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24. bis 28. Mai
Kirchentag startet unter dem Motto «Du siehst mich»

Berlin (medio). Unter dem Motto «Du siehst mich» lädt der Deutsche Evangelische Kirchentag und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Mittwoch, 24. Mai, ab 19.00 Uhr alle Menschen zum «Abend der Begegnung» ein. Das Straßenfest, auf dem sich die gastgebende Region ihren Kirchentags-Gästen präsentiert, beginnt traditionsgemäß am ersten Tag des 36. Deutschen Evangelischen Kirchentages, im Anschluss an die drei großen Eröffnungsgottesdienste auf dem Platz der Republik, auf dem Gendarmenmarkt und am Brandenburger Tor. Erwartet werden über 200.000 Besucherinnen und Besucher, teilten die Veranstalter mit. Der Kirchentag findet von 24. bis zum 28. Mai in Berlin und Wittenberg statt.

Zu den Programmhighlights zählen die Veranstalter neben den Auftritten von musikalischen Größen wie Omer Klein, Max Giesinger und der Big Band der Bundeswehr mit Sarah Kaiser auch eine Pferdeprozession, die um 20.00 Uhr von der Ebertstraße bis zum Boulevard Unter den Linden ziehen wird. Außerdem erwarte die Besucher unter anderem Teppich-Curling und Sandkunst der Künstlerin Aljona Voynova. Auch die Landesvertretungen in den Ministergärten machen mit. In Niedersachsen werden 5.000 Brote gebacken und verteilt, in Schleswig-Holstein lädt eine Jurte zum Besuch ein.

Stichwort Kirchentag:

Alle zwei Jahre zieht der Kirchentag eine Stadt fünf Tage lang in seinen Bann. Über 100.000 Menschen jeden Alters, unterschiedlicher Religionen und Herkunft kommen zusammen, um ein Fest des Glaubens zu feiern und über die Fragen der Zeit nachzudenken und zu diskutieren.

Der Kirchentag lädt ein, sich einzumischen. Er gibt nicht vor, was richtig oder falsch ist, sondern eröffnet einen offenen und streitbaren Dialog – ob vor 1989 im Ost-West-Konflikt, während der Debatten um die Nato-Nachrüstung in den 1980er Jahren oder gegenwärtig zu Weltwirtschaft und sozialer Gerechtigkeit. So ist der Kirchentag ein gesellschaftliches Forum der Diskussion und Gemeinschaft. Dafür stehen auch viele Persönlichkeiten, die dem Kirchentag ein Gesicht geben. (24.05.2017)

2017-05-24

Linktipp:

Eine Übersicht über das Programm finden Sie unter:

kirchentag.de/programm

Internetradio:

Tipps zum Kirchentagsprogramm von Reporter Götz Greiner im Gespräch mit Torsten Schuermann:

Anhören...

a22814

Neuer theologischer Stellvertreter des Bischofs berufen
Bernd Böttner, Propst des Sprengels Hanau, wird Prälat der Landeskirche

Kassel (medio). Propst Bernd Böttner (Hanau) wird Prälat der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Der Rat der Landeskirche berief den 61jährigen am vergangenen Freitag in Kassel zum Nachfolger von Prälatin Marita Natt, die zum 31. Dezember 2017 in den Ruhestand treten wird. Amtsbeginn wird der 1. Januar 2018 sein.

In seinem neuen Amt als Prälat wird Bernd Böttner der theologische Stellvertreter des Bischofs sein. Er ist für die Personalia der Pfarrerinnen und Pfarrer, die Besetzung, Errichtung und Aufhebung von Pfarrstellen, die Prädikanten und Lektoren, die Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaften im Bereich der Landeskirche, Visitationen und Amtshandlungen sowie für «Theologische Generalia» zuständig.

Vita

Bernd Böttner wurde 1956 in Grebendorf (Kirchenkreis Eschwege) geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1974 studierte er Evangelische Theologie in Göttingen und Heidelberg. Nach dem 1. Theologischen Examen im Jahr 1979 wurde er zunächst Vikar in Kassel, ehe er 1981 sein Vikariat am Evangelischen Predigerseminar in Hofgeismar fortsetzte. 1982 wurde er durch Bischof Dr. Jung in Kassel ordiniert. Von 1982 bis 1997 war er Pfarrer der Kirchengemeinde Jesberg (Kirchenkreis Fritzlar). Währenddessen hatte er auch das Amt des Kreisjugendpfarrers und des Informationsbeauftragten inne. 1997 wurde er Dekan des damaligen Kirchenkreises des Eisenbergs. Von Februar bis August 2009 nahm er als dienstältester Dekan des Sprengels Waldeck und Marburg die Aufgabe des Propstes wahr. Seit 2010 bekleidet er sein jetziges Amt als Propst des Sprengels Hanau.

Darüber hinaus hat sich Bernd Böttner in vielen kirchlichen Gremien engagiert, unter anderem als Mitglied der Landessynode (1988 – 1997, 1999 – 2006, 2010 – heute) und als Mitglied des Rates der Landeskirche (1995 – 1997, seit 2010). (22.05.2017)

2017-05-22
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«Die Welt zu Gast in Schmalkalden»
Internationale Konsultation der Partnerkirchen in Schmalkalden und Brotterode

Brotterode/Schmalkalden (medio). Zu einer internationalen Konsultation der Partnerkirchen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck trafen sich Delegierte aus Südafrika, Indien, Estland, Kamerun, Tansania und Deutschland vom 21. bis 24. Mai 2017 im Evangelischen Kirchenkreis Schmalkalden.

Die Kirchenkreispartner der Landeskirche, die zu Gast in Schmalkalden und Brotterode warem, wollten sich im Jahr des Reformationsjubiläums über die Bedeutung die reformatorische Botschaft für ihren jeweiligen kulturellen Kontext austauschen, teilte Pfarrer Bernd Müller, Referent für Kirchliche Partnerschaften der Landeskirche mit.

«Luther kommt!!» - Kirchenfest in Schmalkalden

Die Konsultation startete am Sonntag (21.5.) im Rahmen eines öffentlichen Festes unter dem Motto «Luther kommt!!» in Schmalkalden. Beginn ist um 11 Uhr auf dem Altmarkt. Besonderheit des Tages war die Rückkehr einer Gruppe des Schmalkalder Geschichtsvereins von einem einwöchigen historischen Ausritt mit Planwagen, Reiterei und Fußvolk, die von Bürgermeister Thomas Kaminski und Dekan Ralf Gebauer begrüßt wurde, berichtete Pfarrer Müller weiter.

Impressionen vom Fest auf dem Altmarkt

(Alle Fotos: Wolfgang Benkert)

2017-05-23

Um 15:30 Uhr fand ein Gottesdienst mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein satt, bei dem auch die Delegierten der Partnerkirchen, Gäste aus den Schmalkalder Partnerstädten und aus dem ganzen Kirchenkreis teilnahmen. An den Gottesdienst schloß sich eine Talkrunde mit den internationalen Gästen an.

Musikalisch wurde das Fest vom Chor «Joy of Life» aus Marburg und der Musikgruppe «Musica Vulgaris» gestaltet.

Partnerschaftskonsultation in Brotterode

Danach wurde das Treffen in der Evangelischen Tagungsstätte Brotterode im Thüringer Wald fortgesetzt, in der für die Vorträge, Bibel-, Gruppenarbeiten und Gottesdienste der rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein geräumiges und beheiztes Zelt bereit stand, so Müller. Am Montagvormittag hielt Bischof Hein ein Impulsreferat unter dem Titel «Befreiende Reformation», an das sich die Arbeit in Gruppen und Plenum anschloß. Am Nachmittag vertieften die Delegierten ihre Eindrücke und Erfahrungen zum Thema «Christliche Kirchen sein - durch die Reformation»

Impressionen vom Partnertreffen in Brotterode

(Fotos: medio.tv/Schauderna)

Am Dienstagvormittag lieferten Referenten aus den Kirchen in Indien und Südafrika Impulse aus ihren jeweiligen Kirchenperspektiven und luden zu Diskussion in Gruppen und Plenum ein. Nachmittags kamen die Delegierten zu einem «Openspace» zusammen, in dem die Fragen 'Welche Kirchen wollen wir in unseren Gesellschaften sein?' und 'Welche Kirchen brauchen unsere Gesellschaften heute?' im Mittelpunkt standen.

