Nachrichten

Osterbotschaft von Bischof Prof. Dr. Martin Hein
„Aus Asche und Tod kann Gott Neues schaffen“

Die Osterbotschaft bewegt Menschen seit zweitausend Jahren: „Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden“. So lautet das Urbekenntnis der Kirche bis heute. Auf dieser Botschaft ruht alles, was wir sind und was wir glauben. Gott schafft neues Leben mitten im alten, schenkt ewiges Leben mitten in der Vergänglichkeit, macht es hell mitten in der Dunkelheit.

Bischof Prof. Dr. Martin Hein, Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck (Foto: medio.tv / Simmen)Das bedeutet für uns als Kirche, aber auch für unsere Gesellschaft eine große Hoffnung. Wo wir nur Begrenzung und Tod sehen, zeigt sich Gottes Schöpferkraft. Sie verändert unser Leben!
Ich spüre recht deutlich, dass manchen der Blick für das, was wir von Gott erwarten dürfen, verloren gegangen ist. Der Zweifel oder die Erwartungslosigkeit überwiegen: „Es bleibt doch alles, wie es ist“, heißt es. Da brauchen wir einen kräftigen Stoß, der uns über unsere eigenen Grenzen hinausbringt. Es ist tatsächlich so: Es tut uns gut, die Osterbotschaft gesagt zu bekommen und die alte Geschichte von der Auferstehung Jesu Christi neu zu hören. Drei Frauen gingen damals zum Grab, um zu weinen und zu trauern - und sie fanden das Leben. An unverhofften Orten und zu unverhofften Zeiten können Wunder geschehen. Wo gestern noch Erstarrung war, kann morgen Bewegung sein. Wir müssen nur Augen und Ohren offen halten. Aus Asche und Tod kann Gott Neues schaffen.
Darum müssen wir etwa angesichts des schrecklichen Bürgerkriegs in Syrien nicht resignieren, sondern können auf politische Erneuerung hoffen. In Birma zieht eine Dissidentin und Friedensnobelpreisträgerin nach jahrzehntelangen Repressalien ins Parlament ein: ein unerwartetes Zeichen des Aufbruchs. Und auch für die Entwicklung in Europa gilt: Vor einem Horizont der Hoffnung lässt sich Politik viel mutiger gestalten als vor einer Wand aus Angst.
Der österliche Glaube nimmt uns die Furcht und weckt Kräfte der Veränderung und des Wandels. Der uralte Osterruf gilt der ganzen Welt: „Wache auf, der du schläfst, steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten!“ Denn Gott ist ein Gott der Lebenden. Er ist ein Gott der Lebendigkeit. (03.04.2012)

Festgottesdienst mit Bischof Prof. Dr. Martin Hein
Einweihung des umgebauten Gemeindehauses am Martinsplatz

Nach einjähriger Bauzeit wird am Ostermontag, 9. April, in einem Festgottesdienst in der Martinskirche um 10 Uhr das umgebaute und völlig neu gestaltete Gemeindehaus am Martinsplatz eingeweiht. Die Festpredigt hält Bischof Prof. Dr. Martin Hein.

Die Künstlerin Madeleine Dietz hat den Glasgang, der die Martinskirche mit dem Gemeindehaus verbindet, künstlerisch gestaltet. Das Bild zeigt einen Ausschnitt des Kunstwerkes aus dunklem Walzstahl und Tonerde.Das Gemeindehaus ist jetzt durch einen Glasgang mit der Martinskirche verbunden, den die Künstlerin Madeleine Dietz aus Landau in der Pfalz, künstlerisch gestaltet hat. Das Haus selbst beherbergt die Pfarrbüros der Pfarrerinnen Anja Baum und Inge Böhle sowie das Büro von Pfarrer Dr. Willi Temme, das gleichzeitig aus Kircheneintrittsstelle ist. Auch das Musikbüro St. Martin hat seine Büroräume dort eingerichtet. Weiterhin gibt es in dem Haus einen großen, freundlich gestalteten Versammlungsraum. Mit dem Einbau einer sanitären Anlage im Keller und behindertengerechten Toiletten im Erdgeschoss wurde ein Missstand – vor allem bei großen Veranstaltungen - behoben.

Gelegenheit, sich die Räume anzuschauen, gibt es auch im Juni am bundesweiten Tag der Architektur, an dem Führungen durch das neue Gemeindehaus angeboten werden: Samstag, 23. Juni, 11.30 Uhr und Sonntag, 26. Juni, 11.30 Uhr (geöffnet bis 14 Uhr). (02.04.2012)

Eine kleine Bildergalerie der Einweihung finden Sie hier.

Festlicher Gottesdienst mit Pröpstin Katrin Wienold-Hocke
Einweihung der renovierten Unterneustädter Kirche

Nach mehrmonatiger Renovierungszeit wird die Unterneustädter Kirche am 25. März, um 14 Uhr, mit einem festlichen Gottesdienst unter der Leitung von Pfarrerin Anja Baum eingeweiht. Die Predigt hält Pröpstin Katrin Wienold-Hocke, das große Gitarrenensemble unter der Leitung von Anja Gerschewsky umrahmt den Gottesdienst musikalisch. Anschließend gibt es Gelegenheit zum Austausch und zum Erkunden des neu gestalteten Kirchenraums.

