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Pfarr-Repositur 18. Jahrhundert

Lateinisch "reponere" heißt "zurücklegen, ablegen". Die Pfarr-Repositur des 18. Jahrhunderts war ein Archivschrank, in dem das anfallende Schriftgut einer Kirchengemeinde nach einem genau festgelegten System abgelegt werden sollte.

Anzahl und Größe der "Gefache" und "Schiebladen" war exakt vorgegeben und richtete sich nach Umfang und Größe des Schriftgutes: "Die Repositur soll 14 Gefache (wovon jedes 12 Zoll breit, 16 Zoll tief und 21 Zoll hoch seyn muß) und zwei Schiebladen enthalten und mit einer verschließbaren Thür versehen werden".

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Pfarr-Repositur, Klasse Ahna

 

Archivmagazine Landeskirchliches Archiv Kassel

Reichte im 18. Jahrhundert in der Regel ein Archivschrank aus Holz (Pfarr-Repositur), um das Schriftgut einer Kirchengemeinde aufzunehmen, wuchs das Schriftgut seit dem 19. Jahrhundert aufgrund zunehmender Verwaltungstätigkeit an.

Bei den Planungen des Archivneubaus Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts war daher ein Raumprogramm von insgesamt 9.000 Regalmetern in sechs Magazinräumen zu berücksichtigen, dass in den nächsten 30 bis 35 Jahren die fachgerechte Unterbringung von Archivgut der Kirchenleitung und bei Bedarf auch von Unterlagen der Mittelbehörden und Kirchengemeinden, kirchlicher Werke und Einrichtungen sowie von Nachlässen und Sammlungen erlaubt.

Das Kasseler Klima-Konzept für Archivmagazine ermöglicht eine effektive fachgerechte Unterbringung von Archivgut. Das Modell zur Klimastabilisierung orientiert sich an der römischen Hypokausten-Heizung. Fensterlose Magazintrakte mit einem 49 cm dicken Mauerwerk und temperierte Boden-, Wand- und Deckenschalen sorgen für ein saisonal gleitendes, träges Raumklima mit Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad Celsius und einer relativen Luftfeuchte zwischen 40 und 60 Prozent.

 

 

 

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Das "Kasseler Modell" hat sich bewährt und kann bereits auf Nachfolgebauten verweisen (Neubau Erzbischöfliches Archiv in Freiburg 2002). Seit 1995 besichtigen Delegationen von bauwilligen Archivaren, Architekten und Bauingenieuren die Magazinräume des Landeskirchlichen Archivs.

Inzwischen sind 1.000 Regalmeter belegt. Bisher konnten 114 Bestände in die Magazinräume übernommen werden.

 

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Besichtigungen / Führungen

 

Ein Teil der (noch) freien Fläche ist an das Hessische Staatsarchiv Marburg und an die Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel vermietet.

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Übernommene Bestände

       

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