Am Mittwoch schloß die Konsultation mit einem Abendmahlsgottesdienst mit Segen und Sendung. Danach brachen viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Deutschen Evangelischen Kirchentag (24. bis 28.5.) nach Berlin und Wittenberg auf.

Stichwort: Partnerkirchen und Konsultation

Seit vielen Jahren unterhält die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck offizielle Partnerschaften und Freundschaften zu Kirchen in Afrika, Asien und Europa. Darüber hinaus bestehen zahlreiche Partnerschaften auf Kirchenkreisebene. Wesentlich für die Partnerschaften sind die regelmäßigen gegenseitigen Begegnungen, die interkulturelle und zum Teil auch interreligiöse Erfahrungen und die Teilhabe am Alltagsleben der Menschen in den Partnerkirchen ermöglichen.

Zur Partnerkonsultation in Schmalkalden und Brotterode laden der Bischof, die Dezernentin für Diakonie und Ökumene, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, und Partnerschaftsreferent Pfarrer Müller ein. Daneben sind an der Organisation Pfarrer Michael Schümers (Referent für Estlandpartnerschaften), Dr. Johny Thonipara (Referent für Partnerschaften Asien), Studienleiter Pfr. Dr. Diethelm Meißner vom Evangelischen Studienseminar (Großgruppenmoderation) und Dekan Ralf Gebauer (Kirchenkreis Schmalkalden) beteiligt. Musikalisch wird die Konsultation von Pfarrer Hocke und Popkantor Peter Hamburger begleitet. (24.05.2017)

Linktipp:

Den Evangelischen Kirchenkreis Schmalkalden finden Sie im Internet unter:

eksm.de

Hintergrund:

Weitere Informationen zu den Partnerkirchen der Landeskirche und der Kirchenkreise finden Sie unter:

ekkw.de/service

a22806

Ländlicher Raum, hessische Kinderförderungsgesetz und Flüchtlingssituation
Gespräch der Hessischen Landesregierung mit den Leitungen der Evangelischen Kirchen und Katholischen Bistümer in Hessen

Wiesbaden (medio). Unter der Leitung von Ministerpräsident Volker Bouffier sind am Dienstagabend Vertreter der Hessischen Landesregierung turnusgemäß mit den Spitzen der Evangelischen Kirchen und der Katholischen Bistümer zu einem intensiven Meinungsaustausch zusammengekommen. Das Treffen fand in diesem Jahr im Vorfeld des 500. Jahrestages der Reformation 2017 in der Hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden statt. «Es ist gute Tradition, einmal im Jahr mit den höchsten  Kirchenvertretern unseres Landes zu einem institutionalisierten Austausch zusammen zu kommen, um in einem konstruktiven und kontinuierlichen Dialog gemeinsam über aktuelle kirchliche wie politische Themen zu sprechen», sagte Bouffier.
 
Im Mittelpunkt der Begegnung und Beratungen standen insbesondere die Entwicklung des ländlichen Raums, das Hessische Kinderförderungsgesetz und die Arbeit in den konfessionellen Kindertagesstätten sowie die Flüchtlingssituation. «Aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen stehen Kirche und Staat gemeinsam vor großen Herausforderungen, bei deren Bewältigung wir unsere gute Kooperation fortsetzen», so Ministerpräsident Bouffier.
 
An dem Gespräch nahmen für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck Bischof Prof. Dr. Martin Hein, für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau Kirchenpräsident Dr. Dr. h.c. Volker Jung  sowie Präses Manfred Rekowski für die Evangelische Kirche im Rheinland teil. Für die katholische Seite waren u.a. der Erzbischof von Paderborn, Hans-Josef Becker, für das Bistum Limburg erstmalig Bischof Dr. Georg Bätzing, für das Bistum Fulda Bischof Heinz Josef Algermissen und für das Bistum Mainz Diözesanadministrator Dietmar Giebelmann anwesend. (17.05.2017)
2017-05-17
a22833

Zentrum Oekumene
Pfarrer Dietmar Will als Referent für Kirchliche Partnerschaften EKKW-Süd eingeführt

Kassel (medio). Im Rahmen eines Gottesdienstes in der Hanauer Christuskirche wurde am 17. Mai 2017 Pfarrer Dietmar Will in sein neues Amt eingeführt. Am gemeinsamen Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) ist er seit 1. April mit einer halben Stelle für die Kirchlichen Partnerschaften auf dem Gebiet der südlichen EKKW zuständig, teilte Ulrike Bohländer vom Zentrum Oekumene mit.

In  Hünfeld geboren zog es Pfarrer Will nach seinem Theologiestudium in Marburg, Basel und Heidelberg und dem Vikariat in Frankfurt-Eckenheim in die Ferne. Fast eineinhalb Jahre lang lebte und arbeitete er in Simbabwes Hauptstadt Harare und half dort beim Bau einer Kirche und einer Schule. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er Gemeindepfarrer in Niederrad und Sachsenhausen. Vor 15 Jahren übernahm er dann die Pfarrstelle für Ökumene, Interkonfessionellen Dialog und Ghana-Partnerschaftsarbeit im Evangelischen Stadtdekanat Frankfurt. (23.05.2017)

2017-05-23

Linktipp:

Weitere Informationen zum Zentrum Oekumene erhalten Sie unter:

zentrum-oekumene.de

a22791

Jugendkulturkirche «Cross»
Jugendempfang der EKKW erwartet mehr als 300 Gäste

Kassel (epd). Mehr als 300 Jugendliche aus allen Teilen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) waren am Samstag, 13. Mai, beim dritten Jugendempfang der EKKW. Um 13 Uhr wurden die Jugendlichen in der Jugendkulturkirche «Cross» empfangen, wie Elke Hartmann, Leiterin des Referates Kinder- und Jugendarbeit der EKKW, am Mittwoch mitteilte.

Nach einem Gottesdienst erwartete die Jugendlichen auf dem Außengelände ein buntes Programm mit Informationen und zahlreichen Aktivitäten, sagte Hartmann. Unter anderem stand die DITIB-Jugend für Gespräche über den Islam zur Verfügung, aber auch eine Bibeldruckpresse und ein Mobbing-Parcour wurden aufgebaut. Zudem moderiere Mathias Münch vom Hessischen Rundfunk ein Gespräch mit Bischof Martin Hein. Nach einem Grußwort des Bischofs gegen 18.15 Uhr feierten die Jugendlichen zur Musik der Band «Good Weather Forecast». (15.05.2017)

Impressionen:

2017-05-15

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

jugendkulturkirche-kassel.de

a22793

Mit dem Reformator von Worms bis zur Wartburg
400 Kilometer langer «Lutherweg 1521» startet - Eröffnung in Mittelhessen

Romrod/Darmstadt/Wiesbaden/Kassel (medio). Nach mehr als fünf Jahren Planung wurde am Sonntag (14. Mai) der Lutherweg 1521 im mittelhessischen Romrod bei Alsfeld offiziell eröffnet. Der 400 Kilometer lange Wander- und Pilgerpfad zwischen Worms und Eisenach, der auch das kurhessische Kirchengebiet durchquert, gilt als eines der zentralen Projekte zum 500. Jahrestag der Reformation 2017 in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Rund um die Romröder Schlosskirche und das Schlossmuseum an der Alsfelder Straße fanden am Sonntag Aktionen statt. Ab 14 Uhr wanderten Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung und der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, mit Bürgern eine erste Teilstrecke, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Um 15 Uhr folgte dann ein Festgottesdienst.

