Aktuelles

Martinstag – Ein Tag später!

Weil der Martinstag (11.11.) in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, wird er an der Martinskirche erst einen Tag später gefeiert, am Montag, den 12. November. Morgens um 8 Uhr findet der Frühgottesdienst statt. Im Anschluss sind alle Teilnehmenden zu einem Martinsfrühstück eingeladen.

Um 16.30 Uhr startet der traditionelle Laternenumzug auf dem Martinsplatz. Der Zug überquert die Fulda auf der Karl-Branner-Brücke und trifft dort die Kinder aus der Unterneustadt. Gemeinsam geht es dann weiter über die Drahtbrücke wieder zurück in die Martinskirche, wo es gegen 17.30 Uhr eine Andacht gibt. Natürlich bekommen zum Schluss alle Kinder einen Martinswecken mit auf den Weg. (06.11.2018)
Foto: Dieter Schuetz/pixelio.de

Organist und Glockenspieler
Trauer um Wilhelm Ritter

Wilhelm RitterDie Evangelische Kirchengemeinde Kassel Mitte trauert um Wilhelm Ritter. Wilhelm Ritter verstarb am Montag (29.10.2018), fünf Tage vor seinem 68. Geburtstag, nach kurzer schwerer Krankheit.

Wilhelm Ritters Passion war zeitlebens die Musik. Als Glockenspieler, Carillonneur, an der Karlskirche, war er eine Institution in Kassel und erlangte über die Grenzen Deutschlands hinaus große Bekanntheit und einen hervorragenden Ruf. Er studierte an der Königlichen Glockenspielschule im belgischen Mechelen. Auf unzähligen europäischen Glockentürmen hat er gespielt. Er organisierte Glockenspielfestivals, zunächst in Aschaffenburg und später auch in Kassel, wo er internationale Kollegen in die Karlskirche einlud. Unzählige Besucherinnen und Besucher führte er auf den Turm der Karlskirche, um das Glockenspiel zu zeigen.

Als Organist saß er vor allem an St. Martin auf der Orgelbank. Erst vor einem Jahr ehre die Kirchengemeinde  Wilhelm Ritter für 50 Jahre Organistendienste. Für sein kirchenmusikalisches Wirken verlieh ihm die Landeskirche die Philipp-Nicolai-Medaille.

Als Chorleiter und Musiklehrer hat er, der Pädagoge im Hauptberuf war, seine Liebe und Begeisterung für die Musik an Generationen von Schülerinnen und Schüler weitergetragen.

Bis zu seiner Erkrankung hat sich Wilhelm Ritter auf vielfältige Weise für die Musik, und bis zuletzt auch für die Renovierung der Karlskirche, engagiert. Mit einem Wunschkonzert warb er beispielsweise um Spenden für die Renovierungsarbeiten.

An seiner Seite war stets seine Frau Gabriela, die die Leidenschaft für Musik mit ihm teilte. Möge Gott sie, wie auch seinen Sohn und dessen Familie trösten. Die Kirchengemeinde Kassel-Mitte wird Wilhelm Ritter ein ehrendes Andenken bewahren.

Am kommenden Sonntag, 4. November, wird das Glockenspiel der Karlskirche ab 9.30 Uhr zum Gedenken an Wilhelm Ritter erklingen. „Auf dem Karlsplatz vor der Kirche gibt es Gelegenheit, seiner gemeinsam zu gedenken“, sagt Pfarrerin Inge Böhle. Um 10 Uhr findet dann ein Gottesdienst im Saal der benachbarten Musikakademie statt, wo während der Renovierung der Karlskirche alle vier Wochen Gottesdienst gehalten wird.

Die Beisetzung wird auf Wunsch der Familie im kleinen Kreis stattfinden. Statt Kränze hätte sich Wilhelm Ritter Spenden für die Renovierung der Karlskirche gewünscht, sagt seine Frau.

Spendenkonto:
Kirchengemeinde Kassel-Mitte / Karlskirche
Kasseler Sparkasse
IBAN: DE78 5205 0353 0000 0549 91
BIC: HELADEF1 KAS
Fotos: medio.tv/schauderna, Heike Schaaf u.a.

