a24254

Sechs Baumaßnahmen im Projektjahr 2017
Stiftung Kirchenerhaltungsfonds fördert sechs Kirchen mit insgesamt 438.300 Euro

Kassel (medio). Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck fördert mit einer Summe von 438.300 Euro die Bauvorhaben von sechs Kirchengemeinden in der Landeskirche. Trotz Niedrigzinsumfeld konnten im Projektjahr 2017 bereits zum 17. Mal seit dem Bestehen der Stiftung Kirchengemeinden gefördert werden, teilte die Stiftung mit. Dabei verteilen sich die geförderten Kirchengemeinden von Süden nach Norden, vom Main-Kinzig-Kreis bis zum Landkreis Kassel. Förderschwerpunkte in diesem Jahr seien vor allem Maßnahmen der Innenrenovierung und der Orgelsanierung in denkmalgeschützten Kirchen gewesen, erklärte die Stiftung. Die genauen Fördersummen werden in einer Feierstunde mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Haus der Kirche am 30. Januar um 15 Uhr bekannt gegeben. Dort werden die Bewilligungsbescheide von Bischof Hein an die Vertreter der ausgewählten Kirchengemeinden übergeben.

Die Förderobjekte 2017: 6 Projekte aus 6 Kirchenkreisen

Der Stiftungsvorstand hat in seiner Sitzung am 1. Dezember 2017 die Förderung von 6 Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 438.300 Euro beschlossen. Förderschwerpunkte sind im Jahr 2017 Maßnahmen der Innenrenovierung und der Orgelsanierung in denkmalgeschützten Kirchen. Während der Laufzeit der Projektliste vom 22. Juni bis 17. November 2017 haben die Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten ein Spendenergebnis von 438.200,42 Euro erzielt, das von der Stiftung entsprechend der Stiftungsverfassung verdoppelt wird. Auch in Würdigung des vor Ort gezeigten besonderen Eigenengagements erhalten folgende sechs Kirchengemeinden ihre Bewilligungsbescheide von der Stiftung am 30. Januar:

  • Evangelische Kirchengemeinde Linsengericht, Kirchenkreis Gelnhausen, Sanierung des Kircheninnenraums in der Martinskirche in Altenhaßlau
  • Evangelische Kirchengemeinde Ehrsten, Kirchenkreis Hofgeismar, Innenrenovierung der Kirche in Ehrsten (3. Bauabschnitt)
  • Evangelische Kirchengemeinde Oberkaufungen, Kirchenkreis Kaufungen, Innenraumsanierung der Stiftskirche in Oberkaufungen
  • Evangelische Kirchengemeinde Warzenbach, Kirchenkreis Kirchhain, Innenrenovierung und Orgelsanierung der Martin-Luther-Kirche in Warzenbach
  • Evangelische Kirchengemeinde Spangenberg, Kirchenkreis Melsungen, Innenrenovierung und Restaurierung der Stadtkirche in Spangenberg
  • Evangelische Kirchengemeinde Landsburg, Kirchenkreis Ziegenhain, Innenrenovierung der Kirche in Schlierbach

Der Anlass: Die Erhaltung denkmalgeschützter Kirchen

Zu den Schätzen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck gehören ihre denkmalgeschützten Kirchengebäude. Sie zu erhalten, ist Verpflichtung der Landeskirche und ihrer Gemeinden. Im Jahr 2000 hat die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Errichtung einer kirchlichen Baustiftung beschlossen. Ziel ist es, einen finanziellen Grundstock zu schaffen, aus dessen Erträgnissen die Bauunterhaltung denkmalgeschützter kirchlicher Gebäude und ihrer Ausstattungsstücke gefördert werden kann. Die Neuanschaffung von Ausstattungsstücken ist nach der Stiftungsverfassung nicht förderfähig.

Die Finanzierung: Geldmittel der Landeskirche und Zustiftungen

Die Landeskirche hat die Stiftung bei der Gründung mit einem Stiftungskapital von 15,838 Mio. € ausgestattet, das nach der Stiftungsverfassung in seinem Bestand zu erhalten ist. Seit 2013 stockte die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck das Stiftungskapital noch einmal um weitere 11 Mio. € auf. Erträgnisse des Stiftungskapitals und Spenden dürfen nur für die verfassungsmäßigen Zwecke verwendet werden.
Aufgabe des Vorstandes ist es auch, für Zustiftungen und Spenden zu werben.
Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ist bei ihren vielfältigen Aufgaben und Projekten auch auf die Mithilfe und Unterstützung von Dritten angewiesen.

Der Vorstand: Vertreter der Landeskirche und Personen öffentlichen Lebens

Der Vorstand der Stiftung setzt sich aus Vertretern der Landeskirche und Personen des öffentlichen Lebens zusammen. In den Vorstand der Stiftung wurden berufen:

Adam Daume, Burgwald
Andreas Fehr, Lohfelden
Dr. Volker Knöppel, Kassel
Timo Koch, Kassel
Ulrich Müller, Hanau
Johannes Prinz, Schwalmstadt
Kerstin Reißmann-Priester, Kassel (mit beratender Stimme)
Heinrich Trier, Stadtallendorf
Mario Wagner, Kassel (mit beratender Stimme)

Vorsitzender des Vorstands ist Andreas Fehr, stellvertretender Vorsitzender Ulrich Müller; zum Geschäftsführer ist Matthias Dettmar, Kassel, bestellt. (17.01.2018)

2018-01-17

Linktipp:

Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds finden Sie im Internet unter

kirchenerhaltungsfonds.de

a24249

«Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke»
«Gebetswoche für die Einheit der Christen» thematisiert Sklaverei und Würde des Menschen

Frankfurt a.M./Augsburg (epd). Der zentrale Gottesdienst in Deutschland zur weltweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen vom 18. bis 25. Januar findet in Augsburg statt. Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gestalte die Feier am Sonntag, 21. Januar mit ihrem Vorsitzenden, dem katholischen Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann, dem katholischen Augsburger Bischof Konrad Zdarsa und dem evangelisch-methodistischen Bischof Harald Rückert, wie die ACK in Frankfurt am Main mitteilte. Der Gottesdienst findet um 15 Uhr in der St. Anna Kirche statt.

