Start: Über 30.000 besuchten die LichtKirche auf der Landesgartenschau

Bad Schwalbach/Darmstadt/Kassel/Limburg (medio). Die Veranstalter des kirchlichen Programms auf der am Sonntag (7.10.) zu Ende gegangenen 6. Hessischen Landesgartenschau in Bad Schwalbach haben ein positives Fazit ihres Auftritts gezogen. Seit April waren sie mit einem bunten Angebot aus Andachten, Gottesdiensten, aber auch Kunst, Musik und Seelsorgemöglichkeiten an der eigens errichteten LichtKirche aufgetreten. Bei dem von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam verantworteten, über 400 Veranstaltungen umfassenden Programm gab es an den 163 Öffnungstagen insgesamt 40 Bühnenauftritte, 26 Sonn- und Feiertagsgottesdienste, 162 Reisesegen sowie 137 Mittagsgedanken, die meist unter freiem Himmel an dem bei Dunkelheit bunt leuchtenden Gotteshaus stattfanden, sowie in der Blumenschau eine Dauerausstellung sakraler Glaskunst unter dem Titel «Was für ein Licht». Die LichtKirche habe sich sich im Verlauf des Sommers zu einer der Hauptattraktionen der Schau entwickelt, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

«Ach was?» hieß es 23 Wochen lang

Täglich besuchten bis zu 250 Gäste die Andachten an dem mobilen Kirchengebäude. An den Sonntagsgottesdiensten nahmen meist zwischen 120 und 150 Besucherinnen und Besucher teil. Bei besonderen Veranstaltungen wie etwa einem Gospelgottesdienst oder dem Schöpfungstag seien sogar über 300 Gäste zur LichtKirche gekommen. Insgesamt gehen die Verantwortlichen damit von über 30.000 Besucherinnen und Besuchern aus, die während der Gartenschau alleine bei Veranstaltungen an der LichtKirche zu Gast waren. Sie wurden dabei von insgesamt über 130 Ehrenamtlichen betreut, die täglich den Dienst wechselten. Besonders erfreulich: Während der Landesgartenschau gab es auch fünf Kinder, die in der LichtKirche getauft wurden. Die 23 Wochen Programm standen unter dem Motto «Ach was?» und sollten den Glauben von seiner überraschenden Seite zeigen sowie zum Staunen über die Schöpfung und die Natur anregen. Gemeinsame Veranstalter waren die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, das Bistum Limburg sowie die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Gastfreundschaft und lebendige Ökumene

Das Programm der LichtKirche auf der Landesgartenschau in Bad Schwalbach ist aus Sicht der beteiligten Kirchen «sehr zufriedenstellend verlaufen», erklärten LichtKirchenpfarrerin Mareike Frahn-Langenau und Pfarrer Dieter Dersch für die evangelischen Kirchen sowie Michael Schöler, Beauftragter des Bistums Limburg für die Landesgartenschau. Viele Besucherinnen und Besucher hätten sich die LichtKirche innen und außen genau angeschaut oder seien bewusst zu persönlichen Gesprächen gekommen. Besonders berührt zeigten sich die Organisatoren vom «überwältigenden Engagement» des rund 130-köpfigen ehrenamtlichen Teams, das die LichtKirche bei nahezu jedem Wetter für Besucherinnen und Besucher zu einem einladenden, gastfreundlichen Ort gemacht habe. Dabei sei auch «lebendige Ökumene» praktiziert worden. Zitate aus dem Gästebuch untermauern den Eindruck des Teams. «Eine tolle Idee diese mobile Kirche auf Zeit!», lobt eine Besucherin und wünscht dem Projekt alles Gute für die Zukunft: «Bringen Sie weiterhin Freude und Gottes Wort zu den Menschen!» Ein anderer LichtKirchen-Gast freut sich über ein «völlig neues Kirchenerlebnis». «Schön, wie bunt Glaube und Kirche sein können! Hier spürt man die Frohe Botschaft des Evangeliums leuchten.» Begeistert waren die Gäste auch immer wieder vom Team vor Ort: «Danke für alle freundlichen Menschen, die hier ehrenamtlich dienen!»

