Aktuelles

Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern

Hier finden Sie alle Gottesdienste in der Karwoche und an Ostern im Überblick.

Eine gesegnete Karwoche und ein fröhliches Osterfest wünscht Ihnen die evangelische Kirchengemeinden Kassel-Mitte.

 

Karlskirche
Weltgebetstag von den Philippinen: "Was ist denn fair?"

FTitelbild zum Weltgebetstag 2017 Philippinen mit Bildtitel "A Glimpse of the Philippine Situation" von der philippinischen Künstlerin Rowena Apol Laxamana Sta Rosa, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V. ©rauen verschiedener Konfessionen aus den Kasseler Innenstadtgemeinden laden am Weltgebetstag, Freitag, 3. März, um 10 Uhr zum Gottesdienst in die Karlskirche ein. Die Liturgie kommt in diesem Jahr von den Philippinen.

Die Texte, Lieder und Gebete dafür haben 20 Filipinas unterschiedlicher christlicher Konfessionen ausgewählt. Mit dem Motto des Gottesdienstes „Was ist denn fair?“ thematisieren die Frauen die große Sehnsucht der Menschen nach ausgleichender Gerechtigkeit in einem Land extremer Gegensätze.

Ziele des Weltgebetstages sind die Pflege der Gemeinschaft verschiedener Konfessionen, Informationen über die Situation von Frauen in anderen Ländern und die Förderung von Frauenprojekten.

Im Anschluss sind die Besucherinnen und Besucher zu landestypischem Essen und zum Beisammensein eingeladen.

Die Philippinen - Land der krassen Gegensätze
Der Weltgebetstag 2017 führt auf die Philippinen, in ein katholisch geprägtes Land mit 7.107 Inseln. Auf dem Archipel im Pazifischen Ozean finden sich neben Naturschönheiten und Weltkulturerbe auch zerstörerische Naturgewalten, interne Konflikte und von Menschen verantwortete Umweltkatastrophen. Trotz Ressourcenreichtums herrscht eine krasse Ungleichheit, die zurück geht bis in die spanische Kolonialzeit. Wohlstand, Macht und Einfluss konzentrieren sich auf wenige Familienclans. Große Teile der Bevölkerung leben in Armut. Wer sich für Menschenrechte, Umweltschutz, Landreformen oder die indigene Bevölkerung engagiert, lebt oft gefährlich – und das schon lange vor Amtsantritt des umstrittenen Präsidenten Duterte im Jahr 2016.

Hintergrund Weltgebetstag
Der Weltgebetstag ist eine weltweite, ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen. Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören in ihr untrennbar zusammen. Ein sichtbares Zeichen dafür sind die Kollekten aus den Gottesdiensten in Deutschland, die vor allem Frauen- und Mädchenprojekte weltweit unterstützen. Im Jahr 2017 sind darunter acht Partnerorganisationen auf den Philippinen, die sich u.a. für politische und gesellschaftliche Beteiligung sowie gegen Gewalt an Frauen und Kindern engagieren. (01.03.2017)

Foto: Titelbild zum Weltgebetstag 2017 Philippinen mit Bildtitel "A Glimpse of the Philippine Situation" von der philippinischen  Künstlerin Rowena Apol Laxamana Sta Rosa, © Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V. ©

So viel du brauchst
Klimafastenaktion wird in der Karlskirche eröffnet

Am Sonntag,den 5. März wird Pröpstin Katrin Wienhold-Hocke die Klimafastenaktion im Gottesdienst am ersten Sonntag in der Passionszeit um 10 Uhr in der Karlskirche in Kassel offiziell eröffnen. Der Gottesdienst wird musikalisch begleitet von Josef Heger, Orgel und Regine Brunke, Cello.

Herzliche Einladung zum Klimafasten 2017

Von Aschermittwoch bis Ostersonntag

Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit tut Leib und Seele gut lässt achtsamer werden verändert mich und die Welt

"So viel du brauchst…" wir laden Sie ein, Ihre Fastenzeit unter diesen biblischen Leitsatz zu stellen. Sieben Wochen vor dem Osterfest inne halten, sich auf das Wesentliche konzentrieren und Gottes Schöpfung mit Herz und Verstand in den Blick nehmen – so lässt sich neu erfahren, was wir brauchen.

(S. Foto, mediotv/schauderna)In diesem Jahr laden sieben evangelische Landeskirchen Sie gemeinsam ein. Wir freuen uns über alle, die mitmachen und wünschen Ihnen allen eine gesegnete Fastenzeit mit vielen guten Gesprächen, Ideen und Erfahrungen.

Klimafasten ist eine gemeinsame Initiative von:

  • Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
  • Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
  • Ev. Kirche von Westfalen
  • Lippische Landeskirche
  • Ev. Kirche im Rheinland
  • Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck
  • Ev. Landeskirche in Baden

Bild: Pröpstin Katrin Wienold-Hocke und Pfarrer Stefan Weiß bei der Präsentation der Aktion in der Karlskirche. (Foto: mediotv/schauderna)

http://www.klimafasten.de/

Kantor an St. Martin
Eckhard Manz zum Kirchenmusikdirektor ernannt

Im Rahmen des Festgottesdienstes zum 650-jährigen Jubiläum der Martinskirche in Kassel wurde am 19. Februar dem Kantor an St. Martin, Eckhard Manz, von Bischof Dr. Martin Hein der Titel „Kirchenmusikdirektor“ verliehen.

