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[Tipps
für Layout und Inhalt] |
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Überblick:
Gemeindebrief-Werkstatt (1)
Zuallererst an die Leser denken
Gemeindebrief-Werkstatt (2)
Wie soll unser Blättchen heißen?
Gemeindebrief-Werkstatt (3)
Download und Bildverarbeitung
Gemeindebrief-Werkstatt (4)
Die Titelseite
Gemeindebrief-Werkstatt (5)
Die Andacht: Nur eine Seite bitte, Herr Pfarrer!
Gemeindebrief-Werkstatt (6)
Die Nachricht: Wer, wo, wann, was, wie, warum?
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| Gemeindebrief-Werkstatt
(1) |
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Zuallererst an die Leser denken
Als wir im blickkontakt-Beirat unsere neue Serie «Gemeindebrief-Werkstatt»
planten, gingen wir der Frage nach: Wie sollen die Tipps aussehen? Ganz akademisch
nach dem ABC des Journalismus, absolut vollständig und somit sicherlich unangreifbar?
Oder so, dass die Redaktionen vor Ort rasch und praktisch etwas damit anfangen
können und sich niemand von allerhöchsten Ansprüchen erschlagen
fühlt?
Sofort nutzbar sollten sie sein, klar. Kleines Brainstorming für den Anfang:
Will man in einem einzigen Satz den wertvollsten Rat transportieren, wie soll
der dann lauten? Es klingt einfach, ist oft nicht so leicht: «Immer an den
Leser, die Leserin denken!»
Gilt immer und überall
Das ist die Regel Nummer eins, und sie sollte überall im Journalismus
gelten. Eine Regel, die auch für sämtliche Unterpunkte gilt, die wir
demnächst betrachten werden – Texte und Layout, Titel und Inhalt, Fotos
und Bildunterschriften, Überschriften und Formate ... Denken wir nicht immer
an den Leser? Wenn die Redaktion möglichst viel Text in winziger Schrift
auf wenig Raum unterbringt? Nach dem Motto: «Das ist doch alles interessant
und wichtig.»
Beispiel: Über den Senioren-Ausflug hat eine sehr liebe ältere Mitarbeiterin
geschrieben; «den Bericht können wir nicht kürzen, dann ist die
enttäuscht. Sie hat sich solche Mühe gegeben.»
Lese-Lust statt Lese-Arbeit
In diesen Fällen will es die Redaktion gern jedem recht machen, hat aber
den Konsumenten aus den Augen verloren. Ein zu langer und schlecht geschriebener
Text ist und bleibt hartes Brot, so nett der Autor auch sein mag. Auch ein grieseliges
Gruppenfoto, das man unters Mikroskop halten müsste, um Gesichter zu erkennen,
erreicht den Betrachter nicht. Der will Leute sehen und erkennen, auf den ersten
Blick, sonst blättert er weiter. Er sollte also bestenfalls von Text und
Bild gefesselt sein – mit Lese-Lust. Er will und sollte nicht Lese-Arbeit
leisten müssen.
Wir neigen dazu, das zu vergessen, könnten es uns einfach mal wieder vornehmen:
den Lesern mit Wort und Bild richtig Geschmack am Gemeindebrief machen! (bk)
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Dieser
Text ist in der
blickkontakt-Ausgabe
06|2003 zu finden:
blickkontakt
6|2003, 2.8 MB |
| Gemeindebrief-Werkstatt
(2) |
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Wie soll unser Blättchen heißen?
«Blick ins Kirchspiel“, «Kibo», «Der
Weg», «Kirchenfester», «Report» oder «Unser
Gemeindebrief» – die Namen der etwa 500 Gemeindebriefe in der Evangelischen
Kirche von Kurhessen-Waldeck sind vielfältig wie die Gemeinden selbst. Manche
Hefte tragen ihren Namen schon lange, in anderen Redaktionen hat man sich vielleicht
erst in jüngster Zeit zu
einer neuen Aufmachung und damit auch für einen neuen Namen entschieden.