Jedes Jahr erarbeitet jeweils ein Land die Texte, die dann von allen Kirchen weltweit genutzt werden, um in Gottesdiensten für Einheit und Versöhnung der Christen zu beten. Die Texte für die Gebetswoche in diesem Jahr hat die Konferenz der Kirchen in der Karibik unter dem Motto «Deine rechte Hand, Herr, ist herrlich an Stärke» (2. Mose 15,6) erstellt. «Im Glauben an den menschgewordenen Gottessohn und im Lesen der Befreiungsgeschichten in der Bibel erfuhren die versklavten und unterdrückten Menschen dieser Region Gottes befreiende Macht», heißt es im einleitenden Text des diesjährigen Gottesdienstheftes. In dem Gottesdienst solle deutlich werden, wo noch mehr ökumenisches Engagement der Christen gegen die unterschiedlichen Formen der Sklaverei und für die Würde des Menschen erwartet wird.

Symbolträchtiger Ort des Gottesdienstes

Für die zentrale Feier der Gebetswoche wurde der symbolträchtige Ort der Kirche St. Anna gewählt. In der Kirche unterzeichneten 1999 Vertreter des Lutherischen Weltbund und des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre. Dies wird als Meilenstein in der Ökumene betrachtet. Zudem ist Augsburg als Stadt des Religionsfriedensschlusses zwischen Katholiken und Protestanten im Deutschen Reich im Jahr 1555 bekannt. (17.01.2018)

2018-01-17

Linktipp:

Weitere Informationen zur Gebetswoche finden Sie unter

gebetswoche.de

Linktipp:

Weitere Informationen zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland finden Sie unter

oekumene-ack.de

a24205

«Brot statt Böller»
Zum Jahreswechsel ruft Brot für die Welt zu Spenden auf

Berlin (medio). Unter dem Motto «Brot statt Böller» ruft das evangelische Hilfswerk «Brot für die Welt» zum Jahreswechsel zu Spenden auf. «Wir laden dazu ein, das neue Jahr mit einem Geschenk an Menschen in Not zu beginnen. Der Spaß, den ein Feuerwerk macht, ist nur kurz. Die Freude, die durch Teilen entsteht, ist von Dauer», sagte Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. Allein in Deutschland werden zu Silvester mehr als 100 Millionen Euro für Feuerwerk ausgegeben.

Füllkrug-Weitzel schlägt vor: «Eine Silvester-Festtafel kann mit fairen Produkten gedeckt werden und ein Teil des Silvester-Etats kann gespendet werden, wenn einfach ein paar Böller weniger im Einkaufskorb landen.» Mit einem Teil des gesparten Geldes könnte man an Brot für die Welt spenden und Projekte zum Kampf gegen Hunger unterstützen. «Obwohl heute rund um den Globus genügend Lebensmittel erzeugt werden, hungert jeder achte Mensch», so die Präsigdentin von Brot für die Welt weiter.

Stichwort «Brot statt Böller»

Die Aktion gibt es seit 1981. Damals sammelte die evangelische Kirchengemeinde Bargteheide (Schleswig-Holstein) erstmals unter diesem Motto Spenden zugunsten von Brot für die Welt. Brot für die Welt wurde 1959 gegründet. Das evangelische Hilfswerk unterstützt Selbsthilfe- und Lobbyprojekte in mehr als 90 Ländern weltweit. Im Zentrum stehen die Überwindung von Hunger und Mangelernährung, von Armut und Ungerechtigkeit sowie die Wahrung der Menschenrechte. (28.12.2017)

2017-12-28

Spendenkonto:

Bank für Kirche und Diakonie, IBAN: DE10100610060500500500, BIC: GENODED1KDB, Stichwort: «Brot statt Böller» oder online spenden unter:

brot-fuer-die-welt.de

a24216

«Was hält die Gesellschaft zusammen?»
Kirchen und Gewerkschaften diskutieren gesellschaftlichen Zusammenhalt

Kassel/Frankfurt a.M. (medio). Zu einer Diskussion über den Zusammenhalt in der Gesellschaft laden die evangelischen und katholischen Kirchen in Hessen gemeinsam mit dem DGB-Hessen und Thüringen am 16. Januar 2018 ab 17.30 Uhr in die Evangelische Akademie (Römerberg 9) nach Frankfurt ein. Bei der öffentlichen Veranstaltung sprechen Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau, Georg Bätzing, Bischof des Bistums Limburg und Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB Hessen-Thüringen. Eine Analyse der gesellschaftlichen Situation und der daraus entstehenden Herausforderungen gibt außerdem der Baseler Wirtschaftswissenschaftler und Soziologe Oliver Nachtwey, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.

