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Zur Freiheit befreit ... Männer in Bewegung
Wir über uns

Foto: clarusvisus
Männer stehen vor vielfältigen Heraus- forderungen: privat, familiär, beruflich, gesellschaftlich, politisch - und auch religiös. Die evangelische Männerarbeit nimmt die Lebenswirklichkeiten heutiger Männer wahr. Gemeinsam begeben wir uns auf der Suche nach Sinn, gelingen- dem Leben und einer ganzheitlichen männlichen Identität.

Viele Männer suchen spirituelle Kraftquellen. Wir nehmen diese Sehnsucht ernst und entwickeln gemeinsam Zugänge zu einer selbstbestimmter Spiritualität, z. B. in der Natur, durch Rituale, Körperübungen, Meditation und Kontemplation, in Bewegung, beim Pilgern und in Gottesdiensten. Es ist eine besondere Erfahrung, diese Wege gemeinsam mit anderen Männern zu gehen. Wir möchten die Frage nach einer männlichen Spiritualität in Gesellschaft und Kirche voranbringen.

Veranstaltungen in Kirchengemeinden ausschließlich mit Männern sind heutzutage wieder gefragt. Wir begleiten und vernetzen haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende bei der Initiierung, Planung und Durchführung. Dazu kommen wir gerne auch zu Ihnen in die Region.

Wir unterstützen „aktive Vaterschaften“. Deshalb möchten wir Angebote vor Ort mit Vätern und ihren Kindern sowie Großvätern und ihren Enkeln stärken.

Wir bringen die Lebenswirklichkeit von Männern in Kirche und Gesellschaft ein und vertreten ihre Anliegen und Themen nach innen und außen. Wir unterstützen eine geschlechtergerechte Gemeinschaft von Frauen und Männern und engagieren uns für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Wir pflegen Kontakte zur Männerarbeit der EKD, der katholischen Männerarbeit, der Männerarbeit der EKHN, allen kirchlichen Einrichtungen im Bereich der EKKW und kooperieren bei männerspezifischen Veranstaltungen und Projekten mit überkonfessionellen Einrichtungen, Bildungsträgern und Verbänden.

2012-11-28

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Konzeption der Männerarbeit der Evang. Kirche in Deutschland

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Stefan Sigel-Schönig ist Fachreferent für Männerarbeit
"Männer glauben anders"

Stefan Sigel-Schönig, Foto: Rudolph
V O N  K A T J A  R U D O L P H

KASSEL. Die evangelische Kirche wird immer weiblicher. In den Kirchenvor- ständen sind fast 60 Prozent Frauen vertreten, und auch sonst sind im kirchlichen Ehrenamt die Frauen häufiger engagiert. Da es inzwischen mehr Theologiestudentinnen als -studenten gibt, werden auch die Pfarrstellen künftig häufiger von Frauen besetzt sein. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, Männern adäquate Angebote in der Kirche zu machen, sagt Stefan Sigel-Schönig. Der 54-Jährige ist der neue Referent für Männerarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck.

Nach mehr als zwei Jahren Vakanz ist nach dem Ausscheiden von Georg Fichtner in den Ruhestand die Stelle damit wieder besetzt. „Männer glauben anders“, sagt Sigel-Schönig, „nicht etwas anderes, aber anders.“ Deshalb müsse die Kirche Männer auch anders ansprechen, um sie zu erreichen.

Glaube habe bei Männern viel mit Naturerfahrung zu tun und mit Aktivität. Wanderungen, Fahrradtouren oder Pilgern seien Angebote, auf die Männer in der Regel gern eingingen. „Und die Männer sind als Erste zur Stelle, wenn es etwas Praktisches zu tun gibt.“ Zum Beispiel, wenn handwerkliche Arbeiten an Kirchengebäuden erledigt werden müssen. Auch im diakonischen Bereich - etwa als Fahrer, die für die Tafeln Lebensmittel einsammeln – engagierten sich Männer gern, sagt Sigel-Schönig, der 17 Jahre lang das Diakonische Werk Hofgeismar-Wolfhagen geleitet hat.

Das heiße nicht, dass sich Männer nicht auch im Gespräch mit Glaubens- und Lebensfragen auseinandersetzen wollten. „Aber sich in einen Kreis zu setzen mit einer gestalteten Mitte mit Blumen, Kerzen oder Tüchern, ist Männern nicht so wichtig.“ Männer erlebten ihr Berufsleben häufig auch als Kampf und Anstrengung. Wenn sie sich mit Glauben beschäftigten, wollten sie deshalb nicht nur von Liebe reden, sondern auch von Durchsetzung.

Es gehe nicht um Geschlechterkampf oder zwei kirchliche Parallelwelten für Männer und für Frauen, stellt Sigel-Schönig klar. Sondern darum, jenseits der gemeinsamen Aktivitäten auch Angebote zu schaffen, die auf die jeweils geschlechtsspezifischen Wünsche und Bedürfnisse eingingen. Was genau das jenseits vorhandener Formen alles sein kann, will der neue Fachreferent noch ausloten.

Schwerpunkt Vater-Kind

„Ich möchte den Impuls in die Gemeinden tragen, sich zu überlegen, wie man die Männer vor Ort für Kirche interessieren kann.“ Dabei will der Beauftragte für Männerarbeit, der zwei Kinder hat und geschieden ist, einen der Schwerpunkte auf Vater-Kind-Angebote legen. Neben der Karriere sei Männern ihre Vaterrolle heute zunehmend wichtig. Wie in der Erziehung, wo Männer auch zunehmend mitgestalten möchten, wünscht sich Sigel-Schönig, dass Männer auch in der Kirche neben den Frauen wieder verstärkt die Gelegenheit wahrnehmen, sich einzubringen.

Kontakt: Stefan.Sigel@ekkw.de

HNA 16.12.2011

2012-09-14