Marienkirche feiert 700jähriges Jubiläum

Die Marienkirche in Bettenhausen wird 700 Jahre alt. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres findet am Sonntag, 28. Januar, um 14.00 Uhr, ein Festgottesdienst mit Dekan Jürgen Renner (Predigt), Pfarrerin Beate Bachmann-Voß und Pfarrer Jochen Löber statt.

Bis in den August hinein finden jeden Monat Gottesdienste, Konzerte, Vorträge, Führungen und vieles mehr statt, die die Geschichte der Kirche und ihre Rolle im Stadtteil in den Blick nehmen. Dabei wird es auch ökumenische Begegnungen geben.

Dorfkirche von Bettenhausen
Die Marienkirche steht in der Tradition der alten Dorfkirche von Bettenhausen, erstmals erwähnt in einer Urkunde vom 29. August 1318. Das erste Gebäude in gotischen Stil stand inmitten eines Kirchhofes, der von einer Wehrmauer umgeben war. Die Kirche in Bettenhausen war ab dem 16. Jahrhundert u.a. Filial-Gemeinde von Waldau. Der Straßenname "Pfaffenstieg" erinnerte lange an die Zeit als der Pfarrer seinen Weg von Waldau zu seiner Bettenhäuser Filial-Kirche nahm. Im Jahr 1792 entstand ein Neubau einer Saalkirche mit Empore auf dem Fundament des früheren Gotteshauses. Ab 1900 war Bettenhausen mit der Marienkirche eine selbstständige Kirchengemeinde.

Zerstörung und Wiederaufbau
Am 15. Dezember 1944 wurde die Kirche bei einem Bombenangriff bis auf den Turm zerstört. Am 20. Oktober 1946 wurde die von Schweizer Glaubensbrüdern gestiftete und auf den Fundamenten des Schiffes errichtete hölzerne Notkirche eingeweiht. Im Jahr 1953 wurde die Kirche dann wiederaufgebaut.

Die Einweihung fand am 3. Oktober 1954 statt. Der 600 Jahre alte Turm wurde in den Neubau harmonisch eingefügt. Sehenswert sind ein Altar und ein Taufstein vom Kasseler Künstler Hermann Pohl und das Kreuz an der Altarwand von Hubert Distler.

Seit 2008 Teil der Trinitatisgemeinde
Am 1. Januar 2008 schlossen sich die Marien-, die Immanuel- und die Jakobusgemeinde zur Trinitatisgemeinde Kassel zusammen. Die Gemeinde umfasst seither das gesamte Gebiet der Stadtteile Forstfeld und Bettenhausen. (17.01.2018)