Manchmal ist eine Umbenennung sinnvoll, weil Gemeinden ihre Arbeit zusammenlegen
und zwei Gemeindebriefe zu einem vereinen. So sinnvoll es ist, einen individuellen
und zutreffenden Namen zu finden, sollte man doch dieses Element in der Gesamtgestaltung
nicht überbewerten. Das heißt: Lieber beim eingeführten Namen
bleiben («Kirchenbote»), als unbedingt etwas Neues erfinden wollen,
um damit ein Signal zu setzen.
«Markus und Johannes»
Eine gelungene Namensänderung gab es neulich in Kassel in der Südstadt-Gemeinde,
der Markus- und der Johanneskirche: Aus dem etwas antiquierten Logo «bei
uns in der gemeinde» wurde ein schlankes «Markus und Johannes»
– ein schlüssiger Name, der die beiden Kirchennamen knapp zusammenfasst
und den Sprachgebrauch vor Ort aufnimmt. Der Name soll sinnvoll und klar sein
(ein «Kirchenfenster» klingt zwar leicht angestaubt, ist aber eindeutiger
als «Der Weg»). Wenn die Redaktion sich nicht auf einen Namen einigen
kann, weil das, was der eine originell findet, der nächste für Unsinn
hält, sollte man ruhig auf Bezeichnungen wie «Der Gemeindebrief»
oder «Aus der Gemeinde»
zurückgreifen. Denn ebenso wichtig wie ein Name ist die Gesamtgestaltung
des Heftes, besonders der ersten Seite. Wenn hier ein unverwechselbarer Eindruck
entsteht mit wiederkehrendem (und erkennbarem!) Logo, einem wechselnden Titelbild
und wenigen Titelzeilen, dann muss über den Namen nicht allzu viel gegrübelt
werden. Außerdem haben Gemeindebriefe den Vorteil, dass sie sich nicht am
Kiosk im Blätterwald behaupten müssen. Marktschreierisch brauchen sie
also nicht daherzukommen!
Was sagt man in der Gemeinde?
Noch ein Tipp: Wie nennen die Menschen in der Gemeinde das Blatt? Vielleicht
«das Blättchen»? Oder «unsere Kirchenzeitung»? Na,
dann ist die Sache klar. So darf das Heft ruhig heißen. (bk)
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Dieser
Text ist in der
blickkontakt-Ausgabe
01|2004 zu finden:
blickkontakt
1|2004, 1.9 MB |
| Gemeindebrief-Werkstatt
(3) |
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Download und Bildverarbeitung
Bequem, kostenlos und stets verfügbar: Das zeichnet die
Bilder und Grafiken aus, die auf der Internetseitedes Gemeindebrief-Angebots blickkontakt
(www.ekkw.de/ blickkontakt) zu finden sind. Doch wie lassen sich die Dateien abrufen
und in guter Qualität verwenden? Was gilt es bei der Übergabe an eine
Druckerei zu beachten? Auf häufige Nachfrage zu diesem Themenkomplex nachfolgend
eine Art Gebrauchsanweisung für alle, die künftig statt scannen lieber
downloaden möchten.
Voransicht im Mini-Format
Beispielsweise soll im Gemeindebrief ein Foto von Bischof Dr. Martin Hein erscheinen.
Auf der blickkontakt-Seite ist dies zu finden unter «Aktuelle Ausgabe»
und dann beim Unterpunkt «Fotos». Ist dieser Link angeklickt, so öffnet
sich eine Übersicht. Auf dieser sind die so genannten Thumbnails («Daumennägel»)
kleine Voransichten in geringer Auflösung, zu finden. Neben dem Bild des
Bischofs, um bei diesem Beispiel zu bleiben, steht der Verweis «Speichern
JPG 80 KB». JPG steht für das bei digitalen Bildern gängigste
Dateiformat, 80 KB ist die Dateigröße in Kilobyte.
Klickt man mit dem Mauszeiger auf das JPG-Symbol, öffnet sich ein neues
Fenster mit einer weit größeren Version der Hein-Aufnahme. Es dauert
einige Sekunden, bis sich das Bild aufbaut und scharf erscheint. Erst diese Fassung
eignet sich zum späteren Druck. Bis hierher ist der Weg bei Windows-PC und
Macintosh-Rechnern derselbe. Beim Abspeichern unterscheiden sich beide Computersysteme
allerdings leicht, daher erläutern wir Ihnen beide Arten.
