a998

Passahfest

Frankfurt a.M. (epd). Das Passahfest ist das wichtigste Familienfest im Judentum. Es wird nach dem jüdischen Kalender im Monat Nissan, in diesem Jahr vom 17. bis 24. April, gefeiert. Passah - auf hebräisch «Pessach» - bedeutet «vorübergehen», «verschonen» und erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten. Nach den Berichten im zweiten Buch Mose ließ Gott die erstgeborenen Kinder der Ägypter töten, verschonte aber die Israeliten und verhalf ihnen zur Flucht aus der ägyptischen Knechtschaft.

Weil bei der Flucht keine Zeit mehr blieb, den Brotteig aufgehen zu lassen, wird Passah auch das Fest der ungesäuerten Brote genannt. Orthodoxe Juden essen an Passah nur die vor dem Fest speziell gebackenen Mazzoth (Matzen), ungesäuerte Brote, und reinigen ihren Haushalt von jeglichem Sauerteig und Hefe. Das Fest begann bereits am Vorabend des 17. April. Nach dem Abendgottesdienst wird in den Familien das Sedermahl gefeiert, bei dem die Geschichte der Flucht aus Ägypten erzählt wird.

Es werden Speisen gereicht, die symbolischen Charakter haben und an die Ereignisse des Auszugs aus Ägypten erinnern: ungesäuertes Brot, geröstetes Lamm, bittere Kräuter mit geriebenem Meerrettich, die an die Bitterkeit der Sklaverei erinnern sollen, sowie eine Süßspeise aus Äpfeln, Nüssen und Wein, die den Lehm zum Pyramidenbau darstellt.

Dazu werden in bestimmten Abständen vier Gläser Wein getrunken, die die vier Verheißungen Gottes an das Volk Israel symbolisieren: Gott will die Juden aus Ägypten herausführen, sie erretten, erlösen und als sein Volk annehmen (2. Mose 6). Nach den neutestamentlichen Berichten war die letzte Mahlzeit Jesu mit seinen Jüngern, das Abendmahl, ein Essen zum Passahfest. (16.4.2003)
2005-10-27

Übersicht

Hier gelangen Sie wieder zurück zur vorherigen Übersicht:

zurück