Martinskirche
Gedenken: 75 Jahre Zerstörung Kassels im 2. Weltkrieg

Am 22. Oktober jährt sich das Schreckensdatum der Kasseler Geschichte zum 75. Mal: 1943 kamen bei einem Bombenangriff auf Kassel bis zu 10.000 Menschen ums Leben. Die Altstadt wurde fast vollständig zerstört. Aus diesem Anlass finden in der Kasseler Martinskirche eine offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Kassel und der traditionelle ökumenische Gottesdienst statt.

Die Veranstaltung der Stadt Kassel beginnt um 18 Uhr unter anderem mit Oberbürgermeister Christian Geselle. Im Mittelpunkt stehen Berichte von Zeitzeugen, die Bombenhagel, Feuersturm und die fast völlige Zerstörung des alten Kassel miterlebt haben. Nach einer Pause beginnt um 19.30 Uhr der ökumenische Gedenkgottesdienst, in dem Bischof Dr. Martin Hein die Predigt hält und KMD Eckhard Manz die Orgel spielt. Ab 20.44 Uhr, zu dem Zeitpunkt, als 1943 der Bombenangriff begann, wird die Osanna-Glocke läuten. Gleichzeitig beginnt ein stadtweites, zehnminütiges Trauergeläut, das zum Frieden mahnen will. (11.10.2018)

Bild: Die Vaterunser- und die Osannaglocke der Martinskirche.

Ökumenischer Pilgerweg am Tag des Flüchtlings

Der 3. Ökumenische Pilgerweg durch Kassels Innenstadt findet am Freitag, 28. September, unter dem Motto „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (Markus-Evangelium, Kapitel 25, Vers 43) statt. Evangelische Gemeinden, Katholische Kirche, Evangelische Jugend Kassel, Diakonisches Werk Region Kassel und der Caritasverband Nordhessen-Kassel laden am Tag des Flüchtlings dazu ein. Der Pilgerweg führt zu sechs Orten, an denen Geflüchtete Unterstützung zur Integration finden: in Form von Erst- und Rechtsberatung, bei Spracherwerb und Schulbildung, bei Arbeitsvermittlung und Wohnungssuche.

Start ist um 17.00 Uhr an der Martinskirche (Martinsplatz).

Die weiteren Stationen und Zeiten:
17.15 Uhr Caritasverband Nordhessen-Kassel im Kolpinghaus, Die Freiheit 2
17.45 Uhr  i-Punkt Familientreffpunkt International des Diakonischen Werkes Region Kassel, Wildemannsgasse 4
18.15 Uhr Oscar-von-Miller-Schule, Weserstraße 7
18.50 Uhr Obelisk auf dem Königsplatz
19.25 Uhr Kommunale Arbeitsförderung, Wilhelmstraße 10
19.50 Uhr Café Hallo im CVJM, Wolfsschlucht 21.

An den Stationen erhalten die Pilgerinnen und Pilger fachkundige Informationen. Zum gemeinsamen Nachdenken regen Gebete, Gesang oder eine kleine Aktion an.

„Viele Kirchengemeinden und Institutionen engagieren sich in der Arbeit mit Geflüchteten und helfen ihnen dabei, sich in Deutschland zurechtzufinden. Als Christen sehen wir uns an ihrer Seite und möchten dazu beitragen, dass sie in unserer Gesellschaft, in unserer Stadt eine neue Heimat finden“, sagt Pfarrerin Inge Böhle von der Evangelischen Kirchengemeinde Kassel-Mitte.

Interessierte, Engagierte und Geflüchtete sind herzlich eingeladen, gemeinsam die Angebote für und Unterstützer von Geflüchteten kennenzulernen und sich mit ihnen zu solidarisieren.

Kontakt:
Pfarrerin Inge Böhle, Tel.: 0561/772376, Pastoralreferentin Beatrix Ahr, Tel.: 0561/87057775

Veranstalter: Ev. Kirchengemeinden Kassel-Mitte und Südstadt, Diakonisches Werk Region Kassel, Evangelische Jugend Kassel, Katholische Kirche Kassel, Caritasverband Nordhessen-Kassel

Hintergrund: Tag des Flüchtlings
Der Tag des Flüchtlings findet im Rahmen der bundesweit jährlich stattfindenden Interkulturelle Woche (IKW) statt. Die IKW ist eine Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 immer Ende September statt.