Teil eines 3.000 Kilometer langen Wegenetzes

2017-05-16

Al-Wazir: Reformationsgeschichte erwandern

Bei der Eröffnung des Lutherwegs 1521 erklärte der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, dass Martin Luther die Geschichte geprägt habe «wie kaum ein anderer». Vieles von dem, was Deutschland heute ausmache, ließe sich auf ihn und seine Zeit zurückführen. Luthers Reise über Eisenach zum Wormser Reichstag und zurück auf die Wartburg sei «zugleich ein entscheidender Abschnitt seines Lebenswegs und der Reformation in Deutschland, der jetzt – fünf Jahrhunderte später – erfahrbar, oder besser gesagt: erwanderbar geworden ist». Al-Wazir: «Ich bin sehr sicher, dass viele Wanderer, Touristen und Geschichtsinteressierte kommen werden, um diesen Weg nachzuverfolgen. Deshalb haben wir das Projekt gerne mit rund 320.000 Euro unterstützt.»

Hein: Erbauung und Erholung finden

Für den Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Martin Hein, ist die Einrichtung des Lutherwegs 1521 «eine der schönsten Ideen, die im Rahmen der Lutherdekade und des Reformationsjubiläums entwickelt wurde». Hier werde Geschichte als «ein Erlebnis von Erbauung, Erholung und Bildung mit allen Sinnen» gestaltet und erfahrbar gemacht. Auf Luthers Spuren zu pilgern könne für denjenigen, der sich auf den Weg mache, zu einer «einzigartigen Begegnung» mit dem Reformator, mit Gott und einem selbst werden. Hein betont: «Pilgern ist – gut evangelisch – eine intensive Form des Gottesdienstes, wo das Erleben mit allen Sinnen und das Hören auf das Wort Gottes den eigenen Glauben neu bewusst werden lässt.»

Jung: Ruhe und Klarheit suchen

Der Lutherweg bietet nach Worten des hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung «die Chance, dass Menschen für sich selbst auch «Gott neu entdecken». Luther sei selbst zwar kein Pilger gewesen, aber ein Mensch, der «konsequent nach Gott gefragt und nach Gott gesucht hat». Heute machten sich viele Menschen gern auf Wander- oder Pilgerrouten auf den Weg, «um zu innere Ruhe zu finden und neue Klarheit zu gewinnen – über sich selbst, ihr Verständnis der Welt und über Gott». Für all das biete der Lutherweg 1521 jetzt «eine wunderbare Möglichkeit – gerade auch im Nachdenken über Martin Luther und seinen Weg», so Jung. Der Lutherweg ist für ihn «auch ein gelungenes Beispiel dafür, wie mit viel bürgerschaftlichem Engagement, öffentlicher und kirchlicher Unterstützung sowie der Hilfe von vielen Sponsoren aus einer glänzenden Idee ein gelungenes Projekt werden kann. Dafür danke ich allen Beteiligten».

Marx: Einzigartig in Deutschland

Der Vorsitzende des Vereins Lutherweg in Hessen e.V., der frühere Landrat des Vogelsbergkreises Rudolf Marx, erinnerte an das große bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement beim Aufbau der Strecke. Wegen der historischen Tragweite von Luthers Reise 1521 und im Vorfeld des Jubiläums zu 500 Jahre Reformation sei auf Initiative von Akteuren aus Kommunalpolitik, Geschichtsforschung und Kirchen die Idee eines Lutherwegs in Hessen als Pilger- und Wanderweg entwickelt worden. Seine Besonderheit und damit gleichzeitig sein Alleinstellungsmerkmal gegenüber bestehenden deutschen Lutherwegen sei, «die zentrale Lage in Deutschland und die Ausrichtung an dem geschichtlichen Ereignis des Jahres 1521, der Reise zum Reichstag in Worms und zurück zur Wartburg».

Der jetzt fertig gestellte Lutherweg 1521 ist Teil eines rund 3.000 Kilometer umspannenden Wegenetzes quer durch Deutschland, das den Spuren des Reformators folgt. Als einer der wenigen Pfade deckt sich der heutige Streckenverlauf in weiten Teilen mit der historischen Route, die Martin Luther (1483-1546) zu seinem Gespräch bei Kaiser Karl V. in Worms und seiner anschließenden Flucht auf die Wartburg bei Eisenach im Jahre 1521 zurücklegte. Damals musste Luther auf dem Reichstag öffentlich Rechenschaft über seine neuen Glaubensüberzeugungen ablegen.


Quer durch Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz

Der Lutherweg 1521 führt von Eisenach in Thüringen über Bad Hersfeld und Alsfeld Richtung Friedberg, Frankfurt und Rüsselsheim nach Oppenheim in rheinland-pfälzisches Gebiet, um dann in Worms zu enden. Die Strecke durchquert dabei elf Kreise und Städte. Sie folgt vor allem alten Handelsrouten, die auch Martin Luther auf seiner Reise nutze.

Kirchen und Kommunen erhoffen sich neben einer Belebung des regionalen Tourismus auch eine erhöhte Aufmerksamkeit für historische Fragen und das Leben Martin Luthers. Das Land Hessen unterstütze den Lutherweg 1521 mit über 300.000 Euro. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau half mit 30.000 Euro und die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck trug 15.000 Euro bei. Daneben engagierten sich viele Sponsoren wie Kreditinstitute sowie Kommunen entlang des Weges. (15.05.2017)

Download:

Lesen Sie hier das Grußwort von Bischof Martin Hein zur Eröffnung des Lutherwegs in Hessen:

PDF-Dokument

Linktipp:

Weitere Informationen zum Lutherweg finden Sie unter:

lutherweg1521.de

a22407

«Luther und die Avantgarde»
Kunstinteressierte Ehrenamtliche für Kunstausstellung in Kasseler Karlskirche gesucht

Kassel (medio). Unter dem Motto «Luther und die Avantgarde» wird die Kasseler Karlskirche vom 19. Mai bis zum 17. September 2017 zu einem Raum des Dialogs mit zeitgenössischer Kunst. Zur Verwirklichung der Ausstellung suchen die Veranstalter kunstinteressierte Ehrenamtliche, die die Besucher und Besucherinnen begrüßen und informieren und bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen mithelfen, teilte das Projektmanagement der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck mit.

Die Ausstellung in der Karlskirche ist Teil der zentralen Ausstellung in der Lutherstadt Wittenberg, wo sich zeitgleich internationale Künstlerinnen und Künstler mit der Reformation auseinandersetzen. In der Karlskirche werden Einzelpräsentationen der indischen Künstlerin Shilpa Gupta und des Berliner Künstlers Thomas Kilpper gezeigt. Zusätzlich gibt es ein Begleitprogramm mit Andachten, einer Gottesdienstreihe, Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Künstlergesprächen, Musik, Führungen und vielem mehr.