Nach Angaben der Veranstalter steige trotz guter Konjunkturdaten die Alters- und Kinderarmut in Deutschland. Auch eine Arbeitslosenquote von rund 5,5 Prozent könne nicht beruhigen, so Kirchen und Gewerkschaft. Zwar sei die Arbeitslosenzahl erneut auf 2,45 Millionen Menschen zurückgegangen. Gleichzeitig arbeiteten jedoch über acht Millionen Menschen in prekären Beschäftigungsverhältnissen oder im Niedriglohnbereich. Die Schere zwischen Arm und Reich gehe weiter auseinander. Die zunehmende Angst vor einem sozialen Abstieg in großen Teilen der Bevölkerung bedrohe deshalb den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Mit Sorge nehmen Kirchen und Gewerkschaften diese Entwicklung zur Kenntnis und suchen nach Antworten auf die Frage, was die Gesellschaft zusammen hält und den Zusammenhalt stärkt, heißt es in der Mitteilung. Deshalb laden sie am 16. Januar zu der öffentlichen Diskussion ein. (28.12.2017)

2017-12-28

Linktipp:

Weitere Informationen und Anmeldung (bis 8. Januar 2018) unter:

evangelische-akademie.de/(...)

a24198

Werbeverbot für Abtreibungen
Bischof Hein: Abschaffung von § 219a wäre fatal

Kassel (epd). Eine Abschaffung des derzeit umstrittenen Werbeverbots für Abtreibungen (§ 219a STGB) wäre nach Aussage des kurhessischen Bischofs Martin Hein ein Schritt in die falsche Richtung. Durch eine Streichung dieses Paragrafen im Strafgesetzbuch, wie von einer fraktionsübergreifenden Initiative von Bundestagsabgeordneten sowie von fünf Bundesländern angestrebt, würde der bisher bestehende Schutz des ungeborenen Lebens aufgegeben, sagte Hein dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Kassel. «Das würde für weitere Eingriffe in den Schutz des ungeborenen Lebens Tür und Tor öffnen», sagte das Mitglied des Deutschen Ethikrats.

Innerhalb kürzester Zeit solle unter Ausnutzung eines Vakuums im Bundestag und ohne politische Debatte eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht werden, kritisierte Hein. Die daran interessierten Kreise würden die auf hohem moralischen Niveau geführte Debatte, die es in den 1990er Jahren zu diesem Thema gab und die schließlich zu einer von allen akzeptierten Lösung geführt habe, nicht berücksichtigen. Letztlich liefen die Bestrebungen auf eine Streichung der Paragrafen 218 bis 219 hinaus.

Hein kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die sich in dieser Frage bisher sehr zurückgehalten habe. «Ich hätte mir da relativ früh ein entsprechendes Votum seitens der EKD gewünscht, die in dieser Fragestellung von einer seltsamen Leisetreterei befallen ist», sagte Hein. Die Kirchen könnten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, um ein Bewusstsein zu schaffen, warum das ungeborene Leben eine eigene Würde besitze.

Für eine Änderung des Paragrafenwerkes 218, 219 und 219a sehe er keinen Bedarf, betonte Hein. Auf keinen Fall dürfe es zu einer Kommerzialisierung von Abtreibungen kommen. Bei einer Abschaffung der Paragrafen und einer darauffolgenden Straffreiheit drohe eine Abtreibung letztlich auch eine Leistung der Gesellschaft und damit auch der Krankenkassen zu werden. «Schwangerschaft ist aber keine Krankheit», sagte Hein. Erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass die Zahl der Abtreibungen in Deutschland abnehme.

Die Gießener Ärztin Kristina Hänel war kürzlich zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden, weil sie auf der Internet-Seite ihrer Praxis über Schwangerschaftsabbrüche informiert hatte. Nach Auffassung des Gerichts hatte sie damit gegen das Werbeverbot für Abtreibungen nach § 219a verstoßen. (19.12.2017)

2017-12-19
a24126

Christuskirche und Haus der Kirche in Kassel
Claudia Brinkmann-Weiß als Dezernentin für Diakonie und Ökumene eingeführt

Kassel (medio). In einem festlichen Gottesdienst in der Kasseler Christuskirche wurde am Montag (11.12.) Landeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß durch Bischof Prof. Dr. Martin Hein in ihr neues Amt eingeführt. Die ehemalige Dekanin des Kirchenkreises Hanau ist seit Anfang Dezember Dezernentin für Ökumene und Diakonie in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und gehört in dieser Funktion auch der Kirchenleitung an, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit.


Bischof Hein: Ökumene und Diakonie gehören zusammen

Anhand der Aufforderung an Paulus in Apostelgeschichte 16, 9 erläuterte Bischof Hein in seiner Ansprache das Verbindende zwischen Ökumene und Diakonie: « ‚Komm herüber und hilf uns‘ – in diesen beiden kurzen Aufforderungen steckt für mich im Kern das, was Ökumene und Diakonie bedeuten.» «Komm herüber» stehe für die Ökumene, die den Übergang des Evangeliums in neue Kulturen und Sprachen, in neue Regionen und Lebensverhältnisse zum Thema habe. Das bedeute aber nicht, das Evangelium einfach zu exportieren, «sondern es unter den jeweiligen Bedingungen zum Leben zu bringen».

