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20.08.2012 | Emelei
„Schon durch die Aussagen der EKD zum Kölner Urteil wurde ich dazu gezwungen, meine Mitgliedschaft in dieser Vereinigung namens evangelischer Kirche zu überdenken, die nun allen Ernstes die Legalisierung religiös begründeter Körperverletzungen an schutzlosen Kindern unterstützt.
Durch die Stellungnahme von Herrn Hein bin ich nun endgültig zum Austritt gezwungen. Bezeichnend ist es, dass in diesem Artikel hier das Wort "Kind" kein einziges Mal erwähnt wird. An das Kindeswohl wird nicht einmal ein kurzer Gedanke verschwendet. Kinder treten hier nur als Objekt der Religionsausübung auf, genauer gesagt Objekt religiöser Selbstbefriedigung auf Kosten der eigenen Kinder.
Im Folgenden möchte ich Herrn Hein und den Lesern dieses Artikels einige Argumente nahebringen, die aus meiner Sicht jeden halbwegs vernünftig denkenden Menschen zu einem eindeutigen Ergebnis kommen lassen.
- Jeder medizinische Eingriff ist mit dem Risiko von Komplikationen behaftet. Dies zeigt nicht nur der Fall von Köln, wo der beschnittene Junge mehrmals nachoperiert werden musste.
In München liegt ein Junge nach seiner Beschneidung im Dauerkoma (Hirnschaden durch Narkose):
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In Norwegen ist im Mai 2012 ein Baby an der Beschneidung GESTORBEN:
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Deshalb tobt auch dort eine Beschneidungsdebatte.
In USA sterben jährlich schätzungsweise 100 Kinder an der Beschneidung.
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- Die Folgen der Beschneidung für die Sexualität sind umstritten. Wie auch immer, die negativen Erfahrungsberichte von vielen Betroffenen sind nicht von der Hand zu weisen:
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- Eltern jüdischer und muslimischer Eltern stehen unter erheblichem Druck von Verwandten, Rabbinern etc., ihre Kinder beschneiden zu lassen, auch wenn die Eltern das nicht möchten. So ist es zu erklären, dass es Initiativen wie die jüdische Initiative Ben Schalem ("Intakter Sohn") gibt, die sich gegen die religiöse Beschneidung von Babies aussprechen:
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Diese Eltern brauchen auch Schutz!
Die Entscheidung für oder gegen religiöse Beschneidung kann jedem Menschen selbst überlassen, wenn er alt genug ist, diese Entscheidung zu treffen. Dies ist bei Babies und Kleinkindern nicht der Fall. Diese müssen vor einem solchen unnötigen, irreversiblen und auch gefährlichen Eingriff unbedingt geschützt werden.
Wie ich schon einmal betont habe, blendet die evangelische Kirche die Gefahren und die Konsequenzen für die betroffenen Kinder vollständig aus. Ich kann diese Stellungnahmen nicht anders als erbärmlich nennen. Ich fordere die evangelische Kirche auf, die Legalisierung von Körperverletzung an kleinen Kindern nicht zu unterstützen.”
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