Manz erhielt diese Ehrung für sein herausragendes kirchenmusikalisches Engagement, insbesondere in der Chorleitung, in der Aus- und Fortbildung und als Organist mit dem besonderen Schwerpunkt „Neue Musik“. Als Initiator des Orgelneubaus und Leiter der Arbeitsgruppe „Neue Orgel in St. Martin“ trug Manz wesentlich zum Gelingen des auch künstlerisch renommierten Orgelprojektes bei. Darüber hinaus engagiert sich der Kantor in der von ihm initiierten „Kulturplattform St. Martin e.V.“ und war von 2011 bis 2016 Vorsitzender des Verbandes Evangelischer Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Auf der Suche nach zeitgemäßen kirchenmusikalischen Verkündigungsformen

Das Bild zeigt Eckhard Manz (l.) und Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum (Foto: medio.tv/Schauderna)In seiner Laudatio würdigte Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum neben seinem stilistisch breiten Repertoire die Gabe von Eckhard Manz, Menschen für die Neue Musik zu begeistern: „Er ist Leiter von ´Neue Musik in der Kirche´
- Initiator von Kompositionsaufträgen - Dramaturg der Veranstaltungsreihe
- Musiker - als Organist, als Dirigent. Er ist Multiplikator und sorgt damit für ein besonderes und unvergleichlich breites stilistisches Klangspektrum.“ Zudem initiiere er Neukompositionen und erweitere damit das kirchenmusikalische Literaturspektrum. Hinzu komme sein regelmäßiges kirchliches Engagement im Rahmen der Kasseler Documenta und der Kasseler Musiktage. Stets sei er auf der Suche nach zeitgemäßen und hochwertigen kirchenmusikalischen Verkündigungsformen und „repräsentiere den zeitgenössischen Klang der Avantgarde verbunden mit der hochkarätigen Interpretation des klassischen Repertoires“.

Inmitten von Kultur und Kommerz die Türen für die öffnen, die keiner sieht

In seiner Festpredigt blickte Bischof Dr. Hein auf das Wirken der heiligen Elisabeth zurück, einer der Kirchenpatroninnen der Martinskirche. Mit ihrem sozialen Engagement sei diese bis heute ein Vorbild für die Innenstadtgemeinde, die vor besonderen Herausforderungen stehe: „Mitten in der Stadt gelegen, wo Kultur, Kommerz und Prekariat oft schroff aufeinander treffen, ist diese Kirche ein Ort, der den Blick und die Türen öffnet für jene, die sonst keiner sieht. ´Ein Tisch für alle´ – diese Aktion während jeden Sommers oder die wöchentliche Essensausgabe auf dem Martinsplatz durch die Heilsarmee: Daran hätte Elisabeth ihre Freude gehabt! Und sie hätte auch all die wunderbare Kulturarbeit, die in dieser Kirche geschieht, zu schätzen gewusst – wenn wir nur jene nicht vergessen, denen Elisabeths ganze Aufmerksamkeit und Sorge galt.“ „Kirche in der Stadt zu sein – und Kirche für die Stadt zu sein“, darin wisse man sich bis heute an St. Martin mit seiner Kirchenpatronin Elisabeth verbunden.

Den Text der Predigt von Bischof Dr. Hein lesen Sie hier im Wortlaut: PDF-Download.

Foto: Eckhard Manz (l.) wurde durch Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum gewürdigt
(Foto: medio.tv/Schauderna)

Festprogramm
Jubiläum: 650 Jahre Martinskirche

Es sind 650 Jahre vergangen, seit die Martinskirche als Gottesdienststätte geweiht wurde. Das war im Jahr 1367. Dieses Jubiläum wird im Februar gefeiert. Doch 1367 war längst noch nicht alles fertig! Es dauerte noch bis 1450, bis der Kirchenraum vollständig errichtet war.

Das Jahr 2017 ist für die evangelische Kirche insgesamt ein großes Jubiläumsjahr. Wir feiern 500 Jahre Reformation. Und so verbindet sich in unserer Kirchengemeinde Kassel-Mitte das Reformationsjubiläum mit dem Jubiläum der Martinskirche. Und das passt sehr gut. Denn beide Feste handeln davon, dass Kirche immer im Wandel ist. Luther hat einmal gesagt, die Kirche sei semper reformanda – was so viel heißt wie: die Kirche muss sich ständig erneuern, sonst macht sie etwas falsch.

Wie schön, dass wir die Veränderung der Kirche und ihre Erneuerung gerade jetzt am Gebäude der Martinskirche so sinnfällig erleben können. Die Renovierung ist so gut wie abgeschlossen und der Orgelneubau schreitet planmäßig voran. Zu wünschen ist, dass der Geist der Erneuerung auch in unserer Gemeinde – nicht nur an den Gebäuden – Spuren hinterlässt, sondern dass der Geist der Erneuerung auch in unserem eigenen Leben Raum bekommt, sich zu entfalten und Neues zu gestalten.
Dr. Willi Temme, Auszug aus dem Gemeindebrief 01/2017

Das Jubiläum wird mit einem Festgottesdienst und einem Festkonzert gefeiert:

Pfarrer Dr. Temme feiert 20jähriges Dienstjubiläum an der Martinskirche
Seelsorger, Netzwerker, Praktiker

Am 1. Februar 2017 feiert Dr. Willi Temme sein 20jähriges Jubiläum als Gemeindepfarrer und Citykirchenpfarrer an der Martinskirche Kassel. Dies soll mit einigen Zeilen entlang den Linien seiner Amtszeit gewürdigt werden.