2017-12-11
Hein bekräftigte: «Uniformität kann niemals Sache der Ökumene sein.» Die Aufforderung «Hilf uns» stehe für die Diakonie. Dabei dürfe sich die Hilfe nicht auf individuelle Notlagen beschränken, sondern müsse sich auch gesellschaftlichen Fehlentwicklungen entgegen stellen. Laut Hein sei die Diakonie überall dort gefragt, wo der Gedanke der Nächstenliebe an den Rand gedrängt werde. Das Fazit des Bischofs lautete: «Insofern gehören Ökumene als Wahrnehmung der Vielgestalt des Glaubens und Diakonie als Wahrnehmung der Begrenzungen und Beeinträchtigungen des Lebens zusammen.» Aufgrund ihrer bisherigen Tätigkeiten sei die neue Dezernentin prädestiniert für dieses Amt und werde darauf achten, «dass die Ökumene ihre diakonische Dimension behält und die Diakonie ihre ökumenische Ausrichtung bewahrt.»


Landeskirchenrätin Brinkmann-Weiß: Zeichen der Zeit erkennen und handeln

In ihrer Predigt zu den drei Substantiven «Gott», «Würde» und «Mensch» befasste sich Landeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß mit der Verheißung des Kommens des Menschensohnes in Lukas 21, 25 – 33. Damit sei zugleich eine endzeitliche eine adventliche Perspektive eingenommen: «Wenn ich die Zeichen des Untergangs zu verstehen beginne, dann beginnt der neue Anfang Jesu Christi mit mir, beginnt mein Anfang.» So stelle sich für jeden einzelnen die Frage, ob er das, was ihn täglich beschäftige und ihm Sorgen mache, als Chance und als Einladung für einen neuen Anfang begreifen könne, oder ob er angesichts des Zustands der Welt mit all ihren Katastrophen und Krisen schon resigniert habe.

Brinkmann-Weiß fragte: «Verstehen wir die Zeichen unserer Zeit als Aufforderung an uns zum Handeln, als Einladung, auf Gottes Gegenwart zu vertrauen?» So verstehe sie die Aufgabe der Kirche in all ihren Handlungsfeldern, auch in den Bereichen «Diakonie und Ökumene», für die sie nun als Dezernentin Verantwortung trage: «Die Zeichen der Zeit erkennen. Aufrecht sein, genau hinsehen, hinhören, wahr nehmen, was ist. Was falsch ist in unserer Welt, hier bei uns in unserer Nachbarschaft, in unserer Kirche, in unserem Land und weltweit. Was ungerecht ist, was Hass schürt, was die Schöpfung zerstört, was Menschen ihre Würde und ihr Lebensrecht nimmt. Und was wir tun können, mit Gottes Hilfe, in seinem Geist, in der Nachfolge Jesu Christi als seine Kirche.»

Impressionen vom Gottesdienst und Empfang

(alle Fotos: medio.tv/Schauderna)

Zur Person:

Claudia Brinkmann-Weiß wurde 1957 in Paderborn geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1976 studierte sie zunächst Jura, ehe sie 1978 zum Studiengang Evangelische Theologie wechselte. Ihr Theologiestudium absolvierte sie in Berlin und Göttingen. Nach der ersten Theologischen Prüfung im Jahr 1984 leistete sie ihr Vikariat in der Kirchengemeinde Baunatal-Großenritte.
  Im Jahr 1987 wurde sie in Fritzlar durch Bischof Dr. Jung ordiniert. Von 1987 bis 1992 war sie zunächst in Wichmannshausen (Kirchenkreis Eschwege), danach von 1992 bis 1999 in Niederkaufungen (Kirchenkreis Kaufungen) als Gemeindepfarrerin tätig. Von 1999 bis 2002 übernahm sie eine landeskirchliche Pfarrstelle für Frauenarbeit im Amt für kirchliche Dienste. Von 2002 bis 2017 bekleidete sie das Amt der Dekanin des Kirchenkreises Hanau. (vormals Hanau-Stadt). 

Darüber hinaus hat sich Claudia Brinkmann-Weiß in vielen kirchlichen Gremien engagiert, sei es auf der Ebene der EKD, der Landeskirche oder des Kirchenkreises: Mitglied der Landessynode seit 2007, Mitglied des Synodalvorstands und Mitglied des Rats der Landeskirche seit 2016, Mitglied der EKD-Synode seit 2015, Mitglied des Pfarrerausschuss von 1998 bis 2002, Mitglied des Struktur- und Entwicklungsausschusses von 2003 bis 2006, Mitglied des Ratsausschusses für Personalentwicklung von 2004 bis 2016, Mitglied des Beratungsausschusses zum Anstellung von Hilfspfarrern seit 2010 und Mitglied des Finanzausschusses seit 2016. Claudia Brinkmann-Weiß ist verheiratet; das Ehepaar hat drei erwachsene Kinder.

Weitere Informationen zum Werdegang und Engaggement der Landeskirchenrätin finden Sie auf den Seiten des Dezernats Diakonie und Ökumene. (11.12.2017)

Linktipp:

Informationen zum Dezernat Diakonie und Ökumene finden Sie im Bereich des Landeskirchenamtes auf ekkw.de:

weiter...

a24108

Zusammenschluss von reformierten und lutherischen Gemeinden
Evangelische Kirche feiert im kommenden Jahr 200 Jahre «Hanauer Union»

Hanau (medio). Auf 200 Jahre der sogenannten «Hanauer Union» blickt im kommenden Jahr der Sprengel Hanau der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zurück. Der Zusammenschluss am 1. Juni 1818 von reformierten und lutherischen Gemeinden zu einer evangelisch-christlichen Kirche solle im kommenden Jahr gefeiert werden, kündigte der Propst des Sprengels Hanau, Bernd Böttner, am Freitag (8.12.) an.

