Elisabeths LebenUm 1200 lebten die meisten Menschen auf dem Land. Sie ernährten sich von Ackerbau, Viehzucht und dem Sammeln wild wachsender Pflanzen und Früchte. Die Erträge reichten gerade so zur Sicherung des eigenen Überlebens. Kleidung, Werkzeuge und andere Gebrauchsgegenstände wurden selbst hergestellt.

Wer krank wurde, war auf die Hilfe seiner Familie angewiesen. Medizinische Versorgung gab es nur in größeren Klöstern oder in der Stadt. Lediglich wohlhabende Bürger und Adlige konnten sich einen Arztbesuch leisten. Um das Los der ärmeren Bevölkerung in den Städten zu lindern, gründeten Klöster, Adlige und Patrizier aus aktiver christlicher Nächstenliebe (caritas) seit Ende des 11. Jahrhunderts Siechenhäuser und Hospitäler. Diese Stiftungen betreuten allein stehende Kranke, Alte, Frauen, Waisen, Pilger.

Auch Elisabeths Mann Ludwig stiftet zwischen 1223 und 1226 in Gotha ein Hospital, das bis ins 19. Jahrhundert besteht. Elisabeth lässt 1226 unterhalb der Wartburg bei Eisenach ein Hospital errichten.

Bild von Elisabeth


Das Hospital in Gotha. (Foto: Bildarchiv Foto Marburg)

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