Während der Ausstellungszeit werden an 120 Tagen Helferinnen und Helfer in jeweils zwei Schichten gebraucht:  12.30 bis 16.30 Uhr und 16.00 bis 20.00 Uhr. Die Ehrenamtlichen werden in Vorfeld in zwei Schulungen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Interessierte können sich online als Helfer regestrieren (siehe Link). Informationen rund um die Ausstellung und das Begleitprogramm erhalten Sie unter der Telefon (0561) 9378-479. (12.05.2017)

2017-05-12

Linktipp:

Mehr Informationen zur Mitarbeit und Registrierung unter:

mitarbeiten.luther-avantgarde-kassel.de

Linktipp:

Mehr Informationen zur Ausstellung unter:

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a22779

HOCH HINAUS! Ein Fest der Kirchenmusik
Landeskirchenmusiktage in Marburg vom 8. bis 10. September 2017

Kassel (medio). Über 1.000 Musizierende werden zu den Landeskirchenmusiktagen in Marburg vom 8. bis 10. September 2017 erwartet. Im 500. Jahr der Reformation lädt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck zum gemeinsamen Singen, Flöten, Blasen oder Zuhören ein nach Marburg ein, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

«Viele unserer Chöre und Ensembles werden die Marburger Straßen und Plätzen mit Musik beleben», freut sich Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum. «Bei den Konzerten und Auftritten in Marburg lässt die Kirchenmusik hören, wie quicklebendig sie ist. Und jedermann kann kommen und oft auch mitsingen.» Ab sofort können sich Musikbegeisterte anmelden unter www.landeskirchenmusiktage.de.

Für Zuhörende und Aktive werde ein vielfältiges Programm geboten: ein Wandel-Gottesdienst wandert am Freitagabend (8.9.) durch die Stadt, in Workshops erproben die Musiker neue Lieder, mitten in der Stadt treten Chöre auf und animieren anschließend zum gemeinsamen Marburger Singen auf dem Marktplatz, zwei Konzerte laden Samstagabend (9.9.) zu Hörerlebnissen ein, der feierliche Gottesdienst mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein nutzt die große Bühne des Marburger Marktplatzes für ein Fest der Stimmen und Klänge.

Reformation ist der Beginn einer großen Sing- und Musizierbewegung

2017-05-10
«Die Reformation war eine Singbewegung, der wir bis heute viel verdanken. Kirchenmusik und Gemeindegesang sind Geschenke der Reformation, ohne die unser heutiges Gemeindeleben undenkbar ist», erklärt Bischof Hein.

Luthers reformatorischer «Anschlag» auf verhärtete kirchliche Strukturen war der Beginn einer großen Sing- und Musizierbewegung, heißt es in der Mitteilung weiter, denn der Reformator sei davon überzeugt gewesen, dass Singen und Beten in der eigenen Sprache ein ganz persönliches Glaubensbekenntnis und eine Botschaft an alle sein könne. Als begabter Dichter und Komponist von bis heute beliebten Kirchenliedern trat er für den musikalisch gestalteten Gottesdienst ein, der die ganze Gemeinde zum Singen einlade.

Heute sorgen in der kurhessischen Landeskirche über 800 Chöre verschiedener musikalischer Stile und Instrumente für die gute musikalische Grundlage evangelischer Verkündigung. Fast 17.500 Mitglieder singen und musizieren in den Gruppen - ehrenamtlich, freiwillig und mit hohem Engagement. Ein Einsatz, der bei über 800 Konzerten und fast 3.000 weiteren Veranstaltungen allein im Jahr 2016 zu hören war.

Beiheft «EGplus» zum Evangelischen Gesangbuch

Neu erscheint im Reformationsjahr ein Beiheft «EGplus» zum Evangelischen Gesangbuch, das in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau neue und populäre Lieder einführt. Am 14. Mai, dem Sonntag «Kantate», ertönt in vielen Gottesdiensten erstmals Gesang nach der neuen Auswahl. Wer ein Teilnahme-Paket für die Landeskirchenmusiktage bucht, erhält ein EGplus in besonderer Gestaltung. Bischof Hein freut sich, «dass im Reformationsjahr mit dem EGplus ein Begleitheft zum Gesangbuch entstanden ist, das die Vielfalt und belebende Kraft der neuen geistlichen Lieder in unsere Gemeinden trägt.» (10.05.2017)

Linktipp:

Anmeldung und Programm zu den Landeskirchenmusiktagen:

landeskirchenmusiktage.de/

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Führungen, Musik und Gottesdienste
Einladung zur «Nacht der offenen Kirchen» in Kassel

Kassel (medio). Eine Nacht voller faszinierender Bilder, beeindruckender Klänge und inspirierender Begegnungen verspricht die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel (ACK) zur «Nacht der offenen Kirchen» am 23. Juni 2017. 41 Kirchengemeinden und christliche Gemeinschaften öffnen für interessierte Besucherinnen und Besucher ihre Kirchengebäude und Häuser verteilt über die ganze Stadt.

An jedem dieser Orte haben sich engagierte Menschen vorbereitet, Besucherinnen und Besucher zu begrüßen, etwas zu zeigen, zu erfreuen und zu inspirieren, verspricht das Programm zur «Nacht der offenen Kirchen». Es gäbe auch die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen, heißt es weiter.

Geplant seien Aktionen für Kinder und Jugendliche, Musik, Turmbesteigungen, Führungen, Meditationen, Kunstausstellungen, Lesungen, Andachten, Gottesdienste und vieles mehr. «Sie sind eingeladen zum Schauen, zum Hören, zum Verweilen und zum Mitmachen in verschiedensten Formen», so Stadtdekanin Barbara Heinrich, Vorsitzende der ACK. «Manche Kirchen und Orte sind Ihnen vertraut; manche werden für Sie eine Entdeckung sein, weil es noch nie einen Anlass gab, hinter diese Türen zu treten», verspricht Heinrich.

«Begegnung und Miteinander zu erleben, Bekanntes und Unbekanntes in ungewohntem oder neuem Lichte zu entdecken, hat für viele Menschen in unserer Stadt - so hat es sich seit 2005 gezeigt – einen ganz besonderen Reiz», freut sich der noch amtierende Oberbürgermeister der Stadt Kassel, Bertram Hilgen (SPD), über das bunte Programm der sechsten «Nacht der offenen Kirchen» in Kassel.

Stichwort: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Kassel ist ein ökumenischer Zusammenschluss, dem die evangelische und die katholische Kirche, die orthodoxen, Frei- und Bekenntniskirchen sowie christliche Gemeinschaften als Voll- bzw. Gastmitglieder angehören. Die in der Arbeitsgemeinschaft vertretenen Mitglieder wollen ihrer Gemeinsamkeit im Glauben an den einen Herrn Jesus Christus in Zeugnis und Dienst gerecht werden, heißt es in der Präambel der Ordnung der ACK. (09.05.2017)

2017-05-09

Linktipp:

Weitere Informationen zum Programm der «Nacht der offenen Kirchen» finden Sie unter:

nachtderkirchenkassel.de

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Kirchenkreisfest «Alle an einem Tisch»
Europäischer Stationenweg: Reformations-Truck machte in Marburg Halt

Marburg (medio). Der Reformations-Truck der evangelischen Kirche machte am 7. Mai in Marburg Station. Begleitet wurde der 62. Zwischenstopp des Lastwagens auf dem Europäischen Stationenweg zum Reformationsjubiläum von einem Fest des Evangelischen Kirchenkreis Marburg rund um die Elisabethkirche. Zu Gast waren Menschen aus den Kirchengemeinden in Stadt und der Marburger Region, berichtete Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels Waldeck und Marburg.

Zum Motto des Kirchenkreisfestes «Alle an einem Tisch» hatte die Künstlerin Gaby Erne Stoffquadrate in den Gemeinden des Kirchenkreises gesammelt und daraus Läufer gefertigt, die Tische auf Festplatz und Bühne schmückten. So sei ein eindrückliches Bild der Verbundenheit der Gemeinden und Menschen entstanden, so Pfarrer Balzer. Bedient wurden die Gäste von den Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises. Damit sollten vor allem diejenigen gewürdigt werden, die sich ehrenamtlich in der Kirche engagieren. 