Der Beschluss der Hanauer Synode vom 1. Juni 1818 habe weitreichende Folgen gehabt: «Im Gegensatz zu anderen Regionen in Deutschland ist es bei uns selbstverständlich «evangelisch» zu sein, ohne dass es dazu noch eines Zusatzes bedarf», so Böttner. Die Vereinigung von 1818 sei ganz wesentlich geprägt gewesen von den Feiern des 300jährigen Reformationsjubiläums am 31. Oktober 1817. Schon zu diesem Anlass haben man nicht nur zurückblicken wollen, sondern auch mutig nach vorne. Der Allgemeine Anzeiger der Deutschen rief am 26. November 1816 auf, «man habe sich nicht nur zu erinnern, was das 16. Jahrhundert leistete, sondern auch zu bedenken, was das 19. Jahrhundert und alle folgenden leisten sollten. Der neuen Zeit könne man nicht zumuten, sich nur immerfort in demselben Kreise früherer Vorstellungen herumzutreiben». In diesem Geiste reifte die Hanauer Union, erläuterte der Propst.

200 Jahre später habe man ganz bewusst das 500jährige Reformationsjubiläum gefeiert. «Ich erinnere mich gern an das Festwochenende auf der Ronneburg, an viele schöne Aktionen, Konzerte und Gottesdienste, nicht nur am 31. Oktober des vergangenen Jahres, sondern das ganze Jahr hindurch. Wir wollen auch das anstehende 200jährige Jubiläum der Hanauer Union gebührend feiern und laden Sie herzlich ein, nun mit uns mutig nach vorne zu schauen», so Bernd Böttner.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildet ein Vortrag von Dr. Margot Käßmann am 23. April 2018 um 19 Uhr in der Christuskirche in Hanau. Die Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) werde ein Fazit aus dem Reformationsjubiläums ziehen und aufzeigen, welche Herausforderungen für die  Evangelische Kirche bestehen. Weitere  Vorträge über die Ereignisse von vor 200 Jahren und ihre Auswirkungen bis heute folgen in den Monaten Mai bis September.

Abschluss und Höhepunkt werde das Unionsfest für alle Generationen am 16. September 2018 auf dem Marktplatz in Hanau sein, das um 14 Uhr mit einem Gottesdienst beginnen wird. Die Predigt hält Bischof Martin Hein. Für die Musikalische Gestaltung sorgen Bläserinnen und Bläser aus den Gemeinden des Sprengels und der Gospelchor «Get up!» der Landeskirche mit Band. (09.12.2017)

2017-12-09

Linktipp:

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

hanauer-union.de

a24103

Von Januar bis April 2018
«Du hast die Wahl» - Mitarbeitervertretungen werden in der Landeskirche neu gewählt

Kassel (medio). In der Zeit von Januar bis April 2018 werden in den Dienststellen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) neue Mitarbeitervertretungen gewählt. Zur Wahl aufgerufen sind über 11.000 Mitarbeitende in allen Arbeitsbereichen der Landeskirche. «In der Regel wird eine Mitarbeitervertretung auf Ebene eines Kirchenkreises gebildet, daneben gibt es einige Einrichtungen, die eigene Mitarbeitervertretungen bilden», sagte Andreas Klenke, Vorsitzender der Landeskirchlichen Mitarbeitervertretung, gegenüber der Onlineredaktion des Medienhauses der EKKW. In der jetzigen Amtsperiode seien 25 Mitarbeitervertretungen tätig.

Die Aufgaben der Vertretungen sind im kirchlichen Mitarbeitervertretungsgesetz geregelt, das vergleichbar mit dem  Betriebsverfassungsgesetz sei, erläuterte Klenke. So wirken Mitarbeitervertretungen z.B. mit bei Einstellungen, Kündigungen, organisatorischen und sozialen betrieblichen Belangen wie z.B. der Regelung von Arbeitszeit im Betrieb. Die Mitarbeitervertretungen sollen die beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Belange der Mitarbeitenden fördern, ergänzte die Dezernentin für Arbeits- und Schulrecht der Landeskirche, Landeskirchenrätin Dr. Anne-Ruth Wellert, auf Anfrage. «Um ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen, ist die Mitarbeitervertretung durch das Mitarbeitervertretungsrecht mit Initiativrechten und verschiedenen Formen der Beteiligung ausgestattet», so Dezernentin Wellert.

Die Mitarbeitervertretungen stellen darüber hinaus auch die Vertreterinnen und Vertreter der Dienstnehmer in der Arbeitsrechtlichen Kommission (ARK). Die ARK wiederum beschließt die arbeitsrechtlichen Bedingungen, die für alle Mitarbeitenden in der Landeskirche gelten, so Wellert weiter.

Aufruf zur MAV-Wahl 2018

Der Vorsitzende der Landeskirchlichen Mitarbeitervertretung, Andreas Klenke, ruft alle Mitarbeitenden auf: «Beteiligen Sie sich an der Mitarbeitervertretungswahl 2018, als Wählerinnen und Wähler, als Kandidatinnen und Kandidaten - für eine starke Interessenvertretung - in Zeiten einer sich verändernden Kirche».

Und Arbeitsrechtsdezernentin Dr. Wellert sagt: «Mitarbeitervertreter und -vertreterinnen nehmen eine verantwortungsvolle Aufgabe in unserer Dienstgemeinschaft wahr. Dies ist besonders in den weiteren strukturellen Veränderungen innerhalb der Landeskirche von großer Bedeutung. Eine hohe Wahlbeteiligung ist daher wünschenswert. Diese stärkt die Dienstgemeinschaft und bildet die Grundlage für eine gute Einbindung der Mitarbeiterschaft in die Weiterentwicklung der Kirche.»