In einem kleinen Vorgespräch zu diesen Zeilen war ihm mehrmals wichtig zu erwähnen, dass an Vielem Viele beteiligt sind, dass er vernetzt arbeitet, gemeinsam und im Austausch mit anderen. So steht es auch in der Überschrift und gilt daher für alles, was jetzt kommt.

Seit seinem Dienstantritt am 1. Februar 1997 hat er zahlreiche Akzente gesetzt, Ideen gepflanzt, Projekte begleitet. Ein Schwerpunkt sind die Gottesdienstreihen, wie etwa „Inspiriert! – Theater im Gottesdienst“, in Kooperation mit dem Staatstheater, oder auch die Reihe „Sommer in St. Martin“. Im Rahmen letzterer hat er das Angebot „Rent a Pastor“ initiiert, quasi den Pfarrer zum Mieten, das überregional Beachtung fand und bundesweit großes Medieninteresse hervorrief.

In seine Dienstzeit fällt die Fusion der ehemals vier selbständigen Kirchengemeinden Martinskirche, Karlskirche, Lutherkirche und Kirche Unterneustadt zur Kirchengemeinde Kassel-Mitte. Diesen nicht einfachen Prozess hat er umsichtig begleitet. Der Zusammenschluss gilt in der Evangelischen Kirche in Kassel als vorbildlich; die Gemeinde arbeitet mit einem relativ kleinen Kirchenvorstand – für ein kleines, arbeitsfähiges Gremium hat er immer geworben - sehr erfolgreich.

Die Gründung des Fördervereins Martinskirche fällt ebenfalls in seine Amtszeit. Der Verein ermöglicht u.a. das Projekt „Ein Tisch für alle“, das jeden Sommer an drei Tagen auf dem Martinsplatz eine große Schar von Gästen zu Tisch bittet. An der großen Tafel kommen Gemeindeglieder, Geschäftsleute und viele Menschen zusammen, die nur wenig Geld zur Verfügung haben. Sein Tischgebet wird immer mit Beifall und Zustimmungsbekundungen gewürdigt, bevor das gute Mittagessen serviert wird. Dieses soziale Projekt ist spürbar eines seiner Herzensanliegen.
Alle Foto: medio.tv/schauderna

In den letzten Jahren war er zudem intensiv mit den Bauvorhaben in und um die Martinskirche befasst. Nach der langjährigen Renovierung der Außenfassade, wurde das Haus an St. Martin saniert. Die darin befindliche Pfarrwohnung wurde aufgelöst. Dr. Temme nahm Wohnung in der Unterneustadt und blieb nah bei der Gemeinde. Das Haus an St. Martin selbst wurde umgestaltet, u.a. mit einem Glasgang versehen. Dieser wurde, wie auch die Kanzel, der Altar und das Lesepult in der Kirche künstlerisch ausgestaltet. Hier hat er viel ästhetisches und theologisches Gespür eingebracht. Auch die Entscheidung, die alten Kirchenbänke durch eine neue Bestuhlung zu ersetzten hat er maßgeblich vorangetrieben und sich für die finanzielle Realisierung stark gemacht. In jüngster Zeit erfolgte die Innenrenovierung der Martinskirche, die derzeit noch andauert. Sein Organisationsgeschick, seine Vermittlung, sein Sachverstand und vor allem sein langer Atem sind dabei sehr gefragt. Das momentan spannendste Projekt, der bereits in den 1990er Jahren diskutierte Orgelneubau, findet nun u.a. mit seiner Begleitung derzeit seine Realisierung.

Die Konzeption und Umsetzung der genannten großen Projekte machen es erforderlich, neue Finanzierungsquellen zu erschließen. Dafür hat Dr. Temme unzählige Gespräche und Korrespondenzen geführt und vor allem Menschen begeistert; er hat ein Klima geschaffen, in dem Unternehmen, Organisationen wie auch Einzelpersonen Projekte gerne unterstützen.

Alles in allem ist Pfarrer Dr. Willi Temme ein großartiger Teamplayer und Netzwerker. Immer im gutem Austausch mit der Kirchenmusik, dem Kirchenvorstand, dem Förderverein, den vielen Aktiven in der Gemeinde, mit politisch Verantwortlichen, Kulturschaffenden, Geschäftsleuten und noch vielen mehr. Er ist ein großartiger Vermittler von Interessen, einer der Konflikte nicht scheut und deshalb gute Kompromisse findet und auch einer, der sich von guten Argumenten überzeugen lässt. Er ist Menschenfänger im besten Sinne und vor allem ein Pfarrer, ein Seelsorger wie eine Gemeinde sich ihn wünscht.

Heike Schaaf

Fotos: medio.tv/schauderna
 

Karlskirche
Konzert mit den Luciamädchen aus Vasterås

So | 04.12.2016 | 16.00 | Karlskirche | Karlsplatz
Der Eintritt ist frei. Es wird um eine Spende zugunsten der Kasseler Flüchtlingshilfe gebeten.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die schwedische Lichterkönigin Lucia und ihre Sternenmädchen aus Kassels Partnerstadt Västerås besuchen Kassel und werden in der Kasseler Karlskirche ein Konzert geben. Der Mädchenchor „Westra Aros Vox“ der Västerås Kulturskola werden zu hören sein. Er stellt sich mit einer traditionellen Luciafeier und schwedischen Weihnachtsliedern vor. Die Leitung des Chores hat Ellinor Carlson.

