blick magazin

Ostern bringt neues Leben

Auferstehung: Was haben wir uns darunter vorzustellen? Gewiss nicht, was in manchen Horrorfilmen zu sehen ist: die Wiederbelebung eines Leichnams, die Rückkehr eines Toten. Das wäre eine schreckliche Vorstellung! Aber die Frage bleibt. Der Apostel Paulus hat dafür im 1. Korintherbrief sehr schöne Worte gefunden: „Wir werden verwandelt werden.“ Um das zu veranschaulichen, verwendet er ein Bild aus der Natur: „Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit.“ Und weiter: „Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib.“

Paulus nimmt damit die Erfahrungen der ersten Jüngerinnen und Jünger auf, denen der auferstandene Christus begegnete – zwar in erkennbar irdischer Gestalt, und doch ganz anders. Das stößt an die Grenzen unserer Vorstellungskraft, ist aber zugleich ein starkes Bild unserer Hoffnung: Wir bleiben in dem, was wir sind und was wir waren, bewahrt und aufgehoben bei Gott. Unsere Wunden, unsere Verletzungen und unsere Schmerzen werden geheilt, und wie beim auferstandenen Christus bleiben die Wunden als Narben sichtbar. Unsere Person jedoch, also alles, was uns ausmacht, ist dann wie neugeschaffen. Und indem wir das glauben und hoffen, beginnt unsere Verwandlung schon jetzt in diesem Leben.

Aus dem Vorwort von Prof. Dr. Martin Hein



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