Stichwort: Wahlkampagne und Wahl der Mitarbeitervertretungen

Zur MAV-Wahl 2018 will die Landeskirchliche Mitarbeitervertretung mit der Kampagne «Du hast die Wahl» mobilisieren. Plakaten und Postkarten sollen die Aufmerksamkeit wecken und die Beteiligung an der Wahl stärken. Informationen zu den Materialien bei der Geschäftsstelle der Landeskirchliche Mitarbeitervertretung der EKKW, Heinrich-Wimmer-Straße 4, 34131 Kassel Tel.: 0561 9307-173, E-Mail: lakimav@ekkw.de.

Grundsätzlich sind alle Mitarbeitenden wahlberechtigt, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Wählbar sind alle Mitarbeitenden, die seit mindestens sechs Monaten der Dienstelle angehören. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in einer Kirche der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. (08.12.2017)

2017-12-08

Linktipp:

Die Landeskirchliche Mitarbeitervertretung der EKKW finden Sie unter:

lakimav-ekkw.de

Linktipp:

Das Dezernat Arbeits- und schulrecht finden Sie unter:

weiter...

a24095

Ökumenisches Internetportal «nachhaltig-predigen.de»
Predigtanregungen für das neue Kirchenjahr zum Schwerpunkt «Bedrohte Freiheit»

Kassel (medio). Die neue Ausgabe des ökumenischen Projekts «Nachhaltig predigen» mit Predigtanleitungen zum Thema «bedrohte Freiheit» ist ab sofort im Internet verfügbar. Das Internetportal greife gesellschaftliche Entwicklungen auf, biete orientierendes Wissen und spirituelle Impulse, teilte Pfarrer Stefan Weiß, Klimaschutzmanager der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, mit.

Besonderer Schwerpunkt der Impulse 2018 ist neben der Nachhaltigkeit das Thema «Bedrohte Freiheit». In den Predigtanregungen widmen sich die Autorinnen und Autoren Fragen, wie: Wann wird Freiheit bedroht? Wessen Freiheit ist bedroht und wodurch? Was ist überhaupt «Freiheit»?, heißt es auf der Internetseite des Projekts. Und Pfarrer Stefan Weiß, Projektkoordinator der Landeskirche, ergänzt: «Die Zeit drängt, die Erhitzung der Erde geht schneller voran als vor einiger Zeit noch prognostiziert. Immer mehr Menschen, Gruppen, Institutionen fordern einen grundlegenden Wandel in Politik und persönlichem Lebensstil.» Die Bibelstellen würden viele überraschende Impulse dazu enthalten, wie ein Wandel gelingen kann - nicht nur individuell, sondern auch durch das Engagement von Organisationen, politischen Körperschaften und den Kirchen, erläuterte Weiß.

Das Internetportal nachhaltig-predigen.de biete orientierendes Wissen und spirituelle Impulse, die über die Predigtvorbereitung hinausgehen und auch in Erwachsenenbildung und Religionsunterricht aufgegriffen werden können. Die Texte seien auch für das persönliche Bibelstudium geeignet und bieten eine Fülle von Erkenntnissen und Hinweisen, die die Heilige Schrift als ein Buch des Lebens für heute erschließen, so der Pfarrer weiter. Mittlerweile beteiligten sich 24 Bistümer und Landeskirchen an dem Projekt. Neben Pfarrer Weiß gehören im Kirchenjahr 2017/18 aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck auch Umweltpfarrer Uwe Hesse und die ehemalige Dezernentin für Diakonie und Ökumene, Oberlandeskirchenrätin Dr. Ruth Gütter, zu den Autorinnen und Autoren. (06.12.2017)

2017-12-06

Linktipp:

Die Predigtanregungen finden Sie im Internet unter:

nachhaltig-predigen.de

a24043

Wechsel in der Kirchenleitung:
Bernd Böttner ins Prälatenamt eingeführt - Marita Natt in den Ruhestand verabschiedet

Hofgeismar (medio). Wechsel im Prälatenamt in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck: In einem Festgottesdienst in der Altstädter Kirche in Hofgeismar wurde nach Ende der Herbsttagung der Landessynode am Donnerstag (30.11.) Bernd Böttner, zuvor Propst im Sprengel Hanau, von Bischof Prof. Dr. Martin Hein in das Amt des Prälaten eingeführt. Böttners Amtsvorgängerin, Marita Natt, wurde offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Dienstbeginn Böttners wird der 1. Januar 2018 sein.

Bernd Böttner ist als Prälat der theologische Stellvertreter des Bischofs; er ist für die Personalia der Pfarrerinnen und Pfarrer, die Besetzung, Errichtung und Aufhebung von Pfarrstellen, die Prädikanten und Lektoren, die Prediger der Landeskirchlichen Gemeinschaften im Bereich der Landeskirche, für Visitationen und Amtshandlungen sowie für «Theologische Generalia» zuständig. Der Rat der Landeskirche hatte im Mai diesen Jahres Bernd Böttner in das Prälatenamt berufen.

