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Martinskirche (St. Martin) - Kirchengemeinde Kassel-Mitte

Mit dem Bau der Martinskirche wurde 1330 in dem neu gegründeten Kasseler Stadtteil »Freiheit« begonnen. Als dreischiffige Hallenkirche im gotischen Baustil wurde sie am 23. Mai 1367 dem Heiligen Martin geweiht. In den folgenden Jahrhunderten wurde immer wieder an ihrem Bau gearbeitet. Am 22. Oktober 1943 wurde Kassels Innenstadt nahezu vollständig zerstört, mit ihr die Martinskirche. 1952 wurde mit ihrem Wiederaufbau begonnen, am 1. Juni 1958 konnte sie wieder eingeweiht werden. Die evangelische Landeskirche von Kurhessen-Waldeck bestimmte die Martinskirche zur Predigtstätte des Bischofs.

Die sehr große Hallenkirche wurde beim Wiederaufbau durch eine Glaswand in eine Festtags- und Konzertkirche und eine Chorkirche geteilt. Sehenwert ist das große Renaissance-Grabmal von Landgraf Philipp (1504 - 1567), das den Krieg eingemauert überstand und in den fünfziger Jahren an die nördliche Innenwand versetzt wurde. Zum 500. Geburtstag des Landgrafen im Jahr 2004 wurde das Grabmal restauriert.

In der Fürstengruft sind der Sarkophag des Landgrafen Karl (1654 - 1730) und einige der übrigen erhaltenen Särge der landgräflichen Familie zu besichtigen (nach Voranmeldung).
Zu vielen unterschiedlichen Gelegenheiten wird heute in die Martinskirche - als der zentralen Citykirche - eingeladen: Gottesdienste zu besonderen Anlässen, Andachten an Wochentagen, Führungen, Bildbetrachtungen, Turmbesteigungen, Orgelmusiken und Kunstausstellungen. Im Rahmen der umfangreichen kirchenmusikalischen Arbeit der Kantorei an St. Martin, des Vocalensembles und des Posaunenchors werden immer wieder auch kirchenmusikalische Seminare angeboten. Außerdem war die Martinskirche auch 2007 wieder Ausstellungsort des kirchlichen Begleitprogramms zur documenta.

Mit dem Pfarramt an St. Martin ist die Kircheneintrittsstelle in die Evangelische Kirche verbunden.
Die Martinskirche ist auch wochentags geöffnet und durch den Seiteneingang Chorkirche zu betreten, wo eine Dauerausstellung über die Geschichte der Kirche informiert. Führungen nach Vereinbarung mit dem Küster.

 

 



Mehr Informationen:

Lage auf dem Stadtplan
Homepage der Gemeinde

Gemeindebrief:

Gemeindebrief "Kirche in der City" - Herbst 2011


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