes Alter hält das Programm ein passendes Angebot bereit. Auf dem Plan stehen Hörspielinterpretationen von Theodor Storm bis Edgar Allan Poe. In Kooperation mit zahlreichen Buch-, Musik-, Audio- und Theaterverlagen hat Hörspielkirchen-Initiator Jens Franke eine abwechslungsreiche Auswahl zusammengestellt. Die Hörspielkirche ist vom 1. August bis 13. September täglich außer Montag und Dienstag ab 11 Uhr geöffnet. An den Nachmittagen läuft ein Kinderprogramm, abends gibt es Hörspiele für Erwachsene, auch Kriminalstücke. Eröffnung der Hörspielsaison ist am 1. August um 18 Uhr

Der Eintritt zu den Veranstaltungen der Hörspielkirche ist frei, allerdings wird um Spenden gebeten, um das Projekt fortsetzen und weiter entwickeln zu können.

Die Idee «Hörspielkirche»

Die Idee einer Hörspielkirche stammt von dem Architekten Jens Franke, der die erste Hörspielkirche Deutschlands in Federow (Mecklenburg-Vorpommern) vor zehn Jahren installierte. Sie beruht auf einem ganz naheliegenden Gedanken: Auf Kirchenbänken wurde immer schon in Gemeinschaft Geschichten gelauscht. So liegt es nahe, den Kirchenraum dem Hörspiel zu öffnen und diese neue Form des Erzählens an den traditionellen Mittelpunkt des Gemeindelebens zu bringen. (31.07.2015)

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Schau zu historischen, religiösen und aktuellen Aspekten
Kurhessische Ausstellung «475 Jahre Konfirmation» macht in Wiesbaden Station

Wiesbaden (epd). Am Donnerstag ist in der Wiesbadener Marktkirche die Wanderausstellung «475 Jahre Konfirmation - Vom Übergang zur Mündigkeit» eröffnet worden. Die Schau, die an die Ersterwähnung der Konfirmation in der sogenannten «Ziegenhainer Zuchtordnung» erinnere, werde bis zum 12. Oktober zu sehen sein, teilten die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) mit. Die Ausstellung war von der EKKW entwickelt worden.

Bei der Ausstellungseröffnung zeigte sich Bischof Martin Hein (EKKW) froh und stolz darüber, dass die Konfirmation ihren Siegeszug von Hessen in die Welt angetreten hat. «Davon kann man sich auf einigen Tafeln der Ausstellung einen Eindruck verschaffen, etwa von der Feier der Konfirmation in Indien, in Südafrika und in Estland.» Darüber hinaus zeige die Schau, dass die Konfirmandenarbeit konzeptionell immer stärker mit der Jugendarbeit zusammengedacht werde. «Sie ist insofern längst nicht mehr als Unterweisung zu verstehen, sondern als spannende, auch erlebnispädagogische Erneuerung im gemeindlichen Zusammenhang», sagte Hein.

Ulrich Oehlschläger, Präses der EKHN-Synode, bezeichnete die Arbeit mit Konfirmanden als eines der «bedeutendsten außerschulischen Bildungsfelder der Kirche». Dabei gehe es nicht nur darum, «dass Jugendliche sich ihren persönlichen Glauben erschließen», sondern auch darum, «dass sie Fähigkeiten und Werthaltungen ausbilden», die in einer weltanschaulich und kulturell vielfältigen Gesellschaft wichtig seien. Deshalb sei der Konfirmandenunterricht als Tradition «immer mit der Pflicht zu ihrer Weiterentwicklung verknüpft». So seien längst Prüfungen zugunsten von Vorstellungsgottesdiensten abgeschafft, und Belehrung sei durch Teilhabe ersetzt worden.

Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU) sagte: «Ich bin zuversichtlich, dass eine Ausstellung wie diese geeignet ist, das Verständnis für die religiösen Verhältnisse nicht nur in Hessen, sondern in ganz Deutschland zu schärfen.» Der Übergang zur Mündigkeit spiele nicht nur in der Konfirmation eine beutende Rolle, sondern auch im Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen.