Karlskirche
Vortrag: Syrien und die Krisenregion Naher und Mittlerer Osten

Fr | 02.12.2016 | 19.00 | Karlskirche | Karlsplatz
Eintritt frei | Spenden am Ausgang erbeten

Welche Handlungsoptionen gibt es angesichts der nicht endenden Gewalt in der Region Syrien und Naher und Mittlerer Osten? Dieser Frage greift Clemens Ronnefeldt, Diplom-Theologe mit einer Zusatzausbildung in Friedensarbeit und seit 1992 Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes, in seinem Vortrag auf.

Der Krieg in Syrien hat seit vielen Jahren eine internationale Komponente: Die USA und Russland, aber auch Regionalmächte wie Iran und Saudi-Arabien, dazu Katar, die Türkei sowie die stärksten EU-Staaten sind militärisch beteiligt. Noch immer herrscht der sogenannte "Islamische Staat" in Syrien und im Irak über große Gebiete - und übt seine Herrschaft mit großer Brutalität aus. Die derzeitigen Kriege in der Region Naher und Mittlerer Osten haben ein erhebliches Eskalationspotenzial. Sie finden statt vor dem Hintergrund des Klimawandels, der Wasserknappheit in der Region - sowie einer immer weiter auseinander gehenden Schere zwischen Arm und Reich.

Clemens Ronnefeldt hat seit 1990 die Länder Irak, Iran, Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Jordanien und Ägypten bereist und vor Ort Friedens- und Menschenrechtsgruppen besucht, deren Arbeit er aus Deutschland unterstützt. Im Jahre 2011 hat er eine Modellkonferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Nahen und Mittleren Osten zusammen mit dem UN-Korrespondenten Andreas Zumach moderiert, an der 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Israel, Palästina, Syrien, Iran, Iran, Jordanien, Türkei und Kuweit teilgenommen haben.

Der Internationale Versöhnungsbund, bei dem Clemens Ronnefeldt angestellt ist, wurde 1914 von engagierten Christen im Anschluss an eine Konferenz zur Verhinderung des ersten Weltkrieges gegründet. Heute gehören dem Verband rund 100 000 Mitglieder in 50 Staaten der Erde an. Sieben Friedensnobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger, darunter Dr. Martin Luther King, gingen aus dem Internationalen Versöhnungsbund hervor. Der Verband hat Beraterstatus bei den Vereinten Nationen.

Karlskirche
Krippenausstellung und täglich "10 Gute Minuten"

Auch in diesem Jahr lädt die Karlskirche in der Adventszeit zur traditionellen Krippenausstellung ein. Gezeigt werden rund 50 Krippen aus Europa, Asien, Afrika und Südamerika.

Eröffnet wird die Ausstellung am 1. Advent - Sonntag, 27. November - nach dem 10 Uhr-Gottesdienst mit Pfarrerin Inge Böhle. Die Ausstellung ist bis 23. Dezember von Montag bis Freitag von 16 bis 18 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Täglich um 17 Uhr gibt es unter dem Titel "10 Gute Minuten" Zeit für Besinnung mit Musik, Gebet und Stille. Foto: medio.tv/simmen

Martinskirche
Reformationstag: Bischof Hein überreichte neue Altarbibeln

Am Reformationstag überreichte Bischof Prof. Dr. Martin Hein im Gottesdienst in der Martinskirche mehrere Exemplare der jüngst revidierten Lutherbibel an Vertreter von Kirchengemeinden aus dem Kooperationsraum Kassel-Mitte.

Als "Sound des Protestantismus" bezeichnete Bischof Martin Hein die Lutherbibel. Die Übersetzung Martin Luthers, sei kein Denkmal vergangener Zeit, sondern ein lebendiger Ausdruck evangelischer Frömmigkeit, sagte Hein zur Feier des Reformationstages in der Martinskirche. Neben dem Kirchengesangbuch sei der gemeinsame Gebrauch der Lutherbibel das, was die evangelischen Landeskirchen bei aller bekenntnismäßigen Verschiedenheit vereine.

Wort Gottes begegnet in der Bibel
In der Bibel begegne dem Leser die unmittelbare Anrede des Wortes Gottes, so Hein weiter. Allerdings sei das Christentum keine Buchreligion. "Nicht das Buch selbst ist das Wort Gottes, sondern es ist in ihm enthalten", sagte Hein. Wer in der Bibel lese, begegne dem Wort Gottes. Wenn sich allein die Christen an das halten würden, was ihnen in der Bibel begegne, sähe es in der Gesellschaft und der Welt ganz anders aus. "Weniger Hass und Krieg, mehr Liebe und Versöhnung, weniger Egoismus, mehr Solidarität, weniger Ich, mehr Wir", sagte er.

Geschenk für alle Predigtstätten
Hein wies in dem Gottesdienst in der Martinskirche ferner darauf hin, dass die Landeskirche allen Predigtstätten in Kurhessen-Waldeck eine neue Altarbibel als Geschenk zur Verfügung stelle. Von dem Angebot sei 1.551-mal Gebrauch gemacht worden. Auch in anderen Kasseler Gemeinden und Predigtstätten werden die neuen Altarbibeln in Gebrauch genommen. (epd/HS 31.10.16) Fotos: schauderna/medio.tv

Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck präsentiert Ausstellung zum Reformationsjubliäum in der Karlskirche
Luther und die  Avantgarde

Internationale Gegenwartskunst trifft auf das „geistige Modell“ Luther: Das ist der Ausgangspunkt der Ausstellung „Luther und die Avantgarde“, die die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck gemeinsam mit der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. und dem Reformationsjubiläum 2017 e.V. vom 19. Mai bis 17. September 2017 präsentiert.