Machten sich für die Renovierung stark: Karl Heinz Paul, Pfarrerin Anja Baum, Mike Hamann, Arno Reich-Siggemann, Margret Greb, Dr. Hans Helmut Horn, Klaus Ohlwein. 
„Die Wände erstrahlen in hellen, leuchtenden Farben, der Altarraum ist freundlich gestaltet, der Fußboden schön restauriert und temperierbar und neue Lampen sorgen für eine gute Ausleuchtung des Kirchenraums“, sagt Pfarrerin Anja Baum. Außerdem seien die alten Bänke durch Stühle ersetzt worden, so dass der Raum vielseitiger genutzt werden könne. „Mit Kreativität und Sachkompetenz haben der Farbgestalter Arno Reich-Siggemann und der Architekt Klaus Ohlwein die Neugestaltung begleitet. Es war eine fruchtbare Zusammenarbeit“, so Anja Baum.

Finanziert wurde die Renovierung aus Rücklagen der Kirchengemeinde und mit Spenden. „Wir danken allen Spendern herzlich, denn sie haben es möglich gemacht, dass wir beispielsweise Altar, Lesepult und Taufschale neu anschaffen konnten“, so Pfarrerin Baum. (07.03.2012)

Fotografien aus dem Sinai
Faszination Wüste - Ausstellung in der Karlskirche

Unter dem Titel "Faszination Wüste" stellen die Fotografen Dr. Karl Lummer und Dionys Asenkerschbaumer vom 11. bis 31. März 2012 Bilder aus dem Sinai in der Karlskirche aus.

Wer in die Wüste hineingeht, kommt als ein anderer zurück.
- Arabisches Sprichwort -
Die Wüste lehrt uns, den Blick auf das Wesentliche zu richten, die Schönheit allen Lebens zu erkennen in einer Natur, die in ihrer Kargheit eine grenzenlose Fülle bietet. Das sprechende Schweigen der Wüste Sinai ist in den Bildern auf wunderbare Weise eingefangen. Texte aus Bibel und Literatur sind den Bildern zur Seite gestellt.

Ausstellungseröffnung

So | 11..03.2012 | 11.15 Uhr

Die Fotografen Dr. Karl Lummer und Dionys Asenkerschbaumer werden ihr Konzept vorstellen.

Öffnungszeiten:

Mittwoch – Samstag: 15.00 - 18.00 Uhr
Freitag: 11.00-13.00 Uhr und 15.00-18.00 Uhr
Sonntag 9.30-12.00 Uhr

Vorträge zur Ausstellung:

Do | 15. März 2012 | 18.00 Uhr | Karlskirche | Karlsplatz
Sinai – Landschaft der Ursprache Gottes
Referent: Pfarrer i.R. Buckhard Meyer, Kassel

So | 18. März 2012 | 17.00 Uhr | Karlskirche | Karlsplatz
Gottesnähe und Dämonenfurcht - Das Bild der Wüste in der hebräischen Bibel. Die altestamentlichen Wüstentraditionen
Referent: Prof. Dr. Rainer Kessler, Marburg

Do | 22.März 2012 | 18.00 Uhr | Karlskirche | Karlsplatz
Gottesoffenbarung an Mose auf dem Sinai in Bildern von Marc Chagall
Referent: Dr. Christoph Goldmann, Bergshausen

Studienreise Goldenes Burgund und Taizé

Zu einer Studienreise nach Burgund lädt die Evang. Kirchengemeinde Kassel-Mitte vom 30. Mai bis zum 7. Juni 2012 ein. Die Reise führt nach Metz, Dijon, die Abteien von Citeaux und Fontenay, Cluny und zum Ökumenischen Zentrum von Taizé. Auf dem Programm steht die Besichtigung von Romanischen Katedralen, von wichtigen Stätten der Ordensgeschichte und dem Zentrum des burgundischen Weinanbaus.

Die Reiseleitung hat Pfarrerin Inge Böhle. Anmeldung und Information: Tel.: (0561) 6 16 91

Details entnehmen Sie bitte dem Programm: Programm zum Download

Lichtmess in der Martinskirche
Messe mit Lichterprozession

Eine Evangelische Messe zu Lichtmess wird am Donnerstag, 2. Februar, um 18 Uhr in der Martinskirche, Martinsplatz, gefeiert. Den Gottesdienst gestalten Pfarrer Michael Becker (Predigt), die Schola Cantorum St. Johannes Baptistae, die Kleine Kantorei St. Martin sowie Liturgen aus der katholischen Kirche. Die Gottesdienstteilnehmer ziehen während des Gottesdienstes in einer Lichterprozession mit Kerzen durch die dunkle Kirche.


Lichtmess, auch Fest der „Darstellung des Herrn” genannt wird vierzig Tage nach Weihnachten als Abschluss des Weihnachtsfestes gefeiert. Lichtmess erinnert an die Geschichte bei Lukas im Neuen Testament, wo Jesu Eltern mit dem Kind vierzig Tage nach der Geburt den Tempel in Jerusalem aufsuchten, um Jesus vor Gott zu bringen. Das erstgeborene Kind galt als Eigentum Gottes und musste zum Opferritual in einen Tempel gebracht werden. Hier trafen Maria und Joseph auf Simeon und auf die Prophetin Hanna, die Jesus als "das Licht, das die Heiden erleuchtet" erkannten (Lukasevangelium 2, 22 - 40). Sie sahen in Jesus den Messias. Diese Aussage ist der Hintergrund für Lichterprozessionen. (27.01.2012)