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07.12.2016 | Dr. Markus Peuckert

„Sehr geehrter Herr Dr. Hein, mit großem Erstaunen habe ich Ihr Interview in der HNA (und spĂ€ter auch hier) gelesen! Haben Sie doch gesagt, daß Christen und Muslime denselben (barmherzigen) Gott anbeten. Ich weiß nicht, in welcher theologischen Ausbildung, die Sie genossen haben, diese Gemeinsamkeiten gelehrt wurden. Mir wurden die wichtigsten Punkte des christlichen Glaubens nicht nur im Konfirmandenunterricht, sondern auch durch Lesen in der Bibel, sowie in Predigten verschiedenster Pastoren unterschiedlicher christlicher Denominationen vermittelt. Das zentrale Merkmal der Unterscheidung bezieht sich auf die Gottessohnschaft Jesu Christi. FĂŒr uns Christen ist er der Sohn Gottes. Ja, in ihm ist uns Gott selbst ganz nahe gekommen. In der Bibel sagt Jesus selbst: - er ist der Sohn Gottes - der Weg zum Vater fĂŒhrt NUR ĂŒber Ihn (Jesus) selbst diese christlichen Wahrheiten werden vom Islam als GotteslĂ€sterungen angesehen: Im Koran wird die Gottessohnschaft in mehreren Suren eindeutig verneint. Dort heißt es: „Allah hat keinen Sohn!“ (sh. Suren 9,31; 8,112; 4,158 ff; 5,73.76.78) Wer das dennoch behauptet, soll „getötet oder gekreuzigt werden, oder daß ihnen HĂ€nde und FĂŒĂŸe wechselseitig abgehackt werden, oder daß sie aus dem Land verbannt werden. Das ist fĂŒr sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es fĂŒr sie gewaltige Strafe, “ (Sure 5,33) Desweiteren zu der Behauptung, daß der Islam eine friedliche Religion sei, verweise ich auf den Begriff der Abrogation, der Ihnen nicht unbekannt sein wird. Allah wird zwar im Koran durchaus als "barmherzig" benannt, ist es aber nicht, vorallem in Bezug auf die neueren Suren (siehe Abrogation). Ich denke, mit einer weitergehenden AusfĂŒhrung der o.g. Punkte wĂŒrde ich Sie als Theologe beleidigen. Daher beschrĂ€nke ich mich auf die, in meinen Augen, auf das Allernötigste reduzierten Kernaussagen der Bibel. Mit freundlichen GrĂŒĂŸen, Dr. Markus Peuckert (ja, ich bin der Sohn von Pfr. Wolfgang Peuckert, schreibe aber aus eigenem Antrieb!) P.S.: Denken Sie nicht auch, daß Ihre Aussagen in der HNA, den eindeutigen Aussagen der Bibel, die wir in unserem Glaubenbekenntnis jeden Sonntag im Gottesdienst laut bekennen, diametral entgegen stehen und damit bereits den Tatbestand der Sektiererei erfĂŒllen? Ich bin nicht gegen andere Religionen eingestellt. Wir haben immerhin Religionsfreiheit in Deutschland. Aber ich stimme nicht fĂŒr eine VerwĂ€sserung der Kernaussagen der Bibel und einer Gleichstellung mit dem Islam (oder anderen Religionen), die nicht mal ein Moslem wagen wĂŒrde. Eine "Allversöhnung" gibt es nicht! Sagt Jesus selbst. Vielmehr sollte es uns als Christen am Herzen liegen, Nichtchristen von der Liebe und Vergebungsbereitschaft unseres Vaters zu erzĂ€hlen, "damit alle gerettet werden"...”

