Geschlossene Gesellschaft
 

Es war ein Mensch, der machte ein großes
Abendmahl und lud viele dazu ein.
Und er sandte seinen Knecht aus zur
Stunde des Abendmahls, den Geladenen
zu sagen: Kommt, denn es ist alles bereit!
Und sie fingen an alle nacheinander,
sich zu entschuldigen.

Da wurde der Hausherr zornig und
sprach zu seinem Knecht:
Geh schnell hinaus auf die Straßen und
Gassen der Stadt und führe die Armen,
Verkrüppelten, Blinden und Lahmen
herein, dass mein Haus voll werde.

(aus Lukas 14,16-23)

 

 

shasta-cor schrieb am 21.11.2012: @Anselm Rapp: danke für deine Reaktion, ja, diese Situationen gibt es auch - wahrscheinlich sogar häufiger als meine. Björn schrieb am 20.11.2012: Guten Abend! Vieles von dem, was ich gelesen habe, erkenne ich sofort wieder. Leider lese ich selten, den Satz: ICH habe... Ich habe viele Menschen im Laufe des Jahres verletzt und darum bitte ich jetzt und morgen um Vergebung. Es tut mir Leid. Anselm Rapp schrieb am 20.11.2012: @shasta-cor: Ich habe es umgkehrt empfunden: Gottesdienste mit so hohem intellektuellem Niveau, dass Menschen einfacherer Bildung sich ausgeschlossen fühlen mussten. shasta-cor schrieb am 19.11.2012: Ich finde es schön, wenn Gottesdienste sich an Außenstehende wenden, an Leute, die Gott noch nicht kennen - doch es erschreckt mich, daß in solchen Gottesdiensten das (intellektuelle) Niveau immer mehr sinkt. Das ist dann auch eine Art Ausladung... Ulrich schrieb am 18.11.2012: Kirche erlebe ich oft als geschlossene Gesellschaft: Man begrüßt die Kerngemeinde, die "wahren Christen" mit bussibussi und kümmert sich nicht um Neuankömmlinge bzw. grenzt aus! Wahrhaft verlogen! Surprise schrieb am 17.11.2012: Ärgern Sie sich auch, wenn sie bei einer Gemeindeveranstaltung an einem Tisch Platz nehmen wollen, der bereits "ganz besetzt" ist, d.h. für "Spezis" reserviert! Dann halten Sie doch bei nächster Gelegenheit Plätze für "überraschend Ankommende" frei! Paolo schrieb am 16.11.2012: Geschlossene Gesellschaften sitzen in den Leitungsetagen der Konzerne und Organisationen. Es interessiert nur die Rendite oder der eigene Machterhalt - sonst nichts! Prinzessin-42 schrieb am 13.11.2012: Die "Geschlossene Gesellschaft" kann ja auch die vor dem Rolladen sein, nicht nur die dahinter. Ich denke da z.B. an alte, einsame Menschen, Arbeitslose, die hinter den Rolläden ohne Kontakt zur Gesellschaft draußen leben - quasi eingeschlossen. Martin schrieb am 12.11.2012: In der Kirchengemeinde in C. werden Menschen in schwierigen familiären Situationen ausgegrenzt und gemobbt! Die Pfarrerin hat z.B. Getrenntlebende nicht mehr in Vorbereitungskreisen mitarbeiten lassen. So macht sich Kirche unglaubwürdig. M. schrieb am 12.11.2012: Ich habe eine Vorgeschichte mit einer psychischen Erkrankung und habe große Angst, anderen davon zu erzählen. Psychische Erkrankungen verunsichern. Alle wollen immer mit fitten, starken, glücklichen, stabilen Menschen umgeben sein - ich auch. Matthias Berneburg schrieb am 26.10.2012: Musste berufsbedingt umziehen und fühle mich an meinem neuen Wohnort gar nicht wohl. Die Rolläden sehen so aus, wie Eurer und mein Gefühl ist, dass es kein Interesse am Anderen gibt: Rolladen runter! Was mache ich nur hier? Hildburg schrieb am 24.10.2012: In der Großfamilie nicht akzeptiert, wenig wahrgenommen. Meine Meinung ist nicht gefragt, da ich die jüngste (obwohl schon 70 Jahre) in der Familie bin. Bin froh, weit weg zu wohnen, genieße meine kleinfamilie mit Kindern und Enkeln Soni schrieb am 21.10.2012: Ich arbeite in einer Reha-Klinik und mir fällt immer öfter auf, dass Menschen die krank sind und nicht mehr leistungsfähig, zunehmend aus der Gesellschaft (Arbeit,Bekanntenkreis, etc.)ausgeschlossen werden. Das ist schade. Hilflos schrieb am 11.10.2012: Im Konfirmandenunterricht erlebe ich immer wieder, dass einzelne von der Gesamtgruppe ausgeschlossen werden. Dann steht der oder diejenige am Rand, meint, er/sie könne die Gruppenarbeit ja auch alleine machen und überhaupt wäre das viel besser so. Und mir fällt nichts mehr ein, die Situation zu ändern. Jan schrieb am 10.10.2012: Heute Morgen gab ich meinen Sohn im Kindergarten ab. Ich sah zu, wie ein Junge aus einem Grüppchen sagte: Wir wollen nicht, dass Du hier mitspielst. Kinder können ganz schön krass sein. Mein Sohn tat mir sehr leid. Vera schrieb am 10.10.2012: Kürzlich hat mir eine Freundin erzählt, wie sehr sie von ihren Kollegen ausgeschlossen und gemobbt wird. Das war sehr beklemmend. Manfred schrieb am 09.10.2012: Hier ist der Zutritt verboten? Schade! Warum?