Auf 24 Tafeln werden in der Schau historische, religiöse und aktuelle Aspekte der Konfirmation beleuchtet. Sie spannt dabei den Bogen von der Entstehung der Konfirmation bis zu neuen Modellen der Konfirmandenarbeit. Martin Bucers «Ziegenhainer Zuchtordnung» von 1538/39 sah erstmals vor, dass getaufte Kinder im christlichen Glauben unterwiesen und konfirmiert werden sollten, wenn sie in einer öffentlichen Prüfung durch den Pfarrer bewiesen hatten, dass sie den christlichen Glauben verstanden haben. An diese Grundlage der heutigen Konfirmation erinnert die Ausstellung. (24.07.2015)

Linktipp:

Besuchen Sie die Ausstellung online unter:

jahr-der-konfirmation.de

Hintergrund:

Informationsbroschüre zur Ausstellung «475 Jahre Konfirmation - Vom Übergang zur Mündigkeit» der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck:

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«Bild und Bibel»
Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck ehrt Wettbewerbssieger

Kassel (epd/medio). Die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck hat am Freitag (17.07.) die Preisträger des Schüler- und Jugendwettbewerbes «Bild und Bibel 2015» in Kassel ausgezeichnet. Der Wettbewerb fand im Rahmen der Lutherdekade zum Jahresthema «Bild und Bibel» statt. Horst Jung, Beauftragter für bibelgesellschaftliche Arbeit, beglückwünschte die Preisträger aus insgesamt vier Alterskategorien. In der Kategorie Kindertagesstätten gewannen die Kinder der Tagesstätte Gesundbrunnen in Hofgeismar, bei den Grundschülern siegte eine Grundschulklasse aus Maintal-Dörnigheim.

Den ersten Platz in der Kategorie Sekundarstufe I errang eine Klasse der Offenen Schule Waldau in Kassel, den ersten Platz in der Sekundarstufe II ging an Luisa Döls aus Homberg/Efze. Das Spektrum der insgesamt zehn eingereichten Beiträge reichte von einer nachgebauten Arche Noah über Tonfiguren und ein Schattenspiel bis hin zur bildlichen Darstellung der Trinität. Die Preisträger sind nach Frankfurt zu einem Besuch des dortigen Bibelmuseums eingeladen.

Zu Beginn hatte der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, auf die Bedeutung von Bildern für den Glauben hingewiesen. Bilder habe es von Anfang an in den Kirchen gegeben, sagte er. Bis zur Erfindung des Buchdrucks seien oft Bilder die einzige Möglichkeit gewesen, wie Menschen die biblische Botschaft erfahren konnten.

Im Anschluss an die Preisverleihung feierte die Bibelgesellschaft Kurhessen-Waldeck ihr zehnjähriges Bestehen. Sie war 2005 aus der Kasseler Bibelgesellschaft, der Hanauer Bibelgesellschaft und der Oberhessischen Bibelgesellschaft in Marburg hervorgegangen.

Trotz der fast zwei Jahre dauernden Verhandlungen habe es niemals ein böses Wort gegeben, würdigte Jung den Zusammenschluss als gelungen. Nächstes größeres Projekt werde die Einrichtung eines «Reformationshauses» in Homberg/Efze sein.

Stichwort: Lutherdekade

Rund zehn Jahre vor dem Reformationsjubiläum 2017 hat die evangelische Kirche die Dekade gestartet. Neben der Erinnerung an die historischen Ereignisse von 1517 sollen dabei aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft aufgegriffen werden. Anlass der bundesweiten Lutherdekade ist der legendäre Thesenanschlag von Martin Luther (1483-1546) am 31. Oktober 1517 in Wittenberg. Das Ereignis gilt als Beginn der Reformation. Seit 2008 steht während der Lutherdekade jedes Jahr unter einem anderem Motto. Im Themenjahr 2015 auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 dreht sich alles um das Thema «Reformation: Bild und Bibel». (17.07.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Bibelgesellschaft erhalten Sie unter:

www.ekkw.de/bibelgesellschaft/(...)