2017-05-08
In seiner Predigt im Festgottesdienst unter freiem Himmel wies Bischof Prof. Dr. Martin Hein darauf hin, dass Zäune trennen und Tische verbinden. Der Bischof entdeckte im Altar den Tisch als Kraftzentrum und beklagte, dass die Konfessionen es bis heute nicht geschafft haben, der Einladung Christi an den einen gemeinsamen Tisch zur Feier des Abendmahls nachzukommen. Hein erinnerte an die Verhandlungstische im Marburger Religionsgespräch von 1529 und stellte in seiner Predigt den Wert von Verhandlungsgesprächen in den Konflikten der Gegenwart heraus, so Pfarrer Balzer.

Neben Bischof Hein gestalteten den Gottesdienst der Dekan des Kirchenkreises Marburg, Burkhard zur Nieden, und die Pfarrerin der Universitätskirchengemeinde, Katja Simon, mit. Sie hatte das Fest federführend mit haupt- und ehrenamtlich tätigen Menschen aus dem Kirchenkreis vorbereitet.

Der gutgelaunten Stimmung rund um die Elisabethkirche tat auch das regnerische Wetter am Sonntag keinen Abbruch und so feierten die Besucherinnen und Besucher bei Flammkuchen und Reformationsbier im Freien, berichtete Pfarre Balzer weiter. Ehrengäste des Festes waren Marlehn Thieme vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und die Marburger Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach, die Grußworte sprachen. Für die musikalische Gestaltung des Festes sorgten die Gruppen «Wildwuchs» aus Kirchhain, «Groovy Pike» aus Kassel und der Marburger Chor «Joy of Life» unter der Leitung von Jean Kleeb. Am Abend startete der Marburger Predigtslam mit dem Titel «Tritt fest auf, mach s Maul auf» - ein Satz, der Martin Luther zugeschrieben wird. Die Leitung hatte Bo Wimmer.

Impressionen von Gottesdienst und Fest

(Alle Fotos: medio.tv/Balzer)

Stichwort: Reformations-Truck der evangelischen Kirche

Der Truck und seine Reise durch 67 Städte in 19 europäischen Ländern, der «Europäische Stationenweg», sind ein zentrales Projekt im Programm zum 500. Jahrestag der Reformation. Der Anhänger des Sattelzugs dient dabei als begehbares Informationszentrum, in dem Besucher Videos über die Geschichte der Reformation anschauen und ihre eigene Glaubens- und Lebensgeschichten mit der Kamera aufzeichnen lassen können. (08.05.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

aktiv-in-marburg.de
r2017.org/(...)

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Wortlaut:

PDF-Dokument

Internetradio:

medio-Reporter Davide di Dio hat mit Organisatorin Katja Simon über die Reformations-Truck-Station in Marburg gesprochen:

Anhören...

a22695

Verabschiedung von Rüdiger Joedt und Einführung von Dr. Anne-Ruth Wellert
Wechsel in der Leitung des Dezernats Arbeits- und Schulrecht der Landeskirche

Foto: Nach dem Gottesdienst (vorne): Dezernentin Dr. Anne-Ruth Wellert und Dezernent i.R. Rüdiger Joedt mit (v.l.) Bischof Dr. Martin Hein, Vizepräsident Dr. Volker Knöppel, Sabine Schlitt, Diakonin Felicitas Becker-Kasper, Kirchenverwaltungsdirektor Armin Fuhrmann, Baudezernent Timo Koch, Kirchenoberamtsrat Michael Pauli und Pfarrerin Astrid Thies-Lomb. (Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)
Nach dem Gottesdienst (vorne): Dezernentin Dr. Anne-Ruth Wellert und Dezernent i.R. Rüdiger Joedt mit (v.l.) Bischof Dr. Martin Hein, Vizepräsident Dr. Volker Knöppel, Sabine Schlitt, Diakonin Felicitas Becker-Kasper, Kirchenverwaltungsdirektor Armin Fuhrmann, Baudezernent Timo Koch, Kirchenoberamtsrat Michael Pauli und Pfarrerin Astrid Thies-Lomb. (Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)
Kassel (medio). Mit einem Gottesdienst in der Kasseler Christuskirche und einem anschließenden Empfang im Haus der Kirche wurde am Donnerstag (4.5.) der Wechsel in der Leitung des Dezernates Arbeits- und Schulrecht der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck vollzogen: Der langjährige Dezernent für den Bereich Arbeits- und Schulrecht, Oberlandeskirchenrat Rüdiger Joedt, wurde in den Ruhestand verabschiedet und Landeskirchenrätin Dr. Anne-Ruth Wellert als neue Dezernentin für diesen Arbeitsbereich eingeführt.

In seiner Predigt hob Bischof Prof. Dr. Martin Hein hervor, dass das Kirchenrecht mit seinen jeweiligen Regelungen Verlässlichkeit und Wiederholbarkeit kirchlicher Entscheidungen ermögliche. Hein sagte im Gottesdienst: «Ich habe im Lauf meiner eigenen Berufspraxis zu schätzen gelernt, in einer Kirche zu leben, die sich dem Recht verpflichtet weiß und es - auf dem Weg über die Leitungsorgane – weiterentwickelt.»

2017-05-08
Die Fragen des Rechts stellten sich aber nicht nur als innerkirchlicher Regelungsbedarf, sondern auch in den «Außenbeziehungen» der kirchlichen Organisation. Als Beispiele dafür hob der Bischof das kirchliche Arbeits- und Schulrecht hervor. Beim Arbeitsrecht verfolge die evangelische Kirche mit dem so genannten «Dritten Weg» einen eigenständigen Weg, der politisch umstritten sei: «Es ist ein deutlich «vermintes» Gelände, auf dem wir uns als Kirchen gerade im Arbeitsrecht bewegen», so Bischof Hein. Umso wichtiger sei es, dass dort die rechtlichen Regelungen einwandfrei seien.
 

Ähnliches gelte für das Schulrecht. Hier sehe sich Kirche vermehrt mit gesellschaftlichen Tendenzen konfrontiert, die die weltanschauliche Neutralität des Staates zunehmend laizistisch und gerade dadurch nicht mehr «neutral» interpretierten. Deshalb brauche der Religionsunterricht auch in rechtlicher Hinsicht verlässliche Rahmenbedingungen, sagte Hein. Für beide Aufgabenbereiche seien daher eine hohe Sachkompetenz notwendig, «die Sie, lieber Bruder Joedt, in den vielen Jahren Ihrer Tätigkeit als Dezernent an den Tag gelegt haben und die wir Ihnen, liebe Schwester Wellert, in gleicher Weise zutrauen», so der Bischof. (04.05.2017)
 

Zu den Personen:

Dr. Anne-Ruth Wellert wurde 1975 in Rehren (Landkreis Schaumburg) geboren. Nach dem Abitur studierte sie ab 1995 Rechtswissenschaften an der Georg-August-Universität in Göttingen und promovierte im Fach Staatskirchenrecht. Von 2004 bis 2012 arbeitete sie als Juristin in verschiedenen Funktionen im Kirchenrechtlichen Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und im Kirchenamt der EKD: So war sie 2006 als Referentin für Menschenrechtsfragen und von Dezember 2007 bis April 2012 als Referentin für Kirchenmitgliedschaftsrecht, Internationales Recht und Menschenrechte tätig. Gleichzeitig nahm sie die Aufgaben der juristischen Referentin im Amt der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) wahr.

Im Mai 2012 wechselte sie in das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und leitete seitdem das Rechtsreferat.

Rüdiger Joedt wurde 1954 in Biedenkopf geboren. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Philipps-Universität in Marburg war er als Referendar am Landgericht Kassel tätig. 1985 absolvierte Joedt die 2. Juristische Staatsprüfung. 1986 bis 1994 arbeitete er in einem großen Bergbauunternehmen, zuletzt als Abteilungsleiter für Personal- und Sozialwesen.

