27.02.2009 - von Lothar Simmank
„Erleuchtung garantiert und inklusive“
Fasten muss ja nicht zwangsläufig etwas mit Enthaltsamkeit von Nahrungs- oder Genussmitteln zu tun haben. Man kann auch einfach mal die Klappe halten. Nicht sprechen, aufhören zu quatschen, reden einstellen, schweigen. Vielleicht nicht gleich sieben Wochen lang (solange dauert es bis Ostern, wenn die Fastenzeit vorbei ist), aber Kommunikationsfasten für ein paar Tage, für eine Woche?
So wie unser Herausgeber, Pfarrer Karl Waldeck, es in seiner Geschichte für das neue blick-magazin beschreibt: „Das Schweigen des Sprechers“ heißt die Überschrift zum Artikel, in dem der evangelischen Kirchen-Pressesprecher von seinem Aufenthalt im katholischen Kloster Königsmünster erzählt. Seine Fastenerfahrungen: „Erleuchtung garantiert und inklusive“, so der 50-jährige Kasseler, der zu anderen Zeiten nicht auf den Mund gefallen ist und auch eine gute Küche zu schätzen weiß. (Artikel lesen)Dass das Thema „Fasten“ einst Katholiken und Protestanten entzweite, bezeugt eindrücklich das Lutherzitat: „Der Mensch darf jederzeit jegliche Speise essen.“ Der Reformator aus Wittenberg, dem die Enthaltsamkeit ja nicht gerade ins Gesicht geschrieben stand, gilt in Fragen der Sinnesfreuden heute als Gegenbild zum strengen Genfer Kollegen Johannes Calvin: Der fastete täglich und aß nur einmal am Tag in Maßen (Artikel lesen).
Doch irgendwann muss Schluss sein mit dem Fasten: Zu Calvins 500. Geburtstag dürfen wir am 10. Juli 2009 mit einem Glas Wein anstoßen: „In calvino veritas“ steht auf dem Etikett des Bocksbeutels mit fränkischem Riesling Kabinett trocken, der als Jubiläumswein kirchlicherseits zum Verkauf angeboten wird (www.komm-webshop.de/calvin).
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02.03.2009, Georg | Kommentar
„Hallo blick-Leute, ich habe am Wochenende mit Interesse Euer Magazin gelesen. Schöne Themen, gute Fotos - macht weiter so! Der Internetauftritt ist sehr gut geworden und dass man hier sogar mitschreiben kann, finde ich Klasse. Alles Gute für Eure Arbeit wünscht Georg (Ein begeisterter Leser)”