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Anblick der Kirche von Südosten. Im gleichen Jahr wie die römisch-katholische Schwesterkirche, 1914, wurde sie nach einem verheerenden Brand erbaut. Sie liegt auf einem Bergrücken und erschließt vom Rundgang des Turmes einen herrlichen Blick über Birstein und den südlichen Vogelsberg.
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Das Portal ist eine Replik des Originals. Beschlägen und Fenster zeigen Gestaltungselemente des zurückhaltenden Jugendstils, in dem die ganze Kirche errichtet wurde.
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Der Altar aus massivem Sandstein gliedert sich in seiner zurückhaltenden Formsprache gut in die Kirche ein.
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Blick vom Altar zur Orgelempore. Das reichhaltige Schnitzwert korrespondiert mit der Kanzel. Die in den Schleierbrettern angedeuteten Jagdhörner weiden auf den Ursprung Birsteins hin: Der Name leitet sich ab von Pirsenstein, von der Pirsch bei der Jagd.
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Die Orgel wurde 2002 von der Firma Mitteldeutscher Orgelbau A. Voigt aus Bad Liebenwerda erbaut. Sie hat 22 Register auf zwei Manualen, 10 Koppeln und eine Setzeranlage.
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Die reich geschnitzte Kanzel ist eine Replik der 1913 im Feuer zerstörten. Sie steht auf einer als Weinstock gearbeiteten Säule. Die Teufelsgesichter dienen zur symbolischen Abwehr böser Geister von dem Predigenden, ähnlich mittelalterlicher Fratzensteine. Sie werden von Engeln dominiert.
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Die "Kreuzigung Christi" wurde mit dem zweiten Buntglasfenster, der "Auferstehung Christi", von Carl Lomb nach dem Brand gestiftet. Carl Lomb war nach seiner Auswanderung nach Amerika zu Reichtum gekommen.
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"Auferstehung Christi"
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Blick in den Chorraum, der von den stilvollen farbstarken Glasfenstern geprägt ist.
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Auf der über der Fürstenloge befindlichen Seitenempore ist die 1701 erbaute und 1913 abgebrannte Kirche zu sehen. Der Neubau wurde auf ihren Grundmauern erreichtet.
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Die Wappen des Hauses Isenburg zieren die Fenster der Fürtenloge. Sei 1535 ist der Fürst Patron der Kirchengemeinde. Er stiftete nach dem Brand 1914 die Orgel.
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Grabsteine von Gräbern des fürstlichen Hauses zieren den Chorraum. Die alte Kirche war auch Bestattungsort. Ein Engel hält hier die Vita des Verstorbenen in seinen Händen.
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Neben der Kirche liegt die Fürstengruft als Teil des ehemaligen Friedhofs. Sie wurde im Jahr 200 restauriert. Der in der Halbrotunde stehende Schmucksarg trägt die Aufschrift: "Das Leben der Verstorbenen sei der Trost der Hinterbliebenen."
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Das evangelische Pfarrhaus ist eines der ältesten der Landeskirche. 1566, 22 Jahre nach Einführung der Reformation, wurde es erbaut und seitdem stets von Pfarrern und ihren Familien bewohnt. Der "Vogelsberger Treppenbaum", ein Eichenstamm von gut acht Metern Länge, der die Stufen der Wendeltreppe trägt, ist eine Besonderheit.
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Das Denkmal von 1928 gedenkt der Gefallen der Kriege 1813, 1870/71, 1914-1918 und 1939-1945. Die Namen jüdischer Soldaten weisen auf die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Birstein hin.
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