Elisabeths LebenElisabeth wird nur 24 Jahre alt. Laut Konrad von Marburg stirbt die als königliche Prinzessin von Ungarn Geborene und als Landgräfin von Thüringen Verwitwete in ihrem Marburger Hospital. Nach vierzehn Tagen schwerer Krankheit verlassen sie in der Nacht vom 16. auf den 17. November 1231 die Lebenskräfte.

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Tod der Hl. Elisabeth, Josef Flüggen, 1872 (Foto: Bildarchiv Foto Marburg)

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Die Todesnachricht verbreitet sich in Windeseile. Viele Menschen strömen herbei, damit sie Elisabeth noch einmal sehen können. Ihre Leiche wird öffentlich aufgebahrt und am 19. November 1231 in der Franziskuskapelle ihres Hospitals beigesetzt.

Als sich im November 1231 die Kunde von Wundern an ihrem Grab verbreitet, setzt Konrad sich im Frühjahr 1232 in einem Bericht an den Papst für die Heiligsprechung der verstorbenen Landgräfin ein. Er erlebt den positiven Ausgang des Verfahrens der Heiligsprechung 1235 aber nicht mehr. Der Ketzerjäger wird im Juli 1233 von Adligen, die er erbarmungslos hatte verfolgen lassen, erschlagen.

Das Grab der Elisabeth kann man heute noch besuchen. Es liegt in der nach Osten ausgerichteten Elisabeth-Kirche in Marburg im Nordchor. Zwischen 1280 und 1290 wurde das Grab mit einem kastenförmigen Aufsatz (Tumba) versehen und mit einem prächtigen gotischen Baldachin überwölbt.

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Grab Elisabeths mit Tumba und gotischem Baldachin. Marburg, Elisabeth-Kirche (Foto: Bildarchiv Foto Marburg)

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