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Herzlich Willkommen im Kirchenkreis Hersfeld

Herzlich Willkommen im Kirchenkreis Hersfeld! Schön, dass Sie den Weg zu uns gefunden haben. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einige Eindrücke über die kirchliche Arbeit bei uns vermitteln. Wenn Sie sich in unserem Angebot einmal umschauen, werden Sie schnell merken, daß wir viel zu bieten haben. Viel Freude bei uns!

Ihr
Ulrich Brill, Dekan



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Tief beeindruckt vom hohen Engagement vor Ort

Bischof Prof. Dr. Martin Hein besuchte vom 11. bis 14. Mai 2012 den evangelischen Kirchenkreis Hersfeld. Auf seinem Weg durch den Kirchenkreis begleiteten ihn Pfarrer Dr. Frank Hofmann, der persönliche Referent des Bischofs, Pröpstin Sabine Kropf-Brandau, Dekan Ulrich Brill, Pfarrer Volker Drewes, stellvertretender Dekan, und Pfarrer Holger Grewe, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis. Zu Beginn traf er sich mit den Pfarrerinnen und Pfarrern des Kirchenkreises im Rahmen der Pfarrkonferenz. Prof. Dr. Hein dankte den Kolleginnen und Kollegen für ihre Arbeit. Er machte ihnen Mut, die Bibeltexte, die sie bewegen und ansprechen, für ihre Gemeindearbeit fruchtbar zu machen.

Anschließend wohnte der Bischof der Einweihung der geschichtlichen Hinweistafeln in der ev. Kirche Raboldshausen bei. Nach der feierlichen Enthüllung einer Tafel durch den Bischof und die Pröpstin des Sprengels Hersfeld, Sabine Kropf Brandau, folgten in der anschließenden offiziellen Feier in der neu renovierten Kirche Grußworte des Vorsitzenden des Förderkreises Kirche Raboldshausen, Martin Bieber, von Albert Hess, dem Architekten, der die Renovierungsarbeiten in der Kirche geleitet hatte, und von Bischof Hein selbst. Der Bischof verlieh seiner Freude hierüber Ausdruck, wie viele Menschen mit Begeisterung und Ausdauer an der Renovierung der Kirche mitgewirkt hatten. Er gab den Anwesenden mit auf den Weg: „Schonen Sie ihre Kirche nicht und nutzen Sie sie zu unterschiedlichen Anlässen!“ Umrahmt wurde die Einweihungsfeier vom Frauenchor des evangelischen Kirchspiels Raboldshausen und dem evangelischen Posaunenchor Raboldshausen. Die Feier klang mit einem Empfang bei Kaffee und Kuchen im ev. Vereinshaus Raboldshausen aus.

Perspektiven der gemeindlichen Arbeit vor Ort wurden beim anschließenden Gespräch mit dem Leiter des Kirchenkreisamtes für die Kirchenkreise Rotenburg und Hersfeld, Alexander Reitz, im Tagungszentrum Burg Neuenstein ausgetauscht. Hierbei wurde der Gebäudebedarfsplan, der gerade von der Kreissynode verabschiedet worden war, ausführlich besprochen. Der Bischof würdigte hierbei das Vorhaben der Kreissynode, einen Perspektivausschuss zu gründen. Angesichts wachsender finanzieller Herausforderungen sollen hierdurch neue Formen der Zusammenarbeit mit Kommunen und Vereinen bezüglich der vorhandenen Gebäude entwickelt werden.
Anschließend stand das Treffen mit Bürgermeistern und der ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz auf dem Programm. Im Rahmen dieses Treffen wurde das Projekt „Lutherpfad“, das aus der Zusammenarbeit anlässlich des „Festivals der Reformation“ hervorgegangen war, von Sigrid Wetterau von der Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg vorgestellt.

Am Abend besichtigte die Delegation unter der Führung von Bischof Hein den Betrieb der Firma GLS in Neuenstein-Obergeis. Das Unternehmen ist eines der fünf großen, europaweit tätigen Logistikunternehmen. Exemplarisch wurde es ausgewählt, weil in der Region Hersfeld die Logistikbranche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist. Herr Immen von der Geschäftsführung des Unternehmens führte mit großer Offenheit und Sachkompetenz über das Betriebsgelände. Pfarrer Dr. Jochen Gerlach, Leiter des Referates Wirtschaft-Arbeit-Soziales im Landeskirchenamt, nahm auch an der Führung teil.

