a987

Allerheiligen und Allerseelen

Frankfurt a.M. (epd). In der katholischen Kirche wird am 1. November traditionell an alle Heiligen erinnert. Das Allerheiligenfest, das seit Papst Gregor IV. (827 bis 844) alljährlich am 1. November begangen wird, hat seinen Ursprung im Orient. Dort kannte man bereits um die Wende zum 5. Jahrhundert einen Märtyrertag, an dem all derer gedacht wurde, die ihren christlichen Glauben vorbildlich gelebt und als Märtyrer gestorben sind.

Später wurde zudem der 2. November zum Allerseelentag erklärt. Dieser Gedenktag gilt dem Gedächtnis der verstorbenen Gläubigen. Man betet für ihre Seelen. Zum Zeichen dafür, dass sie von den Lebenden nicht vergessen wurden, schmückt man die Gräber auf den Friedhöfen mit Blumen und Kerzen. Während die Blumen an die Vergänglichkeit des Lebens erinnern, symbolisieren die Kerzen das «Licht des Lebens».

Heutzutage wird kaum noch eindeutig zwischen dem Fest der Heiligen und dem Fest der armen Seelen unterschieden. Allerheiligen und Allerseelen sind weitgehend zu einer kirchlichen Gedenkfeier geworden, bei der an alle Toten erinnert wird. In fast allen Religionen gibt es die Praxis der Heiligenverehrung. Die Heiligen seien Vorbilder und Fürsprecher vor Gott, erklärt der katholische Weltkatechismus. (30.10.2003)
2005-10-27

Übersicht

Hier gelangen Sie wieder zurück zur vorherigen Übersicht:

zurück