Evangelische Kirchengemeinde
Breuna-Oberlistingen


Stichworte

Kirche und Geld...

Geld? - Wozu und Woher?

„Läutet die Küsterin für Gotteslohn? – Wovon lebt der Pfarrer? – Wer zahlt die Heizölrechnung für die Kirche? – Und das evangelische Altenheim und der Kindergarten – wie werden die eigentlich finanziert?“

Wenn Sie sich alle diese Fragen schon einmal gestellt haben, dann werden Sie sich nicht darüber wundern, dass auch in der Kirche Geld ein Thema ist. Die Küsterin erhält eine Vergütung, der Pfarrer braucht auch Brot zum Leben, der Heizölhändler liefert nicht umsonst.

In unseren beiden Dörfern müssen vor allem die Kirchen und Gemeindehäuser, das Pfarrhaus und die dazu gehörigen Grundstücke gepflegt und unterhalten werden. Orgeln und Glocken brauchen regelmäßige Wartungen und hin und wieder Reparaturen.

Für Gottesdienst und Kindergottesdienst ist ebenso Geld nötig, wie für die Konfirmanden- und die Seniorenarbeit. Weiterhin muss der Gemeindebrief "Brücke" finanziert werden, und auch die Büroarbeit wird vergütet. Damit sie geschehen kann, ist eine entsprechende Büroausstattung (Computer, Telefon, Kopierer) erforderlich, die Kosten verursacht. Und schließlich sind auch für diese Internet-Seiten Gebühren fällig.

Bleibt die Frage: Wo kommt das Geld her?

Die Einnahmen unseres Gesamtverbandes Breuna-Oberlistingen bestehen vor allem aus: Kirchensteuern, Ortskirchensteuern, Kollekten, Spenden und seit einigen Jahren dem Freiwilligen Kirchgeld. Die Kasse wird von der kirchlichen Verwaltung im Kirchenkreisamt Hofgeismar-Wolfhagen geführt. Die Verwaltung sorgt dafür, dass beim Geld alles mit rechten Dingen zugeht, indem sie Haushaltspläne aufstellt, die Konten führt und die Abrechnungen vornimmt.

Kirchensteuern...

...sind der Mitgliedsbeitrag, den Kirchenmitglieder an ihre Kirche entrichten. Diesen Beitrag zahlen nur diejenigen Kirchenmitglieder, die Lohn- oder Einkommensteuer zahlen. Die Kirchensteuer beträgt davon 9%. Wer nicht erwerbstätig ist, zahlt daher keine Kirchensteuer. Kinder, Schüler, Studenten, Hausfrauen und -männer sowie Rentner sind also beitragsfreie Kirchenmitglieder.

Die Kirchensteuer wird von den Finanzämtern eingezogen, und abzüglich einer Bearbeitungsgebühr (4%) an die Kirchenverwaltung weitergegeben. Diese wiederum schüttet. ca. 50% nach einem bestimmten Schlüssel wieder an die Kirchengemeinden aus.

Von einem Kirchensteuer-Euro kommen also ca. 48 Cent wieder in der eigenen Gemeinde an. Von den übrigen 48 Cent werden allgemeinkirchliche Aufgaben finanziert. Zum Beispiel wurden der Neubau des Gemeindehauses Oberlistingen und die Renovierung der Oberlistinger Kirche im Wesentlichen aus Zuschüssen der Landeskirche bezahlt.

Ortskirchensteuer...

...zahlen diejenigen Kirchenmitglieder, die land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitz haben und keine Lohn- oder Einkommensteuer zahlen. Sie wird errechnet aus dem Grundsteuermessbetrag A. Die Ortskirchensteuer beträgt in Breuna und Oberlistinen 30% des Grundsteuermessbetrages.

Wer bereits Lohn- oder Einkommensteuer zahlt, kann sich von der Ortskirchensteuer befreien lassen.

Unterschied zur "normalen" Kirchensteuer: Die Ortskirchensteuer macht nicht den Umweg über das Finanzamt sondern kommt direkt und ungekürzt der eigenen Kirchengemeinde zugute.

freiwilliges Kirchgeld...

