Bestattung

Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn. Psalm 37, 5

Seit ältester Zeit haben Menschen ihre Toten bestattet. Man will würdig von den Verstorbenen Abschied nehmen und den Lebenden einen Ort des Erinnerns geben.
                
Durch die Auferstehung von Jesus Christus ist es die Hoffnung des christlichen Glaubens, dass Gottes Liebe stärker ist als der Tod. Deswegen vertrauen wir darauf, dass unsere Toten bei Gott aufgehoben und geborgen sind. In einem Trauergottesdienst findet diese Hoffnung ihren Ausdruck in Gebeten und  Liedern der Gemeinde sowie der Traueransprache des Pfarrers oder der Pfarrerin.
Angehörige und Freunde nehmen Abschied von ihrem/ihrer Verstorbenen und geleiten den Sarg zum Grab.

Die Erdbestattung ist die traditionelle christliche Form der Bestattung. Möglich ist auch eine Feuerbestattung. In diesem Fall findet meist eine Trauerfeier und später (im engeren Familienkreis) die Beisetzung der Urne statt. Alternativ kann auch nach der Verbrennung eine Trauerfeier durchgeführt werden mit  anschließender Beisetzung der Urne.

Wenn Sie einen nahestehenden Menschen verloren haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Pfarrer oder Ihre Pfarrerin. Im persönlichen Gespräch finden Sie Begleitung in Ihrer Situation.

Seelsorge an Sterbenden

Wenn ein Angehöriger im Sterben liegt kann auf Wunsch der Pfarrer oder die Pfarrerin hinzu gerufen werden. Er bzw. sie begleitet den Sterbenden und die Angehörigen auf diesem beschwerlichen Weg. In einem vertraulichen Gespräch können letzte Dinge geklärt werden und der Pfarrer kann helfen, dem Sterbenden und den Angehörigen die Angst vor dem Tod zu nehmen.

Wenn der Sterbende noch bei Bewusstsein ist, kann auch das Heilige Abendmahl gereicht werden zur Vergewisserung, dass Gott uns auch auf dem letzten Weg nicht allein lässt.

Wenn jemand zu Hause verstorben ist ...

... muss in jedem Fall zuerst ein Arzt herbei geholt werden, der den Tod feststellt. In vielen Gemeinden unseres Kirchenkreises ist es üblich, zu einem todesnahen Zeitpunkt den Pfarrer oder die Pfarrerin zu benachrichtigen. In einer Aussegnung wird dem gerade eben Verstorbenen und den Angehörigen Gottes Gnade und Barmherzigkeit zugesprochen und seelsorgerlicher Hilfe angeboten. Auf Wunsch begleitet der Pfarrer oder die Pfarrerin den Verstorbenen sowie die Angehörigen auch bei der Überführung zur Trauerhalle.

Einen großen Teil der Formalitäten, die bei einem Todesfall erledigt werden müssen, nimmt Ihnen auf Wunsch der Bestatter ab. Die Beerdigungsfeier besprechen Sie mit Ihrer Pfarrerin / Ihrem Pfarrer.

Wenn der Verstorbene nicht in der Kirche war ...

... hat er keinen Anspruch auf eine kirchliche Bestattung. Pfarrerinnen und Pfarrer respektieren damit den Wunsch des Verstorbenen, nicht zur Kirche dazu gehören zu wollen. In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den Bestatter, der Ihnen erfahrene Trauerredner vermitteln kann.
Den Angehörigen wird der Pfarrer oder die Pfarrerin auf Wunsch mit seelsorgerlichem  Beistand und Gebet zur Seite stehen.
In Ausnahmefällen (beispielsweise wenn der Verstorbene kurz vor seinem Tod den Kontakt mit der Kirche (wieder) gesucht hat) obliegt es der seelsorgerlichen Entscheidung des Pfarrers/ der Pfarrerin, trotz Nichtzugehörigkeit zur Kirche eine kirchliche Bestattung vorzunehmen.

Bibelworte für die Beerdigung/ die Trauerfeier

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.
Psalm 23,1.4

Ich aber, Gott, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.
Psalm 31,15-16a

Gott, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen. Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben!
Psalm 36, 6f

Weise mir, Gott, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit; erhalte mein Herz bei dem einen, dass ich deinen Namen fürchte.
Psalm 86,11

Aber wie schwer sind für mich, Gott, deine Gedanken, wie ist ihre Summe so groß! Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Am Ende bin ich noch immer bei dir.
Psalm 139, 17-18

Der Menschen Herz erdenkt sich einen Weg; aber Gott allein lenkt ihren Schritt.
Sprüche Salomos 16,9

Alles hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde: geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;
einpflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit.
Weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit.
Prediger 3

Gott spricht: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
Jesaja 43,1b

Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis bleiben, sondern wird das Licht des Lebens haben.
Johannes  8,12

Christus spricht: Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater.
Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie, und sie folgen mir, und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen.
Johannes 10,14.15.27.28

Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
1. Korinther 13,12

Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus abgebrochen wird, dann haben wir eine Wohnung von Gott, ein nicht von Menschenhand errichtetes ewiges Haus im Himmel.
2. Korinther 5,1

Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.
2. Timotheus 1,7

Alle eure Sorge werft auf Gott, denn Gott sorgt für euch.
1. Petrus 5,6b

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