«azubi & studientage 2015»
Landeskirche und Diakonie Hessen zeigen auf Kasseler Bildungsmesse Vielfalt von beruflichen Möglichkeiten

Kassel (medio). Auch in diesem Jahr sind die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Diakonie Hessen wieder gemeinsam mit einem Messestand auf der Ausbildungsmesse «azubi & studientage 2015, Kassel» vertreten. Interessierte Jugendliche können sich hier bis Samstag (18.07.) über 18 Ausbildungs- und Studiengänge in den Bereichen Evangelische Theologie, Sozialpädagogik, Pflege, Verwaltung, Förderberufe und Freiwilligendienste informieren, teilten die Pressestellen der EKKW und der Diakoniehessen mit.
 
Bei ihrem heutigen Messerundgang betonte die Pröpstin des Sprengels Kassel, Katrin Wienold-Hocke, dass das kirchliche Ausbildungsangebot in allen Bereichen eine große Offenheit und Vielfalt abbilde. Für alle Bildungsabschlüsse gebe es Ausbildungsplätze, und nach abgeschlossener Ausbildung könne man sich nicht nur innerhalb der Landeskirche, sondern auch darüber hinaus bewerben: «Wir bilden auch über unseren eigenen Bedarf aus. Kirche und Diakonie nehmen damit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahr.» Ebenso zeigte sich Wienold-Hocke von der Leistungsfähigkeit kirchlicher Fort- und Weiterbildungen überzeugt: «Unser Angebot kann sich sehen lassen.»
 
Stefan Hof, Personalentwicklung der Diakonie Hessen, begleitete sie und berichtete aus eigener Anschauung von der Vielfalt kirchlicher Ausbildungsgänge und den sich bietenden Entwicklungsmöglichkeiten: «Ich habe selbst erlebt, dass es in den sozialen Berufen viele Möglichkeiten gibt», sagte Hof, der von ersten beruflichen Erfahrungen in einem freiwilligen sozialen Jahr und einer Pflegeausbildung im Krankenhaus berichtete, an die sich ein Pflegestudium und ein Aufbaustudium im Bereich Personalentwicklung anschlossen. «Diese Vielfalt finde ich toll», so Hof.
 
Bereits seit 2010 präsentieren sich Kirche und Diakonie gemeinsam auf der Kasseler Ausbildungsmesse. Jährlich qualifizieren beide Institutionen 1.500 Menschen in Erstausbildungen, Studium oder Weiterbildungen in den Bereichen Gesundheits- und Sozialberufe, Kirchenverwaltung, Gottesdienst, Seelsorge, Religionsunterricht und Gemeindearbeit. Nach Diakonin Ute Kaisinger-Carli, Verantwortliche für den gemeinsamen Messestand, sind in diesem Jahr neun Ausbildungsstandorte aus Hessen vertreten. Auszubildende, Studierende und Ausbildungsverantwortliche informieren die Besucher über verschiedene Berufsbilder in Kirche und Diakonie.
 
Bis Samstag, 18. Juli, 16:00 Uhr besteht noch die Möglichkeit, die «azubi & studientage 2015» auf der Messe Kassel, Halle 3 zu besuchen. (17.07.2015)

Linktipp:

Eine Übersicht über die Ausbildungs- und Studiengänge in Kirche und Diakonie finden Sie unter

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Landeskirchliche Syrienhilfe
Syrisches Krankenhaus erhält Stromgenerator durch kurhessische Unterstützung

Al Hosn/Syrien (medio). Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck unterstützt mit der landeskirchlichen Syrienhilfe besonders die medizinische Versorgung in Syrien. Jetzt konnte ein Stromgenerator für das kirchliche Krankenhaus in Al Hosn in Betrieb genommen werden, teilte der Direktor des Krankenhauses, Dr. Khaled Yaziji, in einem Schreiben an die Landeskirche mit.

Im März war Dr. Yaziji mit einem Kollegen im Kasseler Haus der Kirche zu Gast, um mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein und Ökumenedezernentin Dr. Ruth Gütter über die Beschaffung und Lieferung von medizinischen Geräten und weiteren Hilfsgütern zu beraten. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hatte daraufhin für die Anschaffung des Generators 35.000 Euro aus den Spenden für die Landeskirchliche Syrienhilfe bereitgestellt.

