Gedenkveranstaltungen: Novemberpogrome 1938

Die sogenannte Reichspogromnacht jährt sich in diesem Jahr zum 79. Mal. Sie fand in Kassel bereits zwei Tage früher als im übrigen Deutschland statt, nämlich am 7. November 1938. Zwei Gedenkveranstaltungen finden dazu in Kassel statt:

Am Dienstag, 7. November, um 22 Uhr gibt es ein ökumenisches Friedensgebet in der Kasseler Martinskirche. Zum Gedenken an die Opfer des Judenpogroms läutet die große Osanna-Glocke kurz vor 22 Uhr. Die Ausschreitungen vor 79 Jahren begannen zur selben Uhrzeit. Liturgen sind Pfarrer Dr. Willi Temme und Pastoralreferentin Beatrix Ahr. Musik: Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz.

Am Mittwoch, 8. November, findet um 18 Uhr im Bürgersaal im Kasseler Rathaus eine Gedenkfeier mit der Schauspielerin Heidi de Vries statt. Unter dem Titel „Unfreiwillig in die Welt hinaus“ liest sie aus Lebenserinnerungen emigrierter jüdischer Mitbürger.

Musikalisch gestaltet wird die Feier von Anna Vishnevska (Gesang) und den Klezmer Trio „A Mekhaye“ mit Taly Almagor (Violine), Maike Spieker (Klarinette) und Michael Goreiski (Akkordeon, Percussion).

Veranstalter:
Gesellschaft für Christliche-Jüdische Zusammenarbeit Kassel und Stadt Kassel in Kooperation mit Evangelischer Stadtkirchenkreis Kassel, Katholisches Dekanat Kassel, VHS Region Kassel, Deutsch-Israelitische Gesellschaft Kassel, Sara-Nussbaum Zentrum und Gedenkstätte Breitenau und Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“. (03.11.2017)