Auftankmöglichkeit für die Seele

Zum Abschluss würdigte die Stellvertretende hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf die Lichtkirche als «Ort der Begegnung, Ruhepunkt im Trubel und Auftankmöglichkeit für die Seele». Scherf: «Wir können dankbar sein für all das, was in und um die Lichtkirche und die Landesgartenschau gelungen ist und möglich war. Weil sich viele Menschen engagiert haben und die Lichtkirche zu einem Anziehungspunkt auf der Landesgartenschau gemacht haben.» Sie hob das ökumenische Engagement hervor, bei dem gemeinsam Gespräche über Gott und die Welt geführt worden seien, und bei dem der Segen Gottes spürbar geworden sei. Generalvikar Wolfgang Rösch bezeichnete den gemeinsamen Auftritt als «Geschenk und Ausdruck der gelebten Ökumene», die zwischen den Kirchen in der Region und weit darüber hinaus bestehe. Auch der Bad Schwalbacher Bürgermeister wies auf das hohe Engagement der Kirchen hin. Mit der transportablen LichtKirche sei die Kirche zu den Menschen gekommen. Es sei «ein traumhaftes Erlebnis, unter freiem Himmel, inmitten eines Parks mit tausend Blumen zu sitzen und zuzuhören», schwärmte er.

Hintergrund: LichtKirche

Seit 2009 bietet die LichtKirche bei Großveranstaltungen einen Raum für Gebet und Gottesdienst, Musik und vielfältige kulturelle Aktionen. Das 18 Tonnen schwere transportable Gotteshaus ist 13 Meter lang, 4,30 Meter breit und 8 Meter hoch. Der rund 50 Quadratmeter große Bau verfügt über einen nach außen gerichteten Altarbereich, der auch große Freiluftveranstaltungen zulässt. Die Kirche besteht aus einer besonderen Holzkonstruktion. Ihre Außenhaut ist komplett mit satinierten Plexiglasplatten verkleidet, die das Tageslicht durchscheinen lassen. Die Kirche kann zudem in verschiedenen Farben illuminiert werden und als Projektionsfläche für Videoinstallationen dienen. (09.10.2018)

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Kirchen ziehen positive Bilanz ihres Auftrittes in Bad Schwalbach
Über 30.000 besuchten die LichtKirche auf der Landesgartenschau

War eine der Attraktionen auf der Landesgartenschau: Die LichtKirche als Ort für viele Veranstaltungen der Kirche. (Foto: EKHN/Wiese)

Bad Schwalbach/Darmstadt/Kassel/Limburg (medio). Die Veranstalter des kirchlichen Programms auf der am Sonntag (7.10.) zu Ende gegangenen 6. Hessischen Landesgartenschau in Bad Schwalbach haben ein positives Fazit ihres Auftritts gezogen. Seit April waren sie mit einem bunten Angebot aus Andachten, Gottesdiensten, aber auch Kunst, Musik und Seelsorgemöglichkeiten an der eigens errichteten LichtKirche aufgetreten. Bei dem von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam verantworteten, über 400 Veranstaltungen umfassenden Programm gab es an den 163 Öffnungstagen insgesamt 40 Bühnenauftritte, 26 Sonn- und Feiertagsgottesdienste, 162 Reisesegen sowie 137 Mittagsgedanken, die meist unter freiem Himmel an dem bei Dunkelheit bunt leuchtenden Gotteshaus stattfanden, sowie in der Blumenschau eine Dauerausstellung sakraler Glaskunst unter dem Titel «Was für ein Licht». Die LichtKirche habe sich sich im Verlauf des Sommers zu einer der Hauptattraktionen der Schau entwickelt, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

«Ach was?» hieß es 23 Wochen lang

Täglich besuchten bis zu 250 Gäste die Andachten an dem mobilen Kirchengebäude. An den Sonntagsgottesdiensten nahmen meist zwischen 120 und 150 Besucherinnen und Besucher teil. Bei besonderen Veranstaltungen wie etwa einem Gospelgottesdienst oder dem Schöpfungstag seien sogar über 300 Gäste zur LichtKirche gekommen. Insgesamt gehen die Verantwortlichen damit von über 30.000 Besucherinnen und Besuchern aus, die während der Gartenschau alleine bei Veranstaltungen an der LichtKirche zu Gast waren. Sie wurden dabei von insgesamt über 130 Ehrenamtlichen betreut, die täglich den Dienst wechselten. Besonders erfreulich: Während der Landesgartenschau gab es auch fünf Kinder, die in der LichtKirche getauft wurden. Die 23 Wochen Programm standen unter dem Motto «Ach was?» und sollten den Glauben von seiner überraschenden Seite zeigen sowie zum Staunen über die Schöpfung und die Natur anregen. Gemeinsame Veranstalter waren die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, das Bistum Limburg sowie die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Gastfreundschaft und lebendige Ökumene