Yaziji bedankt sich in dem Schreiben für die wichtige Unterstützung, mit der das Krankenhaus angesichts der vielen Stromausfälle verlässlicher als bisher arbeiten kann. Das Krankenhaus, das von der rum-orthodoxen Kirche betrieben wird und nahe der Grenze zum Libanon liegt, versorgt etwa 300.000 Menschen, darunter viele Binnenflüchtlinge und Opfer des Bürgerkriegs. Besonders im Namen dieser Opfer übermittelte Dr. Yaziji seinen Dank für die großzügige Hilfe aus Kurhessen-Waldeck. Die Hilfe sei auch ein Zeichen für diese Menschen, dass sie nicht vergessen sind, so Yaziji. (16.07.2015)

Linktipp:

Informationen zur landeskirchlichen Syrienhilfe finden Sie auf der Seite zur Freundschaft mit der Rum-Orthodoxen Kirche von Antiochia unter:

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Amtsnachfolgerin von Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Stock
Rat der Landeskirche beruft Dr. Gudrun Neebe zur Dezernentin für Bildung

Marburg/Kassel (medio). Dr. Gudrun Neebe, derzeit Leiterin des Religionspädagogischen Instituts in Marburg, wird Dezernentin für Bildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Der Rat der Landeskirche berief die 53jährige am Montag (13.7.) in Marburg zur Nachfolgerin von Oberlandeskirchenrat Dr. Eberhard Stock, der zum 30. November 2015 in den Ruhestand treten wird. Als Bildungsdezernentin wird sie dem Kollegium des Landeskirchenamtes und damit der Kirchenleitung angehören, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.


Zur Person:

Dr. Gudrun Neebe wurde 1961 in Niederasphe (Kirchenkreis Kirchhain) geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1980 studierte sie evangelische Theologie und Diplom-Pädagogik an der Philipps-Universität in Marburg. 1988 bis 1989 absolvierte sie darüber hinaus noch einen Fernstudiengang in der Erwachsenenbildung. 1991 begann sie ihr Vikariat zunächst in der Kirchengemeinde Cappel (Kirchenkreis Marburg), absolvierte dann ein pädagogisches Praktikum und wechselte zum Ende ihrer Vikariatszeit an das Predigerseminar Hofgeismar. Im Jahr 1993 wurde sie durch Bischof Dr. Zippert in Lippoldsberg ordiniert.

Von 1993 bis 1996 war sie an dem Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität tätig. Von 1998 bis 1999 versah sie den Dienst als Pfarrerin in der Kirchengemeinde Weitershausen (Kirchenkreis Marburg) mit dem Zusatzauftrag «Aussiedlerseelsorge», ein Aufgabengebiet, dem sie sich von Januar bis September 2000 ganz widmete. Von 2000 bis 2014 leitete sie als Direktorin das Pädagogisch-Theologischen Institut der Landeskirche in Kassel. Ab 1. Januar 2015 war Neebe im Zuge der Kooperation der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit der Leitung des gemeinsamen Religionspädagogischen Instituts in Marburg betraut.

Direktorin Dr. Gudrun Neebe engagierte sich neben ihrer Tätigkeit als Leiterin des Pädagogisch-Theologischen Instituts noch in mehreren landeskirchlichen Gremien: stellvertretendes Mitglied der 11. und 12. Landessynode, Mitglied der Theologischen Kammer von 1998 bis 2011, seit 2004 geschäftsführender Vorsitz der Bildungskammer der Landeskirche, seit 2004 Mitglied im Fachbeirat Hephata und von 2003 bis 2004 Mitglied des Kuratoriums des Freiwilligen Sozialen und Ökologischen Jahres.

