Elisabeths LebenEs ist ein trauriger Abschied: 1227 zieht Elisabeths Mann Ludwig mit Kaiser Friedrich II. zum Kreuzzug. Elisabeth, zum dritten Mal schwanger, begleitet ihn bis Schmalkalden, um sich dort endgültig von ihm zu verabschieden.

Schon im süditalienischen Otrano stirbt Ludwig am 11. November 1227. Die junge Witwe Elisabeth gerät mit ihren Schwägern, Landgraf Heinrich IV., Raspe und Konrad von Thüringen, in Streit um die ihr zustehenden Witwengüter.

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Elisabeth nimmt Abschied von ihrem Mann Ludwig. Lübeck, Heiligen-Geist-Spital (Foto: Jost)

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1228 muss sie die Wartburg verlassen und zieht mit ihren drei Kindern nach Marburg, das zur Landgrafschaft Thüringen gehört. Kaum angekommen, gründet sie ein Hospital. Die Kapelle ihres Hospitals in Marburg lässt Elisabeth 1228 Franziskus weihen. Es ist damit die erste Franziskus geweihte Kirche nördlich der Alpen.

Schon vor dem Tode ihres Mannes hatte Elisabeth geschworen: Falls Ludwig stirbt, will sie auf eine erneute Heirat verzichten und keusch leben. Sie schwört in Marburg den weltlichen Dingen ab, gibt ihre Kinder weg und pflegt im Marburger Hospital gemeinsam mit wenigen Helferinnen und Helfern allein stehende Kranke jeden Alters.

Unter ihrer Devise "wir wollen die Menschen fröhlich machen" kümmert sie sich besonders um Menschen mit Lepra und Krätze.

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Elisabeth kämmt einem Aussätzigen das Haar. Lübeck, Heiligen-Geist-Spital (Foto: Jost)

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