Windows-PC: Mit der rechten Maustaste öffnet man das Untermenü,
in dem es einen Punkt «Sichern unter» oder «Speichern unter»
gibt. Diesen anklicken und einen Speicherort festlegen, zum Beispiel den Ordner
mit allen Bildern und Texten für den Gemeindebrief. Von hier aus lässt
sich das Foto, falls nötig oder gewünscht, in einem Bildprogramm öffnen
und bearbeiten.
Mac: Zum Downloaden stehen zwei Möglichkeiten bereit. Entweder
hält man die Maustaste gedrückt und zieht das Bild in einen Ordner oder
direkt auf den Schreibtischhintergrund. Der zweite Weg erfolgt über die Kombination
ctrl-Taste und gedrückte Maus: Ein Fenster erscheint, man klickt auf den
Punkt «Diese Grafik sichern unter» und gibt anschließend per
Tastatur den entsprechenden Zielordner an.
Auf dem Weg zum Druck
Wer den Gemeindebrief selbst layoutet, geht mit den heruntergeladenen Dateien
so um wie mit den bisher gescannten. Übernimmt eine Agentur oder Druckerei
die Zusammenstellung, sollten alle Downloads unbearbeitet und nicht komprimiert
auf eine CD gebrannt werden. Die Dateien sind automatisch mit Namen versehen.
(Mehr dazu finden Sie demnächst in blickkontakt.) (Sascha Pfannstiel)
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Dieser
Text ist in der
blickkontakt-Ausgabe
02|2004 zu finden:
blickkontakt
2|2004, 1.6 MB |
| Gemeindebrief-Werkstatt
(4) |
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Die Titelseite: "Da schnarcht was im Konfi-Raum"
Kann es für Titelseiten überhaupt Regeln geben?
Es soll doch jeder Gemeindebrief sein eigenes Gesicht haben. Stimmt - Individualität
ist gefragt, also, dass ein Gemeindebrief sich abhebt. Dennoch sollte die Redaktion,
bei aller Freiheit der Gestaltung, ein paar Grundsätze beachten, damit ihr
Produkt gut ankommt.
Die Titelseite ist die wichtigste! Hier kann sich entscheiden, ob das Heft
gelesen wird oder gleich als "langweilig" im Altpapier entsorgt wird.
Es ist also sinnvoll, nicht erst im letzten Moment "irgendein Foto"
zu suchen, sondern schon bei der Heftplanung mit an die Titelseite zu denken.
Gibt es ein Hauptthema im Heft, dann lässt sich das vielleicht illustrieren:
Ostern, Altenarbeit, Gemeindefest, Jugendkreis, Sommerferien - Hauptsache, es
ist ein Schwerpunkt gesetzt. Ein Bild, auf dem Menschen aktiv sind, ist interessanter
als etwas Statisches. Stehen besondere Aktionen in der Gemeinde an, kann man im
Hinblick auf das Heft jemanden beauftragen, einige Details zu fotografieren.
Hat man sich für ein (qualitativ hochwertiges) Foto entschieden, kommt
es auf den Ausschnitt an. Nah 'ran ans Motiv! Ein gut erkennbares, lachendes oder
nachdenkliches Gesicht zieht mehr Aufmerksamkeit auf sich als eine steife Gruppenaufnahme.
Da die meisten Gemeindebriefe in Schwarz-Weiß erscheinen, sind kontrastreiche
Aufnahmen oder Grafiken gefragt - besonders, wenn die Titelseite auf wechselnd
farbiges Papier gedruckt wird. Das übrigens ist eine gute Möglichkeit,
kostensparend die Hefte eines Jahrgangs voneinander zu unterscheiden und jeder
Ausgabe eine eigene Note zu verleihen.
Was die Schriften (aber auch andere grafische Elemente) angeht, neigen manche
Redaktionen zum Chaos: Alles, was der Computer hergibt, wird nebeneinander ausprobiert.
