Ordinationsgottesdienst am Sonntag Kantate, 24. April 2005

 

Heute waren wir in unserer Christuskirche zu einem Ordinationsgottesdienst eingeladen. Viele erkannten offen-sichtlich den besonderen Anlaß dieses Gottesdienstes. Es ist der erste Ordinationsgottesdienst seit 1971 in unserer Christuskirche. (Davor fand einer 1957 statt.) Und es kamen zahlreiche Gemeindemitglieder und Besucher. Die Kirche war bis auf den letzten Platz einschließlich einiger Notbänke gefüllt. Keiner brauchte zu stehen. Unsere Kirche war voller als zu Weihnachten! Schade, daß das nicht immer so ist!

Zu Beginn des Gottesdienstes war der Einzug der zu Ordinierenden. Durch die große Anzahl an Vikarinnen und Vikaren war es ein eindrucksvoller, langer Einzug. Nach dem Orgelpräludium von Bach sang die Gemeinde das Eingangslied. Noch nie habe ich vorher ein Lied so eindrucksvoll gehört wie heute. "Komm, Heiliger Geist" klang durch die vielen hundert Stimmen so kraftvoll und wunderbar.

In der Predigt über Matthäus 21, 14-17 (Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel...) sprach unser Bischof Dr. Martin Hein darüber, daß heute sowohl die Einführung Papst Benedikt XVI. als auch dieser Ordina-tionsgottesdienst zeitgleich stattfindet. Er betonte, daß wir als evangelische Christen keinen Papst als Stellvertreter Christi brauchen, da wir getauft sind und diese Taufe uns alle zu Stellvertretern Christi macht. Mit dem Predigttext voll starkem Glauben zeigte er die Aufgaben unserer Pfarrer.

Der eigentliche Ordinationsakt ist ähnlich der Konfirmation. Je zwei Vikarinnen oder Vikare traten vor den Bischof, wurden gesegnet für ihr neues Amt und bekamen eine Urkunde mit einem Ordinationsspruch. Während dieser Segnung erklangen die Glocken unserer Kirche.

Bei dem anschließenden Abendmahl waren aufgrund der großen Gemeinde vier zusätzliche Tische aufgestellt wor-den und die neuen PfarrerInnen durften ihre erste "Amtshandlung" durchführen.

Ein weiterer schöner Höhepunkt war das Lied "Christ be beside me", das die frischen PfarrerInnen a Capella vor-trugen.

Mit der kraftvollen Fuge G-Dur von Bach, an der Orgel Kirchenmusikdirektor Stephan Peter Herrman, endete nach zweieinviertel Stunden dieser sicherlich unvergeßliche Gottesdienst.

Draußen - etwas abseits - gab es noch ein Gruppenbild für die HNA.

Ein Bericht von Lothar F. Wiehler


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