Seit April 1994 war Joedt als Jurist im Landeskirchenamt tätig und leitete bis zu seinem Ruhestand das Dezernat Arbeits- und Schulrecht.

 

Weitere Impressionen vom Gottesdienst und Empfang

(Alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

Im Wortlaut:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Gottesdienst in der Kasseler Christuskirche im Wortlaut:

PDF-Dokument

Linktipp:

Informationen zum Dezernat Arbeits- und Schulrecht der Landeskirche finden sie im Internetauftritt des Landeskirchenamtes hier auf ekkw.de:

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a22715

Bad Hersfelder Festspiele
Intendant Wedel: Lutherstück wird kein Mittelalterspektakel

Foto: Intendant Wedel mit (v.l.) Elisabeth Lanz als Katharina von Bora und Janina Stopper, die Luther als «den Verzweifelten» verkörpern wird. (Alle Fotos: medio.tv/Dellit)
Intendant Wedel mit (v.l.) Elisabeth Lanz als Katharina von Bora und Janina Stopper, die Luther als «den Verzweifelten» verkörpern wird. (Alle Fotos: medio.tv/Dellit)
Bad Hersfeld (epd). Das bei den Bad Hersfelder Festspielen (13. Juni bis 23. August) gezeigte Luther-Stück «Der Anschlag» wird nach Worten des Intendanten Dieter Wedel kein mittelalterliches Spektakel werden. Wer so etwas wie eine «männliche Wanderhure» erwarte, werde von dem Stück enttäuscht sein, sagte Wedel am Mittwoch (3.5.) zu Beginn der Proben in Bad Hersfeld.

Wedel, der das Stück nach zwei Lutherdramen sowie Motiven und Texten unter anderem von August Strindberg und Stefan Zweig geschrieben hat, gab ferner bekannt, dass die Rolle des Reformators von drei verschiedenen Schauspielern und einer Schauspielerin gespielt werde. Hauptakteur werde Burgschauspieler Paulus Manker sein, der zugleich auch als Luthers Vater auftrete. Weitere Lutherdarsteller sind Christian Nickel, Maximilian Pulst sowie Janina Stopper. Luther vereine in seinem Leben «gewaltige Widersprüche», begründete Wedel die vierfache Besetzung Luthers.

2017-05-05

So stelle sich Luther etwa bei dem Verhör durch Cajetan als Fundamentalist dar, später nach seinem Aufruf zum Krieg gegen die Bauern dann als «Wutbürger», schilderte Wedel. Einerseits behaupte sich Luther mutig gegen Kirche und das seinerzeit mächtigste Bankhaus der Fugger, andererseits aber traue er sich nicht seinem Vater zu sagen, dass er ins Kloster gehen wolle. «Es gibt unglaubliche Unterschiede in dieser Figur», sagte Wedel. «Sich an Luther zu wagen bedeutet nicht nur Mut, sondern grenzt fast an Vermessenheit.» Selbst der Dichter Friedrich Schiller habe sich gescheut, ein Stück über Luther zu schreiben, vermutlich, weil Luther sich der Deutung des Theaters entziehe. Auch die existierenden Lutherstücke seien alle mehr oder weniger misslungen.

Sein Stück sei eine sehr subjektive Sicht auf Luther, der für ihn die prägendste Figur der deutschen Geschichte gewesen sei, sagte Wedel. «Die Schläge in Wittenberg haben den Petersdom zum Wanken gebracht», sagte er. Glaubenskriege erschütterten bis heute die Welt, daher sei die Beschäftigung mit Luther wichtig. Die Nachfrage nach dem Stück sei schon jetzt beispiellos, auch die im Februar angebotenen Zusatzvorstellungen seien seit langem ausverkauft. Deshalb habe man noch einmal zwei weitere Zusatzvorstellungen ins Programm genommen. (05.05.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

bad-hersfelder-festspiele.de

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Bildungsveranstaltung des Landeskirchenamtes
Mitarbeitertag zum Thema «Demokratie» im Kasseler Haus der Kirche

Foto: (alle Fotos: medio.tv/Küster)
(alle Fotos: medio.tv/Küster)
Kassel (medio). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck waren am Mittwoch (3.5.) zu einem Mitarbeitertag im Kasseler Haus der Kirche eingeladen.

Die Bildungsveranstaltung, die gemeinsam von der Dienststellenleitung und der Mitarbeitervertretung initiiert und vom Bildungsdezernat organisiert wurde, stand unter dem Motto «Demokratie ist nur für die anderen da?!».

2017-05-04
Vizepräsident Dr. Volker Knöppel sagte in seiner Begrüßung vor den rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass die Kirchen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit ihren presbyterialen-synodalen Verfassungen dem Staat in gewisser Weise vorgemacht hätten, wie man zur Demokratie kommt. Knöppel verwies auf die anerkannten und bewährten Spielregeln zur Entscheidungsfindung und zum Umgang mit Mehr- und Minderheiten in demokratischen Verfahren der Kirche: «Darin unterscheidet uns an dieser Stelle nicht viel von den Dingen, die wir auch im staatlichen Leben kennen», so Knöppel. 

  Bildungsdezernentin Oberlandeskirchenrätin Dr. Gudrun Neebe sagte, dass es beim Mitarbeitertag nicht nur um konkrete Inhalte zur «Demokratie» ginge, sondern auch um Austausch, gegenseitige Wahrnehmung und wechselseitige Begegnung. Anliegen des Tages sei es, über fachliche und hierarchische Ebenen hinweg ins Gespräch zu kommen. Die kirchlichen Mitarbeitenden im Haus der Kirche sollen mit der Veranstaltung darin gestärkt werden, sich im beruflichen, ehrenamtlichen oder auch privaten Umfeld aktiv für die Demokratie einzusetzen, heißt es ergänzend in einer Mitteilung der Pressestelle der Landeskirche zu der Veranstaltung.

  In seiner thematischen Einführung ging der Göttinger Sozialwissenschaftler und Politologe Prof. Dr. Samuel Salzborn auf Theorien, Formen und aktuellen Entwicklungen der Demokratie ein. In seinem Vortrag beschrieb Salzborn die Frage nach dem Verhältnis von Herrschenden und Beherrschten als das Spannungsfeld in der Auseinandersetzung um die Demokratie. Dabei zeigte er u.a. auf,  welche Chancen in demokratischen Systemen liegen, erläuterte aber auch, welche Faktoren die Demokratie in Gefahr bringen können. In der anschließenden Diskussion nahm Salzborn zu Publikumsfragen Stellung. Dabei ging es um Themen, wie Meinungsfreiheit, Demokratieverdruss, Volksentscheide, Populismus und die in diesem Jahr anstehende Bundestagswahl.

Im Anschluss an den Vortrag konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach einem Mittagsimbiss in fünf Workshops mit Experten über die Demokratie in der Kirche und demokratische Beteiligungs- und Mitgestaltungsformen diskutieren. Außerdem standen Elemente direkter Demokratie und die Möglichkeiten der Interessenvertretung und des Interessenausgleichs bei arbeits- oder tarifrechtlichen Fragen im kirchlichen Rahmen zur Debatte. Den Abschluss des Tages bildete ein Plenum, in das Ideen, Impulse und Fragen aus den Workshops eingebracht werden konnten. (04.03.2017)

Impressionen vom Mitarbeitertag

Linktipp:

Das Landeskirchenamt finden Sie auf ekkw.de hier:

ekkw.de/landeskirchenamt

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Von Bad Hersfeld nach Heringen
Fast 140 Traktoren pilgerten auf Lutherweg im Kirchenkreis Hersfeld

Bad Hersfeld (epd/medio). Fast 140 Traktoren sind am Samstag (29.4.) auf einem rund 36 Kilometer langen Pilgerweg von Bad Hersfeld nach Heringen gefahren. Sie seien dabei dem Weg gefolgt, den Martin Luther vor fast 500 Jahren durch die Region genommen habe, sagte Pfarrer Thomas Funk, der die Treckerparade anführte. Er freue sich über diese hohe Beteiligung, sagte Funk, der zugleich Leiter der elfköpfigen Vorbereitungsgruppe der Aktion ist, die das Ereignis fast zwei Jahre vorbereitet hat.