Präsentierten das Konzept der Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ in der Karlskirche in Kassel (v.l.n.r.): Bischof Prof. Dr. Martin Hein (EKKW), Pfarrerin Inge Böhle (Karlskirche Kassel), Kuratoriumssprecher Prof. Dr. hc Walter Smerling (Stiftung für Kunst und Kultur e.V.), Pressesprecherin Pfarrerin Petra Schwermann (EKKW), Ministerialdirigent Jörg  Meyer-Scholten (Hessisches Kultusministerium)  Bildnachweis: medio.tv/schauderna Neben dem zentralen Ausstellungsort in Wittenberg sind Berlin und Kassel weitere Standorte der Ausstellung. Dabei wagt Kassel einen Brückenschlag zu dem zentralen Ausstellungsort in Wittenberg. Rund 60 internationale Künstlerinnen und Künstler setzen sich mit impulsgebenden Gedanken der Reformation auseinander, die bis heute nicht an Aktualität verloren haben. In der Karlskirche in Kassel werden Einzelpräsentationen der indischen Künstlerin Shilpa Gupta und des Berliner Künstlers Thomas Kilpper zu sehen sein. Dazu wird es ein umfassendes Begleitprogramm mit Vorträgen, Konzerten, Führungen, Schülerprojekten und einer Gottesdienstreihe geben.
 

Bischof Hein: „Ich freue mich auf einen anregenden Dialog!“

Bischof Dr. Martin Hein zeigt sich erfreut, dass der Brückenschlag zur Weltausstellung der Reformation in Wittenberg gelinge, zwischen einem Gefängnis als Ort der Begrenzung und einer Kirche, die für diejenigen, die sie bauten, ein Ort und Symbol der Freiheit war. Hugenottische Flüchtlinge, die in Kassel eine neue Heimat fanden, hätten den Grund für diesen Ort der Begegnung gelegt. Er sei bis heute der Ort in Kassel, an dem internationale Gottesdienste stattfänden und zugleich ein bekannter Ausstellungsort für zeitgenössische Kunstprojekte. Die Künstlerin, die in Kassel präsentiert werde, arbeite mit der Kraft und Bedeutung des Wortes in unserer Zeit. Der Bischof betont: „Dies ist eine Grundfrage, der wir uns als Kirche täglich stellen müssen: Welche Bedeutung hat das Wort, von dem wir sagen, dass es das Wort Gottes ist, in unserer Zeit. Wie erreichen wir die Menschen heute?“ Er erläutert, er denke dabei besonders an die multimediale Gesellschaft und an die Gruppierungen und Parteien, die sich aus jedwedem kritischen Diskurs zu verabschieden scheinen. Er äußert die Hoffnung, dass es der Kunst gelingen könne, Menschen neue Zugänge zu den Fragen der Zeit zu eröffnen: „Ich freue mich daher auf einen anregenden Dialog!“

Dr. h.c. Smerling: „Shilpa Gupta und Thomas Kilpper stehen für eine Auseinandersetzung mit Wort und Tat!“
Der Kurator Dr. h.c. Walter Smerling gibt einen Überblick über den Stand der Vorbereitungen im Trialog der Standorte Wittenberg, Berlin und Kassel. Die Künstlerinnen und Künstler würden derzeit intensiv an ihren künstlerischen Positionen arbeiten. In Kassel präsentiere die Inderin Shilpa Gupta eine Klangskulptur, die aus unzähligen Mikrofonen bestehe. Aus diesen Mikrofonen ertöne in einer Endlosschleife ein meditativer Text. Die zentrale Anordnung der Installation im Oktagon der Karlskirche unterstreiche die Spiritualität des Raumes. Als weiterer Künstler werde der Berliner Thomas Kilpper die aktuelle Flüchtlingsfrage aufgreifen und in einer Collage bearbeiten. So stehe die Auseinandersetzung mit dem Wort und damit der inneren Haltung dem Appell zum konkreten Handeln in den Herausforderungen der Zeit gegenüber.

Ministerialdirigent Meyer-Scholten: „Wir ermuntern alle Schulen, sich mit der Ausstellung zu befassen!“
Ministerialdirigent Jörg Meyer-Scholten vom Hessischen Kultusministerium erläutert, dass das Land Hessen sich gern an den kirchlichen Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum beteilige. Schließlich sei Hessen ein Kernland der Reformation. Infolge der Reformation seien viele Impulse von Hessen ausgegangen. Für das Kultusministerium seien dabei natürlich die Aspekte der Bildungsentwicklung von herausgehobener Bedeutung. Mit Blick auf das kirchliche Kunstprojekt betont Meyer-Scholten: „Kunst ist ein wichtiges Instrument der Bildungsentwicklung. Wir ermuntern alle Schulen, sich mit der documenta und dem Projekt „Luther und die Avantgarde“ zu befassen.“

