Aktuelles

Alle Gottesdienste an Weihnachten und zum Jahreswechsel auf einen Blick

Ein besinnliche Adventszeit, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das Neue Jahr wünscht Ihnen die Evangelische Kirchengemeinde Kassel-Mitte.

Martinskirche - 8. Dezember 2018
Gedenkkonzert: "... wenn ich an Willi Ritter denke"

Unter dem Motto "... wenn ich an Willi Ritter denke" findet am Samstag,  8. Dezember 2018 um 14 Uhr ein adventliches Konzert im Gedenken an Wilhelm Ritter in der Martinskirche statt. Ein Chor, der sich aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern zusammensetzt, wird Stücke u.a. von Anton Bruckner, Hugo Distler und Mick Jagger vortragen. Kasseler Organisten lassen Orgelmusik erklingen. Außerdem sind alle Besucherinnen und Besucher eingeladen, gemeinsam in bekannte Adventslieder einzustimmen.
Foto Martinskirche: Steffen Ackermann, Foto Wilhelm Ritter: Heike Schaaf (04.12.2018)

Weltklimatag
„Klimaglocken“ - Es ist fünf vor zwölf!

Am 3. Dezember ist Weltklimatag und der Beginn der Weltklimakonferenz in Katowice (Polen). Aus diesem Anlass startet das Projekt „Klimaglocken“ mit dem Ziel, über mehrere Wochen mit möglichst vielen Carillons (Turmglockenspielen) national wie international auf den existenzbedrohenden Klimawandel aufmerksam zu machen.

Am Kasseler Carillon an der Karlskirche spielen die Kasseler Carilloneure dazu am Montag, 3. Dezember um 17:55 Uhr die „Klimaglocken-Melodie“ von Klaus Wüsthoff. Weitere Termine sind Freitag, 7. Dezember und 14. Dezember, jeweils um 11:55 Uhr – fünf vor zwölf.

„Nur noch schnell die Welt retten!“ – so schrieb der Tagesspiegel am 20.11.2018 über den Initiator und Ideengeber der Kampagne, Klaus Wüsthoff. Der 96-jährige Berliner ist Komponist von Orchester- und Chorwerken, führender Werbemelodien-Erfinder der 60er und 70er-Jahre sowie seit über 40 Jahren Schöpfer der ZDF-heute-Musik. Nun macht er sich Sorgen um die Zukunft seiner Enkel und Urenkel. Ihm geht es um den Klimawandel: Klimaziele werden laufend verfehlt, der aktuelle US-Präsident leugnet die durch Menschen verursachte Erderwärmung. Wüsthoff hat in seinem Leben Krieg und Katastrophen überlebt. Nun möchte er dabei helfen, die absehbare Klimakatastrophe zu verhindern. Er hat unter Rückgriff auf sein Orchesterwerk „Die Regentrude“ eine Klimaglocken-Melodie erschaffen. Ziel der Klimaglocken-Kamgagne 2018 ist es, dass möglichst viele Carillons mit ihrem weit tönenden Glockenklang in möglichst vielen Städten diese Klimaglockenmelodie erklingen lassen, um an die existentielle Bedeutung des Klimaschutzes zu erinnern.

Kurzinfos:

Was: Klimaglocken 2018 zum Weltklimatag am 3. Dezember
Wer: Kasseler Carilloneure an der Karlskirche
Wann: Montag, 03.12.2018, 17:55 Uhr; Freitag, 07. und 14.12.2018, 11:55 Uhr
Wo: Karlskirche, Karlsplatz, 34117 Kassel

Weitere Informationen zum Projekt: www.klimaglocken.net

Organist und Glockenspieler
Trauer um Wilhelm Ritter

Wilhelm RitterDie Evangelische Kirchengemeinde Kassel Mitte trauert um Wilhelm Ritter. Wilhelm Ritter verstarb am Montag (29.10.2018), fünf Tage vor seinem 68. Geburtstag, nach kurzer schwerer Krankheit.

