Höhepunkt der Kampagne «Machtlos?» zum Buß – und Bettag 2015

Bischof Hein bekennt im Chat auf busstag.de Ohnmacht nach den Anschlägen von Paris


Kassel (medio). Einen Tag nach dem Buß- und Bettag stand der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, im «Bischofschat» auf www.busstag.de gegenüber über 50 Chattern Rede und Antwort. Gefragt nach seinen ersten Gefühlen nach Bekanntwerden der Anschläge von Paris, schrieb Bischof Hein im Chat: «Ich fühlte mich dabei so ohnmächtig und ich kann nicht verstehen, warum man so etwas tut!». «Es ist ganz furchtbar!» sagte Hein im Chat. Auch «Fritz1» zeigte sich fassungslos: «Wenn sich schon elfjährige Kinder selbst in die Luft sprengen, dann ist da wirklich ein Gefühl von Machtlosigkeit». Und «Lonestar» ergänzte: «Was mir Sorge macht ist, dass Menschen so stark fanatisiert werden können, vielleicht ja tatsächlich auch mit dem Versprechen auf 'paradiesische Entlohnung', dass sie bereit sind zu solchen Anschlägen, bei denen sie sich und viele andere in den Tod reißen ...». Darauf Bischof Hein: «Genau das finde ich so furchtbar ... sein eigenes Leben aufs Spiel zu setzen».

Der Chat war Teil der Themenkampagne zum Buß- und Bettag der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) unter dem Motto «Machtlos?».

Bischof Martin Hein nach dem Chat in der Onlineredaktion des Medienhauses in Kassel. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Angesichts der Terroranschläge von Paris (13.11.) standen die Themen Terror, Angst und der Umgang mit dieser Bedrohung im Mittelpunkt des einstündigen Gesprächs. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich ratlos, wie auf die Anschläge zu reagieren sei. Während «dan» schrieb, dass er nun Großveranstaltungen meide, entgegnete «HermannG»: «Ich werde auf jeden Fall die Spiele meiner Fußballmannschaft und Basketballmannschaft besuchen. Es kann doch nicht sein, dass ich mich von einem Anschlag verunsichern lasse. Da muss ich doch auf Gott vertrauen können.» Bischof Hein bekannte, Beten sei für ihn in dieser Situation eine große Hilfe. Auf seine Frage, was die anderen Chatter diesem Ohnmachtsgefühl entgegensetzten, schrieb «Heinrik»: «Nicht stehen bleiben, weiter leben!» und «HermannG» rief dazu auf, zu beten und Lieder zu singen. «Lonestar» ergänzte, dass er dem Gebet nach wie vor eine Menge zutraue.

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