Leider ist das Ergebnis unübersichtlich; wer sich auf eine, höchstens
zwei Schriftarten beschränkt, tut den Lesern einen Gefallen. Das bedeutet
nicht, dass gar kein Text auf den Titel gehört. Zwei, drei Themen aus dem
Inhalt anreißen - das ist sinnvoll, macht neugierig, lädt ein. Witzig
formuliert, kriegt damit das Heft seinen ersten Pfiff: "Da schnarcht was
im Konfi-Raum - Lesenacht der Kindergruppe". Wenn es keinen besonderen Schwerpunkt
gibt, kann auch ein Segenswunsch oder ein Monats- oder Jahresspruch nach vorn.
Der Name des Gemeindebriefs im Kopf der Seite sollte, mit Logo, Ausgabennummer
und Datum, nicht mehr als ein Drittel einnehmen. Insgesamt darf die Seite nicht
überfrachtet sein, sollte ein aktuelles Thema anreißen und das Interesse
vieler - nicht nur kirchennaher - Leser wecken.
(bk)
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Dieser
Text ist in der
blickkontakt-Ausgabe
03|2004 zu finden:
blickkontakt
3|2004, 1.9 MB |
| Gemeindebrief-Werkstatt
(5) |
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Die Andacht:
Nur eine Seite bitte, Herr Pfarrer!
Tageszeitungsredaktionen, die zum Wochenende eine Rubrik mit einem geistlichen
Wort veröffentlichen, sind gnadenlos streng. Eine feste Zeilenzahl zwingt
die Texte aller Autorinnen und Autoren in ein einheitliches Format: „1.200
Zeichen
und keines mehr!“, so kann die Vorgabe lauten. Die Redakteure tun das nicht,
um die Geistlichen zu ärgern.
Nein, sie halten sich an selbst gesetzte, sinnvolle Regeln. Sie wollen ihre
Leser nicht langweilen – und Leser bevorzugen nun einmal kürzere Texte.
Außerdem gibt’s die Erfahrung, dass lange Texte meist nicht die besseren
sind. Was man nicht kurz und bündig sagen kann, das sollte man überdenken.
So zwingt die Redaktion ihre Schreiber auch, ihren Stil zu überarbeiten,
zu kürzen, das Wesentliche herauszustellen und nicht drum rum zu reden. Wer
sagt es dem Pfarrer?
Wer aber tut Gleiches in der Gemeindebrief-Redaktion? Meist sitzt der Pfarrer
mit im Kreis, oder er hat gar die allermeiste Arbeit selbst übernommen. Dennoch
konsumieren Gemeindebrief-Leser nicht anders als Zeitungsleser: Sie wollen beim
Aufschlagen neue Nachrichten aus ihrem Lebensumfeld, aber meist nicht das, was
oft noch Usus ist: seitenlange Andachten auf den besten, nämlich den ersten
Seiten des Heftes. Klar, etwas Geistliches, eine Andacht oder Meditation hat ihren
Platz im Gemeindebrief, aber sie kann ebenso gut weiter in der Mitte stehen und
muss die Leser nicht beim Aufblättern sogleich überfallen. (Ein pfiffiges
Editorial „auf Augenhöhe“ mit dem Leser und ein neugierig machendes
Inhaltsverzeichnis laden ein!)
Was zu lang ist, verpufft
Außerdem sollte eine Seite für die Andacht in jedem Fall genügen!
Was zu lang ist, verpufft, wird gar nicht erst wahrgenommen. Kurz, würzig,
verblüffend, unterhaltsam – mit solchem Speck fängt man Leser.
Nicht aber, wenn man eine alte Predigt übernimmt, nur weil so viel Platz
frei ist ...
Ein Gedanke reicht. Wer die Sommerferien zum Thema wählt und mit den warmen
Sonnenstrahlen zugleich im Rundumschlag Krieg, Folter und Tourismuskritik aufs
Papier bringt, vergrault die Leser. Und theologisch Hochgestochenes lockt auch
keine Kirchenfernen ins Blatt – die aber, das ist belegt, gehören zum
großen Leserkreis der Gemeindebriefe.