Wilhelm Ritters Passion war zeitlebens die Musik. Als Glockenspieler, Carillonneur, an der Karlskirche, war er eine Institution in Kassel und erlangte über die Grenzen Deutschlands hinaus große Bekanntheit und einen hervorragenden Ruf. Er studierte an der Königlichen Glockenspielschule im belgischen Mechelen. Auf unzähligen europäischen Glockentürmen hat er gespielt. Er organisierte Glockenspielfestivals, zunächst in Aschaffenburg und später auch in Kassel, wo er internationale Kollegen in die Karlskirche einlud. Unzählige Besucherinnen und Besucher führte er auf den Turm der Karlskirche, um das Glockenspiel zu zeigen.

Als Organist saß er vor allem an St. Martin auf der Orgelbank. Erst vor einem Jahr ehre die Kirchengemeinde  Wilhelm Ritter für 50 Jahre Organistendienste. Für sein kirchenmusikalisches Wirken verlieh ihm die Landeskirche die Philipp-Nicolai-Medaille.

Als Chorleiter und Musiklehrer hat er, der Pädagoge im Hauptberuf war, seine Liebe und Begeisterung für die Musik an Generationen von Schülerinnen und Schüler weitergetragen.

Bis zu seiner Erkrankung hat sich Wilhelm Ritter auf vielfältige Weise für die Musik, und bis zuletzt auch für die Renovierung der Karlskirche, engagiert. Mit einem Wunschkonzert warb er beispielsweise um Spenden für die Renovierungsarbeiten.

An seiner Seite war stets seine Frau Gabriela, die die Leidenschaft für Musik mit ihm teilte. Möge Gott sie, wie auch seinen Sohn und dessen Familie trösten. Die Kirchengemeinde Kassel-Mitte wird Wilhelm Ritter ein ehrendes Andenken bewahren.

Die Beisetzung fand auf Wunsch der Familie im kleinen Kreis statt. Statt Kränze hätte sich Wilhelm Ritter Spenden für die Renovierung der Karlskirche gewünscht, sagt seine Frau.

Spendenkonto:
Kirchengemeinde Kassel-Mitte / Karlskirche
Kasseler Sparkasse
IBAN: DE78 5205 0353 0000 0549 91
BIC: HELADEF1 KAS

Am Samstag, 8. Dezember, findet um 14 Uhr ein Konzert zum Gedenken an Wilhelm Ritter in der Martinskirche statt.
Fotos: medio.tv/schauderna, Heike Schaaf u.a.

Martinskirche
Gedenken: 75 Jahre Zerstörung Kassels im 2. Weltkrieg

Am 22. Oktober jährt sich das Schreckensdatum der Kasseler Geschichte zum 75. Mal: 1943 kamen bei einem Bombenangriff auf Kassel bis zu 10.000 Menschen ums Leben. Die Altstadt wurde fast vollständig zerstört. Aus diesem Anlass finden in der Kasseler Martinskirche eine offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Kassel und der traditionelle ökumenische Gottesdienst statt.

Die Veranstaltung der Stadt Kassel beginnt um 18 Uhr unter anderem mit Oberbürgermeister Christian Geselle. Im Mittelpunkt stehen Berichte von Zeitzeugen, die Bombenhagel, Feuersturm und die fast völlige Zerstörung des alten Kassel miterlebt haben. Nach einer Pause beginnt um 19.30 Uhr der ökumenische Gedenkgottesdienst, in dem Bischof Dr. Martin Hein die Predigt hält und KMD Eckhard Manz die Orgel spielt. Ab 20.44 Uhr, zu dem Zeitpunkt, als 1943 der Bombenangriff begann, wird die Osanna-Glocke läuten. Gleichzeitig beginnt ein stadtweites, zehnminütiges Trauergeläut, das zum Frieden mahnen will. (11.10.2018)

Bild: Die Vaterunser- und die Osannaglocke der Martinskirche.