Pfarrerin Böhle: „Die Gemeinde der Karlskirche freut sich, Gastgeberin zu sein!“
Pfarrerin Inge Böhle von der Karlskirche Kassel hebt hervor, dass die Karlskirche als Ausstellungsort für zeitgenössische Kunst mittlerweile Tradition habe. Als relativ schmucklose Kirche mit einem hohen, fast runden Innenraum eigne sie sich gut für Ausstellungen. Die in ihr beheimatete Gemeinde sei inzwischen damit vertraut, dass sich ihr Gottesdienstraum bisweilen zum Ausstellungsort verwandele, und sie entdecke dabei immer wieder neue Seiten und Wirkungen der Karlskirche. Frau Böhle ist davon überzeugt: „Durch die künstlerischen Interventionen entsteht eine Art Zwiesprache zwischen Kunst und Raum, Kunst und Mensch, Kunst und Glauben. Der Gottesdienst wird atmosphärisch und inhaltlich erweitert.“

Kuratorin der Ausstellung in Kassel ist Susanne Kleine, Bundeskunsthalle Bonn. Realisiert wird die Ausstellung mit einem internationalen kuratorischen Team, bestehend aus Kay Heymer, Leiter für Moderne Kunst, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf; Susanne Kleine, Kuratorin, Bundeskunsthalle, Bonn; Dimitri Ozerkov, Leiter für Moderne Kunst, State Hermitage Museum, St. Petersburg; Walter Smerling, Direktor MKM Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, Duisburg; Peter Weibel, Direktor Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe; Dan Xu, Kunsthistorikerin, Stiftung für Kunst und Kultur e.V.

„Luther und die Avantgarde“ ist Teil der mehrteiligen „Weltausstellung Reformation – Tore der Freiheit“, die vom Reformationsjubiläum 2017 e.V. in den Wallanlagen um die Altstadt von Wittenberg vom 20. Mai bis 10. September 2017 realisiert wird.

Bild: Präsentierten das Konzept der Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ in der Karlskirche in Kassel (v.l.n.r.): Bischof Prof. Dr. Martin Hein (EKKW), Pfarrerin Inge Böhle (Karlskirche Kassel), Kuratoriumssprecher Prof. Dr. hc Walter Smerling (Stiftung für Kunst und Kultur e.V.), Pressesprecherin Pfarrerin Petra Schwermann (EKKW), Ministerialdirigent Jörg  Meyer-Scholten (Hessisches Kultusministerium) - Bildnachweis: medio.tv/schauderna

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter www.luther-avantgarde.de.
 

Ein Tisch für alle – zum ersten Mal bei Regen

Auch im neunten Jahr des speziellen Angebots hat sich der „Tisch für alle“ wieder großer Beliebtheit erfreut. Während wir am 7. und 14. Juli das gewohnte gute Wetter hatten, goss es am 21. Juli wie aus Kübeln. Die Helferinnen und Helfer vom Förderverein Martinskirche und vom Sozialcenter der Heilsarmee hofften, dass der Regen vielleicht doch noch vor 14 Uhr aufhören würde. Aber daraus wurde nichts. So musste spontan eine andere Lösung gefunden werden.

Helferinnen und Helfer am 14. Juli auf dem Martinsplatz Es traf sich gut, dass erst zwei Tage zuvor sämtliche Gerüste aus der Chorkirche entfernt worden waren. Nun erstrahlte der alte Kirchraum in neuem Glanz. Gab es da wohl eine bessere Weise, den renovierten Kirchraum wieder einzuweihen, als mit einem großen gemeinsamen Essen?

Und so geschah es dann auch. Bänke und Tische wurden in die Chorkirche getragen, und schätzungsweise 150 Gäste suchten sich ihren Platz. Alle zusammen sangen „Großer Gott, wir loben dich“ und anschließend gab es Gulasch und Nudeln, Pudding und Obst. Es war ein sehr feierliches Essen, das allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird. Danke nach oben und nach allen Seiten!

Willi Temme

Café HALLO
Mitarbeitende gesucht für Begegnungscafé mit Flüchtlingen

Im Juni 2016 ist im Haus des CVJM in der Wolfsschlucht 21 das "Café HALLO" ein Begegnungscafé mit Flüchtlingen gestartet.

Das Café ist zunächst jeden Freitagnachmittag geöffnet.
Weiter suchen wir nach Freiwilligen, die gern mitarbeiten möchten.

Die Ev. Kirchengemeinde Kassel-Mitte und der CVJM Kassel arbeiten zusammen. Interessiert an der Mitarbeit können im Café vorbeischauen.

Informationen bei

Pfarrerin Inge Böhle, Karlskirche, Telefon (0561) 772376, E-Mail: pfarramt5.kassel-mitte@ekkw.de
Sekretär Volker Klebaum (CVJM) Telefon (0561) 15073, E-Mail: volker.klebaum@CVJM-kassel.de
 

Karlskirche
Abschied vom Gemeindehaus Obere Karlsstraße 3 - 5

Seit den frühen fünfziger Jahren war das Gemeindehaus ein wichtiger Ort für das Gemeindeleben. Bevor die Karlskirche wiederaufgebaut war, diente der Saal für die Gottesdienste der Oberneustädter-Evangelischen Kirchengemeinde. Später sammelten sich die vielfältigen Gruppen und Kreise der Gemeinde in den Räumen und belebten Saal und Nebenräume angefangen bei den Kleinkindern bis hin zum Seniorenkreis. Auch der Kirchenvorstand tagte in den Räumlichkeiten. In den achtziger Jahren zog das Büro der Erwachsenenbildung mit Frau Massely ein. Gleich nebenan lag das Gemeindebüro.

