Predigerseminar der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
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Evangelisch in Rom - Streiflichter einer ökumenischen Studienreise des Kirchenkreises Fulda von Katrin Rouwen

Siebzehn Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kirchenkreis Fulda waren sieben Tage lang in der "Ewigen Stadt" , um neue Impulse für ihre ökumenische Arbeit vor Ort zu gewinnen. Auf dem Programm standen Besuche in den Vatikanischen Museen, im Petersdom und auf dem Forum Romanum sowie Gespräche mit verschiedenen Vertretern evangelischer und katholischer Christen in Rom.

Alle sieben Jahre fahren im Durchschnitt die Mitglieder eines kurhessen-waldeckischen Pfarrkonvents auf eine Studienreise ins Ausland, in diesem Jahr waren es 17 evangelische Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises Fulda. Sieben Tage waren sie mit Studienleiter Dr. Michael Dorhs vom Evangelischen Predigerseminar Hofgeismar in der "ewigen Stadt" Rom, um neue Impulse für ihre ökumenische Arbeit vor Ort zu gewinnen.

Auf dem Programm standen bei strahlend schönem Wetter ebenso Besuche in den Vatikanischen Museen, im Petersdom und auf dem Forum Romanum wie Gespräche mit verschiedenen Vertretern evangelischer und katholischer Christen in Rom. Mit dem ehemaligen Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Buchenau (Kirchenkreis Fulda), Dekan Holger Milkau, führten die Fuldaer Kolleginnen und Kollegen im Dekanat der Evangelisch-lutherischen Kirche in Italien (http://www.chiesaluterana.it/de/) ein interessantes Gespräch darüber, was es heißt, in Rom "evangelisch" zu sein. Nur eine Woche vor dem Besuch des Pfarrkonvents, war Papst Benedikt XVI. zu Besuch in der deutschen Evangelischen Gemeinde im Norden Roms gewesen. Es war der zweite Besuch eines Papstes nach 1983 in der seit Anfang des 20. Jahrhunderts gebauten Evangelischen Christuskirche. „Ein freundschaftlicher Besuch auf Augenhöhe", so beschrieb Pfr. Dr. Jens-Martin Kruse aus der deutschen Evangelischen Gemeinde in Rom (http://www.ev-luth-gemeinde-rom.org/) die Begegnung und Mitwirkung des Papstes am Gottesdienst, welcher die Predigt hielt und sichtlich entspannt am Gottesdienst teilnahm. Kruse stellte heraus, dass vor allem in den so genannten Mischehen die Familien sehr darunter litten, nicht gemeinsam am Abendmahl teilnehmen zu dürfen. Diese Trennung in der Christenheit sei in Rom besonders schmerzhaft zu spüren.

Bei einem Besuch in der Gemeinschaft St. Egidio/Trastevere wurde dagegen dargestellt, dass Ökumene oft da gelänge, wo Menschen zusammenkämen und das Gemeinsame in den Vordergrund stellten, wie es z. B. die Gemeinschaft Sant' Egidio in Rom und mittlerweile auch in der ganzen Welt praktiziert, deren Mitglieder aus allen Konfessionen stammen und gemeinsam diakonisch arbeiten (http://www.santegidio.de/index.php?pageID=1690&idLng=1067&res=1). Hier wurde noch einmal deutlich, dass es ureigenster kirchlicher Auftrag ist, sich den Schwachen zuzuwenden und Nächstenliebe zu üben.

Die Studienreise ermutigte zu weiteren Gesprächen und Kontakten mit der römisch-katholischen Kirche im Kirchenkreis Fulda nicht zuletzt dadurch, dass die Pfarrerinnen und Pfarrer bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am Mittwoch Vormittag Ehrenplätze in ca. 30 Metern Nähe zum Papst erhielten. Möge Gottes Geist diese Nähe in der Christenheit stets vergrößern hin zur wahren Einheit der Christen wie sie Gott selbst sich ersehnt.

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