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01.02.2013 | Stefan Wehmeier

„Freiheit und Gerechtigkeit Aus der geschilderten Tatsache, dass nur der arbeitende Mensch allein produziert, folgt notwendig der Schluss, dass nach dem Grundsatz der wirtschaftlichen Gerechtigkeit der Ertrag aller Arbeit voll und ganz den Arbeitenden und niemand sonst gebührt. Dieses erste ökonomische Grundrecht nennt man das Recht auf den vollen Arbeitsertrag, worunter man den durch Zins nicht verkürzten Arbeitsertrag versteht. Das Recht auf den vollen Arbeitsertrag wird ausgedrückt durch den Satz: „Jedem nach seiner Leistung“. Der Grundsatz der wirtschaftlichen Gerechtigkeit lässt aber noch eine zweite Auslegung zu in der Form des zweiten ökonomischen Grundrechtes, des Rechtes auf Existenz, das ausgedrückt wird in dem Satz: „Jedem nach seinem Bedürfnis“. Welches der beiden Postulate verdient den Vorzug? Die erwähnten beiden Grundrechte gehen von zwei völlig verschiedenen Triebfedern der menschlichen Natur aus. Jedes gesellschaftliche System, dessen Mittelpunkt das Recht auf den vollen Arbeitsertrag bildet, beruht auf dem menschlichen Egoismus (Eigennutz). Dagegen muss jedes Gesellschaftssystem, dessen letztes Ziel die Anerkennung des Rechtes auf Existenz bildet, auf dem Gefühl der Brüderlichkeit beruhen. Während es sich beim menschlichen Eigennutz um einen starken, allgegenwärtigen Trieb handelt, der eine Abart des mächtigen Selbsterhaltungstriebes darstellt, erscheint das Gefühl der Brüderlichkeit unvergleichlich schwächer ausgebildet. Es kann keinesfalls als allgemein, sondern nur als vereinzelt wirksam angesehen werden und bleibt in der Regel auf den Kreis der Familie, der Sippe oder gewisser Vereinigungen beschränkt. Daraus folgt: Solange die Menschen so bleiben wie sie sind, kann als gesellschaftliches Ideal der gerechten Güterverteilung (soziale Gerechtigkeit) nur das Gerechtigkeitsprinzip des Eigennutzes, das Recht auf den vollen Arbeitsertrag, in Frage kommen, ausgedrückt in dem Satz: „Jedem nach seiner Leistung“. Im Widerstreit zwischen Eigennutz und Brüderlichkeit obsiegt in der Regel der Eigennutz; dasjenige Wirtschaftssystem, das ihn in Rechnung stellt, ist daher der menschlichen Natur besser angepasst: (Link von der Redaktion gelöscht, siehe Regeln für Kommentare.) Sind Sie immer noch „halbwegs glücklich“, nachdem Sie jetzt wissen, was Freiheit und Gerechtigkeit ist? Oder fragen Sie sich: Warum erfahre ich das erst heute und habe mein ganzes bisheriges Leben in Unwissenheit verbracht? Welcher kollektive Wahnsinn ließ die Menschheit bis heute in systemischer Ungerechtigkeit existieren und damit Massenarmut, Umweltzerstörung, Terrorismus und Krieg ertragen, während sie längst zivilisiert sein könnte? Antwort: die Religion. ”


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