Begleitprogramm zur Ausstellung
Bild und Botschaft - CRANACH im Dienst von Hof und Reformation

Mit Lucas Cranach d. Ä. (1472-1553) rückt einer der bedeutendsten und produktivsten Künstler der Renaissance in den Fokus einer großen Sonderausstellung der Museumslandschaft Hessen Kassel in Kooperation mit der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Als Hofmaler war es Cranachs Aufgabe, für die Kurfürsten von Sachsen repräsentative Werke zum Schmuck der Residenzen und als diplomatische Geschenke zu produzieren, wovon in der Ausstellung eine Vielzahl von Porträts, mythologischen und biblischen Gemälden und Bilder höfischer Vergnügen zeugen. Als Künstler im Dienst der Reformation schuf Cranach bedeutende Flugblätter, in denen er die katholische Kirche scharf attackierte und damit aktiv am Konfessionskonflikt teilnahm. Diese werde in der Ausstellung den altgläubigen Angriffen auf Luther gegenübergestellt und illustrieren den damaligen medialen Bilderkampf. (21.8.-29.11.2015, Schloss Wilhelmshöhe)


achtmal alte brüderkirche
wirklichkeit (er)finden - Dachverband

Sonntag, 9. August 2015, 18 Uhr 

Alte Brüderkirche

Eintritt frei - Spende erbeten

SPRACHE: Insa Rohrschneider

MUSIK: Gudula Rosa Blockflöten; Marko Kassl Akkordeon

KUNST: Mark Swysen Installation

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ZUR MUSIK:

Gudula Rosa Blockflöten

Marko Kassl Akkordeon

Toshio Hosokawa *1955
Birds Fragments IIIb (1990/97)
für Grossbass-und Sopranino-/Sopranblockflöte und Sho oder Akkordeon

 Violeta Dinescu *1953
Profile of painting 2
Version für Blockflöte und Akkordeon

Arne Nordheim (1931-2010)
Flashing
für Akkordeon solo

Andrea Falconieri (1585-1656)
La Suave Melodia
aus: Il primo libro di Canzone (...), Napoli 1650

Gudula Rosa + Marko Kassl
Improvisation

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Sonata in e-moll BWV 1034
Adagio ma non tanto

Peter Gahn *1970
Mapo daero (noon) I-III
für Blockflöte und Akkordeon

 

ZUR KUNST:

Garden of Eden: Reconsiderations on the Concept of the Original Sin, 2013
Installation

This installation was designed for an exhibition at the St. Baafs Abbey Church in Aardenburg (Netherlands) by the Zeeuws Museum in the summer of 2013. Hanging from the ridge of the church, a monumental canopy of transparent umbrellas supports a singular spiral of empty disposable PET-bottles coiling downwards in the form of a  DNA-helix.

In the house of God, the Belgian artist Mark Swysen - qualified biologist - shares a reflexion on the origin of life. His work stages the parallelism perceived between the Christian dogma of a world originated from divine intervention and the scientific hypothesis of life on earth linked to the intricate and mysterious combination of water, carbon and solar energy. Hundreds of empty PET-bottles are suspended in a single helix suggesting a monumental DNA-chain, the genetic code of life. Yet the helix is not perfect. A number of locations flaws are obvious: mutations. The original sin, - the impossibility of mankind to perform according to the God-given moral standards -, is innate in our genetic inheritance.

Der Künstler Mark Swysen interessiert sich für das menschliche Verhalten in unserer westlichen Gesellschaft. Er geht dabei nicht auf eine anekdotische oder dokumentarische Weise vor. Der Künstler untersucht, wie sich angeborene biologische und psychologische Mechanismen mit Verstand und Emotionen bei der Steuerung des menschlichen Verhaltens gegenseitig beeinflussen. Er setzt dies Thema philosophisch um, indem er die Denkmuster des menschlichen Gehirns und die daraus resultierenden soziologischen Dynamiken des menschlichen Zusammenlebens hinterfragt.
Mark Swysen lebt und arbeitet in Antwerpen


Dr. Insa Rohrschneider ©

Mark Swysen ©

Gudula Rosa ©

Marko Kassl ©

Zum Themenjahr: Reformation - Bild und Bibel
Judith Röder: Bilder des Lebendigen

Ausstellung und Predigtreihe

Zum Themenjahr der Reformationsdekade „Reformation – Bild und Bibel“ wird in der Karlskirche Kassel die Ausstellung „Bilder des Lebendigen“ der Künstlerin Judith Röder gezeigt. Judith Röder arbeitet auf poetisch-subtile Weise mit Glas und bewegten Lichtprojektionen. Judith Röders Arbeiten thematisieren Momente großer Einfachheit. Ihre künstlerische Zuwendung beseelt das vermeintlich Banale, adelt es.
Alltägliches wird beobachtet, scheinbar Unbedeutendes wird herausgefiltert. Die Sicht auf die Welt ist am Beginn, als Idee, sehr real und am Ende, nachdem sie eine Ausformung mit Glas und Technik erfahren hat, eine Erscheinung, welche sich nun in abstrahierter Form darstellt.

Zur Ausstellung gibt es begleitende Vorträge und eine Predigtreihe in der Karlskirche.

Eröffnung am Sonntag, 21. Juni 2015

10.00 Uhr Gottesdienst (Beginn der Predigtreihe) Pfarrerin Gabriele Heppe-Knoche, Thema: Bilder des Lebendigen;
Musik von Georg Philipp Telemann: Studierende der Musikakademie „Louis Spohr“, Kassel

11.30 Uhr Ausstellungseröffnung; Einführung: Dr. Gerd Mörsch, Leiter documenta Archiv

Eine Kooperation von:
Kirchengemeinde Kassel-Mitte/Karlskirche
Evangelisches Forum Kassel


achtmal alte brüderkirche 2015
wirklichkeit (er)finden

Im Jahr 2015 steht bei den acht Abenden der Reihe achtmal alte brüderkirche die Frage nach der Wahrnehmung von Wirklichkeit im Vordergrund. Der subjektiven Konstruktion von Wirklichkeit steht die Annahme der Möglichkeit von Erfahrungen einer gemeinsamen Realität gegenüber. Die wiederkehrenden Versuche, diese gemeinsame Realität zu konstruieren und gemeinschaftlich zu erleben, führen allerdings häufig zur Konfrontation mit fremden Positionen. Überraschend findet man sich als TouristIn im eigenen Alltag wieder.

Konzeption:

  • Gabriele Heppe-Knoche
  • Kathrin Jahns
  • Susanne Jakubczyk
  • Olaf Pyras
  • Melanie Vogel