Das Programm der LichtKirche auf der Landesgartenschau in Bad Schwalbach ist aus Sicht der beteiligten Kirchen «sehr zufriedenstellend verlaufen», erklärten LichtKirchenpfarrerin Mareike Frahn-Langenau und Pfarrer Dieter Dersch für die evangelischen Kirchen sowie Michael Schöler, Beauftragter des Bistums Limburg für die Landesgartenschau. Viele Besucherinnen und Besucher hätten sich die LichtKirche innen und außen genau angeschaut oder seien bewusst zu persönlichen Gesprächen gekommen. Besonders berührt zeigten sich die Organisatoren vom «überwältigenden Engagement» des rund 130-köpfigen ehrenamtlichen Teams, das die LichtKirche bei nahezu jedem Wetter für Besucherinnen und Besucher zu einem einladenden, gastfreundlichen Ort gemacht habe. Dabei sei auch «lebendige Ökumene» praktiziert worden. Zitate aus dem Gästebuch untermauern den Eindruck des Teams. «Eine tolle Idee diese mobile Kirche auf Zeit!», lobt eine Besucherin und wünscht dem Projekt alles Gute für die Zukunft: «Bringen Sie weiterhin Freude und Gottes Wort zu den Menschen!» Ein anderer LichtKirchen-Gast freut sich über ein «völlig neues Kirchenerlebnis». «Schön, wie bunt Glaube und Kirche sein können! Hier spürt man die Frohe Botschaft des Evangeliums leuchten.» Begeistert waren die Gäste auch immer wieder vom Team vor Ort: «Danke für alle freundlichen Menschen, die hier ehrenamtlich dienen!»

Auftankmöglichkeit für die Seele

Zum Abschluss würdigte die Stellvertretende hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf die Lichtkirche als «Ort der Begegnung, Ruhepunkt im Trubel und Auftankmöglichkeit für die Seele». Scherf: «Wir können dankbar sein für all das, was in und um die Lichtkirche und die Landesgartenschau gelungen ist und möglich war. Weil sich viele Menschen engagiert haben und die Lichtkirche zu einem Anziehungspunkt auf der Landesgartenschau gemacht haben.» Sie hob das ökumenische Engagement hervor, bei dem gemeinsam Gespräche über Gott und die Welt geführt worden seien, und bei dem der Segen Gottes spürbar geworden sei. Generalvikar Wolfgang Rösch bezeichnete den gemeinsamen Auftritt als «Geschenk und Ausdruck der gelebten Ökumene», die zwischen den Kirchen in der Region und weit darüber hinaus bestehe. Auch der Bad Schwalbacher Bürgermeister wies auf das hohe Engagement der Kirchen hin. Mit der transportablen LichtKirche sei die Kirche zu den Menschen gekommen. Es sei «ein traumhaftes Erlebnis, unter freiem Himmel, inmitten eines Parks mit tausend Blumen zu sitzen und zuzuhören», schwärmte er.

Hintergrund: LichtKirche

Seit 2009 bietet die LichtKirche bei Großveranstaltungen einen Raum für Gebet und Gottesdienst, Musik und vielfältige kulturelle Aktionen. Das 18 Tonnen schwere transportable Gotteshaus ist 13 Meter lang, 4,30 Meter breit und 8 Meter hoch. Der rund 50 Quadratmeter große Bau verfügt über einen nach außen gerichteten Altarbereich, der auch große Freiluftveranstaltungen zulässt. Die Kirche besteht aus einer besonderen Holzkonstruktion. Ihre Außenhaut ist komplett mit satinierten Plexiglasplatten verkleidet, die das Tageslicht durchscheinen lassen. Die Kirche kann zudem in verschiedenen Farben illuminiert werden und als Projektionsfläche für Videoinstallationen dienen. (09.10.2018)


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