02.12.2016 | Frank Skora

„Lieber Bruder Hein Wie schön wĂ€re es, wenn es diese „ganz, ganz große BrĂŒcke“ der Barmherzigkeit gĂ€be, „auf der wir uns als Juden, Muslime und Christen begegnen können“, von der Sie sprechen. Aber dort begegnen wir wahrscheinlich leider nur wenigen einzelnen Muslimen, um im Bild zu bleiben. Denn wer von den muslimischen Theologen legt die Koran-Texte – so wie Sie es offensichtlich tun – historisch-kritisch aus? Es gibt bis heute keine anerkannte muslimische LehrstĂ€tte, die das macht! Im Gegenteil: Alle muslimischen Theologen, die es im Laufe der Geschichte getan haben, wurden ermordet. Mir ist sehr wohl bekannt, dass es in unserem Land inzwischen muslimische Initiativen gibt (z.B. das Muslimische Forum Deutschland), die den Koran historisch-kritisch verstehen und ausdrĂŒcklich das Grundgesetz als Grundlage fĂŒr das gesellschaftliche Miteinander anerkennen. Aber sie sind leider nicht allgemein anerkannt und die Vertreter dieser Richtung sind hĂ€ufig mit Morddrohungen konfrontiert und mĂŒssen sich unter Polizeischutz stellen lassen – wie z.B. auch Hamed Abdel-Samad. Können wir das verschweigen, bzw. verharmlosen? Ich wĂŒnschte mir sehr, dass Sie mit dem Muslim Hamed Abdel-Samad sprechen. Seine Glaubens- und Lebensbiografie, die bei den Muslim-BrĂŒdern begann, macht ihn glaubwĂŒrdig. Er hat im BĂŒrgerhaus Vellmar am 10.November bei der Vorstellung seines Buches „Der Koran – Botschaft der Liebe, Botschaft des Hasses“(Droemer Verlag, Okt. 2016) sachlich und differenziert ĂŒber die Botschaft des Islam informiert. Er tritt fĂŒr eine historisch-kritische Auslegung des Koran ein und sagt: Solange der Koran als heiliges unmittelbar von Allah offenbartes Gotteswort verstanden wird, kann er als Grundlage fĂŒr Aufrufe zur Barmherzigkeit genauso wie fĂŒr Aufrufe des Hasses genommen werden. Und so wird es leider von den entscheidenden muslimischen LehrstĂ€tten und auch von den großen IslamverbĂ€nden in Deutschland vertreten. Daher warnt er vor einer Verharmlosung der Gewaltproblematik im Koran und vor BlauĂ€ugigkeit gegenĂŒber den offiziellen Islamvertretern. Daher stellt sich auch die Frage: Richtet sich die Barmherzigkeit, zu der Muslime verpflichtet sind, nach traditionellem VerstĂ€ndnis wirklich an alle Menschen oder doch nur an die eigenen Glaubensgeschwister? Eins sollten wir auf jeden Fall zur Kenntnis nehmen: Solange Imame in der TĂŒrkei, in Ägypten oder gar in Saudi-Arabien ausgebildet und zu uns geschickt werden, um in den von dort finanzierten Moscheen zu predigen, wird mit Sicherheit nicht der Islam gepredigt, den Sie meinen! Auch um der Muslime willen sollten wir Christen klar den Unterschied zum muslimischen Allah bezeugen, indem wir ihnen mit Liebe, Barmherzigkeit und WertschĂ€tzung begegnen und erzĂ€hlen, dass sich fĂŒr uns der Gott der Liebe in Jesus Christus offenbart. Gleichmacherei hilft keinem! Mit herzlichem Gruß Frank Skora, Pfr.i.R.”

23.11.2016 | Georg Weeger

„Sehr geehrter Herr Bischof, ich gehe davon aus, dass Sie wissen, dass Muslime, die ihren Glauben ernst nehmen, nicht an Jesus Christus als Sohn Gottes (also Jesus = Gott) glauben und den Christen das als Vielgötterei vorwerfen. Wie können sie zum gleichen Gott beten, wenn sie ihn nicht kennen und auch keinen Zugang haben? Niemand kommt zum Vater denn durch mich. Joh. 14,6 Sie beten zu einem anderen Gott, genauso wie Hindis zu tausenden anderen Göttern beten. Es ist nicht die Art und Weise, wie wir und sie zu Gott beten, sondern es ist der Gott, zu dem Menschen beten. In Nord Korea beten die Menschen zu Kim il Sung als ihren Gott. Sie können hier dann auch sagen, die beten zum gleichen Gott wie die Christen, weil es ja nur einen Gott gibt. Wenn Sie sagen, \"das Grundprinzip des Islam ist nicht Gewalt\", dann ordnen Sie das sicherlich falsch ein. Der grĂ¶ĂŸere Teil im Koran lĂ€sst Gewalt zu und rechtfertigt auch Gewalt. Mohammed hatte den grĂ¶ĂŸeren Teil seines Wirkens in Medina mit Gewalt und Kriegen verbracht. Es geht auch nicht darum, was uns sogenannte \"gemĂ€ĂŸigte Muslime\" in Deutschland und Europa vormachen (oder auch vorlĂŒgen, was ihnen in bestimmten Situationen erlaubt ist), sondern was der Koran dazu sagt. Der Koran und die Hadithen und noch andere Schriften bestimmen die Religion und die Ideologie Islam, nicht was Menschen glauben. Genauso ist fĂŒr Christen das Wort Gottes der Maßstab und nicht das, was so manche liberalen Theologen uns erzĂ€hlen wollen.”


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