Zufriedenheit.
Tobias, Hessen
Liebe.
Martha, Pforzheim
Nähe.
Martina, Oggersheim
Liebe Ehe Kind.
Dana, Leipzig
Viele evangelische Christen feierten am Buß- und Bettag Gottesdienste
Kassel (medio). In vielen evangelischen Gemeinden fanden am 18.11.2009 zahlreiche Gottesdienste zum Buß- und Bettag statt. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck startete im Vorfeld des Buß- und Bettags gemeinsam mit der Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern die Aktion «Was zählt noch?», um den Feiertag in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses zu rücken. Dabei ging es 2009 um die Frage, was angesichts von Börsencrash, Wirtschaftskrise und steigender Arbeitslosigkeit überhaupt noch zählt. «Was gibt verlässliche Orientierung? Wem kann noch vertrauen?» - Fragen, über die die Landeskirchen mit den Menschen am Buß- und Bettag ins Gespräch kommen wollten.
Bischof Hein: «Wer auf Gott zählt, weiß sich getragen und behütet»
Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat in seiner Botschaft zum Buß- und Bettag zu Gottvertrauen aufgerufen. In der Botschaft, die in den Gottesdiensten am Mittwoch verlesen werden wird, heißt es: Angesichts des raschen Wandels und der Unübersichtlichkeit unserer Zeit suchten viele Menschen heute mehr denn je nach Orientierung. «Wir suchen nach Verlässlichkeit, nach dem, was tatsächlich Vertrauen verdient», betonte Hein.
Hein erinnerte an die Erfahrungen des Börsencrashs und der Wirtschafts- und Finanzkrise. «Alle Versprechungen, die von einem ständigen Wachstum der Wirtschaft und der Börsenkurse ausgingen, platzten wie eine Blase. Billionen gingen jäh verloren – Zahlen, die unvorstellbar groß, geradezu abstrakt sind und doch konkrete Folgen zeigten. Wie immer sich die Wirtschafts- und Finanzkrise noch auf unsere Gesellschaft auswirken werden: Das Gefühl ökonomischer Sicherheit hat rapide abgenommen», betonte Hein.
Verlässliche Orientierung in unsicheren Zeiten, so Hein, «bieten das Doppelgebot der Liebe, das Jesus verkündigt, ebenso wie die Zehn Gebote, die Wegweiser der Freiheit.» Wer sich an diesen Geboten messe, werde allerdings feststellen, dass er oft hinter ihnen zurückbleibe und gegen sie verstoße – aus Gedankenlosigkeit oder aus Vorsatz. «Es ist die große christliche Verheißung, dass wir mit unserer Schuld und allem, was uns belastet, zu Gott kommen können und uns um Jesu Christi willen vergeben wird», erklärte Hein.
Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck bewirbt mit ungewöhnlichen Ideen bereits seit 1996 den Buß- und Bettag und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Sie will mit der Kampagne auch Menschen ansprechen, die sich sonst keine Gedanken zum Buß- und Bettag machen würden. (19.11.2009)

