Neustädter Kirche St. Katharina

Neustädter Kirchplatz 7
37269 Eschwege

Informationen zur Kirche

Sehenswertes

Ruhe genießen - Kraft schöpfen - Atem holen - für einen Moment der Geschäftigkeit und Betriebsamkeit des Alltags entfliehen - eintauchen in die ganz andere Atmosphäre dieses alten Gebäudes - Stille erfahren - zu sich selbst finden - Zwiesprache mit Gott halten - in der Bibel lesen - ein Dank- oder Bittgebet aufschreiben und an die Gebetswand hängen - eine Kerze für sich selbst oder im Gedenken an einen lieben Menschen anzünden und auf den Weltkugelleuchter stellen - sich in das Gästebuch eintragen - mit seinen Kindern oder Enkeln die würdevolle Stille dieser alten Kirche erleben - Gottesdienst feiern: dazu laden wir in die Neustädter Kirche St. Katharina herzlich ein.

Geschichtliches

Die Neustädter Kirche St. Katharina ist die zweitälteste Kirche der Stadt Eschwege. In ihrer Stilreinheit ist die Kirche eine der letzten Nachfolgebauten der gotischen Elisabethkirche in Marburg, die 1285 geweiht wurde. Sie ist eine dreischiffige, spätgotische Hallenkirche, getragen von acht schlanken Rundstützen mit unten je vier Diensten und oben den Laubkapitellen. Zu sehen sind Netz-, Stern- und Kreuzgewölbe.

Die erste urkundliche Erwähnung des Eschweger Stadtteils "Neustadt" erfolgte 1306 als indirekte Erwähnung über ein Gebäude in der "Altstadt". Bei einer Neuorganisation der Kirchen in der Stadt Eschwege wurden 1340 die St. Katharinenkirche als Kapelle des Stadtteils Neustadt und die Kapelle St. Godehard (später Nikolaikirche, heute als Rest dieser Kirche noch der Nikolaiturm) zu eigenständigen Pfarreien erklärt. Die Kapelle, seit 1340 Pfarrkirche der Neustadt, war die Vorgängerin der jetzigen Kirche. Bei Bauarbeiten wurden 1998 unter dem Chorraum Reste der Grundmauern dieser Vorgängerkirche gefunden. Sie war fast genauso lang wie die heutige Kirche, nur etwas schmaler.
Als westlicher Abschluss dieser älteren Kirche wurde ab 1374 (Inschrift) der ältere (untere) Teil des bis heute erhaltenen Turms angefügt. Er reichte ungefähr bis zur Höhe des Zifferblattes der Turmuhr. Laut einer Inschrift von 1436 schloss sich der Baubeginn der Sakristei an. Der Chorraum, der 1474 begonnen worden war, wurde 1480 fertiggestellt.
Das Langhaus entstand in den Jahren 1484 bis 1492, die Einwölbung wurde 1520 abgeschlossen, wie die Jahreszahl am Schlussstein belegt. Bis zur Reformation hatte die Kirche damit weitgehend ihre noch heute erkennbare Bauform erreicht. Nach Einführung der Reformation in Hessen ab 1537 wurde die Kirche evangelische Pfarrkirche.
Auf einem alten Gewölbeschlussstein, der in der Vorhalle der Kirche ausgestellt ist, befindet sich eine Darstellung der Katharina von Alexandria, der Namenspatronin der Neustädter Kirche.

Der größte Kunstschatz der Kirche ist die 1509 von Heinrich von Eschwege (Wappen über der Kanzel: \"Heinrich von Eschewe 1509\") gestiftete Kanzel. Die reichgegliederte Steinkanzel ist die bedeutendste spätgotische Kanzel in Hessen überhaupt. Glücklicherweise hat sie die von Landgraf Moritz dem Gelehrten 1606 angeordnete Zerstörung aller kirchlichen Kunstwerke überstanden.
Das linke Bildwerk zeigt Maria, die Mutter Jesu, mit dem Kind. Maria ist mit einer Krone auf ihrem Haupt als Himmelskönigin dargestellt. Sie ist in der Kleidung einer jungen Bürgerfrau des 16. Jahrhunderts dargestellt. Die Weltkugel in der rechten Hand ist entweder ein Zeichen für die wissenschaftlichen Erkenntnisse des 16. Jahrhunderts (Kopernikus) oder ein Hinweis auf die universale Bedeutung des Heilsgeschehens, weil mit Jesus eine Veränderung der ganzen Welt begonnen hat. Der Zeigefinger Jesu weist in eine aufgeschlagene Bibel.
Dies ist Hinweis auf die Offenbarung Gottes im Wort der Bibel. Jesus selbst ist das fleischgewordene Wort Gottes. Das Kind mit den Gesichtszügen eines Erwachsenen ist ein Hinweis auf die Bedeutung Jesu für alle Zeiten.
An der Vorderseite der Brüstung ist Christus als Schmerzensmann zu sehen. Er ist an den Händen gebunden. Auf dem Haupt trägt er die Dornenkrone. Auf der Fahne eines Zepterstabes, der auf seine Verspottung als König der Juden hinweisen soll, steht "ECCE HOMO". Es sind die Worte des Pilatus: "Seht, welch ein Mensch!" (Johannes 19,5).
Das rechte Bildwerk, zum Seitenschiff weisend, zeigt Maria von Bethanien. Sie hält ein Salbgefäß in der Hand. Diese Frau salbte Jesus vor seinem Leidensweg mit kostbarem Öl die Füße (Johannes 12, 1-11).

Hinweise

Außerhalb der Öffnungszeiten ist der Schlüssel erhältlich bei:
Pfarramt 2, Rosengasse 1
Pietät Köther, Neustadt 96 (gegenüber Kirche)

Weitere Informationen

  • Wir nehmen am Programm "Offene Kirchen in Kurhessen-Waldeck teil.
  • Wir führen das Signet "Verlässlich geöffnete Kirche".
  • Bei uns kann man in der Bibel lesen.
  • Wie bieten Führungen an.
  • Wir sind auf behinderte Menschen eingestellt.
  • Bei uns gibt es Angebote für Kinder.
  • Wir liegen an einem Rad- oder Wanderweg.

Öffnungszeiten

Montag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Dienstag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Mittwoch von 10:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Freitag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Samstag von 10:00 bis 17:00 Uhr
Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr

Gottesdienst:
Sonntag, 10.00 Uhr, jeden ersten Sonntag im Monat um 18.00 Uhr

Infokontakt

Ev. Stadtkirchengemeinde Eschwege; Pfarrer Sebastian Werner
Pfarramt2.Eschwege-Stadtkirche@ekkw.de
05651/31164

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.kirchenkreis-eschwege.de

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