blick magazin

Brot für die Welt:
„Hunger nach Gerechtigkeit“ ist 2019 das Motto

Foto: Hermann Bredehorst

Mit einem Festgottesdienst in Erbach wurde am 1. Advent die Spendenaktion für „Brot für die Welt“ in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) eröffnet. In Erbach (Odenwaldkreis) forderte die hessen-nassauische Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf beim Auftakt zur 61. Aktion, „mehr über den eigenen Tellerrand zu schauen“.

Frieden greifbar machen
So erinnere die Botschaft des Advents mit der Sehnsucht nach Frieden zwischen den Menschen daran, auch andere verstärkt in den Blick zu nehmen. Kämen Menschen dem nach, könne „Friede und Gerechtigkeit schon jetzt greifbar werden“. Christinnen und Christen müssten den Blick aber auch auf die Welt und ihre Ressourcen lenken. Es sei eine Haltung nötig, die bereit mache zum teilen. Scherf würdigte zugleich die Spendenbereitschaft in Deutschland. „Menschen geben etwas weiter von dem, was sie haben. Sie teilen und helfen, dass Menschen möglichst gut und gerecht leben können. Dass Gott auf die Erde kommt und wirklich für alle da ist, wird hier ganz konkret.“
 
6,8 Millionen Euro vor Ort gesammelt
Im vergangenen Jahr hatten die beiden hessischen Landeskirchen mit fast 6,8 Millionen Euro zum Gesamtergebnis der Spendensammlung von Brot für die Welt in Höhe von rund 63,6 Millionen Euro beigetragen. Seit 1959 setzt sich Brot für die Welt für die Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit in der Welt ein. Das Motto der 61. Aktion Brot für die Welt lautet: „Hunger nach Gerechtigkeit“. Mit dieser Aktion macht Brot für die Welt darauf aufmerksam, dass eine Welt ohne Hunger und Armut möglich ist, dass jeder Mensch das Recht auf Teilhabe im gesellschaftlichen Leben hat, und dass der Schutz von Menschenrechten die Voraussetzung für eine gerechte Welt ist.
 
Beispielprojekte in Mosambik
Wie das funktionieren kann, zeigen die vielen guten Projekte von Brot für die Welt, wie zum Beispiel in Mosambik. Am Rande der Hauptstadt Maputo durchsuchen Menschen die Müllberge nach verwertbaren Materialien. Früher haben dort auch viele Kinder gearbeitet. Durch die Partnerorganisation „Renascer-Omac“ gehen die meisten heute zur Schule.
 
Spenden unter: www.brot-fuer-die-welt.de