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Geschenk und Ereignis: Gemeinde lässt sich nicht einfach machen

Gewichtige Mythen
Früher war es besser als heute – und nichts war schlechter.
Wo solches erzählt wird, ist die Vergangenheit ein Ort der Sehnsucht. Vielleicht aber auch eine Zuflucht vor einem beunruhigenden Heute und einer Sorge bereitenden Zukunft.
Nahezu alle Menschen wissen, wie es ist, wenn man sich für etwas anstrengt und dann von jemanden gesagt bekommt: Früher, da war es aber besser.
Auch Kirchenvorstände müssen sich solches immer wieder sagen lassen. Die Erzählungen von dem angeblich besseren Gestern können Begeisterung und Kraft rauben. Das ist es ärgerlich und ermüdend. Denn wenn heute wichtige Entscheidungen für die Zukunft getroffen werden müssen, dann hilft es nicht zu hören, dass früher das Weiß weißer, das Große größer und das Schöne schöner gewesen ist. Wenn einem so etwas gesagt wird, dann hat man zudem selten die Möglichkeit, das Gesagte zu überprüfen. Deshalb finden Sie im nebenstehenden Downloadbereich einen Text, der drei Erzählungen der Vergangenheit sowie eine Erzählung der Gegenwart kritisch auf seinen Wahrheitsgehalt überprüft:
a) „Früher da hatten die Pfarrer noch Zeit für ihre Gemeinde.“
b) „Wir hatten immer ein Pfarr-, ein Gemeindehaus und eine Kirche.“
c) „Früher hielten sich die Menschen noch zur Gemeinde.“
d) „Jeder kann heute an Gottesdienst und Gemeinde teilnehmen.“
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Frauen der Sandwich-Generation: Kirchenvorsteherin trotz widriger Umstände

Zwischen "Hotel Mama" und "Pflegedienst Tochter"

In den Kirchenvorständen der EKKW liegt der Frauenanteil inzwischen bei über 60 Prozent. Das ist in mehrfacher Hinsicht erstaunlich, denn: 
1.    noch vor 20 Jahren hatten Frauen in diesem Ehrenamt schon beinahe einen Exotenstatus, 
2.    gerade die das kirchliche Ehrenamt tragenden Frauen in der zweiten Lebenshälfte sind eine in vielerlei Hinsicht hoch belastete Gruppe.

Dass die in Punkt 1 benannte Situation überwunden ist, ist gut; der 2. Punkt ist es nicht und gibt Anlass zum Nachdenken. Denn es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Frauen sich deutlich zahlreicher als Männer neben ihren sonstigen Verpflichtungen in einem anspruchsvollen Leitungsamt engagieren. Diese Aussage gilt freilich nicht allein für den Kirchenvorstand, sondern für alle Engagementfelder, in denen freiwillig engagierte Frauen das kirchliche Leben maßgeblich gestalten.

Im Mai wurden zwei Studien veröffentlicht, welche die Lebensbedingungen dieser für unsere Kirche wichtigen Personengruppe in den Blick nehmen: Die vom Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Zeitschrift Bild der Frau durchgeführte Untersuchung „Frauen der Sandwich-Generation: Zwischen Kinderbetreuung und Unterstützung der Eltern“ sowie die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes.
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Ergebnisse zur Befragung der Kirchenältesten

Im Downloadbereich finden Sie eine Kurzfassung von zu der Befragung der Kirchenältesten in 2014.
Diese Ergebnisse sollen eine Diskussion über das Ehrenamt der Kirchenältsten in unserer Landeskirche anstossen. Ziel dieses Prozesses könnte eine Anpassung dieses Amtes an die heutigen Erfordernisse sein. Schreiben Sie uns per E-Mail an: kirchenvorstandsarbeit@ekkw.de, wenn Sie Anregungen dazu haben.