...ist eine Spende, die seit dem Jahr 2006 in allen Kirchengemeinden im Wolfhager Land erbeten wird. Mit dem gespendeten Geld sollen zweckgebunden besondere Projekte in den jeweiligen Gemeinden gefördert werden. Wichtig ist bei dieser Aktion vor allem die Freiwilligkeit. in den vergangenen beiden Jahren wurden in Breuna und Oberlistingen gefördert:

Breuna

Oberlistingen

2006

Taufstein

Pflege der kirchlichen Gebäude

2007

Renovierung Gemeindehaus

Pflege der kirchlichen Gebäude

2008

Renovierung Gemeindehaus

Sanierung Kirchturm

2009

Vordach
Gemeindehaus

Türen zum Kirchturm


Kollekten....

...sind Spenden, die bei Gottesdiensten gegeben werden. Zum Teil kommen die Sonntagskollekten unseren eigenen Gemeinden zugute. Es sei denn, der Kirchenvorstand bestimmt einen anderen Zweck.

Andere Sonntagskollekten werden für übergemeindliche kirchliche Aufgaben oder für diakonische Einrichtungen erbeten: z.B. Altenhilfe Hofgeismar, Urlauberseelsorge; Ausbildung des Pfarrernachwuchses und viele andere Dinge. Diese Zwecke werden von der Landeskirche festgelegt.

In den Abkündigungen am Ende des Gottesdienstes wird bekannt gegeben, wofür die Sonntagskollekte verwendet wird.

Kollekten bei Trauerfeiern oder Hochzeiten bleiben in der Regel in der eigenen Gemeinde

Spenden...

...bekommen unsere Gemeinden immer wieder von Menschen, die sich in aus sehr unterschiedlichen Gründen dankbar erzeigen wollen. Oft steht ein besonderer Anlass im Hintergrund: ein Geburtstag, ein Ehejubiläum, die Taufe eines Kindes.

Wenn sie unseren Gemeinden etwas spenden möchten, dann können Sie dies gern tun:

Spendenkonten:

Bankverbindungen
Kirchenkreisamt Hofgeismar-Wolfhagen

Raiffeisenbank Wolfhagen
Konto: 93 34
BLZ: 520 635 50

Kasseler Sparkasse
Konto: 100 003 208
BLZ: 520 503 53

Bitte vergessen Sie den Verwendungszweck und den Ortsnamen nicht. Breuna oder Oberlistingen müssen als Empfänger genannt werden, damit das Kirchenkreisamt Ihre Spende in Ihrem Sinn verbucht.

Sammlungen

Die bekannteste Sammlung in unseren Gemeinden ist sicher die Aktion "Brot für die Welt". Seit über 40 Jahren wird diese Aktion bundesweit in der Evangelischen Kirche durchgeführt. Die Gelder kommen ausschließlich Projekten in der sog. Dritten Welt zugute.

Die Sammlungen für das Diakonische Werk (2x im Jahr) haben ebenfalls lange Tradition. Sie werden in Breuna von einem festen Kreis von Sammlerinnen und in Oberlistingen vom jeweiligen Konfirmandenjahrgang durchgeführt. Auch hier wird das gesammelte Geld ausschließlich für diakonische Zwecke verwendet.

Besondere Haussammlungen für die eigene Gemeinde gab es vor über zwanzig Jahren bei der Erneuerung der Orgeln und bei der jüngsten Kirchenrenovierung in Oberlistingen.

Probleme...

...mit dem Geld gibt es auch. Von Jahr zu Jahr sinken die Mittel, die unsere Kirchengemeinden zur Verfügung haben. Die Kirchensteuermittel werden weniger. Hauptgründe sind die demographische Entwicklung (unsere Landeskirche ist den letzten 10 Jahren um 100.000 Mitglieder geschrumpft), arbeitsrechtliche Veränderungen und Steuerreformen.

Die Kosten dagegen - besonders für Strom und Heizung - sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Nur die Aktion "Freiwilliges Kirchgeld", die in unseren Gemeinden auf offene Ohren gestoßen ist, hat die Kürzungen mildern können. Sparsamkeit ist für die Zukunft auf jeden Fall angesagt.