Renovierung der Karlskirche steht bevor
Noch sind viele Spenden nötig

Viele Menschen besuchen Jahr für Jahr die Karlskirche zu Gottesdiensten und Gebet, zu Konzerten und Vorträgen. Sie kommen in großer Zahl zur jährlichen Krippenausstellung und hören gern das Glockenspiel. Die Karlskirche ist für viele Menschen ein besonderer Ort, der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.

Spenden für die Renovierung der Karlskirche Vor mehr als 300 Jahren wurde sie gebaut. Sie ist die größte Hugenottenkirche in Nordhessen. Ein wichtiges Kulturdenkmal der Stadt- und Regionalgeschichte. Während des Hessentages 2013 wurde sie sogar zur Zukunftskirche.
60 Jahre sind seit dem Wiederaufbau der Kirche vergangen. Seither hat es keine grundlegende Renovierung gegeben. Nun ist die Zeit gekommen, sie im Inneren zu renovieren.
Neben den elektrischen Leitungen rufen die Lautsprecheranlage, die Heizung, die Beleuchtung, der Fußboden nach Erneuerung. Schon lange wünschen sich Besucher erreichbare Toiletten. Der Zugang zur Kirche soll behindertengerecht werden. Ein Gemeinderaum unter der Empore wird entstehen und auch eine Küche, damit man sich mit Kaffee, Tee und anderem auf leichtem Weg versorgen kann.
Die Pläne wurden der Gemeinde nach einem Gottesdienst vorgestellt und für gut befunden. Im Herbst 2017 wird es vorbereitende Arbeiten in der Kirche geben. Von Erntedank bis Silvester 2017 können wir noch Gottesdienst in der Kirche feiern. 2018 bleibt die Kirche dann wegen der Renovierung geschlossen.
Für die Finanzierung wurde das alte Gemeindehaus Ecke Friedrichstraße veräußert. Die Landeskirche und der Stadtkirchenkreis steuern ebenfalls Mittel bei. Aber es reicht noch nicht. 300.000 € fehlen noch.
Wir brauchen Ihre Unterstützung! Sagen Sie es weiter. Helfen sie uns, die Karlskirche zukunftsfähig zu machen, damit sie ein besonderer Ort für viele bleiben kann und wir uns danach gern bei Gottesdiensten, Ausstellungen, Konzerten und anderem wiedersehen.
Allen Spenderinnen und Spendern danke ich im Namen des Kirchenvorstandes im Voraus.

Ihre
Pfarrerin Inge Böhle

Spendenkonto

Evangelischer Stadtkirchenkreis Kassel
Evangelische Bank eG
IBAN: DE30 5206 0410 0002 2002 01
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort „Renovierung Karlskirche“ (bitte unbedingt angeben!)

Flyer zur Renovierung der Karlskirche hier zum Download (PDF).

Die Renovierung der Karlskirche wird gefördert durch die Evangelische Bank e.G. in Kassel.

 

Vorarbeiten haben begonnen

Orgel der Karlskirche wurde für die Zeit der Renovierung eingehaust.Bereits jetzt haben die ersten Vorarbeiten für die Renovierung begonnen. Damit unsere Orgel bei den Bauarbeiten nicht verschmutzt oder beschädigt wird, wurde sie aufwändig eingehaust. In den nächsten Tagen werden Bohrungen im Fußboden zur Untersuchung des Baugrunds ausgeführt.

Mit einem festlichen Jahresschlussgottesdienst wollen wir uns am 31. Dezember von der Karlskirche verabschieden.
Ab 1. Januar 2018 ist die Karlskirche dann für voraussichtlich ein Jahr wegen der Renovierung geschlossen. Fußboden, Heizung, Elektrik, behindertengerechter Zugang und Toiletten, Einbauten unter der Empore, Beleuchtung, Mikrofonanlage...
Es gibt viel zu tun, damit die Karlskirche weiterhin ein guter Ort für viele bleiben kann

Gottesdienste während der Renovierungszeit

Jeden 1. Sonntag im Monat können wir im Saal der Musikakademie einen Gottesdienst mit Abendmahl feiern. Der Saal liegt im Untergeschoß und ist per Aufzug oder Treppe gut erreichbar. Wir danken der Musikakademie, dass sie uns ihren Raum zur Verfügung stellt. Wie schön ist solche Nachbarschaft!

