Karlskirche

Profil und Öffnungszeiten


 
Die Karlskirche ist eine von drei Innenstadtkirchen.

Dank ihrer Schlichtheit eignet sie für Ausstellungen. Neben der jährlichen Krippenausstellung in der Advents- und Weihnachtszeit gibt es zahlreiche andere Ausstellungen in der Kirche. Der kirchlichen Begleitausstellung zur Documenta 12, eine große Installation anlässlich des Kirchenjubiläums im Jahre 2010 folgten weitere Präsentationen. Diese werden durch Predigtreihen, Vorträge und Workshops mit Führungen begleitet. Lesungen, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen ergänzen das Bild.

An Heiligabend gibt es das Angebot der Offenen Tür. Die Kirche ist dann für alle geöffnet, die gern mit anderen zusammen das Weihnachtsfest feiern wollen.
Im Jahr 2007 wurde die Initiative Dasein gegründet. Sie bietet eine Vielzahl von spirituellen Angeboten wie Wandergottesdienste, Stille Tage, Exerzitien im Alltag, Zen-Meditation u.a.

 

Öffnungszeiten für Besucher:
April – Oktober: Mittwoch  10.00 / 12.00 Uhr und jeden 1. Samstag im Monat 11.00-13.00 Uhr
Ganzjährig: Freitag 11.00 -  13.00 Uhr
In der Adventszeit: täglich 16.00-18.00 Uhr und Samstag 10.00-18.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Geschichtliches - Hugenottenkirche in der Mitte der Oberneustadt

Die Karlskirche ist eine Hugenottenkirche. Sie wurde für die französischen Glaubensflüchtlinge, die Hugenotten, errichtet und ist bis heute Zeugin einer bewegten und bewegenden Geschichte. 
 
 

Nach dem Zuzug der französischen Glaubensflüchtlinge wurde außerhalb der Stadt Bauland vom Landgrafen Karl zur Verfügung gestellt. Ein neuer Stadtteil mit dem Namen Oberneustadt wuchs heran. Die Karlskirche befand sich an zentraler Stelle dieses Stadtteils. Der Grundstein für die Karlskirche wurde am 3. August 1698 gelegt. Erbauer und Planer der Kirche war der französische Architekt und Hofbaumeister  Paul du Ry (1640-1714). Die Kirche wurde am 5. Oktober 1706 vollendet und am 12. Februar 1710 von Paul Joly aus Metz, dem „Pasteur“ der französischen Altstadtgemeinde, in den Dienst genommen.

Bis 1906 trug sie den Namen Oberneustädter Kirche. Der Name Karlskirche trägt sie erst seit circa 100 Jahren. 

Architektur und Gegenwart

Der gestreckte achteckige Grundriss und das schlichte Innere weisen das Bauwerk als Hugenottenkirche aus. Diese Bauweise erinnert daran, dass das Gotteshaus lange Zeit sowohl von deutschsprachigen, als auch von französischsprachigen reformierten Christen genutzt wurde.
Im Zentrum standen die Kanzel und der hölzerne Abendmahlstisch. Die Gottesdienstbesucher saßen in ringsum in ansteigenden Reihen, die auf die Kanzel ausgerichtet waren.

Während der Bombennacht vom 22./23. Oktober 1943 wurde das Bauwerk stark zerstört. Beim Wiederaufbau, der 1957 abgeschlossen war, verzichtete man auf die prächtige Kuppel und die aufwändige Außenfassade. Heute empfängt den Besucher ein heller schlichter Innenraum, dessen hohe Fenster durch keine Emporen verstellt und die Wände nicht bemalt sind. In dieser Schlichtheit bleibt sie bis heute der reformierten Tradition treu.

Weitere Informationen zu Geschichte und Gestalt der Kirche sind im Kirchenführer Karlskirche zu finden. Dieser liegt in der Kirche aus und ist beim Pfarramt Karlskirche für drei Euro erhältlich.

Glockenspiel

Seit 1957 besitzt die Karlskirche ein Glockenspiel. Das ursprüngliche Glockenspiel (Carillon) hatte 35 Glocken und wurde im Jahre 1956 von der Firma F.W. Schilling in Heidelberg gebaut.

Es folgten zwei Erweiterungen in den Jahren 1989 und 1995, so dass das Spiel derzeit mit 47 Glocken ausgestattet ist und einen Tonumfang von vier Oktaven hat. Vier große Glocken sind als Läuteglocken angeschlossen und tragen als Inschrift die Ich-bin-Worte-Jesu.

Auf den Glocken erklingen hauptsächlich Choralweisen. Das Glockenspiel wird von ehrenamtlichen Glockenspielern bedient, die ihren Dienst mit großer Zuverlässigkeit und Freude versehen. Die Melodien sind bis zum Staatspark Karlsaue hinunter zu hören.

Durch das Glockenspielfestival, das alle zwei Jahre mit Unterstützung der Kasseler Sparkasse durchgeführt werden kann, wird dem Glockenspiel eine besondere Aufmerksamkeit zuteil.

Spielzeiten des Glockenspiels:

Sonntag    9:30 Uhr - 9:50 Uhr
Montag und Mittwoch  17:30 Uhr - 18:00 Uhr
Freitag    11:30 Uhr - 12:00 Uhr
 
Führungen zum Glockenspiel sind in Absprache mit den ehrenamtlichen Spielern möglich.  

Kontakt:
Wilhelm Ritter, Telefon 0561-37189