Bis kurz vor Schluss seien noch Nachmeldungen erfolgt, so dass das Ziel von mindestens 95 Traktoren analog zu den 95 Thesen Martin Luthers deutlich überschritten worden sei.

«Wir wollen den Menschen zeigen, dass Kirche in Bewegung ist», erläuterte Funk den Hintergrund der Aktion. Dazu dienten nach dem Start gegen 11 Uhr am Landwirtschaftszentrum Eichhof auch rund 25 Motivwagen, die von Gemeinden und Institutionen gestaltet und von den Traktoren gezogen wurden. So zeigte etwa die Kirchengemeinde Haunetal bunte Engel, die die Zuschauer darüber informierten, wie kirchliches Leben heute aussieht. Ein Motivwagen der Kirchengemeinde Hauneck hatte das ökumenische Abendmahl zum Thema, die Kirchengemeinde Kirchheim präsentierte ihre Lieblingsbibelworte.

2017-05-05

Auf der Strecke gab es im Kurpark Bad Hersfeld, in Sorga, Friedewald, Ansbach und Heimboldshausen verschiedene Aktionen und Feste zur Treckerparade. An den Orten setzten Laienschauspieler das Geschehen vor 500 Jahren in Bezug zu heute.
 

Ein Moderator führte durch die jeweiligen Veranstaltungen und erläuterte unter anderem auch die Motivwagen. Zudem wurde an den Stationen symbolisch «Wasser des Lebens» aus einer Quelle geschöpft oder ein «Brot des Lebens» gebacken. Fast alle Kirchengemeinden aus dem Kirchenkreis Hersfeld seien an der Aktion beteiligt gewesen, freute sich Funk.
 

Den Abschluss bildete am späten Nachmittag ein Fest mit Gottesdienst in Heringen, zu dem neben Bischof Martin Hein, der Staatsminister im Auswärtigen Amt Michael Roth (SPD), der auch Mitglied der kurhessischen Landessynode ist, sowie Pröpstin Sabine Kropf-Brandau teilnahmen. Mit der Traktorpilgerfahrt solle auch gezeigt werden, dass es nicht darum gehe, durch die Welt zu jagen, sondern mehr auf die Menschen um einen herum zu achten, hieß es in einem gut besuchten, durch viel Musik und einem weiteren Spiel geprägten Gottesdienst. Mit dem Segenswunsch «Bewegt euch, euren Glauben und eure Kirche!» von Bischof Martin Hein endete der Gottesdienst. (02.05.2017)

Internetradio:

Hören Sie hier einen Beitrag zum Thema von medio-Reporter Torsten Scheuermann:

Anhören...

Fotostrecke:

Weitere Fotos finden Sie in der Fotostrecke auf der Facebook-Fanseite der Landeskirche unter:

facebook.com/ekkw.de/(...)

Hintergrund & Programm:

Weitere Informationen zur Idee der Aktion und zum Programm in Heringen finden Sie in diesem Dokument des Kirchenkreises:

PDF-Dokument

Linktipp:

Den Evangelischen Kirchenkreis Hersfeld, der die Aktion veranstaltet, finden Sie unter:

kirchenkreis-hersfeld.de

Linktipp:

Den Verlauf des Lutherwegs 1521 und weitere Informationen finden Sie unter:

lutherweg1521.de

a22208

Vom 9. bis 18. Juni 2017
«ZeitKirche» ist Motto des evangelischen Kirchenprogramms zum 57. Hessentag in Rüsselsheim

Rüsselsheim/Kassel (medio). Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und die Diakonie Hessen werden auf dem 57. Hessentag ein gemeinsames Kirchenprogramm zum Thema «ZeitKirche» präsentieren. Dafür soll aus der Stadtkirche im Zentrum Rüsselsheims vom 9. bis 18. Juni ein leuchtender Erlebnisraum werden, heißt es in einer Mitteilung.

In einer Videoinstallation der Mediendesigner Moritz Herdt und Martin Völker wird es um menschliche Sternstunden und Irrwege sowie Themen aus Wissenschaft, Natur, Kultur und Politik gehen. Die ZeitKirche will den Blick auf den eigenen Umgang mit der Zeit öffnen und zu einem Ort werden, von dem aus Menschen gestärkt in den Alltag zurückkehren können, so die Mitteilung.

Gottesdienste, Mittagsgedanken, «ZeitKlänge» und Posaunenserenaden

Eröffnet wird die ZeitKirche am 9. Juni um 18 Uhr mit einem Gottesdienst, zu dem Kirchenpräsident Volker Jung (EKHN), Propst Bernd Böttner (EKKW), der Vorstandsvorsitzende der Diakonie Hessen, Horst Rühl, und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier erwartet werden. Täglich können die Kirchenbesucher um 12 Uhr Mittagsgedanken sowie um 14 Uhr Stefan Küchlers Improvisationen an der Orgel als sogenannte «ZeitKlänge» erleben. Um 18.30 Uhr sollen Posaunenserenaden auf der Balustrade des Hauses der Kirche erklingen und das Tagesprogramm schließt mit Nachtgedanken auf der Bühne des Ratshausplatzes um 23 Uhr. 

Musik, Kabarett, Diskussionen und Lesungen

2017-02-20
Für die Hessentagswoche hat die Kirche ein vielfältiges Programm mit rund 30 Bühnenveranstaltungen von Kabarett bis Pop und von Lesung bis Podiumsdiskussion zusammengestellt. Unter anderem tritt die Band Fools Garden auf, die mit «Lemon-Tree einen Welthit landete (14. Juni, 20 Uhr). Auch der Soulsänger Stefan Gwildis (16. Juni, 20 Uhr) steht in der Kirche auf der Bühne. Zu weiteren Höhepunkten zählen auch die Auftritte von «LaLeLu», den A-Capella-Trendscouts aus Hamburg (11. Juni, 20 Uhr) und von Lisa Martinek & Blech Pur (10. Juni, 20 Uhr). Das Programm wird am 12. Juni um 20 Uhr durch das Musikkabarett Duo Camillo abgerundet. Zu Benefizveranstaltungen für «Brot für die Welt» spielt schließlich die Frankfurt City Blues Band am 17. Juni um 21 Uhr auf. Zuvor findet am gleichen Tag um 16 Uhr eine musikalische Lesung zugunsten der Aktion «Gitarren statt Gewehre» von Brot für die Welt mit Eva Lind und Wolfgang H. Weinrich und Band statt.


Buchvorstellungen, Polittalk und der «Pianist in den Trümmern»

Doch nicht nur Kunst und Musik sollen am Rüsselsheimer Marktplatz zu hören sein, auch Nachdenkliches und politische Themen werden zur Sprache kommen. So wird am Tag der Religionen (13.6.) die Rundfunkmoderatorin Bärbel Schäfer um 16 Uhr ihr Buch «Ist da oben jemand?» vorstellen. Am 15. Juni wird Fernsehmoderator Michel Friedmann um 18 Uhr eine Talkrunde zum Thema «Hass und Gewalt – Gegenwart in Deutschland» mit dem Kriminologen Rudolf Egg und den Journalistinnen Antje Schrupp und Canan Topçu moderieren. Zudem ist der syrische Musiker Aeham Ahmad am 16. Juni um 16 Uhr zu Gast, der als «Pianist in den Trümmern» bekannt wurde und in Flüchtlingslagern musizierte.