An den anderen Sonntagen eines Monats sind die Gemeindeglieder in die Unterneustädter Kirche oder in die Martinskirche eingeladen. Pfarrerin Inge Böhle wird dort auch Gottesdienste halten.

Eingehauste Orgel der Karlskirche - Foto: Claus-Dieter Suß

Renovierung der Karlskirche
Grabstätten unter dem Fußboden der Karlskirche entdeckt

Bei Ausschachtungsarbeiten in der Karlskirche sind jetzt zahlreiche Grabstätten unter einer Schuttschicht entdeckt worden. Die hessenArchäologie ließ daraufhin den Kirchenraum untersuchen und die Funde dokumentieren.

Zahlreiche Gräber wurden bei Renovierungsarbeiten in der Karlskirche gefunden. (Foto: Claus-Dieter Suß)Unter der Leitung von Dr. Thilo Warneke wurden in den vergangenen Wochen insgesamt 27 Gräber oder deren Reste freigelegt. Die Mehrzahl der Grüfte ist aus Backsteinen, einige wenige aus Natursteinen, gemauert. Ein Teil der Grabkammern weist Querstreben auf, um mehrere Särge bestatten zu können. Die Grabstätten verteilen sich über den gesamten Innenraum der Kirche. Nur 10 Grüfte sind unversehrt erhalten. Die übrigen sind durch Kriegseinwirkung und Umbauarbeiten beschädigt.

Insgesamt sind 40 Bestattungen dokumentiert. Akten des Staatsarchivs Marburg, die von Dr. Jörg Westerburg durchgesehen wurden, belegen, dass die Bestattungen zwischen 1714 und 1797 erfolgten. Bei der Mehrzahl der Bestatteten handelte es sich um wohlhabende Kasseler Bürger.

DiPfarrerin Inge Böhle erläuterte Mitgliedern des Kirchenvorstands die Funde (Foto: Claus-Dieter Suß)e Karlskirche wurde 1710 als geistliches Zentrum der neu gegründeten Oberneustadt errichtet. 1943 wurde sie beim Bombenangriff auf Kassel weitgehend zerstört und 1957 neu errichtet.

Die Ausgrabung wies auch die Fundamente einer zweigeschossigen Empore, sowie der manegenartigen Bestuhlung der Kirche nach.

Nach Abschluss der Dokumentationsarbeiten werden die Bauarbeiten fortgesetzt. Die Gräber werden dann wieder unter einer Bodenplatte verschwinden.

Die Renovierung der Karlskirche wird gefördert durch die Evangelische Bank e.G. in Kassel.

Fotos:
Gesamtansicht der Grüfte in der Karlskirche.

Pfarrerin Inge Böhle erläutert Mitgliedern des Kirchenvorstands die Funde.
Fotos: Claus-Dieter Suß/KK

360 Grad-Panorama
Virtuelle Rundgänge - Martinskirche und neue Orgel

Im Jahr 2017 wurde die umfassende Renovierung der Martinskirche abgeschlossen und die neue große Orgel eingeweiht. Die Orgel hat bundesweit Beachtung erfahren. Sie ist ein Werk der österreichischen Orgelbaufirmer Rieger in Schwarzach (Österreich) in Zusammenarbeit mit dem norwegisch-deutschen Künstler Yngve Holen, der in Kooperation mit dem Architekten Ivar Heckheim, den avantgardistischen Orgelprospekt entworfen hat.

Besuchen Sie die Martinskirche und die neue Orgel in einem virtuellen Rundgang.