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Erntedankfest

Frankfurt a.M. (epd). Mit dem Erntedankfest erinnern Christen am Sonntag an den engen Zusammenhang von Mensch und Natur. Der Dank in den Gottesdiensten gilt in erster Linie der Vielfalt des Lebens und der täglichen Nahrung. Mit dem Erntedankfest soll zudem deutlich gemacht werden, dass der Mensch die Schöpfung nicht unter Kontrolle hat und auf Gott angewiesen bleibt.

Der Mensch ist nach der Bibel selbst Teil der Schöpfung. Christen haben sich in der Vergangenheit daher wiederholt gegen die Zerstörung der Umwelt, Manipulationen am Erbgut sowie Missbrauch der Biotechnik ausgesprochen. Die Themen Umweltschutz und Gentechnik spielen daher an diesem etwa seit dem dritten Jahrhundert begangenen Kirchenfest in der Gegenwart eine immer größere Rolle.

Mit der bei diesem Fest in den Mittelpunkt gerückten Bitte des Vaterunsers «Unser tägliches Brot gib uns heute» wird zugleich an die Hungerkatastrophen in den ärmsten Ländern der Erde und besonders an die Millionen unterernährten Kinder weltweit erinnert. Im christlichen Verständnis gehören das Danken und Teilen zusammen. Erntedank-Gottesdienste sind daher häufig mit einer Solidaritätsaktion zu Gunsten Not leidender Menschen verbunden.

Traditionell werden die Altäre zum Abschluss der Ernte mit Feldfrüchten festlich geschmückt. Auch Kindern soll das Erntedankfest die Zyklen des Jahreslaufes und der Nahrungsproduktion bewusst machen. Es soll zeigen, dass die Milch nicht aus der Tüte oder Gemüse aus der Dose kommt. Termin für Erntedank ist traditionell der erste Sonntag im Oktober. Viele Gemeinden feiern das Fest der Schöpfung Gottes allerdings bereits Ende September. (3.10.2002)
2005-10-27

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