Gudrun Neebe ist verheiratet; das Ehepaar hat einen Sohn. (14.07.2015)

Landeslektorentag
Lektorinnen und Lektoren beschäftigten sich mit der «Spiritualität im Alltag»

Morschen (medio). Unter dem Motto «Spiritualität im Alltag» stand der diesjährige Landeslektorentag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) am Sonntag (12.07.) im Kloster Haydau in Altmorschen. 140 Lektorinnen und Lektoren waren der Einladung des Landeslektorenbeirats in das Kloster gefolgt, teilten die Fachreferenten für Lektorenarbeit in der Landeskirche, Susanne Stoklasa und Uwe Degenhardt, mit.  Auftakt des Tages war ein von Lektorinnen und Lektoren vorbereiteter Gottesdienst mit Grußworten von Pröpstin Sabine Kropf-Brandau (Sprengel Hersfeld), Dekan Norbert Mecke (Kirchenkreis Melsungen) und Pfarrer i.R. Gerhard Peter (Kirchengemeinde in Morschen).

«Der Landeslektorentag bot den Lektoren die Möglichkeit, sich auszutauschen», erklärte Ute Borchert, erste Vorsitzende des Landeslektorenbeirats. «Er sollte dazu inspirieren, die religiöse Bedeutung auch kleiner Dinge des Alltages zu erspüren», so die Vorsitzende weiter. Anregungen zur Spiritualität im Alltag erhielten die Lektoren vom Pfarrer am Christus-Pavillon im Kloster Volkenroda (Thüringen),  Dr. Albrecht Schödl, der zum Thema «Gottesdienst im Alltag – wie ist das möglich?» sprach. Im Anschluss setzten sich die Lektoren in sieben unterschiedlichen Arbeitsgruppen mit dem Thema «Spiritualität» auseinander und tauschten Erfahrungen aus.

Stichwort: Lektoren in der EKKW

In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck wird jeder vierter Gottesdienst von ehrenamtlichen Mitarbeitenden (Lektoren und Prädikanten) im Verkündigungsdienst geleitet. Lektoren sind ehrenamtlich tätige, nicht ordinierte Gemeindemitglieder, die mit Lesepredigten Gottesdienste leiten und Andachten halten. Prädikanten dürfen im Unterschied zu Lektoren auch Sakramente spenden und frei predigen. In der Landeskirche gibt es derzeit 770 Lektoren und 160 Prädikanten. Nach den Sommerferien beginnen zwei Ausbildungskurse im Sprengel Waldeck und Marburg und im Sprengel Hanau. Weiter Informationen sind erhältlich im Landeskirchenamt (Angelika Pöhl) unter Tel.: (0561) 9378-374. (13.07.2015)

«Würde Luther heute twittern?»
EKKW-Medientreff stellt soziale Medien in den Mittelpunkt

Kassel (medio). Hauptamtlich in der Öffentlichkeitsarbeit von Kirche und Diakonie in Kurhessen-Waldeck Tätige trafen sich am Donnerstag (9.7.) zum zweiten EKKW-Medientreff im Medienhaus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck in Kassel. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Kirchen der Reformation heute angemessen in den Medien kommunizieren können. Dazu eingeladen war der Erfurter Medientheologe Dr. Karsten Kopjar, der zum Thema «Würde Luther heute twittern?» sprach.

Kopjar vertrat in seinem Vortrag die These, dass Luther heute die Kanäle der sozialen Medien sicher nutzen würde. Er würde wie zur Zeit seines Thesenanschlags «dem Volk genau auf´s Maul schauen», so Kopjar.

Für kirchliche Kommunikation müsse genau sondiert werden, auf welchen Plattformen der Großteil der Menschen zu Hause ist und wie dort kommuniziert wird. Leiten lassen sollten sich die kirchlichen Medienmacher dabei immer von der Frage nach der zu verbreitenden Botschaft und der Zielgruppe, die erreicht werden soll: «Wenn wir wissen, was wir sagen wollen und wem, fällt die Kanalwahl oft viel leichter», so Kopjar.

Als Hilfestellung für die Auswahl der Inhalte, die Kirche in Social Media-Kanälen verbreitet, empfahl Kopjar, die sogenannten «Drei Siebe» heranzuziehen, die dem Philosophen Sokrates zugeschrieben werden. Darin antwortet Sokrates einem Mann, der eine Neuigkeit erzählen will: «Wenn die Geschichte, die du mir erzählen willst, nicht wahr ist, nicht gut ist und nicht notwendig ist, dann vergiss sie besser und belaste mich nicht damit!» In Social Media-Kanälen müsse nicht alles geteilt werden, "aber was durch die drei Siebe geht, sollten wir umso mehr posten", betonte Kopjar.

