blick in die kirche

Zusammen wachsen

Kooperationsraum – das ist ein Wort mit sechs Silben, das kompliziert klingt. So gab es Sorgen, als das Konzept der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit für die gesamte Landeskirche beschlossen wurde: Wird das nicht sehr bürokratisch? Fällt etwas weg, auf das wir nicht verzichten können? Ist meine Pfarrerin noch erreichbar?
In diesem Heft ziehen wir eine erste Bilanz. Dazu haben wir mit vielen Menschen auf verschiedenen Ebenen gesprochen, angefangen bei der Kirchenleitung mit Prälat Böttner bis hin zu Verwaltungsassistentinnen, die Pfarrerinnen und Pfarrer von Bürokratie-Aufgaben entlasten sollen und deren Stellen mit den Kooperationsräumen geschaffen wurden. Veränderungen machen Angst und erzeugen auch Widerstand, analysiert der Prälat im Interview, äußert aber auch deutlich, dass er keine Alternative zur Zusammenarbeit sieht.
Mit den neuen Konstrukten verbindet sich auch eine neue Haltung, die den Gemeinden viel Freiheit zubilligt. Möglichst wenig soll verordnet werden, das Landeskirchenamt versteht sich ausdrücklich nicht als Aufsichtsbehörde für die Kooperationsräume. Vielerorts funktioniert die neue Freiheit offenbar. Das beginnt bei den Namen – da heißt ein Kooperationsraum schon mal A5, weil alle beteiligten Gemeinden an der Autobahn 5 liegen. Vor allem aber können die Gemeinden zu einem großen Teil selbst entscheiden, in welchen Bereichen – über die Minimalanforderung hinaus – sie gemeinsam wirken wollen.
Es sieht so aus, als könnte das Wort mit den sechs Silben wegweisend sein. Aber machen Sie sich selbst ein Bild.

Olaf Dellit
Redakteur blick in die kirche



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