Ein zentrales Anliegen der Initiative ist, durch Begegnungen und Kontakte im persönlichen Bereich ein besseres gegenseitiges Verständnis von Deutschen und Zugewanderten zu entwickeln und zum Abbau von Vorurteilen beizutragen.
(07.09.2018)

Renovierung der Karlskirche steht bevor
Noch sind viele Spenden nötig

Viele Menschen besuchen Jahr für Jahr die Karlskirche zu Gottesdiensten und Gebet, zu Konzerten und Vorträgen. Sie kommen in großer Zahl zur jährlichen Krippenausstellung und hören gern das Glockenspiel. Die Karlskirche ist für viele Menschen ein besonderer Ort, der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Spenden für die Renovierung der Karlskirche Vor mehr als 300 Jahren wurde sie gebaut. Sie ist die größte Hugenottenkirche in Nordhessen. Ein wichtiges Kulturdenkmal der Stadt- und Regionalgeschichte. Während des Hessentages 2013 wurde sie sogar zur Zukunftskirche.
60 Jahre sind seit dem Wiederaufbau der Kirche vergangen. Seither hat es keine grundlegende Renovierung gegeben. Nun ist die Zeit gekommen, sie im Inneren zu renovieren.
Neben den elektrischen Leitungen rufen die Lautsprecheranlage, die Heizung, die Beleuchtung, der Fußboden nach Erneuerung. Schon lange wünschen sich Besucher erreichbare Toiletten. Der Zugang zur Kirche soll behindertengerecht werden. Ein Gemeinderaum unter der Empore wird entstehen und auch eine Küche, damit man sich mit Kaffee, Tee und anderem auf leichtem Weg versorgen kann.
Die Pläne wurden der Gemeinde nach einem Gottesdienst vorgestellt und für gut befunden. Im Herbst 2017 wird es vorbereitende Arbeiten in der Kirche geben. Von Erntedank bis Silvester 2017 können wir noch Gottesdienst in der Kirche feiern. 2018 bleibt die Kirche dann wegen der Renovierung geschlossen.
Für die Finanzierung wurde das alte Gemeindehaus Ecke Friedrichstraße veräußert. Die Landeskirche und der Stadtkirchenkreis steuern ebenfalls Mittel bei. Aber es reicht noch nicht. 300.000 € fehlen noch.
Wir brauchen Ihre Unterstützung! Sagen Sie es weiter. Helfen sie uns, die Karlskirche zukunftsfähig zu machen, damit sie ein besonderer Ort für viele bleiben kann und wir uns danach gern bei Gottesdiensten, Ausstellungen, Konzerten und anderem wiedersehen.
Allen Spenderinnen und Spendern danke ich im Namen des Kirchenvorstandes im Voraus.

Ihre
Pfarrerin Inge Böhle

Spendenkonto

Kirchengemeinde Kassel-Mitte/Karlskirche
IBAN: DE78 5205 0353 0000 0549 91 | BIC: HELADEF1KAS
Stichwort: Renovierung Karlskirche

Flyer zur Renovierung der Karlskirche hier zum Download (PDF).

Die Renovierung der Karlskirche wird gefördert durch die Evangelische Bank e.G. in Kassel.

 

Vorarbeiten haben begonnen

Orgel der Karlskirche wurde für die Zeit der Renovierung eingehaust.Bereits jetzt haben die ersten Vorarbeiten für die Renovierung begonnen. Damit unsere Orgel bei den Bauarbeiten nicht verschmutzt oder beschädigt wird, wurde sie aufwändig eingehaust. In den nächsten Tagen werden Bohrungen im Fußboden zur Untersuchung des Baugrunds ausgeführt.

