Elisabeths LebenAls kleines Mädchen wird Elisabeth im Herbst 1211 nach Thüringen gebracht. Sie wächst an einem der kulturell führenden Höfe im Heiligen Römischen Reich auf. Sehr wahrscheinlich lernt die ungarische Königstochter, wie für adlige Mädchen üblich, ab dem siebten Lebensjahr Lesen und Schreiben. Außerdem wird sie sicherlich in die Regeln höfischer Lebensweise und Umgangsformen eingeführt.

Ihr Ziehvater ist Landgraf Hermann I. von Thüringen (†1217), der als Mäzen die Minnesänger Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach unterstützte.

Elisabeth wird 1221 im Alter von 14 Jahren verheiratet. Das ist für ihre Zeit nicht ungewöhnlich. Die Hochzeit findet in Eisenach in der Georgenkirche statt. Ihr Mann, Landgraf Ludwig IV. von Thüringen (*1200), regiert bereits seit vier Jahren.

Bild von Elisabeth


Die Wartburg in Eisenach. (Foto: Bildarchiv Foto Marburg)

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Zeitgenossen berichten, dass die beiden sich trotz arrangierter Ehe zärtlich liebten. Das Paar bekommt drei Kinder: Hermann (*1222, †1241), Sophie (*1224, †1275) und Gertrud (*1227, †1297).