Forum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Information

Pfarrerin Petra Schwermann, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit der Landeskirche, zeigte sich erfreut über die große Resonanz auf die Einladung, der rund 40 hauptamtliche und inhaltlich tätige Mitarbeitende aus Kirche und Diakonie sowie ausgewählte Multiplikatoren aus Gremien und Medien gefolgt waren. Mit dem EKKW-Medientreff im Medienhaus habe die Landeskirche ein neues Forum für Begegnung, Austausch und gegenseitige Information geschaffen. Der Leiter des Medienhauses, Pfarrer Christian Fischer, betonte in seiner Begrüßung, der Medientreff solle auch eine Reflexionspause im Alltag der Medienschaffenden sein. Hier sei Gelegenheit, Fragen Raum zu geben, für die im normalen Alltag kein Raum sei, so Fischer. Im Anschluss an Vortrag und Diskussion gab es im Garten des Medienhauses reichlich Gelegenheit, Eindrücke zu vertiefen, Kontakte zu knüpfen und sich über Medienfragen auszutauschen. (10.07.2015)


Impressionen vom EKKW-Medientreff

Diakonie Hessen gibt Handreichung zur umfassenden Begleitung von sterbenden Menschen heraus

Kassel (medio). Die Diakonie Hessen gibt eine Handreichung zur umfassenden Begleitung von sterbenden Menschen heraus. Die Broschüre «Mit Sterbenden leben – achtsam sein» erscheint vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion im Bundestag zum medizinisch assistierten Suizid sowie zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung, teilte die Pressestelle der Diakonie mit. «Es geht um die Würde von Sterbenden», sagt Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen. «Und die gilt unabhängig von Lebenssituation und sozialem Status und hört bei Wohnungslosigkeit und Strafvollzug nicht auf.» Die Handreichung zeigt die Facetten des Lebens sterbender Menschen auf und stellt dar, wie Menschen am Lebensende eine würdevolle und achtsame Betreuung und Versorgung erhalten können, heißt es weiter.

«Ökonomische und sozialpolitische Maßgaben dürfen nicht bestimmen, ob oder gar wie wir Menschen am Lebensende begleiten», sagt Dr. Wolfgang Gern. «Unsere Überzeugungen von Menschenwürde und Mitleidenschaft sind doch gerade im Blick auf das Abschiednehmen und Sterben tragfähig.» Sein Vorstandskollege, Horst Rühl, ergänzt: «Immer noch werden Menschen zu Hause und besonders in den stationären Einrichtungen nicht ausreichend palliativ versorgt, obwohl sich in den letzten 25 Jahren die Betreuungssituation in Deutschland bereits erheblich verbessert hat.» Jeder Mensch sei schließlich von der Geburt bis zum Tod von anderen Menschen abhängig. «Kann die Gesellschaft das akzeptieren, darf für alle der Tod einfach zum Leben gehören», sagt Horst Rühl.

Entwickelt haben die Handreichung Barbara Heuerding und Dr. Carmen Berger-Zell aus dem Bereich Gesundheit, Alter, Pflege der Diakonie Hessen. Auf 170 Seiten diskutieren verschiedene Autoren Themen wie Sterben und Tod, Alter und Demenz, Gesundheitspolitik und Vorsorge. Außerdem informiert die Broschüre konkret über wichtige Adressen, Ansprechpartner und Einrichtungen sowie über Rituale, passende Worte und Gebete. (08.07.2015)

Download:

Hier können Sie die Handreichung «Mit Sterbenden leben – achtsam sein» runterladen

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9. Schüleraktionstag
Schüleraktionstag am 7. Juli in Kassel zum Thema «HOMErun»

Kassel (medio). Das Religionspädagogische Institut der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (RPI) und die «CROSS jugendkulturkirche kassel» veranstalteten am 7. Juli 2015 in der Jugendkulturkirche am Lutherplatz den «Schüleraktionstag 9.0». Zum Aktionstag mit dem Motto «HOMErun» waren mehr als 350 Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen aller Schulen im Schulamtsbezirk Kassel gekommen, teilte Anna-Maria Plischke vom RPI mit. Schirmherr der Veranstaltung war der Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen (SPD).

