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Karfreitag

Frankfurt a.M. (epd). An Karfreitag erinnern Christen an das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz. Die von Jesus von Nazareth ausgehende Bewegung schien mit dessen gewaltsamem Ende zunächst abgeschlossen. Nach der Kreuzigung und der von den Jüngern bezeugten Auferstehung Christi an Ostern nahm das Christentum jedoch erst seinen Anfang.

Die Kreuzigung sei allein von der Auferstehung an Ostern her zu verstehen, betonen Theologen. Jesus Christus habe mit seinem Opfer «unsern Leib und unsere Seele von der ewigen Verdammnis» erlöst, so der protestantische Heidelberger Katechismus von 1563. Daher gilt der Karfreitag als höchster Feiertag der evangelischen Kirche. Der Grundgedanke über alle Konfessionen hinweg ist dabei: Im Leben und Sterben Jesu ist «Gott selbst zur Welt gekommen». Das Kreuz symbolisiert die Zuwendung Gottes zu den Ärmsten der Welt.

Karfreitag leitet sich ab vom althochdeutschen «Kara» für Klage und Trauer. In den meisten Gemeinden schweigen die Glocken zu den Gottesdiensten. Manchmal ist der Altar schwarz verhängt. Taufen oder Trauungen finden nicht statt. Der Tod Jesu am Kreuz ist eines der historisch am besten gesicherten Ereignisse der Geschichtsschreibung. In vielen weiteren nichtchristlichen und christlichen Texten wird Jesu Tod und Todesart bezeugt, wenn sich auch das Jahr nicht exakt bestimmen lässt. (15.4.2003)
2005-10-27

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