Aktuell: Landwirtschaft und Kirche feiern gemeinsam

Morschen (medio).Es gab viel zu sehen, zu bestaunen, zu schmecken und zu erleben bei der Veranstaltung «Landwirtschaft zwischen Himmel und Erde» im Ambiente des Kloster Haydau. 3000 Menschen waren nach Schätzung von Pfarrer Dierk Glitzenhirn vom Evangelischen Forum Schwalm-Eder gekommen um über das Festgelände zu flanieren, teilte Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels Waldeck und Marburg mit.

Zwischen historischen und modernen Maschinen  konnten die Besucher staunen, wie sehr sich die Größen und die Arbeitsweisen in der Landwirtschaft entwickelt haben, so Balzer weiter. Der Historische Maschinenring Mittleres Fuldatal zeigte wie noch vor 50 Jahren Getreide gedroschen wurde. An zahlreichen Ständen konnten Erzeugnisse der regionalen Landwirtschaft, zumeist in Bioqualität, genossen werden. Kerstin Beck von der Baunertaler Diakonie Kassel führte stündlich Gruppen durch den Küchengarten, den sie in einem integrativen Projekt mit behinderten Menschen bewirtschaftet. Kinder durften auf Pferden und Ponys reiten. Ein Landwirt hatte seinen Kuhstall geöffnet und erlaubte Besuchern den Eintritt.

Der Tag begann mit Hören, Singen und Beten. Zu einem Festgottesdienst mit feierlicher Bläsermusik hatten die Veranstalter in die Klosterkirche eingeladen, berichtete Balzer. Pfarrer Dierk Glitzenhirn beklagte in seiner Predigt die Gottesferne, die sich darin zeige, dass der göttliche Auftrag, die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, verfehlt werde. Ermutigende Taten seien in der Weggemeinschaft Christi möglich. Ehrfurchtsvolle Worte über die Schönheit der Schöpfung fand Pfarrer Helge Hofmann in der Liturgie.

Landwirtschaft zwischen Himmel und Erde – die Breite des Themas klang auch in den zwölf Vorträgen an, die parallel zum Fest in verschiedenen Räumen gehalten wurden. Interessierte konnten sich über Bio im Lebensmitteleinzelhandel, Biogas, Slow Food, Ahle Worscht und Käseproduktion informieren. Bei den Vorträgen in der Kirche wurde nach einer christlichen Sicht auf die gegenwärtige Lebensweise gefragt und zu einer Grünen Reformation aufgerufen.

Bereits am Vorabend waren etwa 300 Menschen zusammengekommen, um bei Kultur und Tanz das Fest zu eröffnen. Nach einer Andacht von Dekan Norbert Mecke lauschten sie landwirtschaftlicher Lyrik und einem Poetry Slam. Bei christlichem Soul und Rock sowie Deutschpop entwickelte sich feinste Partystimmung, so Balzer. Veranstaltet wurde das Fest «Landwirtschaft zwischen Himmel und Erde» von Akteuren von regionaler Landwirtschaft, dem Förderkreis des Klosters Haydau und der Fachstelle «Kirche im ländlichen Raum» im Referat Wirtschaft – Arbeit – Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. (21.06.2018)

2018-06-22 25387

Ein Fest zwischen Himmel und Erde
Landwirtschaft und Kirche feiern gemeinsam

Die Veranstalter (v.l.n.r.): Michael Appel, Pfarrer Dierk Glitzenhirn, Judith Treis, Kerstin Beck, Rebeckka Oellermann, Tim Treis, Dekan Norbert Mecke.(Foto: medio.tv Balzer)

Morschen (medio).Es gab viel zu sehen, zu bestaunen, zu schmecken und zu erleben bei der Veranstaltung «Landwirtschaft zwischen Himmel und Erde» im Ambiente des Kloster Haydau. 3000 Menschen waren nach Schätzung von Pfarrer Dierk Glitzenhirn vom Evangelischen Forum Schwalm-Eder gekommen um über das Festgelände zu flanieren, teilte Pfarrer Karl-Günter Balzer, Medienbeauftragter des Sprengels Waldeck und Marburg mit.

Zwischen historischen und modernen Maschinen  konnten die Besucher staunen, wie sehr sich die Größen und die Arbeitsweisen in der Landwirtschaft entwickelt haben, so Balzer weiter. Der Historische Maschinenring Mittleres Fuldatal zeigte wie noch vor 50 Jahren Getreide gedroschen wurde. An zahlreichen Ständen konnten Erzeugnisse der regionalen Landwirtschaft, zumeist in Bioqualität, genossen werden. Kerstin Beck von der Baunertaler Diakonie Kassel führte stündlich Gruppen durch den Küchengarten, den sie in einem integrativen Projekt mit behinderten Menschen bewirtschaftet. Kinder durften auf Pferden und Ponys reiten. Ein Landwirt hatte seinen Kuhstall geöffnet und erlaubte Besuchern den Eintritt.

Der Tag begann mit Hören, Singen und Beten. Zu einem Festgottesdienst mit feierlicher Bläsermusik hatten die Veranstalter in die Klosterkirche eingeladen, berichtete Balzer. Pfarrer Dierk Glitzenhirn beklagte in seiner Predigt die Gottesferne, die sich darin zeige, dass der göttliche Auftrag, die Schöpfung zu bebauen und zu bewahren, verfehlt werde. Ermutigende Taten seien in der Weggemeinschaft Christi möglich. Ehrfurchtsvolle Worte über die Schönheit der Schöpfung fand Pfarrer Helge Hofmann in der Liturgie.

Landwirtschaft zwischen Himmel und Erde – die Breite des Themas klang auch in den zwölf Vorträgen an, die parallel zum Fest in verschiedenen Räumen gehalten wurden. Interessierte konnten sich über Bio im Lebensmitteleinzelhandel, Biogas, Slow Food, Ahle Worscht und Käseproduktion informieren. Bei den Vorträgen in der Kirche wurde nach einer christlichen Sicht auf die gegenwärtige Lebensweise gefragt und zu einer Grünen Reformation aufgerufen.

Bereits am Vorabend waren etwa 300 Menschen zusammengekommen, um bei Kultur und Tanz das Fest zu eröffnen. Nach einer Andacht von Dekan Norbert Mecke lauschten sie landwirtschaftlicher Lyrik und einem Poetry Slam. Bei christlichem Soul und Rock sowie Deutschpop entwickelte sich feinste Partystimmung, so Balzer. Veranstaltet wurde das Fest «Landwirtschaft zwischen Himmel und Erde» von Akteuren von regionaler Landwirtschaft, dem Förderkreis des Klosters Haydau und der Fachstelle «Kirche im ländlichen Raum» im Referat Wirtschaft – Arbeit – Soziales der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. (21.06.2018)