Hintergrund: Seit 1998 evangelisches Engagement beim Hessentag

Die evangelische Kirche bringt ihre Verbundenheit zu den Menschen, dem Bundesland und der Region seit 1998 mit eigenen Programmen auf den Hessentagen zum Ausdruck. Erstmals wurden beim Fest der Hessen in Erbach kulturelle, geistliche und gesellschaftspolitische Akzente gesetzt. Im Mittelpunkt der traditionellen und modernen Ausdrucksformen bei den öffentlichen Auftritten stehe dabei der Auftrag der evangelischen Kirche, Menschen im Leben zu begleiten, ihnen Sinn zu vermitteln, Orientierung zu geben und freundlich für die gute Botschaft Gottes zu werben, so die Mitteilung. (20.02.2017)

Linktipp:

Weitere Informationen zum Kirchenprogramm auf dem 57. Hessentag in Rüsselheim unter:

zeitkirche.de

Programm:

Das komplette Programm der evangelischen Kirche auf einen Blick:

PDF-Dokument

Linktipp:

Tickets zu allen kostenpflichtigen Kirchenveranstaltungen sind erhältlich unter:

hessentag2017.de

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Vom 24. bis 26. April 2017
Frühjahrstagung der Landessynode in Hofgeismar

Hofgeismar (medio). Die 13. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck tagte vom 24. bis zum 26. April 2017 in Hofgeismar. Schwerpunkte der Frühjahrstagung waren der Personalbericht von Prälatin Marita Natt, der Abschlussbericht von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel zu den Strukturveränderungen in der Landeskirche und die Beratung und Verabschiedung eines Kirchengesetzes zur Einführung eines Pfarrstellenbudgets in den Kirchenkreisen. (26.04.2017)

Informieren Sie sich hier über die Tagung:

2017-04-28

Prälatin Marita Natt: «Wir sind eine gabenorientierte Kirche!»

Hofgeismar (medio). In den Mittelpunkt ihres diesjährigen Personalberichtes vor der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck stellte Prälatin Marita Natt die Vielfalt der kirchlichen Dienste und ihre künftige Zusammenarbeit. Mit der Errichtung von Kooperationsräumen und der Gründung von multiprofessionellen Teams in den Regionen habe sich durch die Reformbeschlüsse von 2015 eine Perspektive eröffnet, «die geeignet ist, die Kirche der Zukunft zu bauen», sagte Natt vor der Synode. (24.04.2017)

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Fusionen von Kirchenkreisen in fünf Regionen auf den Weg gebracht

Hofgeismar (medio). Der Prozess der Kirchenkreisfusionen befindet sich auf der Zielgeraden. Dieses Fazit zog am Mittwoch (26.4.) Vizepräsident Dr. Volker Knöppel in seinem Abschlussbericht zu den Strukturveränderungen in den Kirchenkreisen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Dr. Knöppel berichtete, dass sich innerhalb der so genannten Freiwilligenphase bereits 13 Kirchenkreise neu strukturiert hätten. (26.04.2017)

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Landessynode beschließt Einführung von Pfarrstellenbudgets

Hofgeismar (medio). Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am Dienstag (25.4.) ein Kirchengesetz zur Einführung von so genannten Pfarrstellenbudgets verabschiedet. Mit der Einführung dieser Pfarrstellenbudgets schreitet der landeskirchliche Reformprozess weiter voran. Künftig erhalten die Kirchenkreise für die Versorgung ihrer Gemeinden und für bestimmte regionale Aufgaben Pfarrstellenbudgets, die sie innerhalb ihres Gebietes verteilen können. Im Gegensatz dazu bleibt die Personalverantwortung weiterhin beim Bischofsamt, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. (25.04.2017)

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Bischof Hein: «Deutschland ist ein Sehnsuchtsland»

Hofgeismar (medio). In seiner Predigt im Gottesdienst anlässlich der Eröffnung der Frühjahrstagung der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck rief Bischof Prof. Dr. Martin Hein die Synodalen dazu auf, für die Flüchtlinge in Deutschland und für die verfolgten Christen in Ägypten einzutreten. Deutschland sei ein Sehnsuchtsland, und dies sei angesichts des Leidens und der Vernichtung, die Deutsche im vergangenen Jahrhundert über die Welt gebracht hätten, eine Auszeichnung, sagte der Bischof in der Altstädter Kirche in Hofgeismar, teilte die Pressestelle der Landeskriche mit. (24.04.2017)

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Gewalt gegen Frauen noch mehr zum öffentlichen Thema machen

Hofgeismar (medio). Am Dienstagabend (24.4.) stand das Thema «Gewalt gegen Frauen» im Mittelpunkt des Berichts der Dezernentin für Diakonie und Ökumene, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, und der Synodalen Silvia Scheffer, von der internationalen Frauenkonsultation 2016 in Südafrika. Zu der Konsultation waren im Oktober des vergangenen Jahres 14 Vertreterinnen aus den protestantischen Partnerkirchen der Landeskirche in Indien, Südafrika, Namibia, Estland, Kirgisien in Südafrika zusammengekommen. Unter dem Leitwort «Du verwandelst meine Klagen in einen Reigen» aus Psalm 30 tauschten sich die Teilnehmerinnen über die Ursachen dieser Gewalt aus und diskutierten, wie die Kirchen darauf reagieren können, berichtete die Dezernentin. (26.04.2017)

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Landessynode soll klimaneutral tagen

Hofgeismar (epd). Die Frühjahrssynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, die derzeit in Hofgeismar tagt, soll klimaneutral werden. Wie der Klimaschutzmanager der Landeskirche, Stefan Weiß, am Montag gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) erklärte, solle der im Zusammenhang mit der Tagung entstehende Kohlendioxidausstoß durch einen noch zu ermittelnden finanziellen Betrag durch die Landeskirche kompensiert werden. Zur genauen Ermittlung des Bedarfes seien alle Synodalen aufgerufen, die Art und Weise ihre Anreise anonym mitzuteilen. Er rechne mit einem höheren dreistelligen Kompensationsbetrag. (24.04.2017)

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Präses Dr. Thomas Dittmann: «Wir betreten Neuland»

Hofgeismar (medio). In seiner Eröffnung der dritten Tagung der 13. Landessynode machte Präses Dr. Thomas Dittmann deutlich, dass die Landessynode mit der anstehenden Verabschiedung der Pfarrstellenbudgets «teilweise Neuland» betrete. Mit der Zuordnung von Gemeindepfarrstellen zu den Kirchengemeinden werde die Verantwortung der Kirchenkreisebene gestärkt. Dies könne aber laut Dittmann kein Selbstzweck sein: «Entscheidend ist, dass die Kirchengemeinden als Basiseinheit des kirchlichen Lebens das bekommen, was sie brauchen», teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Ziel müsse es sein, den Kirchengemeinden ein aktives und vielfältiges Gemeindeleben zu ermöglichen. (24.04.2017)

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Berichterstattung:

Auf unserer Sonderseite zur Tagung der Landessynode finden Sie aktuelle Meldungen, Berichte und Fotos von der Frühjahrstagung 2017:

zur Sonderseite...

Nachgefragt:

Prälatin Marita Natt im medio-Interview zu ihrem Personalbericht. Das Interview führte Ramona Kopec, Leitende Redakteurin Online im Medienhaus der EKKW:

Interview lesen...

Nachgefragt:

Vizepräsident Dr. Volker Knöppel im medio-Interview zu seinem Abschlussbericht. Das Interview führte Pfarrer Christian Fischer, Leiter des Medienhauses der EKKW:

Interview lesen...

Nachgefragt:

Präses Dr. Thomas Dittmann im medio-Interview zu den Schwerpunkten der Frühjahrstagung. Das Interview führte Christian Küster, medio-Onlineredakteur im Medienhaus der EKKW:

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