Die Veranstaltung wurde in der CROSS Jugendkulturkirche mit einem Grußwort der Stadträtin Anne Janz (Bündnis 90/Die Grünen) und einer Einführung in das Thema «HOMErun» eröffnet. Dabei haben Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft beschrieben, was für Sie «zu Hause» heißt, so Plischke. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer in rund 20 Workshops kreativ oder sportlich mit dem Thema auseinandersetzen.

In den Workshops waren die Jugendlichen herausgefordert Neues auszuprobieren und sich auf einzelne Aspekte des Themas einzulassen, erklärte Plischke. So lernten einige ihre Stadt von einer ganz anderen Seite kennen. Andere lernten von Menschen, die ihr Zuhause und ihre Familien verloren haben, was es bedeutet, sich Stück für Stück ein neues Zuhause in der Fremde aufzubauen. Wieder andere entwickelten Visionen für Städte, in denen sie gerne leben würden.

«HOMErun» sollte die Jugendlichen dazu anregen, sich mit dem eigenen «Zuhause» zu beschäftigen, so Plischke weiter. Dabei war es dem Organisationsteam besonders wichtig, dass die Jugendlichen dies nicht nur für sich persönlich tun. Sie sollten mit dem Aktionstag auch dazu motiviert werden, sich auch für ihre Stadt, ihre Nachbarn, Mitbürger und heimatlose Menschen einzusetzen um zu zeigen, wie wichtig jeder einzelne im Gesamtgefüge der Gemeinschaft ist.

Das Motto sei aus der Fragestellung entstanden, welche Bedeutung Heimat und Zuhause für Jugendliche unserer Gesellschaft haben. Dabei wurde auch der Blick auf die aktuelle Flüchtlings- und Migrationssituation in Deutschland gerichtet. Für den Tag konnten viele Ehrenamtliche aus den Bereichen Pädagogik, Kultur, Diakonie und kirchlicher Jugendarbeit der Stadt Kassel gewonnen werden, hob Plischke hervor. (08.06.2015)

Wechsel an der Spitze der Diakonie Hessen
Horst Rühl tritt 2016 die Nachfolge von Diakonie-Chef Gern an

Frankfurt a.M./Kassel (medio). Oberlandeskirchenrat Horst Rühl wird im nächsten Jahr die Nachfolge von Pfarrer Dr. Wolfgang Gern an der Spitze der Diakonie Hessen (DH) antreten. Dies hat der Aufsichtsrat des Verbandes in seiner Sitzung am 2. Juli 2015 einstimmig beschlossen, teilte die Diakonie Hessen mit. Horst Rühl, bisher Theologischer Vorstand, tritt seine neue Aufgabe am 1. Mai 2016 an. Mit diesem Datum wird der jetzige Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Gern in den Ruhestand gehen, heißt es weiter.

Bereits seit Mai 2000 stand Gern als Vorstandsvorsitzender an der Spitze des Diakonischen Werks in Hessen und Nassau (DWHN), das im Jahr 2013 mit dem Diakonischen Werk Kurhessen-Waldeck zur Diakonie Hessen fusionierte. Außerdem beschloss der Aufsichtsrat, dass die DH mit dem Ausscheiden von Dr. Gern in knapp einem Jahr von einem dreiköpfigen statt wie bisher von einem vierköpfigen Vorstand geleitet wird.

Zu den Personen

Horst Rühl war von 2012 bis 2013 Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks in Kurhessen-Waldeck und ist Diakoniedezernent der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Seit dem Jahr 2013 gehört er als Theologischer Vorstand dem vierköpfigen Vorstand der Diakonie Hessen an. Rühl engagiert sich seit Beginn seiner Berufstätigkeit in vielen diakonischen Arbeitsfeldern sowie aktuell zudem im Bundesverband der Diakonie. Rühl bringt außerdem Erfahrungen aus seiner fünfjährigen Tätigkeit als Vorsteher des Waldeckschen Diakonissenhauses Sophienheim mit Hauptsitz in Bad Arolsen mit, dem Einrichtungen der Jugend- und Altenhilfe, ambulante Pflegedienste sowie eine Altenpflegeschule angehören und in dem etwa 400 Mitarbeitende beschäftigt sind. Der 1958 geborene Theologe und Diakoniewissenschaftler ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn.