Hein: In einer sich wandelnden Welt hoffnungsvoll nach vorne schauen

2017-11-30
In seiner Ansprache über Epheser 1,3 machte Bischof Hein deutlich, dass es nicht auf die Menschen und ihre Werke und Leistungen ankäme, sondern auf Gottes Gnade. Ohne Gottes Beistand, den die Bibel «Segen» nennt, wären alle Überlegungen, alles redliche Bemühen, die Zukunft der Landeskirche zu gestalten, letztlich vergeblich. Doch heute könne er mit Fug und Recht sagen: «Gott hat uns in dem, was Du, liebe Marita Natt, mit deiner ganzen Person dargestellt hast, gesegnet.» Natt habe in den Zeiten des Wandels auf «bewundernswerte Weise» die Verantwortung angenommen, die Entscheidungen der Landessynode Schritt für Schritt umzusetzen. Nicht alles, was in den vergangenen Jahren entschieden worden sei, sei abgeschlossen. Aber es sei im Werden: «Du, liebe Marita Natt, übergibst ein wohlbestelltes Feld.»

Mit Blick auf den künftigen Prälaten Bernd Böttner zeigte sich der Bischof überzeugt, dass er für die Aufgaben des Prälatenamtes gute Voraussetzungen mitbringe. Er habe nicht nur Erfahrungen als Gemeindepfarrer, Dekan und Propst in unterschiedlichen Regionen der Landeskirche gemacht, sondern auch als Vorsitzender des Personalentwicklungsplanungs-Ausschusses in den vergangenen Jahren «beste Einblicke in die jeweilige Pfarrstellensituation» gewonnen. Zu Böttner gewandt sagte Hein: «Wir vertrauen aus tiefster Überzeugung darauf, dass auch Du, lieber Bernd Böttner, unter dem Segen Gottes segensreich für diese Landeskirche wirken wirst.» Wer sich dem Segen Gottes öffne, gewinne die allerbesten Voraussetzungen dazu, im Auftrag Jesu Christi für das Evangelium mitten in einer sich wandelnden Welt einzustehen. Das ermögliche, hoffnungsvoll nach vorne zu schauen.

Böttner: Wir brauchen Mut und Phantasie für neue Wege

In seiner Predigt zu den Segensworten an Mose und Maria (Losung und Lehrtext des Tages: 2.Mose 33,17; Lukas 1,28) bekannte der designierte Prälat, er wisse wohl um die Herausforderung, die dieses Amt mit sich bringe, und er spüre deutlich die Herausforderungen, vor denen die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck stehe: Die Synode habe 2015 weitreichende Beschlüsse gefasst und Prozesse eingeleitet, um auch bei sinkenden Mitgliederzahlen weiterhin Volkskirche – und das bedeute: Kirche für die Menschen – sein zu können. Dabei gelte es, neu zu entscheiden, welche Aufgaben vordringlich seien, welche Arbeitsformen ihre Zeit gehabt hätten, was ganz neu angegangen werden müsse und wie die Landeskirche auf der Höhe der Zeit Menschen zum Glauben einladen könne. Auch wenn man noch nicht wissen könne, wie alles werde, und dies manchen verunsichere, gelte dennoch: «Wir können aber nicht einfach an dem Alten festhalten. Jedenfalls möchte ich das nicht. Ich möchte keine Kirche, die beim Blick zurück zur Salzsäule erstarrt. Darum brauchen wir Mut und Phantasie für neue Wege, Bereitschaft Neues zu lernen und Gelassenheit beim Fehlermachen.»


Zu den Personen:

Bernd Böttner wurde 1956 in Grebendorf (Kirchenkreis Eschwege) geboren. Nach dem Abitur im Jahr 1974 studierte er Evangelische Theologie in Göttingen und Heidelberg. Nach dem 1. Theologischen Examen im Jahr 1979 wurde er zunächst Vikar in Kassel, ehe er 1981 sein Vikariat am Evangelischen Predigerseminar in Hofgeismar fortsetzte. 1982 wurde er durch Bischof Dr. Jung in Kassel ordiniert. Von 1982 bis 1997 war er Pfarrer der Kirchengemeinde Jesberg (Kirchenkreis Fritzlar). Währenddessen hatte er auch das Amt des Kreisjugendpfarrers und des Informationsbeauftragten inne. 1997 wurde er Dekan des damaligen Kirchenkreises des Eisenbergs. Von Februar bis August 2009 nahm er als dienstältester Dekan des Sprengels Waldeck und Marburg die Aufgabe des Propstes wahr. Seit 2010 bekleidet er sein jetziges Amt als Propst des Sprengels Hanau.

Bernd Böttner ist verheiratet; das Ehepaar hat vier erwachsene Kinder.

Marita Natt  wurde 1955 in Schwalmstadt geboren. Nach dem Abitur studierte sie zunächst in Gießen vier Semester Religion und Deutsch für Lehramt, ehe sie ein Theologiestudium in Marburg begann. Das Studium setzte sie an den Universitäten in Göttingen und Kiel fort. Nach dem 1. Theologischen Examen wurde sie Vikarin in Helmarshausen. 1987 wurde sie in Melsungen ordiniert. Ihren Dienst als Gemeindepfarrerin versah sie von 1987 bis 2003 in den Kirchengemeinden Gottsbüren, Spieskappel und Hofgeismar-Altstadt. Von 2003 bis 2010 war sie Pröpstin des Sprengels Hersfeld. Seit 2010 bekleidete sie das Amt der Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Marita Natt ist verheiratet; das Ehepaar hat drei erwachsene Töchter. (30.11.2017)

Predigt:

Lesen Sie hier die Predigt von Bischof Martin Hein im Gottesdienst zum Amtswechsel im Wortlaut:

PDF-Dokument

Foto-Impressionen:

Hier finden Sie weitere Impressionen vom Gottesdienst und Empfang in Hofgeismar:

Zu den Fotos...