Mit einem festlichen Jahresschlussgottesdienst wollen wir uns am 31. Dezember von der Karlskirche verabschieden.
Ab 1. Januar 2018 ist die Karlskirche dann für voraussichtlich ein Jahr wegen der Renovierung geschlossen. Fußboden, Heizung, Elektrik, behindertengerechter Zugang und Toiletten, Einbauten unter der Empore, Beleuchtung, Mikrofonanlage...
Es gibt viel zu tun, damit die Karlskirche weiterhin ein guter Ort für viele bleiben kann

Gottesdienste während der Renovierungszeit

Jeden 1. Sonntag im Monat können wir im Saal der Musikakademie einen Gottesdienst mit Abendmahl feiern. Der Saal liegt im Untergeschoß und ist per Aufzug oder Treppe gut erreichbar. Wir danken der Musikakademie, dass sie uns ihren Raum zur Verfügung stellt. Wie schön ist solche Nachbarschaft!

An den anderen Sonntagen eines Monats sind die Gemeindeglieder in die Unterneustädter Kirche oder in die Martinskirche eingeladen. Pfarrerin Inge Böhle wird dort auch Gottesdienste halten.

Eingehauste Orgel der Karlskirche - Foto: Claus-Dieter Suß

Renovierung der Karlskirche
Grabstätten unter dem Fußboden der Karlskirche entdeckt

Bei Ausschachtungsarbeiten in der Karlskirche sind jetzt zahlreiche Grabstätten unter einer Schuttschicht entdeckt worden. Die hessenArchäologie ließ daraufhin den Kirchenraum untersuchen und die Funde dokumentieren.

Zahlreiche Gräber wurden bei Renovierungsarbeiten in der Karlskirche gefunden. (Foto: Claus-Dieter Suß)Unter der Leitung von Dr. Thilo Warneke wurden in den vergangenen Wochen insgesamt 27 Gräber oder deren Reste freigelegt. Die Mehrzahl der Grüfte ist aus Backsteinen, einige wenige aus Natursteinen, gemauert. Ein Teil der Grabkammern weist Querstreben auf, um mehrere Särge bestatten zu können. Die Grabstätten verteilen sich über den gesamten Innenraum der Kirche. Nur 10 Grüfte sind unversehrt erhalten. Die übrigen sind durch Kriegseinwirkung und Umbauarbeiten beschädigt.

Insgesamt sind 40 Bestattungen dokumentiert. Akten des Staatsarchivs Marburg, die von Dr. Jörg Westerburg durchgesehen wurden, belegen, dass die Bestattungen zwischen 1714 und 1797 erfolgten. Bei der Mehrzahl der Bestatteten handelte es sich um wohlhabende Kasseler Bürger.

DiPfarrerin Inge Böhle erläuterte Mitgliedern des Kirchenvorstands die Funde (Foto: Claus-Dieter Suß)e Karlskirche wurde 1710 als geistliches Zentrum der neu gegründeten Oberneustadt errichtet. 1943 wurde sie beim Bombenangriff auf Kassel weitgehend zerstört und 1957 neu errichtet.

Die Ausgrabung wies auch die Fundamente einer zweigeschossigen Empore, sowie der manegenartigen Bestuhlung der Kirche nach.

Nach Abschluss der Dokumentationsarbeiten werden die Bauarbeiten fortgesetzt. Die Gräber werden dann wieder unter einer Bodenplatte verschwinden.

Die Renovierung der Karlskirche wird gefördert durch die Evangelische Bank e.G. in Kassel.

Fotos:
Gesamtansicht der Grüfte in der Karlskirche.

Pfarrerin Inge Böhle erläutert Mitgliedern des Kirchenvorstands die Funde.
Fotos: Claus-Dieter Suß/KK

360 Grad-Panorama
Virtuelle Rundgänge - Martinskirche und neue Orgel

Im Jahr 2017 wurde die umfassende Renovierung der Martinskirche abgeschlossen und die neue große Orgel eingeweiht. Die Orgel hat bundesweit Beachtung erfahren. Sie ist ein Werk der österreichischen Orgelbaufirmer Rieger in Schwarzach (Österreich) in Zusammenarbeit mit dem norwegisch-deutschen Künstler Yngve Holen, der in Kooperation mit dem Architekten Ivar Heckheim, den avantgardistischen Orgelprospekt entworfen hat.

Besuchen Sie die Martinskirche und die neue Orgel in einem virtuellen Rundgang.