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TransFair

Frankfurt a.M. (epd). Das «TransFair»-Siegel auf Schokoladentafeln, Kaffeepackungen oder Honiggläsern signalisiert: Diese Produkte stammen von Bauern und Kooperativen in Entwicklungsländern, die mehr als den Weltmarktpreis erhalten haben. TransFair mit Sitz in Köln ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, den «fairen Handel» mit Afrika, Asien und Lateinamerika zu fördern. Dabei handelt er nicht selbst mit Waren, sondern vergibt gegen Lizenzgebühren sein Siegel für fair gehandelte Produkte an unterschiedliche Firmen.

Mitglieder bei TransFair sind 38 überwiegend kirchliche Institutionen, darunter die Hilfswerke «Brot für die Welt» und Misereor sowie UNICEF. Zurzeit bieten 67 Unternehmen in Deutschland Waren mit dem Transfair-Siegel an: Kaffee, Tee, Orangensaft, Honig, Bananen, Kakao und Süßigkeiten. 40 Prozent der Waren tragen zusätzlich ein Biosiegel. Zu kaufen gibt es Transfair-Produkte in rund 22.000 Supermärkten und 800 Weltläden.

Zu den Kriterien, nach denen das Siegel vergeben wird, zählen neben den höheren Preisen der direkte Einkauf bei den Erzeugern, langfristige Lieferbeziehungen und die Vorfinanzierung der Ernte. Dadurch werden nach Transfair-Angaben die Lebensverhältnisse von einer halben Million Bauern und Arbeiter in 35 Ländern verbessert.

Kontrolliert wird die Einhaltung der Transfair-Kriterien durch den Verein selbst und die internationale Dachorganisation FLO. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Deutschland Transfair-Waren im Wert von 56 Millionen Euro verkauft. Zwei Drittel des Umsatzes machte Kaffee aus. (23.9.2002)
2005-10-27

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