Strukturelle Entscheidungen brachten Veränderungen. Die Erwachsenenbildung wechselte zum Evangelischen Forum an den Lutherplatz. Die Pfarrstelle wurde auf eine halbe Stelle reduziert. Große Ausstellungen, Konzerte und andere Ereignisse rückten die Karlskirche in den Mittelpunkt des gemeindlichen Lebens. Sie hat sich zum Zentrum des Pfarrbezirks entwickelt.

Im Gemeindehaus standen umfangreiche Maßnahmen zur Erhaltung und Modernisierung an. Gleichzeitig ergab eine bauliche Prüfung der Karlskirche, dass auch hier ein erheblicher Investitionsbedarf ansteht.
Die Mieteinnahmen hätten nicht für die Renovierung beider Gebäude gereicht. So hat sich der Kirchenvorstand im vergangenen Jahr nach längerem Abwägen entschieden, das Gemeindehaus zu veräußern, um die die Karlskirche renovieren zu können. Sie ist fraglos das Gebäude mit der größeren Bedeutung für die Gemeinde wie für die Stadt Kassel. Mit dem Verkaufserlös ist nun eine Grundlage zur Renovierung der Karlskirche geschaffen. Ob der Betrag für die anstehenden Aufgaben reichen wird? Wir werden sehen.

Im Februar wurde das Gemeindehaus geräumt und am 1. März in neue Hände übergeben. Was bleibt sind vielzählige Erinnerungen und die Inschrift „l‘Hopital des Refugiés“ auf der Seite der Friedrichstraße. Sie wird an die Geschichte des Ortes erinnern.

Spendenaktion
Tradition gestalten – Neue Stühle für die Martinskirche

Liebe Gemeindemitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren,

noch ist unsere Martinskirche eine Baustelle, bald jedoch können wir sie frisch renoviert und dennoch vertraut Titelbild des Flyers zur Spendenaktion - Foto: Steffen Ackermann, Fotodesign: Daphnis Georghiouerleben. Die Kirche erhält einen neuen Farbanstrich, der Bodenbelag wurde bereits erneuert und die Stromleitungen werden saniert. Neue Deckenleuchten werden den Kirchenraum ins rechte Licht setzen. All dies kann aus Kirchensteuermitteln finanziert werden. Dafür sind wir sehr dankbar.

Das Gesamtkonzept der Erneuerung der Kirche sieht außerdem die Anschaffung einer neuen Bestuhlung vor. Die Stühle sollen sich harmonisch in den Raum einfügen und angenehmes Sitzen ermöglichen. Zugleich soll die Möglichkeit geschaffen werden, die Kirche auf unterschiedliche Weise zu nutzen. Bei einem Orgelkonzert zum Beispiel lassen sich dann die Stühle zur Orgel hin ausrichten. Auch sonst bieten sich vielfältige und neue Raumgestaltungen.
Stuhlpatenschaften für die Martinskirche - Foto: Steffen Ackermann
Für die Finanzierung der neuen Stühle benötigen wir Ihre Hilfe. Insgesamt brauchen wir 895 Stühle, die ca. 183.000 Euro kosten werden: 325 Stühle (à 300 Euro), die im Mittelschiff stehen und 570 Stühle (à 150 Euro), die bei Bedarf, zum Beispiel bei großen Konzerten, gestellt werden.

Bitte unterstützen Sie die Anschaffung neuer Stühle für die Martinskirche mit Ihrer Spende. Tragen sie dazu bei, dass die Martinskirche auch in Zukunft eine attraktive Kirche für uns und für die ganze Stadt bleibt. Wir freuen uns über jeden Euro, über kleine und große Spenden, ganz nach Ihren Möglichkeiten. Haben Sie Fragen zu unserem Vorhaben? Gerne können Sie mich anrufen.

Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank

Ihr
Pfarrer Dr. Willi Temme

Die Bankverbindung bei der Evangelischen Bank lautet:

Förderverein Martinskirche
Spendenzweck: „Neue Stühle“
IBAN: DE48 5206 0410 0000 8026 89

Flyer zur Spendenaktion "Tradition gestalten - neue Stühle für die Martinskirche" zum Herunterladen.

Größter Teilabschnitt der Innenrenovierung der Martinskirche abgeschlossen
Festgottesdienst zur Wiedereinweihung des großen Kirchenraumes der Martinskirche

Foto: Mit Ostergottesdiensten am Ostersonntag feierten zahlreiche Menschen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Auferstehung Jesu. In der St. Martinskirche in Kassel wurde außerdem im Ostergottesdienst die renovierte Kirche von Bischof Martin Hein feierlich wiedereingeweiht. (Foto: medio.tv/Schauderna)
Foto: Mit Ostergottesdiensten am Ostersonntag feierten zahlreiche Menschen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck die Auferstehung Jesu. In der St. Martinskirche in Kassel wurde außerdem im Ostergottesdienst die renovierte Kirche von Bischof Martin Hein feierlich wiedereingeweiht. (Foto: medio.tv/Schauderna)

Mit einem Festgottesdienst konnte unsere Kirchengemeinde planmäßig am Ostersonntag 2016, die Wiedereinweihung des großen Kirchenraums der Martinskirche feiern. Zu dem Gottesdienst war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt. Den Gottesdienst gestalteten unser Bischof Prof. Dr. Martin Hein zusammen mit Pfarrer Dr. Willi Temme. Die ehemalige Konfirmandin Sophie Rudolph hielt die Lesung.

