blick in die kirche

Wesentlicher Kostenfaktor in der Kirchengemeinde Bebra im Kirchenkreis Rotenburg ist die Kindertagesstätte, die 64 kleine Mädchen und Jungen betreut
500 Euro für jedes Kita-Kind

Die Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Bebra ist in einem kircheneigenen Gebäude untergebracht
Foto: Kirchengemeinde

Mit einem Volumen von 613.860 Euro sieht der Haushalt der Kirchengemeinde Bebra mit ihren 3.950 Gemeindemitgliedern für das Jahr 2012 opulent aus. Es sind nicht unbedingt die Gebäude, die den Haushalt anschwellen lassen: Neben der Auferstehungskirche in Bebra gehören noch drei Pfarrhäuser dazu, von denen eines zum Diakonischen Zentrum umgewidmet wurde und vermietet ist und eines außerhalb der Gemeindegrenzen im Nachbarort Asmushausen liegt.

Mit einem Volumen von 613.860 Euro sieht der Haushalt der Kirchengemeinde Bebra mit ihren 3.950 Gemeindemitgliedern für das Jahr 2012 opulent aus. Es sind nicht unbedingt die Gebäude, die den Haushalt anschwellen lassen: Neben der Auferstehungskirche in Bebra gehören noch drei Pfarrhäuser dazu, von denen eines zum Diakonischen Zentrum umgewidmet wurde und vermietet ist und eines außerhalb der Gemeindegrenzen im Nachbarort Asmushausen liegt.

Wesentlicher Kostenfaktor ist die Kindertagesstätte „Arche Noah“: 405.000 Euro, also fast zwei Drittel des Gemeindehaushalts, betreffen allein die Kita. Auf der Einnahmenseite kommen hier durch Essensgeld, Elternbeiträge, Zuschüsse von Land, Kreis und Stadt 373.890 Euro zusammen. Bei den Ausgaben für die Kita, die in einem kircheneigenen Gebäude untergebracht ist, sind die Personalkosten der Löwenanteil. Die Kirchengemeinde beteiligt sich jährlich mit 15 Prozent (31.500 Euro) an den laufenden Kosten. Zur teilweisen Refinanzierung weist der Kirchenkreis über die Diakoniezuweisung der Kirchengemeinde etwa 7.000 Euro zu.

Im Team betreuen die Pfarrer Johannes Nolte (46) und Martin Schacht (51) ihre Gemeinde. Ihnen ist wichtig, dass die Menschen in Bebra und Umgebung sehen, wohin das Geld aus Kirchensteuern und Spenden fließt. „Die Kirche macht was“, sei die vorherrschende Meinung der Leute vor Ort, so Nolte. Und sein Kollege Schacht betont: „Als Kirchengemeinde investieren wir in jedes der 64 Kinder, die unsere Kita besuchen, rund 500 Euro im Jahr.“ Das werde anerkannt und honoriert.

Die beiden Pfarrer beziehen ihr Gehalt direkt vom Landeskirchenamt. Die Gemeinde zahlt für Hausmeister, Küsterin, Bürokraft und nebenamtliche Kirchenmusiker – alles Teilzeitstellen – rund 70.000 Euro. Bebra zeigt sich als spendenfreudige Gemeinde: Eine halbe Jugendmitarbeiterstelle wird über das Spendenprojekt „200 x 8“ finanziert: Mehr als 180 Menschen und Institutionen beteiligen sich hier mit Einzel- und Dauerspenden an der Finanzierung der kirchlichen Jugendarbeit. Auch der Gemeindebrief wird mit 3.500 Euro Spendeneinnahmen refinanziert.

Rund 180 Ehrenamtliche tragen die Gemeindearbeit, deren Schwerpunkte in den Bereichen Jugend- und Konfirmandenarbeit, Kirchenmusik und Ökumene liegen. Und natürlich ist die Kita „Arche Noah“, in der sich neun Erzieherinnen, Köchin, Reinigungskraft und Hausmeister liebevoll um mehr als fünf Dutzend kleine Bebraner bemühen, ein ganz zentrales Rettungsprojekt der Kirchengemeinde.

Lothar Simmank