Elisabeths LebenEnde des 12. Jahrhunderts schlossen sich in West- und Mitteleuropa religiöse Laien zusammen, die nach einem am Evangelium ausgerichteten Leben in Armut strebten. Sie gründeten - ohne Gelübde und Ordensregeln – klosterartige Wohngemeinschaften. Beginen (Frauen) und Begarden (Männer) versuchten in Gebet, Kontemplation und Askese sowie in karitativen Tätigkeiten dem Vorbild Christi nachzufolgen.

In Italien und Südfrankreich gab es zur selben Zeit eine ähnliche Laienbewegung, die aber im frühen 13. Jahrhundert in die Gründung regulärer Männer- und Frauenorden mündete: Humiliaten (1198/1201), Franziskaner (1209/23) und Dominikaner (1215/19).

Bild von Elisabeth


Franziskus von Assisi mit Elisabeth. Fenster in der Elisabethkirche in Marburg. (Foto: Jost)

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Der Gründer des Franziskanerordens ist Franziskus von Assisi, der sich in der Nachfolge Christi einem Leben in Armut, Askese und tätiger Nächstenliebe verschrieb. Krankenpflege, Schenkungen an Arme und die Wiederherstellung verfallener Kirchen standen im Zentrum seines Lebens. Er sammelte Gleichgesinnte um sich und gründet von 1209 bis 1223 den nach ihm benannten Orden.

Franziskus von Assisi

Franziskus von Assisi wurde 1181/82 als Sohn eines wohlhabenden Tuchhändlers in Assisi geboren. Zunächst schlug er die Militärlaufbahn ein. Ab 1204 widmete er sein Leben der Nachfolge Christi. Franziskus starb 1226 und wurde 1228 heilig gesprochen.

1223 bringt der Franziskanerbruder Rodeger Elisabeth die Lehren des Franziskus von Assisi nahe. 1227 stiften Ludwig und Elisabeth in unmittelbarer Nähe ihrer Stadtresidenz in Eisenach ein Franziskanerkloster.