Als Kirchengemeinde sind wir sehr froh, dass wir mit der Wiedereinweihung des großen Gottesdienstraumes den weitaus größten Abschnitt der Innenrenovierung abschließen konnten. Allerdings steht noch die Renovierung der Chorkirche und der Turmhalle an. Diese Arbeiten sollen im Herbst 2016 abgeschlossen sein.
Wir danken Gott, dass alles, was wir geplant und umgesetzt haben, gelungen ist und auch dafür, dass bei allen Bauarbeiten bisher kein Mensch zu Schaden gekommen ist. Wir bitten weiterhin um Gottes Beistand für die noch anstehenden künftigen Arbeiten.
Abschließend möchten wir gerne auch noch weitere Menschen und Institutionen ermuntern, uns mit ihren Spenden weiter zu unterstützen. Der Weg bis zum finanziellen Ziel ist noch rund 300.000 Euro lang.

Dr. Hans Helmut Horn

Martinskirche
Auf der Zielgeraden – Die Innenrenovierung der Martinskirche

Erste Innenrenovierung seit Wiederaufbau - Arbeiten im Zeitplan - Baukosten rund 2,7 Millionen Euro - Festgottesdienst am Ostersonntag

Mit dem biblischen Satz „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt“ (Sprüche 16,9), hat sich der Kirchenvorstand und vor allem sein Bauausschuss bereits vor Jahren auf den Weg gemacht, über die Innenrenovierung der Martinskirche nachzudenken und zu planen. 

Mitgewirkt haben in diesem vorbereitenden Prozess nicht nur die Architekten und Fachingenieure sondern auch viele Fachkundige anderer Disziplinen, die hier aus Platzgründen gar nicht alle genannt werden können. Nach Abschluss der Planungsarbeiten und Klärung der Finanzierung konnten dann am 4. August 2014 die Bauarbeiten mit dem Ausbau der alten Orgel beginnen.

Nach dem Schutz der Kunstwerke, insbesondere durch Einhausung des Philipps-Epitaphs, und des Ausbaus des alten Sandstein-Bodenbelags wurde eine Fußbodentemperierung eingebaut. Danach wurden die neuen dunklen Werkbeton-Platten verlegt sowie die Haustechnik installiert. Insgesamt handelte es sich um ca. 1000 m² Platten und rund 21.000 Meter Kabelmaterial.

Während der Bauarbeiten in der Martinskirche wurde ein beeindruckendes Gerüst in der Kirche aufgestellt (Foto: Suß)Die Arbeiten zur Sanierung des Gewölbes starteten im März 2015 mit dem Aufbau einer beeindruckenden Gerüstinstallation aus über 150 t Stahlgerüstmaterial. In einer Höhe von ca. 14 Metern entstand so als Arbeitsboden eine zweite Geschossebene aus Holzbohlen, von der aus mit fahrbaren kleineren Gerüsten die aufwändige Sanierung bis in die Gewölbespitzen durchgeführt werden konnte. Dabei stand auch die Restaurierung der am Gewölbe über dem Altarraum befindlichen Medaillons auf dem Plan.

Die gesamten Wandflächen erhielten neue Akustikplatten und das Emporengestühl wurde überarbeitet. Auch die bisherigen z. T. beschädigten Leuchtkörper wurden stilgerecht ergänzt. Optisch sind sie von den „alten“ Leuchten nicht zu unterscheiden. Neu hinzugekommen sind mit stromsparenden LED-Leuchtmitteln versehene Deckenstrahler, die es ermöglichen, das Gewölbe ansprechend zu illuminieren. Dies alles bedurfte schließlich auch noch einer entsprechenden Steuerungselektronik. Mit der Überarbeitung der Eingangsbereiche am Süd- und am Westportal wird der Gesamteindruck abgerundet.

Insgesamt stehen für die Innenrenovierung des Hauptraumes und der Chorkirche 2,7 Mio. Euro zur Verfügung. Davon allein für den Hauptraum 2,5 Mio. Dafür, dass dies möglich ist, gebührt unserer Landeskirche und ihrer Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der besondere Dank der Kirchengemeinde. Es handelt sich bei dieser Baumaßnahme um die erste grundlegende Sanierung der Kirche seit ihrem Wiederaufbau in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Insbesondere wegen der erkennbaren Gewölbeschäden und der sehr in die Jahre gekommenen Infrastruktur war diese dringend geboten.

Bei den Renovierungs- und Sanierungsarbeiten wird die Formensprache des Wiederaufbaus, so wie sie der Aufbau-Architekt Heinrich Otto Vogel gewählt hatte, beibehalten und durch einen Fußboden aus dunklem Werkbetonstein vollendet.

Mit den neuen Stühlen, für die die Kirchengemeinde noch Spender Unterstützung benötigt (Spendenkonto: Evangelische Bank, Förderverein Martinskirche, Spendenzweck: „Neue Stühle“, IBAN: DE48 5206 0410 0000 8026 89), wird unsere Kirchengemeinde am Ostersonntag wieder ihre Gottesdienste im Hauptraum der Martinskirche durchführen können.

Dann steht noch die vom Aufwand her deutlich geringere Arbeit in der Chorkirche (Anstrich, Elektroinstallation) an.

Die gute beruhigende Botschaft ist: Wir liegen voll im Zeitplan und werden auch das Kostenbudget einhalten können. Gott sei Dank und allen, die zum Gelingen dieses Gesamtwerks beigetragen haben.

Dr. Hans Helmut Horn