Leute, die nie in die Kirche gehen, aber gern einen Blick ins Blatt riskieren,
sind ein herausforderndes Publikum! Also, eine spannende Seite maximal: einmal
im Redaktionskreis vereinbart, sollte dies auch die Schreibfreudigsten überzeugen.
(bk)
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Dieser
Text ist in der
blickkontakt-Ausgabe
04|2004 zu finden:
blickkontakt
4|2004, 2.4 MB |
| Gemeindebrief-Werkstatt (6) |
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Die Nachricht :
Wer, wo, wann, was, wie, warum?
Komische Überschrift, – stimmt.
Bei Journalisten allerdings klingelt’s sofort: Hier geht es um die kleinste
Stileinheit in der Zeitung, um die Meldung
oder Nachricht. Die sechs Frageworte
(„sechs W“) zeigen an, worauf
eine Nachricht Antwort geben
muss. Was eine Nachricht noch ausmacht,
ist ihre Kürze. Sie muss verständlich
sein und mit dem Wichtigsten
beginnen.
Wie bastele ich eine Nachricht?
Ich suche die zentrale Information
meiner Mitteilung heraus und stelle
sie an den Anfang. Das muss durchaus
nicht das Ereignis selbst sein – die
Kirchenvorstandssitzung und der
Haushaltsplan –, sondern vielmehr,
dass die Mittel für den Jugendclub
wegfallen sollen und dass die Herrschaften
über diesen Punkt heftig
gestritten haben.
Eine Nachricht kann aber auch
eine pure Termin-Ankündigung sein,
die Aufforderung, sich zu einer
Gemeinde-Fahrt anzumelden oder
die Meldung, dass im Gemeindebüro
verloren gegangene Taschen und
Kleidungsstücke abzuholen sind. Die
zentrale Information der Meldung
sollte bereits in der Überschrift zu
erkennen sein oder zumindest darauf
hinweisen. Alle weiteren Informationen
folgen, und was weniger wichtig
ist, steht am Schluss. In dieser Weise
sind auch die Meldungen der Nachrichtenagenturen
aufgebaut, so dass
Zeitungsredaktionen „von hinten
weg“ kürzen können, ohne zu risikieren,
dass der Text unverständlich
wird.
Mit einem gezielten Einstieg in
die Nachricht können Sie verhindern,
dass alle Meldungen gleich klingen.
Zu vermeiden ist beispielsweise,
immer wieder mit der Zeitangabe zu
starten. „Am Himmelsfahrtstag um 10
Uhr treffen sich ...“ Man darf die Sätze
auch umdrehen! „Wenn der Vater mit
dem Sohne ... – unter diesem Motto
versammeln sich am Himmelfahrtstag
um 10 Uhr Väter mit ihren Söhnen
vor dem Gemeindehaus zu einer
Radtour mit Picknick.“
Wenn Sie im Gemeindebrief eine
Rubrik einrichten, die „Kurz notiert“,
„Wichtiges in Kürze“ oder ähnlich lautet,
und dort alles in knapper Form
vermelden, was fürs Gemeindeleben
wichtig ist (neue Tauftermine, Urlaube,
Vertretungen, Sondergottesdienste,
aber auch kleine lokale Ereignisse
aus dem Stadtteil), dann machen Sie
Ihr Blatt interessant. Leider gelangt
Etliches aus dem Gemeindeleben
nicht in den Gemeindebrief, weil
zuvor niemand entschieden hat, dass
das Ereignis eine Nachricht wert
wäre.
Nicht vergessen: Namen sind
Nachrichten. Personalien werden
besonders gern gelesen – wer kennt
nicht den raschen Blick in die
Klatschspalte? Das könnte für den
Gemeindebrief bedeuten: „Meike
Meier, Kirchenmusikstudentin, vertritt
unseren Organisten Helmut
Huber während seines Urlaubs für
vier Wochen an der Orgel (1. bis 29.
August). Die 22-Jährige stammt aus
Müllershausen und ist vielen bereits
bekannt, weil sie bis 2003 die Jugendband
’Let‘s fetz’ geleitet hat.“
Anne-Kathrin Stöber
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Dieser Text ist in der
blickkontakt-Ausgabe
05|2004 zu finden:
blickkontakt
5|2004, 5,3 MB |
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