Ev. Kirche Birstein

Kirchgasse 7
63633 Birstein

Informationen zur Kirche

Sehenswertes

In der Kirche gibt es Buntfenster mit figürlichen Darstellungen und mit der alten, 1913 abgebrandten, Kirche. Im Kircheninneren ist viel mit Holz gearbeitet worden. Die Kanzel ist ein handwerkliches Kunststück. Es gibt eine große Orgel. An der Außenfassade finden sich Spruchplatten (memento mori). Neben der Kirche ist ein fürstliches Grab.

Geschichtliches

1478 Erste Erwähnung einer Dorfkapelle in einem Vertrag zwischen dem Pfarrer von Unterreichenbach und der Gemeinde Birstein.
1535 Der von der Reformation geprägte Reinhard v. Isenburg übernimmt das Patronat der Dorfkapelle und erwirbt das Präsentationsrecht für Prädikanten und Pfarrer in Birstein.
Seit dieser Zeit dient die Kapelle und spätere Kirche als Begräbnisstätte der gräflichen (später fürstlichen) Familie, woran die in der Kirche und an der Außenmauer der Kirche aufgestellten Grabsteine erinnern. Mit Beginn des 19. Jahrhunderts wird die Kirche als Begräbnisstätte geschlossen. Fürst Karl v. Isenburg (+ 1820) legte den für die fürstliche Familie bestimmten Friedhof neben der Kirche an, auf dem er als erster seine Ruhestätte fand.
In Birstein und in seiner Kapelle wirkte der gräfliche Hofprediger Pfarrer Anton Praetorius. Als es 1597 zu einer Folterung von angeblichen Hexen kam, schritt er energisch für die Frauen ein. Er war damit einer der allerersten, der sich überhaupt gegen Hexenprozesse stellte.
1701 Umbau der Kapelle zu einer Kirche: eine zweite Empore wird errichtet, Seitenmauern und Turm werden erhöht. Die Jahreszahl 1701 erscheint im schmiedeeisernen Kreuz auf dem Turm, das beim Brand der Kirche im Jahr 1913 erhalten blieb.
1913 Am 7. Januar wird die seit 211 Jahren bestehende Kirche durch einen Brand vollständig zerstört. Noch im gleichen Jahr beginnt unter Pfarrer Julius Hufnagel der Wiederaufbau. Es wird ein Chorraum an der Nordseite der Kirche hinzugefügt.
1914 Einweihung der neuen Kirche am 19. April, drei Monate vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges, durch Generalssuperintendent Karl Fuchs aus Kassel unter dem Bibelwort „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden“ (Joh. 16,33). Die Kaiserin Auguste Victoria schenkt die Altarbibel und versieht sie mit einer eigenhändigen Widmung.
Die Kanzel wird originalgetreu nach einer Fotografie der alten Kanzel von Herrn Maldfeldt aus Meerholz hergestellt.

Die beiden figürlichen Fenster im Chorraum sind eine Stiftung der Familie Lomb aus Rochester (USA), für ihre Heimatkirche.
Die Buntfenster in der „Fürstenloge“ zeigen die Wappen der Grafen und Fürsten v. Isenburg.
Die vier im Turm befindlichen Glocken stammen aus den Jahren 1920 und 1953 und wurden von den Glockengiessereien in Apolda (Thüringen) und Sinn (Dillkreis) gegossen.

Die heutige Orgel wurde von der Firma Mitteldeutscher Orgelbau Voigt gebaut und 2002 festlich eingeweiht.

Hinweise

Birstein bezeichnet sich als die \"Perle des Vogelsberges\" und liegt am Vulkanradweg. Die Landschaft ist sehr schön. Von der Kirche bis zum bewohnten Schloss (Alexander Prinz von Isenburg) mit Schlosspark sind es ca. 250 m Fußweg. Dort gibt es auch zwei Lokale in unmittelbarer Nähe.

Weitere Informationen

  • Wir nehmen am Programm "Offene Kirchen in Kurhessen-Waldeck teil.
  • Wir führen das Signet "Verlässlich geöffnete Kirche".
  • Wir liegen an einem Rad- oder Wanderweg.

Öffnungszeiten

Hinweise zu den Öffnungszeiten:

Täglich von 8.30 - 19.30 Uhr geöffnet. Falls mal vergessen wurde aufzuschließen, bitte im Pfarramt nebenan klingeln.

Gottesdienst:
Sonntags 10 Uhr. Ausnahme: letzter Sonntag im Monat 18.00 oder 19.00 Uhr

Infokontakt

Pfr. und Pfrin. Dürmeier
pfarramt.birstein@ekkw.de
06054-401

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.ev-kirchengemeinde-birstein.de

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Übersicht

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