Nachgefragt:

Bernd Böttner im Interview zu den Schwerpunkten, die er als Prälat setzen will und zu den Herausforderungen, denen sich die Landeskirche stellen muss:

Interview lesen…

Nachgefragt:

Marita Natt im Interview über ihre Amtszeit als Prälatin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, über die zukünftige Personalplanung in der Landeskirche und was sie ihrem Nachfolger im Amt des Prälaten wünscht:

anc_linktipp

a24056

Onlineangebot, Videos und Werbematerialien
Webportal für Berufe im Raum der Kirche gestartet

Kassel (medio/epd). Mit dem am 29. November gestarteten Webportal macht-sinn.info und weiteren Materialien wirbt die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck ab sofort für Berufe im Raum der Kirche. Unter dem Motto «Entdecke sinnvolle Berufe in der Kirche» werden anschaulich sieben verschiedene Berufsbilder vorgestellt, teilte die Pressestelle der Landeskirche mit. Das Spektrum reicht von Erziehern und Religionslehrerinnen, über Kirchenmusiker, Diakone und Kinder- und Jugendarbeiterinnen, sowie Pfarrerinnen bis hin zu Verwaltungsfachangestellten und Kirchenbeamtinnen. Zur Verfügung stehen Informationen zu Ausbildungs- und Studiengängen, Erfahrungsberichte, Veranstaltungstipps und Kontaktmöglichkeiten Ansprechpartnern.

Die beruflichen Perspektiven in der Kirche seien gut bis sehr gut, sagte Johannes Meier, Pfarrer für Nachwuchsgewinnung der Landeskirche. Mit dem Portal solle auch gezielt dem Eindruck entgegengewirkt werden, dass aufgrund des demografischen Wandels keine Chance bestehe, bei der Kirche eine sinnstiftende Arbeit zu finden. Jede Arbeit in der Kirche diene auch der Kommunikation des Evangeliums, sagte Pfarrerin Prof. Dr. Regina Sommer, Leiterin des Referats für theologische Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Mit den Informationsangeboten, zu denen auch Kurzfilme zu den einzelnen Berufsbildern gehören, richte man sich an interessierte Jugendliche und junge Erwachsene, die beruflich «mehr als ein Job» machen wollen, heißt es in der Mitteilung der Landeskirche weiter. Laut Pfarrerin Sommer sei das berufsübergreifende Portal Ausdruck für die Zusammenarbeit in interprofessionellen Teams auf allen Ebenen der Landeskirche. (30.11.2017)

Nachgefragt:

Medienhausleiter Pfarrer Christian Fischer sprach zum Onlinestart des Webportals am 29.11.2017 mit Pfarrer Johannes Meier, Fachreferent für theologische Nachwuchsgewinnung, über die Nachwuchsgewinnung im digitalen Zeitalter.

2017-11-30

Linktipp:

Das neue Webportal zu kirchlichen Berufsfeldern in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck finden Sie unter:

macht-sinn.info

a23982

Vom 27. bis 30. November 2017
Herbsttagung der Landesynode in Hofgeismar

Hofgeismar (medio). Die 13. Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck trat vom 27. bis 30. November 2017 zu ihrer vierten Tagung im nordhessischen Hofgeismar zusammen. Schwerpunkte der Herbsttagung waren der Bericht von Bischof Prof. Dr. Martin Hein, der Finanzbericht von Vizepräsident Dr. Volker Knöppel und die Beratung und Verabschiedung der Haushalts- und Finanzplanung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck für die Jahre 2018 und 2019. (30.11.2017)

Informieren Sie sich hier über die Tagung:

Bischof Prof. Dr. Hein: «Unser Anspruch ist, gehört zu werden und zu überzeugen»
mehr lesen & kommentieren

Vizepräsident Dr. Knöppel: Reformprozess wird konsequent weitergeführt
mehr lesen & kommentieren

Landessynode verabschiedet Doppelhaushalt 2018 / 2019
mehr lesen & kommentieren

Vorstandsvorsitzender Rühl: Diakonie stellt sich gesellschaftlichen Herausforderungen
mehr lesen & kommentieren

Landessynode setzt sich für Abschiebestopp und Familiennachzug ein
mehr lesen & kommentieren

Reformprozess der Landeskirche nimmt Fahrt auf
mehr lesen & kommentieren

Dr. Isabel Schneider-Wölfinger in den Synodalvorstand gewählt
mehr lesen & kommentieren

Präses Dr. Dittmann: Grundordnung hat sich bewährt
mehr lesen & kommentieren

Prälatin Natt: Jahreslosung 2018 ist eine erquickende Zusage
mehr lesen & kommentieren

2017-12-15

Nachgefragt:

Bischof Hein zum Verhältnis von Kirche und Staat, zur Rolle der Kirche in der Politik und was eine christlich geprägte Gesellschaft zukünftig ausmachen kann:

Zum Interview...

Nachgefragt:

Vizepräsident Knöppel im Interview zur Entwicklung des Kirchensteueraufkommens, zu den Sparmaßnahmen der Landeskirche und deren Auswirkungen auf den Doppelhaushalt 2018/19:

Zum Interview...

Nachgefragt:

Pfarrer Horst Rühl im Interview zur Zukunft der Flüchtlingsarbeit, zur wachsenden Armut in Deutschland und der Öffnung der Diakonie für kirchengemäße Tarifverträge:

Zum Interview...

Nachgefragt:

Präses Dittmann im Interview zu den Schwerpunkten der Herbsttagung, zum Gesetzesvorhaben über die Sprengelneuordnung und die Stimmung in der Synode.

Zum Interview...