Gebete und Texte
Meine Ohren sind müde
vom Lärm der Züge und Autos,
müde vom Nachhall der Worte,
vom Kopfweh kommender Tage,
sehr, sehr müde
und beinah ertötet
vom klingenden, betäubenden Lärm.
(John Mbiti: "Geradeaus gehen", aus: Jeder Tag ist Gottes Tag, hrsg. von Gottfried Hänisch, Evang. Verlagsanstalt Berlin 1996)
Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.
(2. Kor 12,9)
Vater im Himmel,
Lob und Dank sei dir für die Ruhe der Nacht
Lob und Dank sei dir für den neuen Tag,
Lob und Dank sei dir für alle deine Güte und Treue
in meinem vergangenen Leben.
Du hast mir viel Gutes erwiesen,
lass mich nun auch das Schwere aus deiner Hand hinnehmen.
Du wirst mir nicht mehr auferlegen, als ich tragen kann.
Du lässt deinen Kindern alle Dinge zum besten dienen.
(Dietrich Bonhoeffer: Morgengebet, aus: Dietrich Bonhoeffer: Widerstand und Ergebung, © 1998, Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, in der Verlagsgruppe Random House GmbH)
Du weißt, woher der Wind so stürmisch weht,
und du gebietest ihm, kommst nie zu spät.
Drum wart ich still, dein Wort ist ohne Trug,
du weißt den Weg für mich, das ist genug.
(Lied 618: "Weiß ich den Weg auch nicht", Ev. Gesangbuch für die Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, Verlag Evangelischer Medienverband, Kassel 8. Auflage 2009)
Die Frömmigkeit aber ist ein großer Gewinn für den, der sich genügen läßt.
Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.
(1.Tim 6,6 und 12)
Ein habgieriger Mensch hat nie genug an dem, was ihm beschieden ist, und kann vor lauter Geiz nicht gedeihen.
(Sir 14,9)
Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.
(Mt 6,34)
Sokrates zog es immer wieder zum Markt, wo er die Fülle der Waren betrachtete. "Was treibst du hier", wollte ein Freund wissen, "du kaufst ja doch nichts.""Ich staune nur darüber", erwiderte Sokrates, "wie viele Dinge es gibt, deren ich nicht bedarf."
(unbekannt)
Nichts zu machen, ist nicht genug.
(Ladore de Schygall)