Wolfgang Gern ist Mitglied in Spitzengremien der Diakonie Deutschland und der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Von 2007 bis 2011 war der Theologe Sprecher der Nationalen Armutskonferenz. Als Vorstandsvorsitzender hatte Gern dazu beigetragen, dass sich das DWHN und später die DH zu einem sozialpolitisch aktiven Verband entwickeln konnte, der in Hessen und Rheinland Pfalz Bedeutung für landes- und darüber hinaus auch für bundespolitische Entwicklungen hatte. Der Theologe gehört unter anderem dem Integrationsbeirat der Hessischen Landesregierung an, er war Vorsitzender der Liga Hessen und Mitglied des Rundfunkrates des Hessischen Rundfunks. Gern, Jahrgang 1951, ist verheiratet und hat einen Sohn. (03.07.2015)

 

Linktipp:

Die Diakonie Hessen finden Sie im Internet unter:

diakonie-hessen.de

Zur Debatte im Bundestag
Kirchen dringen auf Verbot organisierter Suizidhilfe

Hannover/München/Morschen (epd/medio). Vor der ersten Beratung des Bundestags über die Vorschläge zum Umgang mit Sterbehilfe-Vereinen haben die evangelische und die katholische Kirche an die Abgeordneten appelliert, organisierte Hilfe beim Suizid zu verbieten. «Wir müssen verhindern, dass die Suizidbeihilfe in unserem Land zur alltäglichen Selbstverständlichkeit wird», heißt es in einer am Mittwoch (1.7.) veröffentlichten Erklärung des Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx.

Ohne ein entsprechendes gesetzliches Zeichen sei eine «zunehmende Aufweichung des Tötungstabus in unserer Gesellschaft» zu befürchten, schreiben die Bischöfe weiter. Gerade Menschen, die aufgrund des Alters von Gebrechlichkeit oder schwerer Krankheit in einer schwierigen Lebenssituation sind und Angst haben, anderen zur Last zu fallen, würden unter Druck geraten.

Stellungnahme zur Beihilfe zur Selbsttötung der Landessynode

Bereits im April 2015 hatte die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck eine Stellungnahme zur Beihilfe zur Selbsttötung verabschiedet und sich an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages gewendet. Die Synodalen bitten darum, kommerzielle und geschäftsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung zu verbieten und auf weitergehende gesetzliche Regelungen zur Sache zu verzichten.

Außerdem werden die Abgeordneten darum gebeten, die Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen durch Seelsorge, Palliativversorgung und Hospizarbeit so auszubauen, dass Menschen die Selbsttötung nicht als letzten Ausweg sehen müssen. Zudem solle eine vertiefte öffentliche Debatte über die Bedingungen und Grenzen menschlicher Selbstbestimmung gefördert werden.

Erste Lesung über die vorliegenden Gesetzentwürfe

Der Bundestag hat am Donnerstag (2.7.) in erster Lesung über die vorliegenden Gesetzentwürfe zum sogenannten assistierten Suizid beraten. Insgesamt liegen fünf Vorschläge vor. Die Bandbreite reicht von einem Komplettverbot der Suizidbeihilfe, die derzeit erlaubt ist, bis zu einer Erlaubnis für Sterbehilfevereine.

Die Kirchen befürworten ein Verbot der organisierten Suizidbeihilfe durch Vereine und Einzelpersonen. Für diese Position steht ein Antrag einer überfraktionellen Parlamentariergruppe um Michael Brand (CDU) und Kerstin Griese (SPD), der bislang auch die meisten Unterstützer hinter sich versammelt hat. (02.07.2015)

Linktipp:

Weitere Informationen zur Debatte und die Gesetzesentwürfe im Wortlaut unter:

http://www.bundestag.de/(...)

Hintergrund:

Weitere Informationen zum Thema und die Stellungnahme der Landessynode vom 24.4.2015 im Wortlaut unter:

ekkw.de/synode/(...)