Am Samstag stand nach dem anfänglichen Treffen mit dem Kirchenkreisvorstand das Treffen mit den Jugendlichen des Projektes Jugend 2010 im Stadtteil Bad Hersfeld-Hohe Luft an. Die beiden Pfarrer, die das ökumenische Projekt ins Leben gerufen hatten, Carsten Röhr von der evangelischen Auferstehungsgemeinde und Christian Sack von der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius, empfingen zusammen mit einigen Jugendlichen den Bischof. Anschließend kam es zum Treffen mit einigen Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bad Hersfeld.

Am Abend dankte Bischof den anwesenden Lektorinnen und Lektoren sowie Prädikantinnen und Prädikanten des Kirchenkreises für ihre Arbeit. „Ohne Sie könnte unsere Kirche nicht dieses dichte Netz an Gottesdiensten aufrechterhalten“, machte der Bischof den ehrenamtlichen Predigerinnen und Predigern Mut zum weiteren Dienst in ihrer Kirche. Ein Gesprächspunkt war unter anderem die Kasseler Lektorenpredigt. Pfarrer Reinhard Brand, Leiter des Referats Gemeindeentwicklung und Mission im Landeskirchenamt nahm die Anregungen der Anwesenden diesbezüglich mit nach Kassel.
Am Sonntag stand zunächst die Wiedereinweihung der evangelischen Kirche Meckbach auf dem Programm. Im Festgottesdienst hielt Bischof Hein die Festpredigt. Pfarrerin Karin Ludwig-Heiderich freute sich mit dem Bischof über eine gut gefüllt Kirche. Am Abend besucht Prof. Dr. Hein selbst den Gottesdienst der Lektorin Cornelia Mohr. In einem Gottesdienstnachgespräch würdigte er nochmals die wichtige Arbeit aller ehrenamtlichen Predigerinnen und Prediger.
Der Montag bildete schließlich den Abschluss der Bischofsvisitation. Er begann mit einem Treffen mit Gerhard Ferenszkiewicz, dem Rektor der Werratalschule Heringen, einer kooperativen Gesamtschule mit Oberstufe. Anwesend waren weitere Lehrerinnen und Lehrer, die wie der Rektor selbst Religion unterrichten. Danach fand ein Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der 11. Klasse statt. Die Schülerinnen und Schüler fragten interessiert nach und gaben auch ihre eigene Meinung preis, beispielsweise zu Gottesdiensten und der Kirche im Bereich der neuen Medien wie etwa facebook. So entstand eine angeregte Diskussion, die allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben wird.

Anschließend stellte Pfarrerin Jutta Preiß-Völker die Arbeit des Zweckverbands für Diakonie in den Kirchenkreisen Hersfeld und Rotenburg vor. Nach einer Führung durch die Häuser der Diakonie am Kirchplatz kam es zu einem abschließenden Gespräch zwischen den Mitarbeitenden des Zweckverbands und der Delegation. Anwesen war auch die Dekanin des Kirchenkreises Rotenburg, Gisela Strohriegl. Unter anderem kam auch der schmerzliche Konsolidierungsprozess zur Sprache, dem nicht nur die Landeskirche und die Kirchengemeinden sondern auch die landeskirchlich finanzierte Diakonie sowie die Diakonie in freier Trägerschaft unterliegen. Prof. Dr. Hein hob die Bedeutung der Arbeit der Diakonie für die Ortsgemeinden hervor. Schließlich stellte er fest: „Sie sind ein Gesicht der Kirche.“
Der Bischofsbesuch endete mit einer Pressekonferenz, auf der Prof. Dr. Hein die Situation des Kirchenkreises mit zwei Begriffen umschrieb: Der Kirchenkreis befinde sich sowohl im Umbruch als auch im Aufbruch. Im Umbruch, weil die finanzielle Situation sowie die Pfarrstellenanpassung und der Gebäudebedarfsplan zum Umdenken zwinge und die Menschen dazu bringe, lieb gewordenen Gewohnheiten in der alltäglichen Gemeindearbeit kritisch zu überprüfen und gegebenenfalls zu verändern. Im Aufbruch, weil dadurch auch neue Ansätze und Wege möglich würden, die auf der Ebene der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises schon erkennbar seien. „Ich bin tief beeindruckt von der hohen Identifikation der Menschen vor Ort mit ihrer Kirche und von dem daraus resultierenden hohen Engagement.“ Mit dieser Mut machenden Bilanz verabschiedete sich Bischof Prof. Dr. Martin Hein aus dem Kirchenkreis Hersfeld.

 

(Foto: medio.tv/Schauderna)

Linktipp:

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