Elisabeths WirkungAm 1. Mai 1236 sieht Marburg die größte Menschenmenge, die je in die Stadt gekommen ist. Barfuß und im Büßergewand erscheint Kaiser Friedrich II., als die Gebeine Elisabeths in der Hospitalkirche feierlich erhoben und auf dem Altar niedergelegt werden. Zahlreiche geistliche und weltliche Reichsfürsten verfolgen die Zeremonie.

Der Überlieferung nach bekränzt der Kaiser höchstpersönlich den Schädel der Toten mit einer kostbaren Krone. Mit dem formellen Akt der Erhebung der Gebeine wird die Heiligsprechung kirchenrechtlich zum Abschluss gebracht.

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Kaiser Friedrich II. steht mit einem Bischof und einem Begleiter am offenen Sarg Elisabeths. (Foto: Bildarchiv Foto Marburg)

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Im Winter 1249/50 lässt Papst Innozenz IV. Elisabeths sterbliche Überreste in den Hohen Chor der seit 1235 in Bau befindlichen Elisabeth-Kirche überführen. In einem goldenen Reliquienschrein werden sie auf dem Hochaltar niedergelegt.

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Der Elisabethschrein wurde zwischen 1235 und 1249 von Goldschmieden aus dem Rheinland geschaffen. (Foto: Bild-
archiv Foto Marburg)

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